Autodesk hat den App Markt für sich entdeckt. Der Software-Riese ist begeistert über die Resonanz der Apps im iTunes Store. Autodesk stellt große Software-Suiten für Architekten, Konstrukteure und 3D-Artists her und bewegt sich mit dem Apps auf einem komplett neuen Markt. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen vor allem im B2B-Markt einen großen Erfolg. Mit dem Apps tastet man sich indirekt auf den B2C-Markt vor. Interessant, wie sich so ein Unternehmen wandeln kann. Thomas Schwendner von Autodesk sprach mit mir über Chancen durch die Apps und verriet, dass wir noch mehr im App-Bereich von Autodesk erwarten dürfen.
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Autodesk setzt auf Apps
25. März 2011Fehlanzeige: Kostenloses Internet im Hotel
23. März 2011Mein Vorgehen, ein Hotel für eine Reise zu buchen, hat sich komplett verändert, nur das haben viele deutsche Hotels scheinbar nicht mitbekommen. Im vergangenen Jahrtausend war es wichtig, einen Telefonanschluss am Zimmer zu haben. Heute ist es wichtig, ob das Hotel über einen kostenlosen WLAN-Hotspot verfügt. Und da sieht es bei vielen deutschen Hotels schlecht aus.
„Ja, ja Internet ist bei uns vorhanden“, heißt es oftmals an der Rezeption und dann bekomm ich ein Ethernet-Kabel überreicht. Was soll ich damit? Und dann lese ich: Eine Stunde Internet-Zugang zwölf Euro – 24 Stunden 48 Euro. Sag mal, habt ihr sie noch alle? Warum schafft die Hoteliers es nicht, das Internet kostenlos zu Verfügung zu stellen? Warum verlangt ihr für die Benutzung der Toilette nicht auch gleich 5 Euro oder für die Bereitstellung des Fahrstuhls pro Knopfdrücken 4 Euro? Da kommen die Jungs und Mädels immer mit hohen Investitionskosten. Blödsinn. Flatrates kosten nicht die Welt und vielleicht kennt die Herrschaften das Wort Service noch nicht. Service heißt nicht, den Hotelgast zu melken und abzuzocken.
Ich bin daher ein häufiger Gast bei Starbucks. Nicht, weil der Kaffee so gut ist. Nein – sondern weil es dort kostenloses WLAN gibt. Dort treffe ich alle Arten von digitalen Nomaden, so wie ich es einer bin.
Liebe Hotelbetreiber! Erinnert euch an die Bibel-Worte: „Wer gibt, dem wird gegeben!“ Gibst du mir kostenloses WLAN, dann trinke ich auch deinen (überteuerten) Kaffee. Bei Starbucks funktioniert dieses Marketing. Auch die McDoof-Kette hat dies erkannt un die erste Stunde surfen in meiner Fastfoodkette am Ort ist frei. Aber in deutschen Hotels geht das ja wohl nicht.
Internet ist ein Grundbedürfnis der digitalen Gesellschaft, doch scheinbar ist auch hier unser Land weiterhin hinterher. Der Markt wird es entscheiden.
IN GRAPHICS – mein Magazin für einen visuellen Leser
22. März 2011Ich bin ein visueller Mensch und gebe daher unter anderem Schulungen über visuelle Präsentationen. Und ich bin ein Fan des Beobachtens. Wir als Textmenschen können von Kindern sehr viel lernen. Wer Kinder beobachtet, erfährt viel über Kommunikation.
Ein Beispiel: Ein Erwachsener beschreibt ein Projekt mit vielen Seiten Text: Analyse der Ist-Situation, Projektplan, Projektschritte usw. Seite um Seite wird so beschrieben, sauber ausformuliert und dem Partner geschickt. Der muss das ganze Werk lesen und sein Gehirn läuft dabei auf Hochtouren. Versteht er die sprachlichen Bilder? Kommt er mit den Formulierungen klar?
Und wie machen es Kinder? Sie malen Bilder, die visualisieren ihre Ideen und verarbeiten so ihre Eindrücke – und die anderen Kinder verstehen die Ideen, weil sie Fantasie haben. Wenn Kinder etwas erklären wollen, dann visualisieren sie es. Das ist der Kernsatz.
