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Am 8. Dezember klingelt die Kasse im Online-Weihnachtsgeschäft am lautesten

19. November 2014
Die besten Umsätze machen Online-Händler wohl am 8. Dezember.

Die besten Umsätze machen Online-Händler wohl am 8. Dezember.

Langsam, ganz langsam mache ich mir Gedanken über die Weihnachtsgeschenke. Wann werde ich die online einkaufen? Jetzt hat Adobe eine Studie „Online Holiday Shopping Forecast“ veröffentlicht, die interessantes Zahlenmaterial zeigt.
Am 8. Dezember sollten sich die Online-Shops auf einen Ansturm vorbereiten, sagt zumindest Adobe. Denn an diesem Tag wird im E-Weihnachtsgeschäft hierzulande mit 547 Millionen US-Dollar (438 Millionen Euro) so viel umgesetzt wie an keinem anderen Tag der Saison. So die „Adobe Online Holiday Shopping Forecast“, der – auf der Basis einer Billion Page Visits auf Einzelhandels-Webseiten der vergangenen sieben Jahre – Vorhersagen für das Online-Weihnachtsgeschäft im November und Dezember 2014 trifft. In den USA ist der Höhepunkt im Weihnachtsgeschäft der Cyber Monday am 1. Dezember mit einem prognostizierten Umsatz von 2,56 Milliarden US-Dollar bzw. 2,04 Milliarden Euro (zum Vergleich: Frankreich 7. Januar mit 478 Millionen US-Dollar / 382 Millionen Euro; Großbritannien am 1. Dezember mit 447 Millionen US-Dollar / 357 Millionen Euro). Am 8. Dezember, dem Höhepunkt des Online-Shoppings in der Weihnachtszeit, gibt jeder Deutsche durchschnittlich 6,77 US-Dollar aus (5,41 Euro). Europaweit liegt dieser Wert bei 8,91 US-Dollar (7,12 Euro), die US-Amerikaner investieren am Cyber Monday (1.12.) im Schnitt 8,06 Dollar (6,44 Euro).

Wann kaufst du die Geschenke zum Fest?

Wann kaufst du die Geschenke zum Fest?

Mobile Shopping legt kräftig zu
Einen großen Sprung wird in diesem Jahr das Shopping mit dem Smartphone machen. Mobilität ist das Zauberwort. Mobiles Shopping nimmt hierzulande um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (Europa: 38 Prozent; USA: 25 Prozent). Spitzenreiter bei den Einkäufen über Smartphones, Tablets & Co. sind übrigens die Dänen mit einem Wachstum von 56 Prozent. Der mobile Anteil an allen Online-Transaktionen beträgt in Deutschland zur Weihnachtszeit 14 Prozent: Smartphones machen 4,5 Prozent aus, Tablets 9,5 Prozent. Europaweit tragen mobile Geräte mit 16,5 Prozent zum Online-Weihnachtsgeschäft bei.
„Wie bereits im vergangenen Jahr angedeutet, setzt sich in Europa das Wachstum im Bereich Mobile fort: Während der Traffic über Tablets rund 30 Prozent zulegte, wuchs der Smartphone-Traffic sogar um 72 Prozent – sicher auch begünstigt durch größere Smartphone-Screens“, sagt Mark Zablan, President EMEA bei Adobe. Auch ich werde mit dem iPhone 6 plus shoppen. „Dieses Wachstum gekoppelt mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Mobile Beacons und Mobile Payment bedeutet für Einzelhändler, dass sie die passenden Strategien und Technologien einsetzen müssen, um ihren Kunden relevante mobile Erlebnisse zu liefern.“

iPhone-Bildschirmgröße beeinflusst Browsermarkt

16. September 2014

iphone

Vor wenigen Tagen hat Adobe seinen Mobile Benchmark Report 2014 vorgestellt, der die neuesten Mobile-Trends analysiert. Die aktuellen Zahlen passen zur Veröffentlichung des iPhone + von Apple. Im Fokus des Adobe-Papiers stehen unter anderem das Verhältnis der Nutzung von WiFi und Mobilfunk, der Zusammenhang zwischen Bildschirmgröße und Browser-Marktanteilen, die Rolle sozialer Netzwerke auf Smartphones und Tablets, geräteübergreifendes Content-Sharing und vieles mehr. Kernergebnisse des Adobe Digital Index Reports zeigen, dass der Bildschirm der nächsten iPhone-Generation größer sein musste, um den Verlust im mobilen Browser-Markt zu stoppen, und dass Pinterest zum mobilsten sozialen Netzwerk avanciert ist. Adobe bestätigt damit die Strategie von Apple, dass Display beim iPhone zu vergrößern. Vor wenigen Tagen erschien das iPhone plus und brach alle Vorbestellungsrekorde. Weitere Ergebnisse belegen, dass die von Tumblr weitergeleiteten mobilen Visits den höchsten Umsatz pro Visit erzielen und die Nutzung von iBeacons Standard wird.

