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Kritiken zu meinen Buch „Social Media für Friseure“

23. April 2012
Mein neues Buch: Social Media für Friseure

Mein neues Buch: Social Media für Friseure

Vielen Dank für die Blumen – so sang einstmals der große Barde Udo Jürgens und ich schließe mich an. Vielen Dank für die hervorragenden Bewertungen meines Buches „Social Media für Friseure“. Das vom Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks in Auftrag gegebene Buch kommt in der Fachpresse der Friseurbranche hervorragend an. Es ist das erste Buch dieser Art und trifft genau den Puls der Zeit. Die Friseure fahren voll auf Social Media ab und mein Buch hat sicherlich dazu beigetragen, Berührungsängste zu verlieren.

Die Reaktionen waren so gut, so dass der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks und die Redaktion der Fachzeitschrift Top Hair das Buch in ihre on- und offline Buchshops aufgenommen haben. Und ich habe eine Einladung nach Frankfurt zur Hair & Beauty bekommen, um über das Thema zu referieren.

Ich habe einen kleinen Pressespiegel angelegt und freu mich wirklich über die Resonanz. So schreibt die Top Hair „Das Buch Social Media für Friseure führt all jene, die bislang noch abstinent waren, an soziale Netzwerke heran.“ Und weiter heißt es: „Außerdem verrät Lange, was Sie tun müssen, damit Ihre Homepage von Suchmaschinen wie Google besser gefunden wird – und somit mehr Kunden den Weg zu Ihnen finden.“

Das Fachmagazin Friseurwelt urteilt: „Auf 164 farbigen Seiten mit anschaulichen Fotos werden dem Leser Chancen und Risiken der sozialen Netzwerke im Friseurhandwerk verständlich erklärt.“ Der Newsdienst Friseur News schreibt: „Das Buch … hat scheinbar den Nerv der Beauty-Branche getroffen. Das Thema Facebook, Twitter & Co ist ein wichtiger Wegweiser in Richtung Zukunft.“

Die Clips Chef-Info meint: „Er (Lange) erklärt dem Leser geduldig und verständlich nachvollziehbar, was sich hinter einem QR-Code oder einen Flashmob verbirgt. Und ganz wichtig: Er hat eine prototypische Fassung für Social Media Guidelines entworfen, die für alle Mitarbeiter eines Salons gelten soll.“ Und sehr schön: „Wer eine profunde handwerkliche Anleitung braucht, um in die Online-Welt einzutauchen, hat hier für 24,80 Euro definitiv alles, was er braucht.“

Lust bekommen? Hier gibt es das Inhaltsverzeichnis und eine kostenlose Leseprobe und natürlich kann man das Buch auch bestellen. Der Preis ist 24,80 (zzgl. Porto und Verpackung).

Social Media-Verbrauchertag in Bayern: Jetzt anmelden

2. April 2012

Medienkompetenz ist mir ein wichtiges Anliegen in meinen Vorträgen und meinen Seminaren. Deshalb hat es mich besonders gefreut, dass ich zusammen mit meinen Kollegen den zweiten bayerischen Verbrauchertag organisieren und moderieren darf. Das Motto des Tages lautet „Auf Wolken gebettet – im Netz gefangen?“ Clouds, Crowds & Communities – wo bleibt der Verbraucher?“

Der Tag findet am 24. April in München statt und die Anmeldung geht über diesen hinterlegten StMJV_Flyer Einladung Verbrauchertag. Neben zahlreichen Vorträgen geht es vor allem um den Austausch miteinander. Diskussionen stehen im Vordergrund und daher hat Justizministerin Beate Merk zahlreiche Organisationen eingeladen. Aber es sind natürlich noch einige Plätze frei und wer Lust hat zu kommen, sollte sich bitte umgehend anmelden. Die Ministerin sagte mir, dass sie mit diesem Tag die „dialogorientierte, kooperative Verbraucherpolitik“ stärken will. Da helfe ich doch gerne mit. Der Verbrauchertag ist schließlich eine Plattform für gegenseitige Information, Meinungsaustausch und kontroverse Diskussion. Damit das nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, wird die Ministerin Beate Merk auch anwesend sein und sich der Diskussion stellen.

