Ich sammle Playmobil-Figuren in Sonderauflagen. So habe ich beispielsweise Albrecht Dürer oder Martin Luther oder Star Trek Figuren als Sammelobjekte erworben und nun kommt wohl als neueste Ausgabe ein spezieller Metzger oder Fleischer hinzu. Der bayerische Landesinnungsverband der Metzger hat die Figur bei Playmobil in Auftrag gegeben und kann sich vor Nachfrage kaum noch retten.
„Wir suchten eigentlich ein Giveaway für unsere Ausbildungsmessen. Ein Mitbringsel, dessen Marke jeder kennt und das weiterhin Groß und Klein zu unseren Ständen locken wird. Da fiel die Wahl schnell auf die bekannte Marke Playmobil“, so Landesinnungsmeister Konrad Ammon. Gesagt, getan. Nach ersten positiven Gesprächen konnte der Fleischerverband Bayern den Auftrag zur Produktion eines kleinen Metzgers als Sonderfigur in limitierter Auflage geben.
Für mich sind zwei Spielzeuge grundsätzlich positiv besetzt: Lego und Playmobil. Diese Emotionen werde ich auch für einen Kunden einsetzen, die lokale Bäckerei und Konditorei Martin Reicherzer. Im Moment experimentiere ich mit Stop Motion-Software herum. Geplant ist, dass wir kleine Playmobilfilme für die Bäckerei produzieren. Hier die ersten Testaufnahmen.
Wie es mir geht, geht es auch den Metzgern, „Für uns ist dies nicht einfach nur ein Giveaway, denn die Figur verkörpert positive Emotionen. Als wir über unsere Social-Media-Kanäle von den ersten eintausend Promo-Figuren berichtet hatten, glühten die Mail- und Telefondrähte heiß. Alle wollten den Metzger haben, sodass wir als weiteren Schritt mehrere tausend Stück des Sympathieträgers für den Verkauf bestellt haben“, so Verbands- Geschäftsführer Lars Bubnick. Natürlich hat Playmobil einen Metzger im Programm, aber jetzt haben die bayerischen Metzger eine eigene Figur.
Aufgrund der großen Nachfrage und des geplanten Verkaufs der Figuren erhielt der Fleischerverband sogar einen eigenen Playmobilkarton – mit Metzgerlogo sowie dem Schul- und Verbandsgebäude in Augsburg als Hintergrund. „Unser Metzgerhandwerk – unsere Schule“ auf dem Karton einer weltbekannten Marke. „Wir sind mächtig stolz darauf, dass wir dem kleinsten Botschafter unseres Handwerks mit dieser Aktion neues Leben einhauchen konnten und wir danken Playmobil für diese gemeinsame Aktion. Wenn wir es schaffen, dass mit Hilfe dieser kleinen Figur unser Handwerk ein stückweit zurück in die Köpfe unserer Gesellschaft kommt, dann ist das ein weiterer Erfolg“, so Bubnick. Dass die kleinen Metzgerfiguren weiterhin großen Anklang finden werden, davon ist er fest überzeugt. Viele Betriebe und Privatpersonen haben schon bestellt. Sogar Sammler aus ganz Europa haben angefragt, ob sie originalverpackte Figuren erhalten können – und das werde ich jetzt auch machen. Die Figur gibt es Verbandshomepage
Als Hutträger ist diese Ausstellung eine Offenbarung: Hauptsache heißt die exzellente Schau im Bayerischen Nationalmuseum in München, die noch bis zum 30. April zu sehen ist. Der Untertitel Hüte.Hauben.Hip-Hop-Caps bringt es auf den Punkt, worum es geht – um Kopfbedeckungen aller Art durch die Jahrhunderte.
Das Museum lud zu einem Bloggerwalk und dem Ruf bin ich freilich gefolgt. Mit rund 250 Hüten, Hauben, Mützen, Schleiern und anderen Kopfbedeckungen sowie Gemälden und Skulpturen gibt die Ausstellung einen Überblick zur Kulturgeschichte der Kopfbekleidung: Kopfbedeckungen sind ein wichtiges Element der Selbstdarstellung. Sie verleihen Würde und machen Hierarchien sichtbar, können Distanz schaffen, aber auch das Gemeinschaftsgefühl stärken.
Die Hut-Spezialist und Kurator Dr. Johannes Pietsch kannte noch so jedes kleine Detail und ich bin erstaunt, was sich alles über Hüte erzählen lässt. Großen Respekt hatte ich auch vor Dipl.-Rest. Dagmar Drinkler. Sie hat alte Knüpf- und Webtechniken ausgegraben und für die Neuzeit erhalten.
Großes Glück für Dr. Frank Matthias Kammel, den Museumschef, der die Bezeichnung Generaldirektor trägt. Nach seiner Begrüßung im „Schatzhaus an der Eisbachwelle“ ging es los. Mir schwirrte der Kopf vor lauter Zahlen und Fakten, die sich erst mal setzen mussten. Geballtes Hutwissen pur, so dass schnell klar war: Ich muss die Ausstellung nochmals besuchen, um noch mehr zu sehen.
