In meinem Medienkompetenz-Seminaren räume ich immer wieder mit dem Irrtum über den Inkognito-Modus beim Browser auf. Viele Seminarteilnehmer nehmen fälschlicherweise an, dass der Inkognito-Modus (Chrome) oder privates Modus (Firefox) oder privates Surfen (Safari) bedeutet, dass sie unerkannt oder anonym durchs Netz navigieren können. Das ist ein gefährlicher Irrtum.
Mir ist die Sache wieder in den Sinn gekommen, als ich auf eine Apple-Werbung am Münchner Karlsplatz/Stachus stieß. Hier das kleines Video dazu.
Ich versuche es mal mit einer Erklärung: Ist der Inkognito-Modus beim Browser aktiviert bedeutet es, dass nach dem Schließen des Browsers der Browserverlauf gelöscht wird. Zudem werden die Cookies gelöscht und auch die Daten, die bei man bei Website-Formularen eingegeben hat. Aber der User ist nicht anonym im Netz unterwegs.
Auch der russische Antivirenspezialist Kaspersky bestätigt meine Erfahrungen von meinen Seminaren. So sind 34 Prozent der Befragten einer Kaspersky-Umfrage vom Juni 2024 in der Bundesrepublik davon überzeugt, dass sie mit dem Inkognito-Modus ihres Browsers vollständig anonym blieben. Falsch, falsch, falsch!
Welche Daten liefert der Webbrowser, wenn der Inkognito-Modus aktiviert ist? Der ISP Internetserviceprovider, also das Unternehmen, dass den Zugang zum Internet ermöglicht, kann natürlich nachvollziehen, welche Seiten besucht werden und was dort gemacht wurde. Das sind beispielsweise t-online, 1&1, M-Net oder alle anderen ISP auch. Wenn der Staatsanwalt beim ISP anklopft, müssen diese die Daten zur Verfügung stellen.
Zudem speichern die Website-Betreiber die IP-Adresse (Internet Protokoll). Das ist eine Zahlenreihe, die ihr Gerät und ihren Zugang identifiziert. Bei der IP-Adresse kann eine Region und sogar auf eine Stadt auslesen. Das Verbergen der IP-Adresse ist beispielsweise durch ein VPN – ein virtuelles privates Netzwerk möglich.
Auch wichtig: Wenn Sie im Inkognito-Modus bei Ihrem Arbeitgeber oder über ein Bildungsnetzwerk surfen, kann der System-Admin den Browserverlauf sehen. Sobald Sie sich irgendwo anmelden, wie bei einem sozialen Netzwerk oder Messenger wie WA, ist der Inkognito-Modus passé. Hier kann dann das Nutzerverhalten ausgelesen werden.
In meinem Umfeld arbeiten einige Bekannte in der Kreativszene so wie ich. Und einige sitzen im Moment wie die Kaninchen vor der Schlange als sie mit der neuen Modelinie von Mango konfrontiert wurden. Mango launchte die erste KI-generierte Kampagne für Teen-Linie.
Das bedeutet, per Prompt wurde die Sunset Dream Kollektion generiert und sie sieht gar nicht mal schlecht aus. Die Klamotte wurde zwar noch fotografiert, aber das war es dann auch schon. Klassische Fotografen, Setdesigner, Maskenbildner, Friseure, Beleuchter wurden nicht mehr gebraucht, denn die KI erledigt ihre Jobs. Die Revolution frisst ihre Kinder.
Ähnliche Diskussionen hatte ich in den achtziger Jahre als die Druckvorstufe durch den Mac ersetzt wurde. Wer sich nicht auf die neue (digitale) Zeit einstellte, der blieb über kurz oder lang auf der Strecke. Das wird bei KI auch der Fall sein. Mango aus Spanien ist nur der Anfang. In meinem Umfeld gestalten Friseure ihre Kampagnenbilder mit Midjourney zu deutlich geringeren Kosten als früher.
Bei Mango klingt das natürlich alles so innovativ. Jordi Alex, Chief Information Technology Officer bei Mango, erklärte gegenüber den Fachmedien: „Diese Initiative zeigt unser kontinuierliches Engagement für Innovation und unser Bestreben, an der Spitze der Modewelt zu stehen. Künstliche Intelligenz ist eine technologische Revolution, die große Chancen bietet, die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter zu erweitern und unsere Kreativität weiter zu steigern.“
In meinem Seminaren erkläre ich immer, dass drei Eigenschaften in den Jobs der näheren Zukunft weiterhin gebraucht werden: Empathie, manuelles/handwerkliches Geschick und wirkliche Kreativität – vieles wird die KI erledigen und die so genannte Kreativindustrie ist nur der Anfang. Es folgen mit Sicherheit die Bereiche Verwaltung, Finanzen, Jura und es wird weitergehen. Bildung wird vor Arbeitslosigkeit nicht schützen.
