Archive for the ‘Medien’ Category

Militärforschung: War mein Ur-Ur-Großvater ein hoher Offizier?

6. März 2010

Was hat mein Ur-Ur-Opa im Krieg gemacht?

Heute mein persönlicher Beitrag zum Tag der Archive. Vergangenheitsbewältigung gehört zu jeder Nation. Und wer hat als Kind seine Großeltern gefragt: Was hast du denn im Krieg gemacht? Ahnenforschung der besonderen Art ist seit kurzem möglich, darauf stieß mich vor kurzem mein Kollege Dieter. Ancestry.de bietet auf einer Unterseite eine der umfangreichsten Sammlungen an militärhistorischen Informationen für die Ahnenforschung, Militärforschung und alle Geschichtsinteressierte. Diese Website, die in Kooperation mit dem Bundesarchiv entstand, enthält rund 3 Millionen Namen. Sie widmet sich dem Thema: Soldatenlisten (Offiziere, Unteroffiziere) und Militärhandbücher der deutschen Armeen, 1600-1914.
War mein Ur-Ur-Großvater ein hoher Offizier? In welchem Regiment hat er gedient, an welchem Standort, welche Auszeichnungen und Orden hat er erhalten? Antworten auf diese Fragen, wertvolle Informationen zu meinen Vorfahren und vieles mehr finde ich hier. Dabei geht die Suche bis ins Jahr 1600 zurück. Diese Sammlung besteht aus 251 militärischen Büchern mit Listen militärischer Offiziere und anderen Details der militärischen Organisation der deutschen Armee und der Vorgängerstaaten. In diesen Soldaten- bzw. Offizierslisten gibt es interessante Informationen wie zum Beispiel: Familiennamen, Regimentszugehörigkeit, Standort, Auszeichnungen, Beförderungen und teilweise auch Geburts- und Wohnortdaten. So kann ich gegebenenfalls als alte Fotos und Zeichnungen aus Familienbesitz mit neuem Leben erwecken, wenn ich mehr über die abgebildeten Personen in Uniform erfahre. Der Leitfaden für die ersten Schritte auf der Website sollten Interessierte lesen, denn es hilft bei der Bedienung der umfangreichen Datenbank.
Zudem ist die Website mit interessanten anderen Datenbanken verknüpft, wie:
Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, 1. Weltkrieg 1914-1918
Diese Datensammlung enthält die Kriegsstammrollen von Soldaten, die während des 1. Weltkriegs (1914-1918) in militärischen Einheiten Bayerns gedient haben. Diese Kriegsstammrollen enthalten folgende Informationen: Name des Soldaten, Rang, Geburtsdatum, Geburtsort und Namen der Eltern. Die erste Ausgabe enthält ca. 1,7 Millionen Aufzeichnungen für die Infanterie, Kavallerie, höhere Stäbe, und das Bayerisches Kriegsministerium.
Deutsche Verluste im Deutsch-Französischen Krieg, 1870-1871
Diese Datenbank enthält 248 Listen von Offizieren und Soldaten der deutschen Armee, die im Deutsch-Französischen Krieg entweder starben, verletzt oder vermisst wurden. Diese Listen wurden in Berlin während dem Krieg fast täglich veröffentlicht. Sie wurden später in einem einzigen Band kompiliert und repräsentieren eine fast vollständige Aufzeichnung der deutschen Todesfälle und Verletzten in diesem Krieg.
Hannoversche Verluste im Russlandfeldzug, 1812-1813
Im Jahr 1812 drangen die Franzosen im Verlauf der Napoleonischen Kriege in Russland ein. Diese Datenbank enthält Listen von ungefähr 2000 deutschen Soldaten aus der Gegend von Hannover, die starben oder vermisst wurden, als sie mit Napoleons Großer Armee in Russland fochten. Zu den Informationen über die Soldaten gehören: Name, Regiment, Rang, Geburtsort oder letzter Wohnort und Informationen über ihre Gefangenschaft, ihr Verschwinden oder ihren Tod.
Militär-Adressbuch (Taschen-Rangliste) aller im Bezirke des VII. Armeekorps wohnenden Offiziere, Sanitätsoffiziere, Veterinäroffiziere und höheren Militärbeamten des Beurlaubtenstandes, 1910
Einfach mal reinklicken und in der Vergangenheit forschen. Ich fand es sehr interessant sich im Web 2.0 Zeitalter mit Geschichte zu beschäftigten.