Beim Rundgang erinnerte ich mich an eine Geschichte meines Vaters. Noch in den Fünfziger und bis Mitte der Sechziger Jahre war es für ihn selbstverständlich, einen Hut zu tragen. Erst durch die Studentenunruhen und außerparlamentarische Opposition galt der Hut als spießig und konservativ. Die Hüte meines Vaters verschwanden aus der Familie und als ich geboren wurde, gab es in unserem Haushalt keine Hüte mehr, vielleicht noch Mützen. Meine Frau erzählte mir eine ähnliche Geschichte, da blieb der Hut allerdings noch beim sonntäglichen Kirchgang lange Zeit erhalten.
Heute trage ich wieder Hut und Mützen, nur ganz selten Kappen. Ich bilde mir ein, dass ich ein Hutgesicht habe. Mit US-amerikanischen Kappen sehe ich seltsam aus, so meine Empfindung. Und der Hut hat wohl eine gewisse Renaissance unter jungen Menschen, die es chic finden, gut zu tragen.
Im Nationalmuseum war die Geschichte der Kopfbedeckungen zu erkunden. Die Bandbreite reicht von prächtigen Mitren über anmutige Damenhüte bis hin zu aktuellen Designermodellen. Hüte des Märchenkönigs Ludwig II. oder Otto von Bismarcks werfen ein Schlaglicht auf Vorlieben prominenter Persönlichkeiten. Neben Modellen von Dior, Cardin und Saint Laurent sind Unikate von Philip Treacy und Stephen Jones zu sehen. Geschichte und Gegenwart werden unter einen Hut gebracht: Kopfbedeckungen bieten eine einzigartige Vielfalt und sind einfach wunderschön – dem kann ich nur zustimmen. Hier ein 360 Grad Rundgang durch einen Teil der Ausstellung.
Kopfbedeckungen erfüllen unterschiedliche Zwecke: Der Schutz vor Witterung, das „Behüten“, ist eine davon. Im Zentrum der Ausstellung steht die schmückende Funktion. Kopfbedeckungen sind wichtige Elemente der Selbstdarstellung. Sie lassen einen Menschen größer und bedeutender erscheinen, dabei bilden Kopf und Gesicht des Trägers den Mittelpunkt. Nie wirkt ein Hut, eine Haube oder Mütze für sich allein. Kleidung und Accessoires erschaffen ein modisches Gesamtbild.
Frauenhauben und Schleier Verheiratete Frauen bedeckten schon in der Antike ihre Haare. Der Brauch setzte sich im Christentum fort. In Ägypten gab es in frühbyzantinischer Zeit reizvolle Haarnetze. Im Mittelalter benutzten Ehefrauen zum Verhüllen ihrer Haare dichtgewebte Tücher, die „Hauben“ oder „Schleier“ hießen. Heiratete eine Frau, kam sie also „unter die Haube“. Nonnen trugen als Bräute Christi ebenfalls Schleier. Aus den weltlichen Hauben entwickelten sich um 1470 komplizierte, vielfach um den Kopf gewundene Gebilde, die man sogar mit Polsterungen unterfütterte.
Zum Kirchgang war ein Schleier mit fester Kinnbinde Pflicht. Darüber wurde ein zusätzliches, immer größeres Tuch gebreitet, das schließlich als „Sturz“ die weiße Kirchenhaube bildete. Hier konnte die Texttilrestauratorin Dagmar Drinkler zeigen was sie konnte. Ihr gelang 2021 die Rekonstruktion eines vollständigen frühbyzantinischen Haarnetzes nach alten Techniken. Ich könnte mir vorstellen, dass ein solches Haarnetz heute wieder von der Modeindustrie aufgegriffen wird.
Hüte und Hutschmuck Seit etwa 1550 war die Spanische Mode das wichtigste Leitbild. Dort entwickelte sich das Barett zu einer eigenständigen For mit oben abgeflachter Kopfpartie und gerafftem unterem Rand. Später wuchs die weiche Mütze zu einem hohen Zylinder an.Diese Ausführung ahmte man in ganz Europa nach. Die ebenfalls überall modernen, sehr steifen spanischen Hüte besaßen eine schmale Krempe und ein hohes Kopfteil. Meist bestanden sie aus Filz mit einem Überzug aus Gewebe. Einfarbige Barette und Hüte boten den idealen Anbringungsort für Schmuck wie Metalldekorationen, Edelsteine oder Perlen. Sehr beliebt waren Zierspangen, die sogenannten Agraffen. Auch aufwendige Hutbänder gehörten zur Ausstattung.
Ab etwa 1630 bestimmte Frankreich die Mode in ganz Europa. Aus dem spanischen Hut war um 1600 ein Modell geworden, das ein hohes Kopfteil und eine mäßig breite Krempe besaß. Sie wurde breiter, die Höhe des Kopfes nahm dagegen ab. Daraus entstand der typische Soldatenhut der Zeit um 1620/50. Solche Schlapphüte mit aufgeschlagener Krempe und Federn prägten während des Dreißigährigen Krieges das Alltagsleben. Auch Frauen trugen sie häufig zu dieser Zeit. Gleichzeitig blieben die Huttypen mit hohem Kopfteil in Mode, nun aber mit breiterer Krempe als zuvor. Ähnlich hohe Hüte mit kegelförmig zugespitztem Kopfteil trugen einfache Handwerker und Bauern noch lange Zeit.
Hauben für die Frau In der Ausstellung ist eine Flinderhaube aus Nürnberg zu sehen, die wohl zwischen 1640 bis 1680 getragen wurde. Sie besteht aus Metalldraht, Seidenfäden, vergoldete Kupferlegierung, Leinengewerbe und Baumwollwatte. Es gibt weltweit nur noch drei Exemplare. Sie bringt zwei Kilogramm auf die Waage.
