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Unruhe um Final Cut Pro X

5. Juli 2011
FCP X Fluch oder Segen?

FCP X Fluch oder Segen?

Es ist Unruhe am Editing-Markt zu verspüren. Vor kurzem veröffentlichte Apple sein lang erwartetes Final Cut Pro X und die Resonanz ist gespalten. Ich selbst konnte es noch nicht testen, weil die Software ausschließlich über den App Store vertrieben wird und Apple nicht ausreichend Codes für Pressemitarbeiter zur Verfügung hat.

Die Branche ist sich nicht einig, ob Apple ein großer Wurf gelungen ist oder ob das Thema Pro endgültig dahin ist. Durch den Vertrieb über den App Store ist es mir unklar, wie die Rechnungsstellung mit Mehrwertsteuer aussieht oder wie bei Großkunden zu verfahren ist. Der Freelancer kann sich freuen: Ein Knopfdruck und zack FCP X ist installiert.

Das Herz von Final Cut Pro X ist die Magnetic Timeline, ein Ansatz, Footage-Material ohne Spuren zu schneiden und der es ermöglicht Clips hinzuzufügen und zu arrangieren wo immer man sie haben möchte, während die anderen Clips augenblicklich zur Seite rücken. Mit verknüpften Clips kann man vorhergehende Story-Clips mit anderen Elementen koppeln, wie etwa Untertitel und Soundeffekte, sodass sie verknüpft bleiben wenn man sie bewegt. Man kann sogar zusammengehörige Elemente der Story in Zusammengesetzte Clips kombinieren, der wie ein einzelner Clip bearbeitet werden kann. Mit der neuen Auditions-Funktion ist es möglich zwischen verschiedenen Clip-Sammlungen zu wechseln, um sofort alternative Aufnahmen vergleichen zu können.

Die automatische Inhaltsanalyse durchsucht die Medien während des Imports und fügt den Inhalten nützliche Informationen hinzu. Final Cut Pro X nutzt diese Daten, um die Clips dynamisch in intelligenten Sammlungen zu organisieren. So können Clips die man sucht anhand von Close-up-Aufnahmen, Medium oder Weitwinkelaufnahmen sowie nach Medienart und der Anzahl von Personen in der Aufnahme gefunden werden. Außerdem kann man Teile von Clips mit sequenzbezogenen Schlagwörtern versehen um den Daten benutzerdefinierte Suchkriterien hinzuzufügen.

Klingt gut und die 64-Bit-Architektur war auch notwendig. Aber für treue FCP-Kunden war die Veröffentlichung ein Rückschritt. Es ist ein besseres iMovie geworden. Auf den ersten Blick fehlen: Anzeige: Timecodes, Monitoring, Kompatibilität zu älteren Projekten, Formate, Editier-, und Beschriftungsmöglichkeiten, Medienorganisation. Apple gelobt durch ein Update Besserung und verweist auf Drittanbieter. Mich würde vor allem die Medienorganisation ärgern, da ich für verschiedene Kunden arbeite und nicht alle Daten dort ablegen will, ob FCP es tut. Da war der Vorgänger FCP 7 deutlich kundenfreundlicher.

Die User laufen Sturm, trotzdem dass die Software nur 240 Euro kostet. Vergleichbare Produkte bei Adobe und Avid sind im vierstelligen Bereich zu finden. Und die Mitbewerber reagieren: Adobe Systems hat ein spezielles Upgrade-Programm für Videoprofis angekündigt, das ihnen einen einfachen und kosteneffizienten Umstieg auf Adobe Werkzeuge zur Filmbearbeitung in Adobe Premiere Pro CS5.5 und Adobe Creative Suite 5.5 Production Premium ermöglicht. Anwender, die Produkte von Apple Final Cut Pro oder Avid Media Composer erworben haben und auf Adobe Software umsteigen möchten, erhalten bei einem Wechsel 50 Prozent Preisnachlass auf Premiere Pro CS5.5 oder Production Premium CS5.5. Wer das nützen will, bekommt hier die Infos.