Der Siegeszug von Blu-ray

28. Februar 2010
Kein Tag vergeht, an dem mich Amazon nicht auf die Neuerscheinung von Blu-rays hinweist. Und dank der Sony Playstation 3 verfüge ich über einen geeigneten Player, um die Disks der neuen Generation abzuspielen. Ton und Bild in Bestform.
Aber ich bin mir auch sicher, die Blu-ray wird das letzte optische Speichermedium sein, das ich mir gekauft habe. Künftig werden die Filme rein digital vertrieben. Die Strukturen dazu entstehen gerade und etablieren sich.
Leider hat sich meine Lieblingsfirma Apple noch nicht durchringen können, auf Blu-ray zu setzen. Ich habe zwar einen LG Brenner für Kundenprojekte, aber einen Player am Mac gibt es ich nicht und das ist schade. Steve Jobs will wohl seinen iTunes Store mit Filmen etablieren, doch ich will eine Blu-ray auch mal unterwegs im Zug schauen und nicht vorher laden.
Ich greife derzeit gerne zu den blauen Scheiben. Blu rays werden billiger. Die Zahl der verkauften Blu-ray Discs hat sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Dazu wurden vier Mal so viele Blu-ray Player verkauft wie im Jahr zuvor. Das sagt auch Thilo Röhrig, Vorsitzender der Blu-ray Group Deutschland. Bei Preisen von 100 Euro pro Player ist dies kein Wunder. Und wenn man sich herkömmliche DVDs am Blu-ray-Player ansieht, wird man auch hier eine Qualitätsverbesserung feststellen.
Leider gibt es nicht alle Filme auf Blu-ray. So hätte ich gerne Barry Lyndon auf dem neuen Medium und zahlreiche Horrorfilme der siebziger Jahre fehlen mir auch noch. Trash-Filme brauchen wohl noch eine Zeit, bis sie auf Blu-ray erscheinen. Dennoch versuche ich, neue Filme ausschließlich auf Blu-ray zu kaufen.
Jetzt muss ich nur noch Fernsehtechnisch nachrüsten. Derzeit hängt die PS3 an einem HD-fähigen Monitor, nachdem wir kein TV-Gerät mehr zu Hause haben. Der Mac streamt über Elgato das Fernsehbild ins Wohnzimmer. Aber die 42-Zoll-Fernseher sind schon verlockend. Allein dieses Jahr sollen in Deutschland 8,2 Millionen Flach-TVs verkauft werden. „Wer deren Potenzial ausschöpfen will, braucht Blu-ray“, sagt Thilo Röhrig und er hat recht. Darüber hinaus wird die HDTV-Übertragung das Interesse an hochauflösenden Bildern und damit auch an Blu-ray fördern. Blöd ist nur, dass mich nichts interessiert, was im Fernsehen läuft.

ORF-TVthek: Die ersten 100 Tage

26. Februar 2010

ORF-Onlinedirektor Thomas Prantner ist mit der ORF-TVthek zufrieden.

Durch Web 2.0 lassen sich die User nicht mehr vorschreiben, wann sie sich vor die Glotze zu setzen haben. Der User will Content on Demand. Er will fernsehen, wann er Lust dazu hat und nicht, wann die Rundfunkanstalten ihr Programm ausstrahlen.

Unter anderem aus diesem führten die Sender bei uns die Mediatheken auf deren Websites ein. Ich nutze selbst sehr oft die ZDF-Mediatehek und das Online-Angebot von Arte. Ein neues Angebot unserer Nachbarn- feierte dieser Tage das 100tägige Bestehen. Die ORF-TVthek.

Seit 16. November 2009 stehen für das Publikum unter TVthek.ORF.at ca. 70 ORF-TV-Sendungen regelmäßig als Video-on-Demand sowie zahlreiche Livestreams bereit. Die erste Bilanz nach 100 Tagen „Fernsehen wo und wann Sie wollen“ fällt mit 17,3 Mio. abgerufenen Video-Files positiv aus. Die ORF-TVthek gilt als das zentrale multimediale Projekt der ORF-Direktion für Online und neue Medien. ORF-Onlinedirektor Thomas Prantner: „Ich bin außerordentlich zufrieden mit den ersten 100 Tagen ORF-TVthek. Wie richtig wir damit liegen, dem Publikum zeit- und ortsunabhängig nutzbare TV-Contents anzubieten, zeigen die anhaltend hohen Zugriffszahlen.“

Die Zahlen etwas genauer:  In den ersten 100 Tagen wurden insgesamt 17,3 Mio. Video-Files über TVthek.ORF.at abgerufen (Video-on-Demand und Livestreams), im Schnitt wurden damit seit dem Start täglich 173.000 Mal Videos genutzt. Bisheriger Rekord-Monat war der Januar 2010 mit insgesamt 5,3 Mio. Video-Zugriffen.

