Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Kunst: Joan Miro Ausstellung Sternennächte im Lindauer Stadtmuseum

18. August 2013

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Noch bis 1. September 2013 gibt es im Stadtmuseum Lindau die sehenswerte Ausstellung Sternennächte von Joan Miro zu sehen. Gezeigt werden Zeichnungen, Malereien und Skulpturen des spanischen Malers.
Anlässlich seines 120. Geburtstages und 30. Todestages von Joan Miro entschloss sich Kurator Prof Dr. Roland Doschka das Werk des spanischen Künstlers der breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. Die Ausstellung stellt Bekanntes neben Unbekanntes, frühe Arbeiten neben dem bekannten Spätwek. Nachdem Gestirne immer wieder zum Werk des Künstlers gehören, nannte Doschka die Ausstellung Sternennächte. „Sie erscheinen als Leitsterne – wenn man so will – denen zu folgen die Betrachter seiner Kunst eingeladen sind“, so das Stadtmuseum in seinem Ausstellungsflyer.
Doschka hat mit seiner Ausstellung den richtige Riecher und auch ein glückliches Händchen. Miro ist sein drittes Projekt in Lindau nach Ausstellungen mit Werken Pablo Picassos und Marc Chagalls, die in den vergangenen beiden Jahren rund 125000 Besucher ins Stadtmuseum nach Lindau lockten.

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Gut gefallen hat, dass Miro sehr gut didaktisch aufbereitet ist. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm mit Angeboten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche lädt die Ausstellungsbesucher zur Begegnung mit der Künstlerpersönlichkeit Miro und ihrem Werk ein.
Miro, der von 1893 bis 1983 lebte, zählt zu sen populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Jeder kennt die rot glühenden Sonnen, die Monde, Sterne und skurrilen Traumgeschöpfe, die frei im irrationalen Raum schweben.

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Sehr schön, dass sich die ganze Stadt Lindau mit Miro schmückt. Zahlreiche Geschäfte erinnern mit Kompositionen an den Künstler, seien es Schmuckgeschäfte oder Teppichhändler, die Steine im Stil von Miro ausstellen. Wunderbar auch die zahlreichen Miro-Fahnen in der Stadt wie beispielsweise die beflaggte Brücke zur Insel Lindau. Buchgeschäfte bieten Kunstbücher zu Miro an und auch der Platz vor dem Stadtmusum ist mit Miro-Pflanzkübeln geschmückt. So feiert eine ganze Stadt einen Künstler und lädt alle ein zum Mitfeiern.

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Google-Auszeichnung: Computer lernen sprachlich logische Zusammenhänge in Texten

9. August 2013

In meinem Seminaren wird oft diskutiert, wann Computer denn endlich die menschliche Sprache verstehen. Diskussionsgrundlage sind Ausschnitte aus der TV-Serie Star Trek, in denen die Mannschaft mit dem Bordcomputer sprechen und der Rechner sinnvolle Antworten gibt, So weit entfernt sind wir von der Science Fiction-Welt nicht.

Wäre das nicht schön, wenn Computer die Sprache wirklich verstehen würden?

Wäre das nicht schön, wenn Computer die Sprache wirklich verstehen würden?

Programme, die unsere Sprache verstehen und sinnvolle Verknüpfungen in Texten finden – daran arbeiten Saarbrücker Wissenschaftler wie Ivan Titov. Der Informatiker entwickelt derzeit ein Verfahren, mit dem Rechner erlernen sollen, sprachlich logische Zusammenhänge in Texten zu finden. So könnte es künftig zum Beispiel möglich sein, einen Computer gezielt über einen Text auszufragen. Der Rechner analysiert darauf den Inhalt und gibt dem Nutzer die richtigen Antworten. Der Software-Konzern Google hat den Saarbrücker Informatiker nun mit dem 140.000 Dollar dotierten Google Focused Research Award ausgezeichnet.

Jeder Student, der an einer Hausarbeit sitzt, kennt das Problem: Bevor man überhaupt etwas zu Papier bringt, muss man sich meist durch zahlreiche Texte und seitenlange Abhandlungen durchkämpfen. Praktisch wäre hier ein Computerprogramm, das die Textmenge schnell durcharbeitet, eine sinnvolle Zusammenfassung der Inhalte liefert oder gar Fragen dazu beantwortet.