Wie gesagt, ich habe die neue Software nicht getestet. Ich schau es mir auf einigen Roadshows an. Den Anfang macht Comline: Apple Solution Experts, Apple Distributor ComLine und weitere Partner präsentieren neue Features für den digitalen Video-Workflow live vor Ort. Professionelle Anwender wie Kameraleute und Mitarbeiter von Fernsehstudios und Agenturen sowie ambitionierte Hobbyisten haben an sieben Stationen Gelegenheit, Final Cut Pro X kennenzulernen und auszuprobieren. Neben der neuen Videoschnittsoftware von Apple werden auch Lösungen von AJA, Promise, Panasonic, Wacom, Gefen, Sonnet, Contour und LogicKeyboard vorgestellt. In den kostenlosen vierstündigen Veranstaltungen zeigen Profis, wie man die neuen Versionen zeit- und ressourcensparend einsetzen kann. Beginn ist jeweils um 14 Uhr.  Die Termine sind 11. Juli Stuttgart, 13. Juli Köln, 15. Juli Frankfurt, 18. Juli Wien, 20. Juli München, 22. Juli Berlin und 25. Juli Hamburg. Infos gibt es hier.

Dann entscheide ich, ob ich bei FCP bleibe oder ob die Software Geschichte für mich ist.

Adieu MACup

20. Mai 2011
Diskussion mit jungem Leser im Jahr 2006.

Diskussion mit jungem Leser im Jahr 2006.

Irgendwie habe ich es geahnt, aber jetzt ist es Wirklichkeit geworden. Die MACup wird eingestellt. Im Juni erscheint das letzte Heft des traditionsreichen Magazins, das über 30 Jahre die Mac-Szene begleitet hat. Die MACup war meine zweite Chefredaktion und die alte Tante MACup war eine gute Zeitschrift. Aber jetzt ist es vorbei. Die Neue Mediengesellschaft Ulm (NMG) hat das Aus verkündet, da es für ein Pro-Magazin im Apple-Umfeld keinen Platz mehr gebe. Egal, der Markt hat entschieden.

Ich erinnere mich gut, als wir uns redaktionsintern den neuen Anforderungen des Marktes gestellt haben und ich bin überzeugt, damals die richtigen Weichen gestellt zu haben. Jedes Jahr bin ich nach San Francisco gepilgert und habe mir Steve Jobs Keynote reingezogen. Und ich war jedes Mal begeistert. Nur einmal traf mich eine Ankündigung von Jobs ins Mark. Als er seine Firma Apple Computer Inc. in Apple Inc. umwandelte. Der Weg zu einer Consumer Eletronic-Company nach dem Vorbild von Sony war vorgezeichnet. Meine Bedenken wurden damals von der Geschäftsführung des Verlages nicht geteilt. Für mich war es aber konsequent, nach neuen Ufern Ausschau zu halten. Ich bin zwar ein Apple Fan, aber es ist für mich deutlich wichtiger über einen XServe zu schreiben als über einen iPod. Egal, der Markt hat entschieden.

Als Konsequenz dieser Entwicklung, mehr und mehr Consumergeräte von Apple in einer Pro-Zeitung zu veröffentlichen, schufen wir ein neues Ressort, quasi ein Heft im Heft: Die iMACup. Innerhalb der MACup sollte es ein cooles Magazin geben, dass sich um Consumerprodukte der Firma Apple kümmert. Dieser Teil sollte wachsen und wachsen und schließlich irgendwann als eigenständiges Magazin ausgegliedert werden. Ich beauftragte meinen Redakteurskollegen Michael Krimmer dafür, weil er sich in der Welt der iGeräte wohlfühlt. Das war die richtige Entscheidung, schließlich ist Michael Krimmer heute der erfolgreichste Autor von iPhone- und iPad-Büchern. Wir haben sogar mal zusammen ein Buch veröffentlicht zum Thema Nike+ iPod, von dem ich noch ein paar Exemplare im Keller hab. Das Konzept ging auf. Aus der iMACup wurden später die beiden Zeitschriften „iPhone & Co“ und „iPad & Co“, die beide von der NMG jetzt weitergeführt wurden. Egal, der Markt hat entschieden.