Der aktuelle bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist ein Medienprofi und nutzt viele Chancen sich in der Öffentlichkeit darzustellen. Einerseits durch politischen Aussagen und Forderungen, andererseits durch weiche Storys für soziale Medien. Beides erregt die Aufmerksamkeit in den jeweiligen Zielgruppen. Söder weiß um seine Wirkung und spielt die Klaviatur sehr geschickt.
Dass Ministerpräsidenten in Bayern aber auch einmal anders agierten, lässt sich sehr gut in den Buch Die Bayerischen Ministerpräsidenten: 1918-2018 von Rainald Becker und Christof Botzenhart nachlesen. 100 Jahre MP in Bayern und das alles ohne Söder, denn 2018 hatte noch Horst Seehofer, nicht unbedingt ein Förderer des amtierenden Präsidenten, das Amt inne und ging als Bundesminister nach Berlin.
Das lesenswerte und informative Buch stellt 16 biographischen Porträts die Lebenswege aller Ministerpräsidenten vor. Ich selbst habe die Ministerpräsidenten Strauß, Streibl, Stoiber, Beckstein und Seehofer erlebt. Mit Thomas Goppel und Beamten habe ich viel über Alfons Goppel gesprochen. Wer davor regierte kenne ich nur aus Geschichtsbüchern. Da war es doch ideal, dass dieses Buch beim Verlag Friedrich Pustet auf den Markt kam, um die eine oder andere Bildungslücke zu schließen. Vor 100 Jahren war im Jahre 1918 in die bayerische Revolution. Kurt Eisner war erster Ministerpräsident und ihm folgten mehr oder weniger interessante Persönlichkeiten.
Person Gustav von Kahr Da ich gerade ein Seminar über den Hilter-Ludendorff-Putsch vorbereite, kamen mir die Informationen über Gustav von Kahr gelegen. Von Kahr verbündete sich unter anderem mit Adolf Hitler und der NSDAP, schlug deren Putschversuch im November 1923 jedoch nieder, da dieser seine eigenen Umsturzpläne durchkreuzte. Kahr galt den Nationalsozialisten seither als Verräter und wurde nach dem sogenannten Röhm-Putsch im Juni 1934 im KZ Dachau ermordet.
In der NS-Zeit Für mich auch interessant, war die Rolle der MP während der NS-Zeit. Während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland gab es in Bayern keine unabhängigen Ministerpräsidenten, da das politische System und die Machtstrukturen von der NSDAP und Adolf Hitler vollständig kontrolliert wurden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, dass Bayern, wie alle anderen deutschen Länder, seine Eigenständigkeit weitgehend verlor und die zentralistischen Strukturen des NS-Staates dominierten. Dennoch kann man einige Schlüsselpersonen und ihre Rolle während dieser Zeit beleuchten: Franz Xaver Ritter von Epp war der erste von drei Ministerpräsidenten in Bayern während der NS-Zeit. Nach dem Ersten Weltkrieg spielte Epp eine bedeutende Rolle in den Freikorps, paramilitärischen Einheiten, die in den frühen 1920er Jahren in Deutschland aktiv waren. Er führte das “Freikorps Epp”, das sich an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde Epp zum Reichsstatthalter von Bayern ernannt und als neuer MP wurde Ludwig Siebert installiert. Ludwig Siebert war von 1933 bis 1942 der Reichsstatthalter und Ministerpräsident von Bayern. Als Mitglied der NSDAP trieb er die Gleichschaltungspolitik voran, die darauf abzielte, alle gesellschaftlichen und politischen Strukturen im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie zu reorganisieren und zu kontrollieren. Paul Giesler folgte auf Ludwig Siebert und war bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Ministerpräsident von Bayern. Giesler war ebenfalls ein überzeugter Nationalsozialist und setzte die repressive Politik seines Vorgängers fort.
Buzzword-Geber bei Empfängen Für mich ist das Buch Die Bayerischen Ministerpräsidenten: 1918-2018 ein sehr sinnvolles und gut geschriebenes Werk. Ich habe es nicht am Stück gelesen, sondern da es sich bei dem Buch um einen Sammelband verschiedener Autoren handelt, ging die Lektüre wunderbar über mehrere Etappen. Klare Empfehlung für Geschichtsinteressierte und ein ideales Buch als Smalltalk auf Staatsempfängen, um das eine oder andere Buzzword fallen zu lassen. Wer kennt denn schon alle MPs in Bayern?
