Archive for the ‘Apple’ Category

Kosmetikindustrie entdeckt iPhone-Apps 

3. Dezember 2009

Nachdem Verlage mehr und mehr auf den kostenpflichten Vertrieb ihres Contents über das iPhone setzen, hat jetzt die Beauty-Branche das iPhone für sich entdeckt. Da ich ja in der Friseurbranche dann und wann unterwegs bin, schätze ich den Markt ziemlich groß ein. Vor allem am iPhone sind Applications, die einem beispielsweise erlauben virtuelles Make-up auszuprobieren, bereits sehr erfolgreich. Apps wie MakeUp free oder Celebrity Makeup Looks zeigen, wohin die Reise geht. Hier gibt es Schritt für Schritt-Anleitungen, sich so zu schminken wie Angelina Jolie, Megan Fox oder Miley Cyrus.

Sieben bis zehn Millionen iPhone-Nutzer sollen bereits Beauty-Programme nutzen oder sich zumindest sehr dafür interessieren, berichtet die New York Times. Zwischen 99 Cents und 9 Dollar kosten die meisten Beauty-Apps – die Bandbreite reicht dabei vom virtuellen Make-up über Shopping-Guides bis hin zum Schönheitsfarm-Simulator. Es handle sich um einen absoluten Wachstumsmarkt, so Sunil Verma von der Firma Mobclix. Das Unternehmen hat ein kostenloses PDF mit verschiedenen Fallbeispielen ins Netz gestellt.

Die großen Marken haben die Handy-Software gerade erst für sich entdeckt und werden dem Markt neuen Schub verleihen. Wella, Goldwell oder Schwarzkopf können mit ihren Haarpflegeprodukten da viel bewegen. Neben dem Beauty-Aspekt spielt vor allem die Gesundheit eine große Rolle. Der gesamte Bereich der Gesundheits- und Fitness-Apps habe gewaltiges Potenzial.

Während sich die ersten Programme darauf beschränkten, das eigene Gesicht mit denen von Berühmtheiten zu vergleichen oder Bewertungen von anderen Usern zu bekommen, eröffnen sich durch Neuerungen wie Augmented Reality neue Anwendungsgebiete, wie ein virtueller Rundgang in Kosmetikgeschäften vom eigenen Sofa aus.

Buchkritik: Mein iPhone & ich

18. November 2009

Das iPhone hat laut Gartner einen Marktanteil bei Smartphones von 17 Prozent (12,4 Prozent im Vorjahr). Damit ist klar, dass mobile Device von Apple ist ein Renner. Und obwohl das Telefon eigentlich intuitiv zu erlernen ist, braucht es für manche User Zusatzliteratur. Früher gab es bei der Volkshochschule Kurse à la: Wie bediene ich mein Handy? Heute gibt es ein interessantes Buch mehr.

Dieses Buch sticht aus der Masse der jüngst veröffentlichten iPhone-Bücher heraus: „Mein iPhone & ich“, geschrieben von meinen lieben Kollegen Michael Krimmer und Simone Ochsenkühn. Das Buch gibt einen Überblick über den praktischen Einsatz des iPhones. Es ist nicht für Hacker oder iApps-Entwickler, sondern für den klassischen User, der die Leistung seines Apple-Produkts voll ausreizen will. Im Technikteil flüssig geschrieben, mit vielen anschaulichen Screenshots finden sich allerhand Tipps und Tricks für Einsteiger, aber auch Profis. Ich bin selbst ein iPhone-Fan der ersten Stunde und auch ich als Power-User fand einige lohnenswerte Kniffe in diesem Buch. Gratulation.

Natürlich lässt sich trefflich darüber streiten, welche Apps aus dem Store denn wirklich lohnenswert sind. Jeder hat hier seine persönlichen Vorlieben. Hier bin ich mit den Autoren nicht immer der selben Meinung, aber für einen Überblick reicht es, um die Faszination iPhone zu erfassen.

Kritik gibt es aber auch: Das Buch dreht sich um das Kult-Telefon von Apple. Doch leider gehen die Autoren auf den Kult eben nicht ein. Es gibt nichts zu lesen über die Einführung des Telefons, die Kampagnen, das geniale Marketing, die Keynote von Apple-Guru Steve Jobs. Dies alles hätte in ein Buch um ein Kultobjekt gehört. So ist das Buch nur eine Bedienungsanleitung für ein Telefon. Eine gute zwar, aber eben nicht mehr.

