Cloud ist das Zauberwort der IT-Branche. Alle relevanten Software-Unternehmen setzen unter anderem auf die Software as a Service-Lösungen in der Cloud. Dazu gehört auch Microsoft. Jetzt veröffentlichte der IT-Riese eine neue Studie von IDC, die die Cloud für Unternehmen propagiert. Die Ergebnisse: Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes durch Cloud-basierte Lösungen generieren, erzielen deutlich höhere Gewinne, vergrößern schneller ihren Kundenkreis, verzeichnen einen höheren Umsatz je Mitarbeiter und wachsen insgesamt schneller. Zu diesem Ergebnis kommt IDC in seiner aktuellen Studie, die Microsoft in Auftrag gegeben hatte. Gegenüber der Studienveröffentlichung stehen die neuen Vorwürfe gegen Microsoft, dass MS mit der NSA zusammenarbeitet.
Die IT-Infrastrukturen in Unternehmen sind starken Veränderungen unterworfen. Unabhängig von der Unternehmensgröße, ob Konzern, Mittelstand oder kleines Unternehmen, wird die IT-Infrastruktur zunehmend in die Cloud verlagert. Diese Beobachtung der Analysten spiegelt sich auch in den Aussagen der Partner wider, die Cloud-basierte Lösungen anbieten: Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatz durch Cloud-Lösungen generieren, wachsen doppelt so schnell. Sie konnten neue Kunden ebenfalls doppelt so schnell gewinnen wie bisher und im Vergleich zu nicht-Cloud-orientierten Partner-Unternehmen mehr als 30 Prozent mehr Umsatz pro Mitarbeiter erzielen.
Cloud-basierte Lösungen sind zwar nicht allein für diese Zahlen ausschlaggebend, aber ein zentrales Kriterium: Partnerunternehmen, die sich besonders auszeichneten, waren Early Adopter und Visionäre und ihren Kollegen damit deutlich voraus. So ist Cloud Computing zum kritischen Faktor geworden. Um auch langfristig am Markt bestehen zu können und erfolgreich zu sein, müssen Partnerunternehmen Cloud Services in ihr Portfolio aufnehmen.
Und noch ein weiteres wird durch die IDC-Studie deutlich: Entscheidend bei der Wahl eines Cloud-Anbieters ist für Unternehmen zum einen dessen Expertise und zum anderen die Flexibilität der Cloud-Lösungen, die verschiedene Szenarien ermöglichen. Demnach bevorzugen 63 Prozent der Befragten einen Anbieter, der alle, und seien es auch sehr unterschiedliche Anforderungen im Unternehmen, abdeckt. 67 Prozent der Studienteilnehmer erwarten ein breit gefächertes Cloud-Angebot aus einer Hand. Und 74 Prozent der Befragten möchten sich auch die Tür zu einer ‚on-Premise-Lösung‘ offen halten, so dass sie jederzeit die Cloud-basierte Lösung auch wieder in eine lokale Lösung überführen können. Optimal sind somit diejenigen aufgestellt, die sämtliche Szenarien bedienen können: Public Cloud, Private Cloud, Hybrid Cloud und auch die Kombination mit on-Premise-Lösungen.
„Bei der Umfrage von IDC lässt sich in ein klarer Trend erkennen: Unternehmen bevorzugen End-to-End-IT-Lösungen und zwar aus einer Hand und von einem Partner, mit dem sie bereits eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet. Mit Office 365, das sich inzwischen auf ca. eine Milliarde US-Dollar Umsatz beläuft, und mehr als 250 000 Windows-Azure-Kunden, zu denen wöchentlich mehrere 1000 Anwender hinzukommen, sind unsere Partner in der Lage, genau diese Marktanforderungen zu adressieren”, sagt Jon Roskill, Corporate Vice Präsident, Worldwide Partner Group, Microsoft Corp.
Das mag alles richtig sein. Cloud wird durch Prism in Frage gestell. Für Microsoft wird es langsam eng. Der Guardian berichtet über neue Unterlagen von Snowden. Demnach arbeitet Microsoft eng mit der NSA zusammen. Microsoft hat laut Guardian der NSA geholfen, die Verschlüsselung von Daten durch Nutzer seiner Dienste zu umgehen. So habe Microsoft vor dem Start des neuen Web-Mail-Portals Outlook.com sichergestellt, dass die NSA stets einen Zugriff auf die Informationen bekommen könne, schrieb die britische Zeitung.
Die IT-Welt und Apple-Fans wartet auf die iWatch von Apple. Im Netz kursieren zahlreiche Spekulationen über Leistungsumfang und Design. Fest steht bisher nichts, bis auf die Namensrechte.