1918–1919 Kurt Eisner 1919–1920 Johannes Hoffmann 1920–1921 Gustav Ritter von Kahr 1921–1922 Hugo Graf von und zu Lerchenfeld auf Köfering und Schönberg 1922–1924 Eugen Ritter von Knilling 1924–1933 Heinrich Held 1933 Franz Xaver Ritter von Epp 1933–1942 Ludwig Siebert 1942–1945 Paul Giesler 1945 Fritz Schäffer 1946–1947 Wilhelm Hoegner 1947–1954 Hans Ehard 1954–1957 Wilhelm Hoegner 1957–1960 Hanns Seidel 1960–1962 Hans Ehard 1962–1978 Alfons Goppel 1978–1988 Franz Josef Strauß 1988–1993 Max Streibl 1993–2007 Edmund Stoiber 2007–2008 Günther Beckstein 2008–2018 Horst Seehofer
Die Filmbranche ist ein hartes Geschäft. In der Vergangenheit war es wichtig, wen man kennt, und dieses Netzwerkwissen ist Gold wert. Einer der wichtigsten Netzwerker der Branche ist Walter Potganski, Geschäftsführer von Moviemax. Wir, Markus Elfert von Filmreport und Matthias J. Lange von redaktion42, trafen diese Legende zum Interview auf dem Bavaria-Gelände.
Walter Potganski ist im komplizierten Lizenzgeschäft der Filmwelt zu Hause. Er rutschte bei einem Job bei Arri in die Szene hinein und ist ihr seitdem treu geblieben. Er kannte die Stars und Produzenten, angefangen bei Maria Schell und ihrem Ehemann Veit Relin, über die großartige Romy Schneider und Regielegende Hans-Jürgen Syberberg (er drehte damals weniger Kunst, sondern Reportagen über frivole Sexfilmchen), bis hin zu Alois Brummer und Klaus Lemke und viele mehr. Er verhandelte mit Leo Kirch und lernte auch eine Menge von diesem lange Zeit sehr erfolgreichen Filmhändler. Hier unser Interview:
Immer wieder veröffentlicht Walter Potganski bei Moviemax Perlen der Filmgeschichte, wie beispielsweise die Romy Schneider-Filme „Trio Infernal“ (1974), „Abschied in der Nacht“ oder „Das alte Gewehr“ (1975) auf Bluray in besonderen Ausgaben sowie „Der Pfarrer von St. Pauli“. Ich mag ihn besonders für die Wiederentdeckung von Will Tremper. Walter Potganski brachte mir die Filme „Playgirl“ (1966) und vor allem „Die endlose Nacht“ (1963) näher, letzterer ein starker Berlin-Film mit einer Hannelore Elsner, die bis zu ihrem Tode dankbar für die Wiederveröffentlichung des Ensemblefilms warb. Potganski lernte auch den Komponisten Peter Thomas kennen, und ihn verbindet eine Freundschaft mit dessen Sohn Philip.
Als Fan des fantastischen Films freute ich mich auf die Bluray-Veröffentlichung „Die Schlangengrube und das Pendel“ nach Edgar Allan Poe. „Die Schlangengrube und das Pendel“ ist ein deutscher Gruselfilm von Harald Reinl aus dem Jahr 1967 mit Lex Barker, Karin Dor und Christopher Lee in den Hauptrollen. Ich hatte den Film nur als heruntergerockte Super-8-Kopie und genieße den fabelhaft restaurierten Film mit den zahlreichen Hinweisen auf die christliche Symbolik. Walter Potganski überraschte uns mit einem humorvollen Plakat von Karin Dor, als sie 1965 eine Maß trinkt, als Werbeplakat für „Die Schlangengrube und das Pendel“.
Natürlich kamen wir im Interview auch auf den persönlich schönsten Coup von Walter Potganski zu sprechen: die komplette Wiederveröffentlichung einer meiner Lieblingsserien als Jugendlicher: Enid Blytons „Fünf Freunde„, eine britische TV-Serie von 1976. Die Geschwister Julian, Dick und Anne treffen während ihrer Ferien auf ihre Cousine George mit ihrem Hund Timmy (ein Border Collie). Gemeinsam geraten sie in Abenteuer, lösen Rätsel und helfen damit auch der Polizei. Ich habe die Bücher und die Serie verschlungen, den Kinofilm aber abgelehnt.
Ich musste mich so zusammenreißen, dass ich nicht während des Interviews anfing, die Titelmelodie der Serie zu trällern, die meine Generation wohl auch mitsingen kann: „Wann immer sich ein Abenteuer lohnt: Angst und Schrecken kennen wir nicht, denn das sind wir gewohnt. Wo immer ein Rätsel zu lösen ist: Hoch in dem alten Schloss oder im Schmugglernest. Fünf Freunde das sind wir: Julian, Dick und Anne, George und Timmy der Hund. Fünf Freunde das sind wir: Wir kommen schnell herbei, wann immer ihr es wollt. Wir kommen schnell herbei, und schon sind wir da.“ Herrlich. So eine Veröffentlichung der schön gestalteten roten DVD-Sammelbox ist ein komplizierter Weg, der bis zum britischen Oberhaus reichte. Walter Potganski überließ uns eine Mindmap, die das komplizierte Rechtegeschäft bei dieser Filmreihe zeigt.
Und er überließ uns einen wahren Schatz: den Sendepass des ZDF mit der Ansage für die Erstausstrahlung von „Fünf Freunde“. Danke. Mal sehen, wie wir den Geschichtenschatz von Walter Potganski heben können. Es gibt noch so viel zu erzählen.
