Technikspielzeug Teil 2 Sony Rolly

7. April 2009

Es gibt Sachen, die braucht man nicht. Oder ich bin zu blöd, um zu verstehen, wozu man sie brauchen soll. Eines dieser Dinge ist der Rolly von Sony. Es ist ein Musikplayer von Sony. Eine Art iPod-Tonne, die sich bewegt. Rolly rollt, bewegt sich, trampelt, wackelt mit den Ohren, macht den dicken Maxe  – aber wozu? Freunde wozu? Bitte lasst mich nicht blöde sterben und heft mir.

Gelbe Seiten am Ende

6. April 2009

post

Am Samstag beim Einkaufen ist mir wieder bewusst geworden, in welcher Zeit des Umbruchs wir uns befinden. In einem Einkaufszentrum meines Vertrauens lag nehmen dem Eingang ein großer Stapel Bücher zum Mitnehmen: Gelbe Seiten und das Örtliche. Früher wäre ich auf jeden Fall hingestürzt und hätte mir mein persönliche Exemplar geholt. Es gab auch eine Aufforderungskarte von der Deutschen Bundespost (ja ja so hieß die Post damals) mit der Bitte, sein Telefonbuch bei der örtlichen gelben Filiale abzuholen.

Und heute? Ich bekomme keine Postkarte mehr, ich gehe auch nicht mehr zur Post um mein Telefonbuch abzuholen und ich brauche auch keine Gelben Seiten mehr. Die Bücher auf dem Stapel des Einkaufszentrums bleiben liegen. Das Internet hat diese Medien für mich komplett ersetzt. Google macht es besser. Verlage, die diese Art von Bücher herausgeben, haben ein Problem. Mir hat ein Verleger dieser Bücher einmal gesagt: „Das Internet ist der natürliche Feind von uns!“ Recht hat er gehabt, gelernt daraus hat er nichts.

Vorstadtkrokodile – Jugenderinnerungen

3. April 2009

kroko

Heute erinnerte ich mich schlagartig an ein Missverständnis aus einer Jugend. Auf dem Weg zur Arbeit lief ich an einem Plakat zum neuen Film Vorstadtkrokodile vorbei. Und ich musste beschämt zu Boden schauen und lachen, als ich das Logo der Jugendbande sah, eben das Krokodil. In meiner Jugend sah ich 1977 natürlich den Film von Wolfgang Becker. Als ich später in die Schule kam, sah ich auf einmal viele Mitglieder von Jugendbanden. Meine Mitschüler hatten Lacoste-Klamotten an und das Logo dieser Edelmarke von damals war auch ein Krokodil. Und naiv, wie ich war, dachte ich, das Lacoste-Kroko ist das gleiche wie das der Vorstadtkrokodile. Ich war neidisch auf meine Schulkollegen, denn ich wollte der Gang auch angehören. Als ich frage, wie ich denn zu so einem Krokodil mein Eigen nennen könnte, wurde wir der Weg in eine Nobelboutique gewiesen, doch leider konnten die freundlichen Verkäufer mein Problem nicht lösen.

Ich hatte die ganze Sache verdrängt und erst als ich das Plakat wieder sah, kamen die Gedanken wieder hoch. Peinlich, peinlich.

Der Film von 1977 hat mir übrigens gut gefallen. Die Musik war stark. Der Film enthält unter anderem viele Lieder aus der LP Crime of the Century (School, Bloody Well Right, Rudy) von Supertramp, Fools von Deep Purple, Mistreated von Rainbow, Time has come today von den Chambers Brothers. In der Szene, in der Frank die Krokodiler-Hütte auf dem Ziegeleigelände demoliert, hört man Ausschnitte aus Tales of Mystery and Imagination von The Alan Parsons Project. Ich glaube, ich schaue mir die Neuverfilmung von Christian Ditter auch an. Im Keller hab ich noch das Buch von Max von der Grün.

BlackBerry und die verfehlte Zielgruppe

2. April 2009

 

blackberry

Es ist schon interessant, wie Storm versucht, den BlackBerry unter die Leute zu bringen. Nachdem das iPhone neu auf dem Mark kam, wurde es von den BlackBerry-Jüngern nur belächelt. Es Spielzeug sei das iPhone, das man zwar zum Musikhören, aber wohl nicht zum Arbeiten nutzen könne. Doch Apple hat die Software Zug um Zug verbessert und das iPhone zum spielerischen Businesshandy umgestaltet. Die Apps im AppStore taten dabei ihr übriges. Mit der Version 3.0 der iPhone-Software kommt auch u.a. Copy & Paste.

