Das Erdbeben im Karibikstaat Haiti erschüttert die Welt. Natürlich laufen jetzt die großen Spendenaktionen an. Leider sind auch wieder viele Mitläufer und Betrüger unterwegs. Wer spenden mag, will natürlich auch, dass sein Geld an der richtigen Stelle ankommt.
Ich habe daher im Web ein bisschen gesucht und die mir bekannten Spendenkonten zusammengetragen. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient daher nur der Orientierung. Auch Apple bietet über den iTunes-Store eine Möglichkeit zum Spenden an.
Wer von Ihnen nutzt Skype? Ich bin ein großer Anhänger des Kommunikationsdienstes und nutze vor allem bei USA-Reisen die Videofunktion, um mit der Familie in Kontakt zu bleiben. Ich habe auch noch iChat, aber es finden sich bei mir mehr Kontakte eben in Skype.
Der Dienst läuft den ganzen Tag und auch am iPhone ist die Applikation sehr stabil. Mit vielen Kollegen bin ich so weltweit verbunden und ich erhalte so den aktuellen Status über Kollegen in London und den USA.
In der Regel chatte ich. Und damit nicht alles so furchtbar trocken ist, gibt es zwischendurch so ein paar Smiliys in die Chatprotokolle. In der Fachsprache heißen sie Skype-Emoticons. Es gibt zahlreiche offizielle Emoticons. Und es gibt noch einige versteckte Emoticons, die nur per Tag in den Text eingefügt werden können. Aufgrund eines Artikels bei Nachrichten_München habe ich mal hier eine nette Liste von geheimen Emoticons zusammengestellt. Einfach eingeben und dann spukt Skype nette Emoticons aus. Ich habe mal aus der Skype Emoticons-Seite mir wichtige herausgezogen:
Es gibt einige tolle Fahrzeuge in Filmen: Das Batmobil von Batman, das Blues Mobil der Blues Brothers und es gibt den ECTO-1 der Ghostbusters. Wer ein bisschen Geld übrig hat, kann einen Nachbau des Gefährts für einen guten Zweck bei eBay hier ersteigern.
Spukfilmfans, Retroanhänger und Autoliebhaber können bis 22. Januar 2010 ihr Gebot auf den Oldtimer abgeben. Den genauen Link gibt es hier. Der nette Hintergrund dieser gelungenen Promotion-Aktion: NAMCO BANDAI Partners versteigert zusammen mit GameStop einen Nachbau des beliebten Ghostbusters-Einsatzfahrzeugs Ecto-1. Der Cadillac Fleetwood 75, Baujahr 1962, war als Promotionfahrzeug für das PC- und Konsolenspiel Ghostbusters: The Video Game auf Deutschlands Straßen unterwegs. Der gesamte Erlös aus der Versteigerung geht als Spende an die Hilfsorganisation BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“. Achtung: Im Film wird aber ein Krankenwagen auf Basis eines 1959er Cadillac Miller-Meteor verwendet und nicht die 1962-Serie.
Die technischen Daten des Ecto-1 lassen Autofans-Herzen höher schlagen: V8 Motor, 6,3 Liter Hubraum, Automatik-Getriebe und 329 PS (Gewicht: 2,85t) – also ein Schluckspecht in Sachen Sprit,- egal für jemanden, der im Geiste einen Ford Mustang fährt – cool.
Wir haben zum Ghostbusters-Spiel in meiner Zeitschrift DIGITAL PRODUCTION
als ein interessantes Making of. Ich möchte/darf noch nichts darüber erzählen, weil der Text noch in der Übersetzung und Freigabe ist. Wenn es soweit ist, dann hier mehr.
Ich erinnere mich gerne an Ghostbusters. „Who you gonna call?“ lautete der Song von Ray Parker jun., der in meinem Ghettoblaster lief. Die Helden von damals waren Bill Murray Dr. Peter Venkman, der absolut geniale Dan Aykroyd als Dr. Raymond „Ray“ Stantz und Harold Ramis als Dr. Egon Spengler. Der Filme wäre noch genialer gewesen, wenn John Belushi die Rolle von Bill Murray übernommen hätte, doch die Drogen waren schneller. Belushi ist für mich ein Prachtkerl und ein wahres Schauspielerkaliber. Regie führte der Meister der intelligenten seichten Unterhaltung Ivan Reitman. Für mich als Geisterfan ist der Slimer in die Filmgeschichte als tolles Gespenst eingegangen „Hilfe, er hat mich vollgeschleimt.“ Die Kosten der Spezialeffekte beliefen sich damals auf 5,6 Millionen US-Dollar, lächerlich für heutige VFX-Produktionen. Dabei kamen die Effekte super beim Publikum an, heute locken sie keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Ich habe mir die Ghostbusters neulich wieder auf DVD angesehen. Ein netter Film und das Spiel ist auch ok. Vielleicht steigere ich beim Auto ein bisschen mit, aber eigentlich will ich ja einen Ford Mustang, aber das sagte ich ja bereits.
