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Ein Blick auf den eBook-Reader nook

27. März 2010
Der eBook-Reader nook wird bei Barnes & Nobles verkauft.

Der eBook-Reader nook wird bei Barnes & Noble verkauft.

Waren unter anderem der Sony eBook-Reader und Amazons Kindle die ersten brauchbaren Geräte auf den Markt, so setzen die anderen Hersteller nach. In den USA ist ein neuer Markt entstanden. Deutschland schaut noch außen zu und diskutiert über Buchpreisbindung.
Während eines Besuchs in Santa Monica konnte ich mir von dem harten Wettbewerb in der Branche ein gutes Bild machen. In der Einkaufsmeile treten zum Beispiel zwei große Hersteller gegeneinander an: Apple mit dem iPad und Barnes & Noble mit dem nook.
Der nook ist der eBook-Reader des US-Buchhändlerriesen Barnes & Noble. Das Gerät gefällt mir wegen eines netten Farbleitsystems: Rot für the daily (also Zeitungen), Orange für my Libray (also meine gekauften Bücher), Gründ für Shop (also für die zu kaufenden Bücher) Dunkelblau für reading now (also, was ich gerade lese) und Hellblau für Setting (also für Einstellungen).
Das System basiert auf Touch-Technologie. Ich kann mit dem Finger durch meine Bibliothek blättern und antippen, was ich lesen will. Die Buchstaben erscheinen in gestochen scharfer E ink-Vizplex-Technologie und sind gut skalierbar. Es werden die Formate EPUB (Non or Adobe DRM), PDB (Non DRM) und PDF gelesen.
Das System arbeitet in Schwarzweiß und auch Bilder (JPG, GIF, PNG, BMP) werden Graustufen auf dem 6 Inch-Große Display umgewandelt. Die Buchcoverauswahl im Shop von Barnes & Noble und in meiner lokalen Bibliothek ist dagegen in Farbe. Die Blättern-Funktion ist sinnvoll angeordnet, das Highlighten und Bookmarken von Text gelingt einwandfrei. Die Verbindung zum Shop ist über ein AT&T-Netzwerk mit 3G-Geschwindigkeit gelöst. Zum Herunterladen eines Buches auf die 2 GByte Festplatte brauche ich nur Sekunden. Eine Erweiterung ist anders wie beim Kindle durch Micro SD-Karten möglich. Das Laden von Büchern fFunktioniert auch im Ausland, hier zahlt Barnes & Noble die AT&T-Gebühren. Zudem hat der Nook auch WiFi an Bord. Allerdings: Deutsche Bücher oder gar Zeitungen finden sich bei Barnes & Noble nicht, zumindest hab ich auf den ersten Blick keine gefunden.
Eine nette Idee, ist das Ausleihen von Büchern an Freunde. Dazu muss ich das Buch gekauft haben und kann dank DRM das Buch einem Kumpel auf seinem Nook ausleihen, sollte er denn eines haben.
Die technischen Audio-Features sind beschränkt: Der nook beinhaltet einen MP3-Player, der Ton kommt aus einem Built-in Mono Lautsprecher, aber ich kann Stereokopfhörer über 3,5 mm Klinke anstecken. Der nook kostet 260 US-Dollar und ist auch online erhältlich.

CSU setzt auf eigenen iPod Shuffle

21. März 2010

Die CSU hat ihren iPod shuffle herausgebracht.

Die bayerische CSU hat den iPod als Werbeträger für sich entdeckt und einen eigenen CSU iPod shuffle herausgebracht. Auf der Facebook-Seite der Generalsekretärin Dorothee Bär wurde am Samstag ein Foto von einem CSU-gebrandeten iPod Shuffle verbreitet. Natürlich kam nur das blaue Modell in Frage.
Scheinbar ist es eine Mitgliederwerbekampagne aus dem vergangenen Jahr. Auf der Website der Partei heißt es: „Gib mir fünf! lautet das Motto unserer Mitgliederwerbekampagne. Gib mir fünf! ist das, was jetzt zählt. Unsere Idee: Jeder Ortsverband wirbt fünf Mitglieder. Jedes neue Mitglied zählt.“ Als Belohnung gibt es dann den speziellen CSU-Shuffle. Die Aktion findet ihre Befürworter. Zumindest die Antworten auf der Facebook-Seite waren positiv. Die SPD oder Linke können ja die SE von iPod in Rot nehmen.
Mich erinnert das Motto mehr an die Deutsche Post bei der Umstellung der Postleitzahlen am 01.07.1993 mit Rolf: Fünf ist Trümpf.

