Bei Rewe ist Schluss mit Prospekten – mehr Digitalisierung

23. Juni 2023

Und wieder geht eine Ära zu Ende. Rewe stellt heute nach eigenen Angaben das Papierprojekt ein. Damit spart der Lebensmittelkonzern jährlich mehr als 73.000 Tonnen Papier, 70.000 Tonnen CO2 und 380 Millionen kWh Energie. Und die Druckereien des Lebensmittelkonzerns verlieren wieder Aufträge.

Rewe entscheidet sich nach eigenen Angaben als erster Lebensmittelhändler in Deutschland für den Ausstieg vom gedruckten Handzettel. Der wöchentlich erscheinende Prospekt über die Angebote in den bundesweit mehr als 3.700 Rewe-Märkten ist eines der ältesten Werbemedien in der Branche und wird an viele Millionen Haushalte in Deutschland verteilt. Auch bei uns im Dorf sehe ich noch viele Leute mit dem Prospekt in der Hand durch die Gänge huschen. Sie werden wohl künftig das Smartphone zücken.

Bei mir kommt allerdings seit Jahren keine Werbung an, da mein Briefkasten mit dem Aufkleber „keine Werbung einwerfen“ versehen ist.

Im Sinne der Nachhaltigkeits- und Digitalisierungsstrategie des zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändlers ist mit Papier Schluss: Zum 1. Juli 2023 wird der Druck und die Verteilung der Prospekte eingestellt, dafür die Artikelwerbung über neue und bekannte Medien erheblich ausgebaut. Der Effekt für Umwelt, Klima und Ressourcenschonung ist immens: Die Umstellung spart mehr als 73.000 Tonnen Papier, 70.000 Tonnen CO2, 1,1 Millionen Tonnen Wasser und 380 Millionen kWh Energie pro Jahr ein. Letzteres hat gerade vor der aktuellen Diskussion um die zukünftige Energieversorgungssicherheit in Deutschland an Bedeutung gewonnen – daher wurde die Umsetzung dieser bereits getroffenen Entscheidung nun beschleunigt. 2016 hatte der Konzern schon die Plastiktragetasche aus den Märkten verbannt.
Aber es auch in Zukunft wöchentlich die über 200 Rewe-Angebote geben, nur nicht mehr gedruckt, sondern auf digitalen Kanälen wie beispielsweise die Rewe App, der Website sowie zahlreiche Coupons und Vorteile. Kosteneinsparungen aus der Einstellung des Papier-Handzettels werden unter anderem in andere Medien für die Angebotskommunikation investiert.

Soundtracktipp: Im Westen nichts neues von Volker Bertelmann

22. Juni 2023

Volker Bertelmann alias Hauschka hat dieses Jahr den Soundtrack-Oscar zu Im Westen nichts Neues erhalten, absolut verdient wie ich meine. Das ist sein erster Oscar, nachdem es 2016 mit der Musik zu Lion – Der lange Weg nach Hause nicht geklappt hatte. Das ist also mein Soundtracktipp.

Es gibt verschiedene Ausgaben von Im Westen nichts Neues, bisher wohl alle nur auf Vinyl. Eine CD hab ich bisher noch nicht entdeckt. Ich habe die Nummer 436 der auf 2000 Exemplare veröffentlichten Smokey-Vinyl Version.

Der Soundtrack zum Antikriegsfilm hat mich beim Betrachen des Films tief getroffen. Die Musik basiert auf einem Harmonium, das Bertelmanns Uroma gehört hatte. Das dreitönige Motiv des Harmoniums durchzieht den kompletten Film. Der Klang des Instruments wurde durch einen Verzehrer und Gitarrenverstärker gejagt und wirkt nun kalt und brutal – aber dennoch lebendig. Das Holz und der Blasebalg des Harmonium haben einen emotionalen Klang, der eben nicht mit einem Synthesizer erzeugt wird. Bertelmann verwendet in seinen Hauschka-Alben sonst präparierte Klaviere. Ein minimalistischer Klang des Albums vor dem man Angst haben muss. Die Wirkung auf mich ist heftig. Für mich eine klare Empfehlung des Soundtüfters. Der Score wurde übrigens komponiert, nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen waren.

