Als ich Sora zum ersten Mal gesehen habe, begann ich zu träumen. Wie toll ist Sora? Was wäre mit Sora alles möglich? Nein, nicht dass Sie mich missverstehen. Ich bin glücklich verheiratet und Sora ist kein weibliches Wesen. Sora ist das neue Text-to-Video Modell von OpenAI, also eine KI-Anwendung mit der per Eingabe/Promt bewegte Bilder entstehen.
Als ich die ersten Videos von OpenAI gesehen hatte, setzte bei mir eine Zeitreise in das Jahr 1982/83 ein. Damals sah ich als Jugendlicher im Kino den Disney-Spielfilm Tron. Hier werden Menschen in den Speicher eines Computers versetzt und kämpfen als Bits und Bytes als Videospiele gegeneinander. Die visuelle Darstellung von Tron haute mich aus den Socken. Ich ging aus dem Kino und wollte so etwa mit meinem Heimcomputer machen, mit dem VC20 und dann dem Commodore C64. Also einen Film auf VHS drehen und vom C64 kommen die Effekte. Das Ganze ist krachend gescheitert, aber die Idee war gut.
Vielleicht greife ich ein neues Projekt des Filmemachens mit Sora neu an. Sora erstellt realistische Videosequenzen aus einfachen Texteingaben. Es sollen 60 Sekunden Clips möglich sein. Noch steht Sora nicht zur allgemeinen Nutzung bereit, aber ich stehe bereit und warte auf die Freischaltung for the rest of us. Ich kann ja inzwischen an einem Drehbuch-Script arbeiten und auf das Go durch OpenAI warten.
Allgemein kann ich mir vorstellen, dass Sora und Co wie Googles Gemini die Welt es Filmemachens verändern werden. Die Stock-Agenturen, die jetzt Filmclips verkaufen, werden ins Straucheln geraten.
Natürlich sind wir erst in der Frühphase von Sora. Das aktuelle Modell hat Schwächen. Es kann Schwierigkeiten haben, die Physik einer komplexen Szene genau zu simulieren, und kann bestimmte Fälle von Ursache und Wirkung nicht verstehen. Zum Beispiel könnte eine Person einen Bissen aus einem Keks nehmen, aber danach hat das Cookie möglicherweise keine Bissmarkierung. Ich bin gespannt auf die nähere KI-Zukunft und freu mich darauf.
Als mobiler Retrogamer freue ich mich immer, wenn ich meine Sammlung um sinnvolle Konsolen erweitern kann. Natürlich spielt der Purist auf klassischen Retrokonsolen wie den GBA, Lynx oder die PSP. Aber dann und wann erfreue ich mich auch an modernen Gerätschaften, die mir das Feeling meiner Jugend zurückbringen. So eine Konsole ist der Blaze Taito Super Pocket.
Gut, Über die Farbe lässt sich trefflich streiten. Das ganze Ding erinnert mich an mein erstes Mobiltelefon von E-Plus, das PT11 in Giftgrün. Ich hätte mir gerne eine etwas dezentere Farbe gewünscht, aber man kann nicht alles haben. Dieses Gerät hat 18 Videospiel-Klassiker Onboard installiert, darunter mein geliebtes Space Invaders oder auch Bubble Bobble, Elevator Action, Bust A Move, The New Zealand Story, Rastan und weitere. Das war aber nicht der Grund für meine Kaufentscheidung. Viel wichtiger war, dass ich meine Evercade Cartridges einstecken und unterwegs spielen kann. Von Evercade habe ich zahlreiche Retro Games und jeden Monat werden es mehr. Allerdings. Bei meinem ersten Test wurden nicht alle Cartridges erkannt. Woran es auch immer liegen mag.
Das Taito Super Pocket kommt kompakt daher und verfügt über eine Bildschirmgröße von 2,8 Zoll mit eingebauten IPS-Display von 320 x 240. Geladen wird der ganze Spaß über USB C. Ein Ladekabel liegt dabei, ein Netzteil nicht. Die Akkulaufzeit wird mit über 4 Stunden angegeben, was ich allerdings nicht überprüft habe. Es dürfte aber für eine ausgiebige Bahnreise reichen. Der Kopfhörer würde über Klinke angeschlossen. Das mobile Spielgerät reagiert schnell, die Spiele sind flüssig und der Retro Spaß ist für mich somit garantiert. Also wieder eine neue Form des Zockens.