Die am meisten abgerufene Video-on-Demand-Sendung der ORF-TVthek ist „Thema“ vom 16. November 2009 (Kampusch-Interview), gefolgt vom „Club 2“ am 3. Februar 2010 (Reformschub oder Rechtsruck – was brachte uns Schwarz-Blau) und „Eco“ am 19. November 2009. Weiter in den Top-30 finden sich acht „Report“-Sendungen, acht Mal die „Zeit im Bild um 19.30 Uhr“, drei Mal „Universum“, zwei Mal die „Zeit im Bild 2“, der „Silvesterstadl“, eine weitere „Eco“-Sendung sowie je ein Mal Ausgaben von „Newton“, „Schauplatz Gericht“, „Im Zentrum“ und „Heute in Österreich“. Die zum allergrößten Teil weltweit verfügbaren Angebote der ORF-TVthek werden auch außerhalb Österreichs intensiv genutzt, die meisten Zugriffe aus dem Ausland gibt es aus Deutschland, den USA und Großbritannien. Filmregisseur Robert Dornhelm meint dazu: „Als Weltenbürger mit österreichischen Wurzeln ist die ORF-TVthek ein wichtiges Instrumentarium, das mir die Verbindung zur Heimat aber auch zur Welt erleichtert.“ Aus dem fernen Russland sagt Boris Nemsic, Chef von VimpelCom:  „Die ORF-TVthek ist für mich die perfekte Plattform, um auch im Ausland über alles, was sich in Österreich tut, am Laufenden zu bleiben. Ich bin ein interessierter Beobachter des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Geschehens in Österreich, jeder Abend in Moskau – oder wo auch immer ich gerade bin – endet meist damit, dass ich durch Österreichs Medienportale surfe.“

Die Verantwortlichen in der Alpenrepublik werden das Programm ausbauen.  In den nächsten Wochen wird dieses mit der EU-Kommission vereinbarte „Startpaket“ durch ORF-TV-Shows und -Comedys komplettiert.

Nach Vorliegen entsprechender rechtlicher Rahmenbedingungen ist geplant, bis Ende 2010 weitere Eigen- und Auftragsproduktionen des ORF, für die der ORF Onlinerechte hält, in die Videoplattform aufzunehmen.

Familie Barbapapa kommt wieder

22. Februar 2010

Barbapapa kommt wieder - diesmal komplett.

Lange, lange ist es her und wenn ich mich zurückerinnere, dann war ich ein riesiger Fan von der Familie: Nein, nict die Waltons, sondern von der Familie Barbapapa. Jetzt kommt die Familie zurück auf DVD. Wenn ich ehrlich bin, kann ich die Titelmelodie noch immer singen, so tief haben sich Barbapapa, Barbabella und Barbalala in mein Medienbewusstsein eingebrannt.
Ab dem 30. April 2010 bringt Universum Kids die Barbapapas zurück auf DVD und ergänzt die Ausgaben aus dem Jahr 2003. Die bereits als Doppelboxen erschienenen Barbapapa Classics (2 DVDs) und Um die Welt mit Barbapapa werden nun als Einzel-DVDs angeboten. Komplettiert wird die Barbapapa-Sammlung durch die zwei neu synchronisierten DVDs Classics 3 und 4 mit insgesamt 55 Folgen. Ich hoffe, die Sychronisationen wurden nicht versaut, wie es so oft schon der Fall war. Die sechs DVDs präsentieren sich mit kultverdächtigen Covern im Barbapapa-Look. Alle DVDs nebeneinander gestellt bilden auf dem DVD-Rücken die Barbapapa-Familie ab. Als ganz besonderes Highlight erscheint am 28. Mai 2010 noch die hochwertige Sammlerbox in Barbapapa-Form mit Leporello. In dieser Barbapapa 1-6 – Box befinden sich alle sechs DVDs in einer einzigartig gestalteten Verpackung.
Mal sehen, ob die Namen noch zusammenbekomme: Barbapapa, Barbamama, Barbabella, Barbaletta, Barbarix, Barbakus, Barbawum und Barbabo (der Hippie der Familie). Barbalala wusste ich nicht mehr, da musste ich nachlesen. Cool war, dass in den Folgen der Zeichentrickserie wie auch bei der Rappelkiste in den 70er Jahren gesellschaftliche Themen wie Umweltverschmutzung, Flächenverbrauch, Verkehr, Walfang behandelt wurden. Also für mich ist die Familie Barbapapa Kult und so soll es sein. Also Termin vormerken und DVD kaufen.

