Es gibt sie noch, die kleinen, aber feinen Perlen und dies auch bei einem Künstler bei dem ich dachte, ich kenne schon viel. Nein, bei Peter Thomas ist es wieder soweit. Es erscheint dieser Tage eine neugestaltete und neuzusammengestellte Compilation von Musik aus den Edgar Wallace Filmen. Und auch unveröffentlichte Schätze.
Der leider verstorbene Peter Thomas war der Hauskomponist der Rialto-Filme, die mich als Kind faszinierten und mich heute weitgehend amüsieren. Ich hab mir die Komplettbox der Filme angeschafft. Und nun veröffentlicht das kleine, spezialisierte Label Allcore diesen musikalischen Leckerbissen auf CD und Vinyl. Dietmar Bosch hat mir eine Vorab-CD zugeschickt, nachdem die limitierte Special Edition auf rotem Vinyl geordert habe, die in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.
Es gab 2000 vom gleichen Label schon mal ein Album mit Musik aus Edgar Wallace-Filmen, aber hier mussten sich Peter Thomas und der auch großartige Martin Böttcher den begrenzten Platz auf dem Album teilen. Jetzt hat Peter Thomas ein ganzes Album mit seiner Edgar Wallace Musik für sich – und das steht im sicher zu. In Zusammenarbeit mit Philip Thomas, der den Nachlass seines Vaters Peter Thomas verwaltet, ordnet und sichtet, hat Dietmar Bosch einen wahren Leckerbissen auf den Markt gebracht.
Mit den deutschen Edgar-Wallace-Filmen, überwiegend produziert von der Rialto Film, entstand zwischen 1959 und 1972 die am längsten fortgesetzte Kinofilmreihe der Deutschlands. Die Verfilmungen der Werke des britischen Kriminalschriftstellers waren von Anfang an ein großer Erfolg, was nicht zuletzt auch am unkonventionellen Einsatz signifikanter Musik lag. „Hallo hier spricht Edgar Wallace“ und dann Schüsse aus einem Maschinengewehr – was hab ich mich als Kind davor gefürchtet.
Für den unverwechselbaren Sound fast der Hälfte dieser Thriller (18 von 38) zeichnete Peter Thomas verantwortlich. Dabei konnte er sich, je nach Budget, ordentlich austoben: Schreie, Schüsse, das Klacken von Schnappmessern – es wurde eingebaut, was gefiel. Und wenn man die Scheibe über Kopfhörer hört, gehen diese oft leise eingespielten Effekte voll auf die Birne – genial. Auf dem hier vorliegenden Album sind alle 17 Titelmusiken und sechs weitere Stücke enthalten, die Peter Thomas zwischen 1961 und 1971 für die Wallace-Reihe schrieb. Es ist somit die erste Compilation, die alle von Peter Thomas mit Musik versorgten Filme der Reihe umfasst. Darunter sind fünf Erstveröffentlichungen. Auf der CD finden sich außerdem vier Bonustracks, die sich bereits auf der längst vergriffenen Best of Edgar Wallace-CD von 2000 befanden. Also unbedingt zugreifen und sich ein Exemplar sichern, denn es ist unmöglich von Edgar Wallace bzw Peter Thomas nicht gefesselt zu sein.
Ich habe ihn nochmals gesehen. Ich habe fast geweint. Ich bin glücklich. Es war irgendwie auch ein Abschiednehmen von einer langen Freundschaft. Ich habe den 83jährigen Bob Dylan jetzt nochmals in Nürnberg gesehen und ich glaube nicht, dass ich HisBobness nochmals auf einer Europatour erleben darf.
Zum zweiten Mal durfte ich ein Konzert seiner „Rough and Rowdy Ways Tour“ besuchen. Berlin hatte nicht geklappt, aber in Nürnberg war ich ziemlich weit vorne mit dabei. Zwei Stunden spielte er zusammen mit seiner bewährten Tourband sein Set. Wer Gassenhauer hören wollte, der ist bei Dylan an der falschen Adresse. Zwar spielte er ein paar Klassiker, doch musste man – wie gewohnt – ein geschultes Ohr haben, um die Interpretationen zu erkennen. Für mich die musikalischen Highlights waren When I Paint My Masterpiece und Watching the River.
Das Wegsperren der Smartphones ist beim Meister üblich und so konnte ich ein Konzert ganz ohne Displays genießen. Aufmerksam lauschten die meist älteren Fans und huldigten ihm nach jedem Song mit Applaus. Im Netz ist nur dieses Bild von einem Halodri aufgetaucht, der sich nicht an die Regel hielt.
Und dann geschah etwas, was doch schon etwas seltsam und ungewöhnlich ist. Der Meister bedankte sich. „Der Meister spricht zu uns!“ Kam mir in den Sinn und musste grinsen. Noch mehr freute es mich, dass der 83 ab und zu hinter seinem Klavier hervorkam und so etwas wie Tanzschritte machte, Ach Bob, es war einfach schön. Musikalisch auf hohem Niveau, unterhaltsam und redselig wie selten – der Abend in der Frankenhalle war für alle ein Gewinn.
