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10 Praxistipps für mehr Weihnachtsumsatz im Onlineshop

3. November 2013

Vor kurzem diskutierte ich in einem Seminar mit Mittelständlern über den Sinn und Unsinn von Onlineshops für ihre Geschäfte. Ich halte es für enorm wichtig, dass der Mittelstand noch mehr im Onlinehandel fußt fast und das Geschäft nicht nur Amazon und Co überlässt.

Als Unterstützung kamen mir Tipps der Berliner Online-Marketing Agentur Löwenstark gerade recht. Sie haben 10 Praxistipps für mehr Weihnachtsumsatz im Onlineshop veröffentlicht, die ich allesamt empfehlen kann. Denn nicht vergessen: In absehbarer Zeit droht völlig überraschend Weihnachten.

Tipp 1: Lieferzeiten glasklar kommunizieren

In puncto Online-Weihnachtsshopping zählt für die Käufer vor allem eins: die pünktliche Lieferung der Ware. „Daher ist es extrem wichtig, die Lieferzeiten so präzise wie möglich zu kommunizieren“, erklärt Nina Trautmann von Löwenstark. „Zeigen Sie prominent die Lieferbarkeit der Produkte und benennen Sie die durchschnittliche Lieferzeit.“ Durch Lagerstandsanzeigen kann der Kaufreiz noch verstärkt werden: Bei Warenknappheit ist der Kunde eher bereit, den Artikel sofort zu kaufen als im Internet nach alternativen Angeboten zu suchen.

Tipp 2: Service anbieten

Zur stressigen Weihnachtszeit ist ein guter und zuverlässiger Kundenservice Gold wert. Dazu gehören unter anderem eine kostenlose Hotline – angezeigt im sichtbaren Bereich des Browsers – und ein FAQ-Bereich mit Fragen und Antworten rund um Weihnachts-Bestellungen: Wie hoch sind die Versandgebühren? Welche Zahlungsmöglichkeiten gibt es? Wie und unter welchen Bedingungen ist ein Warenumtausch möglich?

Tipp 3: Rückgabemöglichkeiten erweitern

Weihnachtsgeschenke treffen nicht immer den Geschmack des Beschenkten. Wollen Online-Händler die Verkaufschance ihrer Produkte vor Weihnachten erhöhen, dann sollten sie ihren Kunden eine kostenlose Rücksendung oder einen Umtauschservice anbieten. Wichtig ist, dass die Informationen rund um das Rücktritts- und Umtauschrecht prominent auf der Seite dargestellt werden. Die Frist, innerhalb welcher die Ware zurückgegeben oder umgetauscht werden kann, ist zu nennen. „Der Gesetzgeber gibt 14 Tage vor. 30 Tage oder mehr sind aber in der langen Vorweihnachtsphase ein deutlicher Pluspunkt“, erklärt Trautmann. „Im Optimalfall sollten die Shops die Rückgabefrist auf ein oder zwei Wochen nach Weihnachten anpassen.“

Tipp 4: Slideshow zum Thema Weihnachtseinkauf auf Startseite einbinden

Mit Bildern auf Kundenfang: Hochwertige und realitätsnahe Bilder, Grafiken und Videos besitzen eine starke Anziehungskraft. Ein Teaser und eine passende Slideshow zum Thema Weihnachten zeigen die Aktualität der Seite, ziehen die Aufmerksamkeit der User auf sich und verlängern ihre Verweildauer im Online-Shop, was sich positiv auf die Konversionsrate auswirken kann.

