Archive for the ‘Familie’ Category

Meine Reise ins Legoland Günzburg: Reich der Pharaonen Teil 15

9. April 2013

Die Lego-Saison 2013 hat im Legoland Günzburg etwas neues zu bieten. Gemäß dem Parkmotto „Erlebt das Abenteuer!“ reizte die ganze Familie das neu geschaffene, 6.000 Quadratmeter große „Reich der Pharaonen“. Im Mittelpunkt steht natürlich der Tempel X-pedition, einer interaktiven Indoor-Fahrattraktion. In Wägen, wie in einer Geisterbahn für zwei Personen, fahren wir langsam durch die Grabkammern des Tempels.

An der Wegstrecke gilt es unterschiedlichste Ziele mit den, am Fahrzeug befestigten Lichtpistolen zu treffen. Am Ziel ihrer Reise, in der Grabkammer des Pharao, finden wir dann nicht nur den sagenumwobenen Schatz, sondern können auch an einer Tafel ablesen, wie viele Punkte wir unterwegs gesammelt haben. Ein Wettbewerb für alle Schatzjäger, denn die Tafel offenbart, wie hoch die Tages- oder auch die Jahresbestleistung ist. Ich muss zugeben, ich hab beim ersten Mal schlecht abgeschnitten, was aber daran liegt, dass Filmen und Schießen nicht parallel geht.

Eine Sphinx aus Sand am Eingang.

Eine Sphinx aus Sand am Eingang.

Der ganze Prozess heißt in der Fachsprache Gamification. Ich habe darüber bereits im November 2012 gebloggt. Wenn Elemente von Videospielen in andere Bereiche wie Ausstellungen übertragen werden, dann spricht man von Gamification. Zu Gamification gehören also Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen. Es kann enorm zur Kundenbindung an ein Produkt beitragen. Im Legoland haben sich die Macher auf das klassische Punktesammeln festgelegt und ich stelle fest: Es macht Spaß. Die Kinder wollten gleich ihren persönlichen Highscore brechen. Ein Tipp: Die Legomacher sollten die aktuellen Tageshighscores vor Fahrtantritt bekannt geben, dann ist der Reiz noch höher. Ein Monitor im Warteraum aufgehängt und schon wäre die Debatte entbrannt, wer welchen Stein abschießt.

Aber auch außerhalb ist das Gelände wunderbar angelegt. Echter Blickfang ist die fünf Meter hohe Pharaostatue vor dem Tempeleingang, erbaut aus über 275.000 Lego-Steinen. Das wird sicherlich ein wichtiges Fotomotiv dieses Jahr.

Wer noch in den nächsten Wochen vorbeikommt, der kann am Eingang eine Sphinx aus Sand bewundern. Insgesamt wurden 24 Tonnen Sand verbaut bei einer Sandkörnung bis zu einem Millimeter. Die Maße der Figur sind 3x 2,10 Meter x 2,50 Meter. Der Künstler Joseph Bakir benötigte sechs Tage Bauzeit für die Sphinx aus Sand.

Lego

Wir basteln uns unser Star Wars-Universum aus Stoff und Papier

5. April 2013

Alles begann mit dem Kinderbuch Darth Paper schlägt zurück. Ich kaufte es K1 zu Weihnachten, weil die Familie am Star Wars-Fieber erkrankt ist. Die nette Geschichte um Schüler und Star Wars gipfelte in einem Origami-Darth Vader- Und schon war ein neuer Virus bei uns zu Hause ausgebrochen: Der Bastel-Virus

Zunächst waren es die klassischen Faltflieger, Hüte aus Zeitungspapier (wo in aller Welt sollen wir denn in unserem digitalen Haushalt noch Zeitungspapier herbekommen?), Schiffchen und das ganze Zeug.

Aber es ging weiter. Die Familie wollte Star Wars Modelle aus Papier bauen und wir setzen dabei auf unsere Geheimwaffe: K2. Sobald K2 Schere, Kleber und Papier in die Hände bekommt, dann bricht der Bastelsturm los. Es wird gefaltet, geschnitten, geklebt, was das Zeug hält. Zwei Tuben Klebstoff sind keine Seltenheit.