Es kommen wieder die Mahner vor der Smartphone-Nutzung. Noch nie verbrachten Deutsche so viel Zeit am Smartphone. Das ist mit Sicherheit richtig, denn das Smartphone ist kein Telefon, sondern ein Werkzeug im Alltag im Privaten und für die Arbeit.
Ihre intensive Smartphone-Nutzung sehen immer mehr Deutsche kritisch – dennoch nimmt der Konsum weiter zu. Das zeigt eine von Deloitte durchgeführte repräsentative Befragung von 2.000 Konsumenten aus dem Mai 2024.
Quelle: Deloitte / Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.de/nr/60247 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.
Fast die Hälfte der Befragten (48%) schätzt, dass der eigene Smartphone-Konsum in den vergangenen zwölf Monaten weiter gestiegen ist. Gleichzeitig hinterfragen immer mehr Menschen ihr Verhalten: Ebenfalls knapp jeder Zweite (49%) verbringt nach eigener Einschätzung zu viel Zeit am Smartphone-Bildschirm (im Vergleich 2019: 38%). Sogar acht von zehn Befragten (84%) unter 35 Jahren finden, dass sie zu viel Zeit am Handy verbringen.
„Die Verbraucherinnen und Verbraucher senden ambivalente Signale. Zwar ist das Smartphone populär wie noch nie, doch immer mehr Menschen sehen ihre lange Bildschirmzeit kritisch. Das wirkt sich zwar aktuell noch nicht auf die Umsätze aus, Netzbetreiber, Hardwarehersteller und Content-Provider sollten diese Stimmungslage aber ernst nehmen“, ordnet Dr. Andreas Gentner, Partner und Leiter des Branchensektors Technology, Media & Telecommunications bei Deloitte, die Ergebnisse ein
Quelle: Deloitte / Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.de/nr/60247 / Die Verwendung dieses Bildes für redaktionelle Zwecke ist unter Beachtung aller mitgeteilten Nutzungsbedingungen zulässig und dann auch honorarfrei. Veröffentlichung ausschließlich mit Bildrechte-Hinweis.
Der erste Blick am Morgen Im Jahr 2024 besitzen nicht nur 92 Prozent der Deutschen ein Smartphone, viele können gar nicht mehr ohne. Das zeigt ein Blick auf die Nutzungsfrequenz der beliebtesten Messaging- und Social-Media-Anwendungen: WhatsApp wird altersübergreifend von mehr als einem Viertel der Befragten (26%) mindestens einmal pro Stunde aufgerufen. Heavy User gibt es auch bei Instagram und YouTube: zehn bzw. acht Prozent loggen sich dort stündlich ein. Zudem sehen 46 Prozent der Deutschen sofort nach dem Aufwachen auf ihr Smartphone. Nicht mitgezählt sind hierbei diejenigen, die lediglich den Handywecker ausschalten. Da fällt mir ein, ich habe gar keinen regulären Wecker mehr. Auch beim Essen nutzen drei von zehn Befragten (30%) den digitalen Alleskönner. Jüngere sogar noch häufiger – unter den 18- bis 25-Jährigen sind es über 60 Prozent.
Fast jeder Fünfte unter 25 führt Schmerzen auf Handynutzung zurück Exzessives Verhalten kann die physische und psychische Gesundheit, aber auch soziale Fähigkeiten beeinträchtigen. Über alle Altersgruppen hinweg haben 56 Prozent der Befragten bei sich schon solche Nebenwirkungen infolge ihres Smartphone-Konsums beobachtet. Besonders verbreitet sind Einschlafprobleme (48%), Ablenkung von anderen Aufgaben (40%) oder der Zwang, regelmäßig das Smartphone zu checken (36%). Da junge Menschen das Handy am intensivsten nutzen, sind sie auch von den Begleiterscheinungen besonders betroffen: In der Altersgruppe unter 25 nehmen 93 Prozent negative Auswirkungen ihres Konsums bei sich wahr. Fast jeder Fünfte zwischen 18 und 24 Jahren führt physische Beschwerden wie etwa Kopfschmerzen auf das Smartphone zurück (19%).
„Diese Zahlen belegen die gravierenden Folgen eines extremen Nutzungsverhaltens. Im Sinne ihrer unternehmerischen Verantwortung sollten Anbieter den Fokus auf die Qualität der Dienste legen, anstatt die reine Bildschirmzeit weiter in die Höhe zu treiben. So ergeben sich sogar zusätzliche Möglichkeiten der Monetarisierung“, so Dr. Andreas Gentner.
Bislang haben sieben von zehn Befragten (70%) Maßnahmen ergriffen, um die eigene Nutzung einzuschränken. Häufig ist das Ausschalten von Tönen und Benachrichtigungen (32%; 20%). Ein radikales „Digital Detox“ legen jedoch nur 15 Prozent der Befragten ein. Vollständig auf das Smartphone zu verzichten könnten sich nur gut drei Prozent der Deutschen vorstellen.