Zudem versuchte ich, der konservativen Leserschaft der MACup neuen Lesestoff anzubieten. Das traditionell im Print-Publishing beheimate Klientel wollte ich mit Bewegtbild und 3D vertraut machen. Aber es ist schwer, ein kreatives Papierpublikum für neue Medien zu begeistern. Ähnlich geht es Firmen wie Adobe, die eine Konvergenz der Produkte anstreben, aber die Kundschaft folgt nur störrisch den Weg. Ich erinnere mich gut an Gesprächen mit Lesern auf einer Convention: Sie waren sauer, dass in Photoshop es jetzt einfacher war, Sachen freizustellen und dies per Knopfdruck. Wie solle man den Kunden dann die hohen Stundensätze der Druckvorstufe erklären? Der Leser war stinkig, dass wir die neuen Features abdrucken. Egal, der Markt hat entschieden.

Der konsequente Aufbau und Ausbau von Online wurde nicht begangen. Man wollte lieber analoge Dollars statt digitalen Pennys, wie es so schön heißt. Die Mannschaft wollte damals Richtung online, um zu überleben. Egal, der Verlag hat entschieden.

Buchkritik: iPad2 – das Internet in Ihren Händen

15. Mai 2011

Nach Wochen des Wartens ist mein iPad2 endlich bei mir eingetroffen. Eigentlich bin ich über die neuen Features schon vorab aus dem Netz informiert, aber live am Gerät die Sachen auszuprobieren ist doch etwas anderes. Ich fühle mich gut informiert, dennoch habe ich auch auf ein BuchiPad 2 – Das Internet in Ihren Händen meiner langjährigen Kollegen Michael Krimmer und Anton Ochsenkühn zurückgegriffen. Und was soll ich sagen? Selbst für mich als Pro hatte das Buch noch einige Überraschungen zu bieten, obwohl ich nicht unbedingt Zielgruppe bin. Natürlich sind die mobilen Produkte von Apple dafür gedacht, sofort loszulegen, dennoch ist kompetente Hilfe gerade für den Einsteiger wichtig. Wie bekomm ich meine Daten aufs iPad? Wie richte ich die Mailkonten ein? Wie ist die Zusammenarbeit mit MobileMe? Zudem geben die beiden Autoren noch Tipps für Apps und Erweiterungen.

Für den Einsteiger ist dieses Buch eine regelrechte Bibel. Für die ersten Schritte mit dem neuen iPad ist das Buch ein sehr guter Helfer. Ich habe den Dummy-Test gemacht und zwei Bekannten das 446seitige Buch zum Lesen zu gegeben. Das Feedback war hervorragend: Einfache und kompetente Hilfe, die schnell zum Ziel führt. Was will man mehr?

Natürlich kann ein Buch trotz seiner über 400 Seiten nicht alles behandeln. Mir gehen im App-Bereich zwei wesentliche Apps ab, aber darüber lässt sich trefflich streiten: Garage Band und iMovie. Beide Apps haben mein Leben deutlich erleichtert. Hier hätte ich gerne mehr erfahren – aber dieser Eindruck ist subjektiv. Übrigens, ein paar Auszüge aus dem Buch gibt es hier.

Aber als Fazit: Rundum ein lesenswertes Buch für alle Einsteiger und auch Profis finden diesen oder jenen Tipp noch ganz nützlich. Und für rund 20 Euro als Papierbuch ist es keine große Investition. Wer ein Sparfuchs ist, bekommt das Buch als ePaper übrigens im iBook-Store und für den Kindle für rund 8 Euro.

Muss das sein? Blitzer App für iPhone gefährdet Leben

3. Mai 2011
Freie Fahrt für freie Bürger mit der Blitzer-App.

Freie Fahrt für freie Bürger mit der Blitzer-App.