Unser Joda aus Filz.

Unser Joda aus Filz.

In einem Bastelkurs der örtlichen Bücherei schuf K1 dann einen Joda aus Filz. Und so war klar, wir müssen nicht nur mit Papier Modelle basteln, sondern aus anderen Haushaltsmaterialien. Dazu haben wir uns zwei Bücher angeschafft, die ich jedem Bastler aus der Star Wars-Welt empfehlen kann: Auf Deutsch gibt es das Star Wars: Das STAR WARS Bastelbuch. Hier können wir Chewbacca-Sockenpuppen, Ewok-Blumenvasen, AT-AT-Kräuterbeete und R2D2-Mützen und vieles mehr produzieren. Autorin Bonnie Burt hat viele nette Ideen zusammengetragen, ausprobiert und für uns Bastelfreunde aufbereitet. Die Materialien waren grundsätzlich bei uns im Haushalt vorhanden. Die Ergebnisse können sich sehen lassen, wobei die Basteleien von „pipieinfach“ (K1) bis „sauschwer“ (K2) sind. Mir hat der ATAT-Kräutergarten am besten gefallen. Und ich hoffe auf nächsten Winter auf die R2D2-Häckelmütze, nachdem meine Gattin wieder im Woll-Wahn gefangen ist. Während das Star Wars: Das STAR WARS Bastelbuch schon ein bisschen Vorbereitungszeit benötigt, sind die Ergebnisse bei Star Wars Origami: 35 Amazing Models from a Galaxy Far, Far Away super schnell zu sehen. Chris Alexander hat 35 Modelle aus der Star Wars Welt zum Falten und Kleben zusammengetragen. Schritt für Schritt-Anleitungen mit englischen Begleittext sind aber zum Teil ganz schön knifflig. Gut ist aber die Bebilderung, die einem wunderbar weiterhilft, auch wenn man kein Englisch der Bastelsprache spricht. Die Bilder sagen mehr als Tausend Worte.

Prima Helfer zum Basteln mit guten Anleitungen.

Prima Helfer zum Basteln mit guten Anleitungen.

Marketing: Stricken als vermeintliche Street Art

12. März 2013

Meine Frau strickt wieder. Erst war es ein Schal, jetzt ein Pulli. Es wird Wolle im großen Stil gekauft. Als nächstes wird sie sich wohl beim Guerilla Knitting beteiligen. Die Idee dahinter finde ich super.

Als Schüler in den achtziger Jahren wurde bei uns im Klassenzimmer viel gestrickt und damals störte es mich nicht. Heute als Dozent macht es mich nervös, wenn jemand unter den Zuhörern sitzt, der sein Strickzeug herausholt. Es mag ja sein, dass Stricker den Inhalt meiner Schulung mitbekommen, aber die Bewegung der Nadeln irritiert mich. Egal, der Kunde darf das. Aber es geht mir zu Hause auch so. Die liebste Ehefrau sitzt beim Fernsehen in ihrem Sessel, packt die Nadeln und Wolle aus und beginnt zu stricken. Obwohl ich vor ihr sitze, sehe ich aus dem Augenwinkel heraus, die Bewegung und meine Konzentration ist dahin. Ich werde mich künftig anders hinsetzen. Toll finde ich, dass sich unsere Kinder auch für Stricken interessieren. So wird ein Wissen an die nächste Generation weitergegeben.

stricken

Als wir neulich in Köln waren, glaubte ich eine  leichte Formen des Guerilla Knitting entdeckt zu haben. Dort wird als Street Art der öffentliche Raum bestrickt. Also Gegenstände des öffentlichen Raums werden durch Stricken verändert. Die richtigen Profis stricken ganze Bänke ein, verändern Laternenmasten oder Bäume. Oft sind es nur einfach Verschönerungen, manches Mal sind feministische Aussagen mit den Kunstwerken verbunden.