Ich habe zudem die Ministerin vorab in einem Videointerview zum Thema Verbraucherschutz und Social Media gefragt. Beate Merk ist als Landtagsabgeordnete in Twitter und Facebook vertreten und sammelte erste Erfahrungen. Das Interview ging auch über Erfahrungen mit den sozialen Netzwerken. Und wer glaubt, Beate Merk ist eine absolute Hardlinerin in Sachen Social Media, der wird enttäuscht sein.

Als hochkarätige Referenten treten u.a. auf Dr. Thomas Stögmüller, LL.M. (Berkeley), Christoph Wenk-Fischer (Hauptgeschäftsführer Bundesverband des deutschen Versandhandels) Thomas Eisenbarth (Gründer und Geschäftsführer von SmartAppFinder/byteplant), Prof. Dr. Arnd Florack (Leiter des Arbeitsbereichs für Angewandte Sozialpsychologie und Konsumentenverhaltensforschung Universität Wien), Philipp Walz (Geschäftsführer uShine), Sebastian Dosch (Gründer und Geschäftsführer von Dosch Design Kommunikationsagentur), Doris Ortlieb (Geschäftsführerin Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks) und Roland Appel (Vorsitzender Gütesiegelboard der Initiative D21).

Die Themen sind vielfältig. Es geht neben den klassischen Datenschutzthemen auch im Empfehlungsmarketing, Verhalten beim Kauf von Android-Apps, wie sich Kreative im Dosch Creative Guide vernetzen, wie die Kommunikation in einer modernen Landesinnungsverband durch Social Media verändert und vieles mehr.

Also nochmal: Herzliche Einladung und ich freu mich auf zahlreiches Erscheinen. Aber wichtig: Eine Anmeldung ist dringend erforderlich. Anmeldung hier mit StMJV_Flyer Einladung Verbrauchertag

CSU-Netzkongress setzt klare Zeichen

18. März 2012
Dorothee „Doro“ Bär und Prof.  Dr. Dirk Heckmann präsentieren das Positionspapier des CSU-Netzrates.

Dorothee „Doro“ Bär und Prof. Dr. Dirk Heckmann präsentieren das Positionspapier des CSU-Netzrates.

Der zweite Netzkongress der CSU war ein Erfolg – nach innen und nach außen. Das zweite Positionspapier des CSU-Netzrates wurde von der Bundestagsabgeordneten Dorothee „Doro“ Bär und Prof.  Dr. Dirk Heckmann nach außen dem Publikum und der Presse vorgestellt. Die Thesen dieses Papiers sind sehr interessant und verlocken zur Diskussion über Netzthemen. Sie regen an, fordern ein Bekenntnis zum Netz ein, sie wollen die digitale Spaltung in unserem Land überwinden.

So fordern die schwarzen Netzpolitiker einen Internet-Minister auf Bundesebene (erinnert mich irgendwie an den Atomminister FJS). Dieser Minister soll als Schnittstelle zwischen den verschiedenen politischen Ressorts fungieren, auf gut deutsch: Wahrscheinlich soll jedem reinreden, denn das Netz ist nicht ein eigenes Ressort, denn allgegenwärtig.

Aber die Initiatoren des CSU-Netzkongresses haben recht: Das Internet ist schon lange mitten in der Gesellschaft angekommen, auch wenn es Teile der analogen Gesellschaft nicht wahrhaben wollen. Ich kann es nicht mehr hören, wenn Leute sagen, sie gehen jetzt ins Internet – das klingt so, was würden sie einen virtuellen Raum betreten. Quatsch, das Netz ist Alltag.

Ich musste bei dem Kongress in den Räumen der Hanns-Seidel-Stiftung schon zweimal hinschauen. Steht da wirklich CSU außen auf dem Positionspapier? Viele der Forderungen müssen etablierte Parteialtvorderen ziemlich auf die Palme bringen: Gegen Netzsperren, gegen ACTA.

Gut besucht war die Veranstaltung in der Hanns-Seidel-Stiftung.

Gut besucht war die Veranstaltung in der Hanns-Seidel-Stiftung.

Dass die Veranstaltung ein Erfolg war, zeigte sich nach der großen Resonanz. Der Hastag #csunk2 war am Ende des Konferenztages Trending Topic bei Twitter. Darüber sorgten sicherlich nicht nur die zahlreichen CSU-Mitglieder und -Sympathisanten, sondern auch die zahlenmäßig gut angereisten Piraten.