Wie heißt der Spruch bei Apple? Dafür gibt es doch eine App. Aber es gibt Apps, die braucht die Welt nicht und die halte die Blitzer.de App für moralisch falsch. Der mobile Blitzerwarner läuft in der Version 1.1 auch im Hintergrundmodus – andere Apps können gleichzeitig genutzt werden. Dank des Updates des kostenlosen Blitzerwarners können Nutzer eines iPhone oder iPad mit GPS Unterstützung neben der Blitzer.de App nun auch gleichzeitig andere Apps verwenden. Das ist technisch fein, aber moralisch falsch. Warum wird überhaupt geblitzt? Weil irgendwelche Idioten mit ihren Fahrzeugen zu schnell fahren. Warum soll man diese Gesetzesbrecher warnen? Wer zu schnell fährt, der soll bestraft werden. So einfach ist das.

Groß erklären die Hersteller MECOMO und Eifrig Media: Mit der Blitzer.de App gehört für Autofahrer Punkte sammeln der Vergangenheit an. Schade, sag ich. Vielleicht helfen Punkte in Flensburg Menschenleben zu retten. Aber Menschenleben interessieren wohl nicht, wenn es für freie Fahrt freie Bürger geht. Die bereits über 600.000 Mal heruntergeladene App empfängt in Echtzeit Meldungen der stetig wachsenden Community auf www.blitzer.de und warnt vor mobilen Geschwindigkeitskontrollen sowie allen stationären Blitzern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr als 40.000 stationäre Geschwindigkeits- und Ampelblitzer sowie Section Controls aus der weltweit Blitzerdatenbank von SCDB.info machen die Blitzer.de App zu einem Begleiter für alle Autofahrer, die sich nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten wollen.

Mit dem Update auf die Version 1.1 ist es nun möglich, die Blitzer.de App nicht nur im Vordergrund-, sondern auch im Hintergrundmodus laufen zu lassen, sodass während der Fahrt neben der Blitzer.de App eine andere App gestartet werden kann. Sobald sich in der Nähe und in Fahrtrichtung des Autos ein Blitzer befindet, erscheint ein Pop-up, das den Benutzer rechtzeitig und in Intervallen vor einer gemeldeten Radarfalle warnt (in 1000m, in 500m, etc). Schließt man das Pop-up, kann man die aktive (andere) App weiter nutzen. Lässt man sich hingegen die Details anzeigen, erscheint der Blitzertyp und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, der Straßenname (in der Ortschaft mit Hausnummer) und ein optischer Hinweis, wie weit der Blitzer noch entfernt ist.

Um insbesondere im Ausland die Kosten für eine Datenverbindung sparen, kann man zwischen Online- und Offline-Modus wählen. Im Online-Modus werden alle 5 Minuten die neuesten mobilen Blitzer automatisch geladen. Der Offline-Modus, der vor festen Blitzern warnt, ist dagegen vor allem im Ausland nützlich. Bei diesem fallen keine Roaming-Kosten an, da keine Datenverbindung aufgebaut wird.

Auch die Meldung eines mobilen Blitzers ist über die App komfortabel möglich. Mit der Berührung des Symbols in der Mitte der App öffnet sich ein Fenster und die aktuelle GPS-Position wird gespeichert. Und hier sehe ich meine Chance. Ich werde Blitzer an allen Ecken und Enden melden. Um die Fahrt ohne Unterbrechung fortzusetzen, können fehlende Daten wie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit später eingetragen werden. Um Missbrauch vorzubeugen, wird jede Meldung redaktionell überprüft. Das wollen wir doch mal sehen. Unsere Kinder werden es uns danken

Die Blitzer.de App kann ab sofort kostenlos im App Store von Apple heruntergeladen werden unter: http://itunes.apple.com/de/app/blitzer-de/id393860580?mt=8#.