Gehören Sie dazu? Rund 20 Prozent deutscher Internet-Nutzer zahlen für journalistische Online-Angebote. Hm, ich habe für mich einen Kompromiss gefunden und nutze Readly, eine Zeitungs- und Zeitschriftenplattform für rund 10 Euro im Monat. Wenn das darunter fällt, dann bin ich bei den 20 Prozent dabei.
Ich verstehe, dass Zeitungen und Zeitschriften Geld verdienen müssen und für ihre Produkte Geld verlangen müssen. Die Kosten für Redaktion, Druck, Vertrieb und Verwaltung sind hoch, wenn wir vom Papierbetrieb sprechen. Ich verstehe allerdings nicht, warum ich hohe Abokosten für ein einzelnes digitales Produkt zahlen soll, wenn Druck und Vertrieb in einer digitalen Welt gering bis gar nicht mehr anfallen.
42 % der Internet-Nutzer in Deutschland finden es richtig, für hochwertigen Journalismus im Internet auch Geld zu verlangen, sagt eine repräsentative Befragung im Auftrag von Bitkom. Das Zauberwort heißt für mich hochwertiger Journalismus. Ich will keine Kollegen-Schelte betreiben, aber unter hochwertig stell ich mir oft etwas anderes vor. Die Redaktionen wurden von Verlegern ausgedünnt. Vielleicht wäre es mal sinnvoller bei den Chefetagen zu sparen. Sie merken meinen Frust über die Situation.
Viele Kollegen tragen noch immer die Nase ganz weit oben und glauben, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Sie verwechseln Journalismus mit Selbstverwirklichung. Ich habe vor gefühlten 100 Jahren das Zeitungsmachen als Dienst am Leser gelernt und halte es noch immer für richtig und wichtig.
Bei der Bitkom-Umfrage sagen zumindest 20 Prozent, dass sie für journalistische Angebote im Netz bereits zahlen. Demnach haben 9 % ein digitales Abo regionaler oder lokaler Medienangebote, 8 % zahlen für ein Abo eines überregionalen Online-Angebots, da fall ich wohl darunter.
Interessant ist die Transformation bei der FAZ: 497.200 Abonnements verzeichneten FAZ und FAS im ersten Quartal 2024 – mehr als die Hälfte der Abos sind digital. Auch das Interesse an Newslettern, Podcasts und Videos nimmt kräftig zu.
Print kann auch heute noch leben, gut leben. Bekannte von mir haben den Schritt gewagt und geben ihre eigene Zeitschrift den Retrogamer heraus. heise als Großverlag wollte die Special Interest-Zeitschrift einstellen, obwohl man schwarze Zahlen geschrieb. Jetzt ohne Verwaltungsoverhead mit den Gemeinkosten eines Großverlages schaffen sie es wohl als eingespieltes Team davon zu leben. Das freut mich. Jeder arbeitet bei sich zu Hause und als virtuelles Team zusammen. Auch im Bereich der Filmzeitschriften gibt es solche Projekte.
Also, erzählen kann er, was aber kein Wunder ist. Felix Leibrock war in unserer Gemeindebücherei in Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck und stellte seinen neuen Roman “Mord auf dem Königssee: Ein Berchtesgaden-Krimi” vor. Felix Leibrock ist Pfarrer und hat in München einen gewissen positiven Ruf. Zum einen ist er Polizeiseelsorger bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei, zum anderen arbeitet er für Antenne Bayern.
Ach ja, und er ist ein recht erfolgreicher Buchautor und hat mit “Mord auf dem Königssee” seinen dritten Roman der Krimireihe bei Servus Krimi herausgebracht. Und daher ist es ein Genuss, der Lesung von Felix Leibrock zu lauschen, denn erzählen kann der Mann – als Pfarrer hat er es schließlich gelernt.
Der Roman wechselt in der Zeit, was immer eine Herausforderung ist. Einmal springt Leibrock in die Zeit der Hexenprozesse und legt die Brutalität jener Zeit dar, dann springt er wieder in die Gegenwart, als sechs tote Priester in Ruderbooten auf dem Königssee treiben. Simon Perlinger, Polizeibergführer und Leiter der Kripo Berchtesgaden, muss ran und diesen mysteriösen Fall lösen. Leibrock verknüpft gekonnt historische Fakten, Mystizismus von abseitigen katholischen Bruderschaften und klassischen Krimistoff. Dazu ist das Buch natürlich ein bayerischer Regionalkrimi und eine lesenswerte Urlaubslektüre für Bergfreunde. Für Urlauber des Berchtesgadener Lands sollte der 368-seitige Roman Pflichtlektüre sein, denn Leibrock beschreibt Land und Leute sehr sorgsam. Das Berchtesgadener Land ist durch seine geografische Lage eine abgeschlossene Gegend mit eigenen Regeln.