Die Kernergebnisse beinhalten:
– Mobile Browser: Der Anteil von Safari Mobile sinkt um 2,6 Prozent auf 59,1 Prozent. Apple iPhone und iPad sind immer noch die Geräte mit den meisten mobilen Visits mit einem Marktanteil von 54 beziehungsweise 80 Prozent. Aber Apple muss was tun, um dem Sinken entgegenzuwirken. Das hat Apple mit dem iPhone 6 plus. Der Marktanteil von Chrome Mobile wächst um 5,7 Prozent auf 34,6 Prozent. Samsung liegt auf Platz zwei beim mobilen Surfen auf Smartphones (24 Prozent) und Tablets (sieben Prozent). Mit einem Anteil von fünf Prozent landet Amazon auf Platz drei beim mobilen Surfen auf dem Tablet. Interessant ist es, wie es mit Amazon weitergeht. In Deutschland ist Amazon nun mit dem Amazon Fire Phone angetreten und versucht Marktanteile zu erzielen. Das gelingt mir einem subventionierten Preis. Amazon verdient sein Geld weniger mit Hardware als mit Content – und dazu ist das Smartphone ideal geeignet.
– Bildschirm-Größe und mobiles Surfen: Ohne größeren Bildschirm wird der mobile Browser-Marktanteil von Apple voraussichtlich weiter sinken. Daher hat Apple das iPhone 6plus veröffentlich.Für die Zunahme des mobilen Traffics sind mehr denn je Smartphones mit größeren Bildschirmen verantwortlich. Browsen auf 4-Zoll oder größeren Geräten hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 132 Prozent zugenommen, während Surfen auf kleineren Smartphones um 11 Prozent abgenommen hat. Mobiles Surfen auf dem Tablet zeigt hingegen nur ein minimales Wachstum um 1,8 Prozent im Vergleich zu 2013.
– Soziale Netzwerke auf allen Geräten: 36 Prozent der Visits, die von sozialen Netzwerken auf Retail-Sites weitergeleitet werden, kommen von Tablets und Smartphones. Mit 64 Prozent der von einem mobilen Browser ausgehenden Visits ist Pinterest das mobilste soziale Netzwerk. Die von Tumblr ausgehenden Visits sorgen für den höchsten Umsatz pro Visit auf mobilen Geräten, 39 Prozent mehr als Facebook. Zudem sind Bounce Rates von sozialen Netzwerken mit 61 Prozent auf Mobilgeräten höher als am Desktop (53 Prozent).
– Zugang und Content Sharing über unterschiedliche Bildschirme: Immer mehr Konsumenten melden sich per Wi-Fi im Netz an. Mehr als 50 Prozent der Smartphone-Surfer und mehr als 93 Prozent derjenigen mit Tablet nutzen einen WiFi-Zugang, kein Mobilfunknetz. Zudem teilen Mobilnutzer mehr digitale Magazininhalte über Textnachrichten als bislang. Die Nutzung von Apple iMessage ist am stärksten, um 259 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, angestiegen. Content Sharing über Facebook ist um 42,6 Prozent gesunken.
– iBeacons und Geo Targeting: In der begleitenden Mobilstudie hat Adobe herausgefunden, dass iBeacons und Geo Targeting zum Standard werden. 18 Prozent der mobilen Marketers nutzen bereits iBeacons, diese Zahl wird sich vermutlich 2015 verdoppeln. Fast die Hälfte der Marketing-Spezialisten (49 Prozent) nutzt GPS Positioning, um Mobilnutzer mit ihren Marken zu erreichen. 33 Prozent der Mobilnutzer nutzen mobil unterstütztes In-Store Shopping.

Der Adobe Mobile Benchmark Report bietet die branchenweit umfassendste Analyse mobiler Trends auf Basis aggregierter Daten der Adobe Marketing Cloud und Adobe Digital Publishing Suite von 18 Milliarden Visits auf über 10.000 Websites und mehr als 700 Millionen mobilen App-Sessions. Die begleitende Mobile-Studie wird in Form von Interviews mit mehr als 3.000 Mobilnutzern und über 100 Marketing-Spezialisten von großen US-Marken durchgeführt.

Marktingleute haben Schwierigkeiten mit digitalem Marketing

3. April 2014

In Zeiten zunehmender Bedeutung von Social Media und digitalen Inhalten tun sich Marketingleute noch immer schwer damit, ihre Rolle anzupassen und sich neue Kenntnisse anzueignen. Zu diesem Ergebnis kommt die Adobe-Studie Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent Themselves, zu der Adobe mehr als 1.000 Marketing Professionals in den USA befragt hat. Ich kann dies bestätigen. In vielen meiner Seminaren sitzen so genannte Marketingspezialisten, die zwar von Social Media und Co etwas gehört haben, die Arbeit aber lieber netzaffine Praktikanten machen lassen. Es ist doch so schwer umzudenken. Ich sage voraus, dass sich diese Leute bei der Arbeitsagentur wieder treffen werden. Angst und Unsicherheit reagieren bei vielen Verantwortlichen. Zaudern statt Entscheiden ist angesagt, obwohl sie wissen, dass sich die Welt ändert.

Nahezu die Hälfte der Befragten (40 Prozent) gab an, ihr Aufgabenfeld den Anforderungen der digitalen Entwicklung entsprechend neu strukturieren zu wollen; jedoch erklärten nur 14 Prozent dieser Marketingleute, einen konkreten Plan für die Neugestaltung im Kopf zu haben.

Die rapide Veränderung im heutigen Marketing wird von einer Mehrheit der Befragten bestätigt: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Marketingleute gehen davon aus, dass sich die Anforderungen an ihren Job im nächsten Jahr stark verändern werden; 81 Prozent glauben an eine solche Veränderung innerhalb der nächsten drei Jahre. Der Weg zur Erneuerung ist jedoch steinig. Dafür machen die Teilnehmer vor allem mangelnde Weiterbildung zu neuen Marketing-Skills sowie fehlende Flexibilität der eigenen Organisation (jeweils 30 Prozent) verantwortlich.

Cloud ist auch im Marketing im Kommen.

Cloud ist auch im Marketing im Kommen.

Risikovermeidung als Hemmschuh

Auf die Frage, wie der erfolgreiche Marketingtyp von morgen (in zwölf Monaten) aussehen könnte, erklärte mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent), dass dieser mehr Risikobereitschaft zeigen sollte. 45 Prozent wünschten sich zudem, selbst risikofreudiger zu handeln. Bezüglich neuer Technologien sind sie dagegen eher zurückhaltend. So gaben 65 Prozent an, dass sie neue Technologien erst dann nutzten, wenn diese zu Mainstream-Tools geworden sind.

Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen zudem einen Unterschied zwischen Marketingleute in Unternehmen, die mehr als 25 Prozent des Budgets für digitale Kampagnen aufwenden und solchen, die weniger als 10 Prozent der Marketingausgaben für digitales Marketing ausgeben. Marktingverantwortliche in Unternehmen, die viel im Bereich Digital investieren, sind mehrheitlich überzeugt davon, dass sie sich neu strukturieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben (82 Prozent). Bei Unternehmen mit geringen Digital-Ausgaben kommen lediglich 67 Prozent zu dieser Erkenntnis. Deutlich mehr Marketer von – nach eigener Aussage – gut performenden Unternehmen gaben an zu wissen, wie die Erneuerung im Marketing aussehen soll (23 Prozent), verglichen mit Marketingfachleuten von niedrig performenden Unternehmen (8 Prozent).