Der Katalog zur Alfons Mucha-Ausstellung in der Hypo Kunsthalle
Wer noch Kultur auf hohem Niveau erleben will, sollte sich sputen. Noch bis zum 24. Januar läuft in der Kunsthalle der Hpyo-Kulturstiftung die Ausstellung „Alfons Mucha – Meister des Jugendstils“.
Nach Präsentationen im Wiener Belvedere und dem Musée Fabre in Montpellier zeigt nun die Kunsthalle die Retrospektive des tschechischen Künstlers Alfons Mucha (1860–1939). Der durch seine Plakatentwürfe, Buchillustrationen und Schmuckkreationen weltberühmte Meister des Jugendstils hat die Zeichen seiner Zeit richtig erkannt. Mucha ist ein begnadeter Künstler, aber auch ein guter Meister der PR in eigener Sache.
Er erkannte sehr schnell, dass die Massenmedien seiner Zeit seiner Kunst von Nutzen sein können. Die eingängigen Zeichnungen hätten nicht die Berühmtheit erlangt, wenn es nicht die Druckmaschinen gegeben hätte. Schnell konnte seine Kunst in die Welt hinausgetragen werden. Mucha war ein einzigartiger Künstler, ohne Zweifel. Und er ist auch ein Genie der Massenkommunikation. Viele seiner Werke sind Reklameplakate.Auch das macht ihn so populär, denn seine Werbung kam beim Kunden an. Mal wirbt er für Zigaretten, mal für einen Salon. Und als eine Art früher Andy Warhol, der auch mit Werbung sein Geld verdiente, arbeitet er mit anderen Künstlern zusammen. War es bei Warhol Velvet Underground so war es bei Mucha die große Sarah Bernhardt. Die Schauspielerin (1844–1923) war ein Superstar ihrer Zeit. Die launische Diva erkannte das Genie Muchas und ging mit ihm eine fruchtbare Kooperation ein. Sie suchte einen Illustrator für ihr Theaterstück „Gismonda“. Diese Kooperation unter bedeutenden Künstler war enorm schaffensreich. Heute ist dem jüngeren Publikum Sarah Bernhardt vor allem durch die Plakate von Alfons Mucha in Erinnerung geblieben. 1896 entwarf er für die Schauspielerin das Plakat „Berhardt als Cameliendame“ – dieses gilt heute als Ikone der Jugendstilgrafik.
Mucha war ein Meister der modernen Installation. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören die Rekonstruktion des Pavillons Bosnien-Herzegowina (1900) für die Weltausstellung in Paris sowie die Präsentation von zwei monumentalen Gemälden aus dem vielteiligen „Slawischen Epos“ (1910–1926).
Diese Werkzyklen in Muchas künstlerischem Schaffen wurden bisher wenig wahrgenommen und es ist ein großes Verdienst der Ausstellung, dass dieses Manko ausgeglichen wurde. Dabei zählen seine für die unterschiedlichen Pavillons und Länder geschaffenen Beiträge zur Pariser Weltausstellung 1900 zu den bedeutendsten Arbeiten Muchas. Nachdem er seine eigenen Pläne für einen „Pavillon de l’Homme“ nicht realisieren konnte, erhielt der Meister die Gelegenheit, mit den monumentalen Wandmalereien für den Pavillon Bosnien-Herzegowina letztlich doch einen wichtigen Beitrag für das Pariser Großereignis der Jahrhundertwende zu liefern. Auf mehr als 250 Quadratmetern Leinwand schildert er die Geschichte der beiden einstmals osmanischen Provinzen. Der Großteil dieser Wandbilder ist erhalten und wird nun erstmals innerhalb der rekonstruierten Zentralhalle des Pavillons wieder zu sehen sein. Hier den beiden Kuratoren der Ausstellung Dr. Jean-Louis Gaillemin und Dr. Roger Diederen großen Dank.
