Archive for the ‘Medien’ Category

Aktuelle Zahlen: Einkaufen im Netz und die Konsequenzen

4. Juni 2014

Bei einem Verbraucherschutzseminar über Einkaufen im Netz konnte ich meine Teilnehmer mit den neuesten Zahlen konfrontieren. Es ist klar: Online-Shopping bricht immer neue Rekorde, aber Online-Shopping bedeutet nicht nur Einkaufen bei Amazon. Und ich stellte vier Entwicklungen des Online-Handels vor, die auf einer Studie der Post beruhen.

I like - Einkaufen im Netz.

I like – Einkaufen im Netz.

94 Prozent der Internetnutzer über 14 Jahre kaufen inzwischen auch im Web ein. Dies entspricht 51 Millionen Bundesbürgern, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM zeigt. Klarer Trend: Online Shopping mit dem Smartphone.

Mit Smartphones und Tablet Computern wird mittlerweile ortsunabhängig im Web eingekauft. Die wachsende Verfügbarkeit von schnellem Internet beschleunigt diesen Trend. Besonders der Anteil älterer Online-Shopper ist gestiegen. 88 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren kaufen mittlerweile online ein, vor zwei Jahren waren es noch 79 Prozent.

Interneteinkäufe ersetzen für viele Verbraucher zunehmend das Shoppen im Geschäft. Zwei Drittel der Online-Shopper (66 Prozent) bestellen mindestens mehrmals im Monat Waren über das Internet,  8 Prozent sogar mehrmals pro Woche. Dabei kommen mobile Endgeräte vermehrt zum Einsatz. Gut jeder vierte Online-Shopper (27 Prozent) nutzt dafür ein Smartphone oder einen Tablet-Computer, ein Plus zwei Prozentpunkten gegenüber 2012.  Fast die Hälfte der mobilen Online-Shopper (47 Prozent) kauft am Arbeitsplatz mit Smartphone oder Tablet Computer ein. Das sind mehr als sechs Millionen Bundesbürger. Gut ein Viertel der mobilen Online-Shopper (26 Prozent) nutzt das mobile Gerät sogar, um vor Ort im Geschäft eine Online-Bestellung aufzugeben.

Ein wichtiger Faktor für Online-Händler sind Warenrücksendungen. Die BITKOM sagt: „Drei von vier Online-Shoppern (74 Prozent) haben schon einmal bestellte Waren zurückgeschickt. Viele von ihnen haben sich daran gewöhnt, nicht für den Rückversand zu bezahlen. In der Umfrage gab gut jeder dritte Online-Shopper (36 Prozent) gibt an, zumindest ab und an ohne Kaufabsicht im Internet zu bestellen. Vor allem Verbraucher zwischen 30 und 49 Jahren tun dies. Viele Nutzer sehen es als legitim an, auch ohne Kaufabsicht Waren zu bestellen. Online-Händler können anschließend Probleme haben, die Retouren zum Originalpreis zu verkaufen.“ Bei der Kaufabwicklung im Internet zahlen Online-Shopper in Deutschland am liebsten per Rechnung (63 Prozent). Ähnlich etabliert sind Online-Bezahldienstleister, 56 Prozent der Online-Shopper bezahlen darüber ihre Waren. Immer weniger Menschen treten beim Internetkauf in Vorleistung. Zahlten im Jahr 2012 noch 38 Prozent per Vorkasse, so macht dies jetzt nur noch rund ein Viertel (24 Prozent).

Zudem konnte ich vier Thesen der Deutschen Post vorstellen, wie sich der Handel im Netz verändern wird. Die Post hat die Ergebnisse der Studie ins Netz gestellt, die ich jedem Einzelhändler dringend ans Herz lege, Einkaufen im Netz gehört heute einfach dazu.

Die Thesen sind:

  • Der Online-Handel und der stationäre Handel verschmelzen. So kann sich der Kunde den Weg ins Geschäft sparen.
  • Der Kunde erhält die Ware noch am selben Tag – auch bei Internet-Bestellungen.
  • Händler sehen das Kaufverhalten der Konsumenten vorher – mithilfe künstlicher Intelligenz.
  • Persönliches Eigentum verliert an Bedeutung. Leasing- und Sharingmodelle sind der neue Trend.

 

Einfach mal probieren: Vorträge visualisieren mit Sketchnote

3. Juni 2014

Der Mensch ist ein visuelles Wesen. Das leuchtet jedem ein. Doch warum machen wir uns dann Aufzeichnungen von Vorträgen, Meeting oder Konferenzen als reinen Text? Wenn ich meine Kinder ansehe, dann haben sie Eindrücke in Zeichnungen verarbeitet. Sie können genau sagen, was sie gefühlt und gedacht haben, wenn wir uns diese Zeichnungen nach einiger Zeit wieder ansehen. Diese Fähigkeit ist uns wohl als Erwachsener verloren gegangen. Das möchte ich ändern.