In Köln war es weder das eine noch das andere. Es war klassisches Marketing für Tivity. Tivity ist ein Online-Marktplatz für authentische und individuelle Erlebnisse und Aktivitäten. „Wir glauben daran, dass jeder etwas kann oder weiß, dass er anderen zeigen oder beibringen kann. Gemeinsam mit unserer Community von Anbietern, möchten wir Menschen dazu bringen, ihr lokales Wissen oder Können zu teilen“, heißt es auf der Website. Mir hat das Marketing gut gefallen. Weiter so.

Ravensburger digital sucht Testpuzzler – Ravensburger digital sucht meine Frau

4. März 2013

Durch die Puzzle-Foren im Netz ging vor kurzem ein Aufruf vom Spielehersteller Ravensburger. Die Electronic-Sparte des Puzzle-Giganten sucht Testpuzzler. „Wir von Ravensburger Digital arbeiten gerade an verschiedenen Puzzles für Computer oder mobile Endgeräte wie Ravensburger WebPuzzles oder Puzzle Adventures“, hieß es von der zuständigen Produktmanagerin. Das ist genau der Job für meine Frau – er passt 100 Prozent, er passt wie die Faust aufs Auge.

ravensburgerdigital

„Wir würden uns sehr über Kontakte zu experimentierfreudigen Puzzlern freuen, die uns Feedback zu unseren Ideen geben und das ein oder andere Spiel mal für uns testen“, hieß es weiter. Anders als ich ist meine Frau ein Puzzle-Fan. Stundenlang kann sie am Boden liegen oder am Esstisch sitzen und puzzeln. Sie hat (als Engel) eine Engelsgeduld, sucht die Teilchen, probiert aus, verwirft wieder. Es ist für meine Frau wohl ein unglaublicher seelischer Reinigungsprozess. Dabei ist es ihr völlig egal, welche Motive es zu puzzeln gilt. Sonnenaufgänge, Pflanzen, Katzen, Sonnenuntergänge – völlig egal. Es zählt das meditative Puzzeln.

Das alles ist mir völlig fremd. Ich verzweifel schon an den Kinderpuzzel für K1/2, die wir vor Jahren gespielt haben. Ich habe keine Geduld. Wenn das Puzzle-Teil nicht passt, dann wird es passend gemacht. Ich erinnere mich, dass ich als Kind mal ein Puzzle der Schlacht von Trafalgar hatte. Nicht nur Lord Nelson ist bei mir untergegangen, das Puzzle wurde nie fertiggestellt.

Meine Frau ist anders. Sie hat das richtige Vorstellungsvermögen und diese Fähigkeit hat sich auf unsere Kinder übertragen.Sie ist die ideale Testpuzzlerein für Ravensburger, Immer wieder versorge ich die Familie mit Puzzles. Allerdings müssen es die von Ravensburger sein. Meine Gattin meint, die Verarbeitung der Puzzle-Teile sei besser. Die Passgenauigkeit der Teile stimme einfach Ich glaube es ihr und als guter Ehemann kaufe ich dann eben nur Ravensburger. In der Vergangenheit waren es klassische Puzzle. Seit ein paar Monaten haben auch 3D-Puzzles Einzug in unseren Haushalt gehalten.

Nur einmal sind wir komplett reingefallen, als ich mit dem Ravensburger 15966 – Mirror Image: Chaos auf dem Campingplatz ankam. Es sollte ein gespiegeltes Puzzle sein. Pustekuchen – es war genau wie immer. Entweder habe ich eine besonders seltene Fehlpressung oder die Familie ist für das Spiel zu doof. Es galt: „Puzzeln Sie nicht das Motiv, das auf der Schachtel abgebildet ist! Puzzeln Sie das Spiegelbild des abgebildeten Motivs.“ Ein Quatsch war es.

Aber jetzt sollen elektronische Puzzles kommen. Ravensburger will in diesen Bereich investieren und das scheint mir im Hinblick auf meine Frau ein super Markt zu sein. Sie ist mit dem iPad oft auf Reisen oder nutzt es als Second Screen vor der Glotze. Ich habe mir für lange Zugfahrten zu Seminaren die Spiele „Das verrückte Labyrinth“ und „Scotland Yard“ gekauft und bin begeistert. Als Geek versuche ich die digitalen Puzzle einmal, aber nur, wenn sie am iPad kommen. Webpuzzles mag ich nicht.