Ich habe in meinem Archiv aber die Apple Uhr entdeckt – eine Art frühe iWatch. Es handelt sich um ein Merchandising-Produkt aus der Think Different-Ära. Ich habe diese Uhr damals im Apple Store in Cupertino erworben. Verpackt war die Uhr in einer Alu-Dose, die dann im Flugzeug ein wenig verbeult wurde.
Im Zifferblatt der Armbanduhr steht ein großes X für das damals neue Betriebssystem OS X im Mittelpunkt. Es war der zeitliche Übergang von Mac OS X Public Beta (Kodiak) zu Mac OS X 10.0 (Cheetah). Auf der Rückseite der Uhr findet sich das Apple Logo eingraviert.
Ich trug die Uhr allerdings nicht lange. Das wird mit der iWatch ändern.
Woher kommen die Nachrichten für die Zeitungen aus aller Welt?
Medienproduktion wird internationaler. Eigentlich ist das eine Binsenweisheit. Schon immer gab es Korrespondenten in aller Welt ,die in die Heimatredaktion ihre Artikel, Beiträge oder Sendungen funken. Aber der Journalismus verändert sich weiter. Das zeigen auch die Nachrichtenagenturen, am Beispiel der Schweiz.
Ich kenne noch aus eigener Erfahrung, wie interessant und stressig Nachtdienste bei einer Tageszeitung sein können. In meinen Seminaren erzähle ich Nachwuchsjournalisten gerne, wie die Arbeit in der Nachtschicht war. Aber diese Geschichten gehören ab jetzt der Vergangenheit an.
Es gibt neue Entwicklungen, die bei der schweizerischen Depeschenagentur sda in Angriff genommen werden. Da Nachtschichten und besonders die Nachtzuschläge für Mitarbeiter teuer sind, produziert die sda künftig nachts aus Sydney. Ab Januar 2014 bezieht die Agentur Schreibtische bei der Australian Associated Press AAP. Wenn die Schweizer in Zürich nach Hause gehen, nimmt das Büro down under die Arbeit auf..
Auf der Zahlenseite spart die Agentur damit jährlich 100.000 Franken. Das Geld kommt vor allem durch die nicht mehr zu bezahlende Nachtzuschläge (43 Prozent) zusammen. Und die Fehlzeiten der Nachtschicht in der Schweiz müssen nicht mehr durch Tagesdienste ausgeglichen werden.
Laut Agenturen sind bereits vier Schweizer Redakteure für Sydney gefunden. Es wird in Deutsch und Französisch produziert. Und wer hat‘s erfunden? Die Schweizer. Auch der große Springer-Konzern überlegt derzeit Redakteure nach Australien auszulagern. Bestätigt ist freilich noch nichts, aber wir können uns auf neue Arbeitsbedingungen in den Medien einstellen.
Der Umbau von Google schreitet weiter voran. Nachdem wir vor kurzem den Verlust des RSS Readers beklagen mussten, ist ab 9. August Google Latitude an der Reihe. Die entsprechende App und die Technik wird abgeschaltet, so Google. Dies umfasst folgende Dienste: Google Latitude in Google Maps for Android, Latitude for iPhone, die Latitude API, the public badge, iGoogle Gadget, und Latitude Website. Entsprechende Drittanbieter können dann auch nicht mehr auf die Dienste zugreifen.
Ich habe Google Latitude vor einen in den Cloud-Seminaren als Demonstration für Software as a Service genutzt. Ich kenne Kollegen, die es als Basis für ihr Fahrtenbuch genommen haben. Für Verbraucherschützer war die Software immer ein Gräuel.
Aber damit sind Geodienste bei Google freilich nicht am Ende. Wie die Entwicklung in der Vergangenheit zeigt, wird die Technik in Google plus integriert. Das sollen mehr und mehr Leute ins Google Netzwerk gebracht werden. Zwar ist Google plus erfolgreich, liegt aber mit deutlichem Abstand weit hinter Facebook. Um meine Position mit Freunden zu sharen, kann ich auf Google plus einchecken. Problem ist allerdings, dass nicht alle meine Freunde Google plus benutzen. Da bleibe ich dann doch lieber auf den bewährten Foursquare-Dienst. Nachdem Gowalla von Facebook geschluckt wurde und die Daten in Facebook hineingewandert sind, nutze ich keine Facebook Check-ins. Der Mark muss nicht alles wissen.
