Im Streaming raubt und mordet der brutale Ragnar Lodbrok in der Serie Vikings und God of War wird auf der PS5 gezockt. Die raue Bande der Wikinger ist bei uns allgegenwärtig. In meiner Jugend gehörte die TV-Anime-Serie Wickie und die starken Männer zu meinen Favoriten. Doch mein wirklicher Held des Alltags ist ein anderer Wikinger, der heute seinen 50. Geburtstag feiert: Hägar der Schreckliche
Am 4. Februar 1973 tauchte er erstmals auf den Humorseiten US-amerikanischer Tageszeitungen auf und bringt seither Leser auf aller Welt zum Lachen: die Rede ist von Hägar, dem Schrecklichen. und schrecklich liebenswerten Wikinger, Hägar, der mit seinen Schilderungen über Raubzüge, Plündereien und barbarische Bräuche, in diesem Jahr sein 50. Jubiläum feiert. Alles Gute Hägar.
Erschaffen vom legendären Cartoonisten Dik Browne (1917-1989) und fortgeführt von dessen Sohn Chris, zeigt der weltbekannte Comicstrip seit einem halben Jahrhundert, dass sich Gags über Job, Familie und die Tücken des Alltags höchst amüsant auf mittelalterliche Verhältnisse übertragen lassen. Aus gesundheitlichen Gründen gab Chris Browne 2018 Stift und Hörnerhelm an ein neues Team ab, die die Geschichten und Pointen rundum Hägar, Helga, Honi, Hamlet, Sven Glückspilz und Co fortführen.
Als einer der erfolgreichstes Comic-Debüts der Geschichte, wurde Hägar bis heute weltweit in fast 2.000 Publikationen in Rund 60 Ländern und mehr als einem Dutzend Sprachen abgedruckt. Das erste deutschsprachige Hägar-Album mit gesammelten Strips erschien schon 1975 bei Egmont Ehapa.
Ich habe in meinem Archiv einige Hägar-Bände herausgeholt, die ich über die Jahre gekauft hatte. Das älteste aus meiner Sammlung stammt aus dem Jahre 1981 mit dem Titel schreckliche Freunde und ist bei Ehapa erschienen. Dann fand ich noch Taschenbücher von Goldmann von 1985 und folgende. Einen Magnum-Sonderband, die ich hatte, finde ich nicht mehr. Und als Kind hatte ich Hägar Comics aus der Tageszeitung ausgeschnitten und in ein Album geklebt, das aber auch verschwunden ist.
Und so freue ich mich, dass zu Hägars rundem Geburtstag die Egmont Comic Collection mit „50 Jahre Hägar“ auf über 280 Seiten ein in fünf Jahrzehnten unterteiltes Best Of des wackeren Wikingers erscheint. Darunter sind auch von Chris und Chance Browne auf Bitte der Redaktion als persönliche Favoriten ausgewählte Lieblingsstrips! Ein persönliches Grußwort von Chris Browne sowie ein umfangreicher redaktioneller Teil, der alles Wissenswerte zur Hägar-Historie enthüllt, rundet dieses Jubiläumsalbum ab. Gerade die Historie interessiert mich sehr.
Es tut einfach gut, wenn ich in dieser dunklen Zeit von einem positiven Ereignis berichten kann. Die Aktion PiT Togohilfe, der Verein bei dem ich ehrenamtlich tätig bin, kann einen schönen, zutiefst menschlichen Erfolg vermelden.
Eine optimale Zusammenarbeit machte es möglich: ein Team bayerischer Orthopäden vom Verein Aimes-Afrique Deutschland ist zu unserem wichtigsten Partner in Togo, dem professionell arbeitenden Verein Aimes-Afrique, gereist, um für arme Patienten Hüftoperationen durchzuführen.