Geniales Buch zu Sketchnote

Geniales Buch zu Sketchnote

Als Referent für visuelle Kommunikation arbeite ich mich derzeit in Sketchnote ein. Das ist eine Kombination von Zeichnungen und wenig Text. Ich bin dazu zwei Wege gegangen. Zum einen habe ich mir das wirklich hervorragende Buch Das Sketchnote Handbuch Das Sketchnote Handbuch: Der illustrierte Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen der Sketchnote-Legende Mike Rohde besorgt und durchgearbeitet. Zum anderen habe ich auf der re:publica 2014 in Berlin einen Sketchnote-Workshop belegt. Beides hat sich voll gelohnt und ich werde auf meinen Seminaren zur visuellen Präsentation einen zweistündigen Vortrag mit Übung für meine Seminarteilnehmer einbauen.

Und als digitaler Mensch habe ich zudem das Problem gehabt, dass ich keine Lust hatte, mein Moleskine Notizbuch durch die Gegend zu schleppen. Obwohl Moleskine bei vielen Kreativen in ist, mag ich es nicht. Die Bücher liegen bei mir nur herum. Ich will ein digitales Tool und bei nach langem Ausprobieren auf die App GoodNotes 4 für das iPad gekommen. Sie macht genau das, was sie machen soll.

Dieses Trio leitete den Sketchnote-Workshop auf der #rp14

Dieses Trio leitete den Sketchnote-Workshop auf der #rp14

Der schwierigste Schritt bei Sketchnote beginnt im Kopf. Ich kann doch nicht gut genug zeichnen – diese und andere Gedanken kamen immer wieder. Das ist Blödsinn und ich musste mich von diesen Gedanken frei machen. Jeder kann zeichnen. Und wir reden bitte schön nicht von Kunst oder technischen, maßstabsgenauen Zeichnungen, sondern wir reden von Skizzen – eben von Sketches versehen mit Worten. Die zweite Schwierigkeit war, endlich den Schweinehund zu überwinden und es endlich zu tun. Das Buch von Mike Rohde gibt viele Anregungen und viel Inspiration, doch ich selbst muss den Stift in die Hand nehmen und endlich etwas zu Papier bringen.

Nach einigen Übungen von Körpern, Gesichtern und Figuren sowie Stimmungen fertigte ich als erste Übung einen Lebenslauf von mir an. Ich kenne mich selbst am besten und ich brachte mich selbst zu Papier. Und: Es hat Spaß gemacht. Ich erkannte mein Leben, meine privaten und beruflichen Stationen wieder. Als nächstes begann ich, Vorträge auf Konferenzen zu visualisieren. Dabei musste ich aufpassen, nicht in den alten Trott des Mitschreibens zu verfallen. Das Fokussieren auf die Kernaussage ist das Wichtigste und auf einmal stelle ich fest, wie schlecht viele Vorträge sind.

Das Buch Das Sketchnote Handbuch: Der illustrierte Leitfaden zum Erstellen visueller Notizen von Mike Rohde liegt als Quelle der Inspiration immer in der Nähe vom Bett und ich blättere es immer wieder gerne durch. Kollegen haben mich auf das Buch Visuelle Meetings: Meetings und Teamarbeit durch Zeichnungen, Collagen und Ideen-Mapping produktiver gestalten aufmerksam gemacht. Das werde ich mir wohl als nächstes anschaffen.

Dann besuchte auf der re:publica 2014 in Berlin einen Sketchnote-Workshop. Ein paar sympathische Leute von #vizthink haben einen lockeren Vortrag gehalten und die Teilnehmer zum Zeichnen animiert. Es hat Spaß gemacht und die Angst genommen. Vielleicht sammle ich ein paar Gleichgesinnte und versuche eine bayerische vizthink-Gruppe ins Leben zu rufen. Wer Lust dazu hat, einfach mit mir in Kontakt treten.

 

Aufruf: Wer hat Fragen an Stanley Kubricks Erben?

1. Juni 2014

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Filmfanatiker bin. Mein Regie-Gott heißt Stanley Kubrick. Kubrick ist leider bereits verstorben, doch diesen Donnerstag wird ein Traum von mir wahr: Ich treffe seine Witwe Christiane Kubrick und ihren Bruder Jan Harlan. Etwas aufgeregt bin ich schon.

Auf Vermittlung des Taschen Verlages fliege ich auf eigene Kosten nach London und lausche auf dem Landsitz der Kubricks der Präsentation eines neuen Buches: „The Making of Stanley Kubrick’s 2oo1: A Space Odyssey’“. Da gibt es auch ein Interview mit den Erben. Und ich kann sicher dem legendären Verleger Benedict Taschen die Hand drücken.

Und jetzt ist die Reihe an euch: Habt ihr Fragen, die ich in eurem Namen stellen soll? Was wollt ihr über Kubrick und 2001 wissen? Was liegt euch auf der Seele? Bitte nur Fragen stellen, die die Erben auch beantworten können. Ich sammle eure Fragen und ergänze sie um meine neugierigen Fragen. Anschließend werde ich freilich über das Ereignis mehrere Blogbeiträge verfassen.