Der Siegeszug von Blu-ray

28. Februar 2010
Kein Tag vergeht, an dem mich Amazon nicht auf die Neuerscheinung von Blu-rays hinweist. Und dank der Sony Playstation 3 verfüge ich über einen geeigneten Player, um die Disks der neuen Generation abzuspielen. Ton und Bild in Bestform.
Aber ich bin mir auch sicher, die Blu-ray wird das letzte optische Speichermedium sein, das ich mir gekauft habe. Künftig werden die Filme rein digital vertrieben. Die Strukturen dazu entstehen gerade und etablieren sich.
Leider hat sich meine Lieblingsfirma Apple noch nicht durchringen können, auf Blu-ray zu setzen. Ich habe zwar einen LG Brenner für Kundenprojekte, aber einen Player am Mac gibt es ich nicht und das ist schade. Steve Jobs will wohl seinen iTunes Store mit Filmen etablieren, doch ich will eine Blu-ray auch mal unterwegs im Zug schauen und nicht vorher laden.
Ich greife derzeit gerne zu den blauen Scheiben. Blu rays werden billiger. Die Zahl der verkauften Blu-ray Discs hat sich 2009 im Vergleich zum Vorjahr fast vervierfacht. Dazu wurden vier Mal so viele Blu-ray Player verkauft wie im Jahr zuvor. Das sagt auch Thilo Röhrig, Vorsitzender der Blu-ray Group Deutschland. Bei Preisen von 100 Euro pro Player ist dies kein Wunder. Und wenn man sich herkömmliche DVDs am Blu-ray-Player ansieht, wird man auch hier eine Qualitätsverbesserung feststellen.
Leider gibt es nicht alle Filme auf Blu-ray. So hätte ich gerne Barry Lyndon auf dem neuen Medium und zahlreiche Horrorfilme der siebziger Jahre fehlen mir auch noch. Trash-Filme brauchen wohl noch eine Zeit, bis sie auf Blu-ray erscheinen. Dennoch versuche ich, neue Filme ausschließlich auf Blu-ray zu kaufen.
Jetzt muss ich nur noch Fernsehtechnisch nachrüsten. Derzeit hängt die PS3 an einem HD-fähigen Monitor, nachdem wir kein TV-Gerät mehr zu Hause haben. Der Mac streamt über Elgato das Fernsehbild ins Wohnzimmer. Aber die 42-Zoll-Fernseher sind schon verlockend. Allein dieses Jahr sollen in Deutschland 8,2 Millionen Flach-TVs verkauft werden. „Wer deren Potenzial ausschöpfen will, braucht Blu-ray“, sagt Thilo Röhrig und er hat recht. Darüber hinaus wird die HDTV-Übertragung das Interesse an hochauflösenden Bildern und damit auch an Blu-ray fördern. Blöd ist nur, dass mich nichts interessiert, was im Fernsehen läuft.

Happy Birthday Steve Jobs

24. Februar 2010

Heute wurde Apple-CEO Steve Jobs 55 Jahre alt. Peinlich, dass mich meine Frau darauf aufmerksam machen musste, aber ich hab gerade etwas viel um die Ohren. Aber natürlich will ich es nicht versäumen, den Technik-Guru zu gratulieren.

Steve Jobs wird heute 55 Jahre - alles Gute.

Über die Bedeutung von Steve brauche ich nichts mehr zu schreiben. Das besorgen die Kollegen und Fans auf der ganzen Welt lange. Zur Feier des Tages habe ich mir die berühmte Standford-Rede nochmals angesehen und mir meine Inspiration geholt. Wer sie noch nicht gesehen hat, sie ist ein absolutes Muss.

Ich selbst habe Steve Jobs ein paar Mal selbst gesehen auf verschiedenen Keynotes in San Francisco auf der Macworld Expo. Diese Veranstaltungen waren wie eine Art Rockkonzert. Die Stimmung war jedes Mal fantastisch. Ich sah die Einführung des TFT iMac (Elefantenfuß), das MacBook Air und auch das iPhone. Ich kann sagen: ich habe die letzte Macworld Keynote von Steve live erlebt und darauf bin ich stolz.