Und weil Felix Leibrock eben ein Pfarrer ist und erzählen kann, berichtet er auch immer wieder von Erlebnissen seiner Recherchearbeit. So passt es ideal, wenn in dem Buch über katholische Bruderschaften berichtet wird und aktuell die Priesterbruderschaft St. Pius X. wieder medial in Erscheinung tritt. So informiert er, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. weiterhin gegen die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils verstößt und Bischof Voderholzer Priesterweihen in Zaitzkofen untersagt. Die Piusbruderschaft missachtet die notwendigen rechtlichen Bedingungen der römisch-katholischen Kirche für die Weihe (can. 1017 CIC). „Durch dieses Verhalten sehe ich mich erneut genötigt, die Ordnung der Kirche zu schützen und als Ordinarius loci die unerlaubten Weihespendungen wie auch in den vergangenen Jahren für den Bereich der Diözese Regensburg zu untersagen“, so Bischof Voderholzer in seinem Brief.
Ein anderes Beispiel, das er den Zuhörern in der Gemeindebücherei Maisach berichtete, war der versunkene VW-Käfer im Königssee. Am 28. Januar 1964 brach der Käfer mit Fahrer auf dem gefrorenen See ein und versank. Seitdem liegt der Käfer und der Tote in einer Tiefe von 120 Metern. Hier ein Video vom Fahrzeug (ohne Leiche). Auch dieses Ereignis passt wunderbar zum Buch “Mord auf dem Königssee” von Felix Leibrock.
Die Faszination der James Bond Filme für mich liegt in einer attraktiven Mischung aus Spannung, Eleganz und zeitloser Coolness. Natürlich sind viele Bond-Filme aus der Zeit gefallen und dennoch liebe ich sie.
Jeder Film ist ein Tor zu einer Welt, in der der Charme eines unerschütterlichen Geheimagenten auf pulsierende Action trifft, wo exotische Schauplätze und atemberaubende Stunts das Herz höher schlagen lassen. Und natürlich gibt es Luxus und Frauen – Sexismus und Brutalität. Ich gebs zu, ich bin ein Fan von James Bond seit meiner Kindheit, sammle die Bücher, die (Spielzeug-)Autos, die Filme und genieße die Filme. Auch so ein liebenswerter verrückter Fan ist Peter Lorenz aus Berlin.
Peter Lorenz hat für sich ein gewaltiges Fan-Projekt gestartet. Zu vielen Bond-Filmen hat er jeweils ein Buch produziert, voller Plakate, Merch und ungewöhnlichen Schätzen aus den Bond-Filmen. Ich habe ein Video-Interview mit diesem großartigen Fan über sein Fan-Projekt geführt. Zu bestellen sind die Bücher über seine Facebook-Seite zum Selbstkostenpreis.
Für mich als Sammler schaue ich neidvoll auf die wunderbar gestalteten Bücher, die mich in eine andere Welt versetzen. Wenn ich die Seiten durchblättere, erinnere ich mich an die vergnüglichen Stunden mit Bon. Bonds unvergleichliche Raffinesse und sein unerschütterlicher Mut inspirieren und lassen mich als Zuschauer in eine Traumwelt eintauchen, in der ich selbst Teil dieses glamourösen Abenteuers werden konnte.
Ich bin Peter Lorenz dankbar für seine Bücher. Es kommen beim Durchblättern und Lesen tolle Erinnerungen hoch: Die ikonische Musik, die eindrucksvollen Gadgets und die charismatischen Bösewichte tragen dazu bei, dass jeder Film ein unvergessliches Erlebnis wird. Für die Fans ist James Bond mehr als nur ein Filmheld – er verkörpert eine Sehnsucht nach Abenteuer, Freiheit und dem Unmöglichen, das doch immer wieder möglich gemacht wird. Es ist diese Mischung aus Nostalgie und zeitloser Attraktivität, die die James Bond Filme zu einem beständigen Phänomen macht, das Generationen von Fans in seinen Bann zieht. Und hier setzt Peter Lorenz mit seinen Büchern ein. Er zeigt uns, was die Bond-Filme ausgemacht haben. Das Merchandising rund um James Bond ist ebenso vielfältig und glamourös wie die Filme selbst. Es umfasst eine breite Palette von Produkten, die die Welt des legendären Geheimagenten in den Alltag der Fans bringen. James Bond Merchandise hat soviel beeinflusst und einiges treffen wir in den Büchern wieder.
Mode und Accessoires James Bond ist bekannt für seinen unverkennbaren Stil. Fans können maßgeschneiderte Anzüge, elegante Uhren und stilvolle Sonnenbrillen erwerben, die von den Outfits im Film inspiriert sind. Besonders beliebt sind die Omega-Uhren und die ikonischen Anzüge von Tom Ford, die Bond in den jüngsten Filmen getragen hat. Das Tragen dieser Artikel vermittelt ein Gefühl von Eleganz und Raffinesse, das mit Bonds unvergleichlichem Stil verbunden ist.
