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Solartaschenlampe Little Sun

8. November 2022

Auf einer Messe habe ich an einem Stand eines Solaranlagenherstellers eine kleine Sonne geschenkt bekommen. Ich bin ziemlich begeistert von dieser Solarlampe, dass ich noch gleich ein paar mehr für meine Familie besorgt habe.
Wir müssen alle Energiesparen und es sind auch die kleinen Taten, die zählen, denn sie verändern unser Bewusstsein und die Einstellung zu vielen Dingen. Und mi der Little Sun kann ich zudem noch Gutes tun.

Ich kenne von meinem Engagement für die Aktion PiT Togohilfe Solarlampen für die Dritte Welt. Jetzt betreibe ich mit der Little Sun eine eigene Solartaschenlampe. Tagsüber liegt die Lampe in der Sonne und lädt das kleine Solarpanel auf. Bei fünf Stunden Ladenzeit in der Sonne gibt die Lampe 50 Stunden Licht auf der niedrigsten und vier Stunden auf der hellsten Stufe, wobei ich zugeben muss, dass ich immer die hellste Stufe nutze. Die Lampe ist auch dimmbar. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielseitig: Wandern, Zelten, Camping – alles Tätigkeiten, die ich nicht unbedingt ausführe. Ich habe die Lampe zum Lesen, beim abendlichen Grillen und der Suche nach Krimskrams im Keller. Die kraftvolle, solarbetriebene Taschenlampe mit stufenloser Dimm-Funktion und Trageband wurde designt vom Künstler Olafur Eliasson – und da wird die ganze Sache für mich noch interessanter.

Im Jahr 2019 habe ich von Eliasson in der Pinakothek der Moderne die hervorragende Ausstellung WASSERFarben von ihm gesehen. Ólafur Elíasson ist ein dänischer Künstler isländischer Herkunft. Er lebt in Berlin und Kopenhagen und beschäftigt sich vornehmlich mit physikalischen Phänomenen in der Natur. Schon im Jahr 2012 entstand die Little Sun, aber ich bin erst nach zehn Jahren darauf gestoßen.

Das auf Solarlicht basierende Projekt Little Sun von Olafur Eliasson ist ein Kunstwerk, das im Alltag verwendet werden kann. Mit Little Sun wird Licht zu einem Mittel, um den Alltag von Menschen auf der ganzen Welt zu verändern und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, unabhängig vom Stromnetz zu leben. Das finde ich eine hervorragende Idee. Eliasson hat zusammen mit dem Ingenieur Frederik Ottesen die Little Sun LED-Solarlampe entwickelt, um den 1,2 Milliarden Menschen weltweit, die ohne Strom leben, sauberes, erschwingliches Licht zu verschaffen, das in netzunabhängigen Gebieten zur Verfügung steht.

Little Sun ist gleichzeitig ein globales Projekt, ein soziales Unternehmen und ein Weg, die Welt durch gemeinsames Licht zu verbinden und Solarenergie für alle zugänglich zu machen.
In netzfernen Gebieten bieten die tragbaren Solarlampen eine saubere Alternative zu giftigen und unsicheren brennstoffbasierten Beleuchtungen wie Kerosinlaternen, deren Rauchemissionen den Nutzern erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. Die Umstellung von Kerosin auf Little-Sun-Licht in der Nacht bedeutet, dass Kinder lernen können, Familien gemeinsam kochen können, Geschäfte geöffnet bleiben und Menschen sich treffen können. Der Zugang zu sauberem Licht fördert nicht nur die Gesundheit, sondern erhöht auch die Produktivität und die Lebensqualität, so die Idee des Künstlers.
Little Sun wurde, so heißt es, in engem Dialog mit Nutzern in Äthiopien entwickelt und ist die erste Solarlampe, die ästhetisches und praktisches Feedback aus netzfernen afrikanischen Regionen berücksichtigt. Die äthiopische Meskel-Blume, ein nationales Symbol für Positivität und Schönheit, inspirierte das Design der Lampe.

Little Sun wird weltweit verkauft. Das Vertriebssystem stellt eine wichtige Verbindung zwischen unterschiedlichen Regionen her: In Ländern mit Elektrizität liefert jede verkaufte Little Sun eine Little Sun an eine netzferne afrikanische Gemeinde zu einem lokal erschwinglichen Preis.
Da fühl ich mich doch gleich besser.