„Der Wechsel hin zu digitalem Marketing erfordert den Einsatz neuer Technologien, Ansätze und Tools, sowie in vielen Fällen einen kompletten Rollenwechsel im Marketing“, so Ann Lewnes, Chief Marketing Officer bei Adobe. „Die gute Nachricht ist, dass Marketer die Notwendigkeit zur Veränderung selbst erkennen und verstehen, dass Big Data, Personalisierung und die Arbeit über die Kanäle Social, Web und Mobile zunehmend bedeutend für sie werden. Sie müssen jetzt nur noch loslegen.“

Daten gelten allgemein als wichtig, werden aber nur selten entsprechend genutzt

Die Mehrheit der Marketingleute betont, dass sie sich stärker auf Daten fokussieren müssen, um erfolgreich zu sein. Allerdings vertraut noch immer fast die Hälfte der Fachleute (49 Prozent) bei der Entscheidungsfindung zur Investition ihres Marketingbudgets auf das eigene Bauchgefühl. 72 Prozent der Experten stimmen darin überein, dass ihr Langzeiterfolg davon abhängig gemacht wird, wie es ihnen gelingt, den Return on Investment ihrer Marketinginvestitionen nachzuweisen.

74 Prozent der Befragten gaben an, dass das Sammeln und Nutzen von Daten für eigene Aktivitäten die neue Realität im Marketing darstellt. Zwei Drittel sind sich einig, dass der „hyper personalization“ (der Nutzung von Daten zur Bereitstellung von passenden Angeboten, Services und Inhalten zur passenden Zeit) heute eine ganz besondere Bedeutung zu kommt. Allerdings gaben gerade einmal 39 Prozent der Befragten an, dass sie Konsumentendaten und Verhaltensmuster von Kunden in den vergangenen zwölf Monaten für ihre Marketingstrategien genutzt haben; 45 Prozent planen immerhin, im kommenden Jahr hier mehr zu tun.

 

Mobile, Multi-Channel und Personalisierung gewinnen an Bedeutung

69 Prozent der Marketingfachleute sehen im Bereich Mobile ein entscheidendes Element erfolgreicher Marketingaktivitäten. In Punkto Medientypen und Plattformen sehen 61 Prozent der Experten Social Media als die bedeutendste Plattform für die nächsten 12 Monate an, gefolgt von Mobile mit 51 Prozent. Print und TV fallen dagegen mit 9 beziehungsweise 7 Prozent deutlich ab. 63 Prozent der Befragten sagen, sie machen mehr Social Media Marketing als noch im vergangenen Jahr; mehr als die Hälfte benutzt zudem E-Mail-Kampagnen und digitale Analysemethoden für eine verbesserte Kundenansprache noch stärker als 2013.

Diese Entwicklung führt zu einem Wechsel hin zu mehr Investment in digitale Marketing-Aufgaben innerhalb eines Unternehmens. Marketingkeute bezeichnen Digital/Social Marketer (47 Prozent), Data Analysten (38 Prozent), kreative Services (38 Prozent), und Mobile Marketer (36 Prozent) als zentrale Rollen, in die Unternehmen in den nächsten 12 Monaten investieren sollten.

Im Rahmen der Umfrage wurden sie zudem gefragt, welche bestimmten Eigenschaften den größten Unterschied in Punkto Effektivität machen. Die Ergebnisse: Die Fähigkeit, besser kanalübergreifend zu arbeiten, liegt mit 21 Prozent an vorderster Stelle, gefolgt von der Fähigkeit, die Effektivität einer Kampagne messen und bewerten zu können (16 Prozent).

Bei der Frage, welche Fähigkeit am wichtigsten ist, um das eigene Marketing nach vorne zu bringen, wurde die Personalisierung am höchsten bewertet. 63 Prozent der besonders gut performenden Unternehmen gaben an, einen kompletten oder sehr starken Fokus auf personalisierte Kundenerfahrungen zu legen. Bei den niedrig performenden Unternehmen sagten dies nur 53 Prozent.

Einzelhandel: Soziale Netzwerke bringen mehr Traffic und mehr Umsatz

31. Januar 2014

Soziale Netzwerke werden immer stärker zu Traffic- und Umsatztreibern für Retail-Webseiten. So schreibt es Adobe in seiner neuesten Ausgabe des  Q4 2013 Social Media Intelligence Reports. Ich finde diese Aussage interessant, denn bisher waren soziale Netzwerke nicht dafür bekannt, dass sie sich unmittelbar auf dem Umsatz auswirken.

Social Media bringt Kohle.

Social Media bringt Kohle.

In meinen Seminaren erklärte ich, dass Kommunikation in sozialen Netzwerke bemerkbar macht bei: Markenbildung, PR- und Öffentlichkeitsarbeit, Gewinnung von Mitarbeitern oder Marktforschung. Umsatzerhöhung spielte nicht so die Rolle, außer man ist Amazon und Co. Das scheint nach dem Adobe-Report nicht mehr zu gelten. Die Studie gibt es hier.

Laut Adobe hat sich im letzten Quartal 2013 der Umsatz pro Webseitenbesucher (Revenue per Visit, RPV) aus Tumblr innerhalb eines Jahres um 340 Prozent erhöht. Es folgen Pinterest mit einem Plus von 244 Prozent, Twitter mit 131 Prozent und Facebook mit 72 Prozent. Angestiegen ist auch der soziale Traffic auf Retail-Webseiten, Facebook wird dabei immer stärker von seinen Wettbewerbern unter Druck gesetzt, denn die größte Dynamik in Q4 zeigen Twitter und Pinterest mit einem Wachstum von 125 beziehungsweise 89 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Beim genauen Hinschauen stellt sich heraus, dass das Zahlenmaterial Material aus den USA und GB ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass sich der deutsche Markt anders entwickelt. Meine Erfahrung: Tumblr und Pinterest spielen hierzulande noch keine große Rolle. Das deutsche Urheberrecht macht Tumblr und Pinterest einen fetten Strich durch die Rechnung

Dennoch sind die vorgelegten Zahlen interessant. Die Analyse von Paid, Earned und Owned Social Media-Trends erfolgte vom 4. Quartal 2012 bis zum 4. Quartal 2013 und basiert auf aggregierten und anonymisierten Webseiten-Daten aus den Branchen Einzelhandel, Medien, Unterhaltung und Reisen. Dazu wurden 240 Milliarden Anzeigenimpressionen auf Facebook, über 1,5 Milliarden Facebook Posts, 500 Millionen Unique Visitors sozialer Netzwerke und 6,3 Milliarden Facebook-Interaktionen (Comments, Shares und Likes) ausgewertet. Daten aus dem Bereich Paid Social Media wurden der Adobe Marketing Cloud entnommen.