Daran arbeiten derzeit Saarbrücker Wissenschaftler um Ivan Titov, die gleichzeitig an der Universität von Amsterdam forschen. Titov befasst sich damit, wie Rechner lernen können, Bedeutung und Zusammenhänge von Wörtern in Sätzen und Texten zu verstehen. „Das von uns entwickelte Modell simuliert, wie Menschen Texte verfassen. Unsere Computer lassen wir das in umgekehrter Reihenfolge abarbeiten, um Texte zu verstehen: Die Rechner werden dabei die Bedeutung des Textes oder sogar die Absichten des Autors erkennen“, erläutert der promovierte Informatiker. Der Clou: Titov und seine Arbeitsgruppe geben dieses Modell und die darin zusammengefassten Regeln nicht vor, stattdessen definieren Millionen von Sätzen diese für sie. Diese analysieren sie in umfangreichen Text-Sammlungen wie Wikipedia mit speziellen Algorithmen auf rund 100 Computern.

Mit den erarbeiteten Ergebnissen sollen Computer auch nicht offensichtliche Beziehungen zwischen Wörtern und Sätzen erkennen. Die Rechner sollen so zum Beispiel Wörter und ihre Bedeutungen im Kontext erkennen können, wie der folgende Fall zeigt: Bei den Sätzen „John hat gerade seinen Abschluss an der Saar-Uni gemacht. Er arbeitet nun für Google“ ist selbst für einen Computer klar, dass John und Saar-Uni über die Beziehung „hat Abschluss gemacht“ und John, Google über „arbeitet für“ zusammengehören. Doch das Modell der Saarbrücker Informatiker kann auch erkennen, dass John an der Universität des Saarlandes studierte und dort sehr wahrscheinlich in der Fachrichtung Informatik. Verstehen die Computer diese Muster in der menschlichen Sprache, wollen die Wissenschaftler dieses Verfahren in einem nächsten Schritt anwenden, um sie Fragen zu kleineren Texten beantworten zu lassen oder diese automatisch zusammenzufassen.

Neben Ivan Titov erhält auch Hans Uszkoreit einen mit 220.000 US-Dollar dotierten Google Focused Award. Uszkoreit ist Professor für Computerlinguistik an der Saar-Uni und wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er arbeitet daran, sprachliche Zusammenhänge in großen Wissensbanken herauszufiltern.

Mit dem „Google Focused Research Award“ fördert der Suchmaschinenanbieter Google Forschungsgebiete, die für das Unternehmen selbst und für die Informatik von großem Interesse sind. Die Preisträger erhalten freien Zugang zu Werkzeugen und Technologien von Google.

 

USB-Gadget: Alien

7. August 2013

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Es ist großer Quatsch, völlig überteuert, komplett nutzlos und trotzdem muss ich es haben: das USB Alien. Es ist ein Lizenzprodukt, daher der hohe Preis von rund 50 Euro.. Das Plastik-Alien wird an den USB-Port angeschlossen und dann passiert erst mal nichts. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet das Alien sein Maul, der Kopf leuchtet rot und das Gebiss schießt heraus. Ganz wie im berühmten Film von Ridley Scott. Das war es dann mit den Funktionen des USB-Aliens. Kein USB-Hub oder sonst was, null Funktionen. Ok, der Schwanz des 13 cm hohen Weltraumviehs ist flexibel beweglich. Igendwie ein außerirdisches USB-Gadget.

USB-Hub als Auto

30. Juli 2013
Nettes Geschenk - ein mobiler USB-Hub

Nettes Geschenk – ein mobiler USB-Hub

Neulich habe ich von meiner Kollegin Corinna Göring ein kleines Geschenk bekommen. Über Corinna Göring und ihre großartige Firma COMPUTENT habe ich bereits hier und hier gebloggt. Bei dem Geschenk handelt sich um ein nettes USB-Gadget in Form eines Autos. An den Rechner angeschlossen leuchten die Scheinwerfer des Automobils. Zudem hat das Spielzeugauto einen kleinen Aufziehmechnanismus und fährt ab und zu über meinen Schreibtisch.

Seine wahre Stärke hat das Spielzeugauto aber als USB-Hub. Insgesamt sind vier USB 2.0 Ports verbaut, drei im Motorraum und einer in Heck. Also vielen Dank liebe Corinna für das nette kleine Geschenk.