Die Mutter eines unserer Patenkinder der Aktion PiT-Togohilfe wurde durch einen Unfall schwer verletzt, so dass sie an massiven Hüftbeschwerden litt. Die Frau konnte nicht mehr laufen und damit ihre Kinder nicht mehr versorgen. Jetzt konnte sie bei diesem Ärzteeinsatz berücksichtig werden.
Dank der Spenden, die Aktion PiT-Togohilfe für sie sammelte, konnten die Hüftprothese und das medizinische Material bezahlt werden. Die involvierten bayerischen und togoischen Ärzte haben auf jedes Honorar verzichtet. Die Operation in Togo ist hervorragend verlaufen. Die junge Mutter freut sich nun ach der überstandenen OP auf ein schmerzfreies, normales Leben. Es ist nur kleine Meldung von vielen, die mich ermutigen, bei der Aktion PiT Togohilfe Mitglied zu sein.
Nunmehr die 17 Ausgabe der Bootleg Series des heute 81jährigen Bob Dylan ist soeben mit dem Zusatz Fragments erschienen. Dieses Mal handelt es sich um Songs aus der Zeit von 1996/97 als Dylan sein 30. Studioalbum Time Out of Mind veröffentlichte. Es sind in der Deluxe Version fünf CDs des neu abgemischten Albums und Alternativ- und Liveversionen, also genau das Richtige für Dylan-Fans auf Entzug.
Mit Time Out of Mind kam Dylan aus einer tiefen, ganz tiefen Schaffenskrise. Das mit drei Grammy Awards ausgezeichnete Album ist ein düsteres Werk des großen Musikers. Vergangenheit, das Alter und der bevorstehende Tod sind die Themen des großartigen Albums, die nun in der Bootleg Series nochmals erweitert werden.
Das Album hatte keiner von dem damals 56-Jährigen Dylan erwartet. Nur noch wir Hardcore-Fans hielten zu ihm, die Musikwelt hatte den Künstler fast schon vergessen. Die Alben dieser Zeit waren – sagen wir mal so – gewöhnungsbedürftig. Sieben Jahre hatte er keine eigene Songs zu Papier gebracht. Die Kreativität und das Selbstvertrauen waren einfach weg. Er selbst wäre auch fast an einer Herzbeutelentzündung verstorben. Aber Dylan erholte sich und legte mit Time Out of Mind einen Paukenschlag hin, der die vergessliche Musikindustrie erschütterte und aufrüttelte. Der Meister ist zurück und mit gewaltiger bedrohlicher Kraft. Er dachte an die Bibel und machte sich auf, ein Meisterwerk zu komponieren. „Wir müssen die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, in der niemand mehr etwas tun kann.“ Diese Zeilen hat sich Dylan wohl aus seiner christlichen Phase zu Herzen genommen und dank Produzent Daniel Lanios seine musikalischen Gedanken geordnet.
Nun nach mehrmaligen Anhören von Fragments lässt mich die Bootleg Series 17 erschöpft zurück. Ich versinke in die düsteren Gedanken, ich fühle mich bedrückt. Es ist kein hurra ich bin ein Poet-Gefühl, sondern es sind reife Gedanken eines abgeklärten Mannes. Wenn man die weiteren Alben von Dylan betrachtet, geht er konsequent diesen Weg. Sein jüngstes offizielles Werk Rough and Rowdy Ways und die Welttournee sind wohl der Abschluss dieser dunklen Phase des Meisters, die mit Time out of Mind begann.
Anspieltipps sind für mich die Alternativen Versionen von Highlands (bis dahin der längste Dylan-Song) und Love Stick und auf jeden Fall der alte Folk-Heuler The Water is Wide. Aber Dylan Fans werden die Aufnahmen sowieso kaufen und der Rest gehört eben nicht zu den Eingeweihten.
Mit dem Autoren HP Lovecraft ist es so eine Sache. Ich mag seine unheimlichen Geschichten, die faszinierenden Ideen von schaurigen Monstern mit unaussprechlichen Namen und sein Cthulhu-Mythos hat zahlreiche literarische und filmische Nachfolger. Auf der anderen Seite war Lovecraft ein ausgesprochener Rassist, der sich für die Rassentrennung und die Überlegenheit der weißen Rasse einsetze.
