Die Internationale Handwerksmesse IHM liegt schon ein bisschen hinter uns. Ich war bei der Eröffnungsfeier dabei, um ein paar ehemalige Kollegen zu treffen und mir die Rede von Wirtschaftsminister Robert Habeck anzuhören. Bayerns Ministerpräsident Söder kenn ich schon, aber auf Habeck war ich wirklich neugierig. Mein Empfinden: Auch einige stockkonservative Handwerksvertreter waren von den unaufgeregten Worten des Wirtschaftsministers angetan.
Viele, auch ich, waren gekommen, um Wirtschaftsminister Robert Habeck zu hören.
Die Vertreter der Politik und des Handwerks waren sich einig: Meister und Master sollen gleich gestellt werden und auch entsprechende Förderungen erhalten. Das klingt spannend, ist meiner Meinung wichtig und rictig. Ich bin gespannt, ob es Lippenbekenntnisse bleiben, wie schon die Jahre zuvor.
Handwerksvertreter haben seit Jahren auf die Misere aufmerksam gemacht und die Politik hat brav genickt – passiert es dann doch recht wenig. Vielleicht sind die Handwerksvertreter und ihre Lobbyvertreter immer zu behutsam gegenüber der Politik aufgetreten. Die Industrievertreter machen dagegen immer den dicken Maxe und die Politik springt, wenn die Industrievertreter nur das Wort Arbeitsplatzabbau in den Mund nimmt.
Ich seh es mal ganz persönlich: Meine beiden Kinder wollen erfolgreich ihr Leben meistern. K1 macht eine Handwerksausbildung, K2 studiert. K2 hat sich um ein Stipendium bei einer Stiftung beworben, K1 schaut in die Röhre. Von wegen Gleichwertigkeit von beruflicher Bildung.
„Der Meister ist genauso viel wert wie der Master und sollte kostenlos sein“, sagt Söder. Bisher kostet die Meisterschule die Gesellen je nach Fachrichtung zwischen 3.000 und 12.000 Euro. Das Studium ist in der Regel kostenlos.
Ministerpräsident Söder spricht sich für die berufliche Gleichstellung aus.
In allen Bereichen der Wirtschaft fehlen Fachkräfte. Dabei würden die Fachkräfte im Handwerk dringend gebraucht, um etwa die Energiewende voranzubringen. Denn schließlich sind es Handwerker, die Windräder aufbauen, Solaranlagen installieren und Häuser dämmen. Berufsperspektiven gibt es genug. Aber auch in anderen Gewerken gibt es große Chancen. Vielleicht doch weniger Juristen als mehr mehr Metzger, Bäcker, Installateure? Ich merke zudem, dass viele Jugendliche keinen Bezug zur Wirtschaft haben. Geld fällt nicht vom Himmel, auch wenn wir in unserem Staat viele Leistungsbezieher haben. Geld muss erwirtschaftet werden. Der Kunde muss den Preis bezahlen, wenn er Qualität möchte. Aber das ist ein anderes Thema und ich werde mich in einem anderen Post dazu äußern.
Ich werde mal bei Stiftungen anklopfen und nach der angekündigten Handwerkerförderung fragen. Mal sehen, welche Antworten ich erhalten. Nachfolgend ein paar Fotos von u.a. ehemaligen Kollegen. Es war schön, euch getroffen zu haben.
In meinem wöchentlichen kostenlosen Newsletter gehe ich auch immer auf dem Informationskrieg in der Ukraine ein. Als Journalist habe ich die Schwierigkeit, welcher der beiden Kriegsparteien soll ich glauben, wenn ich die Informationen nicht überprüfen kann. Das ist ein echtes Problem. Also heißt es kritisch sein und wenn möglich, die Informationen auf ihre Plausibilität checken.
Olga Kotlytska betreibt mit Kolleginnen den Sender „Radio Wahrheit für Russland“
Diese Chance hat die russische Bevölkerung nicht, nachdem in Russland die Medien einer Zensur unterliegen. Dennoch gibt es Möglichkeiten auch unter Putin an unabhängige Informationen zu kommen. Wie diese hier: Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, die ukrainische Reporterin Olga Kotlytska zu treffen, die mit Kolleginnen zusammen den Radiosender „Radio Wahrheit für Russland“ betreibt. Zusammen mit meiner Kollegin Maria Filina habe ich Olga Kotlytska nach Geretsried eingeladen, um bei unserer Veranstaltung „Wir müssen reden“ sich vorzustellen.
Russische und ukrainische Journalistinnen haben in München den Sender „Radio Wahrheit für Russland“ gegründet. Olga Kotlytska erzählte mir von dem Senderkonzept. Mit unabhängigen Berichten über den Krieg wollen sie der russischen Propaganda entgegenwirken. Sie machen ein Radioprogramm aus München in russischer Sprache. Einmal pro Woche zeichnen sie in München auf und gehen auf Sendung – und zwar neben Youtube und Telegram vor allem auf Kurzwelle. Anders als Websites werden diese nur zum Teil von Russland geblockt und haben eine hohe Reichweite. Die Hörer lassen sich anders wie im Netz nicht nachverfolgen. Radio an und fertig. Kein Stream im Netz, dessen IP-Adresse für russische Behörden nachvollziehbar ist, wer was wann gehört hat.
