Posts Tagged ‘Blu ray’
Wer bringt mich zum Lachen?
11. Januar 2010Keinen Bock mehr aufs Lesen
17. Februar 2009Die Stiftung Lesen jammert: Die Deutschen haben keinen Bock mehr auf Lesen so wie früher einmal. Gemeint sind in erster Linie Bücher. Damit legt die Stiftung zum dritten Mal seit 1992 eine Studie vor. Dieses Mal wurden mehr als 2500 Deutsche ab 14 Jahren nach ihren Lesegewohnten befragt. Das Ergebnis ist für Bücherwürmer und Bildungsbürger erschreckend. Während vor acht Jahren jeder Dritte noch zwischen elf und 50 Bücher im Jahr verschlang, schafft dieses Buchpensum jetzt nur noch jeder Vierte. Das Geheule bei den Bildungsbürgern war groß. Der Verfall des Abendlandes und des Bildungsbürgertums stand auf der Tagesordnung. Jammer, jammer, heul, heul.
Bedenklich: Es zeigt sich, dass Kinder von lesefaulen Eltern nicht mehr zum Buch greifen und damit für den Lesemarkt verloren sind. Wenn zu Hause gelesen wird, dann besteht auch die Chance, dass der Nachwuchs zum Buch greift. Zumindest bei uns zu Hause wird derzeit kräftig gelesen. Der kleine Mann in der ersten Klasse versucht sich an Literatur in Form der Flohkiste und seine Schwester kann zwar nicht lesen, tut aber zumindest so.
So schlimm die Ergebnisse für den Büchermarkt sind, so darf man sie aber nicht überbewerten. Ähnliches Problem hatte das Theater als das Kino aufkam und das Kino als TV aufkam. Die Menschen wechseln eben das Medium und verbringen mit den klassischen Medien eben weniger Zeit. Die Zeit meines Medienkonsums hat sich nicht verändert über die Jahre, aber die Art auf jeden Fall. Wenn ich früher öfters zum Buch oder zur Zeitung gegriffen habe, so schaue ich heute eben mehr ins Web, schaue Blu ray oder spiele etwas.
Ach ja: Gleiches Klagelied könnten die klassischen Brettspielhersteller anstimmen. Es wird weniger gespielt: Klar, Mensch-ärgere-dich-nicht und Co gehen sicher zurück, dafür steigt die Zahl der Wii- oder PS3-Spieler. So ist der Zeit der Lauf, aber noch lange kein Untergang des Abendlandes.
Mustang: Make my day
7. Oktober 2008So sieht er aus. Ein Mitarbeiter von mir hat mir eine besondere Freude gemacht. In seinem Urlaub hat er meinen Traumwagen entdeckt, fotografiert und das Foto via iPhone an mich geschickt. Ausdrücklichen Dank an Michael. Es handelt sich um einen schwarzen Ford Mustang. Ja, ja, jetzt geht es wieder los: Energiebilanz, Kraftstoffverbrauch, Emissionswerte, kein Platz für Kinder, ja, ja. Aber trotzdem: Ich finde der Mustang ist ein geiles Stück Blech. Ok, der Aston Martin DB 9 ist noch besser, aber leider habe ich da ein eklatantes Finanzierungsloch. Weil Schwärmen ja so schön ist, habe ich mir am Abend gleich den Steve McQueen Film „Bullit“ auf Blu ray reingezogen. Frau und Kinder waren nicht da, also Anlage voll aufgedreht und der Mustang röhrte durchs Haus. In den guten Siebzigern gedreht ist „Bullit“ ein starker Bullenfilm mit einem obercoolen Steve McQueen. Es gibt wohl neben Bogart und Brando keinen cooleren Schauspieler. Schaut euch die blauen Augen an und ihr wisst, was Schauspielerei mit den Augen ist. „Bullit“ steht für mich in einer Reihe mit den harten Dirty Harry-Polizeifilmen mit Clint Eastwood. Neulich habe ich gelesen, dass Eastwood den dreckigen Harry wieder aufleben lassen will. Dieses Mal soll Harry aber ins Gras beißen, getreu seinem Motto „Make my day“. Ich hoffe, es wird ein würdiger Abgang, ähnlich wie John Wayne in der „letzte Scharfschütze“, einem genialen Spätwestern mit einem tot kranken John Wayne. Aber zurück zu „Bullit“: Der Film spielt in San Francisco und durch zahlreiche Macword Expo durfte ich in der Stadt weilen. In dem Film fährt McQueen einen grünen Mustang und vollführt mit ihm eine halsbrecherische Verfolgungsjagd durch die Stadt. Sicher eine der besten Verfolgungsfahrten der Filmgeschichte. Ich bin zwar nicht Steve McQueen und so cool bin ich auch nicht, aber irgendwann kaufe ich mir meinen Mustang.