Leider gibt es auch immer wieder Passagen im Buch, die sich um die menschliche Seite des iPhone-Users gemmühen. Diese fallen im Vergleich zum stringenten Technikteil des Buches ab. Hier wäre der Lektor gefragt, das Niveau anzugleichen.

Dennoch: Die 20 Euro sind für rund 460 gehaltvolle Seiten sinnvoll investiert. Wer mal etwas lesen möchte, dem empfehle ich diese Website.

Hakenkreuz und Hitler im AppStore von Apple

7. November 2009
Verbreitet der AppStore von Apple jetzt  Nazi-Propaganda? Mit diesem Vorwurf muss sich Apple derzeit beschäftigen. Nachdem Cupertino gemeldet hat, dass jetzt über 100.000 Apps im Store zum Laden sind, tauchte auch eine spanische Übersetzung von Mein Kampf vom Deppen Adolf Hitler auf. Preis 1,59 Euro.
Noch dazu ziert das Icon das Hakenkreuz, ein Symbol, das in Deutschland verboten ist. Ich habe es deshalb in meinem Screenshot unkenntlich gemacht, damit ich mich nicht der Verbreitung von verbotenen Symbolen strafbar mache.
Apple hat in der Vergangenheit nicht damit geglänzt, dass die Kriterien für den AppStore nachvollziehbar sind. Aber das geht eindeutig zu weit: Apple darf in Deutschland nicht Nazi-Literatur verbreiten, zumal die Rechte beim Freistaat Bayern bis 2015 liegen. Von der Geschmacklosigkeit möchte ich nicht reden. Apple bleib sauber und nimm dieses App aus dem Store.
Mein Kampf im AppStore
Update: 8. November 2009: Nach massiven Protesten hat Apple die App aus dem App Store entfernt.

Apple Magic Mouse: Hier kommt die Maus

6. November 2009

Magic Mouse von Apple

Wie in einem Schneewittchensarg kommt die neue Apple Magic Mouse daher. Keine große Umverpackung wie früher, sondern in einer schlichten durchsichtigen Plastikverpackung ist die Maus aufgebahrt. Hier wird das Auspacken eines Produkts wie bei Apple immer zur Zeremonie erhoben. Und: Apple macht auf grün.

Formschön und ergonomisch kommt das Bluetooth-Device daher. Sie ist deutlich flacher als ihre Vorgängerin Mighty Mouse mit dem schicken Nippel. Die neue Maus ist deutlich eleganter und basiert auf der Multi-Touch-Technologie. Das Umgewöhnen dauert. Die Navigation findet jetzt ausschließlich mit den Fingern statt. Anstelle mechanischer Tasten, Scrollräder oder Scrollbälle besteht die gesamte Oberseite der rund 70 Euro teuren Magic Mouse aus einer Multi-Touch Oberfläche. Und die Arbeit mit der Apple Magic Mouse Laser Maus schnurlos bluetooth (nur für Mac OS X 10.5.8 oder neuer) ist cool, sehr cool sogar.

Die Installation ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zunächst konfiguriert man die Maus als klassisches Blauzahn-Gerät. Ist dies geschehen, bitte unbedingt die Softwareaktualisierung starten. Und siehe da: Es findet sich ein 67 MByte (!) großer Maustreiber in the Cloud zum Laden. Nach einem Neustart (bin ich jetzt bei Windows?) lässt sich die Magic Maus in der Systemsteuerung Maus konfigurieren.

Die Arbeit kann beginnen: Die Magic Mouse besitzt ein nahtloses, berührungsempfindliches Gehäuse, das sie zu einer Einzel- oder Mehrtasten-Maus mit hochentwickelter Unterstützung von Gesten macht. Durch intuitive Fingerbewegungen können die Nutzer sehr einfach durch lange Dokumente scrollen, über große Bilder schwenken oder sich rückwärts und vorwärts durch eine Sammlung von Fotos oder Webseiten bewegen. Gerade das Wischen ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Hier braucht man als User ein wenig mehr Einarbeitungszeit.

Wer zwei Finger auf der Multitouch-Oberfläche zugleich nutzt, können Sie etwa zwischen Bildern wechseln, die Größe verändern. Spitze für mich: Es lässt sich in der Videobearbeitung der Clip ein Stück vorspulen. Bewege ich die Fingerchen schnelle, wird auch der Clip schneller. Damit werde ich mein Contour Shuttle langsam in Rente schicken.