Für mich liegt der Sinn darin, mehr und mehr Dienste unter dem Dach von Google plus zu integrieren. Google Glass und mögliche weitere Google Produkte wie eine Uhr werden durch die Integration aller Dienste auf Google plus sinnvoll. Hier geht Google konsequent seinen Weg. Und dazu passt auch das Abschalten von Google Latitude am 9. August.
Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels. Gerade lese ich bei der BITKOM, dass soziale Medien bei der Mitarbeiter-Kommunikation wichtiger werden. 37 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende Dienste und Plattformen ein. Ich kann diesen Trend bestätigen, aber noch immer gibt es Verweigerer, die den alten Holzweg propagieren.
Jetzt schule ich viele Unternehmer aus verschiedenen Branchen, meinst KMU. Da freue ich mich über das Ergebnis der repräsentativen Untersuchung bei Unternehmen im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) setzt externe soziale Netzwerke ein, etwa Facebook oder Xing. 13 Prozent haben eine soziale Plattform in ihrem internen Netzwerk aufgebaut. Diese bieten häufig vergleichbare Möglichkeiten wie soziale Netzwerke im Web, sind jedoch nur für die eigenen Mitarbeiter zugänglich. Jedes zehnte Unternehmen nutzt für die interne Kommunikation Blogs, die von den Mitarbeitern bearbeitet werden. Zum Teilen von Fotos und Videos innerhalb des Unternehmens greifen sieben Prozent auf öffentliche Online-Dienste zurück wie YouTube oder Flickr.
Aber leider bekomme ich immer wieder Meldungen von Branchendiensten, die mit dem ganzen Social Media-Zeugs nichts anfangen können und ihren Abonnenten davon abraten. So bekam ich einen Artikel aus Abschnitt in die Hände. Abschnitt ist ein Branchendienst aus dem Friseurhandwerk und ich muss sagen, die Redaktion ist komplett auf dem Holzweg. Es hätte mir gleich klar sein müssen, als ich ins Impressum schaute. Zwar hat der Informationsdienst ein Impressum mit entsprechender Domain, aber der leitende Redakteur ist über eine T-Online Adresse erreichbar. Hier hat man das Internet wirklich nicht verstanden, weiß aber groß darüber zu schreiben.
Da heißt es so schön in einem Artikel im April: „Die Homepage, die Nutzung von Social Media haben den Branchenumsatz des Friseurhandwerks nicht nachhaltig positiv beeinflusst. Positive Effekte treten eher im Einzelfall auf und Erfolgsmeldungen sind – vor allem bei langfristiger Betrachtung – eher skeptisch zu bewerten.“ Jeder, der mit Social Media zu tun hat, weiß, dass Umsatzsteigerung nicht das primäre Ziel ist. Markenbindung, Mitarbeitergewinnung, Kommunikation, das sind die Chancen durch soziale Netzwerke. Aber wie soll das jemand wissen, der gar nicht dort aktiv ist, aber darüber schreibt und andere Leute berät?
Und weiter heißt es: „Wer die Kommunikation via Social Media nutzt, dem muss klar sein, dass dies Zeitfresser sind. Zeit, die an anderer Stelle fehlt.“ Vielleicht fehlt ihm dann die Zeit, um unnötige Artikel zu lesen.
Da freue ich mich dann doch über die BITKOM-Ergebnisse: Außer sozialen Netzwerken wie Facebook, Google Plus und Twitter sowie beruflichen Plattformen wie Xing oder LinkedIn gibt es auch einige, speziell für Unternehmen entwickelte Social-Media-Lösungen, etwa Yammer oder Jive. Diese bieten nicht-öffentliche Bereiche, in denen sich Mitarbeiter eines Unternehmens informieren, Projekte steuern oder Dateien austauschen können. Im Gegensatz zum klassischen Intranet stehen bei diesen Kollaborations-Werkzeugen in der Regel stärker der Austausch und die Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Dadurch ist die Kommunikation innerhalb der Teams häufig dynamischer. Einige Unternehmen versprechen sich vom Einsatz entsprechender Plattformen eine effizientere Kommunikation, auch weil die zeitaufwändige Bearbeitung von E-Mails deutlich reduziert werden kann. Für Unternehmen kann der Einsatz moderner Kommunikationsplattformen zudem ein Pluspunkt bei der Suche hochqualifizierter Nachwuchskräfte sein. Diese erwarten immer häufiger entsprechende Plattformen für die Zusammenarbeit, deren Funktionsweise ihnen bereits von sozialen Netzwerken bekannt ist.