„Radio Wahrheit für Russland“ will mit Interviews und Berichten gegen die russische Propaganda wirken – und das mit kleinen Erfolg, wie Mails beweisen, so Olga Kotlytska.
Auch die Bitkom in Berlin schaut auf die Berichterstattung im Ukraine-Krieg. Ob über Blogs, Messenger-Kanäle oder Video-Plattformen: Kremltreue Nachrichtenangebote und selbst ernannte „alternative Medien“ verbreiten nicht erst seit Beginn des Ukraine-Krieges pro-russische Propaganda und gezielte Desinformation im Netz. Die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger zeigt sich dafür allerdings nicht empfänglich, so die Bitkom: So geben lediglich 4 Prozent an, russische Medien für vertrauenswürdig zu halten, wenn es um den Wahrheitsgehalt von Informationen zum Krieg in der Ukraine geht. 3 Prozent sagen dies über die russische Regierung. Im Gegenzug halten 87 Prozent die russische Regierung für wenig bis überhaupt nicht vertrauenswürdig und 80 Prozent sagen dies über russische Medien. Die übrigen können die Vertrauenswürdigkeit nicht beurteilen oder machen dazu keine Angabe. Das ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Umgekehrt wird der ukrainischen Regierung (78 Prozent) und den ukrainischen Medien (70 Prozent) von einem deutlichen größeren Teil der Befragten Vertrauen geschenkt. Insbesondere der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldet sich nahezu täglich in sozialen Medien, um seine Sichtweise auf den Krieg gegen sein Land zu teilen. „Der rechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wird von einer massiven Desinformationskampagne begleitet, mit der der Kreml destabilisierend wirken und in westlichen Ländern bewusste falsche Narrative setzen will. Die allermeisten Menschen trauen russischen Medien nicht. Viele erkennen die zahlreichen Inhalte und Posts, die direkt oder mittelbar auf den Kreml zurückgehen, allerdings als solche nicht. Es wird immer wichtiger und dringender, die Medienkompetenz in der gesamten Breite der Gesellschaft zu entwickeln“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Da stimme ich ihn zu. Zusammen mit meinen Kollegen Maria Filina und Thomas Gerlach führe ich Seminare zum Thema Fake News durch, um die Medienkompetenz zu verbessern. Fast drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) sorgen sich über die Verbreitung von Falschinformationen in sozialen Medien zum Krieg in der Ukraine. 57 Prozent finden es schwierig, Informationen über den Krieg in der Ukraine richtig einzuordnen und 62 Prozent der Internetnutzer prüfen die Vertrauenswürdigkeit einer Quelle, bevor Informationen im Netz geteilt werden. Das werte ich als großen Aufklärungserfolg. Jeder und jede sechste (17 Prozent) konsumiert seit dem Krieg in der Ukraine auch mehr internationale Nachrichten als zuvor.
Mein Lieblingsbuch als Kind war „Mein allerschönstes Buchstaben-Bilderbuch“ von Richard Scarry. Dieses Buch brachte mir neben meinen Eltern und der Schule das Buchstabieren bei. Ich nehme das Buch immer wieder gerne in die Hand, um in Erinnerungen zu schwelgen und mich mit dem Alphabet wieder vertraut zu machen (Witz).
Da kommt eine aktuelle Meldung von Babbel genau zur richtigen Zeit. Damit es beim Telefonieren nicht zu abenteuerlichen Rechtschreibfehlern bei Namen oder Anschrift kommt, gibt es das sogenannte Buchstabier-ABC: „M wie Martha, nicht N wie Nordpol!“. Und es stellt sich die Frage: Wie lautet das Buchstabier-ABC in anderen Ländern und warum? „Die Buchstabier-ABCs sind auch geprägt von der Kultur und den Besonderheiten der jeweiligen Sprache und Nation und sind daher durchaus auch eine Art gesellschaftlicher Spiegel”, so Maren Pauli, Head of B2B Didactics bei Babbel. Die Babbel-Sprachexperten haben einen näheren Blick auf die Buchstabiergepflogenheiten in Deutschland und weltweit geworfen und einige spannende Fakten zusammengetragen. Hier mal die Übersicht.
Deutschland (Deutsch): Das deutsche Buchstabieralphabet wurde kürzlich aufgrund einer öffentlichen Debatte geändert, die schon einige Jahre schwelt. Das bisherige Alphabet (A wie Anton, B wie Berta…) wurde in Deutschland vielfach für seine fehlende Diversität, die ungerechte Geschlechterverteilung sowie aufgrund des Erbes der NS-Zeit kritisiert. Dass das bisherige Buchstabieralphabet noch von der NS-Propaganda durchdrungen sei, fußt auf der Tatsache, dass während der NS-Zeit die vermeintlich jüdisch klingenden Namen David, Jakob, Nathan, Samuel und Zacharias durch Dora, Jot, Nordpol, Siegfried und Zeppelin ersetzt wurden. Einige dieser Namen wurden nach Kriegsende zwar offiziell wieder eingeführt, tatsächlich verwendet wurden sie aber kaum noch. In den vergangenen Jahren stand der Vorwurf im Mittelpunkt, dass die ausschließlich deutsch klingenden Namen die kulturelle Vielfalt Deutschlands nicht ausreichend widerspiegeln. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) unterbreitete Anfang 2022 aus all diesen Gründen den Vorschlag die Namen des Buchstabier-ABCs durch deutsche Städtenamen zu ersetzen. Bei der Auswahl der Wörter waren zwei Faktoren ausschlaggebend: eine gerechte Aufteilung durch Einbeziehung aller Bundesländer (bis auf Bremen sind alle dabei) sowie eine einfache Aussprache.