Tipp 5: Gutscheinkauf anbieten

Wer keine passende Idee für ein Weihnachtsgeschenk gefunden hat oder auf Nummer sicher gehen will, legt gern einen Gutschein unter den Tannenbaum. „Dieser muss mindestens ein Jahr gültig sein – am besten aber drei“, rät Nina Trautmann von der Löwenstark Online Marketing GmbH. „Auch hier gilt: Platzieren Sie die Information über die Gültigkeitsdauer und die Einlösungsmöglichkeiten der Gutscheine prominent auf der Seite. Bieten Sie zudem Ihren Kunden eine persönliche Gutscheingestaltung im speziellen Weihnachtsdesign an.“

Tipp 6: Besondere Weihnachtsaktionen und -angebote bereitstellen

Durch attraktive Weihnachtsaktionen und -angebote können Online-Händler unwiderstehliche Kaufanreize setzen. Sich täglich erneuernde Angebote zum Schnäppchenpreis in Form eines Adventskalenders, ein weihnachtliches Gewinnspiel oder praktische Geschenktipps motivieren Kunden zum wiederholten Besuch der Seite. Online-Händler, die Mehrwert für ihre Kunden schaffen und sie gleichzeitig über soziale Netzwerke, Newsletter oder auf der Startseite promoten, können diesen Effekt noch steigern.

Tipp 7: Produktbeschreibungen anpassen

Auch Onlineshops sollten ein besonderes Einkaufserlebnis bieten. „Zu Weihnachten sind die wichtigen Produkte und Auslagen in den Ladengeschäften immer in einem weihnachtlichen Umfeld drapiert. Warum? Weil das Auge mitkauft“, erklärt Trautmann. „Schaffen Sie für Ihre Produkte zum Beispiel mit speziellen Fotos oder angepassten Texten einen Bezug zu den Festtagen. Weihnachtsgeschenke sind schließlich etwas Besonderes.“

Tipp 8: Den Kunden mit Geschenktipps unterstützen

Typische Situation zu Weihnachten: Der Mann ist geknickt, weil zum Fest wieder nur eine Krawatte auf dem Gabentisch liegt. „Schaffen Sie Abhilfe, indem Sie Geschenktipps anbieten oder auf aktuelle Trends verweisen. Sie können auch Bestenlisten anbieten – die beliebtesten Einkäufe von Männern oder Frauen“, sagt Trautmann. „Zeigen Sie einfach, dass Sie tolle Lösungen für das typische Geschenkdilemma anbieten.“

Tipp 9: Bezahlmöglichkeiten klar kommunizieren

Wenn es um das Bezahlen geht, versteht der Deutsche keinen Spaß. Onlinehändler sollten bereits vorab alle Zahlungsmöglichkeiten deutlich auflisten. „Speziell beim Zwang zur Vorkasse hört die Freundschaft auf. Zwei Drittel der Kunden brechen hier den Bezahlvorgang ab“, so die Löwenstark-Expertin Trautmann. „Wenn Sie als Shopbetreiber auf die Vorkasse angewiesen sind, sollten Sie diese Notwendigkeit frühzeitig benennen und sie vor allem gut begründen.“

Tipp 10: Werbung fürs Weihnachtsgeschäft optimieren

Wenn es um das Online-Weihnachtsgeschäft geht, ist nicht nur die OnPage-Optimierung wichtig – der gesamte Marketing-Mix ist entscheidend. Mithilfe von Google-Adwords, Banner-Werbung oder Re-Marketing-Maßnahmen locken Online-Shops mehr Besucher auf ihre Seite und sorgen für eine höhere Konversionsrate. Solche Maßnahmen sind auch kurzfristig umsetzbar.

Mobiles Shopping zu Weihnachten auf dem Vormarsch

7. Dezember 2012

shopping

Haben wir denn schon unsere Weihnachtsgeschenke? Ich bin dieses Jahr rechtzeitig fertig geworden und ich habe die meisten Sachen online eingekauft. Interessant ist, dass ich dabei vor allem das iPad oder das iPhone genutzt habe, weniger den stationären Rechner. Und scheinbar bin ich nicht der Einzige. Adobe prognostiziert Verdopplung der Online-Weihnachtseinkäufe über mobile Geräte

Für die Vorweihnachtszeit erwartet Adobe einen erheblichen Anstieg der Online-Käufe. Das ergab eine von Adobe durchgeführte Analyse, die das Kaufverhalten in Europa und den USA in den vergangenen Jahren untersucht und aus den gewonnenen Daten eine Prognose für das Weihnachtsgeschäft 2012 abgeleitet hat. Die Europäer beginnen früher mit ihren Weihnachtseinkäufen als die Amerikaner und beenden ihre Shopping-Touren oftmals auch später. Während in den USA an speziellen Tagen besonders viel gekauft wird, bleiben die Umsatzraten in Europa über eine längere Zeit konstant.