Die Magic Mouse ist gleichermaßen für Links- und Rechtshänder geeignet und die Befehle zur Mehrtasten- und Fingerbewegungs-Steuerung können sehr einfach in den Systemeinstellungen konfiguriert werden. Das Abtasten der Oberfläche durch den Lasersensor der Magic Mouse bietet, im Vergleich zu herkömmlichen optischen Sensoren, ein deutlich geschmeidigeres und gleichmäßiges Arbeiten auf mehr Oberflächen. Wer große Hände hat, der wird mit der Magic Maus ein Problem bekommen. Das zierliche Device wird schwer zu bedienen. Während die Mighty Maus vier belegbare Funktionstaste hatte, sind bei der Magic Maus nur noch zwei übrig geblieben. Mir persönlich reicht das, weil ich die vier Tasten nie belegt hatte.

Wer mit Windows arbeitet, hat zunächst Probleme: Ebenfalls interessant: Laut Apple Knowledge Base sagt die Apfelfirma, dass die Maus unter Windows entzaubert wird, Unter Windows mit Boot Camp geht das Ding nur als 1-Tasten-Maus. Herunterscrollen und das Tippen mit zwei Fingern geht nicht. Aber wer braucht schon Windows?

Update: Inzwischen ist die Maus auch unter Windows voll kompatibel. Apple hat die entsprechenden Treiber vorgelegt. Doch weiterhin gilt: Wer braucht schon Windows?

T-Mobile: Das habt ihr wirklich verbockt!

6. Oktober 2009

Wunderbare Freundschaft: iPhone und T-Mobile

Heute mal wieder eine Episode aus dem Reich der Telekomiker. Es traf einen Kollegen von mir, der wie ich, ein iPhone-Jünger erster Stunde ist. Es geht sich um das Thema Tethering. Wir beide haben einen Complete-Tarif der ersten Generation. Dieser erlaubt uns die Nutzung des iPhones als Modem. Aber nein, die Magenta-Freunde erlauben uns jetzt kein Tethering, raten uns aber deutlich auf den Complete-Tarif der zweiten Generation upzugraden. Hier darf man dann das iPhone als Modem nutzen, freilich gegen saftige Gebühren. Wunderbar die Antwort der Telekomiker zum Thema Tethering. Man teilte uns Kunden mit, dass es zu aufwändig sei, festzustellen, wer alles Complete-Tarife der ersten Generation habe. Darum könne diesem Kundenkreis leider Tethering nicht kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Mal ehrlich: Aber wenn der Provider das schon nicht kann, wer dann?

Auch super: Gott sei Dank, kann sich T-Mobile aktuell ja auch auf Apple rausreden. Schließlich hat Apple das Update 3.01 das aktuelle iPhone OS veröffentlicht und der Kollege hat es auch noch installiert (ich nicht). Na da kann T-Mobile natürlich nichts dafür.

Aber: Wer war wohl die treibende Kraft hinter dem Detail, dass man Tethering nicht mit der aktuellen Version nutzen kann? Es ist natürlich wirklich sträflich von einem technisch-affinen Kundenkreis, wenn man auf eine aktuelle Software-Version updatet. Bei T-Mobile bleibt man besser immer ein paar Versionen hinten. Der Fortschritt im Allgemeinen ist offensichtlich nicht gut!

Und noch was: Hat es T-Mobile mittlerweile geschafft, eine Version der Web’n’walk-Software bereitzustellen, die unter Mac OS 10.6 Snow Leopard läuft? Hoppla, sorry, mein Fehler. Aktuelle Betriebssysteme sollte man als  Kunden bei der T-Mobile ja nicht verwenden. Vermutlich laufen Ihre Rechner noch unter Windows 3.11.

Manche Verfehlungen kann man mit einem Schmunzeln zur Kenntnis nehmen. Was sich T-Mobile liefert, ist auf der einen Seite zum Lachen. Aus Sicht ihrer Kunden aber leider auch zu Heulen.

T-Mobile: Das habt ihr wirklich verbockt!