Und hier kommen wir zu Infografiken. Beim Surfen bin ich auf das Magazin „IN GRAPHICS“ gestoßen und muss sagen genial. Mein Bilderbuch für die Info-Gesellschaft. Der Herausgeber Golden Section Graphics veröffentlichte im Dezember 2010 ein unabhängiges Magazin mit dem Titel „IN GRAPHICS“. Es erscheint zwei mal im Jahr und widmet sich auf 92 werbefreien Seiten Themen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Unterhaltung – ausschließlich in grafischer Form. Das ist der Hammer, wie gut hier Politik visualisiert wird, ohne viel Text Blabla und bedeutungsschwangeren Worten.
Jan Schwochow, Herausgeber und Chefredakteur von „IN GRAPHICS“, Geschäftsführer von Golden Section Graphics und ehemals Ressortleiter Infografik beim Magazin STERN, hatte die Idee zu einer Zeitschrift, die nur aus Grafiken besteht. So entstand ein Magazin für visuelle Menschen, ohne lange Texte und große Bildstrecken. In mir hat das Magazin einen Fan und ich kaufe mir das Teil für 22 Euro. Das ist mir meine Inspiration wert und außerdem ist es ein geniales Demonstrationsobjekt, wie sich Information im 21. Jahrhundert darstellen kann. Ich bin gespannt, wo es mit IN GRAPHICS hingeht. Im Team von Golden Section Graphics arbeiten auch 3D-Artists. Wie entwickeln sich Illustrationen, wenn 3D verstärkt in Print einzieht oder wenn es auf dem iPad übersetzt wird? Das wird spannend und es wird ein neuer Markt für Grafiker, die jetzt nur mit Illustrator und Photoshop ihre Pixel verschieben.
Studien und Streit um eBooks
21. März 2011Es ist schon wieder passiert. Am Wochenende war die Leipziger Buchmesse und ich traf auf streitbare Besucher, die Bücher in Papierform verteidigten. Papier, Papier, Papier und zur Hölle mit den eBooks. Die Welt immer schön schwarz/weiß sehen, dann ist es einfacher. Und natürlich bringt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) die richtige Studie auf Tablett: eBooks seien noch kein Massenmarkt. Die Papier-Freaks setzten noch eines drauf: Wir Deutschen mögen keine eBooks. Und ich sage: Das ist Quatsch.
Interessant ist das aus dem GfK-Ergebnis, dass die Verkaufszahlen von eBooks gering seien, sofort die Folge hatte, dass wir alle keine eBooks mögen. Hier die Fakten: In Deutschland sind elektronische Bücher hingegen noch ein Nischenprodukt. Laut Berechnungen der GfK Panel Services lag der Anteil von eBooks am gesamten deutschen Buchumsatz im Jahr 2010 bei 0,5 Prozent und erreichte ein Volumen von 21 Millionen Euro. Bisher bieten erst 35 Prozent der deutschen Verlage eBooks an, viele wollen allerdings in Kürze folgen.
Ich maul einfach mal: Die eBooks tun sich in Deutschland schwer, aufgrund der Buchpreisbindung. Musik ist online billiger als auf CD, Spiele sind preiswerter als auf Datenträger – bei Büchern gilt die Buchpreisbindung und eBooks kosten fast so viel wie gedruckte Bücher. Warum denn nur? Damit wir Verlage durchfüttern, die an Autoren verdienen – nicht der Autor verdient den Großteil an seinem Buch. Bei eBooks fallen keine Druck- und Papierkosten sowie Lagerkosten an und trotzdem soll ich für ein eBook fast soviel hinlegen, wie für ein gedrucktes Buch. Nee nee
Nach Jahren der Stagnation nimmt der Download-Markt auch in Deutschland langsam an Fahrt auf. Einkaufen in der Cloud ist schon ne coole Sache. Laut Berechnungen der GfK Panel Services wurden im Jahr 2010 bereits 5 Prozent der Gesamtumsätze mit Medienprodukten über die Download-Variante erzielt. Insgesamt 417 Millionen Euro setzte die Branche mit den Downloads von Musik, Hörbüchern, Software, Games, Videos oder eBooks um, und damit 54 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Auch die Zahl der verkauften Dateien legte um 42 Prozent auf 98 Millionen Stück deutlich zu. Auf eBooks entfiel im gesamten Download-Markt allerdings nur ein Umsatzanteil von 5 Prozent.