Ein neues 2001-Buch von Taschen und ich darf mit Kubricks Erben sprechen. Foto: Taschen

Ein neues 2001-Buch von Taschen und ich darf mit Kubricks Erben sprechen. Foto: Taschen

Das Buch „The Making of Stanley Kubrick’s 2oo1: A Space Odyssey’“ kommt im Juni auf den Markt und ist auf 1500 Exemplare limitiert. Kostenpunkt 500 Euro, aber es gibt auch zwei Spezialeditionen in 250ger Auflage für jeweils 1000 Euro. Ich werde das Buch noch ausführlicher besprechen. Aber soviel steht fest: Das bisher veröffentlichte Bildmaterial ist der Hammer. Es sind wirklich neue Fotos hinter den Kulissen, Zeichnungen und Skizzen. Für jeden Science Ficition-Fan wird es der richtige Kauf sein. Über die Qualität dieses filmischen Meisterwerkes muss ich wirklich kein Wort mehr verlieren.

Dreharbeiten zu 2001 mit Regie-Gott Kubrick. Foto: Taschen

Dreharbeiten zu 2001 mit Regie-Gott Kubrick. Foto: Taschen

Das Making-of-Buch besteht aus vier Bände in einer Metallbox, die freilich an den berühmten Monolithen erinnert. Die Designer, die bereits das berühmte Napoelon-Buch von Kubrick produziert haben, haben sich jetzt auch um 2001 verdient gemacht. Das Buchcover schuf Wayne Haag.

Die vier Bände umfassen:

Volume 1: Film stills

Volume 2: Behind the scenes (including new interviews with lead actors, senior production designers, and key special-effects experts)

Volume 3: Facsimile of original screenplay

Volume 4: Facsimile of original 1965 production notes

Und zudem gibt es noch den legendären 2001 Comic, den ich schon lange gesucht habe.

Faszinierendes Material zu 2001 in vier Bände. Foto: Taschen

Faszinierendes Material zu 2001 in vier Bände. Foto: Taschen

Aber mehr, wenn ich das Buch in den Händen halte. Jetzt geht es erst einmal an Fragen sammeln für das Interview mit Christiane Kubrick und Jan Harlan. Ich freue mich wahnsinnig.

 

Sind Sie eigentlich Youtuber?

31. Mai 2014

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Neulich wurde ich gefragt: “Sind Sie eigentlich Youtuber?” Hm irgendwie schon. Also ich nutze Youtube nahezu täglich und stelle ein ein bis zwei selbstgedrehte Filme pro Woche online. Aber bin ich damit schon ein Youtuber? Ist das eine Berufsbezeichnung?

Die Macht der Google Tochter Youtube ist gewaltig, auch in unserer Familie. Wenn ich meine Kinder betrachte, dann nutzen sie Youtube nicht als klassisches Videoportal, sondern als Suchmaschine. Wenn sie etwas nicht verstehen, dann suchen sie bei Youtube nach einer Erklärung. Visuelle Vermittlung zieht anscheinend besser als Vermittlung über das geschriebene Wort. Und meine Kinder haben recht, Youtube ist ein großes Hilfeportal. Wenn ich eine Erklärung zu einem How to-Problem suche, dann liefert mir Youtube in der Regel eine Antwort. Damit ist Youtube für mich nicht nur eine platte Videoplattform, sondern ein Lerntool.

Und Material ist dort gewaltig zum Anschauen. Es würde rund 1200 Jahre dauern, um die Youtube-Filme eines Jahres anzuschauen – so viel Zeug ist dort gehostet. Im vergangenen Jahr wurden 100 Stunden Videomaterial pro Minute zu Youtube hochgeladen – vom verwackelten Müll bis hin zu großartigen Aufnahmen. Die Upload-Zahlen bei Youtube steigen von Jahr zu Jahr. Hier ein älterer Blogpost von mir mit Zahlen.

Und mit Youtube lässt sich via Google-Werbung Geld verdienen. Es sind nur Centbeträge zunächst, die sich aber rasch kumulieren, wenn das Video fett geklickt wird. Aber ich stelle fest: Meine Videos sind nicht dabei. Wer Zugriffe generiert, der bekommt Geld.

Und gleich wird wieder das Geschrei über Qualität einsetzen. Erinnert mich an die Diskussion um die Filmförderung. Intellektuell sind die Filme prima, nur das Publikum mag sie nicht und der Steuerzahler bezahlt für die Filmförderung. Wie wäre es, wenn ich Filmförderung für meine Youtube-Filme beantrage, denn die große Reichweite habe ich auch nicht – aber lassen wir das.

Auf der #rp14 habe ich in einem Panel erfolgreiche Youtuber kennengelernt, die mit der Plattform richtig Geld verdienen. Sie sind hervorragend vernetzt und ihre Fangemeinde warten regelrecht auf ein neues Video. Richtig gut laufen die so genannten Let’s play-Videos. Hier kommentieren ein bis zwei Spieler den Walktrough durch ein Spiel. Das Material wird auch in meiner Familie konsumiert und auch ich muss zugeben, dass ich mir dann und wann ein Let’s play ansehen und dann eine Kaufentscheidung für ein Spiel treffe.