 

Die zentralen Ergebnisse sind:

– Paid Social Media: Das zunehmende Engagement der Konsumenten steigert die Attraktivität von Facebook-Anzeigen. So wuchsen die Click-Through-Raten (CTR) im Jahresverlauf um 365 Prozent und die Kosten pro Tausend Impressions (CPMs) um 437 Prozent. Die Kosten pro Klick (CPC) von Facebook blieben nahezu unverändert, absehen vom einem 29 prozentigem Ausschlag nach oben während der Weihnachtszeit. Das Volumen der Facebook Ad Clicks stieg im Vergleich zum Vorjahr um 125 Prozent.

– Owned Social Media: Der Revenue per Visit (RPV) sozialer Netzwerke hat, vor allem während der Weihnachtszeit, einen neuen Höchststand erreicht: Der RPV wuchs im Quartalsvergleich bei Twitter (84 Prozent), Pinterest (69 Prozent), Tumblr (38 Prozent) und Facebook (31 Prozent). Während Facebook im untersuchten Zeitraum weiterhin den meisten Traffic beisteuerte, übertraf Pinterest im 4. Quartal in Großbritannien den RVP von Facebook. Das gleiche wird dieses Jahr auch mit Blick auf die USA erwartet.

– Earned Social Media: Die Interaktionen mit Marken-Posts auf Facebook stiegen innerhalb eines Jahres um 180 Prozent, die Impressionen der Posts nahmen gleichzeitig um 150 Prozent zu. Posts mit Bildern erzeugten eine um 650 Prozent höhere Interaktionsrate als reine Text-Beiträge (plus 10 Prozent), die Interaktion mit Posts, die Links, Texte oder Videos enthielten, ging insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Adobe schließt Verträge zur Softwarelizenzierung für Schulen und Hochschulen

10. November 2013

Für Software-Firmen ist es wichtig, in Schulen zu gelangen. Wer als Schüler eine Software lernt, wird sie später weiter verwenden, weil er sie gewohnt ist. Adobe schloss vor kurzem bundesweite Rahmenverträge zur Softwarelizenzierung für Schulen und Hochschulen und ist damit einen Schritt weiter. Bei meinen Schülerzeitungsseminaren zeigt sich, dass viele Schulen ein Software-Problem haben. Dies könnte sich mit dem Rahmenvertrag entspannen.

Web_Kreativitaetsbarrieren

Adobe Systems hat mit dem Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) sowie dem Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) bundesweit gültige Rahmenverträge zur Lizenzierung von Adobe-Software an Bildungseinrichtungen abgeschlossen. Mit den Rahmenverträgen bietet Adobe ein neues Mietlizenzmodell namens ETLA („Enterprise Term License Agreement“) an. Deutsche Schulen und Hochschulen können sich den Rahmenverträgen anschließen, was sowohl Planung, Kostenkalkulation, Beschaffung als auch die Verwaltung der Programme für Bildungseinrichtungen stark vereinfacht. Laut einer aktuellen Studie, für die im Auftrag von Adobe weltweit mehr als 4.000 Eltern und Lehrer zu Barrieren in Bildungssystemen befragt wurden, ist eine bessere Integration von Technologien zur Förderung der Kreativität auch dringend notwendig. So stellen 71 Prozent der befragten Lehrer in Deutschland fest, dass sie mehr für die wichtige Kreativitätsvermittlung im Unterricht tun könnten, ihnen jedoch schlichtweg die Mittel dafür fehlen. Das kann ich bestätigen. Obwohl alle von Bildung sprechen, ist in den Schulen kaum Geld vorhanden. Hier eine Grafik über die Kreativitaetsbarrieren zum Download.

Zwei Drittel der befragten Pädagogen aus Deutschland sind sich einig, dass Kreativität eine tragende Säule der Wirtschaft ist und die effektive Förderung die Entwicklung des Landes vorantreibt. Die überwiegende Mehrheit der befragten Eltern und Lehrer ist sich zudem einig, dass Kreativität, Innovationsvermögen und Medienkompetenz wichtige Lernfelder der Zukunft sind und Kreativität im Bildungsumfeld in den nächsten 25 Jahren sogar noch stärker an Bedeutung gewinnen wird. Dabei ist in vielen Lehrbereichen der Einsatz neuer Medien unter kreativen Aspekten bereits vorgesehen, doch allzu oft fehlen die Ressourcen. Es fehlt an Werkzeugen sowie an der Zeit für die Vermittlung und Umsetzung innovativer Ideen im Schulalltag. 81 Prozent der Lehrer besitzen derzeit nicht die richtigen Tools, um Kreativität bei Schülern und Studenten effektiv zu fördern. Eine logische Schlussfolgerung daraus ist, dass sich die befragten Lehrer für einen Wandel von Lehrplänen und Studieninhalten aussprechen und die bessere Integration von Werkzeugen zur Kreativitätsförderung in die Lehrpläne fordern.

Jetzt wissen wir auch, wie lange es braucht, bis Lehrpläne geändert werden. In Bayern haben wir 2016 neue Lehrpläne, die lange vorbereitet werden. Dennoch kann Kreativ-Software in den Schulen beitragen, dass das Schulleben spannender wird. Genannt seien nur die Schülerzeitung, der Jahresbericht, P-Seminare, Kreativseminare, Fotoseminare, Filmseminare. Und hier alle diese Seminare und Aktionen brauche ich moderne Software.