Der Einzelhandel diesseits des Atlantiks registrierte bereits seit Anfang November einen Anstieg der Online-Einkäufe um insgesamt 150 Prozent. Ab der letzten Novemberwoche wird ein weiterer Anstieg des täglichen Umsatzes um 25 Prozent erwartet. Die Umsatzraten bleiben dann für etwa drei Wochen stabil, bevor sie in den 10 Tagen vor Heiligabend wieder zurückgehen.

Und ich muss zugeben, dieses Verhalten passt eindeutig auf mich. Die Daten stammen aus der Studie „Adobe Digital Index 2012 Online Shopping Forecast“. Darin wurden mehr als 150 Milliarden Besuche auf den Webseiten von 500 amerikanischen (60 Prozent) und europäischen (40 Prozent) Einzelhandelsunternehmen der vergangenen sechs Jahre ausgewertet. Mit der Adobe Marketing Cloud gelang es, die Vielzahl von Daten führender Einzelhändler auszuwerten, Muster herauszufiltern und mit Hilfe von Algorithmen die zukünftig zu erwartenden Ergebnisse zu berechnen.

Die Studie verdeutlicht auch den anhaltenden Trend zur Nutzung mobiler Geräte. Einkäufe über Smartphones, Tablets oder E-Reader werden demnach in Europa im Vergleich zum Vorjahr von 6 auf 12 Prozent steigen. Das stärkste Wachstum im mobilen Bereich verzeichnet Großbritannien mit prognostizierten 13 Prozent. Besonders stark werden die Einkäufe via Tablet steigen. In Deutschland werden sie in diesem Jahr voraussichtlich 5 Prozent der Online-Käufe ausmachen – eine Steigerung um 150 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Tablets liegen die Briten mit erwarteten 8 Prozent an den in Großbritannien online getätigten Einkäufen europaweit vorne.

Adobes Prognosen zum Online-Shopping sowie die realisierten Ergebnisse können in Echtzeit auf einer neuen interaktiv gestalteten Webseite verfolgt werden, die kontinuierliche Beobachtungen und Updates des Kaufverhaltens während der Vorweihnachtszeit liefert. Die „Adobe Digital Index 2012 Online Shopping Forecast“ und die interaktive Webseite sind hier abrufbar.

Social Media: Sinnvolle QR-Codes im Spielzeugkatalog

29. Oktober 2012

Langsam sollte ich mir Gedanken um Weihnachten machen. Ich will nicht wieder auf dem letzten Drücker Weihnachtsgeschenke für die Familie besorgen. Beim Sondieren der Geschenkideen fiel mir ein Katalog von Dickie Toys in die Hände. Dieser Hersteller vertreibt ferngesteuerte Autos für Jungs. Eigentlich hat K1 kein größeres Interesse daran, aber ich blätterte den Katalog trotzdem durch. Ich erblickte allerlei Renner, kraftstrotzende Maschinen, Racer und Off Road-Fahrzeuge. Die Autos werden über Ghz-Frequenzbereich gesteuert. Und ich entdeckte QR-Codes auf jeder Seite des Katalogs.

Und da erwachte das Interesse von K1 und mir. Mit dem QR-Code-Reader des iPhones probierte K1 die Codes aus und war grundsätzlich begeistert. Dickie Toys hatte für die unterschiedlichen Codes der verschiedenen Modelle verschiedene Landingpages angefertigt. Leider waren sie nicht unbedingt für den kleinen Bildschirm eines Smartphones optimiert, was K1 sofort als massiven Fehler einstufte. Seine Aussage „Papa, mit was als dem iPhone soll man denn den QR-Code denn noch ansehen und warum sind die Seiten dann so klein“, fragte K1 in kindlicher Naivität. Recht hat K1.