Die 10 Gebote für den erfolgreichen Einsatz von Content Marketing für SEO

26. Mai 2014

Immer wieder bekomme ich in meinen Kursen die Frage: Wie komme ich bei Google auf die erste Seite? Meine Antwort ist Standard: Wenn ich wüsste, wie Google genau funktioniert, würde ich keine Seminare geben. Dennoch gebe ich natürlich Tipps für SEO, die jeder umsetzen kann, ohne technisch zu tief einzusteigen.

Bei meinen Seminaren  gebe ich Tipps, wie ein einfaches SEO gelungen kann.

Bei meinen Seminaren gebe ich Tipps, wie ein einfaches SEO gelungen kann.

Hier kommt ein Beitrag der Löwenstark Online-Marketing GmbH genau richtig, Sie haben 10 Gebote für den erfolgreichen Einsatz von Content Marketing für SEO zusammengestellt, die ich gerne teile. Beim Content Marketing in der SEO geht es darum, durch hochwertige Inhalte Aufmerksamkeit und Links für die eigene Website zu generieren – sprich: nachhaltige Top-Platzierungen in den Suchergebnissen.

Nur auf die Suchmaschine ausgerichtete Start-, Kategorie- und Produkttexte genügen inzwischen nicht mehr, um eine Website im umkämpften Wettbewerbsumfeld an vorderste Positionen zu befördern. Sämtliche Inhalte von Texten über Bilder bis hin zu Videos müssen mehr denn je auf die Nutzer ausgerichtet sein und diesen einen Mehrwert bieten. Denn Content, der den User zum Verweilen einlädt, wird auch von der Suchmaschine honoriert.

 

Das erste Gebot: „Kenne deine Zielgruppe“

Erfolgreiche Content Marketing-Manager kennen ihre Zielgruppen und wissen, welche  Informationen für sie relevant sind. „Online-Händler sollten die Sprache ihrer Zielgruppe verwenden und über Themen schreiben, die ihre Kunden faszinieren“, erklärt Marian Wurm, von  Löwenstark Online-Marketing GmbH. Themen, die Kunden interessieren, lassen sich zum Beispiel in Kommentaren oder Kundenfragen finden.

Das zweite Gebot: „Erstelle originelle & redaktionell hochwertige Inhalte“

Guter Content regt zum Verweilen an und wird gern von den Lesern weiterempfohlen und geteilt. Guter Content ist exklusiv, redaktionell hochwertig und einzigartig – deutlich qualitativer als von SEO-Texten der letzten Jahre gewohnt. Keyword Stuffing sollten Autoren dabei unbedingt vermeiden – rein auf Keywords optimierte Texte bieten selten spannende und gut zu lesende Inhalte.

Das dritte Gebot: „Biete vielfältigen Content gratis an“

Ob Texte, Infografiken, Videos, Bilder, E-Books oder Streams – es gibt viele Wege, Inhalte passend und ansprechend aufzubereiten und zu präsentieren. „Unternehmen, die abwechslungsreichen Content kostenlos publizieren und verbreiten erhöhen so ihre Chance, von den Usern – und von den Suchmaschinen – wahrgenommen zu werden“, betont der Experte Wurm.

Das vierte Gebot: „Veröffentliche den Content verstärkt auf der eigenen Webseite“

Im modernen Content Marketing werden die Inhalte nicht mehr nur via Linkbuilding auf externen Seiten eingesetzt, sondern sind verstärkt auf den Websites der Händler selbst zu finden. Verbreitet werden sie über die Blogs und Themenseiten der Influenzer. Die Idee ist, dass die User durch das Teilen der Inhalte quasi zu Linkbuildern werden.

Das fünfte Gebot: „Verbreite die Inhalte gezielt über verschiedene Kanäle“

Es gibt im Internet zahlreiche Plattformen, auf denen Unternehmen ihren Content platzieren können – von der eigenen Firmenwebseite über ein Corporate Blog bis hin zu sozialen Netzwerken wie Google+, Facebook, Xing, YouTube oder Pinterest. „Verlieren Sie dabei aber nie ihre Zielgruppe aus den Augen“, warnt Wurm. „Wählen Sie durchdacht die richtigen Kanäle, um Ihren Content zu streuen. Setzen Sie auf Klasse und nicht auf Masse.“

Das sechste Gebot: „Sei Berater, kein Verkäufer“

Es ist wichtig, sich im Netz die Reputation als Experte und Meinungsführer aufzubauen. „Denken Sie beim Content nicht wie ein Verkäufer, sondern wie ein Berater“, rät Wurm. „Stellen Sie auf Ihre Unternehmenswebsite oder Ihr Social Media-Profil Ratgebertexte oder Anleitungs- und Erklärungsvideos, die den Besuchern Mehrwert bieten.“

Das siebte Gebot: „Erzähle wahre Geschichten, keine Märchen“

Wer über sein Unternehmen und seine Produkte faszinierend erzählen kann, hat verstanden, worum es beim Content Marketing geht. Originelle, interessante Inhalte bilden und unterhalten zugleich – zudem verankern sie sich besser in der Erinnerung der User. Wer dagegen flunkert, läuft Gefahr aufzufliegen und an Reputation zu verlieren.