Kostenvorteile durch ETLA-Rahmenverträge mit FWU und LRZ

Um den besonderen Anforderungen von Bildungseinrichtungen gerecht zu werden, bietet Adobe Schulen und Hochschulen seit diesem Jahr ein neues Mietlizenzmodell namens ETLA („Enterprise Term License Agreement“). Über den Beitritt der Bildungseinrichtungen zu einem Rahmenvertrag werden Software-Lizenzen für Adobe Creative Cloud-Produkte gemietet, was allerhand Vorteile gegenüber Kaufverträgen bietet. Das Mietlizenzmodell erleichtert die Planbarkeit sowie die Kostenkalkulation der Softwareanschaffungen für Bildungseinrichtungen, da Kosten für die Softwarelizenzen künftig auf Basis beschäftigter Vollzeitmitarbeiter berechnet werden. Mit der Ermittlung des Lizenzbedarfs per Mitarbeiter statt per Computer entsteht ein signifikanter Preisvorteil gegenüber der traditionellen Kauflizenzierung.

Software bleibt immer auf dem aktuellsten Stand 

Kostenfreie Updates auf die jeweils aktuellsten Software-Versionen sind standardmäßig in den Mietlizenzen der Rahmenverträge enthalten. Kostenpflichtige Upgrade-Pläne gehören so der Vergangenheit an, wodurch Bildungseinrichtungen ihre EDV-Kosten senken und sie langfristig transparent sowie planbar halten. Zusätzlich haben alle teilnehmenden Einrichtungen eine „Work-at-home“-Möglichkeit, mit der sich Lehrkräfte auch zu Hause auf den Unterricht vorbereiten können. Damit auch Schüler und Studenten die Creative Cloud-Tools in ihrer Freizeit einsetzen können, besteht die Option, sie in die Lizenzstaffelung mit einzubeziehen. So können alle Schüler, Dozenten und Verwaltungsangestellte innerhalb der Einrichtung immer die aktuellsten Versionen der Creative Cloud-Werkzeuge für Lern- und Privatzwecke nutzen.

Das Angebot der Rahmenverträge senkt den Aufwand des Vertragsmanagements für alle Bildungseinrichtungen um ein Vielfaches, da bei Beitritt für alle Teilnehmer die jeweiligen Konditionen der verabschiedeten Rahmenverträge gültig sind. Der Rahmenvertrag für Schulen wurde im ersten Schritt zwischen Adobe und dem Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (FWU) abgeschlossen. Schulen können diesem Vertrag zu unterschiedlichen Zeitpunkten innerhalb eines Kalenderjahres beitreten, die Gesamtlaufzeit beträgt drei Jahre. Die gleichen zeitlichen Modalitäten bietet auch der Rahmenvertrag für Hochschulen, der zwischen Adobe und dem Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in München vereinbart wurde, lediglich das Startdatum des Hauptvertrags unterscheidet sich.

 

Mein langer Weg mit QuarkXPress – jetzt Version 10 erschienen

19. September 2013

Quark-Macbookpro

Mit großer Freude sehe ich, dass es endlich die zehnte Version der DTP-Software QuarkXPress offiziell zu kaufen gibt. Quark ist der einzige Hersteller, der den Softwareriesen Adobe im Publishingbereich noch die Stirn bietet. Aber durch die aggressive Preispolitik und guten Support von Adobe und die hervorragende Workflow-Integration der Adobe-Produkte ineinander ist die Luft für Quark dünn geworden. Aber Quark hält sich wacker und wird im Zeiten des eBooks interessanter.

xpress

In meinen DTP-Seminaren erkläre ich die Situation wie folgt: Einstmals gab es einen großen König im DTP-Bereich. Sein Name war QuarkXPress. Da gab es einen kleinen Prinzen mit Namen PageMaker, der immer wieder am Thron sägte. Irgendwann gab der kleine Prinz auf und holte seinen größeren Bruder zur Hilfe: InDesign. Anfangs lachte der König, doch dann ging es ihn an den Kragen. InDesign stürzte den König und setzte sich selbst auf dem Thron. Hier eine Version von XPress 2:

Leider war Quark für seinen Sturz selbst verantwortlich. Ein katastrophaler Service war scheinbar das Geschäftsmodell von Quark Chef Fred Ebrahimi. Wir User waren für Fred Ebrahimi wohl nur Melkkühe. Support musste teuer bezahlt werden. Da war es kein Wunder, dass sich viele User von Quark abwandten und zur Adobe wechselten. Aber dies gehört der Vergangenheit an. Aus Quark wurde ein neues Unternehmen. Fred Ebrahimi ging Gott sei Dank von Bord. Neue Leute und frisches Geld wurden in das Unternehmen geholt. Neue Chance, neues Glück.

Ich arbeite mit QuarkXPress seit Version 3 und habe alle Versionen bis dato ausprobiert und ausführlich getestet. Ich erinnere mich noch an die Einführung der Version 3.31 in meinem alten Verlag. Es war mitten in der DTP-Revolution. An meinem ersten Arbeitstag als fest angestellter Mitarbeiter des Verlages ging ich in die Druckvorstufe, um mich als Redakteur bei meinem Technik-Kollegen vorzustellen. Ich fand eine schlechte Stimmung vor. Viele Mitarbeiter wurden am Tag meiner Einstellung gekündigt. Der Grund war die Einführung von XPress. Das bisherige Satzsystem Linotype wurde durch DTP abgelöst. Der Redakteur machte seinen Umbruch am Monitor selbst. Ganzseitenumbruch nannte sich das Zauberwort. Es vernichtete Arbeitsplätze in der Druckvorstufe und sorgte für veränderte Produktionsprozesse in der Redaktion.