Und was machen die seriösen Herren mit ihrem BlackBerry. Sie wollen auf einmal spielerisch sein. Sie haben eine neue Kampagne ins Leben gerufen „Life von BlackBerry“. Abgebildet ist eine coole Type auf seinem BlackBerry. Das Gerät ist jugendlich verziert. Freunde, eure Kundschaft sind langweilige Schlipsträger, die keinen Spaß mit IT haben. Die Kampagne geht voll an eurer Zielgruppe vorbei, denn dieser Markt ist ja bereits von Apple besetzt. Diese flippigen Typen wolltet ihr übrigens nie als Kunden, denn ihr macht ja seriöse Produkte. Also Geld wieder mal rausgeworfen.

Jetzt teilnehmen am animago AWARD 2009

1. April 2009

Der animago AWARD wird dieses Jahr zum dreizehnten Mal von der DIGITAL PRODUCTION, Deutschlands führender Fachzeitschrift für Postproduktion und Visualisierung,  verliehen. Eine renommierte und erfahrene Jury sichtet und prämiert das eingesandte Material aus den Bereichen Film, Interactive und Still. Dabei werden elf der eingesandten Arbeiten mit dem animago AWARD ausgezeichnet. Jetzt wurden die Kategorien veröffentlicht. Das Publikumsvoting in fünf ausgewählten Kategorien zusammen mit namhaften Partnern macht die Preisverleihung in diesem Jahr noch interessanter.

 

Kategorien des animago AWARD 2009

Übersichtlich und klar definiert sind die Kategorien des animago AWARD. Wettbewerb ist die beste Fortbildung. Messen Sie sich mit den besten der Branche und sichern Sie sich einen der begehrten Preise.

Der animago AWARD 2009 wird in den folgenden 11 Kategorien verliehen:

 

Beste Werbefilmproduktion

Gesucht wird die beste Werbefilmproduktion. Bewertet werden dabei vor allem die Idee, der Sound, das Chacterdesign, der Einsatz von Special Effects und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können beispielsweise Werbespots, Trailer etc.

 

Beste Mobil-Produktion

Gesucht wird die beste Produktion für Mobil-Devices. Bewertet werden die Idee sowie Design und Anwenderfreundlichkeit. Eingereicht werden können Anwendungen für portable Spielkonsolen, PDA, Mobiltelefone, iPhone.

 

Beste interaktive Produktion (Publikumsvoting)

Gesucht wird die beste interaktive Produktion. Bewertet werden die Idee sowie Design, Front-End und Anwenderfreundlichkeit. Eingereicht werden können beispielsweise Online-Anwendungen, Konfiguratore, On-Air-Designs, Real-Time- und Lernprogramme.

 

Bestes Spiele-Design (Publikumsvoting)

Gesucht wird das beste interaktive Spiele-Design. Bewertet werden die Idee, Character, Leveldesign sowie Audio, Special Effects und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können Spiele für Spielekonsolen, mobile Devices und PC (Mac/PC) sowie Online-Games.

 

Bester Kurzfilm

Gesucht wird der beste Kurzfilm. Bewertet werden die Idee, Character und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können Filme mit einer Länge von bis zu 25 Minuten.

 

Beste Film- und Fernsehproduktion

Gesucht wird der beste Film- und Fernsehproduktion. Bewertet werden die Idee, Character, Story, Sound, Special Effects und die technische Umsetzung. Eingereicht werden können alle Film- und Fernsehproduktionen.

 

Beste Visualisierung

Gesucht wird die beste Visualisierung. Bewertet werden die Idee, Didaktik und technische Umsetzung. Eingereicht werden können beispielsweise Industrievisualisierungen, Lernprogramme, Simulationen.

 

Bestes virtuelles Foto (Still)

Gesucht wird das beste virtuelle Foto (Still). Bewertet werden die Fotorealistik, Character und technische Umsetzung. Eingereicht werden können Stills in jedem Ausgabeformat.

 

Beste Nachwuchsproduktion

Gesucht wird die beste Nachwuchsproduktion. Bewertet werden die Idee, Character und technische Umsetzung. Eingereicht werden können Produktionen von privaten und öffentlichen Hochschulen sowie von Nachwuchskünstlern.