Da findet endlich einmal eine Star Wars Convention am 26. bis 28. Juli in Deutschland statt und ich kann nicht dabei sein. Ich muss arbeiten, boah bin ich sauer. Die Fakten um die Star Wars Celebration Europe klingen gar nicht schlecht. Mark Hamill alias Luke Skywalker kommt Ende Juli nach Essen und auch Carrie Fisher und und und. Hamill wird Fans auf der Hauptbühne der Celebration Rede und Antwort stehen und anschließend Autogramme geben – und die anderen natürlich auch (gegen entsprechende Bezahlung).
Mark Hamill, der als junger Luke Skywalker in George Lucas Erfolgstrilogie Berühmtheit erlangte, hat zwar einige erfolgreiche Filme gedreht, konnte sich anders als sein Kollege Harrison Ford von der Star Wars-Rolle nicht lösen.
Ein weiterer Gast aus dem Star Wars-Universum hat sein Kommen zugesagt, der mich besonders gereizt hätte: Es kommt der für seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Tontechnik gefeierte, Oscar-prämierte Sounddesigner Ben Burtt, der die Toneffekte der Saga verantwortete und die Geräusche aller Kreaturen und Roboter ersonnen hat, wird in Essen auftreten. Ich habe Burtt bereits einmal als Chefredakteur einer 3D-Zeitschrift für den Pixar-Film Wall•E getroffen und kann sagen, der Kerl ist super. Für den Ton und den Tonschnitt von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ sowie den Tonschnitt der ersten Star Wars Episode erhielt er eine Oscar-Nominierung, für den Tonschnitt von E.T. und Iden dritten Indy Jones wurde er mit dem Oscar ausgezeichnet.
Die Star Wars Celebration Europe will ein Wochenende sein, das Fans und Familien aus allen Ecken der Welt zusammenbringt, um gemeinsam das popkulturelle Phänomen Star Wars zu feiern. Und ich Depp bin nicht dabei. Auf dem Programm stehen Kostümfeste, Workshops, Ausstellungen, Autogrammstunden, Diskussionsrunden, Filmvorführungen und viele hochkarätige Gäste. Mit Ian McDiarmid (Kanzler Palpatine/Darth Sidious) und Anthony Daniels (C-3PO) haben sich weitere Stars aus der Originaltrilogie und den Prequels als Gäste angekündigt. Warwick Davis (u.a. Ewok Wicket. W. Warrick) wird als Gastgeber durch das Programm der Hauptbühne führen und dort auch Kathleen Kennedy (Präsidentin von Lucasfilm und Produzentin des nächsten Star Wars-Films) begrüßen. Ich hätte so gerne gehört, ob Kathleen Kennedy ein paar News rauslässt. Wahrscheinlich nicht, dazu ist sie ein absoluter Profi, aber Spaß hätte es dennoch gemacht. Möge die Macht mit allen sein, die nach Essen pilgern.
Songs an einem Sommerabend mit der Kulisse von Kloster Banz.
Einmal im Jahr bin ich darauf vorbereitet, drei Tage im Schlamm zu stehen und zu fotografieren. So ging es mir zumindest in den vergangenen Jahren, als ich die Künstler bei den Songs an einem Sommerabend auf der Klosterwiese vom Kloster Banz ablichtete. Doch dieses Jahr? Nur vier Tropfen Regen und sonst Sonnenschein, zugegeben abends ein starker Wind.
Stark war für mich auch wieder das Programm der Songs an einem Sommerabend. Wer die Songs nicht kennt, hat etwas verpasst. Entstanden aus einer Art Liedermacher-Festival ist es heute ein großartiges Happening der Generationen geworden. Liedermacher treten immer noch auf, aber auch markante Größen aus dem deutschsprachigen Rockmusikgeschäft. Dieses Mal beispielsweise Heinz Rudolf Kunze und Räuberzivil.
Die Klosterwiese ist der Konzertort – dieses Mal ohne Regen.
Vor 27 Jahren entstanden die Songs als Festival der leisen Töne. Der ehemalige BR-Moderator Ado Schlier rief sie zusammen mit seiner Frau ins Leben. Unterstützt wurde die Idee von der Hanns Seidel Stiftung, die bei den Songs den Nachwuchspreis für junge Liedermacher verleiht. Viele eindrucksvolle Künstler hat das Publikum auf der Klosterwiese im Laufe der vergangenen 27 Jahren gesehen, aber vielleicht wird es Zeit für eine Konzeptänderung.
Hans Zehetmair (r.) von der HSS übergab die Nachwuchspreise.