43 Prozent der Online Gamer spielen bis zu vier Stunden pro Sitzung

19. Februar 2010

43 Prozent der Online Gamer spielen bis zu vier Stunden pro Sitzung

Als Nutzer von Social Media Diensten im Web stören mich ein paar Sachen. Eine Sache, die mir wirklich auf den Geist geht, sind die Meldungen rund um Farmville und Mafia Wars & Co. Es vergeht kein Tag über seltsame Statusmeldungen, welches Huhn im Stall ist oder welcher Goldschatz in welchem Feld vergraben ist. Meine Frage: Haben die Leut nichts anderes zu tun, als Tag und Nacht diese Spiele zu spielen? Hinkommen die persönlichen Erfolgsmeldungen von Kollegen, welchen Status sie in WoW haben. Ehrlich, ich kann es nicht mehr hören.

Jetzt liegen endlich verbindliche Studien vor. 43 Prozent der Online Gamer spielt zwischen einer und vier Stunden pro Sitzung. Dies geht als erstes Teilergebnis aus der Online Games-Studie des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor, umgesetzt von der Fachgruppe Connected Games. Weiterhin spielt der Großteil abends in der Woche sowie abends am Wochenende. Erstmals wurde durch den BVDW eine repräsentative und plattformübergreifende Befragung mit über 10.000 Online-Spielern in Deutschland durchgeführt. Die BVDW Studie behandelt Aspekte wie die Nutzungsintensität von Online Games sowie die demografische Struktur, das Nutzerverhalten, die Zahlungsbereitschaft und die Werbeaffinität der Spieler. Die Veröffentlichung der BVDW Online Games-Studie ist für März 2010 geplant.

Buchkritik: Extraleben von Constantin Gillies

17. Februar 2010

Gerne bin ich ein Vertreter der typischen C 64-Generation. Ich bin mit dem Commodore C 64 aufgewachsen und habe meine ersten IT-Schritte mit diesem Heimcomputer gemacht. Erst später wurde aus dem HC ein PC. Ich war in der Schule und die Diskussion drehte sich um die Frage: VC 20 oder C 64? Bevor ich diese Frage für mich entschieden habe, kam erst mal der ZX 81 von Sinclair an die Reihe. Das Ding hatte eine Gummitastatur. Dann überzeugte ich meine Eltern und bekam einen C 64 mit Datasette, weil das Diskettenlaufwerk zu teuer war. Später kam noch ein 4-Farb-Plotter dazu durch einen seltenen Zufall. Wir waren als Bayern in Urlaub an der Nordsee-Küste und ein Computerladen hatte den Plotter mit 99 DM falsch ausgezeichnet. Das Ding kostete sonst mehrere hundert Mark. Ich musste meine Hauspostille, das 64er Magazin kaufen und meinen Papa die hochpreisigen Plotter-Anzeigen zeigen, dann griffen wir zu.
Der Rechner, Datasette und Plotter stehen heute im Keller, eingemottet in einen Karton. Heute greife ich vielmehr zu einem netten Buch aus dem Jahr 2008. Extraleben. Ich habe die Taschenbuchausgabe aus dem vorbildlichen CSW-Verlag an einem Wochenende verschlungen, immer wieder herzhaft gelacht, mich selbst erkannt, den Kopf geschüttelt, mich verflucht, mich geärgert und alles mit einem Grinsen im Gesicht. Ein Abenteuerroman für die „Generation Commodore 64“ heißt der Untertitel, also genau für mich. Autor Gilles spielt mit den Archetypen meiner Zeit. Und er ist ein guter Beobachter. Er stellt die Fragen, die ich mir einst auch gestellt habe. Darunter die brennende Frage meiner Zeit: „Gibt es wirklich einen E.T.-Friedhof?“ Ich Depp hatte mir auch das Spiel von Atari gekauft und es war der letzte Mist. Bis heute habe ich das Spiel nicht verstanden. So wie mir ging es auch anderen und es sprach sich rum: Das Spiel blieb wie Blei in den Regalen liegen und Atari bekam massive Probleme. Die Legende sagt, dass Tausende Kopien des Spiels irgendwo in den USA vergraben wurden. Diesen E.T.-Friedhof zu finden war eine Aufgabe in meiner IT-Jugend, ähnlich wie die Suche nach dem Heiligen Gral im Mittelalter.