80 Jahre Lügenbaron Münchhausen im Film

20. Juni 2023

Am 3. März 1943 kam es zur Premiere des Films Münchhausen im Berliner UFA Filmpalast. Das als Leistungsschau angelegte Großprojekt glänzte mit neuer Farbtechnik, mit beeindruckenden Trick Aufnahmen und einer hochkarätigen Besetzung. Anlässlich des 80jährigen Jubiläums des Films durfte ich ein Onlineseminar durchführen und verwies auf die restaurierte Fassung des Murnau Stiftung, die ich ausdrücklich empfehlen will. Zudem möchte ich den Katalog zu 100 Jahre Ufa empfehlen.

1943 Mitten im Zweiten Weltkrieg ließ Propagandaminister Joseph Goebbels den bis dato teuersten Unterhaltungsfilm der Nazi-Zeit drehen. Bis heute wird diskutiert, ob der Film auch subtile Kritik am NS-Staat enthielt. Vier Wochen nach der Kapitulation der sechsten Armee in Stalingrad, 14 Tage nach Goebbels Sportpalast Rede zum totalen Krieg, zeigte die Premiere des Films ein trügerisches Bild von Normalität inmitten des beginnenden Zusammenbruchs des so genannten Dritten Reichs.

Der Film sollte 1943 zum 25-jährigen Jubiläum des Filmkonzerns Ufa die Leistungskraft des deutschen Kinos bezeugen.
Propagandaminister Goebbels hatte das übliche Kostenlimit aufgehoben und eine Sondergenehmigung erteilt, damit ein erstklassiger, aber offiziell verbotener Autor das Drehbuch schreiben konnte: Erich Kästner. Er schrieb nach de Krieg über den Auftrag: „Man trat damals an mich heran, für das 25-jährige Jubiläum der Ufa einen Jubiläumsfilm zu schreiben, na und da schlug ich Münchhausen vor. Und es war ja auch sehr gut, dass ich mal wieder ein Angebot hatte, denn vom Nägelkauen kann der Mensch nicht leben.“

Kästner hatte unter den Nazis gelitten. Am 10. Mai 1933 warfen bei der zentralen Veranstaltung in Berlin nationalsozialistische Studenten und Professoren und ihre Sympathisanten auf dem Opernplatz in Berlin eine große Anzahl von Büchern ins Feuer. Erich Kästner, einer der geächteten Autoren, schaute sich die Verbrennung in Berlin persönlich an. Er schreibt später: „Ich stand vor der Universität, eingekeilt zwischen Studenten in SA-Uniform, den Blüten der Nation, sah unsere Bücher in die zuckenden Flammen fliegen.“

Goebbels schätzte Kästners Gedichte, und gute Filmautoren waren in Deutschland rar, nachdem die Nazis die besten vertrieben hatten. Der NS-Propagandaminister wollte einen Film, der Hollywood Paroli und zugleich Ablenkung vom Krieg bieten sollte.

Aber Kästner hatte im Drehbuch auch Kritik am NS-Regime untergebracht. Als Schlüsselszene gilt ein Dialog, in dem der zwielichtige Graf Cagliostro Münchhausen für seine Eroberungspläne gewinnen will: „Wenn wir erst Kurland haben, pflücken wir Polen. Dann werden wir König.“ – „In einem werden wir zwei uns nie verstehen. Sie wollen herrschen, ich will leben. Abenteuer, Krieg, fremde Länder, schöne Frauen, ich brauche das alles. Sie aber missbrauchen es.“
Doch der verschlagene, Wucherzinsen nehmende Cagliostro trägt deutlich antisemitische Züge. Ihn verkörpert außerdem Ferdinand Marian, der die Titelrolle im antisemitischen Hetzfilm „Jud Süß“ gespielt hatte.