Also, liebe Ravensburger digital: Ich empfehle meine Gattin als Testpuzzlerin. Sie ist quasi das fehlende Teil. Jetzt liegt es an euch.

Der Hamster zieht von Posterous zu WordPress

1. März 2013

Seit einiger Zeit trage ich einen kleinen Kuschelhamster mit mir herum, wenn ich auf Reisen gehe. Spinnt der jetzt, fragen Sie zurecht. Es verhält sich so. Meine Tochter K2 war einfach der Meinung, der Papa ist so viel unterwegs und da hat er keinen zum Kuscheln. Und damit der Papa eben jemanden zum Kuscheln hat, muss er ein Kuscheltier mitbekommen. Aus dem reichhaltigen Arsenal an heimischen Kuscheltieren wurde zunächst ein Löwe ausgewählt und mir feierlich überreicht. Aber der König der Tiere war einfach zu groß und so einigten wir uns auf einen kleinen Hamster.

Der Hamster beobachtet den Umzug seines Blogs

Der Hamster beobachtet den Umzug seines Blogs

Zunächst war K2 zufrieden. Aber nach ein paar Reisen wurde sie stutzig und hatte eine Idee. Wie kann K2 denn sicher sein, dass der Hamster auch wirklich auf Reisen mitgeht? Also bat K2 um Fotos vom Hamster, der auf Reisen ist. Und weil K2 ja ein Kind des 21. Jahrhunderts ist, verlangte sie eine Website mit den Hamsterbildern. Ich sollte die Seite unterwegs mit aktuellen Hamsterbildern füttern. K2 kann so abends mit der Mama die Reisen ihres Hamsters verfolgen und gegebenenfalls kommentieren.

So entstand mein Posterous-Blog Der Hamster geht auf Reisen. Er wurde immer wieder mit aktuellem Bildmaterial gefüttert. Durch die geniale Programmierung von Posterous war es möglich, einfach eine Mail mit Foto an den Blog zu senden und das System postet automatisch das Bild samt Bildunterschrift.

Nachdem Posterours von Twitter gekauft wurde, kam vergangenen Monat die Meldung: Posterous wird eingestellt. Am 30. April ist Schluss. Schade, wirklich schade. Den Grund verstehe ich nicht. Aber ich will natürlich meine Hamsterbilder vor der Lösung des Systems haben. Also muss der Hamster-Content umziehen.

Ich entschied mich als WordPress als neue Plattform. Ich registrierte eine neue Seite. Der Name http://reisehamster.wordpress.com und der der Titel lautet wie beim Posterous-Blog: Der Hamster geht auf Reisen.

Jetzt ging es an das Backup meiner Hamsterbilder. Posterous bietet dafür im Backend eine sehr schöne Backup-Funktion. Meine Hamsterbilder waren rund 40 MByte groß. Das dauert einige Zeit, je nach Internet-Verbindung.

Das Backup von Posterous ist leicht.

Das Backup von Posterous ist leicht.

Der nächste Schritt ist der Import des Backup beim WordPress. Dafür gibt es im Backend von WordPress unter Werkzeuge den Reiter Daten importieren.

In WordPress gibt es die richtigen Werkzeuge für den Import.

In WordPress gibt es die richtigen Werkzeuge für den Import.

Im folgenden Dialogfeld kann ich die verschiedenen Blogbackups auswählen. Ich wählte natürlich Posterous, denn das Hamster-Backup stammt ja von Posterous.

Ich wähle den Import des Posterous-Backups.

Ich wähle den Import des Posterous-Backups.

Jetzt die Dateien des Backups suchen. Bitte die XML-Datei auswählen. WordPress begrenzt den Upload auf 15 MByte, ich hatte aber rund 40 MByte Daten. Aber es funktionierte trotzdem einwandfrei.

Das Backup soll nicht größer als 15 MB sein, bei mir waren es 40 und kein Problem.

