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Buchtipp zur Mode von Karl Lagerfeld: Chanel Catwalk

21. Februar 2019
DAS Buch über die Kollektionen von Karl Lagerfeld bei Chanel.

DAS Buch über die Kollektionen von Karl Lagerfeld bei Chanel.

Auch ich betrauere den Verlust des Modeschöpfers Karl Lagerfeld. Ich habe seine Kollektionen von Chanel immer bewundert und bei jeder Kollektion die Vogue studiert, was sich Kaiser Karl denn neues ausgedacht hat. Und der Karl Lagerfeld war wirklich eine Stilikone.
Wahrscheinlich war es schwer mit dieser Ikone persönlich gut auszukommen, aber das musste ich ja nicht. Ich habe ab und zu ein paar Zitate von Lagerfeld aufgeschnappt, die angeeckt sind. Sehr gut fand ich übrigens diese beiden Zitate:
„Ich liebe das Vergängliche. Die Mode ist mein Beruf.“
„Eine Frau ohne Stil hat auch in einem Kleid mit Stil keinen Stil.“
Nach dem Tod von Karl Lagerfeld haben mich ein paar Freunde kontaktiert, die mehr über die Mode von Lagerfeld wissen wollten. Nachdem die klassischen Tagesmedien die Person mit Nachrufen abgefeiert haben, sollte man sich jetzt ein wenig mehr mit der Mode befassen. Vor allem die Vielzahl von oberflächlichen Modeblogs könnten jetzt Tiefe beweisen und auf das Werk von Lagerfeld eingehen. Und hier habe ich eine klare Empfehlung in Form des Buches Chanel Catwalk: Karl Lagerfeld – Die Kollektionen, erschienen bei Prestel.

Es war und ist für mich die Bibel, wenn es um die Kollektionen von Karl Lagerfeld geht. Als Karl Lagerfeld 1983 als künstlerischer Direktor zu Chanel wechselte, revolutionierte er die als überholt und langweilig geltenden Designs des traditionsreichen Haute-Couture-Hauses. Seine einfallsreichen Entwürfe überzeugten auf Anhieb und ließen das Label bis heute im neuen Glanz erstrahlen. Das kiloschwere Buch enthält alle Kollektionen von 1983 bis 2015 in Wort und Bild. Es sind über 1200 Fotos in diesem Modewälzer enthalten, die detailreich die Schöpfungen des Modezars zeigen. Die Bilder präsentieren eindrucksvoll, warum Lagerfeld als Genie gefeiert wurde. Viele der Bilder am Laufsteg, dem Catwalk, fotografiert. Die Mode wird von den Modellen Lagerfelds getragen, darunter natürlich viele berühmte Namen wie Claudia Schiffer, Nadja Auermann, Linda Evangelista, Naomi Campbell Stella Tennant, Kate Moss, Cara Delevingne und Kendall Jenner und und und. Ein hervorragendes Personenregister gibt einen Überblick, ebenso wie ein hilfreiches Register der Mode und der Accessoires. Ich kann dieses Buch jedem Modefan und jedem ernsthaften Modeblogger ans Herz legen. Bei mir liegt dieses Coffeetable-Buch Chanel Catwalk: Karl Lagerfeld – Die Kollektionenmit seinem Leinenbezug und Prägung im Wohnzimmer und ich blättere immer wieder in den 632 Seiten und verliere mich in Modedetails.

Buchtipp: Dressing a Galaxy von Trisha Biggar

20. Oktober 2015

galaxy

Als passionierter der amerikanischen und deutschen Vogue musste ich bei diesem Buch sofort zugreifen. Dressing a Galaxy: The Costumes of Star Wars zeigt die Kostüme im Star Wars Universum der Teile 1-3. Im Grunde ist das Buch eine Art Mode-Guide durch Star Wars. Und wer jetzt glaubt, dass die Kostüme der Filme oberflächlich gestaltet wurden, der irrt gewaltig.

Viele atemberaubende Details zeigt dieses Buch. Viel Interessantes, das ich in den Filmen gar nicht wahrgenommen habe, wird jetzt offensichtlich. Im Film geht es zu schnell, aber nun wird die Schönheit der Kostüme offenbart. Erst durch die aufmerksame Lektüre dieses wirklich schönen Filmbuch erschloss sich mir die Eleganz innerhalb der ersten drei Star Wars Welten. Lange Zeit war das Buch vergriffen, dann wurde es wieder aufgelegt und wie ist der Zufall wollte, fand ich in einem Antiquariat die amerikanische Originalausgabe. Es gab noch eine Luxus-Ausgabe mit Stoffproben, die ich gerne haben würde, aber verpasst habe. Dressing a Galaxy: The Costumes of Star Wars ist gestaltet wie eine klassische Vogue. Ganzseitige, detailreiche Fotografien und auf der anderen Seite das Modell bzw. Schauspieler.