Blog-Geburtstag: 5 Jahre redaktion42.com

20. Juli 2013

Mein Blog redaktion42.com feiert heute seinen 5. Geburtstag. Es freut mich wirklich, wie sehr dieses Experiment gewachsen ist und welche Erfolge es zu verzeichnen hat. Ich habe sehr viele Erfahrungen sammeln dürfen. Fünf Jahre harte Arbeit, die mir aber als Betreiber Spaß gemacht haben und es immer noch tut.

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Wie kam es zu diesem Blog? Ich gebe ja seit mehreren Jahren recht erfolgreich Seminare, unter anderem auch zum Thema Web 2.0. Dort zeige ich, wie sich die Welt verändert. Mit meinem Freund und Kollegen Thomas Gerlach saß ich vor fünf Jahren zusammen und wir kamen auch auf das Thema Blogosphäre zu sprechen. Uns war klar, dass wir nicht über Blogs referieren können, ohne wirklich dabei zu sein. Es gibt schon genügend Schwätzer, die über Sachen abstrakt philosophieren, ohne es zu praktizieren.

Also – gesagt, getan. Wir beide gingen ans Bloggen. Als Basis wählte wir die kostenlose Online-Version von WordPress. Doch was sollte der Inhalt sein? Wir beide verfolgten unterschiedliche Konzepte. Während der Kollege Gerlach zweimal die Woche zu speziellen Themen aus der Medien- und Internetbranche schreibt, versuche ich jeden Tag einen bunten Blogpost zu schreiben. Während seine Zielgruppe spitz und elitär ist, sollte mein Blog breit aufgestellt sein, er sollte vor allem Spaß machen. Daher wählte ich als Untertitel auch: Der Blog des digitalen Nomaden Matthias J. Lange. Wie ursprünglich Blog als grass-roots movement schreibe ich eine Art Tagebuch: Ich schreibe über die Dinge, die mich bewegen, die mir auffallen, die ich erfahre. Nach fünf Jahren können wir feststellen: Mein Blog ist der erfolgreichere, hat eine deutlich höhere Reichweite. Es stellt sich heraus, dass sich die User gerne mit den alltäglichen Dingen im Netz beschäftigen und da sind sie bei mir an der richtigen Adresse.

Als gelernter Tageszeitungsjournalist, späterer Pressesprecher und anschließend Textchef und Chefredakteur mehrerer IT-Zeitschriften habe ich vor dem Schreiben keine Angst. Schreiben ist Passion und manches Mal auch ein reinigender Prozess. Aber ich musste auch feststellen, das Schreiben für einen Blog etwas anderes ist, als Schreiben für Papier. Ich liebe es für meine Leser zu schreiben. Aber: Ich will nicht über SEO-Maßnahmen philosophieren, aber natürlich ist Google einer meiner Hauptleser. Kurz und gut: ich musste meine Scheibe ändern und zwar komplett.

Das beginnt ganz einfach mit den Überschriften. Ich beherzige hier einfach mal die Tarzan Regel der Mainpost. Die Regel besagt: wenn der Text über Tarzan geht, muss Tarzan in die Überschrift. Als Printjournalist war ich es gewohnt, blumige Überschriften zu schreiben, die den Leser neugierig machen. Als Onliner, der auch für Google schreibt, muss ich klar schreiben, um was es in dem Post geht. Jeden Tag muss ich also die Gretchenfrage stellen. Schreibe ich schöne Texte für Menschen oder schreibe ich schöne Texte, die von Google gefunden werden? Am Ende ist das Leben wie immer ein Kompromiss.

Dann musste ich lernen, verstärkt auf visuelle Elemente zu setzen: also Bilder und vor allem Videos. Ging früher im Blogpost ohne Bild online, so sollte heute mindestens ein Bild und ab und zu ein Video dabei sein. Visuelle Elemente erhöhen die Aufmerksamkeit beim User und dann wird der Text auch gelesen. Zudem wurde der Blog über Facebook, Twitter, Xing, Linkedin und YouTube sowie Pinterest beworben, um die Reichweite zu steigern.

Und was sie auch lernen musste ist die Personalisierung. Waren die Texte zunächst klassisch journalistisch geschrieben, wandelte sich die Sprache im Laufe der Zeit. Während es im klassischen Journalismus eine absolute Trennung der journalistischen Darstellungsformen gibt (zumindest in der Theorie), vermischt sich in meinem Blog die berichtende und kommentierende Form. Viele meiner Artikel enthalten heute eine klare Meinung von mir.