Hauptdarsteller Hans Albers, der gemeinsame Auftritte mit Nazi-Größen vermied, war aber als Kinostar war beim Publikum beliebt. Und als direkte Anspielung auf den Gestapo-Terror wird oft jene Szene angeführt, in der Casanova Münchhausen in Venedig vor der Verfolgung warnt: „Venedig ist im Karneval ein gutes Versteck, seien Sie aber trotzdem vorsichtig. Die Staatsinquisition hat zehntausend Augen und Arme, und sie hat die Macht, Recht und Unrecht zu tun, ganz wie es ihr beliebt.“
In einer weiteren Szene philosophiert Münchhausen über eine Billardkugel. Sie werde gestoßen und wisse gar nicht, wie es mit ihr geschieht. Dies sei die gleiche Einstellung wie diejenige der Menschen, die fatalistisch und ohnmächtig einfach nur noch versucht haben, im nationalsozialistischen Deutschland durchzukommen.

Als Münchhausens Diener Christian Kuchenreutter nach einer langen Reise wieder nach Hause zurückkehrt, erkennt er gar nicht den jüngsten Sproß seiner Familie. Das ist wohl eine kritische Reminiszenz an die Fronturlaube von Soldaten.
Der Film endet mit der Reise zum Mond. Ein Jahr dauert auf dem Mond nur ein Tag. Somit wäre auf dem Mond ein tausendjähriges Reich schon nach knapp drei Jahren beendet. Dadurch zeigte der Film, das auch das Dritte Reich irgendwann vorübergehen würde.

Die Farben des Films
Goebbels ließ über die neutrale Schweiz Technicolor-Kopien von unter anderem Gone with the Wind (1939) und The Thief of Baghdad (1940) organisieren, um das Team um Regisseur Josef von Baky zu inspirieren. Und das sieht man dem Münchhausen-Film denn auch deutlich an. Dr Film wurde in Zusammenarbeit der Murnau Stiftung und Arri München aufwändig digital in 4 K restauriert. Dank der Farbberatung durch Professorin Dr. Barbara Flückiger von der Universität Zürich wurde sichergestellt, dass der Film nicht modern, sondern moderat in den damaligen Farbwerten restauriert wurde. Während das bis dahin übliche dreistreifige Technicolor Verfahren aus den USA eher bunt war, konnte das neu entwickelte Agfacolor (Farbenfilm genannt) mit pastelligen Tönen mehr Natürlichkeit und einfachere Kameras sicherstellen.

Konzertkritik: Elton John in Hamburg

16. Juni 2023

Ich wollte ihn unbedingt einmal live sehen: Elton John ist auf seiner Abschiedstour und sollte eigentlich 2020 in Hamburg gastieren. Dann kam Corona und die Tour wurde auf 2023 verschoben. Mit meiner Familie bin ich im Mai nach Hamburg den Auftakt des dreitätigen Hamburg-Gastspiels in der Barclays Arena zu erleben.

Ich hab das Konzert genossen, aber mit einer Träne in den Augen. Nie wieder werde ich diese schillernde Persönlichkeit live erleben dürfen. Es war ein wunderbarer musikalischer Abschied von einem Künstler, die meine Welt der Rock und Pop-Musik geprägt hat und ganz große Spuren hinterlassen hat. Zwar verzichtete ich am Merch-Stand mir ein Andenken zu kaufen, ich investiere mehr in seine Musik.

Gegenüber der Bühne nahm ich Platz und dachte an meine Jahre mit Elton John: Natürlich Diana, natürlich die seltsame Heirat mit der deutschen Braut Renate Blauel, dann das Bio-Pic Rocketman und vieles mehr. Einmal traf ich als Lokaljournalist den Meister Elton John auf dem Militärflugplatz Fursty in Fürstenfeldbruck. Der Musiker bekam eine Sonderstarterlaubnis mit seiner Maschine, ähnlich wie schon zuvor Frank Sinatra. Aber weder Sinatra noch John würdigen mich eines Blickes und es gab auch kein Autogramm, trotz meiner mitgebrachten Single von Crocodile Rock – schade.