Anfang des 17. Jahrhunderts trugen Frauen oft Leinenhauben. Danach ließ die französische Mode die Haare völlig unbedeckt. Daneben existierte in Süddeutschland eine Haube für zuhause, die am Kopf anlag, den Haarknoten hinten aber frei ließ. Zunächst lag sie in einem glatten Bogen über der Stirn und bekam dann in der Mitte eine dreieckige Schneppe. In Frankreich brachten die 1670er-Jahre die Hauben zurück. Die Damen trugen nun mehrlagige Spitzenhauben. Um 1685 kam die „Fontange“ mit hochstehenden Rüschen auf. Sie wurde nach einer Mätresse von König Ludwig XIV. benannt. Die immer höhere Haube musste schließlich gestützt werden, und zwar durch ein Drahtgestell, die „Commode“. Um 1691/92 wuchs die Fontange noch mehr in die Höhe, die Rüschen fielen aber schmaler und später abgestuft aus. Seit 1708 wurde die nun niedrigere Fontange runder. 1713 endete die Mode der extravaganten Hauben in Versailles und im Laufe der folgenden Jahre auch überall sonst in Europa. Nachdem die hochbarocke Fontange um 1715/20 abgelegt war, kamen mit dem Rokoko kleinere Spitzenhauben in Mode. Um sie aus mehreren Teilen zu stecken und zusammenzunähen, benötigte man einen Haubenstock in Form einer Holzbüste. Als solide Basis diente ein leicht gepolstertes Stepphäubchen, das mit einem Band auf dem Haubenstock befestigt wurde. Daneben gab es einfachere kleine, anliegende Stoffhauben, zudem als Sonderformen fantasievolle Zierhäubchen. Im 18. Jahrhundert kamen Frauenhüte ganz eigener Form auf. Seit den 1730er-Jahren waren in England Strohhüte beliebt. Anfangs waren diese Strohhüte eher noch einfach gestaltet. Um 1760 wurden sie üppiger und saßen dann nach vorn gekippt auf den in die Höhe wachsenden Frisuren der Damen. Reisende bemerkten, solche Hüte wären typisch für England und würden dort von Frauen aller Klassen getragen. Bald verbreitete sich diese Mode auch auf dem Kontinent.
Gruseln muss auch sein Was wäre eine Ausstellung ohne einen gewissen Gruselfaktor. Den gibt es auch im Bayerischen Nationalmuseum. 250 Jahre lang schlummerte dieser Filzhut im Moor bis in den 1920 Jahren in Rosenheim beim Abbau von Torf eine männliche Leiche entdeckt wurde. Bei ihm der Hut eines einfachen Mannes.
Zeitsprung zur Hutkrise Machen wir einen Zeitsprung und hier deckt sich die Wissenschaft mit meinen Geschichten meines Vaters. Um 1960 wollten moderne Frauen keine Hüte mehr tragen. Wirklich neu und aufregend waren jetzt die hohen Frisuren. Zudem wurde das Autofahren auch für Frauen zum Standard, und dabei störten Hüte ungemein. Die innovativen Kreationen von Courrèges und Cardin in Paris hatten auch Auswirkungen auf die Damenhutmode. Dennoch war die große Hutkrise nicht aufzuhalten. In den 1970er-Jahren waren Hüte kein großes Thema mehr. Sie verschwanden aber trotzdem nie ganz aus dem Straßenbild. Im Sommer sah man elegante Strohhüte mit breiten Krempen, die den Retro- oder Nostalgietrend aufgriffen. Prinzessin Diana brachte als meistfotografierte Frau ihrer Zeit Hüte Anfang der 1980er-Jahre wieder in Mode. Dieser Boom hielt auch noch in den 1990er-Jahren an, obwohl frühere Verkaufszahlen nie mehr erreicht wurden.
Klassische Herrenmodelle wie Fedora, Trilby und Porkpie kommen nie ganz aus der Mode, doch treten Variationen hinzu. Nicht nur Herren mittleren Alters, sondern auch junge Männer tragen zunehmend Hüte, die ihnen Individualität verleihen. Ebenso spielen Schirmmützen modisch wieder eine große Rolle. Seit 2009 setzen die MvBoshi-Mützen einen frischen Trend. Um das Jahr 2000 kam eine neue Art Damenkopfbedeckung auf: der „Fascinator“, ein meist üppig dekorierter, pfiffiger Kopfputz. Aber auch große elegante Damenhüte sind immer noch gefragt. Der Klimawandel befördert das Tragen von Kopfbedeckungen als Sonnenschutz bei Menschen aller Altersklassen. Heute liegen Kopfbedeckungen wieder voll im Trend. Soziale Medien stärken das Bedürfnis nach Selbstdarstellung. Ein Hut oder eine Mütze kann hier wunderbare Dienste leisten. Baseball- oder Hip-Hop-Caps gehören zur beliebten Streetwear, und neben gängigen Huttypen kommen ganz neue Formen auf. Ob schlicht oder schrill, konservativ oder künstlerisch: Jede Frau und jeder Mann findet für sich das passende Modell.