Bei der Vorstellung des TFT iMac hatte ich die kurze Ehre Steve Jobs einmal persönlich zu sprechen. Nach der Keynote war es üblich, dass er in den Messehallen ging und am Stand von Apple den Ehrengästen die neuen Produkte persönlich zeigte. Für einen kurzen Moment stand Steve Jobs alleine an Stand und ich nutzte meine Chance. Ich ging auf ihn zu und bat um ein kurzes Statement. Der Meister schaute mich an und gab mir bereitwillig eine Antwort. Währenddessen suchte seine blondhaarige Assistentin verkrampft in ihren Unterlagen. Irgendwann unterbrach mich die verwirrte Mitarbeiterin und fragte mich, ob ich eigentlich ABC-Fernsehen sei. Ich verneinte und sagte, dass ich für eine deutsche Computerzeitschrift das Interview machte. Steve Jobs lachte daraufhin und das Interview wurde sofort abgebrochen. Zumindest rief er seinen Vize Phil Schiller herbei und der musste das Interview fortsetzen. Das war mein einziger persönlicher Kontakt zu Steve Jobs.

Erster Blick auf Office 2011 für Mac

15. Februar 2010

Die Macworld Expo in San Francisco hat viel von ihrem Glanz verloren, nachdem Apple nicht mehr dabei ist. Aber ein paar wackere Kämpfer sind noch dabei. Darunter das coole Puchheimer Unternehmen Boinx und der Software-Riese Microsoft. Das mittelständische Unternehmen aus Redmond kündigte für den Herbst Office 2011 für Mac an und veröffentlichte in San Francisco erste Informationen. Ich war leider dieses Jahr nicht vor Ort, berufe mich also in erster Linie auf Pressemeldungen.

Gemeinsames Arbeiten an Dokumenten im neuen Office für Mac.

Bei näherer Betrachtung rückt Office näher an Google Docs heran. Die Microsoft Macintosh Business Unit, wie der Unternehmenszweig in der Sprache Redmonds heißt, will die User näher zusammenbringen. Gemeinsames Bearbeiten von Dateien steht in der neuen Office-Version im Vordergrund. Die Suite bietet direkten Zugriff auf Microsoft Services, die einen Austausch von Daten und Dateien ermöglichen, sowie eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Außerdem wurde die systemübergreifende Kompatibilität weiter verbessert, sodass Dokumente ihr ursprüngliches Format beibehalten, wenn sie mit anderen geteilt werden.
Die neue GUI ist weiterhin gewöhnungsbedürftig und muss in der Praxis ausprobiert werden. Da ich sehr viele Schulungen für Firmen und Organisationen durchführe, höre ich schon wieder das Gemecker: „Wo ist denn jetzt die Formatierungsleiste?“ Aber Gott sei Dank hat MS dieses Mal auf die User gehört und die GUI nicht neu erfunden, sondern nur weiterentwickelt.
Von einer kompletten Neuentwicklung wurde abgesehen und dafür ein Design entworfen, das aus der Office 2008 Elements Gallery hervorgeht und das Beste aus dem klassischen Mac-Menü und der Standard-Toolbar vereint. Nutzer erhalten so Zugriff auf neue sowie häufig benutzte Befehle. In der Standardansicht der neuen Benutzeroberfläche befinden sich außerdem bereits über 80 Prozent der am meisten genutzten Funktionen, um eine lange Suche nach dem benötigten Tool überflüssig zu machen. Da nach MS-Angaben 75 Prozent der Mac-User auch einen PC nutzen (dazu gehöre ich dann wohl nicht), wurde die Bedienung der Menüleiste plattformübergreifend angepasst.

Für mich der größte Fortschritt ist gemeinsames Arbeiten an Dokumenten, ähnlich wie mit Google Docs bekannt. Mit den in Office 2011 enthaltenen Tools sollen mehrere Personen an Word-, PowerPoint- oder Excel-Dateien arbeiten, völlig unabhängig von Zeit, Aufenthaltsort oder Benutzerplattform. Das „Presence Everywhere“-Feature gibt direkt in der Anwendung Auskunft darüber, wer aus dem Team gerade im Dokument arbeitet. Die Einbindung von Microsoft Office Web Apps in Office 2011 bietet eine einfache Möglichkeit, von jedem Rechner mit einer Internet-Verbindung auf Office-Dateien zuzugreifen und diese mit anderen zu teilen. Voraussetzungen ist eine Windows Live ID oder Microsoft SharePoint.