Die Songs begannen dieses Mal wieder mit den Neuen von den Songs. Die Preisträger des Nachwuchspreises für junge Liedermacher der Hanns Seidel Stiftung konnten auf der großen Bühne zeigen, was sie können. Die HSS gibt den Künstlern ein Forum, ein Publikum und nicht selten sind daraus große Stars der Szene geworden. Hier hatte die HSS in der Vergangenheit ein richtiges Händchen bewiesen. Der Stiftungschef Hans Zehetmair überreichte den Preisträgern die Urkunden. Am zweiten Abend war es Hans-Peter Niedermaier.
Dieses Jahr begann es mit der Aachener Band Mit ohne Alles. Die A-Cappella Band ist seit 2008 zusammen. Ich war begeistert, wie Stimmen ohne Instrumente die Zuschauer verzaubern konnten. Und auch vom Showprogramm geben die jungen Musiker etwas her. Ich hoffe, sie wieder bei den Songs zu sehen.
Die A-Cappella Band Mit ohne Alles eröffnete das Festival.
Verzaubern konnte das Publikum auch der Auftritt von Diane Weigmann. Die Berlinerin war Gründerin der Lemonbabies und ist jetzt mit ihrer Band solo unterwegs. Die sympathische Sängerin gewann das Publikum sofort mit ihren einnehmenden Lächeln und eingängigen Liedern.
Extrem sympathisch: Diane Weigmann
Nicolas Sturm steht eher in der Tradition der rockenden Songwriter. Ich glaube, dieser Typ hat etwas zu sagen, und ich werde seine Karriere weiter beobachten. Leider hatte er es nicht so sehr mit dem Posen vor der Kamera und so waren Fotos von ihm wirklich ein schwieriger Akt.
Sing- und Songwriter Nicolas Sturm
Der Sonderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Lieder, die Brücken bauen“ ging an die Südtiroler Frauenband Ganes. Sie singen ladinisch, ein Dialekt aus Südtirol. Verstanden hab ich kein Wort, aber die Gesänge aus ihrem Album Parores & Neores klangen sehr, sehr schön.
Der Sonderpreis der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Lieder, die Brücken bauen“ ging an die Südtiroler Frauenband Ganes
Das Hauptprogramm der Songs einen Sommerabend begann mit einem faszinierenden Auftritt des Moderators Matthias Brodowy. Mir war der Hannoveraner Brodowy eigentlich als Humorist bekannt. Aber er ist auch ein hervorragender Musiker, wie er mit den beiden Songs Sieben und Ufos über Berlin demonstrierte. Gerade den Song Sieben merkt man das Theologiestudium durchaus an. Seine CD hab ich mir sofort gekauft.
Moderator und starker Musiker Matthias Bodowy
Nachdem der Schweizer Künstler Roger Stein im vergangenen Jahr als Nachwuchspreisträger bei der HSS ausgezeichnet wurde, kam er nun ins Hauptprogramm der Songs. Dort brachte er seine humorvollen Lieder dar, überraschte aber auch mit einem sehr, sehr ernsten Song 1880 Berner Oberland 1890 zehn Jahre. Roger Stein hatte seine CD im Gepäck, die es eigentlich erst ab September 2013 gibt. Sie wurde bei dem neuen Label von Konstantin Wecker aufgelegt und für die Songs gab es exklusiv einen Vorabverkauf der CD. Für mich etwas Besonderes: Roger Stein verwendete ein Foto von mir im Booklet der CD. Vielen Dank dafür.
Der lustige Roger Stein kann auch sehr ernst sein.
Meine Fotoarbeiten im Booklet von Roger Stein.
Ein umstrittener Höhepunkt der Songs war der Auftritt der bayerischen Band Haindling. Hans-Jürgen Buchner war einstmals Moderator der Songs, heute ist er einer der Headliner. Er schaffte es, das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinzureißen. Dennoch war mancher Hardliner der Liedermacherszene-Fans entsetzt über den Auftritt von Haindling. Kommentare wie Oktoberfestmusik waren nicht selten. Mir hat Haindling allerdings hervorragend gefallen und ich verstehe dieses engstirnige Denken nicht. Übrigens, Haindling war die einzige bayerische Band des Abends.
Für mich ein bayerischer Ausnahmekünstler: Hans-Jürgen Buchner
Etwas ruhiger und dennoch intensiv ging es bei Anna Depenbusch zu. Die Hamburgerin faszinierte mit klarem Gesang, guten Texten und Klavierspiel das Publikum.