Die Veranstaltung war aber vor allem ein Erfolg nach innen. Dafür sorgte Dorothee Bär und ihr Team mit einem genialen Schachzug. Es war ein klarer Wink mit dem Zaunpfahl in die eigene Partei. Leute, wacht auf. Denn die Organisatoren des Netzkongresses hatten eine hervorragende Idee: Sie holten den ehemaligen CSU-Chef Dr. Edmund Stoiber auf die Bühne. Stoiber erreicht die Konservativen in der Partei und sogar die Betonköpfe und die Hardliner. Wenn ein Stoiber sagt, das Internet sei eine gute Sache, dann bewegt sich auch innerhalb der CSU etwas. Für meine Begriffe war die Stoiber-Rede viel zu lang, aber dennoch war es ein richtiges Zeichen. Obwohl ich es nicht mehr hören kann, welch Visionär dieser FJS war. Strauß ist seit 1988 tot und viele der Netzkongressbesucher waren noch nicht einmal geboren, als Strauß starb. Wäre FJS heute am Leben, würde er bei seinen Geschäften aus dem Amt getrieben. Die Zeiten ändern sich.

Ein wichtiges Zeichen: Ex-CSU-Chef Stoiber wirbt für das Netz.

Ein wichtiges Zeichen: Ex-CSU-Chef Stoiber wirbt für das Netz.

Aber Stoiber bekannte sich zum Netz, warb bei den Netzbefürwortern um mehr Toleranz – ggf sollte er auch bei seinen analogen Anhängern für mehr Toleranz werben. Aber es ist ein ganz wichtiges Zeichen für die CSU. Die Netzpolitiker werden nach dem Auftritt von Stoiber ernster genommen – nach innen und nach außen. Das war für mich das wichtigste Zeichen dieses zweiten CSU-Netzkongresses.

Social Media: Wie Dagmar Wöhrl das Netz verstanden hat und sich gegen Spiegel-Vorwürfe wehrt

28. Februar 2012

Die CSU-Bundestagsabgeordnete Dagmar Wöhrl und ihr Beraterstab haben erkannt, dass sie mit sozialen Netzwerken ein Massenmedium bedienen und sie wissen es, dieses Massenmedium eindrucksvoll zu nutzen. Das beweist die Nürnberger Abgeordnete in ihrem Streit mit dem Hamburger Spiegel.

In der Print-Ausgabe des Magazins werden Vorwürfe gegen Wöhrl und ihre Auslandsreisetätigkeit erhoben. Es handelt sich um den Artikel: “Shopping mit VIP-Service” aus DER SPIEGEL 9/2012, Seite 46. In der Vergangenheit wären diese Vorwürfe im Raum gestanden und Frau Wöhrl hätte Schwierigkeiten gehabt, ihre eigene Position in den Massenmedien darzustellen. Doch die Macht von klassischen Massenmedien wird durch soziale Netzwerke eingeschränkt. Dagmar Wöhrl stellt ihre Position auf ihrer Website in verschiedenen Artikeln wie „Spiegelplag: Schuldig im Sinne des Anklägers“ oder „Die Wildsau im Blätterwald – Meine Gegendarstellung“ klar und verbreitet ihre Sichtweise via Social Media. Und auch festzustellen: Ihre Sichtweise wird von ihren Freunden und Followern aufgegriffen und weiter im Netz verbreitet. Großes Lob an Frau Wöhrl: Sie kommuniziert mit ihren Anhängern und Gegnern. Sie führt Dialoge statt nur zu senden. Sie diskutiert, argumentiert, sie zeigt in ihren Twitter-Tweets ihre menschliche Seite und demonstriert auch die Zweifel, die sie hat. Diese Gefühle sind keine Schwäche, wie es von manchen (auch ihrer eigenen) Politikkollegen gesehen wird, sondern sie nimmt den User, den Wähler und das Netz ernst. Das ist nicht der kalte, allwissende Politiker, sondern ein Mensch.

Damit erreicht Dagmar Wöhrl eine große Reichweite und ggf. auch eine größere Glaubwürdigkeit, die sie in der alten Welt der klassischen Kommunikation niemals geschafft hätte.