Diese Personalisierung spiegelt sich auch im Layout des Blogs wider. Hatte ich als Hauptbild früher ein nettes Foto von der GC aus Leipzig, wechselte ich es durch einen Porträtbild von mir aus. Und siehe da, die Zugriffszahlen und die Interaktion, sprich die Kommentare, stiegen. Wenn ich heute auf Veranstaltungen gehe, erkennen mich so manche Besucher. Das beste Beispiel war die re:publica dieses Jahr in Berlin. Als Journalist früher konnte ich unerkannt Veranstaltungen besuchen – das ist durch meinen Blog heute vorbei.

Viele Menschen wurden auf mich durch meinen Blog aufmerksam. Ich habe viele Kommentare, viel Feedback und viel Anregungen bekommen. Und ich habe auch so manche Freundschaft geschlossen, Dafür ganz, ganz herzlichen Dank. Aber ich habe auch richtig viel Ärger bekommen. So mancher Leser, so mancher Firma waren überhaupt nicht einverstanden mit meiner Meinung. Damit muss ich wohl auch leben.

Danke für die Treue und auf geht‘s zu den nächsten fünf Jahren. Die Welt ändert sich und ich will dabei sein.

Auffallend: Mein Gürtel Bob von Feuerwear

18. Juli 2013

Ich bin sehr oft für Schulungen gebucht, mal bei Schulen, mal bei KMU und auch sehr oft bei der bayerischen Ministerialverwaltung. Da stellt sich natürlich immer die Frage, was zieht man an? Ich meiner jüngsten Schulung für die Mitarbeiter der bayerischen Staatskanzlei probierte es etwas aus und zog zum dunklen Anzug den Bob an. Bob? –  Bob ist mein neuer Gürtel von Feuerwear in rot.

Ich hab den Bob in rot.

Ich hab den Bob in rot.

Bob besteht aus einem gebrauchten Feuerwehrschlauch inklusive Einsatzspuren und individueller Aufdrucke und ist stylischer Hingucker. Und Bob fordert zu Reaktionen. Nach der Veranstaltung wurde ich angesprochen, ob ich denn mit dem Gürtel zum Empfang auf Schloss Schleißheim gehe. Dorthin lud der Freistaat Bayern rund 3000 Helfer von THW, Feuerwehr und Rettungskräfte, um sich für ihre Arbeit im Kampf gegen das Hochwasser zu bedanken. Und Bob wurde sofort als ehemaliger Feuerwehrschlauch erkannt. Ich musste meinen Gesprächspartner enttäuschen, denn ich hatte keine Einladung bekommen. Aber ich war begeistert, dass Mitarbeiter der bayerischen Staatskanzlei die stylische Marke Feuerwear kennen.

Es entwickelte sich ein nettes Gespräch über Bob und Feuerwear. Fest steht für mich: Das brandheiße und individuelle Accessoire hinterlässt bei jedem Outfit einen nachhaltigen Eindruck. Neben dem auffälligen Material sorgt auch die kunstvoll geschmiedete nickelfreie Schnalle mit rauchig-geprägtem Feuerwear-Logo im Used-Look für besondere Hingucker. Gürtel Bob ist vier Zentimeter breit, 130 Zentimeter lang und kann problemlos auf die gewünschte Länge individuell gekürzt werden.

Bob schützt nicht nur vor rutschenden Hosen, sondern auch die Umwelt: Jedes Produkt von Feuerwear wird aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch gefertigt, der sonst als Abfall die Umwelt belasten würde. Durch das Upcycling wird der Lebenszyklus des robusten Materials verlängert. Die nachhaltige Produktionsweise bei Feuerwear stellt zudem sicher, dass wertvolle Rohstoffe und Ressourcen eingespart werden.

Mal sehen, wann Feuerwehrschlauch Bob wieder zum Einsatz kommt. Zum dunklen Anzug kann ich Bob auf jeden Fall tragen.

 

QR-Code beim Tchibo-Uhrenkauf

15. Juli 2013

Beim jüngsten Familieneinkauf im örtlichen Supermarkt fiel mir ein Angebot der Kaffeerösterei Tchibo auf. Das Handelsunternehmen hat derzeit unter dem Motto „rund um die Uhr“ verschiedene Uhren im Angebot. Mich interessierten die Uhren eigentlich nicht – ich warte ja auf die iWatch von Apple. Aber beim Betrachten der Uhren fiel mir ein QR-Code auf. Unter der Frage „Welche Uhr steht Ihnen am besten?“ werden die Kunden aufgefordert den QR-Code zu scannen und die Uhren am Handgelenk anzusehen.