Begraben hat MS das Mailprogramm Entourage und es lag nicht daran, dass kein Amerikaner wusste, wie er das französische Wort aussprechen sollte. Entourage wird ersetzt durch einen alten Bekannten: Outlook für Mac. Das gab es zu OS 9-Zeiten mal und kommt jetzt aufgepeppt wieder. Outlook für Mac unterstützt das Exchange-Web-Services-Protokoll und wurde auf Grundlage von Cocoa entwickelt, was eine verbesserte Integration in Mac OS X zur Folge hat. Außerdem kann Outlook für Mac .PST-Dateien von Outlook für Windows importieren.
Und eine Neuigkeit und eine Genugtuung zum Schluss: Mit Office 2011 für Mac kommt endlich VBA zurück, dass in der derzeit gültigen Office-Version für den Mac gekillt wurde. Da hat MS endlich zugehört. Gut so.
Jetzt warten wir gemeinsam auf Herbst und probieren das neue Office dann aus. Ich freu mich darauf.

xPhone – Hype um Apple-Produkte

9. Februar 2010
Der Hype um Apple-Produkte ist legendär. Diese Company hat wirkliche Fans (mich eingeschlossen). Es macht einen Heidenspaß über die neuen Produkte zu spekulieren und sich die Köpfe heiß zu reden. Dabei ist Kritik an der Apfel-Firma durchaus erlaubt – aber nicht von jedermann. Wer Kritik üben kann, da wird schon fein unterschieden.
Gehört einer zur Gemeinschaft des Apfels, so darf er natürlich schimpfen, was Steve, Jonathan, Tim und den dicken Phil alles vergessen haben. Das ist ok und wird akzeptiert. Aber wehe, einer der Außenstehenden der Gemeinschaft zieht über die Produkte her, da gibt es Ärger. Auf einmal sind alle Streitigkeiten innerhalb der Gemeinschaft begraben und man rückt zusammen. Wagt es ein Windows-User zu bemerken, dass kein Mensch FireWire 800 braucht, dann gibt es richtig Ärger.
Aber die Gemeinschaft um den Apfel kann auch lachen. Beliebt sind Späße rund um die Produkte und den daraus resultierenden Hype. Diese Späße heizen den Hype natürlich an, zeigen aber auch den Spiegel der Gesellschaft. Gelacht wird nur über Sachen, die einen auch berühren. Keiner würde einen Witz über den Zune mache, weil das Ding auch keinen ernsthaft als Produkt interessiert, sorry Microsoft.
Über einen Kollegen, der sehr erfolgreich einen Laufblog in Web betreibt, bin ich auf diesen YouTube-Spot gestoßen. Er handelt von einem legendären XPhone und Entstehungsort ist Deutschland. Überlegungen zum iPhone und jetzt iPad liegen nahe. Was man nicht alles mit einem Telefon so alles machen kann. Am witzigsten finde ich die Szene mit der Videocassette und der SMS-Nachricht auf dem Toast. Wunderschön auch die Abwärtskompatibilität durch Flash-Back-Techologie. Was meint ihr?

Multitouch in neuen Dimensionen durch Folie

5. Februar 2010

Multitouch auf Folie.