Insgesamt 21 Millionen Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für
eBooks (ohne Schul- und Fachbücher) aus und kauften rund zwei Millionen Titel. Die Zahl der Käufer belief sich auf rund 540.000 Personen, wobei der typische eBook-Kunde männlich und im Alter zwischen 30 und 49 Jahren ist. Bei den Genres zeigt sich ein hoher Anteil an Belletristik, die knapp 60 Prozent aller bezahlten eBooks ausmacht, während ihr Umsatzanteil unter gedruckten Büchern nur 48 Prozent beträgt. Auch Ratgeber erfreuen sich in eBook Form mit einem Umsatzanteil von 24 Prozent im Vergleich zu 15 Prozent bei gedruckten Ausgaben höherer Beliebtheit. Kinder- und Jugendbücher sowie Reiseliteratur sind hingegen als eBook-Variante deutlich weniger gefragt.
Eine aktuelle Umfrage der GfK Panel Services im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels unter Verlagen und Buchhändlern zeigt, dass derzeit 35 Prozent der Verlage eBooks im Angebot haben. Für das aktuelle Jahr planen weitere 18 Prozent die Einführung von eBooks und im Jahr 2012 noch mal 7 Prozent. Unter den großen Verlagen liegt der Anteil derjenigen, die bereits heute eBooks anbieten, bei 67 Prozent.
Potenzial für eBooks wächst auch in Deutschland
Das Potenzial für eBooks steigt derzeit deutlich und dürfte sich mit einer Ausweitung des Angebots an deutschen Titeln noch intensivieren. Aktuell sind rund neun Millionen Deutsche an eBooks interessiert. Im Vorjahr lag der Wert noch bei rund sieben Millionen. Aus Sicht der Verbraucher, die bereits von eBooks gehört haben, bieten die elektronischen Varianten eine Reihe von Vorteilen. So halten knapp 60 Prozent eBooks für umweltfreundlicher als gedruckte Bücher und 56 Prozent denken, dass eBooks günstiger angeboten werden können. Hahaha und hier haben sie falsch gedacht: Buchpreisbindung, Buchpreisbindung, Buchpreisbindung Für knapp die Hälfte der Befragten wären sie eine Lösung für Platzprobleme in der eigenen Wohnung und 40 Prozent halten sie für modern und die neue Art des Lesens. Zu einer echten Konkurrenz für gedruckte Bücher werden sich die elektronischen Varianten allerdings in absehbarer Zeit nicht entwickeln. Aktuell bekunden 78 Prozent der Deutschen, dass sie Bücher nicht auf einem Bildschirm oder Display lesen wollen. Doch auch hier zeigen sich Potenziale für die elektronischen Varianten: im Jahr 2009 lehnten noch 83 Prozent das Bücherlesen am Bildschirm ab.
Entwickler präsentierten Gamesstandort Bayern
12. März 2011Der Freistaat Bayern hat ein gespaltenes Verhältnis zur Games-Branche. Wenn irgendein Vollpfosten Amok läuft und dann auf seinen Rechner ein Killerspiel gefunden wird, dann war für viele dies der Auslöser der tragischen Tat. Dabei wird oft vergessen, dass der Amokläufer vielleicht eine schlechte Erziehung hatte, gehänselt wurde, Depressionen hatte usw. Schnell ist die Politik dabei, die Games-Branche anzugreifen. Auf der anderen Seite hat der Freistaat erkannt, dass die Games Branche eine absolute Zukunftsbranche ist. Und klar ist natürlich auch, dass die Masse der veröffentlichten Spiele keine Ego-Shooter sind.
Da gefällt mir die Aktion des FFF in Bayern gut. Sieben Gamer präsentierten auf der Cartoon Movie in Lyon den bayerischen Gamesstandort. Ein Image-Trailer zeigte 700 Animationsexperten aus ganz Europa das kreative und technologische Spektrum der bayerischen Games-Industrie. Cartoon Movie ist das wichtigste europäische Koproduktionstreffen für Animationsfilmprojekte. Dank der Geschäftsführung von Cartoon Movie öffnet sich diese Plattform mehr und mehr auch für die Games-Branche. Entwickler von sieben bayerischen Gamesfirmen nahmen in diesem Jahr teil: Travian Games, Studio 100, Your Familiy Entertainment, Reality Twist, Affare, Digital Treasure Entertainment und Beta Film.
Initiiert vom französischen Cluster Imaginove und vom FFF Bayern gab es zwischen den bayerischen und französischen Gamesfirmen ein Meeting, das einen Einblick über das Schaffen des jeweils anderen Landes bot. Auch allen anderen Gästen des Cartoon Movie wurden die Gamer vorgestellt: Nach einer kurzen Beschreibung aller sieben anwesenden Firmen konnten sich die 700 Branchenvertreter aus ganz Europa während eines Screenings des Image Trailers „Bavarian Games Industry 2011“ einen Einblick über das kreative und technologische Spektrum am Standort Bayern verschaffen.