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Hab ich natürlich gemacht und ärgere mich, dass ich das Angebot nicht genau gelesen habe. Ich hatte augmented reality-Technik erwartet, aber es stand nicht da „Uhren an meinem Handgelenk“, sondern „Uhren am Handgelenk. Durch augmented reality wäre es möglich, die Uhr an meinem Handgelenk abzubilden.

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Obwohl beim Warten kam dann die Aufforderung; „Dazu legen Sie einfach Ihr Smartphone auf Ihr Handgelenk. Durch Wischen gelangen Sie einfach von Uhr zu Uhr.“ Vielleicht doch augmented reality? Ich war sehr gespannt und befolgte die Weisungen auf dem Display. Natürlich schaute mich die anderen Einkäufer am Tchibo mittlerweile doof an. Das Resultat enttäuschte mich, dann doch: Ganz klar kein augmented reality. Es war ein Fake. Die Uhren wurde auf ein Armgelenk abgebildet, aber es war nicht meines.

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Dennoch: Diese kleine Aktion zeigt, wie die Zukunft des Einkaufens aussehen könnte und dafür bin ich Tchibo dankbar. Leider war unser Supermarkt im Edgeland und der Aufbau der Seiten dauerte ewig. Die Idee war gut, an der Umsetzung kann noch gearbeitet werden, aber zeigt für mich eine Verbindung von realer Einkaufswelt zur virtuellen Einkaufswelt. Dem QR-Code sei Dank.

 

Mallorca: Lecker Speisen und Genüsse

1. Juli 2013

Wenn ich auf der spanischen Insel Mallorca bin, interessiere ich mich auch für das Essen. An erster Stelle stehen natürlich die wunderbaren Meeresfrüchte des Landes. Ich kann mich die ganze Woche von Fisch ernähren, aber natürlich gibt es auch andere Spezialitäten. Vorstellen möchte ich heute die Klassiker Sobrassada de Mallorca und das Meersalz Flor de Sal.

Vom schwarzen Schwein kommt die gute Wurst.

Vom schwarzen Schwein kommt die gute Wurst.

Die Küche der balearischen Inseln ist typisch für die mediterrane Gastronomie. Ein umfangreiches Sortiment hochwertiger Produkte wird auf den Balearen erzeugt. Dazu gehört auch Sobrassada de Mallorca. Mit ihrem Geschmack, ihrer Farbe und ihrer Textur ist die Paprikastreichwurst eine echte Gaumenfreude. Ob warm oder kalt, ob als Geschmacksgeber oder als Brotaufstrich – die Sobrassada   lässt sich nach Lust und Laune mit anderen Lebensmitteln kombinieren und eignet sich so perfekt für die Kreation neuer Speisen.

Die Sobrassada de Mallorca wird aus fein durchgedrehtem Schweinefleisch, Salz, einem Hauch Pfeffer und dem typischen Paprika hergestellt, der ihr die Farbe und den besonderen Geschmack verleiht. Jeder Hersteller fügt außerdem seine eigene Gewürzmischung hinzu. Diese Mischung würden eine Hülle gestopft und muss einige Wochen oder Monate trocknen, damit die Masse langsam einen Teil ihres Feuchtigkeitsgehaltes verliert. In dieser Phase wird die Wurst ihren unverwechselbaren typischen Geschmack, ihr Aroma und ihr Aussehen an. Die unterschiedlichen Därme, die bei der Herstellung verwendet werden, machen die Sobrassada zu einem wahren Wunder an Vielfalt. Die Streichwurst wird in vielen verschiedenen Formen und Größen angeboten, für jeden Geschmack und für jede Gelegenheit. Traditionell hat jede Form einen eigenen Namen. Die Wurst stammt von den schwarzen Schweinen der Region.

Salzgewinnung bei Colonia Sant Jordi.

Salzgewinnung bei Colonia Sant Jordi.

Die zweite Spezialität ist das wunderbare Meersalz Flor de Sal. Die Erzeugergemeinschaft LASAL bietet tägliche geführte Touren zu den Salzseen von Colonia Sant Jordi. Mir persönlich schmeckt das pure Meersalz am besten, aber es gibt auch zahlreiche Kombinationen Mit beispielsweise grünen Oliven, mit Pfeffer, mit Kapern oder mit schwarzen Oliven. Die ganze Sache gibt es auch online zu bestellen. Das Salz wird von zahlreichen Restaurants auf der Insel eingesetzt. Wir waren u.a. bei der Casa Manolo in Ses Salines zu Gast. Die fantastischen Speisen werden mit dem Meersalz verfeinert.