Hamburgerin in Bayern: Anna Depenbusch
Viel Großes habe ich mir von dem Auftritt von Angelo Branduardi versprochen. Ich kenne den Künstler seit 1977, als er den Wasserfloh veröffentlichte. Er brachte auf der Klosterwiese italienische Liebeslieder dar. So richtig sprang der Funke bei mir nicht über. Es liegt wohl daran, dass ich kein Italienisch spreche. Gerne hätte ich den Wasserfloh live gehört und er wäre sich meines Applauses sicher gewesen. Übrigens, Branduardi war einer der Künstler, die es mir als Fotografen extrem schwer machten, ihn zu fotografieren. Seine Haare des grauen Wuschelkopfes verbargen die Augen, die zudem zumeist geschlossen sind. Dennoch gelangen mir ein paar gute Aufnahmen. Ich werde mich den Alben von Branduardi jetzt intensiver widmen, das hätte ich aber bereits vor den Songs tun sollen.In Banz brachte er eine wunderbare Version von O Solo Mio dar, sehr , sehr bewegend.
Der große Angelo Branduardi in Banz.
Mit Musik aus Dänemark ging es weiter. Obwohl mein Dänisch auch begrenzt ist, war ich dennoch fasziniert von dem erstklassigen Geigenspiel des Ehepaares Helene Blum und Harald Haugaard. Sie rockten richtig den Berg.
Helene Blum und Harald Haugaard
Gerhard Schöne, ein Liedermacher aus dem Osten Deutschlands, war nicht so mein Fall. Seit über 30 Jahren hatte er eine treue Fangemeinde im Osten. Gerhard Schöne war 1991 kurz nach der Wende zum ersten Mal in Banz und hatte nun 2013 seinen zweiten Auftritt vor seinen Freunden.
Gerhard Schöne, Liedermacher aus dem Osten Deutschland
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war Heinz Rudolf Kunze und Räuberzivil. Kunze mit Band waren bereits im vergangenen Jahr in Banz zu Gast und lieferten auch diesmal einen eindrucksvollen Beitrag zur deutschen Rockkultur ab. Der Kunze hat wirklich etwas zu sagen und damit passt der Künstler hervorragend zu den Songs an einem Sommerabend.
Für mich ein ganz großer Künstler: Heinz Rudolf Kunze
Beim Finale war wieder großes Mitsingen angesagt. Es hat zwar nicht jeder den Ton getroffen, aber darauf kommt es auch nicht an. Der alte Reinhard Mey-Klassiker gute Nacht Freunde wurde von Künstlern und Publikum gemeinsam intoniert.
Alles im allen waren die diesjährigen Songs an einem Sommerabend ein solides, hervorragend gemachetes Festival. Für die Veranstalter war es besonders wichtig, dass das bayerische Fernsehen wieder mit seinen Kameras dabei war. Im August soll eine eineinhalbstündige Sendung im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt werden. Der Technikaufwand des BR war enorm. Nicht nur mit klassischen Kameras war der Sender angerückt, sondern auch mit Steadycam und fliegender Drohne.
2014 werden die Songs ausverkauft sein – also jetzt Karten sichern.
Im kommenden Jahr wird bei den 28. Songs an einem Sommerabend richtig die Post abgehen. Es hat sich das legendäre Trio Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker angesagt. Es wird wohl das letzte Mal sein, dass Reinhard Mey bei den Songs auftritt. Dazu gibt es den in Franken beliebten Bodo Wartke. Die Moderation wird wieder Matthias Brodowy übernehmen. Der Kartenvorverkauf für 2014 läuft bereits jetzt auf vollen Touren. Ich hoffe, dass ich dann bei den Songs an einem Sommerabend wieder dabei sein kann. Und ich hoffe, dass es auch 2014 nicht regnen wird.
Ich lese Comics zur Unterhaltung und auch mal zur Inspiration. Neulich bekam ich ein Comic-Buch in die Hände, das mich sehr nachdenklich gemacht hat, weil es von meiner üblichen Comic-Leidenschaft abweicht: Alicia – Im wahren Leben. Das Buch dreht sich um das Thema Brustkrebs.
Unlängst sorgte Angelina Jolie mit einer prophylaktischen Brustamputation für Schlagzeilen, nachdem ihr eine Genanalyse ein massiv erhöhtes Brustkrebs-Risiko bescheinigt hatte. Das Thema ging durch klassische und soziale Medien rauf und runter. Anders, ruhiger, aber nicht weniger wichtig und sehr eindringlich arbeitet die soeben bei Panini erschienene Graphic Novel Alicia – Im wahren Leben, das Thema auf. Es ist eine Erzählung mit autobiografischem Hintergrund über den Umgang mit Brustkrebs, Amputation und das Leben danach.