So gibt es eine Hip-Hop-Cap von Smudo zu sehen, den ich erst einmal googeln musste, weil mir seine Musik ganz fremd ist. Soll der Mann sie tragen, mein Stil ist es einfach nicht.
Vom Filz zum Hut Nach dem Walk konnten die Blogger bei einem Live-Event staunen. Modistin Christine Halbig aus München zeigte dem Bloggervolk, wie Hüte aus Filz gemacht werden.
„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ ist eine Redewendung, die dem russischen Politiker Lenin zugeschrieben wird. Das gilt auch im Netz. Nach Bitkom-Angaben recherchiert gut jeder zweiter Deutsche im Internet über Ärzte oder Gesundheitseinrichtungen, bevor ein Termin ausgemacht wird. Zudem lesen 34 Prozent Bewertungen bei der Auswahl von Krankenhäusern, 22 Prozent tun dies in Bezug auf medizinische Praxen und 30 Prozent informieren sich so über Reha-Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Auch irgendwie eine Digitalisierung des Gesundheitswesens.
Das klingt interessant, wenn wir wirklich eine Auswahl hätten. Auf dem Land gibt es weiterhin einen Mangel an Ärzten und man kann froh sein, wer als Kasswnpatentient einen Termin bei einem Facharzt innerhalb einer langen Zeit erhält. Da hilft mir die wunderbare Suche über die Qualität im Netz nur bedingt etwas. Und dennoch zeigt es, dass Patienten sich informieren wollen, eben ein kleiner Schritt Richtung Digitalisierung.
Für mich eine tolle Sache: Die Einführung der Videosprechstunde nutze ich als Patient sehr gerne, merke aber, dass so mancher Arzt diesen Service zwar anbietet, aber die MFA oftmals Schwierigkeiten beim Versenden des Links oder beim Herstellen der Verbindung hat. Wie oft höre ich die Sätze: Sehen Sie mich? Hören Sie mich? Ein Facharzt meiner alten Mutter ist es lieber, dass meine alte Dame lieber 50 anstrengende Kilometer auf sich nimmt und in der Praxis zur Kontrolle vorbeischaut. Es ist nur de Kontrolle und kein akutes Problem.
Zurück zur Netzrecherche: Menschen zwischen 16 und 29 nutzen laut den Bitkom-Zahlen das Internet öfter für Infos zu Ärzten und Krankenhäusern. Befragte ab 65 Jahren recherchieren dafür deutlich mehr zu Pflegeeinrichtungen.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Verein BEST e.V. hinweisen, die ich mit ein paar Leuten gegründet habe. Der Zweck des Vereins Beratungs- und Koordinationsstelle für russischsprachige Eingewanderte BEST e.V. ist, die Integration und Teilhabe der russischsprachigen Eingewanderten in Deutschland zu fördern. Wir unterstützen die proaktive Integration der russischsprachigen Eingewanderten in Deutschland und wir haben uns das Gesundheitswesen vorgenommen. Wir bauen hier eine Brücke zwischen russischsprachigen Eingewanderten und politischen / öffentlichen Entscheidungsträgern. Dort bieten wir viele Streamings mit Vertretern des Gesundheitswesens an.
Mit der Bahn verbindet mich eine spezielle Hassliebe. Ich halte die Bahn für ein hervorragendes Verkehrsmittel, dass gegenüber dem Individualverkehr enorme Vorteile hat. Aber wir kennen alle die Probleme mit der Bahn unter denen ich auch leide. Jahrelang hat die Politik die Bahn kaputtgespart und systematisch zugunsten des Autos kaputtgemacht und jetzt schreit die Politik wieder nach einer Reaktivierung der Bahn – soweit zur Weitsicht in der politischen Gegenwart. Es fehlen die strategischen politischen Ziele, es wird nur kurzfristig auf Einsparungen gesetzt. Diese verfehlte Verkehrspolitik badet die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland nun aus.
Die Einführung des 49 Euro Tickets begrüße ich daher ausdrücklich. Ich kündige an: Ich werde das Ticket massiv nutzen und hoffe, dass wir als Land den Schritt zur Digitalisierung nicht versauen. Ein ausschließlich digitales Ticket würde diesem Land nach den guten Erfahrungen der Corona-App einen weiteren Schub Richtung Digitalisierung verpassen. Ich hatte neulich einen Beitrag von Armin Berg von der Bitkom gelesen, der sich mit deutlichen Worten auch dafür ausspricht. „Wir müssen weg vom Papier und hin zu einem digitalen Ticket, das künftig über alle Verkehrswege und Verkehrsmittel hinweg eingesetzt werden kann.“ Und weiter: „Für die wenigen Reisenden ohne Smartphone bietet eine digital auslesbare Chipkarte eine Möglichkeit, das Deutschland-Ticket ohne Systembruch zu nutzen.“ Aber bitte, bitte kein Papier.
Da ist es richtig, dass die Deutsche Bahn keine gedruckten Zeitungen mehr in der 1. Klasse verteilt. Wer die Zeitung lesen will, greift auf das digitale Angebot zurück. Die Papierpreise sind explodiert und die Ver- und Entsorgung des Papiers kostet und wir als Bahnfahrer müssen dies bezahlen.