Zu klein als Landingpage für das iPhone

Zu klein als Landingpage für das iPhone

Aber zumindest hat Dickie Toys nicht den Fehler eines Möbelhauses begangen, dessen Projekt den Weg in den unseren (Post-)Briefkasten fand. Hier interessierte ich mich für eine Küche, nahm den daneben abgebildeten QR-Code zur Hilfe, um mehr zu erfahren. Und ich wurde auf die Startseite des Möbelhauses geleitet und sollte mich selbst zurecht finden. Hier kaufe ich meine Küche nicht, bei solchen Marketinganfängern.

Cool, der QR-Code führt direkt zu Produktvideos.

Cool, der QR-Code führt direkt zu Produktvideos.

Aber zurück zu Dickie Toys. K1 interessierte sich am meisten für den Audi R8 (genau wie seine Mutter). Hervorragend gefiel K1 das Einbinden eines YouTube-Videos auf der Seite. Hier zeigte ein Altersgenosse den sachgerechten Umgang mit der Spielzeugrennmaschine. Hier sind QR-Codes optimal eingesetzt. Im Papierprospekt stehen die technischen Angaben, hinter den QR-Code verbergen sich die Emotionen, die für den Kauf eines Spielzeugs genauso wichtig sind. Das machte K1 und mir höllisch Spaß, so dass wir die Videos von Dickie Toys durch klickten und eines halben Tag Rennwagen schauten. Gekauft haben wir zwar keines, aber die Begeisterung war da: Bei K1 über Rennwägen, bei mir über den richtigen Einsatz von QR-Codes.

Filmtipp zu Weihnachten: Das 1. Evangelium – Matthäus

16. Dezember 2011

Weihnachten kommt dieses Jahr am 24. Dezember. Zu Weihnachten gehören auch die üblichen Jesus-Verfilmungen, die über die Mattscheibe flimmern werden. Ich möchte an zwei Filme erinnern, die mir gefallen haben: Zum einen Die letzte Versuchung Christi vom großen kleinen Martin Scorsese und zum anderen absolut sehenswert Das 1. Evangelium – Matthäus des großen Provokateurs Pasolini.

Gerade die Interpretation des Atheisten und Kommunisten Pier Paolo Pasolini ist für mich bemerkenswert. Wie kann ein Kommunist und Christusverweigerer den besten Jesus-Film überhaupt drehen? Ganz einfach: Er hatte ein cooles Drehbuch: Die Bibel. Der Film Das 1. Evangelium – Matthäus hält sich weitgehend an den Originalbibeltext. Und der gefällt der Zielgruppe. Als der Film in den sechziger Jahren im Vatikan aufgeführt wurde, gab es 40 minütigen donnernden Applaus von kirchlichen Würdenträgern in Richtung Pasolini. Früher hätten sie ihn auf den Scheiterhaufen verbrannt, jetzt aber loben und preisen sie ihn. Der Film ist Zündstoff pur.

Pier Paolo Pasolini drehte mit Laiendarstellern, aber er wählte sie hervorragend aus. Sein Jesus ist ein zorniger Mann, der klare Positionen an den Tag legt und sich mit dem Establishment anlegt. Das gefällt Pasolini. Sein Jesus ist ein Querdenker, ein Revolutionär, der auf Seiten der Unterprivilegierten steht. Er wirft die Händler aus dem Tempel, ist aber eine Seele von Mensch gegenüber Kindern.