Ich beschäftige mich gerade damit, wie vertrauensvoll eigentlich die Ergebnisse von KI sind. Ich bereite dazu ein Online-Seminar vor. Wir wissen alle, dass ChatGPT und Co falsche Aussagen liefern können und es gibt genügend Beispiele, wie folgenreich waren. Wir erinnern uns: Im Frühjahr 2023 sanktionierte ein US-Richter eine US-Anwaltskanzlei, weil sie in einem Schriftsatz, den ein Chatbot verfasst hatte, Rechtsgutachten mit gefälschten Zitaten zitiert hatte.
Und dennoch setzte ich in meiner täglichen Arbeit Werkzeuge wie ChatGPT ein, prüfe aber die Ergebnisse gewissenhaft. Fast schon ein wenig psychedelisch nennen die Experten diese Fehler dann auch Halluzinationen.
Aber wie lassen sich diese Halluzinationen eindämmern, vor allem wenn sie im beruflichen Umfeld genutzt werden? In Unternehmen, die Chatbots für Kunden und Mitarbeiter einsetzen, kann nur eine einzige KI-Erfindung Unternehmen vor Gericht bringen und den Ruf ruinieren.
Mit der wachsenden Zahl von KI-gestützten Chatbots steigen also die Risiken, dass diese nicht wie gewünscht funktionieren. Unsinnige oder ungenaue Ausgaben oder Antworten, die nicht aus den Large Language Modells (LLMs) herausgefiltert werden können, verbleiben in dem Daten-Pool der Chatbots und versauen die Antworten.
Schlechte Trainingsdateien Halluzinationen treten auf, wenn die Daten, die zum Trainieren von LLMs verwendet werden, von schlechter Qualität oder unvollständig sind. Die Häufigkeit liegt bei den meisten KI-Plattformen zwischen 3 % und 8 %. Bei Customer-Service-Chatbots kann die Bereitstellung falscher Ratschläge oder Informationen wichtige Ziele wie die Kundenzufriedenheit negativ beeinflussen. Sie können auch in hochkomplexen (und regulierten) Sektoren wie dem Gesundheitswesen oder dem Finanzwesen zu Verwirrung und Schaden führen.
Folgenreich In IT-Organisationen richten KI-Pannen auch auf andere Weise verheerende Schäden an. Chatbots können Service-Tickets falsch zuweisen, ein Problem ungenau beschreiben oder Arbeitsabläufe stören und zu erheblichen systemischen Problemen führen. Für Ingenieure kann ein KI-generierter Code, der in der Softwareentwicklung verwendet wird, Sicherheitslücken oder geistiges Eigentum enthalten, das während des Trainings aufgenommen wurde. KI-Systeme können auch komplexe Fehler oder Sicherheitsprobleme übersehen, die nur ein Entwickler erkennen und beheben würde.
Was ist zu tun? Also was ist zu tun, um die Risiken zu minimieren? Inhaltsfilter: Eine Vielzahl von technischen oder richtlinienbasierten Leitplanken kann vor unangemessenen oder schädlichen Inhalten schützen. Beispielsweise können Inhaltsfilter die Beantwortung von Fragen zu sensiblen Problemen oder Themen ablehnen. Beim Customer-Service sollte ein Chatbot eine Anfrage schnell an einen menschlichen Mitarbeiter übergeben, wenn er verwirrt ist oder nicht in der Lage ist, die genaue Antwort zu finden. Besser Datenqualität: Bei der Schulung von LLMs sollten IT-Teams die Daten validieren, um sicherzustellen, dass sie qualitativ hochwertig, relevant und umfassend sind. Trainingsdaten sollten regelmäßig überprüft werden, um sich vor „Modelldrift“ oder Leistungseinbußen zu schützen, die aufgrund von Änderungen des zugrunde liegenden Datenmodells im Laufe der Zeit auftreten. Leitplanken: Durch die Einschränkung der Fähigkeit der Chatbots, sich mit Apps und Diensten von Drittanbietern zu verbinden, wird die Möglichkeit vermieden, irreführende, ungenaue oder potenziell schädliche Daten zu generieren. Nebeneffekte des Sandboxings des Chatbots auf diese Weise sind eine bessere Leistung (weniger Abhängigkeiten) und eine verbesserte Compliance für die Branchen, in denen dies unerlässlich ist.
Forschung arbeitet an Lösungen Halluzinationen mögen heute ein Problem sein, aber die Forschung ist im Gange, das Problem zu lösen. In dem Bemühen, sowohl die Genauigkeit als auch die Zuverlässigkeit zu verbessern, wird alles untersucht, von der Erstellung größerer Modelle bis hin zur Selbstdurchführung der Faktenprüfung durch LLMs. Und erste Schritt werden unternommen. Das von CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit unterstützte Startup QuantPi wird mit 2,5 Millionen Euro vom European Innovation Council (EIC) gefördert. Das Geld soll für den Aufbau einer Plattform für vertrauenswürdige generative Künstliche Intelligenz (KI) verwendet werden.