Das achte Gebot: „Ermutige die User zur Interaktion”

Durch exklusive Inhalte, spannende Diskussionen oder Umfragen können Target Groups in die Markenkommunikation eingebunden und zusätzlich zur Interaktion mobilisiert werden. Die Kommentarfunktion und die Einbindung der Social Media-Plug-ins wie des „Like-Button” (Facebook) oder „+1-Button” (Google Plus) in die Unternehmenswebseite ermöglichen den Usern wertvollen Content im Web zu kommentieren, zu verbreiten und weiterzuempfehlen.

Das neunte Gebot: „Gewinne Internetnutzer als Autoren“

Jeder User hat etwas zu Produkten und Leistungen zu erzählen – Stichwort: User-generated Content. Durch Wettbewerbe oder Gewinnspiele können Nutzer als Autoren gewonnen werden, welche eigene Beiträge erstellen und diese über ihre privaten Social Media-Kanäle verbreiten. „Fragen, welche die User selbst aufwerfen und beantworten, liefern genau die Inhalte, nach denen andere Internetnutzer suchen“, pointiert Wurm. „Das wird auch von Google honoriert.“ Positiver Nebeneffekt: Userfragen generieren auch wertvolle Longtail-Keywords.

Das zehnte Gebot: „Schreibe unter deinem echten Namen und nutze den Google Authorship“

Viele Unternehmen posten Content unter dem Unternehmensnamen – das ist verschenktes Potenzial. Echte Autoren, die ihr Google+ Profil mittels des Google Authorship Markups mit Beiträgen auf Unternehmensseiten verknüpfen, erhöhen aus Google-Sicht die Glaubwürdigkeit der Inhalte. „Google Authorships, bei denen ein Foto des Autors neben der Artikelvorschau zu sehen ist, heben sich von anderen Ergebnissen ab, erregen mehr Aufmerksamkeit und erzielen eine höhere Click-Through-Rate“, erklärt Wurm.

 

Comic-Tipp: Der fünfte Beatle: Die Brian Epstein Story

24. Mai 2014

Unter uns Beatles-Fan entzündet sich immer wieder der Streit: Wer ist eigentlich der fünfte Beatle? Pete Best, George Martin, Brian Epstein, Yoko Ono oder, oder, oder? Sir Paul sagt es deutlich: „Wenn jemand der fünfte Beatle war, dann Brian.”

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Und daher gibt es jetzt eine wunderbare Graphic Novel zum fünften Beatle: Der fünfte Beatle: Die Brian Epstein Story Brian Epstein, der Entdecker und erste Manager der legendären Pilzköpfe, ohne den es die Karriere der Beatles wohl nie gegeben hätte, ist Mittelpunkt dieser Graphic Novel. Die Geschichte der Beatles ist hinlänglich bekannt, die Geschichte von Brian Epstein stand selten im Mittelpunkt einer Graphic Novel. Ein Film soll zudem folgen, Oscar-Gewinner Bruce Cohen soll ihn produzieren. Ich mag  Graphic Novels, das habe ich meinem Blogbeitrag über Johnny Cash geschrieben.

Auf 168 Seiten wird uns die Person Brian Epstein vorgestellt, der mit 32 Jahren zu früh verstarb. Die Geschichte ist gut recherchiert und liebevoll in Szene gesetzt. Eine Graphic Novel, verfasst von Vivek J. Tiwary (preisgekrönter Produzent von Green Day’s American Idiot, The Addams Family), mit Zeichungen von Andrew C. Robinson (Dusty Star, Starman) und Kyle Baker (Why I Hate Saturn, Plastic Man), die die 1960er Jahre in ihren Bildern perfekt wiederaufleben lassen. Neben Einleitungen von Merseybeat-Musiker Billy J. Kramer und dem ehemaligen Manager und Produzenten der Rolling Stones, Andrew Loog Oldham, enthält dieses wunderbare Buch zudem ein Nachwort des Comic-Zeichners Howard Cruse (Stuck Rubber Baby) und umfangreiches Bonusmaterial wie Abbildungen seltener Beatles- und Brian Epstein-Memorabilien, Fotos, Skizzen und alternative Cover. Wer ein wenig in dem Comic lesen will, kann es gerne hier tun.

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Der Panini-Verlag hat wirklich ganze Arbeit bei Der fünfte Beatle: Die Brian Epstein Story geleistet. Das spotlackierte Cover hat Tiefe, die Originalmaße der US-Ausgabe blieb erhalten und der beschriebene Bonusteil ist mehr als in der Originalausgabe. Top Leistung.