Eine meiner Lieblingsgeschichten ist Die Farbe aus dem All, die 1927 veröffentlicht wurde. Diese ist aus der Sicht eines Ich-Erzählers geschrieben. Der Landvermesser aus Boston prüft ein Heidegebiet für den Bau eines Stausees als neues Wasserreservoir für die Stadt Arkham und eine außerirdische Macht greift ein. Kurz hintereinander habe ich mir die Verfilmungen des Stoffes von 1965 mit Boris Karloff und 2019 mit Nicolas Cage. Jeder Film hat so seine Eigenheiten und interpretiert Lovecraft ein wenig anders.
Ein schauriges Filmchen ist Das Grauen auf Schloß Witley aus dem Jahre 1965 geworden, der im Original Di, Monster Di heißt. Daniel Haller, der einst für Roger Corman arbeitete und ursprünglich Filmarchitekt war, führte Regie – und er machte seine Sache gut. Natürlich beherrschte Boris Karloff die Bilder. Die anderen Darsteller Nick Adams als eigentlicher Held verblasste gegenüber dem Talent Karloffs.
Die Kritik mochte den Film nicht sehr, mir hat dagegen seine Atmosphäre gefallen. Samuel Z. Arkoff hatte produziert und wer mit seinen Filmen in der Kombination mit Roger Corman etwas anfangen kann, der wird auch Das Grauen auf Schloß Witley lieben. Über die Logikfehler darf man hier getrost hinwegsehen und die Idee von Lovecroft ist meines Erachtens gut umgesetzt und interpretiert worden.
Enger an die literarische Vorlage hielt sich Richard Stanley bei seiner Verfilmung die Farbe aus dem All von 2019. Aber ich bin eher ein Fan der alten Verfilmung, auch wenn sie ein wenig hölzern daherkommt.
Ich muss zugeben, dass ich lange mit mir gerungen habe, diesen Blogpost zu schreiben. Grundsätzlich halte ich es mit dem Friedrich II. „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. Es ist mir egal, an was jemand glaubt und sei es an das fliegende Spaghettimonster.
Ich bemerke ein Abdriften meiner Umgebung in esoterische Welten. Und das gefällt mir nicht, halte es sogar für gefährlich. Das zeigte sich unlängst in Augsburg, als ich das Einkaufszentrum City Galerie besuchte (der verstorbene Steve Jobs hat mich in den dortigen Apple Store befohlen). Auf der Freifläche im Erdgeschoss konnten die Besucher von 11. bis 14. Januar einen „Blick in die Sterne“ werfen. Es war ein großes Zelt aufgebaut, umringt mit Schautafeln über die Bedeutung und Eigenschaften von Sternzeichen. Und zudem hieß es: „Die berühmte (!) Seherin Lilo von Kiesenwetter ist zu Gast in der City-Galerie Augsburg und wird an allen vier Tagen von 10 bis 18 Uhr für kurze Beratungen zur Verfügung stehen und einen Blick in die Sterne wagen.“
Eine Seherin mitten in einem Einkaufszentrum, was soll der Käse? Und wer den „Blick in die Sterne“ haben will, sollte zehn Euro als Spende für den ASB, Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Augsburg e.V. in die Kasse legen. Das Geld wird für das lobenswerte Projekt Wünschewagen verwendet. Der ASB will damit schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase besondere Herzenswünsche erfüllen. Das Anliegen des Wünschewagens ist unterstützenswert. Die Methode, das Geld über eine Seherin zu sammeln, halte ich dagegen für bedenkenswert. Der ASB nimmt für mich hier Schaden.