Schweden In Schweden, wo das seit etwa 1891 genutzte Buchstabieralphabet ausschließlich aus männlichen Namen besteht, wurde 2018 eine ähnliche Änderung angestrebt wie in Deutschland – einen stärkeren Ausdruck der kulturellen und ethnischen Vielfalt sowie eine gerechtere Verteilung der Geschlechter. Die Aktion sorgte für Aufmerksamkeit, brachte aber kaum nachhaltige Veränderung.
Österreich (Deutsch): Das österreichische Alphabet ist sehr eng mit seinem deutschen Pendant verwandt, bevor dieses 2022 geändert wurde. Es gibt nur einige wenige Buchstaben, die sich unterscheiden, wie Zürich statt Zacharias, Übel statt Übermut, Xaver statt Xanthippe – und das Ö steht natürlich für Österreich.
Portugal und Brasilien (Portugiesisch): Am Beispiel von Portugal und Brasilien, die mit Portugiesisch die gleiche Sprache teilen, wird deutlich, dass jedes Land Besonderheiten hinsichtlich des Buchstabieralphabets mit sich bringt, denn trotz gleicher Ausgangssprache haben Portugal und Brasilien unterschiedliche Versionen des Buchstabieralphabets. Die portugiesische Version bezieht sich auf Orte und Städte innerhalb des Landes und kann so fast als kleiner Reiseführer durchgehen: C für Coimbra, die Universitätsstadt am Rio Mondego, deren barockes Universitätsgebäude zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. P für Porto, die portugiesische Stadt am Meer, die für Kunst, großartiges Essen und ihre Sehenswürdigkeiten berühmt ist. R für Rosso, den ikonischen und historisch wichtigen Platz in Lissabon. In Brasilien verweist das Alphabet inhaltlich stärker auf Gefühle, aber auch Dinge: A für Amor (Liebe), E für Estrela (Sterne) und L für Lua (Mond). Aber auch interessante Fakten zur Geschichte des Landes kann man sich über das Buchstabieralphabet erschließen: So steht der Buchstabe Q steht für Quilombo, eine brasilianische Siedlung, die von Menschen afrikanischer Herkunft gegründet wurde, die sich gegen die Versklavung wehrten.
USA / UK (Englisch): Das englische Buchstabieralphabet, das heute in den USA und UK, in Abwandlung aber auch in einigen skandinavischen Ländern wie Dänemark verwendet wird, ist auch der internationale Standard für die Funkkommunikation, bekannt als NATO-Alphabet. Es wurde vom sogenannten Able-Baker-Alphabet abgeleitet, das vom US-Militär während des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurde. Während und nach dem Krieg entstand Bedarf an einem internationalen Standard eines Buchstabieralphabets, das Able-Baker-Alphabet wurde jedoch kritisiert, weil es zu Englisch klang. Um auch spanisch und französisch klingende Wörter zu berücksichtigen, wurde beispielsweise das Wort Easy durch das Wort Echo ersetzt. Da der Buchstabe E im Englischen und in anderen romanischen Alphabeten unterschiedlich ausgesprochen wird, war Echo für Nicht-Muttersprachler einfacher zu verstehen. Für den Buchstaben H wurde How durch Hotel ersetzt, da es in allen drei Sprachen das gleiche Wort ist. Dies war die Geburtsstunde des NATO-Alphabets im Jahr 1956. Fun Fact: Vor der Vereinheitlichung gab es allein in den USA etwa 203 Alphabete mit mehr als 1600 verschiedenen Wörtern.
Maren Pauli ordnet ein: „Buchstabieralphabete werden zwar in der Regel nicht in der Schule gelehrt, sie sind aber Teil des impliziten Alltagswissens einer Kultur, das wir uns mit der Zeit aneignen. Sie erleichtern uns die Kommunikation im Alltag und helfen uns auf effiziente und zum Teil auch charmante Weise über Verständnisprobleme hinweg. Wir beobachten aber, dass zumindest das deutsche Buchstabier-ABC überwiegend in bestimmten Kontexten verwendet wird (telefonische Kommunikation mit Behörden, Gesundheitseinrichtungen usw.) und natürlich fast ausschließlich am Telefon. Da jüngere Generationen viel weniger telefonieren und mehr texten als Ältere, sind Hilfen wie das Buchstabier-ABC dort weniger bekannt und weniger in Verwendung.”
Dieses Mal werde ich nicht nervös, weil es ein neues Star Wars Set von Lego gibt.Nein, dieses Mal werde ich nervös, weil es von Lego einen Flashback in meine Jugend gibt. Soeben veröffentlichten die Steinchenbauer meine Lieblingskonsole das Atari 2600 als Nachbau, erhältlich ab 1. August im Lego Store.