Diese Förderung unterstützt QuantPi bei seiner Pionierarbeit für die sichere Nutzung generativer KI. Das Startup arbeitet daran, der Gesellschaft ein sicheres und selbstbestimmtes Leben mit Künstlicher Intelligenz zu ermöglichen. Die Fördersumme will das Unternehmen dafür einsetzen, die aktuelle auf KI basierende Testtechnologie weiterzuentwickeln, um somit die erste automatisierte Risikomanagement-Plattform aufzubauen, die Sicherheit, Fairness und Erklärbarkeit generativer KI-Systeme ermöglicht. Die Technologie von QuantPi bietet Anbietern generativer KI-Systeme die Chance, höchste ethische Standards auf ihre Produkte anzuwenden. Firmen, die GenAI-Tools kaufen möchten, können mit Hilfe der Plattform Risikobewertungsprozesse während der Beschaffung automatisieren – zum Schutz ihrer Kunden und zur Sicherstellung, dass lediglich hochwertige KI gekauft wird. Zudem wird geprüft, ob die KI-Systeme den strengen Tests zur Einhaltung von EU-Standards standhalten können.
Der CEO von QuantPi, Philipp Adamidis, äußerte sich begeistert über die Förderung und erklärte: „Dies ist ein Beweis für die harte Arbeit und das Engagement des gesamten QuantPi-Teams. Wir freuen uns, dass wir diese Mittel nutzen können, um den sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von KI zu gewährleisten, ohne dabei den Fortschritt zu bremsen. Die Förderung beschleunigt nicht nur unsere Forschungs- und Entwicklungsbemühungen, sondern unterstützt auch unser Engagement, einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.“
Als bekennender Retrogamer spiele ich meine alten Spiegel auch gerne unterwegs. Meine liebste mobile Konsole ist die Sony Playstation portable PSP, gefolgt von Batteriefresser Atari Lynx und ich habe meinen Games Boy Advanced SP für „Special“ wiederentdeckt. Was habe ich 2002 mit diesem Nintendo-Zockergerät gespielt.
Nachdem das neue Pixel Buch zum GBA erschienen ist, habe ich meinen roten Game Boy Advanced wieder flott gemacht. Aber ich habe mein Sammlung um einen GBA mit IPS-Monitor erweitert. Warum? Vielleicht weil meine Augen für den alten LCD zu schwach sind oder weil ich mich bei dem höllisch schweren Jagd auf Roter Oktober immer gegen die Klippen gesteuert bin, weil der Kontrast des LCD zu schwach war.
IPS steht für die englische Abkürzung In-Plane Switching und bezieht sich auf eine Bildschirmtechnologie der LCD Bildschirme. Mit dem Begriff IPS wird generell die spezielle Ausrichtung der Flüssigkristalle innerhalb des LCD Bildschirms bezeichnet.
Also beschloss ich bei Konsolenkost zu investieren und einen GBA mit IPS zu erwerben. Das Bild ist wie Tag und Nacht und ich ärgere mich, dass ich diesen Schritt nicht schon längst gemacht habe. Ja, der Purist wird sagen, dass dadurch die Retrokonsole ihren Charme der alten Zeit verliert. Mag sein, aber wenn ich nichts sehe, dann ist mir der Charme egal. Vor allem wenn ich mit meinem alten GBA bei Sonne im Zug unterwegs war, konnte ich garantiert sicher sein, gegen eine Klippe bei Roter Oktober zu steuern. Jetzt kommt noch das Link-Kabel und ich kann mit K1 gemeinsam zocken, wobei ich wahrscheinlich den alten LCD-GBA nehmen muss. Egal, Hauptsache wir spielen zusammen.
Wie wichtig eine gute Vorbereitung und Planung für PR und ÖA ist, zeigte sich unlängst bei einer Aktion für den Landesinnungsverband Friseure & Kosmetiker Bayern. Meine Gattin ist Geschäftsführerin dieses Arbeitgeberverbandes und sie bekam über ein Vorstandsmitglied eine Einladung nach Berlin. Dort findet vor der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages ein Wirtschaftsgipfel unter dem Motto „Wir hören zu“ statt.