Das Duo Mutter und Tochter Lilo und Marie von Kiesenwetter werden als Seherinnen von Boulevardpresse gehyped. Was sich nicht alles verkaufen lässt? Laut eigenen Angaben könne sie allein durch den Anblick des Gesichts eines Kunden die Zukunft vorhersagen. Es ist bekannt, dass die Kiesenwetters regelmäßig auf öffentlichen Veranstaltungen wie in Einkaufszentren in Augsburg auftreten, wobei sie dann in einem Zelt auf einem goldenen Thron Platz nehmen, um mit einer Kristallkugel und ihrem „Blick in die Augen“ hellzusehen.
Und das Geschäft mit der Esoterik boomt. Der Humbug ist zu einer Branche gewachsen, die in Deutschland schätzungsweise 25 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt. Eine „richtige“ Beratungsstunde bei der Kiesenwetter-Familie kostet 250 Euro. Das Marketing funktioniert. Der Zulauf in Augsburg war da. Was bringt die Zukunft? Gerade in wirtschaftlich schweren Zeiten hat die Methode viele Anhänger.
Dabei ist es doch einfache Westentaschenpsychologie, die hier angewendet wird, um Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen, freilich mit viel Hokuspokus herum. „Hocus pocus fidibus“ und die bekannte Methode des Cold Readings wird angewandt. Zum Cold Reading zählen nach Psiram (früher EsoWatch) verschiedene praktische Ansätze, wie die Analyse des Erscheinungsbilds des Gesprächspartners: durch offene Merkmale wie Kleidung, Frisur, Körperhaltung und Sprechweise gibt der Gesprächspartner bereits viele Informationen über sich preis, welche die nachfolgenden Schritte erleichtern. Das Prinzip wird auch in der Verkaufspsychologie angewandt. Zudem werden Allgemeinplätze verwendet wie der Einsatz von allgemeinen Floskeln, die viele für sich als wahr empfinden. Damit steigt das Vertrauen. Wie geschrieben, „jeder soll nach seiner Fasson selig werden“, aber dass hier Geld für den Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. gesammelt und Esoterik mit dem ASB in Verbindung gebracht werden, halte ich persönlich für problematisch und kontraproduktiv. Der ASB ist eine politisch und konfessionell unabhängige Hilfs- und Wohlfahrtsorganisation. Der ASB steht historisch der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie nahe. Ich trinke übrigens beim Schreiben eine Tasse Kaffee und kann aus dem Kaffeesatz die Zukunft voraussagen – kostet übrigens nur 20 Euro, die direkt an mich und das fliegende Spaghettimonster gehen.
„Die Welt hat sich geändert seitdem ich in Deutschland bin“, stellte der US-Generalkonsul Timothy Liston fest. Der ranghöchste Vertreter der Vereinigten Staaten in Bayern ist seit 2021 in der bayerischen Landeshauptstadt und mit einer Münchnerin verheiratet. In einem Hintergrundgespräch im PresseClub München erläuterte er die US-amerikanische Position. Die Veranstaltung wurde von Anita Bauer-Duré moderiert.
Bei seinem Eintreffen in München war seine Aufgabe das Engagement der USA für Bayern und die transatlantische Partnerschaft zu bekräftigen. „Doch heute haben wir wieder Krieg in Europa durch den rechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine.“
Über die Trump-Zeiten wollte Liston nicht sprechen. Er meinte diplomatisch im besten Deutsch mit bayerischem Akzent: „Amerikaner schauen immer vorwärts.“ Die Themen Verteidigung und Sicherheit sind seit Februar 2022 ganz präsent. „Es zeigt sich, wie wichtig die NATO ist.“ Die neutralen Staaten Finnland und Schweden stellen in der neuen Weltlage eine Beitrittsanfrage zur NATO.