Rubert Ochsner, Beta Film: „Eine bessere Chance, einen Einblick in die Gamesbranche Frankreichs zu erhalten, gibt es zur Zeit nicht, und die Verbindung von Animationsfilm und Games ist gerade für die Beta Film von größter Bedeutung. Es ist einfach schön zu sehen, wie eine aufstrebende Branche zusammenwächst und man voneinander profitieren kann.“ Michaela Haberlander, FFF Gamesförderung: „Die bayerischen Games-Experten waren begehrte Gesprächspartner für die anwesenden Animationsproduzenten. Wir blicken den künftigen Kooperationen mit Spannung entgegen.“
Lobenswert neben dieser FFF-Aktion ist auch die Konferenz Munich Gaming, die Ende März in München stattfindet. Aber dazu ein anderes Mal.
Mediennutzungsverhalten von Führungskräften: Ich bin gespannt
9. März 2011Derzeit tingeln ehemalige Verlagsleiter durch die Branche nach einem neuen Job. Sie wollen Verlage und Medienhäuser beraten und bedienen sich in der Regel den Rezepten von gestern: Personaleinsparung, Fixkosten senken. Immer wieder habe ich mit einen von ihnen Kontakt auf Partys, Empfängen oder wo wir Medienheinis uns sonst so herumtreiben. Aber eigentlich schüttle ich nur den Kopf. Viele dieser Berater sind nicht in der digitalen Welt angekommen und wollen aber ihre Kunden dahin führen. Es war doch so schön in der Papierwelt und das neue Online-Zeugs ist doch eigentlich nichts.
Da kommt mir eine neue Studie von Eurocom Worldwide und Schwartz Public Relations gerade recht. Sie besagt: Die Online-Medien liegen zwar als Informationsquelle bei Führungskräften in der Technologiebranche an erster Stelle, doch auch Branchenzeitschriften und nationale Tageszeitungen haben als Informationsquelle weiterhin einen hohen Stellenwert. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage zum Mediennutzungsverhalten von Führungskräften aus dem Technologiebereich.
Demnach informieren sich mehr als Zweidrittel der Befragten (76%) regelmäßig via Online-Medien. 42% der IT-Führungskräfte dienen Branchenzeitschriften als Informationsquelle. Die dritte Größe unter den Medienkanälen stellen nationale Tageszeitungen mit 38% dar. Eurocom Worldwide und Schwartz Public Relations haben diese Resultate im Rahmen ihrer jährlichen Technologieumfrage unter 664 Entscheidern aus internationalen Technologieunternehmen erhalten (Befragungszeit Januar bis Februar 2011).
Obwohl die Mehrheit Online-Medien als Informationskanal nutzt, lesen 70% der Befragten im Technologiebereich regelmäßig Branchenzeitschriften – jede zweite Führungskraft (48%) zumindest wöchentlich und 16% sogar täglich.
„Diese Ergebnisse zeigen, dass Fachmedien nicht nur online sondern auch in gedruckter Form als wichtige Informationsquelle dienen. Obwohl viele Printmedien einem hohen Wettbewerbsdruck durch Online-Medien ausgesetzt sind, scheinen sie noch immer das Leserinteresse zu gewinnen“, kommentiert Christoph Schwartz vom deutschen Eurocom Worldwide Partner Schwartz PR in München. Das mag so sein, aber wer im 21. Jahrhundert durchstarten will, sollte sein Verhalten ändern, meine ich. Das bedeutet nicht, auf Print zu verzichten, aber die Chance der neuen Medien zu erkennen und sie zu nutzen. Und ich denke, dass wird zu wenig gemacht.
Die Umfrage zeigt darüber hinaus, dass Radio und TV wenig Kompetenz in Bezug auf technologische Marktinformation zugestanden wird. Hier informieren sich nur 19% (TV) bzw. 10% (Radio) über ihre Branchennews.
Daneben gibt die Umfrage Aufschluss darüber, mit welchen Mitteln auf digitale Nachrichtenquellen zugegriffen wird. Die Mehrheit der Befragten (87%) nutzt dazu Laptops gefolgt von 37%, die einen Desktop Computer verwenden. Interessant ist, dass 54% ein Smartphone und 16% ein Tablet verwenden, um digitale News zu lesen.