Ich habe den Musiker Elton John als Jugendlicher 1983 mit seinem Hit I’m still Standing kennengelernt. John war menschlich in einer Krise und spielte sich mit zahlreichen Hits zurück an die Spitze. Der Song kam aus dem Album Too Low for Zero, was ich mir natürlich sofort zulegte. Ich wusste damals nichts von Bernie Taupin, der seit 1976 hier endlich wieder mit Elton John zusammenarbeite. Was ich auch nicht wusste, dass es das 17. Album des Künstlers war. Zug um Zug lernte ich die früheren Alben von Elton John kennen und lernte so viele fantastische Songs kennen.

Ich mag Goodbye Yellow Brick Road von 1973 und unter diesem Motto stand auch die Abschiedstour von Elton John. Das Ende des Konzerts war dann auch die gelbe Backsteinstraße, die im Musical Der Zauberer von Oz in die Smaragdstadt führt – einfach zauberhaft.

Ich hab es nicht geglaubt, dass ein Mann am Klavier so eine Show auf die Beine stellen kann. Beim Laufen bemerkt man den Hüftschaden des Künstlers und natürlich sind die Zeiten der Akrobatik auf dem Klavier vorbei. Mit 76 Jahren macht man einfach keine großen Sprünge, aber stimmlich ist Elton John grundsätzlich auf der Höhe und riss das Publikum mit. Auch dieses Publikum ist mit ihm gealtert und schwelgte wie ich in Erinnerungen an die alten Zeiten. Und wir genossen die Multimedia-Show auf der Bühne inklusive des fahrenden Flügels. Mein persönlicher Favorit war die Einblendung eines meiner Helden Alan Turing, der ebenso wie Elton John homosexuell ist, dies aber mit seinem Leben bezahlen musste.

Während der Zugabe erzählte Elton dem Publikum, dass seine allererste Show in Deutschland vor 51 Jahren in Hamburg stattfand und dass die Konzerte seine allerletzte Shows in Deutschland sein würden – wieder in Hamburg – und dass es „typisch für mich“ sei, den Kreis zu schließen, mit einem Lächeln.

Ich war mit der Setlist in Hamburg fast zufrieden – es waren alle Hits dabei, die ich hören wollte. Aber es fehlte der zweite Song der mich mit Elton John bekannt machte: Pinball Wizard aus dem Tommy-Film nach der Rockoper von The Who. Ich hatte und habe die Single aus dem Soundtrack und war von dem ungeliebten Song von Pete Townshend begeistert. Wahrscheinlich wollte Elton John bei der Welttour keine Tantiemen an Townshend abgeben, aber ich weiß es nicht. Was ich weiß, dass ich das Konzert sehr genossen habe – ebenso wie meine Familie und die zig Tausend Konzertbesucher.
Und das war die Setlist von Hamburg. Hinter den markierten Links befinden sich die Konzertaufnahmen als Video.

Bennie and the Jets
Philadelphia Freedom
I Guess That’s Why They Call It the Blues
Border Song (Aretha Franklin gewidmet)
Tiny Dancer
Have Mercy on the Criminal
Rocket Man (I Think It’s Going to Be a Long, Long Time)
Take Me to the Pilot
Someone Saved My Life Tonight
Levon
Candle in the Wind
Funeral for a Friend/Love Lies Bleeding
Burn Down the Mission
Sad Songs (Say So Much)
Sorry Seems to Be the Hardest Word
Don’t Let the Sun Go Down on Me
The Bitch Is Back
I’m Still Standing
Crocodile Rock
Saturday Night’s Alright for Fighting
Zugaben waren:
Cold Heart
Your Song
Goodbye Yellow Brick Road

Beatles und Pumuckl kommen dank KI wieder

15. Juni 2023

Die Welt ist durch KI im Umbruch. Gestern kamen zwei Meldungen ins Postfach, die ich interessant finde, weil sie zeigen, welche Möglichkeiten KI für die Entertainment Industrie möglich sind: Paul McCartney kündigt dank KI einen letzten Beatles-Song an und Pumuckl kommt mit der Stimme des verstorbenen Hans Clarin wieder.