„Die Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA ist so stark wie nie zuvor“, erklärte der US-Generalkonsul. Seine Regierung unterstütze das ukrainische Volk in seinem Kampf gegen die russischen Invasoren mit Waffen, „mit denen sie sich nicht nur verteidigen, sondern siegen können.“ Liston betonte: „Die Ukraine kämpft für uns, freien Handel und die Menschenrechte.“ Der US-Generalkonsul lobte das deutsche Engagement. „Wir stehen Schulter an Schulter.“ Deutschland habe eine erhebliche Summe beigetragen und leiste eine enorme humanitäre Hilfe bei der Unterbringung der Flüchtlinge. „Ich könnte mir keinen besseren Partner als Deutschland vorstellen“, so Timothy Liston. Um die transatlantischen Beziehungen kümmert sich Liston aber weiterhin. Die American-Football-Liga NFL hatte im November 2022 München als Ausrichter für ihr erstes reguläres NFL-Spiel in Deutschland ausgewählt. Damals trafen die Tampa Bay Buccaneers und die Seattle Seahawks aufeinander. Liston bestätigte, dass Deutschland zwei weitere NFL-Spiele 2023 ausrichten soll. Ob München wieder mit von der Partie ist, könne er nicht sagen. Aber auch in rechtlichen Angelegenheiten wie Rechtsextremismus oder Antizionismus müssten Deutschland und die Vereinigten Staaten wieder stärker zusammenarbeiten. „Ohne Zusammenarbeit können wir unsere Probleme in Deutschland und USA nicht lösen.“ Dies sagte Liston sicherlich auch in Richtung Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, die der Veranstaltung im Münchner PresseClub beiwohnte.
Zur Person Timothy Liston Seit Juli 2021 vertritt US-Generalkonsul Timothy Liston sein Land in München. Er ist der ranghöchste Vertreter der Vereinigten Staaten in Bayern und wird in den nächsten Jahren die vielfältigen bayerisch-amerikanischen Aktivitäten leiten. Deutschland kennt er schon von früher als er Austauschstudent und Bundestagsstipendiat war. Er spricht fließend Deutsch mit bayerischem Akzent. Da er mit einer Münchnerin verheiratet ist, hat er eine besondere Beziehung zu Bayern und München. Seine diplomatischen Stationen waren unter anderem Vietnam, Wien, Berlin und Vilnius.
Disclaimer: Da es sich um ein Hintergrundgespräch im PresseClub München handelte, lag dieser Text der Pressestelle des US-Generalkonsulats zur Freigabe vor.
Mit Filmen aus Ende der achtziger Jahre tue ich mich grundsätzlich immer schwer: Der Look, die Mode, die Musik, die Frisuren, der Humor – alles grausam und dennoch habe ich mir mal wieder den Vampirfilm ohne Dracula The Lost Boys aus dem Jahre 1987 angetan.
Sobald ich meine 80er Phobie überwunden hatte, konnte ich den Film von Joel Schumacher ein wenig genießen – und das liegt daran, dass ich die Spielberg Produktion Die Goonies von 1985 mag. Bei den Goonies führte Richard Donner Regie, der bei Lost Boys dann Produzent war. Das Schema wurde übertragen, denn was einmal Erfolg hatte, muss wieder Erfolg haben. Heraus kam ein unterhaltsamer Vampirfilm, der als cooler Jugendstreifen beginnt, aber sich dann in Einzelszenen zum harten Vampirfilm mausert.
Das liegt vor allem an Hauptdarsteller Kiefer Sutherland in einer seiner ersten Rollen. Und Kiefer Sutherland kann einfach schauspielern und interpretiert den Chef einer jugendlichen Vampirgang phänomenal. Auch das Duo Corey Feldman und Corey Haim als Edgar und Allan Frog (wunderschöner Namenshumor) bringen Pepp in den Film, wie einst schon Feldman bei den Goonies und weiteren Filmen des Duos.