Aus heutiger Sichtweise ist der Film mit 131 Minuten langatmig und zerrt an den Nerven von modernen Sehgewohnheiten. Lange Einstellungen, Stille, getragene Dialoge – aber die Botschaft ist genial. Das sahen Publikum und Kritiker ebenso. Der in Schwarzweiß komponierte Film wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 1964 mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Er war auch für den Oscar nominiert, ging aber am Ende leer aus. Soviel Respekt hatte das kommerzielle Hollywood dann doch gegenüber dem Kommunisten Pasolini und seiner Version des Evangeliums nicht. Bemerkenswert ist auch der Soundtrack des Films. Mozart und Spirituals sowie Rhythmen werden gemixt. So einen Soundtrack gab es eigentlich sehr viel später und hier erwies sich Pasolini als Wegbereiter Sehr schön, ist die Version von „Sometimes I feel like a Motherless Child“ von Odetta.

Also schaut euch diesen Jesus-Film und lasst die Glotze bei dem üblichen Hollywood-Schund aus. Es ist mit Abstand die beste Jesus-Verfilmung.

Weihnachtsshopping im Netz

16. November 2010

Weihnachten kommt, das ist gewiss. Und dieses Jahr liegt der Heilige Abend völlig zu meiner Überraschung am 24. Dezember. Also knapp etwas über einen halben Monat Zeit die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Das ganze Jahr habe ich eine Liste geführt und nun wird eingekauft.

Doch wo wird eingekauft? Ich liebe Shoppen, Klamotten anprobieren, hier und dahin zu laufen und mich beraten zu lassen. Doch auf den Trubel in der Landeshauptstadt München hab ich keine Lust. Ich mag mich nicht durch überfüllte Fußgängerzonen odre Kaufhäuser quälen oder mich mit genervten Verkäufern herumschlagen, die ihren Beruf nur als Job verstehen. Ich kaufe, wie die Jahre zuvor auch, im Internet.

Und auch da bin ich nicht allein, wie jetzt der Branchenverband BITKOM feststellte. Etwa 22 Millionen Deutsche werden in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen. Das sind 57 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht knapp jedem dritten Bundesbürger ab 14 Jahren. Hinzu kommen weitere 17 Millionen, die Interesse am Online-Kauf von Präsenten haben, aber noch unentschlossen sind. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

Vor allem junge Menschen ordern ihre Weihnachtsgeschenke im Netz. In der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren gehen 44 Prozent im Internet auf Shopping-Tour. Auch jeder siebte Senior ab 65 Jahren kauft im Web ein (14 Prozent). Kleinere Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern: Während 33 Prozent der Männer Präsente im Web ordern wollen, sind es bei den Frauen 29 Prozent. Überdurchschnittlich häufig kaufen Angestellte Weihnachtsgeschenke im Web (41 Prozent), bei den Arbeitern sind es lediglich 29 Prozent.

Das passt zu einer Meldung von mir, dass die Geschäfte ins Web wandern. Wer nicht bei seinen Kunden online ist, der versäumt sein Geschäft und das Geschäft der Zukunft. Verraten wird allerdings nichts, was ich denn zu Weihnachten kaufe. Nur soviel: Die Gattin und ich haben ausgemacht, dass es bei uns nur was Kleines werden wird. Nun ja, ein Diamantring kann auch recht klein sein.

 

Top 10 der beliebtesten Ostergeschenke der Deutschen

1. April 2010
Ostern ist ein wichtiges christliches Fest, aber Gott sei Dank noch nicht zu einer Geschenkeorgie wie Weihnachten verkommen. Dennoch wird bei uns zu Ostern eine Kleinigkeit verschenkt. Die bessere Hälfte steht zum Beispiel auf die Schokoeier von Lindt, die sie aber dieses Jahr nicht (!) bekommen wird, weil ein Familienfest naht.
Dennoch: Besonders Kinder kommen zu Ostern nicht zu kurz. Was der Osterhase für sie dieses Jahr ins Nest legt, ermittelte das Online-Kaufhaus www.shopping.de anhand der meist gestellten Suchanfragen unter mehr als einer Million Produkten. Ergebnis: Wie im Vorjahr sind Video- und Computerspiele ganz vorn, neu ist aber die Renaissance traditioneller Familien- oder Kinder-Spiele. Absolute Renner sind beispielsweise der Lego-Baukasten Star Wars, der gelbe Kuschelbär Winnie Pooh oder der knopfäugige Zhu Zhu Hamster. Ermittelt wurden die Top-10 Ostergeschenke aus monatlich über 250.000 Suchanfragen. Jene Produkte, welche in den vergangenen sechs Wochen mit mehr als 25 Prozent überdurchschnittlich häufig gesucht wurden, sind in der Regel die, die als Geschenke zu Ostern bestellt werden. Bei Lego Star Wars muss ich der Statistik recht geben. Sohnemann besteht auf den LEGO Star Wars – 8092 Lukes Landspeeder und will zudem New Super Mario Bros..
Top 10 der beliebtesten Ostergeschenke der Deutschen