Es sind die vielen kleinen Szenen, die in dem Buch Spaß machen. Beispielsweise wenn der junge Brian Epstein auf den abgebrühten Profi Col. Tom Parker trifft und beide aneinander vorbei reden. Dem einen geht es um Kunst, dem Manager von Elvis geht es ums Geschäft. Auch sehr emotional ist der Umgang mit der Homosexualität von Brian Epstein. Homosexualität im England der damaligen Zeit stand unter Strafe und der Entdecker der Pilzköpfe litt massiv.

 

#rp14: Virales Konzept von Baden Württemberg und wo bleibt Bayern?

20. Mai 2014
Im Gespräch mit Thomas Bürger vom BW-Marketing.

Im Gespräch mit Thomas Bürger vom BW-Marketing.

Ich sag es als Bayer ja nicht gerne, aber die Baden Württemberger haben echt Humor. Sie können über sich selbst lachen und – sie machen damit fett Werbung für ihr Ländle. Wir kennen ja seit langem die Werbung: “Wir können alles außer Hochdeutsch!”

Unlängst habe ich den Spruch mal wieder gesehen auf der re:publica 2014. Auf der wichtigsten Internet-Messe Europas war das Land Baden Württemberg mit einem eigenen Stand vertreten – das Hightech Land Bayern dagegen nicht.

Dort am Stand gab es nicht nur sachliche Standort-Infos wie Medienaktivitäten, sondern es gab vor allem etwas zu trinken. Bier und andere Getränke (die hab ich leider vergessen). Damit seht ihr, wo meine Vorlieben auf der #rp14 lagen. Als Gerstensaft gab es das Tannenzäpfle. Jetzt könnte ich mich als Bayer über das Tannenzäpfle aufregen, aber eigentlich hat es mir prima geschmeckt. Und: Einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul.

Nicht schlecht, nicht schlecht - das Tannenzäpfle.

Nicht schlecht, nicht schlecht – das Tannenzäpfle.

Die Getränke gab es freilich nicht ganz umsonst. Die rp14-Teilnehmer mussten sie bezahlen und zwar mit einem Twitter-Tweed an @bwjetzt mit Wunschgetränk. Hab ich immer wieder gemacht und es hat prima geklappt. Die Getränkeversorgung auf der #rp14 war damit sichergestellt. Wie schon bei meinem Bericht über das Guerilla Tasting des Ardbeg-Whiskys ein paar Tage zuvor, ist es eine kluge Art des viralen Marketings. Ich hab mir die Sache für eine eigene Veranstaltung gleich gemerkt.

Getränkebestellung per Twitter.

Getränkebestellung per Twitter.

Und es hat prima funktioniert. Das Team von Thomas Bürger vom Landesmarkting Baden Württemberg war zufrieden. Wenn die Twitterer ihre Getränke abholen, mussten sie ihren Tweet am Smartphone/Tablet vorzeigen, bekamen ihr Getränk ausgehändigt und man kam ins Gespräch. So muss Kommunikation sein. Respekt ihr Schwaben für soviel Humor und los ihr Bayern: Wir haben auch geniale Bier und 2015 wird wieder eine re:publica sein.

Am Stand von BW war immer was los und das Team war super kommunikativ.

Am Stand von BW war immer was los und das Team war super kommunikativ.

 

re:publica 2014: Augmented Reality im Kinderzimmer

15. Mai 2014
Ich habe die Zukunft auf der Nase - Google Glass

Ich habe die Zukunft auf der Nase – Google Glass

Als ich den Stand von Metaio auf der re:publica in Berlin besuchte, kam ich mir vor wie im Labor von Professor Bunsenbrenner im Muppet Labor. Ihr wisst schon, dort wo die Zukunft schon heute gemacht wird und Beaker vor allem Angst hat (#mimi). Metaio ist einer der führenden Anbieter für Augmented Reality (AR). AR ist die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Im vergangenen Jahr durfte ich auf den Medientagen München ein großartiges Panel zu diesem Thema moderieren, denn beim Thema AR ist richtig Sprengstoff enthalten.

Am Metaio-Stand in Berlin konnte ich die Google Glass und noch besser die neue Epson Moverio BT-200 ausprobieren. Mein Kollege Thomas Gerlach ist noch recht skeptisch, wie unser Video zeigt.

Aber wir beide glauben ich an die Chancen der 3D-Brillen. Vor allem im Bereich Bildung und Schulung sehe ich große Chancen. Leider waren beide Brillen nicht im Netz, so dass wir viele Features nicht ausprobiert werden konnten. Dennoch vielen Dank an Metaio für die Gelegenheit zum Herumspielen.