Dann hieß es Abschied nehmen. Der Zug nach München wartete nicht und so war kein Fachsimpeln mit anderen Fans nicht möglich. So reiste ich mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause und sag einfach danke Bob.
Ich mag Kaffee und ich mag Kaffeehäuser.Zeit also mal einen Blick auf die Kaffeekultur zu werfen, die sich hat sich von einem exotischen Getränk zu einem globalen Phänomen entwickelt hat, wobei Cafés als soziale und kulturelle Zentren fungieren. Bei uns im Dorf gibt gibt es kein klassisches Kaffeehaus, aber unsere Eisdiele verwöhnt mich mit Kaffeespezialitäten und ein Bäckereikunde von mir schult seine Mitarbeiterinnen immer wieder für den optimalen Kaffee. Und es ist ein Ritual in sozialen Netzwerken zum Tagesstart erst mal einen Kaffeepost abzusetzen.
Die Kaffeekultur hat sich über die Jahrhunderte stark gewandelt und ist heute ein fester Bestandteil unseres Alltags. Ursprünglich als exotisches Getränk aus dem Orient bekannt, hat sich Kaffee zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Cafés spielen dabei eine zentrale Rolle und sind mehr als nur Orte, um Kaffee zu trinken. Sie sind Treffpunkte, Arbeitsplätze und kulturelle Zentren.
In der modernen Gesellschaft ist Kaffee nicht nur ein Getränk, sondern ein Erlebnis. Die Art und Weise, wie wir Kaffee konsumieren, spiegelt oft unsere persönlichen Vorlieben und unseren Lebensstil wider. Von der Wahl der Bohnen bis zur Zubereitungsmethode gibt es unzählige Möglichkeiten, Kaffee zu genießen. Diese Vielfalt hat zur Entstehung einer reichen Kaffeekultur geführt, die ständig im Wandel ist. Bei mir zu Hause ist der Start der Siebträger ein festes Ritual und auch bei Reisen unterwegs habe ich meine mobile Kaffeemaschine dabei.
Wenn ich in Wien bin, genie0e ich Kaffee und Architektur. Der Einfluss der Kaffeekultur zeigt sich auch in der Architektur und dem Design von Cafés. Sie sind oft stilvoll eingerichtet und bieten eine einladende Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Ob in der Stadt oder auf dem Land, Cafés sind Orte der Begegnung und des Austauschs, die das soziale Gefüge unserer Gesellschaft bereichern.
Geschichte der Cafés Die Geschichte der Cafés reicht weit zurück und beginnt im 16. Jahrhundert im Nahen Osten. Damals entstanden die ersten Kaffeehäuser in Mekka und Kairo. Diese Orte waren nicht nur für den Kaffeegenuss bekannt, sondern auch für Diskussionen und den Austausch von Ideen.
Im 17. Jahrhundert erreichte die Kaffeekultur Europa. Das erste europäische Café eröffnete 1645 in Venedig. Bald darauf folgten weitere Städte wie London, Paris und Wien. Diese Cafés wurden schnell zu wichtigen Treffpunkten für Intellektuelle, Künstler und Geschäftsleute.
Im 18. und 19. Jahrhundert erlebten Cafés einen Aufschwung und wurden zu kulturellen Zentren. Sie boten Raum für politische Debatten und literarische Salons. Berühmte Persönlichkeiten wie Voltaire und Mozart waren regelmäßige Gäste in den Cafés ihrer Zeit.
Mit der Industrialisierung und dem Aufkommen der Massenproduktion wurde Kaffee für viele Menschen zugänglich. Dies führte zur Verbreitung von Cafés in Städten weltweit. Heute sind sie aus dem städtischen Leben nicht mehr wegzudenken und haben sich zu einem festen Bestandteil der urbanen Kultur entwickelt.
Veränderungen im Konsumverhalten Das Konsumverhalten rund um Kaffee hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Früher war Kaffee vor allem ein Morgenritual, doch heute wird er zu jeder Tageszeit genossen. Diese Entwicklung hat zu einer Vielzahl von neuen Kaffeevarianten und Zubereitungsmethoden geführt. Ein wesentlicher Trend ist der individuelle Kaffeegenuss. Viele Menschen legen Wert auf die Herkunft und Qualität der Bohnen. Sie bevorzugen fair gehandelte und biologisch angebaute Produkte. Diese bewusste Auswahl spiegelt ein gestiegenes Umweltbewusstsein wider.
Ein weiterer Aspekt ist die Personalisierung des Kaffeegenusses. Kunden können in vielen Cafés ihre Getränke nach Belieben anpassen. Ob mit pflanzlicher Milch, speziellen Aromen oder verschiedenen Süßungsmitteln – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Auch die Technologie hat das Konsumverhalten beeinflusst. Mit Apps und Online-Bestellungen wird der Kaffeekauf einfacher und schneller. Dies hat die Erwartungen der Kunden an Service und Qualität erhöht und die Konkurrenz unter den Cafés verstärkt.