Top 10 der beliebtesten Ostergeschenke der Deutschen

Dementsprechend sind die beliebtesten Oster-Geschenke der Deutschen Spiele für die Playstation 3 sowie die Nintendo DS und die Wii-Spielekonsole. Auf diese drei Technik-Produkte entfallen alleine 44 Prozent aller Suchanfragen. Neu ist der starke Anstieg traditioneller Kinder- und Familienspiele. So ist der Lego Star Wars Baukasten auf Platz vier der meist verschenkten Ostergeschenke (12 Prozent aller Oster-Geschenke), gefolgt von der guten alten Barbie-Puppe (11 Prozent) sowie den Gesellschaftsspielen (Brettspiele etc.; ebenfalls 11 Prozent). 6 Prozent aller ermittelten Oster-Geschenke entfallen auf die Yu-Gi-OH-Mangas. Beliebt ist auch die Baby Born-Puppe (5 Prozent) und der Winnie Pooh-Bär (4 Prozent). Platz 9 und 10 entfallen auf Fisher-Price-Produkte (4 Prozent) sowie auf den knopfäugige Zhu-Zhu-Hamster (3 Prozent). Die letztgenannten Produkte wurden 2010 insgesamt 30 Prozent stärker gesucht als noch vor einem Jahr. Üblicherweise werden Ostergeschenke am Oster-Sonntag verschenkt, bei uns auch.

Gedanken zu Weihnachten 2009

24. Dezember 2009

Völlig überraschend ist heute Weihnachten. Zwar sollte Hektik abklingen und Ruhe einkehren, aber noch spür ich nichts davon. Zu Ruhe kommen ist eine wichtige Tätigkeit, die aktiv eingefordert werden muss. In der Managementtheorie heißt es auch in dem lesenswerten Buch „The Seven Habits of Highly Effective People“ von Stephen R. Covey 1989, dass man seine Balance finden soll. Es ist glaube ich Habit Nummer 7: Sharpen the Saw: Principles of Balanced Self-Renewal. Jeder hat dabei seine eigene Methode und das ist gut so.

Rückblickend war das Jahr 2009 für mich sowohl privat als auch beruflich voller Überraschungen. Das kommen Rituale ohne Überraschungen gerade recht. So haben wir zum zweiten Mal hintereinander einen Christbaum selbst geschlagen. Nun eigentlich war es eher gesägt, aber Christbaum schlagen hört sich einfach besser an. Der Baum, eine knapp 1,60 Meter große Nordmanntanne, stammt aus der  Gräflich von Hundt’sche Forstverwaltung aus Unterweikersthofen. Das Unternehmen ist seit weit über dreihundert Jahren ein Familienbetrieb. Neben der Bewirtschaftung des eigenen Forstes bieten die Betreiber seit nunmehr zwanzig Jahren Forstdienstleistungen im weitesten Sinne an. Unter anderem Bayerns erste Christbaumschule zum Selberschlagen.