Die Kostüme von Star Wars 1-3 stammen von Trisha Biggar. Sie steht für mich in der Tradition der Japanerin Eiko Ishioka, die unter anderem die Kostüme für Coppolas Brams Stoiker’s Dracula geschaffen hat. Erste Kontakte zu Lucas hatte die Schottin Trisha Biggar als sie für Die Abenteuer des jungen Indiana Jones gearbeitet hat. Scheinbar war Lucasfilm hier ein Auge auf sie und bot ihr an, die Kostüme zur dunklen Bedrohung zu entwerfen. Insgesamt schuf sie rund 6000 Kleidungsstücke für die drei Star Wars Filme. Und obwohl die Filme nicht in jeder Hinsicht überzeugten, fesselten sie vor allem durch die grandiosen Kostüme, die in aufwendiger Handarbeit gefertigt wurden. Ich habe mir das Buch mit ein paar Maßschneider angeschaut, die von dem Detailreichtum absolut fasziniert waren. Der Einsatz von verschiedenen Materialien mit Accessoires ist absolut gekonnt und macht Lust auf neue Klamotten. Ob die Bilder als Vorlage für eigene Kreationen herangezogen werden können, weiß ich nicht. Ich bin kein Schneider und auch nicht handwerklich begabt, deshalb schaue ich mir lieber das außergewöhnliche Buch an.

Buchtipp: Helmut Berger: Ein Leben in Bildern

25. Januar 2013

Natürlich ist Helmut Berger heute voll durchgeknallt, aber auf seine Art auch ein Genie. Wahrscheinlich ist dieser einst großartige Schauspieler heute einfach nur krank vom Alkohol und Depressionen. Das ändert aber nichts daran, dass er einer der ganz großen Darsteller war. An diese Zeit erinnert der neue Bildband Helmut Berger: Ein Leben in Bildern aus dem Hause Schwarzkopf & Schwarzkopf.

In der ersten Auflage auf 2500 Exemplare limitiert und mit einem Autogramm von Helmut Berger versehen, zeigen die Fotos, warum Berger als einer der schönsten Männer galt. Helmut Berger – mein Leben in Bildern ist ein eindrucksvolles Bilderbuch, gemischt mit zum Teil sehr persönlichen Texten des österreichischen Schauspielers, der dem jungen Publikum durch peinliche Rüpelauftritte oder Dschungelcamp-Ausflüge bekannt ist – wenn überhaupt.

berger

Berger hat in zahlreichen wichtigen Filmen des europäischen Kinos mitgespielt. Für mich sind diese: Das Bildnis des Dorian Gray, die Verdammten und Ludwig II. – die beiden letzteren inszeniert von Luchino Visconti. Mit dem italienischen Starregisseur hatte Berger seit 1964 eine Liebesbeziehung und nach dem Tod Viscontis 1976 begann Bergers dramatischer Verfall. Gastauftritte wie im Denver Clan dienten nur noch dazu, den Geldbeutel zu füllen. So wird es sich heute beim RTL-Dschungelcamp verhalten, bei dem Berger aber nach zwei Tagen aufgrund gesundheitlicher Probleme ausscheiden musste. Aber sprechen wir nicht von der dunklen Seite Bergers, sondern blättern in dem exzellenten Bildband über die Sonnenseite des heute 68jährigen. Eine aussagekräftige Biografie leitet den Bildband Helmut Berger: Ein Leben in Bildern ein. Die Texte sind durchgehend in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch – Berger war schließlich ein europäischer Darsteller ersten Ranges (und der Verlag will das Buch in ganz Europa verkaufen). Die Bilder der Kindheit wirken wie andere Bilder aus der Vergangenheit und sind für mich überflüssig. Begeistert war ich von den frühen sechziger Jahren als Berger in London modelte, posierte und allerlei verrücktes Zeug anstellte. Aufnahmen der Vogue, Partybilder mit den Schönen und Reichen und erste größere Filme. Liz Taylor, Romy Schneider, Annie Girardot oder Burt Lancaster – mit ihnen spielte Berger und ließ sich ablichten. Und dann immer wieder Visconti. Private Aufnahmen zeigen Berger, der sich in verschiedenen Posen vor der Kamera inszenierte, mal selbstverliebt, mal verliebt, mal provokativ. Er hat keine Scheu vor der Kamera, sie gehört zu seinem Leben dazu – auch wenn es heute in dieser Form vorbei ist. Ein wunderbares Bilderbuch dieses Helmut Berger: Ein Leben in Bildern