Brauch ich: Steve Jobs in Carbonite

29. April 2011
Steve Jobs in Carbonite

Steve Jobs in Carbonite

Die Welten von Star Wars und Apple sind unsere Welten. Aus dem George Lucas Universum gibt es immer wieder Neuigkeiten. Im Moment wird an der 3D-Version von „Star Wars Episode I: The Phantom Menace“ gearbeitet. Die Konvertierung läuft zusammen mit Prime Focus, die schon bei  Avatar, Shrek, Tron oder Narnia geholfen haben. Viel wichtiger ist aber, es gibt ein neues Case für das iPhone. Nämlich die Verbindung der Apple- und der Star Wars-Welt. Es gibt Steve Jobs in Carbonite. Wir erinnern uns an: Das Imperium schlägt zurück, in dem Han Solo in Carbonite eingeschlossen wurde. Dieses Schicksal teilt er jetzt mit Steve Jobs auf meinen iPhone. Das Teil gibt es online ab 35 US-Dollar. Also alle Geeks zugeschlagen, bevor Apple seine Anwälte loslässt.

Unterwegs Filme aufnehmen und schneiden

22. April 2011

Die Zukunft des Internets ist mobil und es ist Bewegtbild. Neben den großen Videokameras mit fett HD nutze ich viele kleine Kameras. Früher nahm ich die Xatci gerne zur Hand, die hat allerdings heute ein Batterie-Problem. Ich mochte sie gerne, weil ich ein externes Mikro anschließen konnte. Derzeit setze ich das iPhone 4 ein und habe noch eine Flip dabei. Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht.

Ich mag das iPhone für kleine Videos. Die 720-Auflösung reicht aus. Allerdings ist es schade, dass ich nicht zoomen kann. Und ich bin zu blöd, ein externes Mikro anzuschließen. Aber zumindest kann ich mit iMovie den Film gleich schneiden, weil ich zu faul bin, das MacBook Pro mitzunehmen.

Als Ersatz habe ich mir ein leichtes Air zugelegt, wenn ich mit der Flip UltraHD Pocket unterwegs bin. Die Flip hat einen 2-fach (digital) Zoom, gestattet aber keine Möglichkeit des Schnitts innerhalb der Flip. Besonders blöd ist auch, dass Cisco die Flip eingestellt hat. Dabei war das Konzept genial. Roten Knopf drücken und los gehts. Ich halte die Entscheidung von Cisco für falsch. 2007 kam sie auf den Markt und legte einen Siegeszug hin. Aber Cisco hat entscheiden, die Kamera wird eingestampft, weil man gegen Apple & Co keine Chance hat. So heißt es zumindest. Aber wahrscheinlich ist es, dass die Flip-Technik in die Videokonferenztechnik von Cisco eingehen soll. Die neue Flip Live sollte eigentlich Streaming ins Web ermöglichen und ich hätte sie mir sofort gekauft. Sie wird wohl nicht erscheinen, denn die Flip ist Geschichte.

Video am Handy gehört die Zukunft. Als Alternative zur Flip gibt es noch unter anderem die Kodak Zi8 Pocket mit Digitalzoom, die die Aufnahmen auf SD speichert. Kollegen haben gute Erfahrungen damit gemacht. Durch den Apple Kamera-Connector spiele ich die Filme aufs iPad 2 und dann beginnt die Weiterverarbeitung.

Diesen Workaround mache ich, weil die Kamera am iPad 2 nicht berühmt sein soll. Aber das iPad 2 ist die Zukunft des mobilen Webjournalismus. Ich mache die meisten Filme für YouTube und weniger für Broadcast im eigentlichen Sinne. iMovie für das iPad ist der Schritt in die richtige Richtung. Auf der NAB 2011 habe ich gehört, dass Apple bald ein neues Final Cut Pro auf den Markt bringt. Da wird es sicher auf ein FCP für das iPad 2 geben und dann bin ich dabei.

Spenden für Japan via iTunes

13. März 2011

Besitzer eines US-iTunes-Accounts können seit heute Nacht über die Apple Plattform für die Erdbeben-Opfer in Japan spenden. Derzeit ist die Aktion nur auf dem US-Store begrenzt. Ich gehe davon aus, dass der deutsche Store heute nachzieht.