Extraleben von Constantin Gillies

Und heute? Heute sind wir alte Säcke. Wir erzählen uns wie die beiden Akteure im Buch „Extraleben“ die Geschichten von früher in dem Bewusstsein, dass sich alle des Tatbestands bewusst sind, dass wir alle die Geschichten zum 1000x gehört haben. Das Buch ist für Fans von früher, für alle meine Freunde, die in den 80ern den Computer für sich entdeckt haben. Es ist ein Buch für alle, die Spaß an alten Geschichten haben, die den Charme eine Spielehalle erlegen sind und für die Asteroids und Defender Wahnsinnsspiele waren. Übrigens, auf der Website des Verlages, gibt es Leseproben als PDF und ein schönes Hörbuch mit einem Kapitel. Es liest Komponist Chris Huelsbeck.

Die 10 wichtigsten Lost-Episoden

16. Februar 2010

Lost Episoden 1-5.


Meine Kollegen sind dem Lost-Fieber verfallen. Die US-Serie hat sie in ihren Bann geschlagen und auch ich war ein Lost-Abhängiger. Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Veröffentlichungspoltik von Disney maßlos geärgert hat. Ich habe keine Lust, nur die halbe Season zu kaufen. Das ist reine Geldschneiderei und daher hab ich Lost auf Eis gelegt. Vorerst, wie ich zu geben muss.
Denn ich werde wieder mit Lost beginnen und zwar komplett von vorne. Ich schaue in meinem Urlaub die TV-Serie komplett durch und die fünfte Staffel hol ich mir über iTunes. Lost – Staffel 1 [Blu-ray], Lost – Staffel 2 [Blu-ray], Lost – Staffel 3 [Blu-ray] und Lost – Staffel 4 [Blu-ray].

Und warum bin ich wieder rückfällig geworden? Die Serie macht Spaß, die Cliffhanger sind wunderbar und die Wendungen der Geschichte zwar haarsträubend, aber dennoch spannend.
Da kam eine Mail von Disney gerade recht. Um perfekt auf die 5. Staffel vorbereitet zu sein, hat Disney für mich die zehn ultimativen Lost-Episoden herausgesucht, die alle Fans auf jeden Fall nochmal anschauen sollten. Ich bin gespannt, was die anderen Lost-Fans dazu meinen. Los gehts:

STAFFEL 1

Folge 1.04: „Wildschweinjagd“
Wichtiger Hinweis:
Die Tatsache, dass Locke auf einen Rollstuhl angewiesen war, bevor er auf die Insel kam.

Vorschau auf die 5. Staffel:
Jack und Ben versuchen, Lockes Leiche zurück auf die Insel zu bringen. Kann Locke zu neuem Leben erweckt werden? Die Beziehung, die Locke zur Insel hat, ist ein sehr zentrales Thema in der 5. Staffel.

Folge 1.05: „Das weiße Kaninchen“
Wichtiger Hinweis:
Jacks toter Vater Christian erscheint plötzlich sehr lebendig auf der Insel.

Vorschau auf die 5. Staffel:
Christian kehrt zurück. Und die Tatsache, dass Christian weiße Tennis-Schuhe trägt, ist ein Geheimnis, das ist der 5. Staffel gelüftet wird.

Folge 1.19: „Deus Ex Machina“
Wichtiger Hinweis:
Nachdem Locke gefleht hatte, dass er doch alles getan habe, was die Insel von ihm verlangt hat, erscheint ein Licht in der Lucke der Schwan-Station.

Vorschau auf die 5. Staffel:
Dieses Ereignis wird in der 5. Staffel erneut aufgegriffen. Wir werden erfahren, was es mit der Existenz der Schwan-Station wirklich auf sich hat.