Das iPhone hat die Welt verändert – nicht mehr und nicht weniger. Ein Grund ist sicher die Einführung von Multitouch. Diese Innovation revolutionierte die Eingabe an Geräten. Apple war hier Vorreiter und die anderen Hersteller zogen nach. Multitouch-Technologie zieht in immer mehr Geräten zur einfacheren Bedienung ein.
Ein interessantes Produkt kommt aus Portugal. Eine neue Multitouch-Folie von DISPLAX soll Oberflächen in interaktive Bildschirme verwandeln. Ab Juli soll das Produkt marktreif sein, aber das Marketing mit den Worten „Multitouch in neuen Dimensionen“ beginnt bereits jetzt.
Eingesetzt wird die Folie auf jeder nichtleitenden, flachen oder gekrümmten, transparenten oder lichtundurchlässigen Oberfläche. Diese wird dann  in einen Multitouch-Bildschirm verwandelt. Die DISPLAX Multitouch-Technologie basiert auf einer hauchdünnen transparenten Polymerfolie. Bringt man die Folie auf Glas, Plastik oder auch Holz auf, soll daraus eine interaktive Oberfläche entstehen, die auch in großformatigen Installationen zum Einsatz kommen kann. Die Inhalte werden mit einem Projektor auf das Material projiziert.
Zurzeit erkennt die Technologie auf einem 50-Zoll-Display gleichzeitig bis zu 16 Finger von verschiedenen Nutzern, so der Hersteller. Auch LCD-Monitore werden auf diese Weise zu Multitouch-Displays. DISPLAX schafft mit der Folie völlig neue Möglichkeiten: Zum einen lassen sich dank ihrer Flexibilität eine Vielzahl interaktiver Formate mit einer Diagonalen von bis zu drei Metern verwirklichen, selbst Kugeln. Zu anderen ist die Folie äußerst empfindlich – so empfindlich, dass Nutzer nicht nur durch Berührungen mit ihr interagieren können. Erstmals erkennt die DISPLAX Multitouch-Technologie auch Luftbewegungen: Objekte, wie zum Beispiel Fotos oder Dokumente, lassen sich durch Pusten auf der Oberfläche bewegen. Interessant könnte die Technik für LCD-Hersteller, audiovisuelle Integratoren oder Gaming-Plattformen sein.
Die DISPLAX Multitouch-Technologie ist eine zum Patent angemeldete Projected Capacitive-Technologie. Ein Controller verarbeitet dabei multiple Signale, die er von einem Gitter aus Nanodrähten erhält. Das Gitter ist in eine Polymerfolie eingebettet, die auf die Rückseite jeder nichtleitenden, maximal 15 Millimeter dicken Oberfläche aufgebracht werden kann. Berührt ein Finger das so entstehende Multitouch-Display auf der Vorderseite oder pustet ein Nutzer auf die Oberfläche, entsteht eine elektrische Störung, die der Controller registriert. Er dekodiert deren genaue Position auf dem Gitter und kann so die Finger- oder Luftbewegungen verfolgen. Die DISPLAX Multitouch-Technologie ist eine leichte, einfach zu installierende und skalierbare Lösung, die Displays mit einer Diagonalen von 18 Zentimeter (sieben Zoll) bis zu drei Metern (120 Zoll) erlaubt. Gleichzeitig ist sie äußerst robust, da die Folie nie direkt berührt wird. Im Juli wissen wir mehr, wenn das Produkt marktreif ist. Spannend bleibt die Multitouch-Technologie auf alle Fälle.

Das iPad als Telepromter

3. Februar 2010
Der Telepromter auf iPad-Basis

Der Telepromter auf iPad-Basis

Das iPad von Apple ist noch nicht einmal lieferbar und schon gibt es die ersten innovativen Anwendungen, die über den ursprünglichen Einsatzzweck wie Lesen, Musikhören, Filme glotzen oder Surfen hinausgehen. Eine sinnvolles Einsatzgebiet flatterte mir gestern in den Posteingang. Das iPad als Telepromter.
Telepromter sind die moderne Version der Souffleuse. Der Telepromter ist ein technisches Hilfsmittel, das vor allem bei Fernsehproduktionen sowie Vorträgen und Reden verwendet wird, um beim Zuschauer den Eindruck des freien Sprechens zu erwecken. Es wird unter das Kameraobjektiv ein Monitor montiert, der den Text spiegelverkehrt anzeigt. Über einen halbdurchlässigen Spiegel vor dem Objektiv kann der Moderator davon ablesen, ohne den Blick von der Kamera zu nehmen.
Bodelin Technologies haben ihren ProPrompter HD mit einem Halter für das neue Apple iPad ausgestattet. Bodelin ist Insidern bekannt, denn sie sind vor allem für ihre mobilen Teleprompter bekannt, die von Reportern in Kriegsgebieten genutzt werden. Bodelin entwickelte die ProPrompter App, die erste professionelle Teleprompter App. Sie wird mit der dazugehörigen Hardware angeboten und lässt sich mit dem iPhone und iPod Touch mit Pro- und Consumer-Videokameras nutzen.
Die neue Halterung für das iPad lässt sich einfach an dem aktuellen ProPrompter HD befestigen, der sich auch mit LCD Monitor, iPhone oder iPod Touch verwendet lässt. Das iPad hat eine Displaygröße von 9.7“ Zoll und verschafft dem Moderator einen größeren Betrachtungsabstand zur Kamera. Mit einer Akkulaufzeit von 10 Stunden ist das neue iPad perfekt für einen Außendreh geeignet. Kunden die bereits die Prompter App besitzen, können diese direkt auf ihr iPad laden.
Zudem gibt es als kostenloses Update, für die ProPrompter 1.3 App, eine professionelle Fernbedienungsfunktion. Die Software kann jedoch nur mit einem zweiten Apple Gerät genutzt werden, da das Apple iPhone Betriebssystem zurzeit keine Unterstützung für Bluetooth Mäuse und Tastaturen anbietet. Das Ganze sieht dann so aus, dass ein iPhone den Text steuert, während das Andere die Anzeige liefert. Wer die ProPrompter App bereits besitzt, kann diese auf alle in seinem Eigentum befindlichen iPhones, iPod Touch oder iPads laden. Wenn z.B. der Kollege auf dem Dreh auch die ProPrompter App besitzt, können sie dessen Textgeschwindigkeit bestimmen oder sein Gerät als Fernbedienung nutzen.
Wer so ein Teil braucht, sollte sich mit Thomas Nowara von Schnittpunkt in Verbindung setzen. Er vertreibt die Produktlinie für Europa, Großbritannien, Afrika und dem Nahen Osten.

