Archive for August 2018

Meine zehn unvergesslichen Bücher

4. August 2018

Immer wieder geistern Aktionen durch soziale Netzwerke wie unlängst, bekannte Kunstwerke aus Toast nachzubilden. Fand ich irre witzig, kam aber zu spät mit meinem Frühstückstoast. Aber vor kurzem sprang ich auf einen solchen Zug auf. Es galt Bücher zu nennen, die einen in seinem Leben beeinflusst haben. Als Büchermensch und Leseratte musste ich einfach an dieser Aktion mitmachen und ich nahm das Angebot von meinem Kollegen Harald Baumer an. 

Ich postete zehn Tage lang Bücher, die mir etwas bedeuten und konnte zahlreiche meiner (virtuellen) Freunde ermutigen, es auch zu tun. Dazu postete in Twitter, Instagram und Facebook ich folgenden Text: „10 unvergessliche Bücher in 10 Tagen. Heute x/10. Kein Kommentar, keine Erklärungen, nur der Titel. Wer hat Interesse, mitzumachen? Würde mich bei vielen meiner Freundinnen und Freunde interessieren, welche Lektüre für sie wichtig war.“

Die Auswahl meiner Lieblingsbücher

Dieser Aktion ging eine Auswahl von Büchern voran und ich sage euch, das wahr echt schwer. Zunächst machte ich ein Brainstorming und sammelte Bücher. Es kamen rund 40 Bücher zusammen, also eindeutig zu viel. So ließ ich die Sache ein paar Tage ruhen und dachte dann nochmals nach und kam dann auf nochmals zehn weitere Bücher. Dann kam in einer Gewaltaktion das Ausmisten. Ich zog mich in mein Kellerarchiv zurück und holte die Bücher hervor. Da ich nichts wegwerfen kann, standen die Bücher geordnet in den zahlreichen Regalen. Bücher, die nicht an ihrem Platz waren, wurden gleich von der Liste gestrichen. So kam es, dass Stanisław Lems Klassiker Solaris gekillt wurde, weil das Buch nicht da war. Hatte ich es verliehen? Wo ist dieses Buch? Also, was nicht da ist, fliegt raus. 

Dann strich ich Bücher von Lieblingsautoren, die ich als Autor verehre, aber keine einzelnes Buch hervorheben will. Hier strich ich Edgar Allan Poe, ETA Hoffmann, Heinrich Heine, Philipp K. Dick und Sir Arthur Conan Doyle von der Liste. Dann musste ich mich entscheiden, dass ich von manchen Autor keine zwei Bücher benennen wollte. Hier blieben dann beispielsweise die Robotergeschichten von Asimov auf der Strecke oder Tolkiens Silmarillion. 

Dann wurde es nochmals hart: Ich musste ja auf zehn Bücher kommen und ich strich weitere Autoren und deren Bücher. Dabei waren beispielsweise Arthur C. Clarke, Stephen King (Dead Zone oder Shining), nochmals Lem mit seinen Sterntagebüchern. Goethe kam ebenso wie Shakespeare nicht auf die finale Liste, auch leider nicht Mary Shelly und ihr Frankenstein, ein Buch, das dieses Jahr 200. Geburtstag feiert und ich in einen eigenen Blogpost würdigen werde. Traurig war ich auch über das Streichen von Truman Capote und vor allem Tom Wolfe mit seinem Fegefeuer der Eitelkeiten. Dann entschied das Los und ich kam endlich auf meine zehn Bücher. Ich stelle fest, dass ich die fantastische Literatur bevorzuge. 

Also das sind meine zehn finalen Bücher: 

1 Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

2 Dante: Göttliche Komödie

3 Bret Easton Ellis: American Psycho

4 J.R.R. Tolkien: Herr der Ringe

5 Isaac Asimov: Foundation-Trilogie 

6 Frank Herbert: Der Wüstenplanet

7 Thomas Mann: Die Buddenbrooks

8 Richard Scarry: Mein allererstes Buchstabenbilderbuch  

9 Bram Stoker: Dracula 

10 Rainer Erler: Das blaue Palais  

Wer mitmachen will, ist gerne aufgerufen. Ich habe gesehen, es gibt so eine ähnliche Reihe mit Schallplatten, die einen am meisten bedeuten. Mal sehen, ob ich diese Challenge annehme. Die Bücher waren ein Anfang und wir wissen ja, im Web lieben wir diese Listicle.