Tagsüber schlafen sie. Nachts jagen sie auf Motorrädern durch die Vergnügungsanlagen des Küstenstädtchens Santa Clara: Die Lost Boys eine Gang moderner Vampire. Michael, mit Mutter und Brüderchen frisch in diese Gegend gezogen, gerät in die Fänge dieser beißenden Herren der Finsternis. Doch Bruder Sam verbündet sich mit den ausgebufften Vampirjägern Edgar und Allan Frog, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Der Kampf mit Holzpflöcken und Weihwasser in Spritzpistolen beginnt.
Die ganze Sache hat keinen großen Tiefgang, aber essend viele nette Details wie eben Edgar Allan Poe oder ein Comic-Heft als Anleitung für Vampirjäger. Ein Doors-Verschnitt Echo & The Bunnymen singt das Titellied „People Are Strange“ und Jim Morrison hängt als Poster in der Vampirhöhle. Schön ist auch, dass sich das verworrene Drehbuch ein wenig an Bram Stoker verbeugt, wenn ein Vampir erst ins Haus eingeladen werden muss, damit er seine Macht über seine Opfer ausüben kann. The Lost Boys macht in weiten Teilen Spaß, wenn nicht dieser schreckliche 80er Look wäre.
Ein wichtiges Buch zur richtigen Zeit – so lässt sich das gemeinsame Buch der beiden Professoren Julia Finkeissen und Thomas R. Köhler beschreiben: Chefsache Metaverse – ein Praxisbuch für Unternehmen. Das Buch aus dem Campus Verlag will eine Hilfestellung für Einsteiger aus der Wirtschaft geben. Zielgruppe sind also weniger Techies, als vielmehr Geschäftsleute auf der Suche nach dem 21. Jahrhundert. Daher bleibt es im Buch nicht nur bei virtuellen Welten von AR und VR, sondern NFT und Blockchain werden in diesem Rundumschlag unter dem Schlagwort Web3 angesprochen.
Köhler kommt vom IT-Journalismus – Metaverse ist sein 16. Buch – und Finkeissen aus der Startup-Szene im Medizinbereich sowie Kunst. Sie beleuchten bei ihrer Buchvorstellung im Münchner PresseClub das Thema Metaverse aus unterschiedlichen Business-Bereichen: Es gibt noch zu wenig anschauliche Beispiele aus der Praxis über die es sich zu berichten lohnt. Daher ist das Buch vielmehr eine Inspiration in dem Bereich endlich loszulegen, sonst verschlafen deutsche Unternehmen diese das Web3 ebenso wie sie Web 2.0 verschlafen haben. Die Einsatzbereiche vom Metaversum seien enorm, man müsse nur mal genau hinsehen und sein Geschäft hinterfragen. Am World Economic Forum in Davos referierte Meta-Produktchef Chris Cox zu den Erwartungen des Konzerns. Auch wenn der Hype bislang auf sich warten lässt – zu einer von der EU-Kommission organisierten Metaverse-Party tauchten gerade einmal fünf Gäste auf. Das Metaverse werde aber als Plattform eines Tages „so wichtig wie Smartphones“ sein.
Die gesamte Branche sei in Bewegung. Meta positioniert sich, gleichzeitig schließt Microsoft die Plattform AltspaceVR, Sony kommt Ende Februar mit seiner VR-Gamingplattform und alle Welt wartet darauf, was Apple als one more thing in Sachen VR-Brille vorstellen wird.
Aber dass etwas passiert, hiervon sind Julia Finkeissen und Thomas R. Köhler überzeugt. In ihrer sympathischen Buchvorstellung ohne technischen Ballast im Münchner PresseClub erklärten sie: „Wir stehen an einer technologischen Schwelle.“ Es gibt einen guten Grund über das Metaverse zu sprechen, denn es passiere eine ganze Menge. „Was kommt nach der Zoom-Konferenz oder was bedeutet es für den Endverbraucher oder Unternehmer, die intern das Metaverse einsetzen?“ fragt Thomas R. Köhler. Das Autorenduo nennt Beispiele aus den Mode- oder Lifestyle-Bereichen wie Handtaschen und Sneakers. Dort schärfen Unternehmen ihre Marken für eine neue digitale Generation, um diese auch im virtuellen Raum an sich zu binden. In der Industrie sind so genannte digitale Zwillinge keine Neuheit mehr. Bevor an einer Fertigungssstrecke in der Realität Veränderungen vorgenommen werden, lassen sich an einer virtuellen Fertigungsanlage mögliche Folgen abschätzen und entsprechende unternehmerische Entscheidungen treffen. Solche Modelle gibt es schon seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, aber heute sind diese Umgebungen in Echtzeit betretbar.
