Posts Tagged ‘Staatskanzlei’

Plastik einsparen mit der Dooper-Flasche

29. Juni 2017
Ich habe die Dopper-Trinkflasche für mich entdeckt - natürlich in Rot.

Ich habe die Trinkflasche Dopper für mich entdeckt – natürlich in Rot.

Auf der Website des niederländischen Flaschenherstellers Dooper steht, dass man die Flasche vielleicht bei dem coolen Yoga-Kurs gesehen hat, wenn die Yoga-Ikone daraus ihr Wässerchen trinkt und man daher auch eine Dopper-Flasche haben möchte. Bei mir war es nicht so idealisiert: Ich saß in einem Verwaltungskurs, dem Prinzenkurs, für die bayerische Staatskanzlei und schulte die angehenden Spitzenbeamten des Freistaat Bayerns in Sachen Social Media. Viele meiner Teilnehmer hatten bunte Plastikflaschen vor sich und in der Kaffeepause fragte ich neugierig nach, ob die Dopper denn zur Standardausrüstung der bayerischen Spitzenbeamten gehöre? Die Antwort war: Die Gruppe besuchte die Niederlande und waren so angetan von dem Konzept, dass die bayerischen Nachwuchsspitzenbeamten nun alle mit der Dopper im Gepäck ihrer Tätigkeit im Freistaat nachgehen.

Ich besorgte mir auch eine Trinkflasche Dopper und der erste Eindruck überzeugt. Sie ist für Leitungswasser entwickelt worden, kohlensäurehaltige Getränke sind hier nicht gefragt. Meine Flasche in Rot fasst 450 ml und reicht damit für einen Vortrag, dann wird sie am Wasserhahn wieder aufgefüllt.
Das Material wurde klimaneutral produziert, ist BPA-frei und komplett recyclingfähig. Die Dopper lässt sich mit der Hand auswaschen und auch in der Spülmaschine bis zu 65 Grad Celsius. Das Design stammt natürlich bei einer niederländischen Flasche aus den Niederlanden und zwar von Rinke van Remortel, deren Name ich allerdings noch nie zuvor gehört habe. Es ist nicht nur eine Flasche, sondern hat einen Trinkbecher im Deckel integriert. Finde ich sehr sinnvoll und stylisch. Es gibt Veranstaltungen, da kann ich nicht einfach auf der Bühne aus der Flasche trinken. Ich bin ja nicht Steve Jobs, bei dem es zum Ritual gehörte. Also schenke ich mir ordentlich mein Wasser in meinen Becher und trinke daraus. Da ich oft in der Schule referiere, kann ich damit eine Vorbildfunktion ausüben, obwohl es wahrscheinlich keinen interessiert wie und aus was ich trinke.
Beim Kauf der Flasche unterstütze ich ein Trinkwasserprojekt in Nepal und sammle so ein wenig Karma-Punkte. Aber vor allem reduziere ich meinen eigenen Plastikmüll. Für größere Reisen nehme ich weiterhin meine Wasser-Faltflasche SoftBottle über die ich hier ausführlich geschrieben habe.

Kalender zeigt Bayerns Schönheit – Jahreskalender 1

26. Dezember 2014

Bayern_Kalender

Bayern ist ein schönes Land – das ist keine Neuigkeit. Touristisch ist der Freistaat Bayern eindrucksvoll mit seinen verschiedenen Kulturen. Bei einem Seminar für die bayerische Staatskanzlei bekam ich ein besonderes Geschenk. Es erinnerte mich wieder einmal daran, wie schön meine Heimat ist.
Das Besondere dieses Kalenders ist: Die Mitarbeiter der Staatskanzlei haben an einem internen Wettbewerb teilgenommen und konnten Bilder aus den verschiedenen Bezirken einreichen. Und die Aufnahmen sind schön geworden, sehr schön. Zudem hat Ministerpräsident Horst Seehofer ein kleines Vorwort geschrieben, bzw. schreiben lassen. Mir gefällt der Kalender, der etwas besonderes ist – er ist auch besonders verpackt. In einem Video lasse ich euch an diesem Kalender teilhaben.


Produziert und gedruckt wurde der Kalender von der JVA Landsberg am Lech, eine weitere Konkurrenz zu den klassischen Druckereien, die derzeit den Bach heruntergehen.
Als Motive sind zu sehen: Zugspitze, Iffeldorf, Gabriele Münter-Haus (Murnau), Parktheater Göppingen, Waldsassen, Herzog Albrecht Brunnen aus Coburg, Zell am Main, Narrentreppe der Burg Trausnitz Landshut, Nürnberg, Tegernsee, Berchtesgaden (Watzmann), Kloster Andechs.

Was nun Medienministerin Ilse Aigner?

13. Oktober 2013

In Bayern haben wir mit Ilse Aigner eine neue Medienministerin. Ursprünglich war die Medienpolitik in der Staatskanzlei angesiedelt, aber nach der Kabinettsumbildung durch den Ministerpräsidenten kümmert sich jetzt die Superministerin Aigner um die Medien.