Der einstige Videospielriese Atari feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag und Lego gratuliert mit dem Set Nummer 10306 und seinen 2532 Teilen für rund 240 Euro. Das sind stolze 9,5 Cent pro Teil, viel Geld für die Kinder der Achtziger. Das Atari 2600 war MEINE Konsole aus dem Jahr 1977. Als Retrogamer liebe ich diese Konsole und ihre 8 Bit-Spiele – und ich werde wohl die 240 Euro für das Lego-Set investieren (müssen). Der Maßstab entspricht der originalen Konsole mit Holzoptik mit vier Schaltern, das bedeutet die zweite Generation vom Atari (die erste Generation hatte noch sechs Schalter). Es gab ja zudem auch ein Atari 2600 in schwarz – die Darth Vader Version, aber von Lego aber nicht veröffentlicht wird. Das Set gehört zu den einstigen der Creator Expert Sets, die heute unter Lego Icons laufen. Das Hauptmodell der Lego-Spielkonsole ist 8 cm hoch, 33 cm breit und 22 cm tief.
Es ist der legendäre Joystick CX40 dabei mit dem ich etliche virtuelle Wettkämpfe ausgefochten habe. Er lässt sich an der Rückseite des Geräts anschließen. Und es sind natürlich Spiele dabei: Drei Cartridges mit Asteroids, Adventure sowie Centipede, wobei Asteroids als Jugendlicher mein persönliches Highlight war.
Diese Cartridges liegen in einem Sortierkasten bei, können aber auch als nette Mini-Szenen nachgebaut werden. Hier gefällt mir Centipede in der Umsetzung am Besten, gefolgt von Adventure mit dem Schloss.
Die Cartridges können auch wie damals in die Konsole gesteckt werden. Bisher machte das Gerücht die Runde, dass Pitfall beiliegen sollte, wenn man die Konsole aufklappt. Das stimmt aber dann doch nicht, sondern die Konsole lässt nur zum Teil aufklappen. Darin ist ein Kinderzimmer mit einer Minifigur mit Röhren-Glotze Joystick zu sehen – dazu gibt es Poster an der Wand und natürlich nochmals die Konsole in klein sowie ein Hund. Für das Design des Sets ist Chris McVeigh verantwortlich.
Atari 2600 ist nicht die erste Retro-Konsole. Bisher veröffentlichte Lego ein Lego Nintendo Entertainment System mit der Setnummer 71374 mit 2646 Teilen. Allerdings läuft es unter der Mario-Reihe und nicht als Lego Icons.
Das NES aus Lego-Steinen enthält jede Menge realistische Details. Unter anderem gibt es einen aufklappbaren Schacht mit Verriegelungsfunktion für das Steckmodul und einen Controller mit Anschlusskabel und Stecker. Zur Spielkonsole gehört auch ein altmodisches TV-Gerät mit Mario als 8-Bit-Figur auf dem Side-Scrolling Bildschirm.
Die erfolgreichste Sendung im Bayerischen Fernsehen ist nicht der Nockherberg und kommt nicht aus Oberbayern. Der Zuschauermagnet kommt aus Unterfranken mit der Sendung Fastnacht in Franken. Das Quotenhighlight ist wichtig für die bayerische Politik und Gesellschaft. Der Marktanteil Bayern liegt bei 40,6 Prozent, bundesweit 10,4 Prozent. Ich geb es zu, dass mir dieser Humor nicht liegt und ich die Star der Fastnacht nicht so richtig auf dem Schirm habe. Daher war es sehr schön, dass mir der Münchener Verein bei einer Sitzung in Würzburg einen Karnevalisten näher gebracht hat: Peter Kuhn
Der Karnevalist steht recht.
Peter Kuhn tritt seit 1991 als Büttenredner bei der Fastnachtsgesellschaft „Schwarze Elf Schweinfurt“ auf. Überregional bekannt wurde er durch seine alljährliche Mitwirkung in der Sendung „Fastnacht in Franken“ des Bayerischen Rundfunks. Seine Büttenreden sind politischer und gesellschaftskritischer Art und zeichnen sich durch ein gehobenes Niveau, viele Anspielungen und Doppeldeutigkeiten in den stets gereimten Vorträgen aus.
Bei seinem Auftritt bei der Veranstaltung des Münchener Verein zeigte er rund 15 Minuten eine hervorragende Kostprobe seiner Kunst, die auf den Versicherungskonzern zugeschnitten war. Dabei sprach Kuhn die Probleme im Handwerk sehr deutlich an und nahm seinen Kunden die Versicherungsgruppe kritisch auf dem Arm.
Wer nach Würzburg kommt, der stellt vor allem fest: Diese Stadt hat Kirchen, ganz viele Kirchen. Eine Besonderheit ist hier die Marienkapelle. Es ist eine bürgerliche Kirche, das bedeutet, sie wurde von einem aufstrebenden Bürgertum in Auftrag gegeben und nicht von der Kirche.
Daher ist der gotischer Kirchenbau auch nur eine Kapelle. Trotz ihrer Größe ist sie kirchenrechtlich eine Kapelle, da der von der Bürgerschaft errichtete Bau nicht mit pfarrkirchlichen Rechten ausgestattet wurde. Die Architektur der rot-weißen Marienkapelle ist eine hauptsächlich in der Spätgotik verbreitete Mischform zwischen Basilika und Hallenkirche. Die Kirche steht auf den Ruinen der ehemaligen Synagoge, nachdem die Würzburger die Juden im Mittelalter aus der Stadt vertrieben haben und ein Pogrom an der jüdischen Bevölkerung verübten.