Mac ist Windows überlegen

31. März 2009

photo

Als Mac-User weiß ich selbstverständlich, welches das bessere Betriebssystem für einen Computer ist. Und ich freue mich auch schon auf Snow Leopard. Ich bin mir nicht sicher, ob es schon für die WWDC von 8. bis zum 12. Juni im Moscone-Center in San Francisco bereit steht oder ob Apple nicht wieder das iPhone in den Mittelpunkt rückt. Die neue iPhone-Software 3.0 ist schließlich schon für den Sommer angekündigt. Warten wir es ab.

Abwarten hieß es aber auch am Münchner Flughafen Franz Josef Strauß am vergangenen Samstag. Die Monitore der An- und Abflüge waren ausgefallen. Eine Windows-Fehlermeldung thronte auf dem Bildschirm. Ja, ja das ist Schadenfreude. Ein Kollege war vor Ort und hat ein Foto gemacht (danke Michael). Da kann Microsoft noch so viel Werbung gegen vermeintlich teure Mac-Rechner machen. Die Realität ist der beste Beweis für die Überlegenheit. 

Meine iPhone-Wunschliste

16. März 2009

Wie interessierten Kreisen bekannt ist, werden am Dienstag Abend gegen 18 Uhr deutscher Zeit auf einem Special-Event die iPhone 3.0-Software und wahrscheinlich das neue iPhone vorgestellt. Ich bin ein überzeugter Fan dieses Apple-Kommunikationsknochens, doch gibt es natürlich einige Wünsche, die ich an die Apfel-Firma habe. Also habe ich mal meine persönliche iPhone-Wunschliste zusammengestellt. Jeder, der sich berufen fühlt, soll sie gerne ergänzen.

1) Wunsch: Copy & Paste

Wenn das iPhone in den Businessbereich einziehen soll, dann brauche ich Copy & Paste. Ich habe immer wieder Texte aus Mails, die ich in andere Mails kopieren will und das geht bisher nicht. Also das steht ganz oben auf der Wunschliste Softwareseitig.

2) Wunsch: Flash

Flash ist defacto der Standard für Videos im Web und ich kann Flash-Videos nicht betrachten. Es heißt immer wieder, dass Adobe an einem Flash-Player für das iPhone arbeitet, doch Apple nicht zufrieden ist. Aber dennoch ist es ein klarer Wunsch seitens der Anwender, also ihr Entwickler der A-Firmen: Gebt mir einen Flash-Player im Safari.

3) Wunsch: Video

Jedes Schrott-Handy da draußen hat eine Video-Funktion und sei sie noch so rudimentär. Ich will mit meinem iPhone Videos aufnehmen, die dann als mov-Datei abgelegt werden können. Platz ist auf den iPhone grundsätzlich genug.

4) Wunsch: bessere Kameraauflösung

Die 2-Mega-Pixel-Kamera des iPhones war bei ihrer Einführung schon nicht zeitgemäß. Heute ist sie einfach nur peinlich. Es muss eine höhere Auflösung her und ggf. auch eine bessere Optik. Bessere Linsen sind machbar und andere Handy-Hersteller machen es vor.

5) Wunsch: Batterie-Laufzeit

Ich will eine bessere Batterielaufzeit für mein iPhone. In der Regel lade ich jeden Tag mein Device auf. Andere Handyhersteller haben bessere Batterielaufzeiten bei ähnlichen Features. Ich habe gelesen, dass Apple ein Patent angemeldet hat, dass Solarkollektoren unter dem Touch-Screen verbaut sind, um das iPhone während des Betriebs aufzuladen.

6) Wunsch: Blauzahn

Die Leistung des Bluetooth muss verbessert werden. Das Auf- und Abspielen von Dateien läuft nur über iTunes als Finder-Ersatz. Hier wäre eine bessere Flexibilität wünschenswert.

7) Wunsch: iPhone als Modem

Ich habe mir einen Web´n Walk-Stick der Telekom zugelegt, doch dennoch wäre der Einsatz des iPhones als Modem schön. Nicht immer habe ich den Magenta-Stick dabei und muss immer die Software bedienen. Da wäre eine Verbindung über Bluetooth schon sinnvoll, um ins Web zu gelangen.

8) Wunsch: Navi-Software

Die Navi-Möglichkeiten im iPhone sind schön, doch geht es noch besser, noch genauer. Dann kann ich mir den Kauf eines Navis im Auto sparen, sondern mich durch mein iPhone führen lassen.