STAFFEL 2

Folge 2.10: „Psalm 23″
Wichtiger Hinweis:
Als Mr. Eko dem schwarzen Nebelmonster Stand hält, haben wir erfahren, dass das Monster die Erinnerungen eines Menschen an sich ziehen kann.

Vorschau auf die 5. Staffel:
In der 5. Staffel taucht das Monster wieder auf und wir werden mehr darüber erfahren.

Folge 2.24: „Zusammen leben – Alleine sterben“
Wichtiger Hinweis:
Sayid, Sun und Jin sehen die Ruinen einer gigantischen Statue mit vier Zehen.

Vorschau auf die 5. Staffel:
Endlich! Die Statue wird wieder erscheinen aber die großen Fragen sind immer noch ungeklärt – warum vier Zehen? Wer hat sie gebaut? Hier müssen wir auf die 6. Staffel warten.
STAFFEL 3

Folge 3.08: „Erinnerungsfetzen“
Wichtiger Hinweis:
Wir erfahren, das Desmond die einzigartige Fähigkeit besitzt, die Zeit in einer nichtlinearen Ebene zu erleben. Die Folge stellt eine ältere Dame namens Eloise Hawking vor, die die Zukunft vorhersehen kann und die Desmond erklärt, dass der Mensch keinen Einfluss auf sein endgültiges Schicksal hat, lediglich über die Entscheidungen, die er bis dahin trifft.

Vorschau auf die 5. Staffel:
Wir werden die mysteriöse Dame wiedersehen, denn sie ist für das gesamte weitere Geschehen von LOST wichtig.

Folge 3.20: „Der Mann hinter dem Vorhang“
Wichtiger Hinweis:
Bens Rückblick führt verschiedene Charaktere der Dharma Initiative aus Bens Kindheit ein. Als junger Mann war Ben an einer Massenermordung der Mitglieder der Dharma Initiative beteiligt.
Richard Alpert kam aus dem Dschungel und wir realisierten, dass sie alle unter einer Decke stecken. Was passierte danach? War Ben ab diesem Zeitpunkt der Anführer der Anderen?

Vorschau auf die 5. Staffel:
Wir werden einige Charaktere der Dharma Initiative aus der Vergangenheit wiedersehen und Sie werden einen neuen interessanten Teil aus Bens Vergangenheit erfahren.

STAFFEL 4

Folge 4.05: „Die Konstante“
Wichtiger Hinweis:
Desmond, der als die Schwan-Station in die Luft flog, einer massiven elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt wurde, wird als Zeitreisender zwischen 1996 und dem Jahr 2004 gezeigt. Als er versucht die Insel auf die falsche Art zu verlassen, hat er seltsame Anfälle, bei dem sein Bewusstsein von 1996 seinen jetzigen Körper heimsucht. Um diese zu überwinden, sucht Desmond Daniel Faraday im Jahr 1996 auf und ermutigt ihn Experimente mit elektromagnetischer Strahlung an der Ratte Eloise durchzuführen. Darüber hinaus erfährt er, dass er die Zeitsprünge mithilfe seiner Freundin Penny beenden kann.

Vorschau auf die 5. Staffel:
Die Konsequenzen, die entstehen, wenn man die Insel nicht korrekt betritt oder verlässt, werden vor allem dann eine entschiedene Rolle spielen, wenn die Oceanic 6 versuchen, auf die Insel zurückzukehren.

Folge 4.09: „Konturen der Zukunft“
Wichtiger Hinweis:
Ben erzählt Charles Whidmore, dass er aus Rache für den Mord an seiner Tochter Alex seine Tochter Penny umbringen wird. Aber Ben sagt auch zu Whidmore „Wir beide wissen, dass ich nicht Dich töten kann“ und Whidmore entgegnet „Diese Insel gehört mir.“

Vorschau auf die 5. Staffel:
Es gibt viele Geheimnisse im Machtkampf zwischen diesen beiden Personen. Sind Sie beide böse? Ist nur einer Böse? Oder sind sie letztendlich beide gut? Diesen Fragen wird in der 5. Staffel nachgegangen.

Folge 4.14: „Die Rückkehr – Teil 3″
Wichtiger Hinweis:
Ben beobachtet den mysteriösen unsichtbaren Jacob, bevor er selbst das altertümliche Steinrad dreht und damit die Insel verschwinden lässt. Doch nicht nur das: einfach alles in dieser Episode ist wichtig!