Vielleicht doch einen HD-Player?
23. September 2008Ich bin dankbar, dass ich mich richtig entschieden habe: Ich habe mir einen Blu ray Player gekauft und damit auf das richtige System der Zukunft gesetzt. Ganz ehrlich, hab ich eine Playstation 3 und wollte mal wieder richtig zocken. Die PS3 von Sony ist dafür das richtige Modell und das sie gleichzeitig einen Blu ray-Player verbaut hat, macht die Sache angenehm. Ich erinnere mich noch an die CES in Las Vegas im Frühjahr diesen Jahres. Toshiba reagierte sauer, dass sich Filmstudios der Blu ray Assoziation angeschlossen haben. Das HD-Format geriet ins Wanken und wurde schließlich eingestellt. Die Lawine brach los: In einem Virgin-Store in San Francisco entdeckte ich einen HD-Player für 100 US-Dollar. Dazu gab es 10 HD-DVDs nach Wahl umsonst. Das nennt man Lagerräumung auf die radikale Art. Nun gut, ich hatte die PS3 und meine Blu rays. Nur die Dinger werden kaum günstiger. Neue Blu rays kosten in der Regel in Deutschland 30 Euro. Amazon hat einige ältere Scheiben auf 20 Euro gesenkt. Und HD-DVDs? Sie werden in Wühlkisten für 7 Euro das Stück rausgehauen. Vielleicht sollte ich doch noch einen HD-Player für einen Apfel und ein Ei kaufen und mir alte HD-Filme kaufen? So könnte ich mit einem Bruchteil der Blu ray-Kosten zu einer schönen Filmsammlung in ausgezeichneter Qualität kommen. Mist, dass Geiz so was Schlimmes ist.
Einleger in Blu rays: Wo sind sie geblieben?
18. September 2008Ich bin bereit mit der Zeit zu gehen und künftig Blu rays zu erwerben, nachdem ich sowieso eine PS3 besitze, die ein Blu ray-Laufwerk eingebaut hat. Ich schlucke zwar, was die neuen blauen Scheiben kosten, bin aber restlos begeistert in Sachen Audio und Bild. Und dennoch geht es mir auf den Geist, dass die Blu rays keinen Papiereinleger mehr haben, in dem ich Infos über den Film erhalte. Dabei meine ich nicht nur eine reine Kapitelübersicht, sondern Hintergründe über den gekauften Film. In dem Booklet könnten filmhistorische Einschätzungen über den Film sein, Schauspieler- und Regie-Infos oder Dokus über Soundtrack oder die Entstehung eines Films. Jetzt zahle ich fast 30 Euros und habe einen Zettel im blauen Case liegen, dass es beim Abtasten des Films zu Zeitverzögerungen kommen kann. Oder es liegt Werbung für andere Filme des Herstellers bei. Das brauche ich nicht für 30 Euro. Freunde von der Filmindustrie: Gier ist was Gutes (dies wissen wir spätestens seit Wallstreet von Oliver Stone), doch ganz zum Goldesel will ich mich als Konsument nicht machen lassen.