Ich freu mich auf die Beatles 2023
Es ist wohl der Lennon-Song Now And Then von 1978, der auf einer Democassette lag und nun aufgepeppt wurde. McCartney hatte das Demo-Tape „For Paul“ von Lennons Witwe Yoko Ono erhalten. Die Tracks wurden größtenteils mit einem Ghettoblaster aufgenommen, während der Musiker in seiner New Yorker Wohnung am Klavier saß. Für die Neuveröffentlichung wurde die Stimme Lennons durch KI von früheren Aufnahmen herausgefiltert. „Wir konnten Johns Stimme nehmen und sie durch diese KI pur bekommen“, sagte der 81jährige Paul McCartney der BBC. Die beiden anderen Songs auf der Cassette waren Free as a Bird und Real Love, die bereits 1995 und 1996 veröffentlicht wurden. Jetzt war die Technik soweit, dass der Songs überarbeitet werden konnte. Die Aufnahme soll noch dieses Jahr erscheinen. Ich bin dabei.

Pumuckl 2023 mit zwei Stimmen
„Meister Eder und sein Pumuckl“ war in den 1980er Jahren eine der beliebtesten Kinder- und Familienserien Deutschlands. Die Geschichten über den kleinen, rothaarigen Kobold und seinen Schabernack haben bis heute Kultstatus. Jetzt kehrt er endlich zurück: In 13 Folgen der Serie „Neue Geschichten vom Pumuckl“. Ausgestrahlt werden die neuen Folgen Ende 2023 auf RTL+, RTL und Super RTL. Premiere hat die Serie am 24. Juni 2023 auf dem Kinderfilmfest in München. Pumuckl ist zurück – die Figur wird gespielt und gesprochen von Schauspieler und Kabarettist Maxi Schafroth und per KI mit der Original-Stimme von Hans Clarin. Für Pumuckls Stimme wurde zum ersten Mal überhaupt in diesem Umfang mittels Künstlicher Intelligenz die Stimme Schafroths in die unverkennbare Pumuckl-Stimme von Hans Clarin umgewandelt. Für alte und neue Pumuckl-Fans stellt RTL+ exklusiv beide Stimmversionen parallel zum Streamen bereit. So ist Pumuckl sowohl mit der Stimme von Hans Clarin als auch mit der von Maxi Schafroth erlebbar.

Das wird an mir vorbeigehen, nicht weil ich die KI-Version nicht mögen würde, sondern weil mir die neuen 3D-Animationen nicht gefallen – und wo ist eigentlich der Meister Eder?

The Rocky Horror Picture Show – Matinee am Sontag, 18. Juni im Scala

14. Juni 2023

„The Rocky Horror Picture Show“ ist ein kultiger Film, der sich keiner bestimmten Kategorie zuordnen lässt. Mit einer einzigartigen Mischung aus Musical, Komödie und Science-Fiction erobert er die Herzen der Zuschauer seit Jahrzehnten. Am Sonntag, 18. Juni, um 10:35 Uhr darf ich im Scala Fürstenfeldbruck eine Matinee durchführen – Vortrag und Film. Die Karten gibt es hier.

Ich freu mich sehr auf diesen Film, der vielen bekannt sein dürfte. Der Film erzählt die Geschichte des jungen und unschuldigen Paares Brad und Janet, die in das schrullige Schloss des transsexuellen Wissenschaftlers Dr. Frank-N-Furter geraten. Von dem Moment an, in dem sie die Türschwelle überschreiten, werden sie in ein verrücktes und sexuell aufgeladenes Abenteuer voller verrückter Charaktere und mitreißender Musik gezogen.

Unberechenbar
Die Stärke von „The Rocky Horror Picture Show“ liegt in seiner Unberechenbarkeit. Der Film bricht mit Konventionen und Normen und fordert die Zuschauer heraus, alle Grenzen zu überschreiten. Er ist ein Fest für die Sinne, von den bunten Kostümen über die eingängigen Songs bis hin zu den provokativen Dialogen. Die schauspielerischen Leistungen sind durchweg beeindruckend, wobei Tim Curry in der Rolle des Dr. Frank-N-Furter besonders hervorsticht. Seine Darstellung ist voller Energie und Charisma und macht ihn zu einem unvergesslichen Charakter.