Startpunkt ist der entzückende Weihnachtsmarkt am Schlossplatz in Unterweikershofen. Neben Kugeln und Schmuck gibt es vor allem lecker Fressereien. Am besten schmeckt das Raclette-Brot mit einer Gewürzmischung namens „Gute Laune“. Zu den Bäumen gelangt man mit dem „Christbaumexpress“. Hinter dem wohlklingenden Namen verbirgt sich ein Traktor/Bulldog mit Hänger. Bei eisiger Kälte geht es dann auf dem Hänger in den Wald. Zum Aufwärmen gibt es ein großes Lagerfeuer, Glühwein, Kinderpunsch, heiße Suppe, Bratwürste, frischen Kaffee und vieles mehr.

Die guten Geister der gräflich Hundt’schen Forstverwaltung stehen mit Rat und Tat zur Seite. Aber sie haben auch ein Auge auf ihre Kunden. Denn es gibt immer wieder Spezialisten, die einen Baum in der Mitte absäge, weil sie nur die Spitze haben vollen. Das geht natürlich nicht. Ein Baum wird unten am Stamm abgesägt oder geschlagen.

Ist das Werk getan und mehrere Glühwein und Bratwürste intus, dann geht es via „Christbaumexpress“ zurück zum Schlossplatz.

Aufpassen mit der Gier: Auch ein großer Baum muss ins Auto gepackt werden und läuft nicht allein nach Hause.


Reingehört: Bob Dylan „Christmas in the heart“

13. Oktober 2009

Bob Dylan „Christmas in the heart

Das 47. Album des Meisters ist da und es ist bizarr. Bob Dylan hat die CD „Christmas in the heart“ veröffentlicht. Sie enthält 15 amerikanische Weihnachtsschnulzen im Country-Stil. Die Klassiker, wie „Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“ blieben uns aber erspart. Wir brauchen keine Angst zu haben, eine Schmalzplatte im Stile eines Elvis Presley, Bing Crosby, Johnny Cash oder Frank Sinatra vorgesetzt zu bekommen, schließlich reden wir von Dylan. Aber die Scheibe geht nach dem mehrmaligen Anhören immer noch nicht ins Ohr. Sie regt auf, wenngleich aus anderen Gründen wie frühere Dylan-Platten.

Der Hintergrund zur „Christmas in the heart“: Die Erlöse aus dem Verkauf der CD spendet er dem Welternährungsprogramm und der Organisation Crisis UK. Diese verteilt in der Weihnachtswoche rund 15000 Mahlzeiten an Obdachlose. Chapeau Bob, das ist eine Idee. Kritiker werden mal wieder maulen, dass es eine geniale Marketingidee ist – was sie ohne Zweifel ist. Aber es ist eine gute Sache und nährt den Ruf, dass Dylan die Welt doch nicht egal ist.

Wer die perfekt eingespielten Songs anhört, bekommt immer wieder das Bild eines Hobos vor Augen, der bei der Speisung der Heilsarmee mitsingt. Es ist noch Suppe am Weihnachtsabend da. Irgendwie höre ich die Stimme eines Mannes, der die Nacht auf den Parkbänken verbringt und sich an die Weihnachtslieder seiner behüteten Jugend erinnert. Das Chamäleon Dylan hat wieder eine seiner Masken aufgesetzt, dieses Mal ist es die Wohltätigkeitsverkleidung. Aber es ist gut, wenn sich Millionär Dylan den Armen zuwendet als wenn er nichts tun. Die Einspielung ist makelos. Seine Begleitband umfasst die aktuelle Tourmannschaft Tony Garnier, George Receli, Donnie Herron, David Hidalgo, Phil Upchurch und Patrick Warren und dazu gibt es einen Bubu-Chor – genial und die Spielfreude der Herrschaften überträgt sich sofort.