Wir diskutierten die Möglichkeit und kamen überein, dass das Friseurhandwerk noch mehr in der politischen Öffentlichkeit gehört werden sollte. Ich arbeite nebenbei für den Verband und ich bin davon überzeugt, dass wir in gutem Kontakt mit der Politik stehen, aber so eine Chance sollte sich das bayerische Friseurhandwerk nicht entgehen lassen. CDU-Chef Friedrich Merz und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sowie viele konservative Bundestagsabgeordnete sind auf der Veranstaltung, so dass hier die bayerischen Friseure mit ihren Forderungen Flagge zeigen sollten. Wir setzten alle Hebel in Bewegung, damit wir nicht nur nach Berlin reisen, sondern auch sprechen könnten. Viele Mails und Telefonate mit den Büros der MdB waren notwendig, viele Kontakte wurden aktiviert.
Parallel liefen die Vorbereitungen für das Statement meiner Gattin. Wir diskutierten, verwarfen, rangen um Positionen. Was ist zuviel, was ist zuwenig? Ist es zu lang? Kann sie die Aufmerksamkeit der Politiker auf sich und damit auf die Forderungen der Friseure lenken? Und sollten wir uns einen Aufmerksamkeitsgag erlauben?
Nachdem in den vergangenen Wochen im ganzen Land Proteste der Landwirtschaft zu verspüren waren, setzten wir auf diese Karte. Meine Frau beschloss mit einem Traktor auf die Situation der mittelständischen Friseure aufmerksam zu machen. Natürlich nicht mit einem echten Traktor, Bulldog, Trecker oder Schlepper, sondern wir entscheiden uns, einen Traktor als Luftballon in den Versammlungsort, das Paul Löbe Haus nach Berlin mitzubringen. Zur Info: Der Sozialdemokrat Paul Löbe wirkte als Mitglied der verfassungsgebenden Nationalversammlung an der Weimarer Verfassung mit. Löbe war überzeugter Europäer mit hohem Engagement für die Einigung Westeuropas und die Wiedervereinigung Deutschlands.
Meine Frau kaufte im örtlichen Ballonladen einen Traktorballon und übers Netz eine Ballonpumpe. Während wir auf grünes Licht aus Berlin warteten, arbeiteten wir an dem möglichen Statement. „Bei den (Corona-)Auflagen die Ersten, bei den Hilfen die Letzten, brauchen Friseure Traktoren, um gehört zu werden?“ Wir organisierten die Reise in die Hauptstadt mit dem ICE. Der Bahnstreik war erst wenige Tage vorüber. Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Ursprünglich war gedacht, die Stichpunkte des Statements am iPad vorzutragen, wenn meine Frau zu Wort kommen sollte. Auf der Fahrt nach Berlin mit dem Sprinter diskutierten wir das Vorgehen nochmals und sahen die Gefahr, dass es ein Standmikro sein könnte und damit kein Platz für das iPad vorhanden ist. Also schrieb sich meine Frau Stichworte auf nummerierte Stichwortkarten und ging die Rede immer wieder durch.
In Berlin schnell das Hotel bezogen, frisch gemacht und umgezogen. Die Gattin entschied sich für einen grünen Blazer in der Hoffnung, dass die Masse der (männlichen) Besucher der CDU/CSU-Veranstaltung im grauen Zweireiher erscheinen würde. Da sticht die Farbe wunderbar heraus und fällt richtig auf. Zudem rechneten wir damit, dass die Masse der Besucher männlich sein würde und damit stiegen die Chancen auf einen Redebeitrag als Frau.
Ich begleitete die Gattin zum Paul Löbe Haus neben dem Reichstag. Es war schon eine lange, graue Schlange der üblichen Lobbyisten und Interessensverteter anwesend. 700 Vertreter waren angemeldet, die sich alle für wichtig empfanden und zumeist auch etwas sagen wollten. Die Gattin reihte sich in die Schlange ein und ich kehrte ins Hotel zurück, weil ich zur gleichen Zeit ein Online-Seminar halten musste. Ich drückte ihr noch eine Weitwinkelkamera in die Hand, eine Insta360, um den möglichen Redebeitrag irgendwie mitzufilmen. Wir brauchten ja einen Tätigkeitsnachweis und mögliches Material für die Öffentlichkeitsarbeit des Landesinnungsverbandes.