Das Backup soll nicht größer als 15 MB sein, bei mir waren es 40 und kein Problem.

Und nun den Admin zuweisen, der die Macht über den Blog haben soll.

Wer soll Admin sein?

Wer soll Admin sein?

Innerhalb der nächsten 24 Stunden sollten die Dateien importiert und der Blog umgestelt sein. Falls ein Fehler passiert, bietet wordpress einen Support an. Und siehe da, nach 3 Stunden hatte der Hamster eine neue Heimat gefunden. Der Export und Import der Hamsterbilder hat reibungslos geklappt. Je näher wir den 30. April kommen, wird der Traffic und die Hektik wohl zunehmen, denn dann wird Posterous geschlossen.

Alles hat geklappt - prima.

Alles hat geklappt – prima.

Ach ja, ich schrieb reibungslos – stimmt aber nicht. Leider haben die Amerikaner bei wordpress nicht mit den deutschen Umlauten ä, ü, ö, ß gerechnet. Diese werden nicht übernommen. Also muss ich noch einmal händisch an die Artikeleinträge ran. Das hat aber Zeit. Jetzt muss die WordPress-Seite noch optimiert werden.

Leider wurden die Umlaute nicht mtgenommen.

Leider wurden die Umlaute nicht mtgenommen.

Unsere Kinder können kochen und Sie?

25. Februar 2013

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Wir Deutschen verstehen viel von der Welt, aber wir verstehen nichts vom Essen. Bei der Erziehung von K1 und K2 legen wir als Eltern viel Wert darauf, dass unsere Kinder kochen lernen. Aber ich stelle bei meinen Reisen fest, dass immer weniger Leute gut kochen können. Der Anruf beim Pizza-Express, beim mobilen Chinesen wird in vielen Familien praktiziert. Oder ich höre, dass eine Tiefkühlpizza, Fischstäbchen und ähnliches aufgetaut wird. Zur Klarstellung: Natürlich rufe ich auch den Pizzadienst, aber nicht ausschließlich.

Und jetzt haben wir unser Pferdefleisch in der Lasagne. Wir legen keinen Wert auf Lebensmittel. Es muss billig sein und ich brauche im Winter eben keine Erdbeeren. Erinnern wir uns an das verdorbene Erdbeerkompott aus China für Schulen. Ja, billig muss es sein. Wenn in einer Schulkantine ein Essen 2 Euro kostet und der Wirt noch etwas verdienen will, dan funktioniert das System einfach nicht. Die Zutaten können nicht ideal sein. Die Konsequenzen baden wir gerade aus.

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Für viele Deutsche ist Essen zur Nebensache geworden. Das ergab eine Umfrage des Forschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker-Krankenkasse. 40 Prozent der jungen Leute unter 25 machen während des Essens noch etwas anderes – zum Beispiel Fernsehen oder am Computer sitzen. Bei den Singles aller Altersgruppen liegt der Anteil der Nebenher-Esser bei 40 Prozent. Selbst gekocht wird immer seltener – stattdessen greifen die Hungrigen häufiger zu Fertigprodukten wie Tiefkühlpizza und Tütensuppen. Als Begründung nennen die meisten Befragten Bequemlichkeit und fehlende Zeit. Wichtigstes Auswahl-Kriterium ist für die meisten „dass es schmeckt“. Ob das Essen gesund ist oder die Frage, was darin enthalten ist, spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Leider können immer weniger meiner Freunde und Bekannte kochen. Das darf unseren Kindern nicht passieren. Von klein auf werden K1 und K2 ans Kochen hingeführt. Unsere Kinder sollen sich richtig ernähren können und nicht nur die Nummer vom Pizza-Dienst wissen. Wir haben gerade wieder neue Kochbücher angeschafft und probieren Rezepte aus. Guten Appetit.

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Persönlicher Nachruf zu Otfried Preußler

20. Februar 2013

Die kleine Hexe und der Räuber Hotzenplotz tragen Trauer – so treffend beschrieb mein Twitter-Kollege Marcus Bölt den Tod von Otfried Preußler. Am Montag, 18. Februar, starb der 89jährige Kinderbuchautor in Prien am Chiemsee. Jedes Familienmitglied bei uns war ein Preußler Fan und trauert nun.