Meinen Kindern habe ich von der rp14 aber ein neues Spielzeug mitgebracht. Wir spielen am iPad das AR-Spiel Toycar RC. So führe ich meine Kinder an AR heran und sie sind begeistert. Nächste Woche werden wir mehr damit beschäftigen und uns überlegen, welches Potenzial in AR und Spielen steckt. Hier kommt eine Kooperation zwischen Metaio und dem Spielzeughersteller Toywheel aus Berlin gerade recht. Zusammen haben beide einen  sechswöchigen, globalen „AR Toys“ Competition ausgeruften.. Teilnehmen können alle: Entwickler und Nicht-Entwickler, Kreative und natürlich insbesondere Kinder, Jugendliche und Eltern mit interessanten Ideen zum Einsatz der AR-Technologie im Spielzeugumfeld. Da bin ich mit meinen Kindern gerade richtig.

Der Wettbewerb ist speziell auf Entwicklungen für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgerichtet, diese Entscheidung ist vor allem auf die Zusammenarbeit Metaios mit dem Entwicklungsstudio Toywheel und deren Erfahrungen mit ihrer „Toy Car RC“ App zurückzuführen. Augmented Reality (AR) Technologie ermöglicht durch die Einblendung digitaler Inhalte passend zum Livebild einer Kamera des Smartphones oder Tablet-PCs physische und digitale Welten in Echtzeit zu verschmelzen. Mittlerweile erlauben es neue mobile Geräte, AR-Anwendungen – die vorher nur in der Industrie mit spezieller Technik umsetzbar waren – so intuitiv und einfach zu gestalten, dass Kinder ohne Probleme damit umgehen können.

Ziel der Veranstalter ist es, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality Technologien aufzuzeigen. Langfristig ist den Entwicklern daran gelegen alles, was im realen Leben gehört, gesehen und gefühlt werden kann, also auch Wetter, Jahreszeiten, Temperaturen und so weiter in Spiele und Entwicklungen einzubringen und so die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt verschmelzen zu lassen. „Mit Toywheel bringen wir in unseren gemeinsamen Wettbewerb vor allem junge Innovationen ein“, sagte Matthias Greiner voni Metaio, auf der re:publica: „Konzepte nur für Kinder zu entwickeln, bringt natürlich besonders viel Spaß und lässt die Teilnehmer kreativ werden. Wir sind gespannt auf die ersten Ideen.“

Eingereicht werden kann alles von der einfachen Idee in Konzeptform bis hin zum ersten Entwicklungsentwurf oder fertigen Spiel, welches noch eines Feinschliffs bedarf – gepaart mit einigen visuellen Vorschlägen zur Erklärung. Die Einreichung erfolgt in zwei Kategorien, die Gewinner werden von einer prominenten und unabhängigen Jury mit dem „Toymaker Award“ und dem „Junior Award“ ausgezeichnet. Die Ideen können bis zum 15. Juni 2014 hier bei Toywheel oder bei Metaio eingereicht werden.

Die erste Kategorie, der “AR Toymaker Award”, richtet sich an Erwachsene und zeichnet die Idee aus, die am realistischsten zeigen kann, wie Kinder in Zukunft spielen wollen. So wollen die Veranstalter sowohl die Entwicklungen der Gegenwart als auch die in der Zukunft zu erwartenden Ideen vorstellen und auszeichnen. Die Gewinner des “AR Toymaker Award” können sich über technischen Support der beiden Unternehmen und Lizenzen von Metaio, insgesamt im Wert von 25.000 Euro, sowie eine Einladung zur InsideAR, eine der bedeutendsten Augmented Reality Konferenzen, am 29./30. Oktober in München freuen. Der „AR Junior Award“ wird ausschließlich an Ideen vergeben, die von Kindern entwickelt wurden und zum Beispiel mit Hilfe ihrer Eltern eingereicht werden. Zu gewinnen ist ein iPad Mini und eine Metaio Creator Lizenz, mit der Kinder via Drag & Drop ihre Ideen im Handumdrehen selbst umsetzen können.

 

Major Tom – Astronaut Chris Hadfield besucht Deutschland

14. Mai 2014

Raumfahrt war lange Zeit eine dröge Sache. Als Kind interessierte mich der Mann im Mond und die Shuttle-Programme, aber im Laufe der Jahre ebbte mein Interesse ab. Das änderte sich erst wieder als der kanadische Astronaut Chris Hadfield auf der Bildfläche erschien. Er brachte die Faszination Raumfahrt wieder zurück in mein Leben, weil er konsequent Social Media nutzte. Ich habe über Chris Hadfield ausführlich gebloggt. Wir erinnern uns: Hadfield war der Typ, der Space Oddity von Bowie im Weltraum aufführte.

Chris

Nun kommt Major Tom alias Chris Hadfield nach Deutschland und stellt sein Buch vor. Der Titel lautet: Anleitung zur Schwerelosigkeit: Was wir im All fürs Leben lernen können Und Hadfield hat sicher viel zu erzählen. Auf seiner Leseeise hat er von 17.-20. Mai Termine in München, Berlin und Hamburg.

Seine Schwiergertochter Kata Hadfield hat mich gebeten, für ein wenig Aufmerksamkeit für die Lesereiese zu machen. Das mache ich gerne und gerne wäre ich bei den Terminen dabei gewesen. Es ärgert mich, dass ich die Münchner Termine nicht wahrnehmen und diesen faszinierenden Menschen nicht treffen kann. Es ärgert mich wirklich, denn ich hätte mit Chris Hadfield gerne die Hand geschüttelt und ein paar Worte gewechselt.