Über den US-Account lassen sich Spenden in Höhe von 5, 10, 25, 50, 100 und 200 US-Dollar an das amerikanische Rote Kreuz spenden. Bei Apple sind nach Angeben des Unternehmens rund 200 Millionen Kreditkarten hinterlegt, so dass die Abwicklung der Spende sehr einfach geht. Allerdings bekommt der Spender keine Spendenquittung, da de personenbezogenen Daten nicht an das Rote Kreuz weitergegeben werden. Der User erhält eine Bestätigung seiner Spende von Apple. Ob diese vom Finanzamt anerkannt wird, muss sich zeigen.

Beim Erdbeben in Haiti hat Apple ebenso reagiert und weltweit über die iTunes-Store Spenden gesammelt. Ich habe darüber berichtet. Ich hoffe, dass Apple Deutschland heute nachzieht.

Update  (15.3.): Inzwischen sind Spenden auch über den deutschen iTunes-Store möglich. Gespendet wird an das amerikanische Rote Kreuz. und die Beträge sind 5, 10, 25, 50, 100 und 150 Euro. Apple weißt auf die steuerliche Problematik nochmals ausdrücklich hin und erklärt auch, das iTunes-Guthaben nicht gespendet werden können.

iTunes Spenden für Japan über deutschen Store.

iTunes Spenden für Japan über deutschen Store.

Warum zieht der sich nicht richtig an?

11. März 2011
Mark Zuckerberg als Spielzeug.

Mark Zuckerberg als Spielzeug.

Die Wirtschaftswelt ändert sich – auch optisch. Herrschaften wie Mark Zuckerberg (Facebook), Larry Page, Sergey Brin (Google), Steve Jobs, Steve Wosniak (Apple), Bill Gates (Microsoft), Sean Parker (Napster), John Lasseter (Pixar) prägen ihren eigenen Stil und hier meine ich nicht ihren Führungsstil als Unternehmenslenker. In meinen Seminaren stelle ich oft diese neue Wirtschaftselite aus dem IT-Bereich vor und oftmals höre ich die Reaktion aus dem Publikum: Haben die nichts Gescheites anzuziehen? Wie kann man den so rumlaufen?

Die Meinung ist auch: Künstler können ja so rumlaufen, aber Manager eines Unternehmens? Der Künstler kann sich so unkonventionell präsentieren, denn man erwartet ja, das eine eine Schrulle hat. Wie sollen wir denn diese IT-Manager ernst nehmen? Im Geschäftsleben wird derjenige ernst genommen und akzeptiert, der sich an die herrschenden (Mode-)Konventionen anpasst. Also Anzug, Krawatte und überhaupt. Übrigens: Haare müssen kurz sein.

Vielleicht liegt es daran, dass diese Herrschaften aus der IT-Gemeinde nicht nur Manager sind, sondern wahre Künstler in ihrem Bereich. Sie sind Künstler in Informatik, Design, Animation, Marketing. Und denen ist es einfach egal, wie sie herumlaufen, weil es ihnen nicht wichtig ist. Steve Jobs mit seinem Bühnendress schwarzer Rollkragenpulli und Jeans, Zuckerberg in Badeschlappen und Morgenmantel, Page und Brin in Kapuzenshirts, John Lasseter in grellen Hawaii-Hemden – sie sind die Superstars des beginnenden 21. Jahrhunderts und sie prägen eine neue Generation. Das hat auch für die Mode eine Folge. Ich bin gespannt, ob sich die Business-Mode ändert.

Nett zu sehen, wie sich die IT-Crowd herausgeputzt hat, bei einem Meeting mit US-Präsident Obama. Zumindest die meisten haben ein Hemd an, nur Steve Jobs hat sein Bühnendress nicht abgelegt.

IT-Crowd meets Obama - nett anzusehen.

IT-Crowd meets Obama - nett anzusehen.