Hotzenplotz

Es begann mit meiner Mutter. Sie wollte mir eine Freude machen, als ich als Kind krank im Bett lag. Meine Mutter schenkte mir damals eine Langspielplatte vom Räuber Hotzenplotz und ich weiß, wie ich als kleiner Bub die Kasperl-Geschichte mochte. Ich lag auf meinem Bett, hörte immer wieder die Schallplatte und studierte das Plattencover mit dem Gartenzaun, den Räubergesellen und am meisten beeindruckte mich der Hut mit einer langen Feder. Vielleicht wurde da meine Vorliebe für Hüte gelegt. Erst nach der Schallplatte bekam ich die Bücher zu Weihnachten und viel später verzauberte mich der Film mit dem großartigen Gert Fröbe.

hexe

K2 liebt dagegen die kleine Hexe- Sicher liegt es daran, dass ihre Großmutter sie immer als kleine Hexe bezeichnet. Tagelang schmökerte K2 in ihrer Ausgabe der kleinen Hexe und es war das erste Buch, dass K2 den stolzen Eltern komplett allein vorlas. Abends lag die Familie im Bett und K2 zückte die kleine Hexe und las Kapitel für Kapitel laut vor. Erst Buchstabe für Buchstabe, dann Wort für Wort und schließlich Satz für Satz. Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein. Eigentlich sollten Eltern den Kindern etwas vorlesen, aber im Fall der kleinen Hexe war es genau anders herum. K2 übte an der Geschichte ihre Lesefähigkeiten und wurde von Kapitel für Kapitel besser. Unsere kleine Hexe wollte uns beweisen, dass sie lesen kann. Das war der ehrgeizige Wunsch von K2. Im 1957 erschienenen Roman war es der sehnlichstes Wunsch der kleinen Hexe, mit den großen Hexen auf dem Blocksberg zu fliegen. Ich bin mal gespannt, ob der nächste Wellensittich bei uns zu Hause auf den Namen Abraxas getauft wird. Carlos Santana würde sich sicher freuen.

krabat

K1 dagegen widmete sich mit mir in den vergangenen drei Monaten der Preußler Geschichte Krabat. Er musste im Deutschunterricht die Geschichte lesen. Ein eindrucksvoller Roman, den ich aber erst als Erwachsener richtig begriffen hatte. Die sorbische Volkssage ist voller Anspielungen auf die Verführungen des Nationalsozialismus. Mein Sohn mochte die Geschichte, um die Zauberei, die schwarze Mühle und der Sieg des Guten über das Böse. Wir haben zusammen für die Deutschschulaufgabe die Geschichte gelesen, analysiert und interpretiert. Ich habe mir den Film angesehen, nachdem mein fantastischer 3D-Kollege Alex Lemke die Tricks der fliegenden Raben geschaffen hatte. Zum Tode von Otfried Preußler werden wir wohl die 3fach CD Krabatmit einer Lesung von Krabat durch Otfried Preußler heraussuchen und sie noch einmal anhören.

Lieber Otfried Preußler, du hast unserer Familie viel Spaß bereitet. Vielen Dank für deine Ideen, deine Einfälle, deinen Zauber und deine Fantasie. Du hat Generationen meiner Familie geprägt und ich hoffe, dass meine Kinder deine Bücher an ihre Kinder irgendwann weitergeben. Du hast alle möglichen Preise für dein Werk erhalten: Verdienstorden, Jugendbuchpreise, Literaturpreise, Bundesverdienstkreuz – aber vor allem hast du das Wertvollste bekommen: Unser Lachen und unsere Freude, die meiner gesamten Familie.

Zubereitung von frischem Tatar

19. Februar 2013

Bei Fleisch bin ich empfindlich. Mir schmeckt es, aber ich muss nicht Fleisch um jeden Preis haben. Qualität bekomme ich bei mir am Ort vom Metzger meines Vertrauens. Natürlich kaufe ich auch im Supermarkt ein, aber für ein wirklich gutes Stück Fleisch gehe ich gerne zum Metzger.