Als junger Mitarbeiter fiel mir der Umgang mit dem Rahmenorientierten XPress sehr einfach. Ich fand mich sehr schnell zurecht. Und begann mich mir und mir in die Tiefen der Software einzuarbeiten. Allerdings machte Quark auch bei unserem Verlag den Fehler, die gute Leistung der Software durch einen katastrophalen Support kaputtzumachen. Der Verlag setzte daher mittelfristig auf preisgünstigere Systeme. Ich zog weiter, arbeitet und schrieb Jahrelang als Chefredakteur der MACup über die Software und arbeitete bei verschiedenen anderen Verlagen noch mit XPress. Gleichzeitig arbeite ich mich natürlich auch in die Adobe-Produkte ein. Heute als Trainer muss ich in allen Welten zu Hause sein. Hier Fotos von 2006 bei der Launch-Veranstaltung von XPress 7:

Ich bin daher sehr gespannt, was die zehnte Version von XPress kann. Die neuen Produkt-Features klingen sehr viel versprechend. Jetzt müssen Sie sich in der Praxis beweisen. QuarkXPress 10 wurde komplett überarbeitet. „Die Software ist für Designer, die Print lieben und digital leben“, so der Spruch von Quark. Anwender profitieren von folgenden Vorteilen:

Moderne Architektur: QuarkXPress 10 ist eine native Cocoa-App. Die Konzeption als Cocoa-App bringt QuarkXPress 10 eine Reihe von Vorteilen, einschließlich der Fähigkeit, die neuesten Funktionen von OS X vollständig auszuschöpfen, die Leistung zu maximieren und neue Releases von OS X schnell zu unterstützen.

Neue Quark Xenon Graphics Engine: Die Xenon Graphics Engine ist auf dem neuesten Stand der Technik. Sie rendert PDF-, Photoshop- und TIFF-Dateien in Echtzeit und bietet durch adaptive Auflösung maximale Leistung bei bestmöglicher Darstellungsqualität.

Unterstützung von HiDPI- und Retina-Displays: Mit einer so hohen Pixeldichte, dass das menschliche Auge die einzelnen Pixel nicht mehr unterscheiden kann, wurde jedes Element von QuarkXPress 10 so optimiert, dass die hochauflösenden Retina-Displays optimal ausgenutzt werden.

Verbesserte Digital Publishing Funktionen: QuarkXPress 10 unterstützt sowohl das Erstellen und Ausgeben von eBooks im ePub und Kindle Format, als auch das direkte HTML5-Authoring für App Studio, die Cloud-basierte Digital Publishing Lösung, um professionelle iOS, Android und Web Apps zu erstellen.

QR Code Creator: Erstellen und gestalten von vektorbasierten Quick-Response-Codes direkt in QuarkXPress.

Typografiefunktionen für ostasiatische Sprachen in allen Editionen: Ab jetzt unterstützt jede Version von QuarkXPress 10 Funktionen für ostasiatischen Sprachen einschließlich vertikalem Textfluss, phonetischen Text-Zeichensätzen (Rubi) und Zeichenraster.

Mehr als fünfzig weitere Verbesserungen: Durchgängige Transparenz für PDF-Dateien, Druckvorschau, Optimierung der Béziér-Pfad-Werkzeuge, Verbesserung der Ebenen-Funktionen und vieles mehr.

Hier Screenshots von der neuen Version:

Die komplette Liste der Features gibt es hier. Ich bin, wie gesagt, sehr, sehr gespannt.

Design-Riese Autodesk setzt auf Mietmodell von Software

15. September 2013

Getreu dem Motto von Nikolas Negroponte „Don´t move atoms, move bytes“ steigen immer mehr Software-Hersteller auf den Vertrieb ihrer Software durch Download um. Der Zwischenhändler wird dabei ausgehungert und muss sich neue Aufgaben suchen. Oftmals muss dann in die personal- und schulungsintensive Beratung investiert werden, die aber von der Masse der Kunden nur bedingt angenommen wird.

Autodesk

Nach Adobe mit der Creative Cloud und dem Wegfall der Software-Schachteln ist nun Autodesk an der Reihe. Autodesk führt ab 16. September Software-Mietmodell für seine Konstruktions-, Planungs-, Architektur- und Entertainment-Lösungen ein. Kunden können zwischen monatlichem, vierteljährlichem und jährlichem Abonnement wählen. Für meinen 3D-Bereich handelt es sich um Autodesk 3ds Max, Autodesk Maya sowie auf das neue Autodesk Maya LT. Hier hat Autodesk die US-Mietpreise veröffentlicht. Europäische Preismodelle habe ich nicht gefunden.

Dabei fährt Autodesk (noch) zweigleisig: Zusätzlich zum traditionellen Lizenzmodell haben Kunden zum ersten Mal die Gelegenheit, über ein monatliches, vierteljährliches oder jährliches Abonnement Produkte aus der Palette an Autodesk Desktop-Software nach Bedarf zu nutzen. Das Pay-as-you-go-Modell erweitert somit die Nutzungs- und Bezahlmöglichkeiten für Autodesk-Software. Konstrukteure, Ingenieure, Architekten und Visual Effect Artists können so Software für ihre Projekte einsetzen, ohne dass dafür hohe Investitionskosten anfallen. Das Mietmodell ist vor allem für Freiberufler, Start-Ups und Büros mit hoher Projektarbeit eine interessante Alternative, meint Autodesk. Kunden, die sich für dieses Modell entscheiden, erhalten ähnliche Leistungen wie Autodesk Subscription-Kunden. Dazu gehören regelmäßige Software-Updates, Zugang zu ausgewählten Autodesk 360 Cloud-Services und Kunden-Support.

Es hat den Vorteil, dass ich für ein Projekt nur Software mieten und nicht teuer bezahlen muss. Allerdings entfällt das Spielen mit Software, denn ich habe das Produkt nur zeitlich limitiert. Ich kenne viele 3D-Designer, die durch das Herumspielen neue Möglichkeiten der komplizierten 3D-Software entdecken, auch wenn sie nicht gerade in einem Projekt stecken.

Ich bin mal gespannt, wie der Markt das Angebot von Autodesk annimmt. Die arg gebeutelten Händler werden sicherlich nicht begeistert sein.