Wenn wir auf den Facebook-Film „The Social Network“ zu sprechen kommen, sind meine Teilnehmer in Seminaren verwundert, wie es in den Firmen zugeht. Aber viele Zuschauer sehen nur Party, Pizza und Fun. Das ist Quatsch. Diese Firmen haben einen gewaltigen Spirit. Es gibt eine hohe Arbeitsdisziplin, hohe Leistungsbereitschaft und auch Leistungsdruck, doch irgendwie sehen die Arbeitsstätten aus wie Spielplätze. Wer bei Pixar vorbeischaut, findet kaum klassische Arbeitsplätze. Eher muten sie an wie Höhlen oder Oasen, vollgestellt mit Spielzeug, Poster, Nippes, Plunder. Die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen, weil sie die meiste Zeit ihres Tages in der Firma arbeiten. Ich hab es bei Pixar erlebt, dass am Freitag nachmittag noch in der Firma zusammen mit Freunden gegrillt wird. Die Bindung an das Unternehmen wird dadurch gefestigt und die Firma sieht sich als große Familie. Das ist für deutsche Großunternehmen nur bedingt übertragbar, aber dennoch sollte man diesen Teil der Industrie nicht einfach ignorieren. Wir haben ja gesehen, was aus solchen Firmen wie Pixar, Apple, Mircosoft, Facebook und Google geworden ist.

Neue Herausforderungen fürs iPad

15. Februar 2011

Der Markt für Tablets wird spannend. Soeben veröffentlichte HP ein interessantes Produkt und jetzt legt LG nach. Der LG V900 OPTIMUS PAD hat interessante Eigenschaften: Mit einem 1.280×768 Pixel Touchscreen und 22,6 Zentimetern Durchmesser ist das OPTIMUS PAD klein genug um es überall hin mitzunehmen und groß genug, um Internet Seiten komfortabel zu betrachten oder Präsentation vorzuführen. Ausgestattet ist es mit Googles erstem Tablet Betriebssystem Android 3.0 (Honeycomb).

Damit ist die Zeit der Netbooks vorbei und die Hersteller stürzen sich auf Tabelts. Ich bin ja so gespannt, was Cupertino in wenigen Wochen vorstellen wird. Apple: Ich erwarte nicht mehr als ein kleines Wunder beim iPad 2.

Die PC-Freunde holen auf jeden Fall massiv auf. Mit dem Dual-Core Prozessor Tegra 2 von NVIDIA und einer 3D-Kamera sowie Full HD 1080p Decodierung ist das Tablet ausgestattet. Mit der integrierten 3D-Kamera können Benutzer einfach selbst 2D oder 3D Fotos und Videos aufnehmen, die sie über die HDMI-Schnittstelle auf 2D oder 3D-Fernsehern genießen oder z.B. auf YouTube 3D hochladen können.

„Mit unserem LG OPTIMUS PAD setzen wir neue Standards bei Tablets und bieten genau die richtige Mischung aus Mobilität und Sehkomfort, ohne Abstriche bei der Leistung zu machen“, sagt Gunter Thiel, Head of Marketing Mobile Communications bei der LG Electronics Deutschland GmbH.

Das LG OPTIMUS PAD ist das Ergebnis einer engen Partnerschaft zwischen LG und NVIDIA. „Die IT-Welt verändert sich direkt vor unseren Augen“, so Phil Carmack, Senior Vice President Mobile Business bei NVIDIA. „Tablets nehmen rasch die Stelle als unser wichtigster Personal Computer ein und bieten bislang ungeahnte Möglichkeiten sowie uneingeschränkte Mobilität. “

Das LG V900 OPTIMUS PAD wird ab April 2011 zum Preis von 999 Euro auf dem deutschen Markt verfügbar sein. Ich hoffe, Apple hat bis dahin sein iPad 2 vorgelegt.

 

Social Media: CAPday bei Dell mit Wirkung

2. Februar 2011

Da staunte ich als Mac-User nicht schlecht, als ich eine Einladung von Dell im Postfach hatte. Gesucht wurden Blogger, die sich zur von Dell Deutschland im Rahmen des ersten CAPday äußern wollten. Klar will und Profi genug bin ich auch, um die Strategie des Computerriesen beurteilen zu können.