Interessant für mich war das Südportal am Marktplatz. Dort sind die zwölf Apostel aus der Werkstatt von Tilman Riemenschneider zu sehen. Der Meister selbst schuf die beiden Figuren Adam und Eva – die Originale sind heute in der Veste Marienberg im Museum für Franken.
Und eben diese Figuren Adam und Eva sind kunstgeschichtlich etwas Besonderes. Es werden nackte junge und unsichere Figuren gezeigt. Nicht wie sonst im Mittelalter ein Adam mit langem Bart und in Fell gekleidet. Die Sandsteinfiguren Adam und Eva am Südportal sind heute Kopien des Werks von Tilman Riemenschneider, der 1490 vom Stadtrat einen der letzten großen Aufträge in der Tradition der Kathedralskulptur erhielt. Der Stadtrat forderte von ihm eine „meysterliche“, sprich eigenhändige Fertigung.
Die Mühsal des irdischen Lebens sieht man den Figuren Adams und Evas von Tilman Riemenschneider nicht an. „Jugendlich und unschuldig erscheinen sie, weich modelliert, mit sanftmütigen, von gelockter Haarpracht gerahmten Gesichtern und labilen Stand wirken sie wie aus einer anderen Welt“, so das Museum für Franken. Die Aktfiguren sind nicht anatomisch korrekt gestaltet, es sind Idealgestalten. Es sind auch Bauchnabel vorhanden, was natürlich der Bibel widerspricht. Adam aus Lehm geschaffen und Eva aus der Rippe Adams geschaffen.
Eine besondere Atmosphäre haben Weinkeller für mich. In Oberbayern kenne ich Gewölbe, die von den Mönchen zum Kühlen des Bieres genutzt wurden, aber mit den Weinkellern Frankens bin ich weniger vertraut. Daher war es wieder ein Erlebnis den einzigartigen Weinkeller des Bürgerspitals zu durchstreifen und die Atmosphäre der Holzfässer zu genießen, die Reihe an Reihe stehen. Und eine besonderes Erlebnis: ein Blick in die drei Schatzkammern des Weingutes mit dem ältesten Wein der Welt von dem bekannt ist, wo die Reben geerntet wurden. Ich habe ein paar VR 360 Filme gedreht, die den Rundgang durch den Weinkeller zeigen.
Die allerheiligste Schatzkammer In der Schatzkammer des Bürgerspitals werden Weine aus allen Jahrgängen und wichtigen Weinlagen der verschiedenen Rebsorten und Qualitätsstufen in kleinen Mengen gelagert. Anhand dieser Weine soll der Reifeprozess und die Haltbarkeit über längere Zeiträume beobachtet werden. Einzelne Spezialitäten und Raritäten, die auch Sammlerwert haben, werden zu gegebener Zeit zur Versteigerung gebracht.
Leider ist die Schatzkammer 1945 nach der Zerstörung Würzburgs geplündert worden. Ein lückenloser Bestand ist erst ab dem Jahrgang 1958 vorhanden. Die ältesten Weine des Bürgerspitals stammen aus den Jahren 1893, 1909, 1911, 1926. Sie sind in Weinregalen liegend gelagert und mit Zellophan umwickelt, damit sich das Etikett nicht löst. Der optische Zauber von verstaubten Weinflaschen wie in Schauerfilmen gibt es nicht, denn wenn sich das Etikett auf der Flasche löst, dann wird die Datierung schwierig.
Der älteste Wein der Welt Der älteste Wein der Welt von dem bekannt ist, wo er geerntet wurde, ruht hinter Panzerglas in der Schatzkammer des Bürgerspitals – ein 1540er Würzburger Stein. Dieser Wein aus der Zeit Shakespeares, Kaiser Karl V. und des Reformators Martin Luther gilt bis heute als sogenannter Jahrtausendwein. Er ist als der „allerrareste und kostbarste Wein in diesem Seculo“ in die Geschichte eingegangen.
Im Jahre 1961 wurde im Rahmen einer Raritätenprobe in London die damals noch zweite vorhandene Flasche dieses Weines von dem großen Weinkenner und Autor Hugh Johnson verkostet. Der Johnson ist die Bibel für Weinliebhaber. Johnson berichtet: „Die zur Zelt älteste Flasche Wein, die je mit Genuss getrunken wurde – sie war 421 Jahre alt – es war ein Steinwein, also ein Wein aus der stellen Lage Stein oberhalb von Würzburg, der schönen Barockstadt am Main.“
Und wie schmeckte der Wein? Wie war er nun, dieser über 400jährige Wein? Johnson beschreibt ihn so: „der 1540er Würzburger Stein war noch lebendig, Nichts hatte mir bis dahin so klar vor Augen geführt, dass Wein wahrhaftig ein lebendiger Organismus ist, denn diese braune madeiraähnliche Flüssigkeit vor mir hielt noch immer die aktiven Lebenselemente in sich fest, die sie von der Sonne jenes längst vergangenen Sommers in sich aufgenommen hatte. Auf nur schwer fassbare Weise ließ dieser Wein sogar seinen deutschen Ursprung ahnen. Etwa zwel Schluck konnten wir von der jahrhundertealten Substanz nehmen, ehe sie durch die Berührung mit der Luft verging, ihren Geist aufgab …“ Wunderbare Zeilen, wie ich meine, die den Zauber eine Raritätenverkostung beschreiben.