Die soziale Funktion von Cafés Cafés erfüllen eine wichtige soziale Funktion in der modernen Gesellschaft. Sie sind Orte der Begegnung, an denen Menschen zusammenkommen, um zu kommunizieren und sich auszutauschen. Diese Funktion macht sie zu einem wichtigen Bestandteil des städtischen Lebens.
In Cafés treffen sich Freunde, Kollegen und Familien, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Sie bieten eine entspannte Atmosphäre, die Gespräche fördert und soziale Bindungen stärkt. Auch für Geschäftsleute sind Cafés beliebte Treffpunkte für informelle Meetings und Networking. Aus den USA kam die Starbucks-Unkultur zu uns. Und auch ein Phänomen, dass viele Menschen mit ihrem Kaffeebecher durch die Gegend rennen.
Darüber hinaus sind Cafés oft Schauplätze für kulturelle Veranstaltungen. Lesungen, Konzerte und Kunstausstellungen finden hier regelmäßig statt und ziehen ein vielfältiges Publikum an. Diese Veranstaltungen tragen zur kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit der Städte bei. Ich war neulich im Münchner Café Luitpold zu einer Lesung.
Für viele Menschen sind Cafés auch ein Rückzugsort. Sie bieten die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und in einer angenehmen Umgebung zu entspannen. Ob allein mit einem Buch oder in Gesellschaft – Cafés sind Orte, an denen man sich wohlfühlen kann.
Einfluss der Digitalisierung Die Digitalisierung hat die Kaffeekultur und die Rolle von Cafés erheblich verändert. Mit der Verbreitung von Smartphones und mobilen Apps hat sich die Art und Weise, wie wir Kaffee konsumieren, weiterentwickelt. Kunden können heute bequem von unterwegs aus bestellen und bezahlen, was den Kaffeekauf effizienter macht.
Viele Cafés bieten inzwischen kostenloses WLAN an, was sie zu beliebten Arbeitsplätzen für Freiberufler und digitale Nomaden macht. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Cafés nicht mehr nur Orte des sozialen Austauschs sind, sondern auch produktive Arbeitsumgebungen. Auch hier bin ich oft zu Hause, es ist für mich ein sogenannter dritter Ort zum Entspannen und Arbeiten. Kopfhörer auf und los geht es.
Cafés als kreative Räume Cafés haben sich zu kreativen Räumen entwickelt, die Künstler, Schriftsteller und Denker anziehen. Sie bieten eine inspirierende Umgebung, die Kreativität und Innovation fördert. Diese Funktion macht sie zu einem wichtigen Bestandteil der kulturellen Landschaft.
Viele Cafés unterstützen lokale Künstler, indem sie ihre Werke ausstellen oder Veranstaltungen wie Lesungen und Workshops organisieren. Diese Aktivitäten schaffen eine Plattform für den kreativen Austausch und fördern die Kultur vor Ort.
Für Schriftsteller und andere Kreative sind Cafés oft ein Rückzugsort, an dem sie in Ruhe arbeiten können. Die entspannte Atmosphäre und das leise Summen der Gespräche bieten die perfekte Kulisse für kreative Prozesse. Hier entstehen oft neue Ideen und Projekte. Ich selbst hatte eine Lesung in unserer Eisdiele 2024 gemacht, um den verstorbenen Besitzer der Eisdiele Alberto bei uns im Dorf zu ehren.
Der spanische Horrorfilm La noche del terror ciego (deutsch: „Die Nacht der reitenden Leichen“) aus dem Jahr 1972 ist ein Trashklassiker des Horror- und Exploitation-Kinos, der weltweit einen bedeutenden Einfluss auf das Genre ausübte. Ich bespreche und zeige den Film im Scala Kino im Rahmen der phanatstischen Matinee am Sonntag, 13. Oktober um 10:45 Uhr in urgeschnittener Fassung. Karten gibt es hier.
Regisseur Amando de Ossorio schuf mit diesem Film das erste Werk einer vierteiligen Serie, die die untoten Templer-Ritter als unheimliche, reitende Leichen in den Mittelpunkt stellt. Die mystische und unheimliche Atmosphäre, die charakteristischen Zombies und der nihilistische Ton des Films prägten das Genre nachhaltig und haben bis heute eine bemerkenswerte Wirkung auf die Popkultur.
Die Kombination aus mittelalterlicher Mythologie und Untoten bot eine Grundlage für Horror, der sich von der bis dahin vorherrschenden Zombie-Darstellung abhob. Anders als die damals üblichen Menschenfresser-Zombies in Filmen wie George A. Romeros „Night of the Living Dead“ (1968) waren die reitenden Leichen von Ossorio untote Ritter mit einem übernatürlichen und okkulten Hintergrund, was dem Film eine besondere mystische und historische Tiefe verlieh.
Bedeutung für das Horrorgenre Die Templer-Zombies in „Die Nacht der reitenden Leichen“ haben einen bedeutenden Einfluss auf die Darstellung von Zombies und Untoten im Horrorkino. Während die meisten Filme bis dahin auf körperliche Verwesung und kannibalische Tendenzen der Untoten fokussiert waren, schuf Ossorio eine völlig neue Art von Zombie, die sich durch ihre Langsamkeit, Blindheit und Unaufhaltsamkeit auszeichnet. Diese Eigenschaften erhöhten den psychologischen Horror und den Suspense-Faktor des Films, da die Opfer der Templer oft in einer hilflosen Lage gefangen waren, während sie von den lautlosen, aber unaufhaltsamen Rittern verfolgt wurden.
