Posts Tagged ‘Nockherberg’

Karnevalist aus Unterfranken: Peter Kuhn

20. Juli 2022
Peter Kuhn

Die erfolgreichste Sendung im Bayerischen Fernsehen ist nicht der Nockherberg und kommt nicht aus Oberbayern. Der Zuschauermagnet kommt aus Unterfranken mit der Sendung Fastnacht in Franken. Das Quotenhighlight ist wichtig für die bayerische Politik und Gesellschaft. Der Marktanteil Bayern liegt bei 40,6 Prozent, bundesweit 10,4 Prozent.
Ich geb es zu, dass mir dieser Humor nicht liegt und ich die Star der Fastnacht nicht so richtig auf dem Schirm habe. Daher war es sehr schön, dass mir der Münchener Verein bei einer Sitzung in Würzburg einen Karnevalisten näher gebracht hat: Peter Kuhn

Der Karnevalist steht recht.

Peter Kuhn tritt seit 1991 als Büttenredner bei der Fastnachtsgesellschaft „Schwarze Elf Schweinfurt“ auf. Überregional bekannt wurde er durch seine alljährliche Mitwirkung in der Sendung „Fastnacht in Franken“ des Bayerischen Rundfunks. Seine Büttenreden sind politischer und gesellschaftskritischer Art und zeichnen sich durch ein gehobenes Niveau, viele Anspielungen und Doppeldeutigkeiten in den stets gereimten Vorträgen aus.

Bei seinem Auftritt bei der Veranstaltung des Münchener Verein zeigte er rund 15 Minuten eine hervorragende Kostprobe seiner Kunst, die auf den Versicherungskonzern zugeschnitten war. Dabei sprach Kuhn die Probleme im Handwerk sehr deutlich an und nahm seinen Kunden die Versicherungsgruppe kritisch auf dem Arm.

Wikileaks ist wie beim Derbleck’n

14. Dezember 2010

Irgendwie ist der Trubel um Wikileaks wie beim Derbleck’n am Aschermittwoch. Für die Nichtbayern: Derbleck’n findet zur Starkbierprobe auf dem Münchner Nockherberg statt. Dort wird in einer Art Kabarett satirehaft bayerischen und bundesdeutschen Politikern der Spiegel vorgehalten. Die Betroffenen reagieren staatsmännisch und lassen den Spott über sich ergehen. Natürlich sind sie gekränkt, lassen sich aber nichts anmerken. Aber das Schlimmste ist: Wenn man als Politiker beim Derbleck’n nicht erwähnt wird. Dann ist man aus bayerischer Sicht unwichtig und der Politiker sollte sich ernsthaft Sorgen um seine Popularität machen.

Ähnlich ist es bei Wikileaks. Ich kenne Politiker – Namen tun nichts zur Sache – die haben ihre Mitarbeiter beauftragt, die Dokumente von Wikileads nach ihren Namen zu durchsuchen. Grund: Man habe ja ein hervorragendes Verhältnis zu den USA und man sei schließlich wichtig. Und dann das große Geschrei: In Wikileads gibt es keinen Eintrag, keinen Bezug, keinen Verweis. Das ist eine Schande. Vielleicht ist es mit dem guten Verhältnis zur USA doch nicht so toll bestellt oder der Politiker muss einfach einsehen: Ich bin nicht wichtig.