9) Wunsch: MobileMe

Ich will abonnierte Kalender auch über MobileMe im iPhone haben und die Push-Funktion von MobileMe verbessert haben. Und Apple muss an dem Energiemanagement etwas drehen, sonst sehe ich minütlich, wie meine Batterie abnippelt.

10) Wunsch: MMS

Zu einem normalen Handy gehört MMS und das soll jetzt auch im iPhone providerunabhängig funktionieren. Wenn ich ehrlich bin, nutzte ich MMS nicht, aber sicherlich braucht es der eine oder der andere.

Eine „Zukunft der Zeitung“ am iPhone Teil 2

4. März 2009

stern

Im August 2008 habe ich etwas von der „Zukunft der Zeitung“ am iPhone geschrieben, als ich die Schweizer Applikation „20 Minuten“ nutzte. Dies kann eine moderne Form des eBooks sein. Endlich kommen auch deutsche Medien auf den Trichter. Den Start macht der „Stern“ mit einer eigenen kostenlosen Applikation.

Grundsätzlich begrüße ich diesen Weg, denn ich habe mir zwar einen Sony Reader gekauft, doch der ganz große Wurf ist es nicht. Da gefällt mir das iPhone schon besser und es ist wohl der richtige Weg.

Der Stern will mit auf diesem Weg dabei sein, doch allerdings hat die Stern-Software noch ihre Macken. Zuerst einmal die Fakten, dann das Gemeckere. Die Applikation speichert die Inhalte auf Wunsch auf dem iPhone. So kann man im Büro die Artikel aufs iPhone laden, die einen interessieren und sie später dann in der U-Bahn oder im Bergwerk, wo es keine Online-Verbindung gibt, in Ruhe lesen.

Jetzt das Gemeckere: Leider sind noch ein paar Fehler bei der Darstellung einzelner Artikel zu kritisieren. Hier muss das Entwicklerteam die Bugs beseitigen und zwar schnell, sonst verliere ich die Lust aufs Testen. Tippe ich eine Überschrift an, baut sich zwar der Artikel mit der Überschrift auf – aber leider ohne Text. Das mache ich ein-, zweimal, dann lösche ich die App. Vielleicht ist es auch kein Fehler der Software, sondern ein Fehler der Stern-Redaktion, die in ihrem CMS einen Haken zum Setzen vergessen haben. Ist auch mir als Kunde egal. Es geht nicht und das stört mich.

Nette Idee ist auch, das Fotos der umfangreichen Stern-Galerien geladen werden. Nicht erschrecken, beim ersten Laden kommen über 1000 Fotos aufs iPhone. Rums, das dauert auch über WLAN seine Zeit.

Doof oder genial? Hitzfeld und sein iPhone

3. März 2009

hitzfeld

Das es in der Werbung nicht immer mit rechten Dingen vor sich geht, dass ist schon klar. Aber dennoch sollte man wenigstens die Grundlagen beachten. Jüngstes Beispiel der ehemalige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld. Er ist derzeit Trainer der Schweizerischen Nationalmannschaft und wie sein Kollege Franz Beckenbauer („Ja ist denn schon Weihnachten“) eine prominente Figur, auch in der Werbung.

Und weil das liebe Geld so lockt, macht General Hitzfeld auch Werbung für Green.ch, ein Schweizer Internet-Dienstleister. Laut Werbetext versendet er gerade das aktuelle Spieleraufgebot via iPhone. Doch ist nur, dass der General sein iPhone falsch herum hält. Es steht auf den Kopf. Die schweizerischen und die Mac-Medien machen sich derzeit lächerlich über Ottmar Hitzfeld.

Vielleicht war es sogar Absicht, denn so doof kann man nicht sein. Wahrscheinlich war es von der Agentur ein genialer Coup das iPhone falsch zu halten und die Medien darauf aufmerksam zu machen. Jetzt wird europaweit über Hitzfeld und Green.ch geschrieben, inklusive dieses Blogs. Wer weiß? Mir persönlich ist es egal, ob Hitzfeld richtig telefonieren kann oder nicht. Er sollte vielmehr zum FC Bayern zurückkommen. 

25 Jahre Mac, vielen Dank

26. Januar 2009

sparta

Am 25. Januar ist der Mac 25. Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch zu solch einer Maschine. Die Foren im Web haben diesen Geburtstag mit Bildergalerien, Interviews und Geschichtsfakten gefeiert. Nützlich für alle Historiker ist der Blog von Christoph Dernbach von der dpa, der die Geschichte sehr schön zusammengestellt hat.