Keine oberflächliche Unterhaltung
„The Rocky Horror Picture Show“ ist jedoch nicht nur oberflächliche Unterhaltung. Unter seiner exzentrischen Oberfläche behandelt der Film Themen wie Sexualität, Identität und Akzeptanz. Er regt zum Nachdenken an und feiert die Individualität und Freiheit, sich selbst zu sein. Trotz seiner Zeitlosigkeit ist der Film ein Produkt seiner Zeit, der die sexuelle Revolution der 70er Jahre widerspiegelt.

Treue Fangemeinde
Der Film hat eine treue Fangemeinde, die regelmäßig zusammenkommt, um ihn als interaktives Erlebnis zu feiern. Die Zuschauer singen und tanzen mit, werfen Requisiten und nehmen aktiv am Geschehen teil. Diese interaktive Atmosphäre macht „The Rocky Horror Picture Show“ zu einer einzigartigen Erfahrung, die man am besten mit Gleichgesinnten teilt.
Insgesamt ist „The Rocky Horror Picture Show“ ein wahrhaft unkonventioneller Film, der die Konventionen des Mainstream-Kinos herausfordert. Er ist ein Fest der Exzentrik und der sexuellen Freiheit, das bis heute nachhallt. Wenn du nach einem außergewöhnlichen und unterhaltsamen Filmerlebnis suchst, das dich zum Lachen bringt und zum Nachdenken anregt, dann solltest du unbedingt „The Rocky Horror Picture Show“ eine Chance geben.

Tasche für das Sony Playstation VR2 Headset

13. Juni 2023

Ich zocke gerne im virtuellen Raum mit dem Sony Playstation VR2 Headset auf der PS 5, nachdem ich lange auf die Konsole gewartet habe. Spätestens durch Apples Vision Pro bin ich wieder im VR-Fieber. Leider habe ich nicht soviel Zeit, um die gewaltigen Games zu spielen und das Headset liegt manches Mal einfach nur herum und droht einzustauben.

Endlich habe ich eine Lösung gefunden, die Brille und die beiden Controller sicher aufzubewahren, da sie sonst im Wohnzimmer nur im Weg sind. Ich habe mir die Skyreat-Aufbewahrungstasche angeschafft und darin PS VR2 Headset, Sense Controller, Kabel und Gaming-Zubehör aufbewahrt. Skyreat wird von Uvafly vertrieben. Ich kenne den Hersteller als Zubehör für Drohnen.
Die Tragetasche ist robust und ich könnte sie mit Tragriemen oder Griff auch transportieren, was ich aber nicht vorhabe. Ich habe die runde Form gewählt, es gibt sie auch als rechteckige Variante.

Und sie ist flüssigkeitsabweisend falls doch mal ein Glas beim VR-Zocken umfällt – ich habe schon durch hektische Bewegungen im Wohnzimmer den einen oder anderen herumstehenden Staubfänger abgeräumt. Das Futter der Tasche besteht aus stoßabsorbierendem Schwamm, der Ihr Gerät effektiv vor Quetschungen, Stößen und Kratzern schützen kann. Im Inneren der Tasche befindet sich eine Netztasche zur Aufbewahrung von Kleinteilen wie Kabeln, Adaptern usw.

Es lag noch ein Linsenschutz dabei, den ich allerdings noch nicht ausprobiert habe. Das Silikonpad und die Objektivschutzabdeckung sind weich und scheinen langlebig zu sein.

Dracula im Film (34): Renfield (2023)

12. Juni 2023

Selten hat mich ein Dracula-Film so hin und her gerissen, wie Renfield, die Horror-Splatter-Komödie um den Diener unseren Lieblingsgrafen. Die Idee der Abhängigkeit ist eine gute Idee und viele kleinen Anspielungen in dem Film habe ich in meinem Lieblingskino Scala Fürstenfeldbruck absolut genossen.