Dieser 1540er Wein ist neben vier weiteren Weinen und einem Champagner aus den Jahren 1822, 1857, 1921 eine Dauerleihgabe von Henry G. Simon, der aus einer alten Weinhandelsfamilie aus Wiesbaden stammt.
Modernes Unternehmen Natürlich gibt es in dem Weinkeller neben dem historischen Teil mit alten Eichenfässern auch einen moderne Abteilung mit Stahlbehältern. Auch sie haben eine Atmosphäre, allerdings weniger romantisch als vielmehr technisch. Schließlich ist das Bürgerspital ein moderner Weinbaubetrieb mit zeitgemäßen Onlinehandel.
Bürgerspital Weingut Ein Erlebnis war für mich der Rundgang in den romantischen Kellergewölben des Bürgerspitals. Es ist einer der größten Holzfasskeller Deutschlands. Das Bürgerspital Weingut in Würzburg ist ein modernes, der Qualität und Tradition verpflichtetes, 700 Jahre altes Spitzenweingut in Franken. Auf 120 Hektar Rebfläche werden in erster Linie die klassischen Rebsorten Riesling, Silvaner und Burgunder angebaut und in Bocksbeutel gefüllt. Wertvollster Schatz sind die einzigartigen Weinlagen, allen voran der Würzburger Stein und die Stein-Harfe. Das Weingut selbst ist Teil der Stiftung Bürgerspital zum Hl. Geist, deren ursprünglicher Stiftungszweck, die Pflege von Bedürftigen, bis heute fortgeführt wird. Mit jeder verkauften Flasche Wein wird dieses soziale Engagement unterstützt. Ich durfte die Tour durch den Weinkeller auf Einladung des Münchener Vereins machen.
Ich will es gleich mal klarstellen: Ich war es nicht und hab damit nix zu tun. Aber ich würde so gerne mal ein Glas davon kosten. Ein Fass Ardbeg Islay Single Malt Scotch Whisky aus dem Jahr 1975, das zwei Destillerie-Schließungen überstand, ist an eine private Sammlerin in Asien für 16 Millionen Pfund (ca. 18,9 Millionen Euro) verkauft worden.
Foto: Ardbeg
Das „Cask No. 3“ ist die älteste Abfüllung von Ardbeg bislang und so kostbar, da die Destillerie in den 1970ern Jahren nur wenigen Single Malt herstellte. In den 1980ern und 1990ern Jahren war Ardbeg die meiste Zeit komplett geschlossen. Vom bekannten Whiskyexperten Charles MacLean als ein „bemerkenswertes Stück flüssiger Geschichte“ beschrieben, wird das Cask No. 3 in den nächsten fünf Jahren für die Sammlerin in Flaschen teilabgefüllt. Damit entsteht eine vertikale Sammlung gereifter Ardbegs, nicht wiederholbar für mindestens ein Jahrzehnt. Mit einer Spende von 1 Mio. Pfund (ca. 1,18 Mio.€) für mildtätige Zwecke an die Kommune der Insel Islay, der Heimat von Ardbeg, honoriert die Destillerie die fünfzigjährige Geduld und die Generationen der Destillerie-Mitarbeiter hinter dieser äußerst raren Abfüllung.
Foto: Ardeg
Der Verkauf des Cask No. 3 übertrifft bei weitem alle bisherigen Auktionsrekorde für ein Single Malt-Fass. Trotz ihrer Berühmtheit für die rauchigsten und meistprämierten Whiskys war der Weg der Destillerie oft turbulent. In den 1970ern Jahren wurde der größte Teil des erzeugten Whiskys an die Blending-Industrie verkauft und nur ein kleiner Teil für Single Malt Abfüllungen reserviert. Entsprechend rar sind die Bestände aus diesem Jahrzehnt. In den 1980ern Jahren war die Destillerie überwiegend geschlossen und die Zukunft von Ardbeg hing in der Schwebe. Wiedereröffnet und im Jahr 1996 erneut geschlossen, dachten viele, dass dies es für immer sei. Im folgenden Jahr wurde die Destillerie vor dem Aus gerettet und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt. Heute hat Ardbeg viele glühende Anhänger, unzählige Preise gewonnen und wird in den renommiertesten Bars der Welt genossen. Doch die dunkelsten Tage von Ardbeg sind seinen Fans auch heute noch sehr bewusst.