So klappt es mit der Facebook-Anzeige: Tipps & Tricks für mehr Klicks

5. September 2013

Wie müssen Facebook-Anzeigen aufgebaut sein, damit sie Erfolg haben? Diese Frage interessiert alle Marketingmenschen, die Anzeigen im größten sozialen Netzwerk der Welt schalten wollen. Adobe hat Untersuchungen gemacht und die Ergebnisse in einer Grafik zusammengetragen. Fazit: die Darstellung von Personen, die Wahl des Hintergrunds und selbst der Blickwinkel haben allesamt Auswirkungen auf den Erfolg von Facebook-Anzeigen – das ergab eine Auswertung von über 1.700 Anzeigen, die mit Adobe Media Optimizer im September und Oktober 2012 in Europa, den USA, Australien und Asien geschaltet wurden. Die Anzeigen sind zwar ein Jahr alt, aber die Studie wurde jetzt erst veröffentlicht.

Beworben wurden darin Produkte und Dienstleistungen aus unterschiedlichen Branchen. Bei jeder Anzeige untersucht wurden Impressions und die Klickrate, außerdem demografische Daten zu den Personen, die die Anzeigen angeklickt haben (Geschlecht, Alter, Standort etc.).

Adobe kommt zu folgendem Ergebnis: “Wenn Personen abgebildet sind, wird zum Beispiel häufiger geklickt. Interessant hierbei: Sind Frauen dargestellt, verdoppelt sich die Klickrate im Vergleich mit der Abbildung von Männern.”

Beim Hintergrund verspricht eine gleichmäßige Farbfläche den größten Erfolg. Aber Achtung: Die Wahl der Farbe macht einen deutlichen Unterschied. Lila und Gelb bringen hier die meisten Klicks. Auch Blickwinkel und Bildeinstellung beeinflussen die Wirksamkeit einer Anzeige: Nahaufnahmen von Produkten und Personen sorgen hier für die höchste Klickrate.

Die Aussagen gibt es in einer schönen Grafik zusammengefasst:

Adobe_Auswertung Facebook-Ads

Online-Werbung hinkt hinterher

13. Juni 2013
Amazon-Werbung im Münchner Hauptbahnhof.

Amazon-Werbung im Münchner Hauptbahnhof.

Die klassischen Werbekanäle werden von den Konsumenten in Deutschland gegenüber Online-Werbung klar bevorzugt: So erklären beispielsweise zwei Drittel der Deutschen, dass TV-Werbung wichtiger für sie ist als Online-Anzeigen. Das ergab die aktuelle Studie „Click Here: State of Online Advertising“ von Adobe, für die jeweils etwa 1.250 Konsumenten und Marketer in Deutschland, Großbritannien und Frankreich befragt wurden. Unter den Top Drei der bevorzugten Werbekanäle tauchen Webseiten hierzulande sowie in Frankreich nicht auf, lediglich in Großbritannien landen sie laut der Studie auf dem dritten Platz. Hier das Ranking der drei Länder im Überblick:

  • Deutschland: Zeitschriften – 28 Prozent, Plakate – 23 Prozent, Schaufenster – 21 Prozent
  • Großbritannien: Zeitschriften – 39 Prozent, Fernsehen – 23 Prozent, Webseiten – 12 Prozent
  • Frankreich: Zeitschriften – 31 Prozent, Plakate – 24 Prozent, Fernsehen – 23 Prozent

Aus dieser Studie hat Amazon wohl die richtigen Schlüsse gezogen. Auf zahlreichen Bahnhöfen in Deutschland macht das größte Internet-Kaufhaus der Welt Werbung für den Kindle. Aber Amazon macht nicht Werbung im Netz, sondern hat riesige Plakate und Aufsteller im Einsatz. Ich konnte Plakate in den Hauptbahnhöfen in Frankfurt und München antreffen. Zum Teil waren die Kindle-Plakate in Sichtweite von Buchläden, was die Auseinandersetzung zwischen klassischem Buchhandel und Amazon sicherlich nicht entschärfen wird.

Riesige Aufsteller im Frankfurter Hauptbahnhof.

Riesige Aufsteller im Frankfurter Hauptbahnhof.

Trotz des digitalen Zeitalters und der Tatsache, dass laut BITKOM fast zwei Drittel der Deutschen online shoppen, empfinden 62 Prozent der Befragten Werbung im WorldWideWeb als ärgerlich, 34 Prozent als überall verteilt oder 31 Prozent als störend. Die Computerwebsite Golem beispielsweise schaltete gegen Adblocker einen Aufruf. Nur wenn Werbung ausgliefert werden kann, dann kann ein journalistischer Service erhalten bleiben.

Golem: Bitte keine Adblocker.

Golem: Bitte keine Adblocker.

Nur eine kleine Gruppe sagt, dass Online-Anzeigen überzeugend (7 Prozent), intelligent (18 Prozent) oder auffällig (22 Prozent) sind. „Kreative Agenturen haben in den vergangenen Jahrzehnten traditionelle Werbung perfektioniert. Sie ist ein großer Bestandteil unseres täglichen Lebens und wir sind alle mit Fernseh-, Zeitschriften- und Radiowerbung aufgewachsen. Es ist nicht ganz überraschend, dass Online- und Digitalkanäle nicht gleichermaßen erfolgreich sind. Sie bestehen erst seit relativ kurzer Zeit. Aber die digitale Landschaft und die damit einhergehenden Möglichkeiten für Marken ändern sich ständig. Derzeit müssen sie herausfinden, was funktioniert und was nicht. Trotzdem wird aus unserer Studie klar, dass Marken eine Menge tun müssen, um die Aufmerksamkeit des Konsumenten in der digitalen Welt zu erhalten“, kommentiert Mark Phibbs, Vice President EMEA Marketing bei Adobe.

In der Werbung haben Inhalte immer noch die größte Überzeugungskraft. Dabei spielt der Kanal keine Rolle. Marken sollten beachten, was Konsumenten ansprechend finden:

  • 73 Prozent der Deutschen sagen, dass Anzeigen eine einzigartige Geschichte erzählen sollen, statt nur das Produkt zu verkaufen, ebenso beliebt ist nur noch ein schönes Werbemotiv.
  • Humor spielt ebenso eine große Rolle: für 82 Prozent sind lustige Anzeigen effektiver als „sexy“ Motive.
  • 47 Prozent meinen, dass professionell gestaltete Werbung am effektivsten ist.
  • 20 Prozent sehen durch Nutzer erzeugte Inhalte als effektivstes Werbetool.
Klassische Plakatwerbung von Amazon in der S-Bahn.