Natürlich wäre es wohl Dagmar Wöhrl lieber gewesen, der Spiegel hätte die Geschichte in der Print-Ausgabe nicht gebracht, bzw. besser recherchiert. Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass sich die Welt der Kommunikation ändert. Dies begreifen noch zu wenig Politiker. Social Media ist für sie lästig nach dem Motto: Was soll ich jetzt noch alles tun, dafür habe ich doch keine Zeit. Manches Mal scheinen soziale Netzwerke für die Politiker auch eine lästige Pflicht. Meinung senden und Meinung verbreiten ist noch okay, aber mit dem Wähler in den Dialog einsteigen? Was will der Wähler denn jetzt schon wieder? Ab und zu wird ein Post abgesetzt und das war es dann gewesen. Ach war die Welt der alten Kommunikation mit den klassischen Pressemitteilungen doch so schön.

Hätte Dagmar Wöhrl nach dem alten Modell gehandelt, dann wäre sie in dieser Krisensituation angeschlagen. Die kleine Abgeordnete hätte gegen den mächtigen Spiegel große Blessuren erlitten. Nein, aber nicht heute. Frau Wöhrl und ihr Team haben über lange Zeit eine glaubwürdige Kommunikation in den sozialen Netzwerken aufgebaut. Sie haben kommuniziert und nicht nur gesendet. Sie ist auf Twitter-Treffen gegangen und hat lange an einer Strategie gearbeitet. Diese Arbeit hat sich jetzt ausgezahlt.

Ich vermag nicht zu urteilen, ob die Angriffe des Spiegels gerechtfertig sind. Durch die Argumente von Dagmar Wöhrl erscheinen die Recherchen des Spiegel als schlampig und tendenziös. Dies würde in das Bild des schwächelnden Qualitäts- und aufblühenden Meinungsjournalismus passen. Bravo Frau Wöhrl, Sie haben das Netz verstanden!

Social Media: Live dabei beim politischen Aschermittwoch

23. Februar 2012
Live Streaming vom politischen Aschermittwoch von CSU und SPD.

Live Streaming vom politischen Aschermittwoch von CSU und SPD.

Als Journalist bin ich interessiert, was am politischen Aschermittwoch in Bayern gesagt wird. Nächstes Jahr ist bei uns Landtagswahl und es wird spannend. Herausforderer Christian Ude tritt gegen Amtsinhaber Horst Seehofer als bayerischer Ministerpräsident an. Als Unterhaltung, nicht als Information, dienen dabei die Auftritte der Spitzenpolitiker bei den jeweiligen politischen Aschermittwochsveranstaltungen in Passau (CSU) und Vilshofen (SPD). Es sind Stammtischreden, nichts weiter.

Dieses Jahr musste ich mir nicht überlegen, welche Rede ich live vor Ort verfolgen sollte. Den angriffslustigen Ude oder den wortgewaltigen Stoiber? Nix da, ich blieb einfach zu Hause. Ich saß beim Frühstück und verfolgte die Reden via Livestream am iPad und am MacBook Air. Ich checke die Meinungen, Stimmungen via Facebook und Twitter. Die Twitter-Hashtags waren #spdam12 und #csuam12. Ich sah mir die geposteten Schnappschüsse und Clips an. Ich diskutierte beim Live-Chat in Facebook. Dank Technik war ich live an meinen Devices dabei. So stelle ich mir den Einsatz von Social Media vor.

In klassischen Massenmedien wie Fernsehen schaute ich auch kurz rein. Aber nur kurz, denn ich musste das Gequatsche der Kollegen anhören. Der Phoenix-Kommentator beim Aschermittwoch der CSU: „Es ist ja nicht ungewöhnlich in Bayern, morgens oder vormittags ein Bier zu trinken. Dementsprechend ist die Stimmung.“ Danke für diesen Beitrag in Sachen Qualitätsjournalismus.

Upps, Ministerpräsident Seehofer spricht aus einer rosa (Boxen-)Sau.

Upps, Ministerpräsident Seehofer spricht aus einer rosa (Boxen-)Sau.

Langsam, ganz langsam verstehen die politischen Parteien CSU und SPD die Macht von Social Media. Hier können Parteien selbst senden. Sie brauchen keine Journalisten als Filter, sondern sind selbst Sender. Sie nutzen durch Social Media ein neues Massenmedium. Aber noch haben es die Parteimitglieder und Mandatsträger in der Masse nicht verstanden. Funktionen wie Retweet bei Twitter oder Teilen bei Facebook werden nicht intensiv genutzt, um Botschaften zu verbreiten. Beim Fußvolk klappt es in Ansätzen. Aber ich hätte eigentlich erwartet, dass mehr Abgeordnete aus Land, Bund oder Europa die Chancen nutzen, um ein digitales Profil zu gewinnen. Es reicht nicht nur aus, in Passau oder in Vilshofen beim Stammtisch dem Nachbarn zu zuprosten. Bitte auch virtuell die digitalen Nachbarn daran teilhaben lassen. Aber wir haben ja noch den politischen Aschermittwoch 2013.