Foto: Ardbeg
Vorstandsvorsitzender Thomas Moradpour sagt laut Pressemitteilung: „Dieser Verkauf erfüllt die gesamte Ardbeg Community, die unseren Weg begleitet, mit großem Stolz. Vor 25 Jahren stand Ardbeg kurz vor dem Zusammenbruch und heute zählen die Abfüllungen zu den begehrtesten Whiskys der Welt. Ein Ergebnis harter Arbeit mehrerer Generationen: Von den Stillmen an den Brennblasen, die unsere rauchigen Destillate herstellen, über die Mitarbeiter in den Warehouses, die die Fässer über Jahrzehnte pflegen, bis hin zu den Teams in aller Welt, die den Ruf unseres Whiskys bei Fans, Bartendern und Sammlern pflegen.“ Der rauchige, ausgewogene Single Malt des Cask No. 3 wurde am Dienstag, dem 25. November 1975 destilliert – damals mälzte Ardbeg seine Gerste noch vor Ort – und in ein Bourbon- und ein Oloroso-Sherry-Fass abgefüllt. Über 38 Jahre hinweg reiften die beiden Fässer im Ardbeg Warehouse unter aufmerksamer Kontrolle mehrerer Generationen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am 31. März 2014 ließ Dr. Bill Lumsden, Ardbegs renommierter Director für Whisky-Kreation, beide Fässer vermählen, um einen noch außergewöhnlicheren Single Malt zu komponieren. Der Whisky reifte weiter in einem Single Refill Oloroso-Sherry-Fass, das nur geringste Holznoten abgab. Heute, mehr als 46 Jahre nach seiner Geburtsstunde, verströmt dieser Single Malt ein wahres Potpourri an Sherry- und Raucharomen sowie einen reichhaltigen, eleganten Geschmack. Das Cask No. 3 wird für die neue Besitzerin in den kommenden fünf Jahren an einem sicheren Ort auf Islay weiterreifen. Jedes Jahr werden 88 Flaschen aus diesem Fass abgefüllt und bis zum Jahr 2026 erhält die Sammlerin eine einzigartige Reihe seltener Ardbegs aus dem Jahr 1975, die dann 46, 47, 48, 49 und 50 Jahre alt sein werden. Experten sehen im Verkauf des Cask No. 3 einen weiteren Beweis für die besondere Anziehungskraft von Ardbeg und den Anlagewert von Single Malt Scotch generell. Charles MacLean, der Autor und international bekannte Whisky-Experte lobt die herausragende Qualität des Cask No. 3: „Dieser wirklich einzigartige Whisky ist ein bemerkenswertes Stück flüssiger Geschichte – eine eindrucksvolle Kostprobe aus einer Zeit, als Ardbeg seine Gerste noch selbst mälzte. Viele alte Whiskys können an Geschmack verlieren im Laufe der Jahre. Das Cask No. 3 hingegen ist ein wirklich wunderschöner Whisky. Er ist sehr komplex und auch nach fast einem halben Jahrhundert noch sehr lebendig.“ Zur Faszination von Ardbeg für Sammler meint er: „Es gibt drei Faktoren, die einen bestimmten Whisky als Anlage interessant machen: Seltenheit, Geschmack und Besonderheit. Sammler lieben schottischen Whisky aufgrund seiner Herkunft und Geschichte, zudem besteht großes Interesse an rauchigen Islay-Whiskys. Und Ardbeg ist besonders rar – es gibt einfach kaum mehr Abfüllungen aus dieser Zeit.“ Becky Paskin, Whisky-Expertin und Gründerin von OurWhisky, sagt, dass die Begehrlichkeit von Ardbeg noch gewachsen ist: „Das Cask No. 3 ist zweifellos faszinierend, nicht nur aufgrund seiner Rarität. Es stammt aus einer Destillerie, die den Ruf hat, hervorragende Abfüllungen zu erschaffen, weltweit Kultstatus genießt und einen festen Platz in den Herzen der Whiskyliebhaber einnimmt. Ardbeg zählt zu den wenigen Destillerien in Schottland mit Vermächtnis, Geschichte und Charme, die solch ein seltenes Fass für diesen Preis verkaufen können. Das Faszinierende ist, dass die Sammlerin nicht einfach ein Ardbeg-Fass kauft, sondern eine vertikale Reihe, die in den nächsten fünf Jahren weiterreift und sich entwickelt. Das ist eine seltene Gelegenheit, die Entwicklung eines Fasses im Laufe der Zeit zu beobachten.“
Raritäten-Whiskys Raritäten-Whiskys sind in den vergangenen Jahren für Investoren immer beliebter geworden. Andrew Shirley, Herausgeber des renommierten Knight Frank Wealth Report, sagt: „In den vergangenen zehn Jahren ist seltener Whisky die Anlageklasse mit der höchsten Wertentwicklung in unserem Luxury Investment Index gewesen. Unser Index mit Auktionsergebnissen rarer Flaschen verzeichnete in den letzten 10 Jahren einen Wertzuwachs von 428 Prozent, allein im vergangenen Jahr 9 Prozent. Diese Rekordsumme für ein verkauftes Fass hat eine sehr interessante neue Höchstmarke gesetzt, auch wenn der äquivalente Preis für eine Flasche – 36.000 Pfund (ca. 42.500€) mit Auktionsergebnissen von seltenen Flaschen gut vergleichbar ist.“ Wisst ihr was, ich trinke meinen Whisky in erster Linie und stell ich nicht in den Tresor.
Bei uns zu Hause stehen in verschiedenen Zimmern Amazon Echo Geräte unterschiedlicher Generationen, im Volksmund Alexa genannt. Im Moment haben wir eine weibliche Stimme eingestellt mit der Alexa spricht. So weit so gut.