Aber es kommen weitere Veränderungen bei der Bahn auf uns zu. Es gibt eine Hundefahrkarte endlich in der Bahn App. Die Buchung selbst war bisher schon online möglich, die Fahrkarte kam aber erst nach ein paar Tagen per Post auf Papier (!) – nochmals: AUF PAPIER kam eine Online-Fahrkarte. Jetzt hab ich keinen Hund, aber ich denke, die Besitzer von größeren Hunden werden sich nun freuen. Der große Hund kostet übrigens den halben Fahrpreis. Kleine Hunde fahren kostenlos. Hier gibt es die Infos über den Transport von Haustieren mit der Bahn.
Wichtig ist aber, dass die neue Bahn App installiert ist. Der Nachfolger vom DB Navigator heißt nun Next DB Navigator und kann aus den üblichen Stores geladen werden. Sie sieht deutlich übersichtlicher aus und ich nutze sie seit heute. Und zum Schluss noch eine Kritik an der Bahn. Als einstiger Besitzer einer BahnCard 100 habe ich es genossen, in der DB Lounge abzuhängen, etwas zu trinken oder eine saubere Toilette zu benutzen. Die BC 100 hab ich nicht mehr, die Auftragslage ist zu schlecht, aber die BC50 mit entsprechenden Punktestand reichte auch aus, um die Lounge zu betreten. Damit ist jetzt Schluss, wenn man keinen gültigen Fahrausweis hat. Bisher war lediglich ein Punktestatus nötig, nun braucht es zusätzlich einen gültigen Fernverkehrs-Fahrschein. Das halte ich für falsch.
Ich muss zugeben, dass ich lange mit mir gerungen habe, diesen Blogpost zu schreiben. Grundsätzlich halte ich es mit dem Friedrich II. „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. Es ist mir egal, an was jemand glaubt und sei es an das fliegende Spaghettimonster.
Ich bemerke ein Abdriften meiner Umgebung in esoterische Welten. Und das gefällt mir nicht, halte es sogar für gefährlich. Das zeigte sich unlängst in Augsburg, als ich das Einkaufszentrum City Galerie besuchte (der verstorbene Steve Jobs hat mich in den dortigen Apple Store befohlen). Auf der Freifläche im Erdgeschoss konnten die Besucher von 11. bis 14. Januar einen „Blick in die Sterne“ werfen. Es war ein großes Zelt aufgebaut, umringt mit Schautafeln über die Bedeutung und Eigenschaften von Sternzeichen. Und zudem hieß es: „Die berühmte (!) Seherin Lilo von Kiesenwetter ist zu Gast in der City-Galerie Augsburg und wird an allen vier Tagen von 10 bis 18 Uhr für kurze Beratungen zur Verfügung stehen und einen Blick in die Sterne wagen.“
Eine Seherin mitten in einem Einkaufszentrum, was soll der Käse? Und wer den „Blick in die Sterne“ haben will, sollte zehn Euro als Spende für den ASB, Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Augsburg e.V. in die Kasse legen. Das Geld wird für das lobenswerte Projekt Wünschewagen verwendet. Der ASB will damit schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase besondere Herzenswünsche erfüllen. Das Anliegen des Wünschewagens ist unterstützenswert. Die Methode, das Geld über eine Seherin zu sammeln, halte ich dagegen für bedenkenswert. Der ASB nimmt für mich hier Schaden.
Das Duo Mutter und Tochter Lilo und Marie von Kiesenwetter werden als Seherinnen von Boulevardpresse gehyped. Was sich nicht alles verkaufen lässt? Laut eigenen Angaben könne sie allein durch den Anblick des Gesichts eines Kunden die Zukunft vorhersagen. Es ist bekannt, dass die Kiesenwetters regelmäßig auf öffentlichen Veranstaltungen wie in Einkaufszentren in Augsburg auftreten, wobei sie dann in einem Zelt auf einem goldenen Thron Platz nehmen, um mit einer Kristallkugel und ihrem „Blick in die Augen“ hellzusehen.
Und das Geschäft mit der Esoterik boomt. Der Humbug ist zu einer Branche gewachsen, die in Deutschland schätzungsweise 25 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt. Eine „richtige“ Beratungsstunde bei der Kiesenwetter-Familie kostet 250 Euro. Das Marketing funktioniert. Der Zulauf in Augsburg war da. Was bringt die Zukunft? Gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten hat die Methode viele Anhänger.
Dabei ist es doch einfache Westentaschenpsychologie, die hier angewendet wird, um Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen, freilich mit viel Hokuspokus herum. „Hocus pocus fidibus“ und die bekannte Methode des Cold Readings wird angewandt. Zum Cold Reading zählen nach Psiram (früher EsoWatch) verschiedene praktische Ansätze, wie die Analyse des Erscheinungsbilds des Gesprächspartners: durch offene Merkmale wie Kleidung, Frisur, Körperhaltung und Sprechweise gibt der Gesprächspartner bereits viele Informationen über sich preis, welche die nachfolgenden Schritte erleichtern. Das Prinzip wird auch in der Verkaufspsychologie angewandt. Zudem werden Allgemeinplätze verwendet wie der Einsatz von allgemeinen Floskeln, die viele für sich als wahr empfinden. Damit steigt das Vertrauen. Wie geschrieben, „jeder soll nach seiner Fasson selig werden“, aber dass hier Geld für den Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. gesammelt und Esoterik mit dem ASB in Verbindung gebracht werden, halte ich persönlich für problematisch und kontraproduktiv. Der ASB ist eine politisch und konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Der ASB steht historisch der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie nahe. Ich trinke übrigens beim Schreiben eine Tasse Kaffee und kann aus dem Kaffeesatz die Zukunft voraussagen – kostet übrigens nur 20 Euro, die direkt an mich und das fliegende Spaghettimonster gehen.