Die visuelle Darstellung der untoten Templer-Ritter, die auf ihren Geisterpferden reiten, wurde zu einem ikonischen Bild des Horrorkinos. Die Kombination aus verrottenden Leichnamen in alten Ritterrüstungen und den durchdachten, düsteren Kamerafahrten erzeugte eine Atmosphäre der Bedrohung, die in den 1970er Jahren einzigartig war. Das Filmmaterial war für die damalige Zeit bemerkenswert düster und brutal und setzte Maßstäbe für spätere Exploitation- und Gore-Filme.
Zudem prägte „Die Nacht der reitenden Leichen“ durch seine langsamen und erbarmungslosen Monster das Konzept der unaufhaltsamen, nicht-menschlichen Bedrohung, ein Motiv, das später in zahlreichen Horrorfilmen wiederholt aufgegriffen wurde. Dieses Konzept findet sich unter anderem in Filmen wie „Halloween“ (1978) und „The Terminator“ (1984), wo ebenfalls eine scheinbar unaufhaltsame Macht, die oft eine übernatürliche oder maschinelle Qualität besitzt, die Protagonisten verfolgt. Karten für die phantastische Matinee gibt es hier.
Immer wieder werden musikalische Schätze gehoben und so schlug mein Herz schneller, als mir Philip Thomas das neuneröffentliche Doppelalbum The Tape Masters Vol. 1 von seinem Vater Peter Thomas überreichte.
Es ist stets etwas Besonderes, wenn Musik es schafft, ihre Wirkung über Jahrzehnte hinweg zu entfalten und Generationen zu verbinden. Nochmal mehr, wenn diese Musik eher selten live auf einer Bühne aufgeführt wurde. Der Soundtüftler Peter Thomas gilt als Deutschlands einfallsreichster Filmkomponist der 1960er und 1970er Jahre und ist vor allem für seine kultigen Soundtracks bekannt. Über 600 Filme und Episoden hat das 1925 geborene, musikalische Mastermind vertont. Von den Kriminalfilmen von Jerry Cotton und Edgar Wallace bis zu Indie-Filmen wie Bruce Lees The Big Boss, der außerirdischen Raumpatrouille Orion und den großen deutschen Krimiserien der 60er und 70er Jahre (Derrick, Der Alte, Der Kommissar).
Bevor 2025 der 100. Geburtstag des 2020 verstorbenen Maestros ansteht, erschien jetzt unter dem Titel „The Tape Masters Vol.1 – Library Music“ eine außergewöhnliche Compilation von noch nie veröffentlichten Titeln aus Peter Thomas‘ persönlichem Reel-to-Reel Bandarchiv.
Die 25 Titel auf der neuen Doppel-LP reichen von fetzigem Big-Band-Funk, Space-Jazz, krautigen Synthie-Experimenten bis hin zu Proto-Hiphop, kosmischen Schlagern, schwerem Easy-Listening, gefühlvollen Soundtrack-Stimmungen und absurd verträumten LSD-Balladen und machen diese Zusammenstellung zum wohl obskursten und doch transzendentesten Werk des Komponisten. Schon in der Vergangenheit boten seine Aufnahmen für Musikbibliotheken oft einen unkonventionellen Ansatz. Ihre visionären „Dope Beats“ weckten das Interesse von Vinyl-Liebhabern, Beatmakern und Rare Groove DJs gleichermaßen. Bei der jetzigen Veröffentlichung handelt es sich um besondere Stücke aus dem riesigen Archiv Peter Thomas‘, welche er schon früh begann zu digitalisieren. Allesamt aus den Jahren 1968 – 1976, dokumentieren die Stücke die beeindruckende Vielfalt seines künstlerischen Schaffens.
Peter Thomas Sound Orchester (PTSO) Unter dem Titel Peter Thomas Sound Orchester (PTSO) vereinte der musikalische Tausendsassa ab Anfang der 1960er Jahre die Musiker*innen, die seine Kompositionen im Studio einspielten und bei Gelegenheit auch live aufführten. Auch wenn Besetzung je nach Bedarf und Budget variierten, schaffte Thomas sich so einen Klangkörper, dessen Namen Rückschluss auf den Komponisten bot, gleichwohl aber ausdrückte, dass es hier um eine musikalische Teamleistung geht.
Dieser Teamgedanke war Peter Thomas stets von Bedeutung. Während Komponisten in der Regel auf der notengetreuen Wiedergabe der vorliegenden Werke bestanden, herrschte im PTSO kreativer Freiraum. Sein Namensgeber animierte seine Mitstreiter*innen stets ihre eigenen Ideen einzubringen und setzte solche musikalischen Einfälle oft gleich um. Überliefert sind außerdem die Freude und der Spaß bei den Aufnahmen. Ein Musiker des Orchesters erzählte, dass er bei einer Aufnahme mit einer Tonfolge Probleme hatte und sich mehrfach verspielte. Thomas‘ Reaktion daraufhin: „Ach Olaf, lass den Ton einfach weg“.