TV-Kritik: Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft

14. Februar 2012

Es hätte so ein guter Beitrag werden können, aber die ARD hat die Chance vertan, etwas Sinnvolles zum Thema Medienkompetenz zu bringen, als der NDR die Dokumentation „Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“ ausstrahlte. Die wahnsinnige Erkenntnis: Facebook verdient Geld mit unseren Daten. Überraschung, das ist aber neu und das wusste noch keiner. Mich beschleicht das Gefühl: Die NDR-Kolleginnen Svea Eckert und Anika Giese finden Geld verdienen durch Werbung eine ganz üble Sache – logisch, wenn ich von GEZ-Gebühren lebe.

Die Beispiele des Beitrages waren so wie man es von klassischen Massenmedien gewohnt ist, jedes Klischee wurde bedient. Doch was sollte der Beitrag? Es war kein Wirtschaftsjournalismus, denn es waren zu wenig Finanzfakten genannt. Es war kein Enthüllungsjournalismus, denn dass Facebook an unseren Daten interessiert ist, ist auch nicht gerade neu. Vielleicht war es einfach der Versuch von alten Massenmedien die neuen Massenmedien in eine böse Ecke zu stellen. Was waren es noch für Zeiten, als nur (öffentlich-rechtliche) Journalisten Massenmedien bedienen durften.

Es hätte ein Beitrag über Medienkompetenz werden können, aber dafür waren die Herrschaften beim NDR wohl nicht in der Lage. Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Der Beitrag bedient die Vorurteile, die Lieschen Müller hat, die schon immer wusste, dass Facebook was Böses ist. Es fehlten nur noch die Facebook-Parties, um das Maß voll zu machen.

In einem Interview geben sich die Autorinnen geheimnisvoll: „Doch je weiter wir vorgedrungen sind, desto mehr haben wir auch von der dunklen Seite des Geschäftsmodells gesehen.“

Ich verfolgte während der Ausstrahlung Twitter und Facebook und stelle fest: Die Nutzer der Netzwerke hatten nicht viel Verständnis für die Art des Beitrags. Die große Story war es nicht, neue Infos kamen auch nicht zu Tage. Auch aus dem Exklusiv-Interview mit Mark Zuckerberg kam mir zu wenig rüber. Die Erkenntnis, dass Facebook kostenlos ist, aber dennoch etwas kostet ist nicht gerade neu. Das Ganze war für mich ein hilfsloser Versuch die neuen Medien zu erklären, aber aus der Sicht der alten Medien. Zumindest Datenschützer Thilo Weichert hatte wieder einen guten Auftritt.

Netter Nebeneffekt: Schön, war es zu sehen, das die Freunde der Polizei Hannover anstiegen, als bekannt wurde, dass die Polizei über Facebook Bösewichter sucht.

 Hier ist die Doku in YouTube zu sehen:

Mein Buch „Social Media für Friseure“ läuft prima

5. Dezember 2011
Mein neues Buch: Social Media für Friseure

Mein neues Buch: Social Media für Friseure

Ich freue mich sehr, dass mein neues Buch „Social Media für Friseure“ so hervorragend angenommen wird. In Zusammenarbeit mit dem Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks habe ich dieses Buch auf den Markt gebracht und scheinbar den Nerv der Beauty-Branche getroffen. Viele junge Kunden informieren sich im Internet und in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co über die Neuerungen. Jetzt gilt es für Friseursalons einzusteigen und Kundenkontakte zu pflegen, neue Zielgruppen zu erschließen, Mitarbeiter zu gewinnen und sich mit Kollegen auszutauschen. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks hat die Zeichen der Zeit erkannt und unterstützt Friseure bei ihrem Social Media-Vorhaben mit meinen Buch.