Mein klares Ja zu eBooks

1. Februar 2010
Nicht erst seit Apples iPad mache ich mir meine Gedanken über eBooks. In meinem Bekanntenkreis diskutiere ich viel über diesen neuen Trend am Buchmarkt, der mit Amazons Kindle interessant wurde und durch das iPad hoffentlich ein Massenmarkt wird. Nach langen Überlegungen bekenne ich: Ich bin ein Fan von eBooks – im Moment lese ich gerade mal wieder Bram Stokers „Dracula“ am Sony PRS-700.
Eine Buchhändlerin sagte mir, die eBooks seien ein weiterer Verfall von Kultur. Das denke ich nicht. Vielmehr ist es eine Änderung der Wirtschaft. Vielleicht brauche ich ihre Leistungen als Buchhändlerin nicht mehr, wenn sie sich nicht auf den neuen Markt einstellt. Der Wert des Kulturgutes Schrift wird durch das eBook nicht geschmälert. Schrift bleibt für mich gleich, egal ob sie auf Papyrus, Papier oder als elektronische Tinte E-Ink daher kommt. Natürlich ist die Haptik eines Buches schön und wir haben uns an diese Haptik gewöhnt. Und natürlich wird das Buch als gedruckte Version so schnell nicht aussterben und das will ja auch keiner. Die Vorteile eines Buches sind klar: Ich nehme kein elektronisches Lesegerät zum Entspannen in die Badewanne oder zum Sonnenbaden an den Baggersee mit.
Einen klaren Vorteil für mich sehe ich bei eBooks auf Reisen: Ich musste mich bisher entscheiden, welches Buch in den Flieger oder in die Bahn mitnehme. Entsprach das Buch nicht meinen Vorstellungen und langweilte mich, musste ich blöd in der Gegend herumschauen. Nun habe ich einen kleinen elektronischen Buchkoffer dabei. Das wird durch das iPad noch besser: Ich hab ab und zu mal Lust auf elektronische Comics und freu mich auf Innovationen in der Branche.
Ich denke auch, dass durch elektronische Bücher wieder mehr gelesen wird. Die neuen Geräte, seien es die Kindles, Sony Readers oder iPads machen Lust auf Lesen. Alle wollen es ausprobieren. Und auch die Klassiker kommen wieder. Nachdem das Copyright abgelaufen ist, gibt es die Bücher kostenlos. Ich lese gerade wieder eine Menge von Klassikern, die ich in der Schule lesen musste und nicht verstand. Heute erkenne ich die Schönheit der Werke. Eine schöne Quelle ist das Gutenberg Projekt, eine etwas kleinere Quelle ist in Österreich Audio, Media Digital. Hier gilt kein DRM und das ist gut so. Ich hoffe, dass dies künftig auch für Bücher gilt, so wie es heute für Musik gilt. Das komische System DRM hält nur die unbedarften Kunden vom Kopieren ab, die Cracks knacken DRM sowieso.
Das eBooks bietet aber auch neue Chancen der Content-Vermittlung. Wenn es wirklich gelingt, Multimedia-Books auf den Markt zu bringen, dann haben wir eine tolle Mischung von Text, Bild, Audio und Video. Das bringt die Welt voran. Aber natürlich werden sich auch die Distributionswege ändern.
Wozu brauche ich als Autor eigentlich noch einen Verlag? Die Aufgaben wie Marketing, Vertrieb und Lektorat können anders gelöst werden – und ich sage mal: Ohne Verlage gäbe es ggf sogar mehr Kreativität, weil der Filter Verlagsinteresse wegfällt. Die Einnahmen kommen dem Autoren zu gute und werden nicht vom Verlag aufgefressen. Das ist Revolution und gefällt nicht. In Deutschland gibt es zudem die Buchpreisbindung. Ich frage mich, warum ein Buch in elektronischer Form genauso teuer sein soll, wie die gedruckte Ausgabe. Wer verdient denn da mit und hält großzügig die Hand auf? Ich bin selbst Autor zahlreicher Bücher und ich kann Ihnen sagen: Ich bin durch meine Bücher nicht reich geworden, aber andere haben gut daran verdient.
Und eBooks haben einen gewaltigen Vorteil: Mein Keller wird leerer. Derzeit stapeln sich tonnenweise Bücher im Keller, an Regalen, in Kisten und Kartons. Künftig brauche ich Platz auf dem hauseigenen Medienserver und fertig. Bücherverbrennen ist nicht mehr. Und auch Fahrenheit 451 gehört der Vergangenheit an.