Alte Schule als Lost Place

3. August 2018
Eine alte Schule als Lost Place

Eine alte Schule als Lost Place

Lost Places sind Plätze, die verlassen sind, aufgegeben wurden und ihre eigene Geschichte erzählen. Es gibt viele dieser Lost Places, die oft vergessen sind und dennoch weiter existieren. Ich selbst habe einige wunderbare Bücher zu dem Thema, es gibt starke Websites und ich bin Mitglied in ein paar Facebook-Gruppen, die sich dem Thema widmen.
Selbst bin ich fasziniert von diesen zum Teil märchenhaften, zum Teil erschreckenden Orten, die dem Verfall preisgegeben sind. Viele Kolleginnen und Kollegen machen sich auf die Jagd nach solchen Orten. Ich bin nicht so jemand, sondern treffe ab und zu auf einen solchen geheimnisvollen Ort und mache ein paar Fotos. Noch treibt es mich nicht über Zäune oder Mauern, um diese Plätze zu erkunden – noch. Eine Regel besagt, dass Lost Places nicht mit einem genauen Ort verraten werden dürfen.

Ich will diese Regel in diesem Fall durchbrechen, denn dem aufmerksamen Besucher ist klar, wo dieser Lost Place ist. Es handelt sich um eine Mittelschule in Bayerisch-Schwaben, die aufgelassen wurde und abgerissen werden soll. Gleich daneben wurde der Neubau errichtet und so schauen die Schüler während der Schulzeit auf ihre alte Schule als Ruine.

Als ich die neue Schule aufgrund eines Vortrags besuchte, betrachtete ich das alte Schulhaus. Es sah ein wenig aus, wie im Krieg, obwohl ich einen Krieg Gott sei Dank noch nie erlebt habe. Schüler und ehemalige Schüler erzählten mir ihre Geschichten aus dem alten Schulhaus. In Kürze werden die Bagger anrücken und Platz für eine Schulhauserweiterung machen. So gilt es für mich diesen Lost Place nochmals zu dokumentieren.

Tour zu den Zipfelbachfälle

1. August 2018

Ich musste für zwei Tage raus, es war in den vergangenen Wochen viel zu tun und daher musste ich den Kopf frei bekommen und fuhr mit der Gattin ins Allgäu. 

Unsere Homebase war wie immer das Hotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Von dort aus ging es zu kleinen und großen Wanderungen. Die Gegend hat ja allerhand zu bieten und ist für mich ein klarer Ausflugstipp. Wer ein paar Anregungen für Touren braucht, dem empfehle ich die Hotellobby des Hotels. Dort präsentiert das Hotelehepaar Sabine und Armin Groß eine stattliche Anzahl von Touren anhand von professionellen Karten. Das Besondere: Jede dieser Touren ist das Ehepaar selbst gelaufen und hat persönliche Tipps in die Tourenbeschreibung einfließen lassen.

Also keine x-beliebigen Touri-Touren in der Standardversion vom Touristikamt, sondern individuelle Tipps. Ich finde diese Idee als Kundenbindungsprogramm für ein Hotel im Allgäu für die Hotelgäste als sehr vorbildlich. 

Meine Gattin wählte das Ziel aus: Die Zipfelbachfälle – vielleicht lag es am Namen, ich weiß nicht, warum sie dieses Ziel gewählt hat. Also Startpunkt war nach einem Frühstück im Prinz Luitpold Bad  auf dem Liebespfad in Richtung Schleierfall hinter dem Hotel. An der Umkehrstation des Lifts geht es links zum Schleierfall, der sehenswert ist. 

Wir wählen den Bärenweg, denn die Zipfelbachfälle sind noch eindrucksvoller. Bei der Wanderung haben wir einen tollen Blick ins Ostrachtals und dann geht es höher über einige Serpentinen.

Und dann hört man den Wasserfall schon. Die Zipfelbachfälle befinden sich in Bad Hindelang im Ortsteil Hinterstein. Die Tour dauert einfach rund 1,5 bis 2 Stunden. Dann hat man die eindrucksvollen Wasserfälle erreicht.