Gadgets und Repliken Die ausgeklügelten Gadgets sind ein Markenzeichen der James Bond Filme. Von funktionalen Repliken wie Stiften, die auch als Taschenlampen dienen, bis hin zu detailgetreuen Nachbildungen der berühmten Autos wie dem Aston Martin DB5, sind diese Artikel bei Fans sehr begehrt. Sie verkörpern die technologische Raffinesse und den Erfindungsreichtum, für die die Filme bekannt sind.
Sammlerstücke Limitierte Editionen von Filmpostern, Autogrammkarten und Figuren sind bei Sammlern sehr beliebt. Diese Artikel sind oft aufwendig gestaltet und bieten den Fans die Möglichkeit, ein Stück der James Bond Geschichte zu besitzen. Das Sammeln solcher Gegenstände ist für viele ein Ausdruck ihrer Leidenschaft und Hingabe für das Franchise.
Literatur und Filme Bücher, die die Abenteuer von James Bond erzählen, sowohl die Originalromane von Ian Fleming als auch neue Werke, sind ein fester Bestandteil des Merchandise. Ebenso sind DVD-Boxsets und Blu-rays der Filme begehrte Sammlerstücke. Sie bieten den Fans die Möglichkeit, die Abenteuer immer wieder zu erleben und tiefer in die Welt von James Bond einzutauchen.
Spielzeug und Spiele Actionfiguren, Brettspiele und Videospiele, die auf den Filmen basieren, sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des James Bond Merchandise. Sie ermöglichen es den Fans, die Abenteuer von 007 selbst zu erleben und in interaktive Geschichten einzutauchen.
Im Keller beim Aufräumen entdeckte ich einen geschlossenen Karton mit Thermopapier. Diese Rollen nutze ich für mein erstes Fax. Sie durften nicht über längere Zeit der Sonne ausgesetzt werden, denn dann wurden sie schwarz. Aber die Ära von Fax ist bei mir schon lange vorbei, aber ich gehöre wohl einer Minderheit an.
Immer noch 77 % der Unternehmen in Deutschland nutzen das Fax-Gerät, sagt eine Erhebung vom Digitalverband Bitkom. Jede vierte Firma gibt an, dass das Fax häufig oder sehr häufig zum Einsatz kommt. Im Jahresvergleich geht die Fax-Nutzung jedoch zurück: 2023 lag sie bei 82 %, 2022 bei 88 % und 2018 sogar bei 95 %.
Ich pack es nicht, warum Fax noch stark genutzt wird – am besten noch mit der Verbindung eines Telefonanrufs „Ich hab Ihnen gerade was gefaxt, haben Sie es bekommen?“
Warum faxen? Die Gründe, warum die Unternehmen noch immer am Fax festhalten, sind vielfältig. 56 Prozent der Unternehmen, die noch faxen, geben an, dies sei in der Kommunikation mit Behörden unumgänglich. 43 Prozent faxen, weil es sicherer als der Postweg sei und 35 Prozent halten daran fest, weil sie gut funktionierende und etablierte Faxprozesse haben. Jeweils 27 Prozent faxen aus Gewohnheit beziehungsweise, weil sie in der Regel ein Zustellungsnachweis benötigen. „Alternativen zum Fax sind zum Beispiel die digitale Signatur, der EDI-Standard oder spezielle E-Mail-Formate, die auch rechtssichere Zustellnachweise bieten. Damit diese effizienteren und sichereren Alternativen lange etablierte Faxprozesse ablösen, braucht es die Bereitschaft auf allen Seiten, bestehende Lösungen zu hinterfragen und sich auch neues digitales Knowhow anzueignen,“ so die Bitkom.
Der Kunde will es 25 Prozent der Unternehmen, die faxen, tun dies, um den Anforderungen ihrer Kundschaft gerecht zu werden. 10 Prozent faxen, um rechtliche Vorgaben zu erfüllen. 7 Prozent nutzen das Fax, weil sie meinen, es sei sicherer als digitale Kommunikation und bei 6 Prozent dient das Fax als Backup, wenn digitale Systeme ausfallen. Die Bitkom: „Insbesondere bei der Verschlüsselung von Daten haben die digitalen Kanäle dem klassischen Fax einiges voraus. Digitale Faxgeräte kombinieren dies und übertragen die Daten mit speziellen Faxprotokollen über das Internet statt wie ursprünglich über Telefonleitungen. Im Vergleich zu einer Standard-E-Mail bietet das digitale Fax häufig eine automatische Empfangsbestätigung, ist weniger fälschungsanfällig und eignet sich auch für rechtsichere Kommunikation.“
Und alles ausdrucken 72 Prozent der Unternehmen, die faxen, nutzen diesen modernen Fax-Standard, bei der das Fax beispielsweise als E-Mail versandt und empfangen wird. Ein Viertel (24 Prozent) setzt sogar ausschließlich darauf. 18 Prozent der faxenden Unternehmen setzen hingegen nur auf den älteren Standard, bei der das Fax noch klassisch per Ausdruck versandt wird. Insgesamt setzen noch 66 Prozent der faxenden Unternehmen (auch) auf den älteren Standard.