Wir erinnern uns: Ilse Aigner hatte sich als Bundesverbraucherministerin mit Facebook angelegt und gilt ja als Verweigerung des wichtigsten sozialen Netzwerkes. Und mit dieser Einstellung soll Ilse Aigner sich um Medienpolitik und -entwicklung im Freistaat Bayern kümmern. Wir kennen ja die Sprüche Laptop und Lederhose.

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Ich bin da sehr, sehr gespannt, wie die Ministerin jetzt vorgeht. Vor allem weil sich Ministerien und Verwaltungen nicht mehr hinter der Datenschutzargument verstecken können. Der extrem Facebook-kritische Landesdatenschützer von Schleswig-Holstein Thilo Weichert hat vor dem Verwaltungsgericht Schleswig eine Schlappe erlitten. Behördenchef Thilo Weichert wollte Firmen untersagen lassen, die Dienste von Facebook zu nutzen. Jetzt ist klar: Firmen in Schleswig-Holstein dürfen auch künftig Fanseiten in dem sozialen Netzwerk betreiben. Sie dürfen nicht für das verantwortlich gemacht werden, was Facebook mit den Daten seiner Nutzer anstellt. Die Betreiber von Fanseiten haben keinen Einfluss auf die im Hintergrund stattfindende Datenverarbeitung, so das Gericht.

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Eine Schlappe für Weichert und Klarheit in Sachen Facebook. In Bayern nutzt die von der Staatskanzlei betriebene Seite Bayern.de unter anderem Facebook und YouTube. Bei der erstmaligen Nutzung der Webpage können die User die sozialen Netzwerke per Klick aktivieren. Ob es diese Regelung der Medienministerin Ilse Aigner gefällt? Und ich bin mal gespannt, ob sie ihre Haltung als Verbraucherschützerin auch als Superministerin ihren Kabinettskollegen mitteilt. Schließlich sind einige ihrer Ministerkolleginnen wie Hadertauer oder Merk in Facebook aktiv. Und auch ihr Chef Seehofer hält sich in Facebook auf. Und hatte Seehofer nicht eine große Facebook-Party in der Münchner Nobeldisco P1 organisieren lassen? Oder hält sich Aigner an Adenauer nach der Meinung, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?

Es wird spannend, wie die Medienpolitik in Bayern weitergeht und wie sich Ilse Aigner verhält.

 

Kommunikationsdesaster um Wutbürger und Startbahn21

1. August 2011

Ich habe noch keine Meinung über die mögliche dritte Startbahn in München. Im Moment sammele ich die Argumente und bewerte sie, aber eine Entscheidung habe ich noch nicht getroffen. Als Kommunikationsheini wie ich einer bin, ist das Ereignis aber super interessant: Droht dem Freistaat Bayern eine Startbahn21-Diskussion? Wird es ein heißer Sommer und Herbst, wie von den Gegner der dritten Startbahn angekündigt?

Im Moment wird Druck noch über die traditionellen Medien aufgebaut: Aktion, Gegenreaktion. Das Web spielt nur bedingt eine Rolle. Die Website der Gegner ist grottenschlecht und die Social Media-Strategien beider Seiten sind kaum vorhanden.

Allerdings werden schon jetzt erste strategische Fehler von Seiten der Gegner gemacht, in den Medien schon verächtlich „Wutbürger“ genannt. Ministerpräsident Horst Seehofer bat die Gegner zu einem Gespräch in die Staatskanzlei, was aber ablehnt wurde. Ein Gespräch ablehnen, kommt in einer Demokratie nicht gut an. Die eine Seite signalisiert Gesprächsbereitschaft, die andere Seite bockt – wer geht in der Kommunikation da als Sieger hervor?

Als nächstes kam eine Demo vor der CSU-Parteizentrale. Erschienen sind rund 250 Demonstranten. Sie schwenkten Plakate mit Aufschriften wie „Eich hau ma zum Deifi“. Dialekt – das kommt gut in der Kommunikation – wirkt immer schön authentisch. Immer wieder wurde „Lügenpack“ in Richtung CSU gerufen. Dann uferte die Demo aus und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wurde mit einem Tomate/Ei drangsaliert. Und damit sorgten die Wutbürger dafür, dass der Öffentlichkeit der CSU-Mann Dobrindt leid tut. Ein schwerer Fehler in der Kommunikation. Die klassischen Massenmedien berichteten mehr über Tomate/Ei als über die Anliegen der Startbahngegner.

Im Moment ist die Startbahn21 noch kein Stuttgart21, aber Horst Seehofer hat von dem Kommunikationsdesaster seines CDU-Kollegen Stefan Mappus gelernt und gleichzeitig ist es sein Trauma. Ich habe mal eine Facebook-Seite mit dem Namen Aufgemuckt gegründet und sammle dort Veröffentlichungen in den Medien. Mal sehen, wie es weitergeht.