„Die Welt hat sich geändert seitdem ich in Deutschland bin“, stellte der US-Generalkonsul Timothy Liston fest. Der ranghöchste Vertreter der Vereinigten Staaten in Bayern ist seit 2021 in der bayerischen Landeshauptstadt und mit einer Münchnerin verheiratet. In einem Hintergrundgespräch im PresseClub München erläuterte er die US-amerikanische Position. Die Veranstaltung wurde von Anita Bauer-Duré moderiert.
Bei seinem Eintreffen in München war seine Aufgabe das Engagement der USA für Bayern und die transatlantische Partnerschaft zu bekräftigen. „Doch heute haben wir wieder Krieg in Europa durch den rechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine.“
Über die Trump-Zeiten wollte Liston nicht sprechen. Er meinte diplomatisch im besten Deutsch mit bayerischem Akzent: „Amerikaner schauen immer vorwärts.“ Die Themen Verteidigung und Sicherheit sind seit Februar 2022 ganz präsent. „Es zeigt sich, wie wichtig die NATO ist.“ Die neutralen Staaten Finnland und Schweden stellen in der neuen Weltlage eine Beitrittsanfrage zur NATO.
„Die Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA ist so stark wie nie zuvor“, erklärte der US-Generalkonsul. Seine Regierung unterstütze das ukrainische Volk in seinem Kampf gegen die russischen Invasoren mit Waffen, „mit denen sie sich nicht nur verteidigen, sondern siegen können.“ Liston betonte: „Die Ukraine kämpft für uns, freien Handel und die Menschenrechte.“ Der US-Generalkonsul lobte das deutsche Engagement. „Wir stehen Schulter an Schulter.“ Deutschland habe eine erhebliche Summe beigetragen und leiste eine enorme humanitäre Hilfe bei der Unterbringung der Flüchtlinge. „Ich könnte mir keinen besseren Partner als Deutschland vorstellen“, so Timothy Liston. Um die transatlantischen Beziehungen kümmert sich Liston aber weiterhin. Die American-Football-Liga NFL hatte im November 2022 München als Ausrichter für ihr erstes reguläres NFL-Spiel in Deutschland ausgewählt. Damals trafen die Tampa Bay Buccaneers und die Seattle Seahawks aufeinander. Liston bestätigte, dass Deutschland zwei weitere NFL-Spiele 2023 ausrichten soll. Ob München wieder mit von der Partie ist, könne er nicht sagen. Aber auch in rechtlichen Angelegenheiten wie Rechtsextremismus oder Antizionismus müssten Deutschland und die Vereinigten Staaten wieder stärker zusammenarbeiten. „Ohne Zusammenarbeit können wir unsere Probleme in Deutschland und USA nicht lösen.“ Dies sagte Liston sicherlich auch in Richtung Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, die der Veranstaltung im Münchner PresseClub beiwohnte.
Zur Person Timothy Liston Seit Juli 2021 vertritt US-Generalkonsul Timothy Liston sein Land in München. Er ist der ranghöchste Vertreter der Vereinigten Staaten in Bayern und wird in den nächsten Jahren die vielfältigen bayerisch-amerikanischen Aktivitäten leiten. Deutschland kennt er schon von früher als er Austauschstudent und Bundestagsstipendiat war. Er spricht fließend Deutsch mit bayerischem Akzent. Da er mit einer Münchnerin verheiratet ist, hat er eine besondere Beziehung zu Bayern und München. Seine diplomatischen Stationen waren unter anderem Vietnam, Wien, Berlin und Vilnius.
Disclaimer: Da es sich um ein Hintergrundgespräch im PresseClub München handelte, lag dieser Text der Pressestelle des US-Generalkonsulats zur Freigabe vor.
Was als spontane Idee begann, wurde jetzt fortgesetzt und nimmt wohl künftig einen festen Bestandteil meiner kulinarischen Highlights ein: Die Rottbacher Küchenparty
Entstanden ist die Idee, hochwertige Speisen frisch zubereitet nicht nur am Tisch zu genießen, sondern an dem Ort an dem sie entstehen: In der Küche. Gastronom und innovativer Koch Denis Kleinknecht vom Gasthof Heinzinger in Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck lud zur ersten Rottbacher Küchenparty anlässlich seines Geburtstages ein. Viele Gourmetlieberhaber kamen und feierten bei erlesenen Speisen und Weinen. In der modernen Küche konnten die Gäste Denis und seinem Team über die Schulter schauen. 16 Gänge 16 Weine standen bei der ersten Küchenparty auf dem Programm.
Jetzt kam es zur zweiten Rottbacher Küchenparty wiederum mit 16 Gängen und dieses Mal 10 Weinen. Aufgrund der schlechten Wetterlage mit massiven Schneeeinbruch mussten leider ein paar Gäste absagen, die Stimmung im Gasthof Heinzinger war aber dennoch großartig. Die Kombination aus Essen, Wein und Gesprächen sowie Erläuterungen von Küchenchef Dennis Kleinknecht waren ein Erlebnis. Kleinknecht schraubt weiter an seinem Konzept der Küchenparty und optimiert. Zu vorgerückter Stunde wurden gleich ein paar neue Ideen ausgebrütet und ausprobiert.