Nach der Sicherheitskontrolle, bei der der Gattin allerdings der Luftballon abgenommen wurde und damit der Einstiegsgag geplatzt war, gab sie ihre Redemeldung ab und wartete. Sie ergatterte einen Platz in der zweiten Reihe zwischen zumeist grauen Männern. Ein paar Fotos hier, ein paar Selfies da und die Nervosität stieg. Und hurra, die Entscheidung ist gefallen: Sie sollte die zweite Rednerin sein. Damit hatte sie und das Friseurhandwerk die geballte Aufmerksamkeit der politischen Vertreter auf ihrer Seite. Sie gab ihr Statement ab und filmte es etwas unglücklich von unten, aber besser als gar nicht. Die örtliche Stimmkreisabgeordnete Katrin Staffler machte ein Foto von meiner Frau in ihrer grünen Jacke, wie sie von einer Kamera gefilmt wurde. Starkes Foto und danke für das Überlassen des Bildes. Nach zwei Stunden und zahlreichen Reden war die Veranstaltung zu Ende. Die Wortbeiträge gingen wohl in das Mittelstandsprogramm der CDU/CSU ein, das einige Tage später veröffentlicht wurde. Nachts stellten wir unseren Film auf den YouTube-Kanal des Verbandes. Leider die Perspektive von unten und auch der Ton war nicht übermäßig gut. Aber die Verantworten bei der CDU/CSU hatten die Rede in perfekter Qualität mitgefilmt und wir capturten noch nachts das Material und setzten es in der Kommunikation ein. Das WLAN im Hotel arbeitete hervorragend.
Per Newsletter ging die Meldung an die Mitglieder der bayerischen Friseurinnungen, der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks nahm es in seinen Newsletter auf und die Fachmedien im Friseurhandwerk verbreiteten die Botschaft. Es kam Lob von vielen Seiten und die Aktion war dank einer guten Vorbereitung ein Erfolg. Nun muss sich eigentlich nur noch die Politik für das Friseurhandwerk ändern. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ein sichtbares leuchtendes Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten die Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit ihrer Lichteraktion „Nie wieder“ – und meine Familie und ich waren dabei. Laut Veranstalterangaben kamen bis zu 3000 Demonstranten auf der Klosterwiese hinter dem Kloster Fürstenfeld zusammen und bildeten die Wörter „Nie wieder“. Sie richteten bei Dunkelheit ihre mitgebrachten Taschenlampen oder Smartphone-Leuchten in den Himmel, so dass das Zeichen von der städtischen Drohne fotografiert wurde.
Gegen 17 Uhr fanden sich wir Demonstranten auf der Wiese ein. Wir reisten mit dem Bus von unserem Dorf an und spazierten zum Veranstaltungsgelände. Am Boden waren gelbe Markierungen mit Sprühkreide angelegt, die von oben dann die Wörter „Nie wieder“ bildeten. Meine Familie und ich reihten uns beim D ein, mit der scherzhaften Bemerkung, dass bei der Planung hoffentlich kein Rechtschreibfehler passiert war.
Die Organisation klappte hervorragend. Überall waren Ordner und helfende Hände, Polizei war da und half, auch Politik-Prominenz hatte sich eingefunden. Ich sprach mit der CSU-Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler und den CSU-Stadtrat Andreas Lohde, der einen Israel-Hoodie trug. Aber auch viele andere habe ich gesehen und zugenickt, wie der Grünen-Kreisrätin Angelika Símon-Kraus, die mich über die Aktion informiert hat. Auch einen ehemaligen Kollegen der örtlichen Tageszeitung traf ich, der von einer Demo in Germering mit 500 Leuten kam. Es herrschte eine gute Stimmung. Jemand bemerkte, dass hier die klassischen Ostermarsch-Marschierer anzutreffen seien, wo seien denn die jungen Leute? Es ist auch ihre Demokratie. Gut, dass kann ein subjektiver Eindruck gewesen sein.
Wir postierten uns, sprachen miteinander und hörten uns die Reden von Markus Ambrosy, leitender Dekan des Dekanatsbezirks Fürstenfeldbruck sowie Brucks Oberbürgermeister Christian Götz an.
Dann warteten wir, dass die Sonne unterging, während Musik abgespielt wurde. Die Musik war nicht so nach meinen Geschmack, aber auch egal. Die Drohne flog zum ersten Mal und wir schalteten als Übung unsere mitgebrachten Lichter ein, ein Buchstabe nach dem anderen. Die Generalprobe klappte und wir mussten noch ein wenig warten bis die Sonne über Fürstenfeldbruck untergegangen war. Wichtig war für einige, dass man rechtzeitig vor dem Fernseher war, um das Bayernspiel nicht zu versäumen. Übrigens, der FC Bayern verlor in Leverkusen 0:3, also eher eine Pleite.