Im Moment schaut nur Kater Atari aus dem Echo raus, aber was wäre wenn …
Nun geht Amazon einen Schritt weiter. Amazon verleiht seiner Sprachassistentin Alexa nun auf Wunsch nun die Stimme Verstorbener. Wie gerne würde ich die Stimme meines verstorbenen Vaters hören. Wenn ich eine Minute Ton hätte, dann könnte die neue Technik von Amazon helfen. Alexa-Forschungschef Rohit Prasad präsentierte vor kurzem ein neues Feature, bei dem Alexa einem Kind mit der Stimme der verstorbenen Großmutter ein Märchen vorliest. Dazu gibt es ein Video. Dafür habe weniger als eine Minute Aufnahmen der Verstorbenen als Trainingsmaterial gereicht. So weit so gut.
Jetzt kommt ein Gedankenexperiment: Ich vermisse meinen Vater und ich habe von meinen Vater eine Audioaufnahme und füttere damit mein Amazon Echo System. Alexa spricht damit mit der Stimme meines Vaters. Ich kann also – theoretisch – Gespräche mit meinen verstorbenen Vater Gespräche führen, weil Alexa die Sprache meine Vaters angenommen hat und auf meine Anfrage spricht. Gespenstisch.
Und jetzt wird es dramatisch. Was würde passieren, wenn ich nicht akzeptieren will, dass mein Vater verstorben ist und in einer Scheinwelt lebe, täglich mit seinen Fotos an der Wand spreche. Wenn ich bei meinem Echo Show nun das Bild meines Vaters einblende und das Echo Show Gerät mit der Stimme meines Vaters sprechen lasse, bekomme ich dann einen Knacks?
Analog kann man natürlich statt Vater, die beste Freundin, den Bruder usw einsetzen – wie gesagt, es ist ein Gedankenexperiment.
Das Thema Energieversorgung beschäftigt uns alle. Im Moment prüfen wir innerhalb der Familie die Anschaffung einer Solaranlage. Ein Kunde von mir hat die Umrüstung für seinen Betrieb fast hinter sich.
Abseits der großen politischen Diskussionen glaube ich, dass wir unser Leben verändern müssen und Veränderung ist schwer. Ein „Weiter so“ halte ich für falsch. Und so taste ich mich langsam vor. Ich habe mir beim Amazon Prime Day ein System von EcoFlow bestellt, was in den nächsten Tagen eintreffen wird. Die EcoFlow-Powerstation soll mit ihren Solarpanels für den notwendigen Strom für MacBook Pro, iPads, iPhones und eBook-Reader in der Familie sorgen. Wir wollen auf diese Gerätschaften nicht verzichten und ich suche eine Möglichkeit wenigstens einen kleinen Teil der persönlichen Energiewende beizutragen. Kleine Schritte, denn Veränderung beginnt bei der eigenen Person.
Links Anker, rechts BigBlue.
Bis wir uns für die große Solaranlage entschieden haben und das EcoFlow-System läuft, spiele ich seit Wochen mit Solarpanels herum, um die verschiedenen Powerbanks im Hause aufzuladen. Diese Powerbanks versorgen im Moment einige elektronische Geräte im Haushalt. Es funktioniert, weil die Sonne gerade richtig Power liefert und ich ein Kreislaufsystem mit meinen Powerbanks entwickelt habe – und die Familie damit nerve.
Ich bin ein Fan des chinesischen Herstellers Anker und habe zahlreiche Produkte aus dem Hause. Allerdings war ich vom Anker PowerSolar 24W nicht überzeugt. Zwar verfügt das Teil über drei USB-Anschlüsse und kann damit drei Powerbanks laden. Allerdings machte mir die Überhitzung des Geräts einen Strich durch die Rechnung. Das erste Panel gab nach einem Tag Arbeit aufgrund von Überhitzung den Geist auf. Der sehr freundliche und kompetente Support von Anker schickte mir sofort ein Ersatzgerät zu, was allerdings am zweiten Arbeitstag wieder aufgrund Überhitzung seinen Dienst einstellte. Schade, aber ein Solarpanel, das nicht lädt, bringt nichts. Also ging das PowerSolar 24W 3-Port USB Solarladegerät zurück an Amazon/Anker. Vielleicht haben andere User bessere Erfahrungen.
Deutlich besser schlägt sich seit Wochen das BigBlue 28W Tragbar Solarladegerät. Es hat zwar nur zwei USB-Schnittstellen für die Powerbanks, macht aber bisher keine Probleme. Das Produkt hat ein digitales Amperemeter, das die Menge an Ampere anzeigt und einen inneren Chip, der eine stabile Ladung sicherstellt. Laut Hersteller wandeln die Solarzellen bis zu 21,5% bis 24% der Sonnenenergie in Strom um. Es kann maximal 5V/4A bei zwei Ports ausgeben. Ich habe das alles nicht nachgemessen. Ich stelle nur fest: Das System funktioniert bei Sonneneinstrahlung. Ich hatte keine Ausfälle. Am Gerät ist eine Tasche mit Reißverschluss, um Powerbanks oder Smartphones zu verstauen. Darauf verzichte ich und habe lieber längere USB-Kabel besorgt und meine Powerbanks außerhalb der Sonneneinstrahlung verstaut. In der Sonne werden trotz netten Täschchens die Powerbanks zu heiß.
Das nächst größere Gerät ist das BigBlue 36W Solar Ladegerät PD20W mit mehreren Anschlüssen. Das sieht gut aus. Auf den Kauf habe ich aber verzichtet, weil ich ja künftig alles über das EcoFlow mit eigenen EcoFlow-Solarpanels laufen lassen will. Ich werde von meinen Erfahrungen berichten.