Das Team in Küche und Service greift wunderbar ineinander und als Gast fühle ich mich absolut wie zu Hause (nur die Hose bleibt an – so der Standardwitz aus dem Hause Kleinknecht).
Die nächste Küchenparty soll im April stattfinden, hoffentlich bei gutem Wetter, so dass auch der Hof miteinbezogen werden kann. Bis es soweit ist, steht sicherlich der eine oder andere Besuch beim Heinzinger an. Es gibt auch wunderbare Kochkurse. Probiert es aus, es lohnt sich auf alle Fälle.
Ich bin ein Fan von Amazon und ich bin ein noch größerer Fan meines Ehrenamts beim Verein Aktion PiT Togohilfe – und ich war froh, dass mein Freundeskreis und ich durch meine Amazon-Einkäufe meine Aktion PiT Togohilfe finanziell unterstützen konnte. Damit ist jetzt bald Schluss.
In der Vergangenheit hatte Amazon das AmazonSmile-Programm. Käufer von Amazon-Produkten konnten an diesem Programm teilnehmen und mit ihrem Einkauf gemeinnützige Organisationen ihrer Wahl unterstützen. Bei mir war es eben die Aktion PiT Togohilfe. Jetzt schreibt Amazon: „Leider hat das Programm seitdem nicht die Wirkung entfalten können, auf die wir damals gehofft hatten.“ Das kann ich nicht bestätigen, denn durch gute Öffentlichkeitsarbeit des lokalen Vereins kamen schon interessante Summen zusammen, die wir für unsere Arbeit in Togo hervorragend einsetzen können. Natürlich gibt es Spenden und Zuwendungen, aber durch Smile konnte der Verein noch ein paar Euro einnehmen.
Amazon schreibt weiter: „Wir möchten Sie daher darüber informieren, dass wir AmazonSmile zum 20. Februar 2023 einstellen werden. Wir werden weiterhin Ressourcen und Investitionen in den Bereichen einsetzen, in denen wir wichtige Veränderungen tatsächlich wirkungsvoll umsetzen können — vom Zugang zu Informatikunterricht für Schüler und Studierende bis hin zur Logistikhilfe für Gemeinden, die von Naturkatastrophen betroffen sind.“ Die Unterstützung ist natürlich eine feine Sache, aber ich vermute, dass Aktion PiT Togohilfe als größter deutsche Togoverein auf der Strecke bleibt, obwohl das Land massive Hilfe braucht.
Amazon wickelt Smile mit den Worten ab: „Um gemeinnützige Organisationen, die am AmazonSmile-Programm teilgenommen haben, bei dieser Umstellung zu unterstützen, werden wir eine einmalige Spende bereitstellen, die dem entspricht, was sie durch das Programm in drei Monaten im Jahr 2022 erhalten haben. Dies gilt zusätzlich zu den Mitteln, die die Organisationen bis zum Ende des Programms noch für sich sammeln werden.“
Es werden eine Vielzahl von Maßnahmen angeführt, bei denen sich Amazon engagieren wird: Ukraine-Hilfe, Community Fund, Amazon Future Engineer oder Hochwasserhilfe. Alles gut und wichtig, aber AmazonSmile war wunderbar, um Freunde eines Vereins zu aktivieren, um konkret für den eigenen Verein sich zu engagieren beim Kauf über Amazon. Das bricht jetzt weg und das ist schade, sehr schade.
Das Jahr 2023 ist ein paar Tage alt und ich lese bei einigen Bekannten im Netz von ihren Vorsätzen für dieses Jahr. Mehr Sport machen, weniger Fleisch essen und vieles mehr. Andere haben eine Bucket List aufgestellt – also eine Liste mit Dingen, die man im restlichen Leben gerne noch tun oder erreichen möchte.
Bucket List ist mir zu doof, denn mein Leben und damit meine Bedürfnisse ändern sich täglich. Nun Vorsätze habe ich auch keine, aber ich habe mir ein paar Ziele für 2023 gesetzt, denn Ziele sind messbar und Vorsätze kann ich nach ein paar Wochen wieder fallen lassen. Also gehe ich meine Ziele an. Meine Ziele sind nach der bekannten SMART-Regel aufgebaut, wie ich sie von Jochen, einen ehemaligen Chef von mir gelernt habe: S spezifisch, M messbar, A attraktiv, R realistisch und T Terminiert – diese Regel wende ich in meinem Berufsleben an und übertrage sie auch ins Privatleben, wenn es um Ziele geht. Also weg mit Vorsätzen und Bucket List, her mit den Zielen. Was sind also meine Ziele 2023?
Mehr Fotos machen Auf jeden Fall werde ich 2023 mehr Fotografieren. Als Geräte benutze ich das Smartphone und meine Fujifilm X100V. Beide „Fotoapparate“ trage ich in der Regel bei mir. Ich will besser werden, ich hab den Drang zum Fotografieren, nicht zum Knipsen. Ich folge auf Facebook und Instagramm ein paar Fotobekannten, die mich inspirieren: Danke an Günter Hagedorn, Raimund Verspohl, Jürgen Bartenschläger. Als Thema habe ich mir Streetfotografie vorgenommen. Ich halte Ausschau nach Motiven und freue mich schon darauf. Mindestens ein gutes Bild pro Monat ist das Ziel.