Brustkrebs ist ein Schicksal, das viele Frauen betrifft, sei es unmittelbar am eigenen Körper oder im nahen Freundes- und Familienkreis. Allein 75.000 Neuerkrankungen im vergangenen Jahr in Deutschland machen die Krankheit zu einer ganz und gar realen Bedrohung und zur häufigsten bösartigen Tumor-Erkrankung bei Frauen. Dennoch war das Thema stets ein gesellschaftliches Tabu. Dabei ist es wichtig, dass darüber, über die Behandlungsmethoden und das Leben danach geredet wird, um die Gesellschaft zu sensibilisieren und Betroffenen und ihrem Umfeld zu helfen und Hoffnung zu geben.
Das Buch hat mich sehr gefesselt: Die unkonventionelle Journalistin Alicia ist ständig latent überarbeitet und versucht dazu noch ein kompliziertes Beziehungsleben zwischen zwei Frauen zu meistern. Die Diagnose Brustkrebs reißt sie aus ihrem vollgepackten Alltag und konfrontiert sie mit der ganzen Bandbreite des Kampfes gegen den Krebs. Die Amputation ihrer linken Brust, die aggressiven Therapien, deren Nebenwirkungen und Begleiterkrankungen sind Gegenstand der Graphic Novel.
Ohne Pathos
Die spanische Autorin und Gewinnerin des Premio Terenci Moix de Literatura LGBT 2012, Isabel Franc, beschreibt die Leidensgeschichte von Alicia direkt und glaubwürdig, aber ohne überzogenen Pathos. Sie hatte sich nach ihrer eigenen Brustkrebserkrankung dem Thema angenommen, als sie von Freundinnen gebeten wurde, das traumatische Erlebnis mit einem Augenzwinkern anzugehen, um es für ein größeres Publikum erlebbar zu machen. Gemeinsam mit der Künstlerin Susanna Martín schuf sie mit Alicia – Im wahren Leben eine Graphic Novel, die die reale Bedrohung durch Brustkrebs schonungslos beschreibt, gleichzeitig aber einfühlsam und selbstironisch ist. Das Buch soll aufklären und unterhalten, ist aber auch dafür gedacht, Betroffenen Mut zu machen – ein Grund, warum sie das Comic-Format wählten, da die Bebilderung das Lesen während der anstrengenden Chemotherapie erleichtern sollte.
Autobiografisch eingefärbt liefert Alicia Einblicke in ein Leben mit Brustkrebs, in denen Betroffene und deren Angehörige sich häufig wiederfinden werden. Gut gemeinte Ratschläge, die Suche nach alternativen Heilmethoden und Gefühle von Machtlosigkeit gegenüber dem medizinischen Apparat bestimmen Alicias Leben. Dass das Ende der Behandlung nicht auch das Ende des Leidenswegs bedeutet, thematisieren Franc und Martín ebenfalls: Sich mit dem veränderten Körper anzufreunden, Zukunftspläne zu schmieden und eine neue Liebe stellen weitere Herausforderungen dar. Am Ende steht für Alicia aber die Erkenntnis: „Das Leben nach dem Krebs ist anders, aber noch längst nicht vorbei!“
Hier gibt es eine nette Leseprobe, allerdings nur im unpraktischen Flashformat.
Neulich unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der gerne Mittelalterfeste besucht. Seine ganze Familie ist diesem Hobby erlegen. Dabei musste ich feststellen, dass die Welt des Mittelalters und die Welt von Fantasy gar nicht so weit auseinander liegen. Freilich, es gibt Leute die ganz hohen Wert auf die Details legen und nahezu wissenschaftlich bei ihrer Ausrüstung vorgehen. Andere Mittelalterfans finden es einfach nur toll in Kostümen und Waffen durch die Gegend zu schreiten.
Als ich nachfragte, woher die Ideen für die ganzen Waffen und Rüstungen stammen, bekam ich eine verblüffende Antwort. Viele Fans orientieren sich an der Welt von Herr der Ringe. Es ist ja eigentlich logisch, nur ich kam nicht darauf. Es liegt auf der Hand.
Und siehe da, bei mir im Archiv fand sich auch das Buch Der Herr der Ringe, Waffen und Kriegskunst. Ich habe das Buch von Chris Smith, erschienen im Klett Cotta Verlag, damals achtlos zur Seite gelegt. Grund war eine katastrophale Rechtschreibung und Übersetzungsleistung des Lektors. Das Buch hat leider sehr viele Unstimmigkeiten – der beste Text ist da noch das Vorwort von Christopher Lee.