Ich durfte zusammen mit Markus Elfert vom Filmreport in Berlin ein Interview mit Philip Thomas führen. Hier kündigt er für 2025 Veröffentlichungen an, darunter neu entdecktes Material der Raumpatrouille Orion.
Wer jetzt behauptet, 50 Jahre alte BASF-Bänder interessierten heute niemanden mehr, dem sei ein Blick auf TikTok ans Herz gelegt. Dort rekontextualisieren seit jüngerer Vergangenheit tausende Creator den 1968er Titel „Natascha – Main Theme“ aus einem Sexualaufklärungsfilm für die Untermalung unterschiedlichster Videos und erreichen damit ein Millionenpublikum. Ein schöner Full-Circle-Moment für die visionäre Schaffenskraft des Komponisten, der sich den Klang des digitalen Zeitalters schon früh ausmalte und analog festhielt – und jetzt von der digitalen Generation wiederentdeckt wird. Ich freue mich über die Aufnahme und höre die neue Doppel-LP mit Genuss und Begeisterung.
Unsere Eisdiele schenkt keinen Alkohol aus, doch würde der neue Glenmorangie optisch wunderbar an diesen Ort passen. „A Tale of Ice Cream” heißt die neueste Edition der prämierten Serie von Glenmorangie. Süß, genussvoll und wunderbar cremig ist die Abfüllung von den Köstlichkeiten einer Eisdiele inspiriert. Diese limitierte Edition ist die fünfte Ausgabe der preisgekrönten „A Tale of…“-Serie der Highland Destillerie.
Das Bild der Eisdiele passt wunderbar. Wie einen gemischten Eisbecher, kombinierten Dr. Bill Lumsden und Gillian Macdonald Whisky aus Bourbonfässern erstmals mit Single Malt aus Fässern mit besonders hohem Vanillingehalt. Gemeinsam bringen diese beiden Reifungen die süßesten und cremigsten Aromen von Glenmorangie zur Geltung – in einer Kombination aus zartschmelzenden Noten von Pfirsich Melba, Zitronensorbet und Vanille. Sie werden von Aromen von Kokosflocken und Toffeesauce gekrönt.
Kombinationen Seit mehr als 180 Jahren sind die Whisky-Schöpfer von Glenmorangie unendlich einfallsreich, köstliche Single Malts zu komponieren. Dr. Bill sagt: „In unserer Vorstellung träumten wir von einem Whisky, der an die besten Sorten einer edlen Eisdiele erinnert. Dazu verwendeten wir erstmals neue Eichenfässer, die speziell getoastet wurden, um mehr Vanillearomen zu erhalten. Ein Schluck Glenmorangie A Tale of Ice Crem mit Noten von Pfirsich Melba, Zitronensorbet und cremiger Vanille ist, als würde man den Löffel in ein Aromenkarussel tauchen!“ Die pastellfarbene Geschenkbox und das Etikett der neuen Edition erinnern mit seinen köstlichen Farben von Saucenschleiern, Texturen und Toppings an feinste Eisbecher luxuriöser Eisdielen.
Glenmorangie A Tale of Ice Cream ist für 85 Euro gibt es im Fachhandel erhältlich, solange der Vorrat reicht. Mal sehen, ob ich noch eine Flasche bekommen kann. Und dann stell ich zumindest die Verpackung in die örtliche Eisdiele.
Verkostungsnotiz Glenmorangie A Tale of Ice Cream (46,0 Vol.% Alk.) Farbe: Bronzefarben
An der Nase: Ein Feuerwerk an Aromen von Manuka-Honig, Zitronentoffee, Rosinenbrot, kandierten Orangenschalen, Pfirsich, Karamellbonbons und etwas Gewürz. Mit etwas Wasser zeigt sich der Duft von Vanillesauce, Kokosnuss und einer leichten Marzipan-Note.
Am Gaumen: Die Textur ist zähfließend, üppig und cremig. Ein kräftiger Schub an süßen und würzigen Aromen folgt, der an Brioche, Marzipan, Honigwabe, Weichtoffee, Zitronen-Sorbet und Kokosraspeln denken lässt. Gewürze wie Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Gewürznelke wärmen den Mund.
Der Nachhall: Ein langanhaltender Nachgeschmack mit Anklängen kandierter Äpfel, süßem Popcorn und einer Anis-Note.
Es ist wieder Kürbiszeit und ich war mit meiner Gattin in der Nähe von Aichach unterwegs. Am Straßenrand standen verschiedene Stände mit Kürbissen aller Art und allen Größen. Wir hielten an und bestätigten uns gegenseitig, dass Kürbissuppe eine Bereicherung unseres kulinarischen Lebens sei. Außerdem steht Halloween vor der Tür und ich feiere dieses Feschen mit einem ausgehöhlten Kürbis vor der Haustür.