„Verlage und Unternehmen, die Inhalte zur Verfügung stellen möchten, müssen künftig viel mehr darauf achten, dass ihr Content auf einer Vielzahl von Endgeräten nutzbar ist. Die veröffentlichten Inhalte müssen flexibel sein und sich an unterschiedliche Formate anpassen können. Auch für uns als PR-Agenturen ist es wichtig, diese verschiedenen Formate zu bedienen und den Content unserer Kunden auch in den verschiedenen digitalen Medien anzubieten“, sagt Mads Christensen, Network Director von Eurocom Worldwide. Und auch hier denke ich ist ein Denkfehler. Ich habe neulich am Flughafen eine Werbung für das Handelsblatt gesehen. Hier wurde ein Inhalt für unterschiedliche Medien distribuiert. Aber es ist ein Inhalt. Ich denke, dieser Weg wird nichts bringen. Ich muss für das Medium spezielle Inhalte produzieren und die Vorteile der Trägermedien nutzen. Eine Print-Publikation ist super für den recherchierten Hintergrund, die Smartphone-Variante ballert die News raus, das Tablet bringt Multimedia-Inhalte. Aber nur den Inhalt auf unterschiedliche Arten zu distribuieren, das wird zu wenig sein und die Verlagshäuser nicht retten. Und wenn die Verlagsberater von gestern für die Medien für morgen arbeiten, dann geht es noch schneller bergab.
Blu-ray Bambi und lerne Bambi zeichnen
8. März 2011Mir gefallen Videotrainings immer mehr. Ich denke, diese Form von digitalem Lernen hat eine große Zukunft. Mir persönlich fällt es sehr leicht, Software u.a. zu erlernen, wenn ich dabei zuschauen und klicken kann. Software zu erlernen aus Büchern fällt mir dabei deutlich schwerer, vielleicht weil ich ein visueller Mensch bin. Durch Videotrainings, wie beispielsweise von Video2brain, komme ich sehr schnell zum Ziel. Doch diese Trainings nutzen nichts, wenn ich kein kreativer Mensch bin.
Und dennoch: Es gibt Möglichkeiten ein bisschen Kreativität zu schnuppern. Ich habe als Beispiel den Disney Klassiker Bambi. Bambi war Disneys fünfter Abendfüller Spielfilm und ich heulte als Kind Rotz und Wasser als ich Bambi im Kino sah. Zu Hause wollte ich meine Erlebnisse verarbeiten und versuchte Bambi zu zeichnen. Aber irgendwie war mein Bambi eine verhinderte Katze und Hasenohren. Hätte ich damals das Video Zeichnen mit Disney Animator Andreas Deja gehabt, dann hätte ich Bambi zeichnen können.
Im Zuge der Blu-ray Veröffentlichung von Bambi am 10. März präsentiert uns Disney dieses gut gemachte Videotraining. Unser Trainer ist Andreas Deja. Andreas Deja bewarb sich erstmals mit zehn Jahren bei Disney. Der gebürtige Pole wuchs in Deutschland auf und erinnert sich, an das Studio geschrieben zu haben, nachdem er „Das Dschungelbuch“ („The Jungle Book“, 1967) gesehen hatte. Das Studio antwortete ihm, man sei derzeit voll besetzt, suche aber ständig nach herausragenden Talenten. Diese Antwort ermutigte Deja, seinem Traum nachzugehen, und so bewarb er sich mit 23 Jahren, nach seinem Studium der Visuellen Kommunikation an der Folkwangschule in Essen, erneut und wurde tatsächlich eingestellt. Seitdem hat er an zahlreichen Zeichentrickfilmen mitgearbeitet und viele einzigartige Charaktere geschaffen, unter anderem etwa König Triton aus „Arielle, die Meerjungfrau“ und die Disney-Bösewichte Gaston („Die Schöne und das Biest“), Jafar („Aladdin“) und Scar („Der König der Löwen“). Zuletzt hauchte er Mama Odie aus Disneys 49. Animationsfilm „Küss den Frosch“) Leben ein.
Ich werde mir natürlich als Animationsfan die Blu-ray von Bambi kaufen, obwohl ich schon jetzt etwas enttäuscht bin. Der Film ist neu synchronisiert – also neu aus dem Jahre 1973. Mich würde die noch die alte Mono-Fassung von 1950 interessieren. Hier hätte Disney einfach die alte deutsche Tonspur auf die Blu-ray pressen können. Aber wahrscheinlich waren wieder mal die Juristen am Werk. Egal, der Film Bambi wird gekauft und bis es soweit ist, male ich ein paar Bambis dank Andreas Deja mit meinem Grafiktablett.