Ich glaube, dass er meine altes Feuer für Raumfahrt weiter am Lodern halten könnte, nachdem er meine Begeisterung für das All wieder entfachen konnte. Außerdem kann er sicher viel erzählen über den Einsatz von Social Media. Aber leider habe ich Kundentermine und kann mich mit ihm nicht treffen. Sein Buch werde ich mir aber auf jeden Fall besorgen und lesen, was er mitzuteilen hat.  Übrigens, zum Buch gibt es ein witziges Video:

Chris Hadfield, geboren 1959 in Ontario, ist kanadischer Astronaut. Er machte eine Ausbildung zum Kampf- und Testpiloten und schaffte es 1992 in das Astronautenprogramm der kanadischen Weltraumbehörde (CSA). 1995 fliegt er mit der Raumfähre Atlantis zum ersten Mal ins All, 2001 folgt mit der Endeavour sein erster Außenbordeinsatz. Als Capsule Communicator (CAPCOM) war an über 25 Shuttle-Flügen beteiligt, von 2001 bis 2003 war er Direktor für den Raumfahrtbetrieb der NASA in Russland, ab 2003 Leiter der Robotertechnik und von 2006 bis 2008 Leiter der ISS-Abläufe im NASA-Astronautenbüro in Houston. Im Dezember 2012 bricht er – als Kommandant der ISS – zu seinem längsten und letzten Weltraumflug auf und avanciert mit seinen Bilden von der Erde, seinen Videos und Twitter-Nachrichten zum Internetstar. Hadfield ist mit seiner Jugendliebe Helen verheiratet, mit der er drei Kinder hat.

 

360 Grad Fotos mit der Panono-Kamera auf der re:publica

13. Mai 2014

Ein interessanter Vortrag auf der re:publica 2014 drehte sich um Bildmedien der Zukunft und wie sie unser Bild der Welt verändern. Gehalten wurde er von Kunst­historiker und Bild­wissen­schaftler Dr. Harald Klinke. Von ihm stammt die Aussage: “Der Rahmen begrenzt das Bild – warum eigentlich?”  Verdammt, der Kerl hat recht, er hat so recht.

Ich komme von der klassischen Fotografie, bin aber auf der Suche nach mehr. Als Bildjournalist kann ich heute aus dem begrenzten Rahmen derklassischen Fotografie ausbrechen und muss meine Bilder nicht mehr in aufgezwungene Rahmen pressen. Seien es Zeitungsrahmen oder Bilderrahmen – das Netz bietet uns ungeahnte Möglichkeiten.

Ich experimentiere seit einiger Zeit schon mit QuickTime VR herum und mache auch Fotos mit der Bubbli-Software am iPhone. Es entstehen wunderbare Panorama-Bilder im Raum, eine andere Art Bild. Allerdings sind die Bubbli-Bilder immer ein wenig aufwendig und ich bin nicht zufrieden, denn Bewegung lässt sich damit nicht im Bild festhalten.

Also müssen neue Kamerasysteme her, die ein Bild im Raum aufnehmen. Über die 360fly habe ich bereits geschrieben und auf der #rp14 entdeckte ich die Panono-Kamera. Sie war schon rein optisch sehr auffällig. Zwei jungen Damen zogen durch die Konferenz mit ihrem giftgrünen Kamera-Ball. In diesem Ball sind 36 Kameras integriert. Wird der Kamera-Ball in die Höhe geworfen, wird an der höchsten Stelle ein 360 Grad Panorama-Bild geschossen. Alle Kameras lösen gleichzeitig aus.

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Die Panono-Kamera hat mich gleich fasziniert und ich sehe einige professionelle Einsatzmöglichkeiten, obwohl das Teil für rund 550 Euro eher als Spaßkamera konzipiert ist. Dennoch werde ich mir wohl ein Exemplar für den Profi-Einsatz bestellen.

panonosystem

In dem Ball stecken 36 Kameras mit einer Gesamtauflösung von 108 Megapixel. Das klingt gewaltig, ist aber dann doch nur 3 Megapixel pro Kamera. Fürs Web reicht es erst einmal aus. Die Panorama-Bilder können über eine App für iOS oder Android angesehen und über die üblichen Netzwerke geshared werden. Es heißt, dass sie auch auf eigene Websites eingebunden werden können.

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Die Herstellerfirma hat ihren Sitz in Berlin und ich freue mich, wenn ich mal ein deutsches Unternehmen unterstützen kann. 360 Grad Kameras gibt es viele am Markt, doch ich habe mich erst einmal für die Panono-Kamera entschieden. Ich werde mir aber eher die graue Variante als den giftgrünen Ball bestellen. Auf der #rp14 hatten die Damen einen Prototyp dabei. Das finale Produkt soll im Sommer 2014 auf dem Markt kommen.