Ich muss zugeben, dass ich absolut kein Fan von Nicolas Cage bin. Es gibt kaum Filme, die ich mit ihm mag. Und jetzt spielt Cage den Grafen sehr theatralisch, arrogant und ich gebe ungern zu: Er hat mir als aufbrausender Dracula gefallen.

Der Film beginnt mit den Schwarzweißaufnahmen im Stile von Tod Browing und eine Verbeugung von dem großen Bela Lugosi. Nikolas Cage in der Rolle Dracula spielt die Schlüsselszenen des 1930 Draculas gekonnt und sie machen viel Lust auf mehr. „Ich trinke niemals Wein“ kommt einfach gut. Und auch die Beleuchtung der Augenpartie macht einfach Spaß. Cage hat seine Vorbilder Bela Lugosi (Dracula), Frank Langella (Dracula) und Gary Oldman (Bram Stoker’s Dracula) gut studiert – an Max Schreck und Klaus Kinski wäre er gescheitert und Christopher Lee hat er gleich übersprungen.

Als einziger habe ich im Kino gelacht als ich den Fußabstreifer mit Willkommen und Tritt ein gesehen habe, der Dracula den Zutritt zum kritischen Apartment Renfield gewährt. Dracula darf ja nur eine Wohnung betreten, wenn er eingeladen wird. Ich fans gut, die restlichen Zuschauer im Kino haben den Hinweis wohl nicht verstanden.

Und es sind weitere Details wie der Abspann mit dem Titel Renfield in Stil und Farben des 1930 Kino-Plakats. Aber bis es zum Abspann kam, musste ich eine ganze Menge an wirren Drehbuch aushalten. Regisseur Chris McKay kann zwar Splatter, aber ein schlechtes Drehbuch bleibt ein schlechtes Drehbuch. Chris McKay bemüht sich sehr zwischen Horror und Humor zu wechseln, aber für mich ist es ein weiterer Beweis, dass das Dark Universe von Universal wohl in der frühen Phase von Hollywood erfolgreich war und eine Wiederbelebung Konsequent scheitert.

Und dieses Drehbuch macht den Genuss des Films den Garaus. Die Verbraucherstory ist so konstruiert, so schwach, wenn nicht gar schwachsinnig. Das Drehbuch zerstört die meiste Atmosphäre, wenn Dracula mal nicht zu sehen. Nicholas Hoult als Renfield hat seine gute Seiten, empfinde ich aber als zu blass.

Draculas Gehilfe Renfield hat die Arbeit für seinen narzisstischen Meister satt. Nach Jahrhunderten der entwürdigenden Knechtschaft will er herausfinden, ob es für ihn auch ein Leben ohne den Fürsten der Finsternis geben kann und schließt sich dafür einer Selbsthilfegruppe an. Dort lernt er Rebecca Quincy (Awkwafina) kennen, die ihn bei seinem emanzipatorischen Projekt unterstützt, das sich jedoch bald als ziemlich gefährliches Mafia-Unterfangen erweist.

Virtuelle Schuhanprobe bei Amazon

11. Juni 2023

Ich bin ein Mann und ich habe einen Schuhtick – und ich neugierig. Diese Eigenschaften hab ich mal kombiniert. Ich habe mal die AR-Version von der Amazon Smartphone-App für iOS ausprobiert. Bei einigen Produkten ist eine 360 Ansicht im Raum über augmented reality möglich.

Bei einer mehrstündigen Zugfahrt habe ich es getestet. Ich hab leichte Sneaker von Skechers gefunden, die mir gefallen hat. Nix besonderes, aber mal eine Abwechslung im Schuhalltag. Skechers ist eine Lifestylemarke aus USA zählt zu den weltweit führenden Anbietern für trendige Schuhe. 1992 gründeten Robert und Michael Greenberg das Unternehmens mit dem Ziel, eine europäische Marke in die USA zu importieren.