Persönliches Fazit: Obwohl das Faxgerät heute oft als veraltete Technologie angesehen wird, gibt es mehrere Gründe, warum es immer noch weit verbreitet ist. Die Kombination aus rechtlichen, sicherheitsrelevanten, praktischen und kulturellen Faktoren trägt dazu bei, dass Faxgeräte trotz ihres Alters weiterhin genutzt werden.
Rechtliche Anerkennung: In vielen Ländern haben gefaxte Dokumente einen rechtlichen Status, der sie besonders in bestimmten Branchen wie dem Gesundheitswesen, der Justiz und dem Finanzwesen wertvoll macht. Faxgeräte bieten eine nachweisbare Übertragungsmethode, die oft als sicher und verbindlich angesehen wird.
Datenschutz und Sicherheit: Faxgeräte übertragen Daten direkt von einem Gerät zum anderen ohne Zwischenspeicherung im Internet, was sie gegen bestimmte Arten von Cyberangriffen unempfindlich macht. Dies ist besonders in Bereichen mit sensiblen Daten wie Gesundheitsinformationen wichtig.
Infrastruktur und Gewohnheit: Viele Unternehmen und Institutionen haben eine bestehende Faxinfrastruktur, die weiterhin funktioniert. Der Übergang zu neuen Technologien kann teuer und aufwendig sein, daher halten viele am Faxgerät fest, solange es seine Aufgabe erfüllt.
Kulturelle und regionale Unterschiede: In einigen Ländern und Kulturen ist das Faxgerät noch weit verbreitet und wird als zuverlässige Kommunikationstechnologie geschätzt.
Fehlendes Vertrauen in digitale Alternativen: Einige Benutzer und Organisationen trauen digitalen Kommunikationsmitteln wie E-Mail oder Cloud-Diensten nicht oder finden sie zu komplex, unsicher oder unzuverlässig.
Ich hab mal nachgeschaut. Meine Fritz-Box verfügt über eine Fax-Funktion, die ich aber nicht aktiviert habe. Leider besteht die Vielzahl meiner Ärzte auf Fax als Kommunikationsmittel, die dann aber auch nicht gelesen werden, wie ein jüngster Krankenhausenthalt meiner Mutter zeigte. Für mich steht fest: Fax gehört ebenso in die Vergangenheit wie Fernschreiber. Da hab ich übrigens meine Anleitungsbücher meiner Ausbildungszeit auch in Altpapier gegeben. Das Thermopapier hab ich zum Sondermüll gebracht. Wie ist es bei euch? Fax ihr noch oder kennt ihr schon dieses neue Medium E-Mail?
Wie kann man sich seinen Ruf als Unternehmen versauen? Der Hersteller von Kreativsoftware Adobe hat es geschafft. Die Werkzeuge wie Photoshop, Lightroom und Co gehören zum quasi Industriestandard der Branche, aber ein Update der US-Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB haben einen Sturm der Entrüstung im Netz ausgelöst. Was ist passiert?
Man ist als US-Nutzer gezwungen, den AGB zuzustimmen, sonst verweigert die Cloud-gesteuerte Software ihren Dienst. Künftig sollen die Kreativprodukte des Users automatisch durch Algorithmen geprüft werden. Hinzu kommt auch eine mögliche manuelle Analyse durch Adobe-Mitarbeiter. Und es kommt noch besser: Es sind maschinelle Lernanalysen der produzierten Inhalte vorgesehen. Adobe gehts noch?
Für mich bedeutet es, dass Adobe durch die Hintertür mit den Nutzerprodukten ihre hauseigene leistungsstarke KI trainieren will, die in der Adobe Cloud gespeichert sind. Je mehr Trainingsdaten eine KI zur Verfügung hat, desto leistungsfähiger wird eine Künstliche Intelligenz. Ich zahle jetzt schon viel Geld für die Adobe Produkte und die Ergebnisse meiner kreativen Arbeit sollen ggf nun als kostenlose Trainingsdaten für Adobe verwendet werden. Sonst geht es euch noch gut, oder?
Wer sich den Abschnitt 4.2 der US-AGB anschaut stellt noch eine unglaubliche Sauerei fest: Hier wird Adobe eine kostenlose Lizenz zur Nutzung, Vervielfältigung und Veränderung der eigenen Werke einräumt.
Bisher betrifft die Änderung nur die Ausgabe in den USA. Wenn das nach Deutschland kommt, dann gibt es heiße Ohren. Hallo US-Firma, kennt ihr eigentlich die Bedeutung des deutschen Urheberrechts in euerer US-Firmenzentrale?
Ich bin schon auf Affinity-Produkte von Serif umgezogen und nutze nur noch einen alten Acrobat. Ich wollte jetzt zu Premiere Pro wechseln, weil mir das Abo von Final Cut zu doof ist. Ich nehme jetzt Da Vinci als Videoschnittsoftware.