Und Dylan? In den vergangenen Jahren habe ich Dylan nie so intensiv und inbrünstig singen hören. Der Mann hat einfach Stil und in mir spricht der Dylan Fan, der das Gesamtwerk des Meisters schätzen und lieben gelernt hat. Ich rege mich nicht mehr auf, wenn Dylan eine seiner berühmten Kehrtwendungen macht, sei es Folk zu Rock zu Country zu Schlager zu Rock zu Pop zu Show zu Gospel zu Rock zu Country zu Weihnachtsmucke. Die Lieder sind allesamt Fremdkompositionen wie zu Zeiten von „World Gone Wrong“ und „Good As I Been To You“. Hier wurden die amerikanischen Wurzeln verarbeitet und auch bei „Christmas in the heart“ ist dies der Fall. Weihnachtslieder gehören zur amerikanischen Kultur. Ein weiterer Beitrag von „His Bobness“ zur Verarbeitung der Musik in seinem Land. Für Fans ist „Christmas in the heart“, für die anderen löst sie Kopfschütteln aus.

Update: Hier ist das Video zu Must be Santa

Endlich wieder ein Christbaum

24. Dezember 2008

baum

Nachdem unsere beiden Kinder jetzt die Weihnachtszeit genießen können, bin ich das erste Mal auf Firmeneinladung in einen Wald gegangen und habe einen Baum geschlagen. Es ist eine Nordmanntanne, wie meine Frau anerkennend feststellte.

Ich hätte wahrscheinlich auch eine simple Fichte mitgebracht, aber ich war im Waldstück mit den Nordmanntannen auf Baumsuche. Bewaffnet mit einer Handsäge mühte ich mich ab, den Stamm zu sägen und war überraschend, dass ich zu so was im Stande bin.So müssen sich wahre Männer fühlen, die in der Natur ihren Dienst tun und auf die Jagd gehen. Im Matsch nahm ich den Baum auf die Schultern und ging zum Glühweintrinken. Danach waren die schönen Lederschühchen völlig verdreckt. (Deutlichte Rüge von der Ehefrau). Ich war vom Regen total durchnässt und ging erst einmal in die Sauna.

Dieser Tage stellten wir dann den Baum auf. Die Größe war genau richtig. Perfektes Maß eben. Wir mussten nur den Stamm etwas ansägen, damit der Baum in den Christbaumständer passte. Jetzt steht er auf einem kleinen Tisch.

Meine Frau holte Christbaumschmuck aus dem Keller. Dieser Schmuck ist seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Die Kugeln haben die Zeit gut überdauert. Sie lagen in einer Holzkiste der Marke „Hoffmanns Stärke“. Ich finde, die Kiste sieht aus wie eine Munitionskiste (Deutliche Rüge Nummer 2 von der Ehefrau). Meiner Tochter haben es die gepunkteten Kugeln angetan, außerdem gibt es eine rose Kirche. Ich habe auch noch Christbaumkugeln im Keller gefunden. Es handelt sich um acht silberne Kugeln von Apple mit dem Apfel-Logo drauf. So hat eben jeder seine Vorlieben.

Also ihr alle da draußen: Ich wünsche euch schöne Weihnachten und ein gesegnetes Fest. Nach den Feiertagen geht es weiter mit meinem Blog. 

Schnee, wo bleibst du?

17. Dezember 2008

schneemann

Leise rieselt der Schnee. Denkste. Derzeit ist tote Hose in Sachen Schnee. Die vergangenen Tage waren ein absolutes Sauwetter. Nass, kalt, Nebel, aber kein Schnee. Vor einigen Tagen hat es mal geschneit und ich musste vor der Hütte Schnee räumen. Aber das war es auch dann schon. Ich verlange ja keinen Schneesturm, aber weiße Weihnachten wären schon wünschenswert. Die Kinder und ich haben den letzten Schnee aus dem Garten zusammengeratzt und einen kleinen Schneemann gebaut. Gut, so richtig schön ist er nicht, aber das Symbol zählt. Stilecht war die Nase eine Karotte oder gelbe Rübe wie meine Frau sagen würde. Die Augen waren Nussschalen. Der Schneemann ist eigentlich eher ein Schneemännchen. Ich gelobe: Wenn es zu Weihnachten schneit, baue ich mit den Kindern einen Schneemann, der sich gewaschen hat. Vorschläge zum Design gerne an mich.