Die Ausstellung in der Hpyo-Kunsthalle ist bis 24. Januar täglich 10 bis 20 Uhr geöffnet und der Besuch lohnt sich.
Ich trete für Europa ein und doch immer wieder flackert der Bürokratie-Irrsinn aus Brüssel auf, der es schwer macht für Europa einzutreten. Jüngstes Beispiel sind die Rolltreppen. Sie dürfen seit 1. Januar nicht mehr mit Kinderwägen benutzt werden. Ich halte dies für einen ausgemachten Schwachsinn. Damit kam die EU Forderungen der Rolltreppen-Industrie-Lobby nach.
Ein Twitter-Kollege @Nachrichten_muc verbreitete in seinem Dienst ein schönes Zitat von MVG-Chef Herbert König: „Wir wurden von dieser neuen Norm genauso überrascht, wir haben sie nicht gewollt und ich halte sie für ausgemachten Blödsinn.“ Die ganze lesenswerte Meldung gibt es hier.
München hat derzeit 761 Rolltreppen und als zweifacher Papa habe ich natürlich die Rolltreppen mit den Kinderwägen benutzt. Gut, meine Kinder sind aus dem Alter raus und können selbst laufen, doch natürlich habe ich als treusorgender Papa aufgepasst, dass kein Kind aus dem Wagen fällt. Genauso wie bei Drehtüren sich kein Zwerg die Finger einklemmt oder die Hände vom heißen Herd nimmt. Ich glaube, das nennt sich Verantwortung. Hallo EU: Wie wäre es, wenn man Menschen mit Kindern den Einstieg in den Zug verbietet? Denn das kleine Baby könnte ja zwischen Zug und Bahnsteig geraten? Also verbieten, verbieten, verbieten.
Ein Trost gibt es: Die neue Norm gilt zunächst nur für ab 1. Januar 2010 neu zugelassene Rolltreppen. Allerdings wollen die Rolltreppen-Hersteller das Verbot auch auf bisher zugelassene Rolltreppen ausdehnen.
Da fällt mir ein: Wollte sich nicht mein ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber um den Bürokratieabbau in Brüssel kümmern?
Nach Silvester sammeln sich naturgemäß leere Flaschen im Haushalt ein, die der pflichtbewusste Haushaltsvorstand natürlich zum Altglascontainer bringt. Bei uns im Dorf werden drei Glasfraktionen gesammelt: Weiß, Braun und Grün. Jetzt habe ich aber eine Sammlung von Prosecco-Flaschen, die dummerweise blau sind. Wohin also mit den blauen Flaschen? In welchen Container kommen sie, damit meine Umweltseele ihre Ruhe findet?
Ganz eindeutig: Blaue Flaschen kommen in den grünen Altglascontainer. Grund: Grünglas lässt beim Schmelzen und der Produktion von Neuglas hohe Toleranzen an Fehlfarben zu. Bei braunem Glas hingegen darf nur ein geringer und bei Weißglas kein Fremdanteil vorhanden sein.
Immer wieder hört man den Blödsinn, dass es ja egal sei, in welchen Container man welche Farbe werfe. Schließlich werden das Altglas von einem Lkw abtransportiert. In Internet-Foren lese ich so Sprüche wie: „Hier fliegt sowieso alles in den gleichen Container.“
Das ist natürlich absoluter Schwachsinn. Bei uns im Verlag gibt es die Spezialisten, wenn es um Recycling geht. Meine Kollegen vom Recycling Magazin bestätigten mir: Der Laderaum der Altglas-Lkw ist in drei Kammern eingeteilt, die separat befüllt werden. So bleibt das sortierte Glas nach Farben getrennt. Ich habe mich persönlich davon überzeugt, also ist das Trennen der Flaschen nach Farben absolut sinnvoll.
Spezielle Entsorgungsfahrzeuge mit drei Kammern für die verschiedenen Glasfarben bringen das Altglas in die Aufbereitungsanlagen. Und hier geht es ums Geld, denn Altglas ist ein Wertstoff und Wirtschaftsgut. Dort wird es zerkleinert, von Störstoffen befreit und nochmals nach Farben durch spezielle Lichtschranken feinsortiert. Bei über 1.200 Grad Celsius wird das Altglas geschmolzen. Unter Zumischung von Zuschlagstoffen wird das geschmolzene Altglas mit speziellen Maschinen in die neue Form gebracht.