Respekt: Dell ging offen an die Sache heran. „Wir wollen ehrlich, offen und ungeschönt die Wahrheit hören“, ging es los. Und die Wahrheit bekamen die interessierten Mitarbeiter von Dell zu hören. Was kann Dell besser machen?

Geladen waren unter anderem IT-Journalisten, die im Netz unterwegs sind sowie eine stattliche Anzahl von engagierten, ehrenamtlichen XPS-Foren-Mitarbeitern, die in ihrer Freizeit Support für Dell geben. So diskutierte man über ausführlich Treiber-Konflikte und Konfigurationsprobleme. Echte Tech-Freaks eben. Bei mir als überzeugter Mac-User kommt Dell vom Image des Kistenschiebers nicht los, obwohl sie ihre Werbung massiv geändert haben. Und ich gestehe: Ich habe auch einen Dell-Monitor und bin vollauf zufrieden. In meiner Vergangenheit war ich einstmals Textchef der PC Professionell. Damals hatte Dell einen guten Namen unter den Schraubern und Freaks. Man konnte sich sein individuelles System zusammenstellen. „Irgendwo auf der Welt wird mein Dell-Rechner für mich zusammengebaut“, so war die Meinung damals. Dieses Image ist irgendwann flöten gegangen.

Jeff Jarvis hat in seinen genialen Buch „Was würde Google tun?“ seine Erfahrungen mit den Dell Support geschildert. Kaum hat Jarvis drüber gebloggt, hat er Druck auf Dell ausgeübt und das Unternehmen hat sich bewegt. Sehr gute Aktion, die beiden Seiten sehr geholfen hat: Jarvis und Dell. Der eine bekam Popularität, der andere zufriedene Kunden.

Mancher forderte eine Preis-Garantie. „Viele Ihrer Kunden fühlen sich emotional hintergangen.“ Und es hagelte Kritik am Health-Check für 70 Euro. Temp-Dateien zu löschen und den Papierkorb zu entleeren – das kann kein wirklicher Service sein.

Als Journalist konnte ich ins gleiche Horn blasen und mahnte eine bessere Versorgung von Testgeräten an. Es könnte nicht sein, dass im Online-Zeitalter die US-Kollegen bevorzugt werden, während der alte Kontinent auf die Hardware wartet. Allerdings konnte ich auch von positiven Reaktionen an Dell berichten. Meine ehemaligen Leser aus dem Broadcast-Bereich lobten Dell über den grünen Klee. Die Reaktionszeiten seien hervorragend. Dieses Lob tat den Dell-Kollegen sichtlich gut.

In Sachen Social Media hat Dell noch einiges nachzuholen. Dell will künftig stärker auf Twitter setzen und schneller reagieren. „Mit der Twitter-Aktion wollen wir den Kunden zeigen, wir kümmern uns um dich.“ Außerdem wird Dell künftig Mitarbeiter über soziale Netzwerke suchen.

Wir haben den Dell-Leuten den dringenden Rat, sich nicht in den sozialen Plattformen zu verlieren. Für Deutschland zählt Facebook, Twitter, YouTube und Xing – basta. Experimente in den VZ-Netzwerten, Lokalisten oder wer-kennt-wen sind meines Erachtens sinnlos, denn Plattformen müssen gepflegt werden. Social Media ist kein weiterer PR-Kanal, sondern ein Dialogmedium. Kritisch sah ich es, dass so mancher Dell-Manager über Social Media spricht, aber nicht in den Netzwerken vertreten ist. Die Begründung ist immer die gleiche: Ich habe dafür keine Zeit. Und dann wieder: Wer darf sich überhaupt für die Firma äußern? – Gegenargument: Das Telefon können Sie auch bedienen. Und keiner will die Zeiten zurück, als es in der Firma nur ein Telefon gab. Jeder, der in der Firma ein Telefon hat, spricht für die Firma. Und so wären wir wieder bei meinem Lieblingsthema: Medienkompetenz.

Großes Aufgebot beim ersten CAPday von Dell Deutschland.

Großes Aufgebot beim ersten CAPday von Dell Deutschland.