Welche Chancen bieten Social Media-Auftritte für einen Friseursalon? Welche Plattformen sind sinnvoll? Was darf veröffentlicht werden? Diese und andere Fragen beantwortet das Buch. Ich habe es weniger als theoretisches Lehrbuch, sondern als leicht verständliche Sammlung von Tipps und Ratschlägen für den Friseuralltag geschrieben. Auf 164 farbigen Seiten mit anschaulichen Fotos werden dem Leser Chancen und Risiken der sozialen Netzwerke im Friseurhandwerk verständlich erläutert. Das positive Feedback gibt mir recht.

Ich zeige, wie die Kommunikation in einem Friseursalon vernetzt aussehen kann und stelle Marketingmaßnahmen vor. Zudem zeige ich zahlreiche Beispiele von erfolgreichen Social Media-Auftritten und Aktionen wie einen Enten-Flashmob eines Optikers oder ein Voting eines Friseurs. Berühmte Blogger wie der Modeblogger Heiko Kunkel, die Safttante oder Fleischer Ludger Freese kommen auch zu Wort.

Die Daten:

Matthias J. Lange: „Social Media für Friseure“

164 Seiten, durchgehend farbig

Preis: 24,80 Euro (zzgl. Porto und Verpackung)

Bestellung: Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks, Pettenkoferstraße 7, 80336 München, E-Mail  info@friseurebayern.de, Fax (089) 55 02 93 43

Teilen statt besitzen – Sharing als Trend

4. Dezember 2011

Social Media basiert auf Teilen. Ich stelle ein Video bei YouTube ein, veröffentliche einen Vortrag in Slideshare, hoste Fotos in Flickr und freue mich, wenn mein Content anderen hilft. Was im Web gilt, das lässt sich scheinbar auch auf das Real Life übertragen, wie eine neue Studie im Auftrag von Salesforce herausbekommen haben will.

Die durchgeführte Befragung „Teilen statt besitzen! Was halten die Deutschen vom Sharing-Trend?“ unter 23.382 Menschen zeigt: Die Deutschen sehen in Sharing-Diensten wie Car-Sharing, Couchsurfing oder Tauschbörsen einen Massenmarkt mit hohem Geschäftspotenzial. Das innovative Charakteristikum von Sharing-Unternehmen ist, dass sie nichts selbst produzieren oder im eigentlichen Sinne verkaufen, sondern Menschen zusammenbringen, die Ressourcen gemeinsam nutzen wollen.

Knapp Dreiviertel der Befragten gehen davon aus, dass Sharing-Geschäftsmodelle immer populärer werden. Die Mehrheit der Befragten assoziiert mit der gemeinsamen Nutzung von Sachen und Informationen positive Aspekte. Zustimmung erfuhren vor allem die Aussagen, dass Sharing Geld spart und eine nachhaltigere Nutzung von Ressourcen ermöglicht. Nur sechs Prozent der Befragten sehen im Teilen gar keine überzeugenden Vorteile.

Aber Teilen ist nicht Jedermanns Sache. Meine Erfahrungen in Organisationen und Verbänden zeigen deutlich: Information wird noch als Herrschaftswissen behandelt, doch diese Menschen stehen meiner Meinung nach auf verlorenem Posten.

Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt, dass die Skepsis gegenüber dem Sharing-Modell mit dem Alter zunimmt. Bei den 19-25 jährigen halten nur 4,3 Prozent nichts vom Teilen, in der Altersgruppe der über 55 jährigen steigt dieser Wert auf 12 Prozent.

 

Mobile Kommunikation ebnet den Weg
Ebnen mobile Endgeräte und soziale Netzwerke dem Sharing-Zeitalter den Weg?
Die Durchsetzungskraft von Geschäftsideen ist abhängig davon, ob die richtigen technologischen Voraussetzungen gegeben sind, um einen Service schnell und einfach nutzen zu können. So lässt sich beispielsweise ein Sharing-Konzept für spontanes Car-Sharing in der Nachbarschaft nicht ohne Smartphone und Geo-Funktion nutzen. Salesforce.com hat gefragt: Sind die Deutschen schon gerüstet für das Sharing-Zeitalter?

Die Ergebnisse auf einen Blick:

Über 70 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, ein mobiles Endgerät mit Internetzugang zu haben (Smartphone, Tablet PC, etc.). Unter den Umfrageteilnehmern mit mobilem Endgerät hat mehr als die Hälfte ein Gerät, 34 Prozent verfügen sogar über zwei Geräte und zwei Prozent der Teilnehmer gaben an, mehr als vier Geräte zu besitzen. Mehr als Dreiviertel der Befragten behaupten, regelmäßig Online-Communities wie Facebook, Twitter und Xing zu nutzen.