Es gab mehrere Möglichkeiten, den Schuh zu betrachten. Natürlich als Fotos in verschiedenen Aufnahmewinkel, dann als 360 Grad Version bei dem ich den Schuh am Bildschirm drehen kann und dann die virtuelle Anprobe. Das wollte ich gleich mal ausprobieren.

Funktion in der App aktiviert und Kamera auf meinen linken Fuß gehalten, an dem ein abgetragener Reiseschuh von GORE-TEX saß. Sofort erschien der neue linke Schuh virtuell an meinem Fuß. It’s Magic würde Steve Jobs sagen. Ich kann den Fuß bewegen und mir den Schuh in verschiedenen Positionen an meine Fuß ansehen. Leider hat der Zug so gewackelt, so dass meine Bilder nicht ganz perfekt wurden.

Meine Customer Journey, wie es im schönsten Marketingdeutsch heißt, war ein voller Erfolg. Die Customer Journey beschreibt den Weg eines potenziellen Kunden vom Erstkontakt mit einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Dienstleistung bis zum Kaufabschluss.

Flashback: Das Tamagotchi kommt wieder

9. Juni 2023

Wenn Sie ein Kind der 90er Jahre sind, dann kennen Sie sicher noch das Tamagotchi. Bandai brachte 1997 das virtuelle Haustier auf den Markt und viele Kinder mussten mindestens einmal am Tag ihr Tamagotchi füttern oder streicheln. Ich weiß, Sie haben das nicht gemacht, aber 91 Millionen Kinder weltweit. Irgendwann ist dann das Tamagotchi verhungert, weil sich der Tierpfleger nicht mehr darum gekümmert hat.

Tamagotchi Uni (Pink & Purple) (CNW Group/Bandai Namco Toys & Collectibles America Inc.)

Aber nun kommt das Tamagotchi von Bandai wieder und zwar speziell mit einem eigenen Metaverse, Tamaverse genannt. Das Tamaverse soll ab Mitte Juli Fans der digitalen Haustiere auf der ganzen Welt verbinden. Für Deutschland sage ich mal einen Flop voraus, aber in asiatischen Ländern wird das Tamagotchi Uni sicherlich ein Erfolg werden. Im Tamaverse können sich Tamagotchi-Fans treffen und in der Tama-Arena sowie auf Tama-Partys miteinander spielen. Darüber hinaus gibt es Tama-Mode- und Tama-Reisefunktionen. Auch das Tamagotchi selbst erhält eine Reihe neuer Funktionen, die den Fans ihre eigene Erfahrung ermöglichen, einschließlich DIY-Aktivitäten, Erkundungen mit ihrem Charakter und einer sozialen Plattform im Gerät.

Tamagotchi Uni personalisiert das virtuelle Haustiererlebnis mit endlosen Charakteroptionen, so dass Tamagotchi-Charaktere jetzt unterschiedliche Looks, Persönlichkeiten und Hobbys haben können. Das Tamagotchi 2.0 ist eben ein Produkt der digitalen Welt und hat die Möglichkeit, sich mit Wi-Fi zu verbinden, um Charaktere auf Weise anzupassen und Zugang zu herunterladbaren Inhalten und Updates zu haben. Und anders wie das Tamagotchi aus den 90ern hängt das neue Tamagotchi Uni nicht mehr locker am Schulranzen, sondern wird als Armband getragen.

Global Brand Ambassadors Charli D’Amelio and Kemio (CNW Group/Bandai Namco Toys & Collectibles America Inc.)

Markenbotschafterin für das neue Spielzeug ist die Tiktokerin Charli D’Amelio und zeigt, wie wichtig soziale Kanäle zur Vermarktung des Spielzeugs sind. Charli D’Amelio ist eine US-amerikanische Influencerin. Sie erlangte durch das soziale Netzwerk TikTok internationale Bekanntheit, wo ihr über 140 Millionen Abonnenten folgen. D’Amelio besaß zeitweise den meistabonnierten TikTok-Account der Welt und bekam damit einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.