Interessant war bei einem Kürbisstand, dass es nicht nur eine Kasse des Vertrauens gab in denen die Käufer Münzen und Scheine einwerfen sollten. Es gab auch die Möglichkeit via PayPal zu überweisen. So geht Kürbiskauf im 21. Jahrhundert.
Frankensteins Braut (Bride of Frankenstein) ist der 1935 unter der Regie von James Whale entstandene Film und gilt als eines der besten Werke des klassischen Horrorfilms. Ich hab den Film in meiner phantastischen Matinee im Scala Fürstenfeldbruck vorgestellt. Zusätzlich gibt es eine cineastische Überraschung, die Aufführung der ersten Frankenstein Verfilmung 1910.
Frankensteins Braut ist eine Fortsetzung des 1931 erschienenen Films Frankenstein und setzt die Geschichte des Monsters und seines Schöpfers, Dr. Frankenstein, fort. Frankensteins Braut wird oft als eine der wenigen Fortsetzungen betrachtet, die das Original nicht nur erreicht, sondern in vielerlei Hinsicht übertroffen hat. Hier mein Vortrag.
Frankensteins Braut vertieft die Themen, die im ersten Film behandelt wurden, insbesondere die Fragen nach der Verantwortung des Schöpfers und der Natur des Lebens. Der Film setzt sich intensiv mit der Einsamkeit und dem Leid des Monsters auseinander, das, obwohl es furchterregend ist, zugleich als eine tief tragische Figur dargestellt wird. Die Figur des Monsters, gespielt von Boris Karloff, sucht nach Zugehörigkeit und Verständnis, was zu seiner tragischen und unvergesslichen Darstellung beiträgt.
Frankenstein (1910) Eine besondere Überraschung gab es mit dem 13minütigen Film Frankenstein von 1910 aus den Edison-Studios. Hier mein Vortrag zu diesem Leckerbissen.
Und die nächste phantastische Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck steht vor der Tür. Ich bespreche und zeige am Sonntag, 13. Oktober um 10:45 Uhr den Trash-Klassiker Die Nacht der reitenden Leichen in angeschnittener Fassung. Karten gibt es hier oder an der Tageskasse.
Der Fiat 522 L war ein Mittelklassewagen, der von 1931 bis 1933 vom italienischen Automobilhersteller Fiat produziert wurde. Der Wagen war Teil der Fiat 522-Baureihe und zeichnete sich durch seinen leistungsstarken 6-Zylinder-Motor mit einem Hubraum von 2516 cm³ aus, der etwa 52 PS leistete. Die Limousine bot ausreichend Platz für bis zu fünf Personen und war bekannt für ihre gute Straßenlage sowie die fortschrittliche technische Ausstattung, zu der hydraulische Bremsen gehörten – eine Neuerung in dieser Fahrzeugklasse zur damaligen Zeit. Das elegante, stromlinienförmige Design und der komfortable Innenraum machten den Fiat 522 L zu einem beliebten Modell unter den gehobenen Käufern in den frühen 1930er Jahren.
Der Fiat 522 L war ein herausragendes Modell des italienischen Automobilherstellers Fiat, das zwischen 1931 und 1933 produziert wurde. Es gehörte zur Fiat 522-Baureihe, die sowohl für ihre technischen Innovationen als auch für ihr elegantes Design bekannt war. Der 522 L stellte die Langversion dieses Modells dar und sprach insbesondere Käufer an, die sowohl Wert auf Komfort als auch auf Leistung legten.
Motor und Leistung Im Herzen des Fiat 522 L arbeitete ein Sechszylindermotor mit einem Hubraum von 2516 cm³, der eine Leistung von 52 PS (38 kW) bei 3600 U/min entwickelte. Dies ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 105 km/h, was für die damalige Zeit durchaus beachtlich war. Der Motor war mit einer Dreifach-Vergaseranlage ausgestattet, die eine zuverlässige und gleichmäßige Kraftstoffzufuhr gewährleistete. Der Antrieb erfolgte über ein manuelles Vierganggetriebe, das dem Fahrer ein hohes Maß an Kontrolle und Flexibilität bot.
Innovatives Fahrwerk und Sicherheitsausstattung Eine der herausragenden Innovationen des Fiat 522 L war die Ausstattung mit hydraulischen Bremsen. Dies war in den frühen 1930er Jahren noch keine Selbstverständlichkeit, insbesondere in der Mittelklasse. Diese Bremstechnik bot gegenüber den damals weit verbreiteten mechanischen Bremsen eine deutlich bessere Verzögerung und ein höheres Sicherheitsniveau, was den Fiat 522 L zu einem Vorreiter in der Fahrzeugsicherheit machte.
Das Fahrzeug verfügte außerdem über eine hochwertige Federung und eine robuste Karosserie, die für eine angenehme Fahrweise sorgten. Die Hinterachse war als Starrachse ausgeführt und die Vorderräder waren unabhängig aufgehängt, was zu einer besseren Straßenlage und höherem Fahrkomfort beitrug.