 

 Sonderpreis der Jury

Einreichungen, die der Jury aufgrund der gelungenen Idee sowie einer besonders herausragender Kombination aus Bildsprache und technische Realisierungen aufgefallen sind.

 

Beste Postproduktion

Die unter Berücksichtigung des Einsatzes von DCC-Techniken insgesamt beste Postproduktion des Wettbewerbsjahres

Die Registrierung zum diesjährigen animago AWARD ist über die Webseite  möglich. Die Teilnahme ist kostenlos und steht jedem offen, weitere Informationen sind online zu finden. Die Beurteilung der Produktionen erfolgt durch eine hochkarätig besetzte, unabhängige Jury. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Mac ist Windows überlegen

31. März 2009

photo

Als Mac-User weiß ich selbstverständlich, welches das bessere Betriebssystem für einen Computer ist. Und ich freue mich auch schon auf Snow Leopard. Ich bin mir nicht sicher, ob es schon für die WWDC von 8. bis zum 12. Juni im Moscone-Center in San Francisco bereit steht oder ob Apple nicht wieder das iPhone in den Mittelpunkt rückt. Die neue iPhone-Software 3.0 ist schließlich schon für den Sommer angekündigt. Warten wir es ab.

Abwarten hieß es aber auch am Münchner Flughafen Franz Josef Strauß am vergangenen Samstag. Die Monitore der An- und Abflüge waren ausgefallen. Eine Windows-Fehlermeldung thronte auf dem Bildschirm. Ja, ja das ist Schadenfreude. Ein Kollege war vor Ort und hat ein Foto gemacht (danke Michael). Da kann Microsoft noch so viel Werbung gegen vermeintlich teure Mac-Rechner machen. Die Realität ist der beste Beweis für die Überlegenheit. 

Besprechungsregeln – es funktioniert

30. März 2009

 

Besprechungsregeln - gut für Meetings

Besprechungsregeln - gut für Meetings

 

 

Vor kurzem leitete ich mit meinem Kollegen Thomas Gerlach ein Seminar zum Thema „Das optimale Meeting“. Hier erarbeiteten die Teilnehmer Besprechungsregeln für Meetings. Die Teilnehmer gingen nach Hause und probierten die Regeln aus, natürlich modifiziert je nach Branche und Unternehmen. Und es funktioniert! Ich habe mal die wichtigsten Regeln zusammengefasst, die mir ganz gut gefallen haben.

1.     Jeder kommt pünktlich

2.     Handys/Telefone bleiben ausgeschaltet

3.     Jeder spricht per „ich“ und nicht per „man“

4.     Jeder spricht für sich und nicht für andere

5.     Es spricht immer nur einer

6.     Wortbeiträge erfolgen, nachdem der andere aufgehört hat

7.     Was meint denn der andere? Genau zuhören

8.     Sachlich bleiben

9.     Beim Thema bleiben

10. Keine Killerphrasen

11. Keine Nebengespräche

12. Vertrauliches bleibt in der Gruppe

13. Jeder ist für die Atmosphäre mitverantwortlich

Probieren Sie es aus. Diese Regeln gelten für alle und auch für Chefs. Und so kommt am Ende des Meetings auch etwas heraus. 

Intel Friday Night Game abgesagt – Chance vertan

27. März 2009

Für mich steht fest: Videospiele gehören genauso zur aktuellen Kultur wie Musik oder Filme. Nach dem Attentat in Winnende kam heraus, dass der Attentäter Videospiele auf seinem Rechner hatte und sie auch spielte, darunter auch das Shooter-Spiel Counter-Strike. Und die Medien blasen diese Tatsache in die Welt hinaus. Die Politik greift den Ball auf und fordert ein Verbot von Killerspielen.

Aber es sollte akzeptiert werden, dass Spiele mittlerweile zum Leitmedium werden. Auch wenn es manche Erwachsenen nicht wahrhaben wollen. Inzwischen hat der Games-Bereich die Musik verdrängt. Die deutsche Gamesbranche hat im vergangenen  erstmals mehr Umsatz gemacht als die Musikindustrie, meldet beispielsweise der Mediendienst mediabiz. Und so ist es keine Überraschung, dass auf den Rechner der Kinder mehr und mehr Videospiele zu finden sind.