Vorschau auf die 5. Staffel:
Lockes‘ Schicksal wird von der Insel und/oder von Jacob erneut getestet. Wir sehen Locke’s Tod in der Mitte der Staffel, wobei jedoch die zentrale Frage – was die Insel letztendlich von Locke will – bis zur 6. Staffel nicht beantwortet wird.

Teaser von Fallout New Vegas ist online

13. Februar 2010
Wer diesen Blog kennt, weiß, dass ich ein Freund von Videogames bin. Eine ganze Armada von Konsolen ist zu Hause im Einsatz, je nach Gusto: Aktuell sind PS3, Wii und PSP sowie Nintendo DS. Im Keller sind die Oldies zu finden von denen ich mich nicht trennen kann, allen voran mein Atari Lynx.
Bei der PS3 mag ich vor allem die fette Grafikleistung. Und da freut es mich, dass Fallout 3 fortgesetzt wird. Bethesda Softworks, ein Unternehmen von ZeniMax Media, gibt vor kurzem bekannt, dass im von der Kritik gefeierten Fallout-Franchise schon bald ein weiteres Kapitel aufgeschlagen wird: Fallout: New Vegas erscheint im Herbst 2010. Das Spiel wird derzeit von Obsidian Entertainment für die Xbox 360 von Microsoft, für die PlayStation 3 und Games for Windows entwickelt. Ein erstes Video, das einen Vorgeschmack auf das Spielgeschehen bietet, ist natürlich auch schon da.
Es zeigt eine Art Wall-E-Totengräber. Viel passiert im Trailer nicht, aber dennoch macht der Teaser Lust auf mehr. Die Engine hat sich nicht verändert und neuer Spielort ist Las Vegas nach der Bombe. Ein paar weitere Spielorte nennt die US-Gamerzeitschrift „PC Gamer“ mit dem McCarran Airport, ein Kaff mit Namen Primm, ein Strip Clup und der Hoover Damm, der den Strom für Vegas liefert.
Wie es heißt, so es einen Hardcore-Modus geben. Hier muss der Spieler Nahrung aufnehmen und die fette Muni wirkt sich auf sein Gewicht des Spielers aus. Warten wir den Herbst ab.

Highend-Scherenschnitte im Käse-Spot

12. Februar 2010
Scherenschnitte erinnern mich sehr an meine Jugend. Da habe ich diese Technik im Kindergarten erlernt und auch gerne gemacht. Ich habe Märchenfiguren ausgeschnitten und auf Pappe geklebt und an Schaschlikstäbchen befestigt. So hatte ich ein eigenes Scherenschnitttheater, das mich meinen Eltern vorgeführt habe.
Später als ich Pressereferent der Handwerkskammer München und Oberbayern war, besuchte ich einen Kurs über Gestaltung. Und auch hier waren Scherenschnitte noch aktuell. Ich glaube, das Verfahren hieß Psaligraphie. Ich glaube, die Technik kam aus China und es gibt einen berühmten Scherenschnitt, der das Abbild von Goethe zeigt.