Mehr als die Hälfte der Befragten löst Alltagsprobleme auch mithilfe ihrer Kontakte in Sozialen Netzwerken. Erwartungsgemäß zeigt sich hier ein Generationenkonflikt: Bei den 19-25 jährigen sehen mehr als Zweidrittel Soziale Netzwerke als hilfreiche Werkzeuge zur Bewältigung von Alltagsproblemen. Bei der Gruppe der 46-55 jährigen ist die Problemlösung über das Soziale Netzwerk für 60 Prozent keine Option.
Die Momentaufnahme von der Verbreitung mobiler Endgeräte und der Nutzung Sozialer Netzwerke lässt vermuten, dass die Deutschen gut für die einfache und spontane Nutzung von Sharing-Diensten gerüstet sind. Die Ergebnisse zeigen außerdem eine Generationenkluft bei der Einschätzung, welchen Einfluss soziale Netzwerke auf die Offenheit für die Sharing-Philosophie haben könnten.

 

Was die Deutschen bereits teilen, tauschen und mieten
Mehr als ein Drittel der Befragten gibt an, dass sie materielle Dinge wie Autos oder die eigene Wohnung nicht teilen möchten, da sie ihnen zu wertvoll sind. Bei diesem Punkt sind sich die Befragten über alle Altersgruppen hinweg relativ einig. Dieses Ergebnis lässt vermuten, dass es eine Gruppe von Konsumenten gibt, die sehr emotional mit ihren Alltagsgegenständen verbunden sind. Teilen wird jedoch erst attraktiv wenn der eigene Besitz von einem utilitaristischen und nicht emotionalen Standpunkt aus betrachtet wird.

Weiterhin wurden die Teilnehmer um Vorschläge gebeten, welche Dinge sich ihrer Meinung nach am besten teilen, tauschen und mieten lassen. Die Mehrheit nannten Begriffe wie Auto, Bücher, Wohnungen oder Informationen. Aber auch das Teilen von Gartenzubehör wie Rasenmäher, Babysitter und lästigen Hausarbeiten war gefragt. Hier ist natürlich der Schwarzarbeit Tür und Tor geöffnet.

Ausgefallenere Vorschläge waren das Teilen von: Partyartikel wie Biertischgarnituren, Großpackungen aus dem Supermarkt, Heizölbestellungen, die Ernte aus dem Garten, Umzugshelfer, Konzert-Abos oder die Fitness-Studio Mitgliedschaften.

Mehr als 83 Prozent der Befragten sind offen für das Teilen von Informationen im Berufsleben. Weiterhin halten die Umfrageteilnehmer vernetzte Unternehmen, die den Austausch unter Mitarbeitern fördern, für erfolgreicher. Deutsche Arbeitnehmer teilen außerdem gerne Informationen, weil sie sich als Experte für ein Thema etablieren wollen. Für mehr als ein Fünftel der Befragten war der Wunsch nach einer Expertenrolle das wichtigste Sharing-Argument. In unternehmensinternen Netzwerken erweitern Mitarbeiter ihr Wissen, indem sie beobachten was andere verlinken, nachfragen oder empfehlen. Im Laufe der Zeit lernen sie dann, wessen Einschätzung in welchen Bereichen wichtig ist und bei welchen Themen man selbst den besten Beitrag leisten kann. So kann innerhalb eines Unternehmens eine ganz neuartige Expertenkultur entstehen. Im Idealfall tauschen Mitarbeiter Ideen und Wissen aus, die sich ohne Software, die das Sharing Konzept unterstützt, weder getroffen noch miteinander gesprochen hätten.

Vor dem Hintergrund der großen Offenheit der Befragten für das Teilen von Wissen am Arbeitsplatz und ihrem Wunsch sich als Experten zu positionieren, könnten Unternehmen ableiten, dass sie Arbeitnehmern zukünftig Raum für die Sharing-Philosophie bieten sollten. Unternehmen, die sich beim vernetzten Informationsaustausch introvertiert oder konservativ verhalten, müssen sich unter Umständen auch bald die Frage stellen, ob sie mit dieser Unternehmenskultur in Zukunft noch die besten, der besten Talente für sich gewinnen können.