Jetzt ist das Metaverse nicht nur etwas für eine nachwachsende junge, digitale Generation, wie Julia Finkeissen betont. Die Mutter betont: „Die nächste Generation ist schon da. Aber Ethik muss auch in diesen Welten stattfinden. Dafür braucht es uns Erwachsene, um den richtigen Rahmen für junge Menschen zu bereiten.“ Finkeissen, die sich auch stark mit digitaler Kunst und Kunsthandel beschäftigt, sieht im Metaverse eine große Chance für Galerien und Künstler selbst, um Ausstellungen zu kuratieren.
Das Metaversum kann auch im Gesundheitsbereich Fuß fassen. Es herrsche ein Ärztemangel und gleichzeitig sei der Beratungsbedarf bei der Pandemiegeneration mit psychischen Problemen enorm. Hier könne eine Beratung wie mentales Coaching in der virtuellen Welt einsetzen, um die Kostenexplosion in den Griff zu bekommen. „Es gibt unheimlich tolle Erfolgserlebnisse,“ so Julia Finkeissen, aber es gebe auch viel Skepsis. Daher ihr Aufruf: „Wir müssen uns da alle einbringen und mitgestalten.“
Bei der Buchvorstellung hatten die zahlreich anwesenden Journalisten im PresseClub die Möglichkeit die Quest 2 Brille von Meta auszuprobieren. Dabei war es für manche der erste Schritt in die virtuelle Welt.
Diskussion um Meta Bei der Präsentation anwesend war auch Tino Krause, Regional Director Central Europe bei Meta. Aus Sicht des Unternehmens nahm er zum Metaverse Stellung. Die Reise dauere locker 15 Jahre. Alle 15 Jahre gebe es eine neue Computingplattform. Auch er sieht große Potenziale in den Bereichen Gesundheit und Bildung. „Wir behalten Bilder besser als Text und bewegte Bilder bleiben besser in Erinnerung als Fotos.“ Auch im handwerklichen Bereich „glauben wir an ein großes Potenzial“. Krause mahnte: Welche Rolle könne Europa spielen? Beim Web 2.0 habe Europa und Deutschland geschlafen. „Beim Web 3.0 haben wir neue Möglichkeiten. Diese Chancen dürfen wir nicht wieder vorbeiziehen lassen.“
Was als spontane Idee begann, wurde jetzt fortgesetzt und nimmt wohl künftig einen festen Bestandteil meiner kulinarischen Highlights ein: Die Rottbacher Küchenparty
Entstanden ist die Idee, hochwertige Speisen frisch zubereitet nicht nur am Tisch zu genießen, sondern an dem Ort an dem sie entstehen: In der Küche. Gastronom und innovativer Koch Denis Kleinknecht vom Gasthof Heinzinger in Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck lud zur ersten Rottbacher Küchenparty anlässlich seines Geburtstages ein. Viele Gourmetlieberhaber kamen und feierten bei erlesenen Speisen und Weinen. In der modernen Küche konnten die Gäste Denis und seinem Team über die Schulter schauen. 16 Gänge 16 Weine standen bei der ersten Küchenparty auf dem Programm.