Design und Komfort Der Fiat 522 L glänzte durch ein elegantes und aerodynamisches Design, das typisch für die Fahrzeuge dieser Zeit war. Die langgestreckte Karosserie des 522 L bot Platz für bis zu fünf Insassen und zeichnete sich durch eine komfortable Innenausstattung aus. Das Interieur war großzügig gestaltet und bot viel Beinfreiheit sowie bequeme Sitzplätze. Verzierungen aus Holz und Leder unterstrichen den luxuriösen Charakter des Fahrzeugs, das sich vor allem an wohlhabendere Käufer richtete.
Die Außenoptik des Fiat 522 L wurde durch sanfte Rundungen, große Scheinwerfer und einen markanten Kühlergrill geprägt. Das Fahrzeug war sowohl als Limousine als auch in einer sportlicheren Coupé-Version erhältlich, was es zu einer vielseitigen Wahl machte.
Positionierung und Bedeutung Der Fiat 522 L war Teil einer Serie, die Fiat in die Riege der internationalen Hersteller führte, die Wert auf Innovation und Qualität legten. Während er technisch und in seiner Größe oberhalb des Fiat 514 angesiedelt war, galt er als erschwinglichere Alternative zu den noch größeren Luxusmodellen. Er vereinte technische Raffinesse mit stilvollem Design, was ihn bei gut situierten Käufern beliebt machte.
Fiat gelang es mit diesem Modell, sich sowohl in Europa als auch darüber hinaus zu etablieren. Der Fiat 522 L war auch ein Vorläufer der größeren und luxuriöseren Modelle, die in den folgenden Jahren das Portfolio von Fiat erweitern sollten.
Der Fiat 522 L war ein Auto, das in den frühen 1930er Jahren Maßstäbe in der Mittelklasse setzte. Mit seinem leistungsstarken Motor, den innovativen technischen Lösungen wie hydraulischen Bremsen und einem eleganten Design bot er ein hervorragendes Gesamtpaket für anspruchsvolle Kunden. Heute ist der Fiat 522 L ein gesuchtes Sammlerstück und erinnert an eine Zeit, in der Fiat durch technologischen Fortschritt und stilvolle Fahrzeuge international Anerkennung erlangte.
Als Bahnfahrer arbeite ich regelmäßig mit dem MacBook im Zug – AirPods ins Ohr und volle Konzentration. In der Regel schreibe ich meine Blogartikel oder erstelle Präsentationen für meine zahlreichen Vorträge. Dann und wann arbeite ich auch an sensiblen Material wie beispielsweise Mails, Angebote oder Kalkulationen. Da verwende ich einen Sichtschutz für mein Display, um den Inhalt für fremde Blicke abzuschirmen. Sichtschutzfolien für Laptops funktionieren, indem sie den Betrachtungswinkel des Bildschirms einschränken.
Diese speziellen Folien bestehen aus Mikro-Lamellen-Technologie, die ähnlich wie winzige Jalousien wirkt. Wenn die Folie auf den Laptop-Bildschirm aufgebracht wird, ist der Inhalt nur direkt von vorne sichtbar. Personen, die von der Seite auf den Bildschirm schauen, sehen lediglich eine dunkle oder undurchsichtige Fläche, was den Schutz der Privatsphäre gewährleistet. Dadurch werden neugierige Blicke in öffentlichen Bereichen wie Cafés, Zügen oder Flughäfen verhindert. Gleichzeitig bleibt die Anzeigequalität für den direkten Nutzer fast unverändert. Sichtschutzfolien sind oft einfach anzubringen und lassen sich bei Bedarf wieder entfernen, ohne den Bildschirm zu beschädigen.
Zwei Drittel der Zugpendler sind Voyeure Interessant sind die Zahlen, die Kaspersky jetzt vorlegt. Zwei Drittel der Zugpendler sind Voyeure und glotzen auf fremde Bildschirme, so die aktuelle Kaspersky-Studie „Unsichere (Daten-) Reise: Visual und Audible Hacking im Zug“.
So sind zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten versucht, während der Fahrt auf die Bildschirme ihrer Sitznachbarn zu schauen oder deren Gespräche mitzuhören. 12 Prozent würden aufgeschnappte Informationen über Budgets, Finanzen oder Projekte sogar an Kollegen oder die eigene Geschäftsführung weitergeben. Dass das nicht nur eine theoretische Gefahr für Geschäftsinterna ist, zeigt ein begleitendes Kaspersky-Experiment zur Studie: ein unabhängiger Tester fuhr drei Tage durch Deutschland und notierte per Strichliste alle Geschäftsgeheimnisse, die ihm im Zug oder in den Lounges an den Bahnhöfen begegnet sind. Die potentielle Ausbeute: 695 einsehbare und mitzuhörende Informationen wie Name und Unternehmen von Geschäftsleuten beziehungsweise von Kollegen, Kunden und Partnern.
Mitarbeiter mittelständischer Unternehmen in Deutschland absolvieren 39 Prozent ihrer Geschäftsreisen mit dem Zug. Wie die Kaspersky-Umfrage zeigt, reist das Datensicherheitsrisiko dabei mit: Fast ein Fünftel (19 Prozent) der Befragten gesteht, bereits heimlich vertrauliche Texte und Präsentationen auf Bildschirmen von Mitreisenden in Augenschein genommen zu haben. Nahezu ein Drittel (31 Prozent) hat schon einmal ein vertraulich klingendes Telefongespräch mitgehört; mehr als ein Fünftel (22 Prozent) konnte darin die konkreten Namen von Unternehmen identifizieren – 23 Prozent sogar jene von Geschäftsreisenden und deren Kunden.