Goethe als Scherenschnitt

Im Film gab es immer wieder Scherenschnitte, obwohl ich zugeben muss, das sie mich hier gelangweilt haben. Da waren wir Animationsfilme lieber. Neulich beim Fernsehen kam meine Jugend wieder zurück. Es kam im Reklamefernsehen ein Spot von  Loose, einem deutschen Käsehersteller. Und hier wird Scherenschnitt in 3D-Technik eingesetzt und zwar absolut perfekt. Die Figuren leben.
Zum Relaunch der Käsemarke hat das Düsseldorfer Produktionshaus Locomotion im Auftrag der Produktionsfirma „Made in Munich“ und in Zusammenarbeit mit der Agentur „Ogilvy & Mather“ den aktuellen TV-Spot mitgestaltet und produziert. Managing & Creative Director Christopher Vulpi erklärte: „Unsere Aufgabe war es, traditionelle Scherenschnitt-Optik in interessantem 3D-Design umzusetzen, um ein beeindruckendes Raumgefühl zu erzeugen.“
Und das Material haut mich vom Stuhl. Die aufwändigen Animationen wurden in real gedrehtes Material eingearbeitet. Besonders der Übergang vom realen Schuss, das „Eintauchen“ in das 3D-Pack, hat das Locomotion-Team kunstfertig realisiert: Während des Drehs sammelte VFX-Supervisor Johannes Müller alle wichtigen Daten, um später die in 3D erstellten Packungen nahtlos in den Spot einzufügen.
In der Postproduktion ersetzte Render Artist Tim Ketzer den vorhandenen Packshot durch ein digitales rundes Pack, um eine sich integrierende und konsistente Pack-Form zu gewährleisten, die sich mit dem Demo-Part deckt. Flame Artist Martin Pietler fügte die dafür gelieferten Layer am Flame zusammen.
Locomotion sind keine Unbekannten in der Branche. Seit dreizehn Jahren ist das Unternehmen in Düsseldorf auf 3D Animationen und „High-end“–Lösungen spezialisiert. „Wir sind digitale Kreative innerhalb eines Visual Effects und Computer Animation Studios”, beschreibt der Managing & Creative Director Christopher Vulpi die Kompetenz des Unternehmens, das mittlerweile rund 30 Mitarbeiter beschäftigt. Die Düsseldorfer haben sich wichtige Adresse etabliert, wenn es um Effekte, Produktion und Postproduktion im Bereich Werbefilm oder TV Branding geht. Internationale Fernsehkampagnen, beispielsweise für  O2, Dr. Oetker, Dove, Snickers, Braun, Smart, Citroen oder Mazda, erhielten in dem Produktionshaus den letzten Schliff.
Der 25sekundenlange Käse-Spot läuft ab heute auf RTL, VOX, Pro7, Kabel 1, Sat.1, RTL II sowie Super RTL und ist außerdem hier zu sehen.
Das Ergebnis ist alles andere als Käse. Der Spot macht Spaß und unterhaltsam. Bitte mehr davon.

Tipps für das optimale User Interface

10. Februar 2010
Wie soll denn das optimale User Interface sein? Diese Frage beantwortet coeno mit ein paar Tipps, die mir sehr sinnvoll erscheinen. Die UX-Spezialisten von coeno haben einen Fahrplan entwickelt, der Interface-Projekte auf Erfolgskurs trimmt.
Gut vorbereitet starten:
Alle am Entwicklungsprozess Beteiligten müssen zunächst ihre Anforderungen konkretisieren. Gutes Design braucht ein Konzept, das auf konkreten Maßgaben basiert. Zeit nehmen für diesen Part ist das Erfolgsrezept: Erste Visualisierungen führen in der Regel zu Konzeptjustierungen. Was sich auf dem Papier gut liest, muss optisch und in der Anwendung nicht unbedingt überzeugen!
Das optimale Team:
Wer Interface-Projekte plant, sollte sich frühzeitig um Spezialisten bemühen – ein Interaction-Designer gehört heute zwingend an Bord. Ohne Kapitän geht es auch nicht: Natürlich sollten alle Beteiligten ins Boot geholt werden. Doch eine letzte Instanz sollte für alle verbindliche Entscheidungen treffen. Diese müssen nicht in Stein gemeißelt sein. Macht es das Projekt erforderlich, kann Beschlossenes geändert werden.
Transparenz und Kollaboration:
Techniker und Interaction-Designer sollten die grafische Interface-Spezifikation gemeinsam schreiben. Das mildert die ohnehin bei größeren Projekten auftretenden Reibungsverluste deutlich ab.
Nicht alles auf einmal:
Gerade Unternehmen und Organisationen, die über keine oder nur wenig Erfahrung mit medienspezifischen Nutzerschnittstellen verfügen, sollten sich zu Beginn nicht überfordern lassen. Ein Heranführen an die Thematik über die wichtigsten Use-Cases und ein bedachtes Vorarbeiten zahlt sich aus.
Das Rad nicht neu erfinden:
Es lohnt sich anzuschauen, was andere bereits geleistet haben. Benchmarking zu betreiben rechnet sich, denn bei der UI-Entwicklung geht es mitnichten um den nächsten Design-Gag. Allerdings sollte man das Benchmarking UI- und UX-Spezialisten überlassen und diese Experten projektbegleitend dabei behalten.
Eigenes Know-how aufbauen:
Unternehmen, die sich mit Interface-Projekten befassen, sollten einen UI/UX-Spezialisten anheuern, zumindest interimsmäßig. Das stellt einen reibungslosen Know-how-Transfer zu externen Dienstleistern sicher und baut zudem wertvolles Wissen im eigenen Hause auf.