Autor Chris Smith hatte 2003 in enger Zusammenarbeit mit Peter Jackson und seinem Designteam, allen voran den Trickspezialisten Richard Taylor und Daniel Falconer, die auch die Einleitung schrieben, sowie den Zeichnern Alan Lee und John Howe, ein zwiespältiges Buch verfasst. Das Originalbuch habe ich nie in die Finger bekommen. Im Grunde ist es ja auch eine Zweitverwertung von anderen Filmbüchern.
Aber ich hatte damals übersehen, welch fantastische Bilder und welch reicher Fundus an Waffen und Kriegskunst enthalten ist. Es macht einen unheimlichen Spaß, die Schwerter, die Sperre, die Schilder und die zahlreichen Rüstungen zu betrachten. Die kreativen Macher um Regisseur Peter Jackson haben sich wirklich etwas Grandioses einfallen lassen und eine stimmige Welt in sich geschaffen. Das macht sicherlich auch den Zauber der Welt von Herr der Ringe und Tolkien aus. Üppig illustriert mit hunderten von Fotos, Landkarten, Skizzen, Abbildungen von Modellen und Zeichnungen, ist das Buch eine wahre optische Schatzgrube.
Dieses und andere Bücher der Herr der Ringe Reihe werden von den Mittelalterfans herangezogen, und dienen als Vorlage für ihre Waffen und Ausrüstungen. Also, wer Interesse hat, sollte einen Blick wagen. Aber seid gewarnt: vom Text lohnt sich dieses Buch Der Herr der Ringe, Waffen und Kriegskunst überhaupt nicht. Vielleicht findet ihr dieses Buch bei eBay zu einem niedrigen Preis. Dann heißt es zugreifen.
Wenn ich auf der spanischen Insel Mallorca bin, interessiere ich mich auch für das Essen. An erster Stelle stehen natürlich die wunderbaren Meeresfrüchte des Landes. Ich kann mich die ganze Woche von Fisch ernähren, aber natürlich gibt es auch andere Spezialitäten. Vorstellen möchte ich heute die Klassiker Sobrassada de Mallorca und das Meersalz Flor de Sal.
Vom schwarzen Schwein kommt die gute Wurst.
Die Küche der balearischen Inseln ist typisch für die mediterrane Gastronomie. Ein umfangreiches Sortiment hochwertiger Produkte wird auf den Balearen erzeugt. Dazu gehört auch Sobrassada de Mallorca. Mit ihrem Geschmack, ihrer Farbe und ihrer Textur ist die Paprikastreichwurst eine echte Gaumenfreude. Ob warm oder kalt, ob als Geschmacksgeber oder als Brotaufstrich – die Sobrassada lässt sich nach Lust und Laune mit anderen Lebensmitteln kombinieren und eignet sich so perfekt für die Kreation neuer Speisen.
Die Sobrassada de Mallorca wird aus fein durchgedrehtem Schweinefleisch, Salz, einem Hauch Pfeffer und dem typischen Paprika hergestellt, der ihr die Farbe und den besonderen Geschmack verleiht. Jeder Hersteller fügt außerdem seine eigene Gewürzmischung hinzu. Diese Mischung würden eine Hülle gestopft und muss einige Wochen oder Monate trocknen, damit die Masse langsam einen Teil ihres Feuchtigkeitsgehaltes verliert. In dieser Phase wird die Wurst ihren unverwechselbaren typischen Geschmack, ihr Aroma und ihr Aussehen an. Die unterschiedlichen Därme, die bei der Herstellung verwendet werden, machen die Sobrassada zu einem wahren Wunder an Vielfalt. Die Streichwurst wird in vielen verschiedenen Formen und Größen angeboten, für jeden Geschmack und für jede Gelegenheit. Traditionell hat jede Form einen eigenen Namen. Die Wurst stammt von den schwarzen Schweinen der Region.
Salzgewinnung bei Colonia Sant Jordi.
Die zweite Spezialität ist das wunderbare Meersalz Flor de Sal. Die Erzeugergemeinschaft LASAL bietet tägliche geführte Touren zu den Salzseen von Colonia Sant Jordi. Mir persönlich schmeckt das pure Meersalz am besten, aber es gibt auch zahlreiche Kombinationen Mit beispielsweise grünen Oliven, mit Pfeffer, mit Kapern oder mit schwarzen Oliven. Die ganze Sache gibt es auch online zu bestellen. Das Salz wird von zahlreichen Restaurants auf der Insel eingesetzt. Wir waren u.a. bei der Casa Manolo in Ses Salines zu Gast. Die fantastischen Speisen werden mit dem Meersalz verfeinert.
Auf jedem Markt wird das Salz angeboten.
Die nachfolgende Galerie zeigt eine Auswahl von frischen Wurst, Gemüse, Speisen und Leckereien von Mallorca.