Zwar gilt für die meisten indiskreten Mitfahrer ‚aus den Augen, aus dem Sinn‘ beziehungsweise ‚zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus‘, jedoch würden 9 Prozent die abgefangenen Informationen an übelwollende Akteure wie Cyberkriminelle verkaufen. Geschäftsschädigend handeln würden 12 Prozent, die Erkenntnisse über Budgets, Finanzen oder Projekte unter Umständen an Kollegen oder das eigene Management weitergeben würden. 11 Prozent könnten sich vorstellen, die erspähten oder aus einem Gespräch entnommenen sensiblen Daten an Interessenten wie andere Unternehmen zu veräußern. 12 Prozent würden erfolgsversprechende Aktien kaufen, wenn sie von vermutlichen Kurssteigerungen Wind bekämen; 13 Prozent würden ihre Neugierde befriedigen und überhörte oder mitgelesene Namen nachschlagen, um mehr über die Personen zu erfahren.
Während des Kaspersky-Experiments konnte der unabhängige Tester Stephan Schilling innerhalb von drei Tagen 695 Informationen mit Business-Bezug anonym und per Strichlistenzählung feststellen. Den Großteil (548) hätte er in Zügen einsehen und hören können, ein paar wenige (147) in DB-Lounges an den Bahnhöfen.
Wie fahrlässig Geschäftsreisende mit den Informationen umgehen, zeigen auch folgende Beispiele, die der Tester während des Tests erlebt hat: Ein Reisender nutzte seinen Laptop im Bordrestaurant mit einem großen Zusatzbildschirm. Darauf waren alle Details eines E-Mail-Programms zu erkennen, sowie auf dem Laptopbildschirm eine PowerPoint-Präsentation, die ebenfalls gut sichtbare Details enthielt.
Eine Reisende arbeitete auf einem Laptop mit großem Bildschirm (17 Zoll) im Intranet eines großen Konzerns. Dabei waren Informationen aus diesem Intranet gut sichtbar, sowie die persönlichen Daten der Reisenden. Ein Reisender, der entweder Manager oder Anwalt ist, bespricht das laufende Strafverfahren eines bekannten Sportlers. Es fällt zwar kein expliziter Name, aber aus den genannten Details (Ort des Gerichts, Zeitraum der vorgeworfenen Tat und weitere Umstände) ließ sich gut ableiten, um wen es ging. Im Gespräch fällt der Satz: „Er hat mir gesagt, das hat er vorsätzlich getan.“
Eine Reisende bespricht in einem MS Teams-Call den Jahresabschluss eines großen Konzerns. Sie nennt dabei vertrauliche Zahlen, die so der Öffentlichkeit nicht bekannt gemacht werden, und spricht Probleme an, die sich bei der Erstellung ergeben haben.
Die Mitarbeiterin einer Lounge telefoniert laut hörbar für die Gäste der Lounge mit einer Kollegin. In dem Gespräch ging es offenbar um Dienstplanangelegenheiten. Dabei wurden der Name der Gesprächspartnerin genannt, sowie die Dauer einer Krankschreibung und die Art der Erkrankung. Eine Gruppe Reisender hielt in einer Lounge eine Besprechung ab. Dabei sprachen sie sehr laut und trugen alle Unternehmensausweise, die gut sichtbar waren und ihre Klarnamen, sowie den Arbeitgeber zeigten. Es wurden viele unternehmensinterna besprochen.
„Das Experiment in den Zügen und den Lounges an den Bahnhöfen gewährt einen interessanten Einblick in den Umgang mit Geschäftsinterna auf Geschäftsreisen“, fasst Stephan Schilling, Personalmarketing-Experte, der als unabhängiger Tester für Kaspersky auf diversen Zugstrecken in Deutschland unterwegs war, zusammen. „Etwa 700 Geheimnisse hätten mit recht minimalem Aufwand abgegriffen und für schädliche Zwecke genutzt werden können. Die gute Nachricht ist, dass Unternehmen vermehrt Wert auf einen sicheren Umgang mit Informationen auf Geschäftsreisen legen; im Jahr 2019 haben wir bereits ein ähnliches Projekt durchgeführt, bei dem deutlich mehr Geheimnisse hätten abgegriffen werden können. Das dürfte auch daran liegen, dass heutzutage subjektiv mehr Bildschirmfolien, die vor neugierigen Blicken schützen, zum Einsatz kommen als noch vor fünf Jahren.“ Das Wichtigste ist für mich der Blickschutzfilter für den Rechner. Die optische Hürde lässt unliebsamen Spähern wenig Chancen. Er ist nicht zu 100 Prozent sicher, aber hilft enorm. Achten Sie dabei auf die Bildschirmgröße, damit der Sichtschutz auch wirklich passt.