Dann war es dunkel. Der große Moment kam. Die Drohne war in Position. Los ging’s. Auf Kommando schalteten wir unsere Lichter ein und zudem gab es noch eine Lichterbegrenzung um unsere Buchstaben herum. Ich habe das Ganze mit der VR 360 Grad Kamera von meiner Position eingefangen. Ich freu mich schon, wenn der Film der Drohne veröffentlich wird. Insgesamt, ein tolles und wichtiges Zeichen, wie ich finde. Die Demos gegen Rechtsextremismus dürfen nicht nachlassen. Ich wünschte mir allerdings mehr Beteiligung. 3000 Besucher sind gut, aber bei 37695 Einwohner in der Großen Kreisstadt (31. Dez. 2022) ist noch Luft nach oben. Es darf nicht nachgelassen werden mit großen und kleinen Aktionen, um der rechten Brut die Grenzen zu zeigen. Es stehen in diesem Jahr einige Wahlen an. Diese Lichteraktion war für mich ein leuchtendes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Toleranz und Demokratie.
Die Aktion wurde von einem breiten Bündnis von unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Gruppen organisiert. Das Aktionsbündnis besteht aus der Stadt Fürstenfeldbruck, Bürgerstiftung e.V., Historischer Verein FFB, BUND Naturschutz Kreisgruppe FFB, Caritas, DGB, GEW, Sozialforum Amper, Eine-Welt-Zentrum FFB, Bündnis FFB bunt-nicht braun, Sonnensegler Energiegenossenschaft, BBV, ÖDP, SPD, CSU, FW, FDP, Die Partei, Die Linke und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.
In den achtziger Jahren es vergangenen Jahrhunderts wandelte sich der Horrorfilm. Es kamen unterhaltsame Elemente dazu, die phantastischen Filme öffneten sich auch einem breiteren Publikum. Ein wunderbares Beispiel dafür ist der Film Poltergeist von 1982, den ich am Sonntag, 11. Februar in der phantastischen Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck zeige, Vortrag und Film starten um 10:45 Uhr und Karten gibt es hier.
Poltergeist gilt als ein wichtiger Horrorfilm, der geschickt Spannung, Humor und Familiendrama miteinander verbindet. Die Geschichte einer Familie, die von paranormalen Phänomenen in ihrem eigenen Haus heimgesucht wird, fesselt und begeistert Zuschauer seit Jahren, so dass es auch zu Fortsetzungen und zu einer missratenen Neuverfilmung kommen musste. Regisseur Tobe Hooper, bekannt für seinen provokanten Horrorfilm „The Texas Chain Saw Massacre“, inszeniert die Geschichte mit einem Augenzwinkern und erschafft eine Atmosphäre voller Grusel und gleichzeitig Leichtigkeit.
Interpretationen Poltergeist kann auf verschiedenen Ebenen interpretiert werden. Der Film erzählt zum einen eine spannende Geschichte über eine Familie, die gegen eine übernatürliche Bedrohung kämpfen muss. Darüber hinaus kann er aber auch als Metapher für die Ängste und Sorgen der suburbanen Gesellschaft der 1980er Jahre gesehen werden. Die Bedrohung durch die Geisterwelt kann als Symbol für die Verunsicherung durch die zunehmende Technisierung und den Verlust von Traditionen interpretiert werden.
Special Effects Die Spezialeffekte des Films von ILM, die von Steven Spielberg produziert wurde, waren für damalige Verhältnisse bahnbrechend und sind auch heute noch beeindruckend. Die Filmszene, in der Carol Anne durch den Kleiderschrank in eine andere Dimension gezogen wird, ist ein Klassiker der Filmgeschichte. Die Spezialeffekte von Poltergeist waren für damalige Verhältnisse bahnbrechend und sind auch heute noch beeindruckend. Die Geistererscheinungen sind kreativ und abwechslungsreich gestaltet, von dem skelettierten Baum im Garten bis hin zum bedrohlichen „Beast“ im Finale. Die visuellen Effekte, wie die Zeitlupenaufnahmen von herumfliegenden Gegenständen oder die verdrehten Gesichter der besessenen Carol Anne, tragen zur Intensität des Films bei.
Schauspielleistung Die Charaktere in Poltergeist sind glaubwürdig und sympathisch. Die Familie Freeling wirkt wie eine echte Familie, mit all ihren Stärken und Schwächen. Craig T. Nelson und JoBeth Williams spielen die besorgten Eltern mit viel Einfühlungsvermögen. Heather O’Rourke als Carol Anne ist sowohl herzerwärmend als auch unheimlich in ihrer Darstellung des besessenen Kindes. Zelda Rubinstein als Geisterjägerin Tangina Barrons sorgt mit ihrem trockenen Humor für einige Lacher und Beatrice Straight als Wahrsagerin Dr. Lesh verleiht der Geschichte eine gewisse Ernsthaftigkeit.