Mehr Sofortbilder machen Dann werde ich fotografisch mehr experimentieren – und zwar mit Sofortbildern. Ich habe meine alte Polaroid-Kamera reaktiviert und auch wieder mein Modell SX-70 von Polaroid aus dem Jahr 1974 wieder ausgegraben, die legendäre Andy Warhol-Kamera. Filme habe ich für die Oldies besorgt. Und für den täglichen Gespräch probiere ich mit der instax mini herum und verwende in der Regel einen Schwarzweißfilm. Mal sehen, was ich damit alles anstellen kann. Und nein, ich werde nicht mit den Abzügen wedeln und hoffen, dass sich das Bild schneller entwickelt. Inspiration hole ich mir von den Fotogrößen vergangener Tage. Ziel ist es hier, ein Fotoexperiment pro Monat zu realisieren. Eine Idee hab ich schon und meine Frau muss als Fotomotiv herhalten. Vielleicht geht auch eine Kombination zwischen gescannten Polaroid bzw Sofortbild und Zeichensoftware am iPad.
Mehr Super 8 schauen Ich liebe Super 8 und meine Familie ist zusehends genervt, wenn ich einen meiner Projektoren im Wohnzimmer aufbaue. Natürlich habe ich viele der Filme als DVD, Bluray oder 4K, aber ich habe auch mein Einstiegsmedium in den bewegten Film. Mit Super 8 konnte ich erstmal Kino zu Hause genießen und an diesen Genuss will ich mich wieder erinnern. Ich nehme mir einmal im Monat bewusst die Zeit, baue einen Projektor auf und genieße die Bilder eines über 40 Jahren alten analogen Mediums. Ich nehme wohl am Besten dazu einen Abend, wenn die Familie ausflogen ist, um nicht allzusehr zu stören. Wer kann das ebenso genießen? Das Knattern des Projektors, den Genuss über bewegte Bilder auf der Leinwand, das manuelle Handtieren mit Spulen, das fummelige Einspulen des Films. In der Regel schaue ich Schauerfilme in Schwarzweiß.
Mehr zocken Ich bin ein Retrogamer und genieße das Telespiel (so hieß es damals) mit dem Atari 2600, SNES, N64, GameCube, aber auch die gesamten Playstation-Generationen. Ich will mit meinem Nachwuchs mehr zocken und zock around the Clock Zeit mit den jungen Herrschaften verbringen, wenn sie Lust darauf haben. Ende Februar kommt die VR-Brille für die PS5 und ich glaube, dass wird ein riesiger Spaß und vielleicht kann ich den Nachwuchs noch mehr für Retrogames interessieren.
Mehr lesen Im Grunde lese ich Tag ein, Tag aus Fachbücher um in meinen Beruf und im Hobby auf dem Laufenden zu bleiben. Literatur kam im vergangenen Jahr zu kurz. Das will ich ändern. Also mindestens ein Buch pro Monat zur Unterhaltung, zum Genuss, zum Zeitvertreib und zur Inspiration soll es werden. Es darf auch Schund sein. Zwölf Bücher in einem Jahr, die keine Fachbücher sind, müssen also möglich sein.
Mehr golfen Golf ist ein Sport, der mir richtig gut gefällt und richtig gut tut. Im vergangenen Jahr habe ich es aus verschiedensten Gründen schleifen lassen, aber 2023 geht es wieder los, versprochen. Es geht mir nicht um Handicap oder Turniere, sondern um das Spiel an sich. Bewegung an der frischen Luft und hohe Konzentration, das tut dem Körper und Geist gut. Die Schläger sind gesäubert, die Bälle gepackt, also mit Gattin und Bekannten raus aufs Grün. Damit ich endlich sagen kann: Ich kann Golf (Witz). Und meinen Golfblog mehr pflegen.
Ich bin wirklich kein Fan der Serie, aber interessant ist es dann doch, als ich vor dem meistfotografierten Automobil der Motorworld München stehe. Eine Einladung der Motorworld an den PresseClub München führte mich in dieses eindrucksvolle Mekka der Mobilität nach München Freimann.
Da stand ich nun und staunte: Kein Rolls oder Porsche, Aston Martin oder eine andere Luxuskarosse stand vor mir: Es ist der Nissan R34 Skyline GT-R aus dem vierten Teil der Serie Fast & Furious.
Als Nichtautofan dachte ich mir: Aha ein Nissan also, aber mein Nachbar, der sich besser in Sachen Automobile auskennt, war hellauf begeistert. Als Filmfan lauschte ich aufmerksam: Der Wagen war einst in Besitz des inzwischen verstorbenen Schauspielers Paul Walker und das besondere Auto hat in der Motorworld München einen Stellplatz gefunden. Für den Film wurden insgesamt neun Wagen gebaut, aber nur der Münchner Wagen ist das Original.
Der Nissan lief nur knapp 6000 Kilometer. Und die technischen Daten sind für Autofans ein Wohlklang: Der 2,6-Liter-Reihensechser in diesem Skyline GT-R leistet 550 PS. Die Schaltvorgänge übernimmt ein Sechsgang-Getriebe von Getrag. Dazu: Nismo-Sportfederung und -Sportauspuff, Bodykit und Rennreifen. Alles Informationen, die einen Autofan beeindrucken. Mir Banause gefällt vor allem die Farbe.