Auf jedem Markt wird das Salz angeboten.

Auf jedem Markt wird das Salz angeboten.

 

Die nachfolgende Galerie zeigt eine Auswahl von frischen Wurst, Gemüse, Speisen und Leckereien von Mallorca.

 

Kleine Kräuterkunde aus dem heimischen Garten

17. Juni 2013
Lamm mit Kräuter aus dem Garten.

Lamm mit Kräuter aus dem Garten.

Ich bin erschüttert, wie wenige Menschen kochen können. Inspiriert durch einen Kochblog meines Kollegen Thomas Gerlach habe ich mal wieder angefangen, mehr zu kochen. Meine Frau und ich kochen sehr gerne zusammen, weil es ein gemeinsames Hobby ist. /Mir sieht man es leider an).

Zum Kochen gehören natürlich frische Kräuter. Ein Salat gewinnt erst durch frische Kräuter. Leider kennen viele Leute die Kräuter heute nur aus der Gewürzdose. Thymian, Rosmarin, Salbei, und so weiter.

Dabei gibt es doch kaum etwas Besseres als frische Kräuter aus dem Garten oder vom Balkon. Schon als Student hatte ich auf dem Fensterbrett einen kleinen Kräutergarten. Leider hatte ich es nicht so mit dem Gießen und die Kräuter sind regelmäßig vertrocknet und haben alle ätherischen Öle verloren. Aus dem Kräutergarten auf dem Fensterbrett ist heute ein großer Garten geworden, um den sich vor allem die Gattin kümmert. Sie hat den grünen Daumen. Wir haben jetzt viele verschiedene Kräuter im Garten.

Ich erwarte nicht, dass irgendjemand ein altes Kräuterweib wird und ich erwarte auch kein altes Hexenwissen über Kräuter. Aber ich denke, dass frische Kräuter schon in einem Haushalt beim Kochen dazugehören. Daher hier eine kleine Kräuterkunde aus dem heimischen Garten. So sehen die Teile aus

Tomatensaft im Flugzeug – warum eigentlich?

11. Juni 2013

Kaum jemand den ich kenne mag Tomatensaft pur. Klar in der Bloody Mary oder anderen Mixgetränken kann man den Saft trinken, aber pur? Und warum trinken dann auf einmal im Flugzeug ganze Sitzreihen Tomatensaft?

Mein jüngster Flug führte mich nach Mallorca (und zurück). Ganze Sitzreihen vor und nach mir orderten von der Stewardess Tomatensaft. Und ich hatte die Augen geschlossen und lauschte den Bestellungen meiner Umgebung. Und natürlich kam der ewig schreckliche Satz: „Mit Salz und Pfeffer?“

Tomatensaft: Gleich kommt das Luftloch?

Tomatensaft: Gleich kommt das Luftloch?

Leute, die das ganz Jahr keinen Tomatensaft anrühren würden, verwandeln sich im Flugzeug zu Tomatensaft-Junkies? Mit Salz und Pfeffer? Dazu gibt es dann ein Stäbchen zum Umrühren und zwei Servietten. Letztere braucht man, um den Saft wieder von der Klamotte aufzusaugen, weil das Flugzeug gerade mal wieder in ein Luftloch sackt. Just in den Moment, wo das volle Plastikglas ergriffen wird, sackt der Flieger weg und der blutrote Tomatensaft spritzt heraus. Mit Salz und Pfeffer? – Na gut, dass Salz kann ich nehmen, um die Flecken aus dem Stoff herauszubekommen.

Also warum Tomatensaft im Flugzeug mit Salz & Pfeffer? Die Physik sagt: Im Flugzeug herrscht ein niedriger Luftdruck und damit steigt die Geruchs- und Geschmacksschwelle. Dazu braucht es Salz und Pfeffer, denn die werden bis zu 30 Prozent weniger intensiv geschmeckt. Die Wahrnehmung von Tomatensaft bleibt stabil und somit muss kräftig Salz rein. Tomatensaft wird bei einem normalen Außendruck geschmacklich deutlich schlechter bewertet als bei Niederdruck im Flugzeug. Das ergab eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Zusammenarbeit mit der Lufthansa. Mit Salz und Pfeffer?

Sicherer Stand für den Tomatensaft.

Sicherer Stand für den Tomatensaft.