Klassische Plakatwerbung von Amazon in der S-Bahn. 

Digital denken

Obwohl Konsumenten anscheinend immer noch nicht an Soziale Medien als Werbekanal gewöhnt sind, zeigt die Studie von Adobe weitere Möglichkeiten für Marken, um Konsumenten über diese Kanäle einzubinden:

  • Von 49 Prozent der Teilnehmer aus Deutschland, die bereits Social Media genutzt haben, deutet ein Drittel an, dass sie schon etwas im Namen einer Marke mit „Gefällt mir“ markiert haben.
  • 45 Prozent „liken“ Marken, deren Produkte sie regelmäßig kaufen.
  • Die wichtigsten Gründe, warum Menschen Marken oder Produkte „liken“, ist die Information über ihre Vorlieben und Interessen (60 Prozent), das Verfassen eines positiven Testberichts (33  Prozent) sowie die Empfehlung der Produkte für Freunde (33 Prozent).
  • Marken sollten aber bedenken, dass 40 Prozent der Nutzer einen „Gefällt mir nicht“-Button möchten.
Und der Buchhandel wird wieder sauer sein.

Und der Buchhandel wird wieder sauer sein.

Persönliche Ansprache

In Bezug auf Konsumerisierung haben deutsche Anwender eine neutrale (46 Prozent) oder positive (44 Prozent) Haltung zu Webseiten, die eine Kaufhistorie nutzen, um personalisierte Produkt- und Service-Empfehlungen zu geben. Besonders gut machen dies vor allem Online-Marken wie Amazon, Google oder Zalando. Es gibt jedoch eine schmale Grenze bei der Konsumerisierung: Die Studie belegt, dass Nutzer weiterhin über die Menge an Daten besorgt sind, die über ihr Online-Verhalten gesammelt wird. 64 Prozent sagen, dass sie bei gezielter Werbung, die auf diese Informationen zurückzuführen ist, ein gruseliges Gefühl haben.

 

300 Prozent Steigerung bei mobiler Videonutzung

2. Mai 2013
Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Die Kommunikation wird mobil und auf meinen Seminaren erarbeiten wir die Chancen von mobilen Endgeräten für Verbraucher und Firmen. Dabei spielt Bewegtbild eine immer größere Rolle. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Smartphones und Tablets eine Videokamera in Board haben, ist erleichtert geworden, selbst bewegte Bilder zu erzeugen und ins Internet hochzulaufen.

Jetzt liefert mir Adobe Zahlenmaterial für den rasanten Anstieg der Nutzung von Video-Content über mobile Geräte. Interessant: Auch TV-Nutzung über mobile Geräte setzt sich zunehmend durch. Was Adobe aber nicht wusste, sind aktuelle Entwicklungen in Deutschland. Die Volumentarife bei Handys und Tablets zwangen die User auf WLAN auszuweichen. Jetzt stehen aktuelle Drosselungbemühungen der Telekom dem Trend zu mobiler Videonutzung entgegen.

Adobe hat die Ergebnisse des neuesten Digital Index Report vorgestellt. Darin untersucht das Unternehmen das Nutzungsverhalten von Online-Konsumenten in Bezug auf Videos und Werbung. Gemäß dem Report werden über mobile Geräte 300 Prozent mehr Videos betrachtet. Die Nutzung digitaler TV Everywhere-Angebote hat sich im vergangenen Jahr verzwölffacht. Auf Facebook werden Video-Inhalte doppelt so oft mit „Gefällt mir“ markiert,. geteilt oder kommentiert als sonstiger Content – das kann ich aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen. In Bezug auf Video-Werbung machen pre-roll Ads bei längeren Videos 82 Prozent aller Ad-Betrachtungen aus und werden damit deutlich häufiger aufgerufen als mid-role Ads oder post-roll Ads.

 

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Die Kernaussagen des Adobe-Berichts lauten:

Nutzung von TV Everywhere 

2012 stellte in den USA ein Rekordjahr für die Nutzung von TV Everywhere-Angeboten dar. Die Zahl der Anmeldungen stieg um das zwölffache im Vergleich zum Vorjahr und wurde durch Events wie die olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft 2012 und die NBA Playoffs weiter gefördert. In Deutschland Streaming ARD und ZDF ihre Programme live ins Internet.

Videokonsum nach Geräten

Der Anteil gestarteter Videos über mobile Geräte hat sich im vergangenen Jahr um mehr als das dreifache von 3 Prozent auf 10,4 Prozent erhöht. 89,6 Prozent der Videos werden noch immer über  Desktop-Rechner abgerufen. Innerhalb der mobilen Geräte steigen die Video-Abrufe über Tablets am stärksten. Konsumenten rufen Videos am Wochenende bevorzugt über Tablets ab. An Sonntagen finden 17 Prozent der Video-Starts über Tablets statt. Bei Betrachtung aller mobilen Geräte ist die Video-Nutzung an Montagen, Donnerstagen und Sonntagen mit je 16 Prozent am höchsten.

Social Media und Video 

Facebook-User kommentieren, liken und teilen Video-Inhalte zweimal häufiger als anderen Content. Das Ergebnis verdeutlicht, dass Video-Inhalte Marken helfen können, die Interaktion mit ihren Fans zu fördern. Auf Twitter wird dreimal häufiger auf Video-Inhalte von Medienseiten verwiesen, als auf anderen Content.

 

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Meistgenutzte Video-Inhalte 

Inhalte von TV-bezogenen Medienseiten werden über alle Geräte hinweg deutlich häufiger bis zum Ende geschaut, als solche von nicht TV-bezogene Seiten. Der Traffic über Tablets steigt hier ebenfalls am stärksten. Mobile Video-Klicks steigen zudem speziell bei besonderen Sportevents um das Doppelte, beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2012 oder dem US-College NCAA Tournament 2012.