Die gesamte Studie gibt es hier: www.salesforce.com/teilen

3D-Drucker for the rest of us

10. September 2011

Vor 8 Jahren habe ich zum ersten Mal 3D-Drucker auf einer Messe live gesehen. Ich war und bin fasziniert, wie man aus nichts einen dreidimensionalen Körper schaffen kann. Schicht um Schicht werden aufgetragen und am Ende hat man seinen gewünschten Körper, sei es ein Ball (simpel), sei es Turnschuh (schon schwieriger) oder eine verwinkelte Röhrenkonstruktion (richtig schwer). Solche 3D-Drucker werden vor allem bei Ingenieuren in der Konstruktion eingesetzt. Die Geräte sind teuer und damit nicht für zu Hause geeignet.

Ich hatte einmal eine Geschäftsidee. Auf Wochenmärkten wollte ich 3D-Scans von Leuten machen und ihnen dann eine Büste verkaufen. Vor allem Omas hätten zugeschlagen, wenn sie eine Büste vom Enkel bekommen hätten. Gute Idee, aber ich verbummelte die Umsetzung.

Bis jetzt: Mein Twitter-Kollege @julianreischl hat mich auf einen youTube-Film aufmerksam gemacht, der mich doppelt berührt: Zum einen geht es um einen 3D-Drucker, zum anderen um Lego.

Ein findiger Mensch hat einen 3D-Drucker aus Lego Technik und Mindstorms gebaut. Großartig und aus meiner Sicht eine tolle Leistung.

Social Media: Forderungen um Google +

18. Juli 2011

Ich habe mir jetzt ein wenig Zeit gelassen und ausführlich Google + ausprobiert. Und für mich steht fest: Die Kuh fliegt und anders als das Nerdtool Wave ist Google + etwas für the rest of us. Die Sache mit den Kreisen bringt eine neue Bedeutung in mein Leben nach dem Motto „Störe meine Kreise nicht“ oder da bekommt die Aussage: „In welchen Kreisen man verkehrt“ einen ganz neuen Drive. Klar, die ganze Sache ist noch Beta, aber Google + hat das Zeug zum ganz großen Ding. Die User-Zahlen beweisen es: Es gibt eine Alternative zu Facebook.

Richtig bewusst wurde es mir am Wochenende als in den Netzen über die Tätigkeit diskutiert wurde. Nutze ich Facebook dann facebooke ich. Aber was mache ich, wenn ich Google + nutze? Googlen? Wohl eher nicht. Wenn aber im Netz darüber diskutiert wird, dann ist Google + bei den Usern und im Wortschatz der User angekommen. Und dies bereits nach zwei, drei Wochen.

Als Mac-User hab ich derzeit nur ein Problem: Die App von Google + für mein iPhone und mein iPad liegt noch bei Apple zur Freigabe – und schon ganz zwei Wochen. Hab ich da vielleicht den Verdacht, Apple hat kein großes Interesse an einer App von Google +? Also Steve, gib endlich das Ding frei, denn wir User wollen es. Die Idee von Ping war ja ganz nett, aber eben kein soziales Netzwerk. Und iOS 5 soll ja Twitter besser integrieren, was grundsätzlich positiv ist. Dennoch: Die Zukunft gehört Google +.

Aber nicht nur Apple ziert sich ein wenig. Mein neues Tool für Soziale Netzwerke ist Hootsuite. Ich halte es für mich als Normale als bestes Werkzeug für meine Arbeit. Allerdings fehlt da auch noch eine Google + Integration, wie mein werter Kollege Thomas richtig bemerkt hatte. Und ich will auch einen Twitter-Hashtag für Google + so wie #fb.

Ach ja, da gibt es auch noch Microsoft. Zufällig kam heraus, dass Redmond auch an einem Sozialen Netzwerk arbeitet – zu spät, wie ich finde. Das Ding heißt Tulalip. Es war ein Hinweis darauf kurzzeitig online. Das Tool soll helfen „zu finden was man sucht und dieses mit anderen zu teilen“. Die Idee war unter socl.com kurzzeitig zu sehen, ist aber inzwischen vom Netz genommen mit dem Verweis, dass es nur ein internes Projekt von Microsoft war.

Microsoft arbeitet auch an einem Sozialen Netzwerk.

Microsoft arbeitet auch an einem Sozialen Netzwerk.

 

Update (19.07.2011): Google + ist im App Store für das iPhone. Der Link hier.