FAD-824: FireWire 800-Adapter sichert meinen Videoworkflow

27. Januar 2010

FireWire 800-Adapter von Sonnet

Dieses Produkt hat mir einen Job gerettet und dafür bin ich noch heute dankbar. Es war im April 2009 auf der NAB 2009. Mit fetter Videoausrüstung habe ich Interviews und Eindrücke gedreht und abends beim Schnitt im Hotelzimmer stellte ich fest: Mein neues MacBook Pro passt kein FireWire 400 mehr. Apple ging mit der Zeit und verbaute die neue, schnellere, bessere 800-Schnittstelle. Sch… und ich hatte meinen Adapter im fernen Deutschland.
Die Suche in zwei Apple Stores in Las Vegas war erfolglos. Erst in drei Tagen kommen neue Stecker an. Da bin ich aber wieder zu Hause. Die Rettung kam in Form von Jolanda Blum, Pressedame bei Sonnet. Sie hatte einen neuen FireWire 400 auf 800 Adapter am Start, lieh ihn mir und die Videoarbeit konnte beginnen. Mein Videoworkflow war gerettet. Danke Jolanda.
Jetzt legt Sonnet einen nach und brachte gestern abend den Adapter im neuen Design. Sonnet Technologies, Anbieter professioneller Zubehörlösungen für  Macintosh-, Windows- und Unix-Systemen, bietet mit dem 6-pin to 9-pin Adapter die Lösung im neuen Design. Bereits vorhandene FireWire 400-Geräte wie Festplattenspeicher oder Digitalkamera können mit dem FAD-824 problemlos weiter am FireWire 800 Port der aktuellen Macs betrieben werden. Das neue Design des Adapters erlaubt dabei einen Anschluss auch bei eng platzierten Slots.
Apple verzichtet bei der aktuellen Generation von Mac Pro, MacBook Pro, Mac mini und iMac auf die noch weit verbreitete FireWire 400-Schnittstelle. Dadurch können viele Anwender ihre leistungsstarken FireWire 400-Geräte nicht mit Erfolgsmodellen wie dem MacBook Pro verwenden. Grund genug für Sonnet mit dem FAD-824 Adapter Abhilfe zu schaffen: Der fünf Zentimeter kleine Adapter wird einfach auf die FireWire-800-Schnittstelle gesteckt und mit dem Kabel des anzuschließenden Geräts verbunden. Ohne den Kauf und Anschluss weiterer lästiger Kabel entsteht so aus dem einzigen FireWire-Anschluss des MacBooks Pro und auch der Desktop-Varianten ein FireWire 400-Port. Der FAD-824 von Sonnet ist für 8,90 Euro zu haben und eine super Investition.