Zeit meines Lebens bin ich ein Lego-Fan und baue auch als Erwachsener mit den bunten Steinen aus Dänemark. Ich lese die Bücher, schaue die Stop Motion-Filme und natürlich bin ich auch ein Fan der Mindstorms-Reihe. Besser gesagt, ich war ein Fan der Lego Mindstorms-Reihe. Was Lego mit der neuen Version NXT 2.0 für Mac User abgeliefert hat, ist gelinde gesagt, eine Frechheit. Aber schön nach der Reihe.
Bei Erscheinen der Mindstorms NXT-Reihe kaufte ich mir gleich einen Bausatz 8527. Und schon begann die Enttäuschung. Wo waren die Bauanleitungen? Es war nur eine Schmalspuranleitung dabei. Der Rest befinde sich auf der CD oder im Web. Doch ich habe nichts auf den offiziellen Sites gefunden.
Als Mac-Anwender bin ich Benachteiligungen ja gewohnt, doch die 1.0-Software von NXT war mehr als fehlerhaft. Umständlich musste ich Treiber aus dem Web laden. Das Handbuch zum teueren Roboter ist eine Ausgeburt an Mittelmaß. Ok, dachte ich mir. Es war die 1.0-Version, da müsste es später besser werden. Es dauerte eine Ewigkeit bis ich die Software zum Laufen gebracht hatte.
Zu Weihnachten bekam ich dann den neuen NXT 2.0 Bausatz 8547 geschenkt. Und das Drama begann erneut. Lego hat die 2.0 Version der Software beigelegt. Sie ließ sich unter Mac OS 10.6 Snow Leopard nicht installieren. Das Programm-Icon erschien nicht einmal.
Auf einen alten Rechner unter Mac OS X 10.5 Lepard konnte ich zumindest die Software installieren und bekam beim Start die Fehlermeldung 1003. Ich sollte die Treiber aktualisieren bzw. die Software neu aufspielen. Gesagt, getan und wiederum Fehlanzeige. Irgendwo im Keller habe ich noch eine alte Möhre mit Mac OS 10.4 Tiger oder sogar Panther. Vielleicht läuft es dann.
Doch was ist das für ein Support bei Lego, dass ein modernes Betriebssystem wie Snow Leopard nicht unterstützt wird bzw. die neuesten Treiber in der NXT-Software nicht integriert wurden?
Das neue Anleitungsheft hat sich nicht gebessert. Zwar wurde der Farbsensor aufgenommen, doch wo die weiteren Baupläne zu finden sind, steht dort natürlich nicht. Die unübersichtliche Lego-Website bietet Bonus-Material von Lego-Jüngern, aber die Bauleitungen für den Alpha Rex II oder das Krokodil habe ich dort nicht gefunden.
Ich bin komplett enttäuscht von Lego. Das Christkind hat rund 250 Euro für den neuen Bausatz gezahlt und ich kann ihn nicht nutzen. Das ist Schrott und Technikspielzeug, das ich nicht brauchen kann.
Zu den Pflichten eines Aquaristen oder wie ich als Aquariumsbesitzer auch immer heiße, gehört das Wasserwechseln. Nur so kann sich das biologisches System regenieren. Wir haben ein 80 Liter Becken im Wohnzimmer stehen und rund ein Drittel des Wassers sollte regelmäßig tauscht werden. Was heißt nun regelmäßig?
Nun die einen Experten empfehlen einen wöchentlichen Turnus. Das ist lobenswert, aber dafür habe ich als berufstätiger Mensch des 21. Jahrhunderts nicht die Zeit. Wir haben uns innerfamiliär darauf geneigt, dass wir das Wasser alle drei bis vier Wochen ablassen.
Das Vorgehen ist denkbar einfach. Es beruht auf reiner Physik. Man braucht dazu einen simplen Schlauch aus dem Baumarkt (am besten durchsichtig) und Eimer für das Altwasser. Ein Ende des Schlauches kommt ins Becken, am anderen Ende saugt man mit dem Mund kräftig an. Vorsicht, dass man kein Wasser in den Mund einsaugt und noch mehr vorsicht, dass kein Fisch mit dabei ist. Hat man das System in Schwung gebracht, läuft das Ablassen des Wassers ganz von allein.
Aufpassen, denn Fische sind sehr neugierig und die kleinen schuppigen Gesellen verschwinden gerne Mal im Schlauch und landen nach ein wenig Karussellfahren im Auffangeimer. Mit einem Kescher kommen die verlorenen Fische wieder ins Becken.