Medienkompetenz ist das Zauberwort. Dialog ist besser als Verbote. Und hier hat man wieder eine Chance vertan. Die Stadt Stuttgart hat die Ausrichtung des „Intel Friday Night Game“ der der Electronic Sports League (ESL) heute in der Liederhalle untersagt. Die teilnehmenden Spieler sollten in den Disziplinen „Warcraft “ sowie „Counter-Strike 1.6“ und „Counter-Strike: Source“ vor Publikum gegeneinander antreten. Am gleichen Nachmittag findet eine Info-Veranstaltung für Eltern statt (Eltern-LAN), die zusammen von Turtle Entertainment und der Bundeszentrale für politische Bildung ausgerichtet wird. Deren Höhepunkt sollte die Führung der teilnehmenden Eltern durch die Reihen der ESL-Spieler sein sollte. Mit der Absage der Spiele ist der Dialog wieder abgebrochen und eine weitere Chance vertan. 

Tierschützer gegen Killerspiele

26. März 2009

 

Call of Duty 5

Call of Duty 5

 

 

Eine neue Front entsteht bei der Diskussion um die so genannten Killerspielen. Nachdem Politiker gebetsmühlenartig ein Verbot von brutalen Videospielen forderten, machen jetzt die Tierschützer mobil. Der Hersteller von „Call of Duty 5“ Activision bekommt Angriffe von Tierschützer. Grund: In dem Weltkriegsshooter werden Hunde abgeschossen. In der Version 4 haben Hunde als Gegner vereinzelt vor, in Episode 5 sind es schon deutlich mehr Tiere.

Studenten der  Academy of Notre Dame in Tyngsboro, Massachusetts, haben dagegen protestiert und ein Schreiben an Activison verfasst. Über 100 Studenten haben unterschrieben. „Das Töten von Hunden ist kein Entertainment.“ Dazu schicken die Tierschützer eine Ladung Nintendo-Spiele an den CoD-Hersteller. Natürlich handelte es sich um die Hundespiele Nintendogs für die DS. Weiterhin gab es eine Einladung zu Petas-Seminaren „Developing Empathy for Animal“. Ob sich jetzt was ändern wird?

Wenn Gesellen die Gutmütigkeit ausnutzen

25. März 2009

Freundlichkeit gegenüber Kollegen und Mitarbeiter ist eine Pflicht, doch darf man sich nicht zum Affen machen. Immer wieder höre ich von Friseuren, die einen kapitalen Fehler machen und sich die Butter vom Brot nehmen lassen. Dies kann sogar zum wirtschaftlichen Ruin führen.

Folgendes Beispiel: Da fragt eines Tages die Gesellin ihren Chef, ob er ihr nicht ein Zeugnis ausstellen könnte. Sie will sich selbstständig machen und braucht einen Nachweis, dass sie im Salon vier Jahre als Führungskraft gearbeitet hat. Außerdem verstehe man sich ja so gut und sie wolle den Salon in einer anderen Stadt eröffnen.

Hier sollte der Meister hellhörig werden. Wenn eine Gesellin, die bisher keine Führungskraft war, nun ein Zeugnis mit Führungsqualitäten braucht, dann ist Gefahr in Verzug. Wird das Zeugnis ausgestellt, so kann es vorkommen, dass die Friseurin ihren neuen Salon natürlich nicht in der nächsten Stadt eröffnet, sondern nebenan in der nächsten Straße. Hier wurde die Gutmütigkeit des Chefs ausgenutzt und die so genannte Altgesellenregelung angewandt. Damit kann sich ein Geselle selbstständig machen, wenn er mehrere Jahre als Führungskraft gearbeitet hat. Dies muss er allerdings bei einigen Handwerkskammern anhand seiner Sozialversicherungsnachweise beweisen, denn Führungskräfte verdienen mehr als gewöhnliche Gesellen.

Die Folge: Die Gesellin hat Hunger auf wirtschaftlichen Erfolg und nimmt die Kunden mit. Der Saloninhaber und ehemalige Lehrherr hat das Nachsehen und ist enttäuscht, schreit nach Hilfe. Aber man kann ihn nur sagen: Selbst schuld. Denk nach, was du da treibst. Stell dich selbst in Frage.

Fest steht: Wenn der Chef in einem Salon arbeitet, dann ist er der Chef und eine Gesellin kann kein zweiter Chef sein.

Aber: Ist die Gesellin wahrheitsgemäß eine Führungskraft, dann darf ihr das Zeugnis nicht verweigert werden.