Ich freue mich diesen Klassiker im Rahmen unserer phantastischem Matinee auf der großen Kinoleinwand präsentieren zu dürfen und freue mich auf den Besuch. Karten gibt es hier
Als Medien-Fuzzi bin ich frustriert und motiviert zugleich. 60 % der 18- bis 30-jährigen Deutschen misstrauen den Medien, sagt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Über diese Zahl bin ich entsetzt und gleichzeitig stelle ich fest, wie wichtig meine Seminare zur Medienkompetenz sind.
Die Ergebnisse der Studie sind heftig. Ermutigend ist das Vertrauen in Bildung und Wissenschaft, das je drei Viertel der Befragten zum Ausdruck bringen. Und nun wieder heftig: Der EU vertrauen 62 %, der Demokratie sogar nur 59 %. Ich fühle mich als Europäer und Demokrat und ich fühle mich aufgefordert, gegen diese Werte anzukämpfen. Die untersuchte Generation in der Bundesrepublik bringt der Demokratie und der Europäischen Union allerdings mehr Vertrauen entgegen als im Durchschnitt anderer europäischer Länder. Das ist schön, aber noch immer schlecht. Bundesregierung und Bundestag stehen sie jedoch kritischer gegenüber.
Was ist denn in unserem Land los? Natürlich ist Europa und Demokratie anstrengend, aber wenn ich nicht für diese Werte einstehe, dann gehen diese Werte flöten. Veränderung ist wichtig, aber nicht zerstören.
Manipulation der Medien Ich hielt vor kurzem einen Vortrag über KI und FakeNews und versuchte den Besucherinnen und Besuchern die Veränderung der Welt zu erläutern. Einige von den älteren Gästen wollten davon nichts wissen, sondern lenkten die Diskussion auf die vermeintliche Manipulation der Medien sprechen. Sie haben den Begriff Systemmedien nicht in den Mund genommen, vielleicht gedacht. Es war zu spüren, dass sie mit der Berichterstattung in klassischen Massenmedien, vor allem Radio und Fernsehen nicht einverstanden sind. „Die wollen uns manipulieren, die berichten nicht die Wahrheit“, war zu hören. Zeitung wurde nicht genannt, liegt wahrscheinlich daran, dass eine Zeitung sowieso kaum einer mehr abonniert hat.
Weiter mit der Bertelsmann-Umfrage und den Themen der Jugend. Laut Umfrage machen sie sich die meisten Sorgen um Verletzungen von Menschenrechten, den Klimawandel sowie sexuelle Belästigung. Insbesondere in Bezug auf den Klimawandel sind ihre Befürchtungen allerdings nicht höher als die der älteren Generation. Tatsächlich geben aus der Gruppe der ebenfalls befragten 31- bis 70-Jährigen mehr Menschen an, einer umweltbewussten Lebensweise zu folgen, als es die jüngeren Befragten tun. „Die jungen Erwachsenen sorgen sich weiterhin um den Klimawandel, aber sie besetzen das Thema längst nicht mehr allein. Daher wäre es grundlegend falsch, ihre Sorgen und Ängste darauf zu reduzieren. Wir als Gesellschaft müssen genauer hinsehen, was sie belastet“, betont Anja Langness, Jugendexpertin der Bertelsmann-Stiftung.
Eine große Rolle für junge Menschen spielt zum Beispiel die mentale Gesundheit: 41 Prozent von ihnen geben an, darüber besorgt zu sein – deutlich mehr als ältere Befragte (26 Prozent). Zudem fühlen sich viel mehr junge Erwachsene allein, als es bei den 31- bis 70-Jährigen der Fall ist. Und: Ebenso wie die älteren Befragten gehen sie davon aus, dass sich ihre mentale Gesundheit in den kommenden Jahren verschlechtern wird.
Die Apple Vision Pro ist in den USA gestartet und die erste Charge ist ausverkauft. Apple wagt sich mit der 3500 US-Dollar teueren Brille in den Bereich AR und VR vor – und scheinbar erfolgreich. Jetzt gilt es Erfahrungen zusammen. Ich habe die Brille (noch) nicht aufgehabt und kann nur auf Berichte aus dem Netz und auf ein paar persönliche Gespräche zurückgreifen. Das Thema fasziniert mich und ich bin als Apple Fan Boy davon überzeugt, das Apple Vision Pro die Zukunft des Computings sein wird.