Um den Prozess des Ansaugens zu stoppen, einfach den Schlauch aus den Becken ziehen. Schon lässt der Unterdruck nach und das Ablassen des Wassers ist beendet. Es gilt dann noch die Eimer mit dem Altwasser zu entsorgen. Auch hier ein kleiner Tipp: Der Henkel eines Standardeimers vom Baumarkt hält schon, aber wenn zehn Liter Wasser im Eimer sind, sind das auch zehn Kilogramm. Da kann es schon passieren, dass der Henkel am Eimer sich verabschiedet und sich das alte Aquariumswasser ins Wohnzimmer ergießt.
Jeden Morgen das gleiche Spiel. Der Wecker klingelt. Ich haue drauf, drehe mich um und verschlafe. Hier gibt es künftig Abhilfe und der Kollege vom Laufblock probiere es seit Weihnachten gerade aus: „Clocky“ von Nanda Home.
Das Technikspielzeug ist ein fliehender Wecker. Ja richtig gelesen. Zur eingestellten Uhrzeit fängt das Teil jämmerlich an zu piepsen und flöten. Drückt man dann den Snooze-Knopf geht der Zirkus erst richtig ab. Der Wecker fängt an sich zu bewegen und springt vom Nachkästchen. Er rollt scheppernd durch die Gegend und gibt fiese schrille Laute von sich. Da steht man freiwillig auf und bringt „Clocky“ zum Schweigen.
65 US-Dollar kostet der chromumhüllte Wecker auf Rädern, ein nervigstes Gadget, das keiner braucht. Eben ein schönes Technikspielzeug.
Ich höre diese Stimme. Jeden Tag, wenn ich mit der S-Bahn in die Arbeit oder nach Hause fahre, höre ich seit kurzem diese Stimme. Der Münchner Verkehrsverbund MVV hat seit kurzem eine neue Sprecher für die Zugdurchsagen. Die weibliche Stimme gehört Regina Wallner und ist eigentlich ganz nett anzuhören, bis auf einen Satz: „Bitte rechts aussteigen“. Frau Wallner betont das Aussteigen schrecklich. Ich will es nicht hören und achte dafür um so mehr darauf. Schrecklich, aufhören AussteiGEEEEEN. Ich gründe jetzt den Regina Wallner-Fanclub.
Nach neun Jahren hat sich der MVV entschlossen, die monotone Ansagerstimme zu wechseln. Engagiert wurden Regina Wallner, 31 Jahre aus Prien, und Graham Baxter. Letzterer ist Brite, kommt aus Oxford und sorgt für den internationalen Flair in der Weltstadt mit Herz. Älteren Radiohörern ist Regina Wallner aus den Verkehrsmeldungen auf Bayern 1 und Bayern 3 bekannt, mit Verkehr kennt sie sich aus.
Im Juni 2009 machte sich die Deutsche Bahn auf die Suche nach neuen Sprechern. Es gab ein klar festgelegtes Stellenprofil, auf das sich 220 Kandidaten bei der Deutschen Bahn gemeldet haben.
Freundliche Stimme mit oberbayerischer Tonfärbung
Klare und deutliche Aussprache
Angenehme Stimmmodulation, idealerweise eine abgeschlossene Sprachausbildung (z. B. Schauspiel, Moderation)
Bereitschaft, an einem Auswahlverfahren mit Vorsprechen teilzunehmen
Bereitschaft in der ersten Augusthälfte 2009 an mehreren Tagen (voraussichtlich vier bis fünf Tage) für die Aufnahme der Ansagetexte in einem Berliner Studio zur Verfügung zu stehen
Mehrjährige Verfügbarkeit für weitere Aufnahmen
Bereitschaft für öffentlichkeitswirksame Auftritte
Folgende Kriterien sollten die Bewerber für die Ansagen in englischer Sprache erfüllen:
Native Speaker (Oxford English)
Freundliche Stimme
Saubere Aussprache und natürliche Artikulation
Ruhiger, gleichmäßiger Sprachfluss/-rhythmus
Bereitschaft zur Unterstützung bei der Gestaltung der Ansagetexte
Warum man in einem Berliner Studio Texte für die Münchner S-Bahn aufnehmen muss, ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich liegt es am Auftraggeber Deutsche Bahn. Außerdem ist mir aufgefallen: das schöne deutsche Bürokratenwort: Mobilitätseinschränkungen gibt es auch nicht mehr bei den neuen Ansagen. Schad drum, dafür hab ich jetzt „AussteiGEN“.