Ich möchte eine persönliche Rückschau halten. Der Mac hat sicherlich mein Leben verändert. In meiner Jugend war das Zeitalter des Home Computers. Bei mir stand die Entscheidung an, ob ich mir einen VC 20 oder gleich einen C 64 kaufen sollte. Ich entschied mich für den braunen Brotkasten, doch das Geld reichte nur noch für eine Datasette. Das Floppy-Laufwerk war aus finanziellen Gründen in weite Ferne gerückt. Einen Mac gab es in meinen Horizont nicht, ich war nur einmal auf eine Lisa von Apple gestoßen, doch der Preis war unendlich hoch. (Erst Jahre später kaufte ich mir eine Lisa aus nostalgischen Gründen). Meine Kumpels hatten auch den C 64 und dank Turbo Tape 64 hatte sich auch die Warterei auf die Datasette verkürzt. Später wurde der C 64 abgelöst durch den Atari 520 ST. Für mich revolutionierend war die grafische Benutzeroberfläche.

Meine Schulfreunde wechselten in der Regel auf eine DOS-Maschine. Für mich ein Grauen, denn ich wollte keine Soundkarte oder so Zeug einbauen. Der grüne Monochrombildschirm erzeugte mir Würdereize und Überragen, Laden, Speichern im Word war nicht benutzerfreundlich. Gegen Ende der 80iger Jahre kam ich über einen Freund, dessen Vater ein Architekturbüro hatte, zum Mac. Ich kaufte mir einen LC II mit dem StyleWriter II als Drucker und die Sucht hatte begonnen. Das Mac-Fieber ließ mich nicht mehr los. Die Modelle wechselten und ich versuchte Apple die Treue zu halten. Ich war dabei als es mit den PowerBooks losging, ich investierte in einen Newton. Ich machte den Sprung auf PowerPC und später auf Intel mit. Der Mac war Religion und zuverlässiges Arbeitsgerät zugleich. Es war etwas besonderes, einen Mac zu haben. Die Think different Kampagne traf voll ins Schwarze. Steve Jobs kam zurück und ich musste mir (Gott sei Dank) keinen Next kaufen. Im nachhinein hätte ich natürlich einen, wenn schon aus historischen Gründen.

iMac, Wallstreet, der Wegfall des Diskettenlaufwerks, FireWire und UBS – ich war mit dabei. Meine Macs ließen mich nicht im Stich. Bei meiner ersten Arbeitsstelle durfte ich am Mac arbeiten, denn der Münchner Merkur setzte auf Ganzseitenumbruch und damit auf Quark XPress. Der Mac hatte System 7.1 und ich war mit Akustikkoppler bewaffnet und versuchte mich an der Mailboxszene. Als der Merkur auf ein seltsames OS von IBM, nämlich OS2 Warp umstieß, war es Zeit zu kündigen. Die nächsten Arbeitsgeber hatten Windows-Maschinen, aber ich konnte immer mit meinem Mac arbeiten. Dafür bin ich allen meinen Arbeitgebern dankbar. Auch derzeit bei Reed habe ich eine doofe anfällige Windows-Kiste, aber daneben werkelt zuverlässig mein MacBook Air.

Was war der wichtigste Rechner für mich? Wahrscheinlich immer der, auf denen ich aktuell arbeite, ganz einfach. Dennoch: Der Rechner mit den größten Innovationen war Spartacus, der Mac zum 20. Geburtstag. Dieses Schmuckstück mit Leder war ein Leckerbissen. TV-Tuner, Soundanlage, Lederablage für Handballen. Diesen Mac liebe ich noch immer und steht bei uns als Blickfang im Wohnzimmer. Der zweite Rechner in meiner Gunst ist klar der Cube. Jonathan Ive, das war dein Meisterwerk. Der iMac sicherte dir den Eintritt in den Design-Olymp, doch der Cube ist wahrhaft ein Geniestreich.

Einen Mac zum 25. Geburtstag wird es wohl nicht geben. Steve Jobs ist krank und die Firma befasst sich mehr mit iPods, iPhones und Computer in the Clouds. Recht haben sie, denn das ist der neue Weg. Zurückblickend sage ich Dankeschön. Apple, du hast mein Leben bereichert und meinen Geldbeutel geleert.