Jetzt kam es zur zweiten Rottbacher Küchenparty wiederum mit 16 Gängen und dieses Mal 10 Weinen. Aufgrund der schlechten Wetterlage mit massiven Schneeeinbruch mussten leider ein paar Gäste absagen, die Stimmung im Gasthof Heinzinger war aber dennoch großartig. Die Kombination aus Essen, Wein und Gesprächen sowie Erläuterungen von Küchenchef Dennis Kleinknecht waren ein Erlebnis. Kleinknecht schraubt weiter an seinem Konzept der Küchenparty und optimiert. Zu vorgerückter Stunde wurden gleich ein paar neue Ideen ausgebrütet und ausprobiert.
Das Team in Küche und Service greift wunderbar ineinander und als Gast fühle ich mich absolut wie zu Hause (nur die Hose bleibt an – so der Standardwitz aus dem Hause Kleinknecht).
Die nächste Küchenparty soll im April stattfinden, hoffentlich bei gutem Wetter, so dass auch der Hof miteinbezogen werden kann. Bis es soweit ist, steht sicherlich der eine oder andere Besuch beim Heinzinger an. Es gibt auch wunderbare Kochkurse. Probiert es aus, es lohnt sich auf alle Fälle.
Ich bin ein Fan von Amazon und ich bin ein noch größerer Fan meines Ehrenamts beim Verein Aktion PiT Togohilfe – und ich war froh, dass mein Freundeskreis und ich durch meine Amazon-Einkäufe meine Aktion PiT Togohilfe finanziell unterstützen konnte. Damit ist jetzt bald Schluss.
In der Vergangenheit hatte Amazon das AmazonSmile-Programm. Käufer von Amazon-Produkten konnten an diesem Programm teilnehmen und mit ihrem Einkauf gemeinnützige Organisationen ihrer Wahl unterstützen. Bei mir war es eben die Aktion PiT Togohilfe. Jetzt schreibt Amazon: „Leider hat das Programm seitdem nicht die Wirkung entfalten können, auf die wir damals gehofft hatten.“ Das kann ich nicht bestätigen, denn durch gute Öffentlichkeitsarbeit des lokalen Vereins kamen schon interessante Summen zusammen, die wir für unsere Arbeit in Togo hervorragend einsetzen können. Natürlich gibt es Spenden und Zuwendungen, aber durch Smile konnte der Verein noch ein paar Euro einnehmen.
Amazon schreibt weiter: „Wir möchten Sie daher darüber informieren, dass wir AmazonSmile zum 20. Februar 2023 einstellen werden. Wir werden weiterhin Ressourcen und Investitionen in den Bereichen einsetzen, in denen wir wichtige Veränderungen tatsächlich wirkungsvoll umsetzen können — vom Zugang zu Informatikunterricht für Schüler und Studierende bis hin zur Logistikhilfe für Gemeinden, die von Naturkatastrophen betroffen sind.“ Die Unterstützung ist natürlich eine feine Sache, aber ich vermute, dass Aktion PiT Togohilfe als größter deutsche Togoverein auf der Strecke bleibt, obwohl das Land massive Hilfe braucht.
Amazon wickelt Smile mit den Worten ab: „Um gemeinnützige Organisationen, die am AmazonSmile-Programm teilgenommen haben, bei dieser Umstellung zu unterstützen, werden wir eine einmalige Spende bereitstellen, die dem entspricht, was sie durch das Programm in drei Monaten im Jahr 2022 erhalten haben. Dies gilt zusätzlich zu den Mitteln, die die Organisationen bis zum Ende des Programms noch für sich sammeln werden.“
Es werden eine Vielzahl von Maßnahmen angeführt, bei denen sich Amazon engagieren wird: Ukraine-Hilfe, Community Fund, Amazon Future Engineer oder Hochwasserhilfe. Alles gut und wichtig, aber AmazonSmile war wunderbar, um Freunde eines Vereins zu aktivieren, um konkret für den eigenen Verein sich zu engagieren beim Kauf über Amazon. Das bricht jetzt weg und das ist schade, sehr schade.