Solarpanels für meine (kleine) Energiewende

14. Juli 2022

Das Thema Energieversorgung beschäftigt uns alle. Im Moment prüfen wir innerhalb der Familie die Anschaffung einer Solaranlage. Ein Kunde von mir hat die Umrüstung für seinen Betrieb fast hinter sich.

Abseits der großen politischen Diskussionen glaube ich, dass wir unser Leben verändern müssen und Veränderung ist schwer. Ein „Weiter so“ halte ich für falsch. Und so taste ich mich langsam vor. Ich habe mir beim Amazon Prime Day ein System von EcoFlow bestellt, was in den nächsten Tagen eintreffen wird. Die EcoFlow-Powerstation soll mit ihren Solarpanels für den notwendigen Strom für MacBook Pro, iPads, iPhones und eBook-Reader in der Familie sorgen. Wir wollen auf diese Gerätschaften nicht verzichten und ich suche eine Möglichkeit wenigstens einen kleinen Teil der persönlichen Energiewende beizutragen. Kleine Schritte, denn Veränderung beginnt bei der eigenen Person.

Links Anker, rechts BigBlue.

Bis wir uns für die große Solaranlage entschieden haben und das EcoFlow-System läuft, spiele ich seit Wochen mit Solarpanels herum, um die verschiedenen Powerbanks im Hause aufzuladen. Diese Powerbanks versorgen im Moment einige elektronische Geräte im Haushalt. Es funktioniert, weil die Sonne gerade richtig Power liefert und ich ein Kreislaufsystem mit meinen Powerbanks entwickelt habe – und die Familie damit nerve.

Ich probierte zwei Solarpanels für die Powerbanks aus: Das waren von Anker PowerSolar 24W 3-Port USB Solarladegerät und das BigBlue 28W Tragbar Solarladegerät 2-Port USB.

Parsifal ist skeptisch.

Ich bin ein Fan des chinesischen Herstellers Anker und habe zahlreiche Produkte aus dem Hause. Allerdings war ich vom Anker PowerSolar 24W nicht überzeugt. Zwar verfügt das Teil über drei USB-Anschlüsse und kann damit drei Powerbanks laden. Allerdings machte mir die Überhitzung des Geräts einen Strich durch die Rechnung. Das erste Panel gab nach einem Tag Arbeit aufgrund von Überhitzung den Geist auf. Der sehr freundliche und kompetente Support von Anker schickte mir sofort ein Ersatzgerät zu, was allerdings am zweiten Arbeitstag wieder aufgrund Überhitzung seinen Dienst einstellte. Schade, aber ein Solarpanel, das nicht lädt, bringt nichts. Also ging das PowerSolar 24W 3-Port USB Solarladegerät zurück an Amazon/Anker. Vielleicht haben andere User bessere Erfahrungen.

Deutlich besser schlägt sich seit Wochen das BigBlue 28W Tragbar Solarladegerät. Es hat zwar nur zwei USB-Schnittstellen für die Powerbanks, macht aber bisher keine Probleme. Das Produkt hat ein digitales Amperemeter, das die Menge an Ampere anzeigt und einen inneren Chip, der eine stabile Ladung sicherstellt. Laut Hersteller wandeln die Solarzellen bis zu 21,5% bis 24% der Sonnenenergie in Strom um. Es kann maximal 5V/4A bei zwei Ports ausgeben. Ich habe das alles nicht nachgemessen. Ich stelle nur fest: Das System funktioniert bei Sonneneinstrahlung. Ich hatte keine Ausfälle. Am Gerät ist eine Tasche mit Reißverschluss, um Powerbanks oder Smartphones zu verstauen. Darauf verzichte ich und habe lieber längere USB-Kabel besorgt und meine Powerbanks außerhalb der Sonneneinstrahlung verstaut. In der Sonne werden trotz netten Täschchens die Powerbanks zu heiß.

Das nächst größere Gerät ist das BigBlue 36W Solar Ladegerät PD20W mit mehreren Anschlüssen. Das sieht gut aus. Auf den Kauf habe ich aber verzichtet, weil ich ja künftig alles über das EcoFlow mit eigenen EcoFlow-Solarpanels laufen lassen will. Ich werde von meinen Erfahrungen berichten.