Ich kann mir viele Szenarien als digitaler Nomade vorstellen, wie ich die Apple Vision Pro in meinem Leben einsetzen könnte. Arbeiten und Unterhaltung werden sich massiv ändern und ich freu mich darauf. Hier ein schöner Test von Heise.
Als ich mir die Videos in YouTube ansehe, erinnerte mich an meine Vorhersagen aus dem Jahr 2015, die sich Zug um Zug erfüllt haben. Im Kern der Apple Vision Pro steckt für mich deutsches Know-how. Warum? 2015 kaufte Apple ein Unternehmen, was sich Tür an Tür bei meiner damaligen Reaktion in München befand: Metaio. Hier ein Text von 2015 von mir.
Metaio war einer der wichtigsten Firmen weltweit im Bereich augmented reality zu deutsch etwa erweiterter Realität. Die Software-Schmiede aus München entwickelte für zahlreiche Kunden höchst innovative Projekte, veranstaltete eine Top-Konferenz mit inside AR in München und war leuchtendes Beispiel für den High-Tech-Standort Bayern. Die Nutzung dieser innovativen Softwarepakete des Unternehmens erlaubte eine Integration von 3D-Animationen in live-Videostreams oder Kamerabilder der Nutzerumgebung. Metaio hatte damals über 500 Projekte erfolgreich abgeschlossen bei mehr als 450 renommierten Kunden wie BMW, Daimler, Siemens, Toyota, Peugeot, EADS, Bertelsmann, KUKA, LEGO, MINI, Popular Science, Focus Features und Volkswagen. Hier ein Video, was ich vor acht Jahren gedreht habe.
Im Februar 2002 gegründet und 2015 war dann Schluss als Apple den Laden aufkaufte. Die Übernahme von Metaio durch Apple markierte einen wichtigen Schritt in Apples Bemühungen, seine Präsenz im Bereich der erweiterten Realität zu stärken. Seit der Übernahme hat Apple die AR-Technologie von Metaio in verschiedene Produkte und Dienstleistungen integriert, darunter die ARKit-Plattform für Entwickler, die es ermöglicht, AR-Erlebnisse in iOS-Apps zu erstellen. Die Entwickler zogen nach Cupertino, der Metaio-Standort München wurde aufgegeben. Heute ist es so, dass Apple die Apple Vision Pro auch in seinen Büros in München entwickelt, im Kern ist dabei wohl das Knowhow Metaio
Für mich gehört Carrie neben Shining und Dead Zone zu den wichtigen Verfilmungen eines Stephen King-Romans. Brian De Palma schuf als Vertreter des Neuen Hollywoods 1976 mit Carrie einen wichtigen Genrebeitrag, den ich bei der Jahreaauftakt meiner phantastischem Matinee im Scala im Januar zeigen durfte.
Im Grunde ist Carrie ein Drama über Mobbing und Ausgrenzung und religiösen Wahn. Hinzu kommen natürlich dann übersinnliche Kräfte wie Telekinse, um der ganzen Sache einen besonderen blutigen Dreh zu geben. Ungewöhnlich bei dem Film sind die Split-Screen-Einstellungen. Der Zuschauer sieht Carrie beim Ausüben ihrer Kräfte und gleichzeitig kann man die Auswirkung der übernatürlichen Begabung bewundern. Hier mein Vortrag.
Bei dem Film kommt vieles perfekt zusammen, die Regieleistungen von Hitchcock-Schüler De Palma, die einprägsame Musik von Pino Donaggio und natürlich die grandiose Leistungen der weiblichen Hauptdarstellerinnen Sissy Spacek als Carrie und Piper Laurie als fanatisch religiöse Mutter Margaret White. Der Filmfreund kann die Anspielungen auf Hitchcock gerne entdecken. Hier ein paar Anregungen: Im Film verbergen sich zahlreiche Anspielungen auf den Thriller Psycho von Alfred Hitchcock von 1960: Die Schule heißt Bates High School, beide Filme behandeln tyrannische Mutterfiguren, Carrie beginnt mit einer Duschszene, die in einigen Einstellungen ihr Pendant in Psycho zitiert und wir haben den Einsatz der Geigen, wie wir sie aus Psycho kennen.
Die nächste phantastische Matinee findet am Sonntag, 11. Februar um 10:45 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck statt. Ich bespreche und zeige dort den Tope Hooper-Film Poltergeist, der ja eigentlich ein Spielberg Film ist, aber sehen Sie selbst. Ich freu mich auf den Besuch. Karten gibt es hier.