Mit der Ehefrau gönnen wir uns auch ab und zu Tatar. Tatar ist Hackfleisch vom Rind, das aus hochwertigem, sehnenfreiem und fettarmem Muskelfleisch wie Filet hergestellt wird und feiner zerkleinert ist als einfaches Rinderhackfleisch. Und es muss absolut frisch sein, denn es wird roh gegessen. Beim Metzger kann ich durch eine Glasscheibe für Zubereitung im Kühlraum beobachten. Zu Hause kommen dann Eigelb, Zwiebel, Sardellen, Kapern, ein wenig Senf, Salz und Pfeffer hinzu. Lecker. Im Restaurant bei uns gilt Tatar als Delikatesse und neulich hab ich es mir wieder gegönnt. Immer Donnerstags gibt es im Klosterstüberl Fürstenfeldbruck, gegenüber der Klosterkirche Fürstenfeld frisches Tatar. Es wird am Tisch vom Küchenchef frisch zubreitet. Ich hab die Zubereitung mit dem iPhone mitgeflimt und via iMovie hochgeladen. Guten Appetit. – Ach ja, der Name Tatar stammt wohl von den Tataren, die rohe Fleischstücke unter ihren Sätteln mürbe geritten hätten. Ich bin allerdings mit dem Auto zum Restaurant gefahren.

Eröffnung Lego Store Pasing Arcaden

16. Februar 2013
Der Lego Store in Pasing öffnet die Türen.

Der Lego Store in Pasing öffnet die Türen.

Großes Kino bei der Eröffnung des Lego Stores in München Pasing. In den Pasing Acarden hat Lego im obersten Stock ein neues Zuhause für die Lego Fans im Westen von München gefunden. Bisher war Lego im Münchner Osten in den Riem Arcaden vertreten. Zur Eröffnung gab es Geschenke, und als Lego-Fan war ich natürlich mit dabei. Hier ein Video von der Eröffnung

Als Lego-Club Mitglied bekam ich in der vergangenen Woche eine Postkarte, die ich zur Eröffnung mitbringen sollte. Immer wieder wurde ich auch per Mail daran erinnert – das ist Kundenbindung. Die ersten 500 Besucher bekamen als Dank für ihren Besuch einen TIE-Fighter – den hatten wir zwar schon, aber doppelt hält eben besser. Und innerhalb von 45 Minuten waren die Fighter auch schon vergriffen – der Andrang war enorm. Vor der offiziellen Eröffnung um 9:30 Uhr waren Menschentrauben vor der Lego Filiale anzutreffen. Kinder und vor allem Sammlerpapas waren erschienen und stellten sich in die Reihe.

Den TIE Fighter gab es als Geschenk.

Den TIE Fighter gab es als Geschenk.

Als um 9:31 Uhr die Türen geöffnet wurden, brach die kleine Lego-Hölle über den Laden herein. Der Ansturm war enorm. Zuerst wurden die Kassen angesteuert und die Karten gegen Fighter ausgetauscht. Lego-Mitarbeiter im schwarzen Shirt verteilten zudem ein paar Karten, falls es unter der Menge doch noch ein paar Lego Neulinge waren. War der TIE Fighter gesichert, konnte man mit der Inspektion des Ladens beginnen. Es ist ein Lego Store wie überall – das Konzept ist bekannt. Aufgefallen ist, dass nur die MindStorm auf den ersten Blick nicht zu sehen waren. Im Herbst 2013 soll ja ein neuer Lego Roboter auf den Markt kommen und Lego hat wohl beschlossen, die zweite Generation von Robis nicht mehr groß zu bewerben.

Dafür kamen die bekannten Marken wie Star Wars oder Herr der Ringe sowie City, Monster, Ninjago oder die neue Welt Chima größer raus. Interessant ist, dass zumindest beim Eröffnungstag die Friendsserie nicht lief. Dies lag wohl daran, dass die Zahl der kleinen Mädchen eher übersichtlich ist.

Nach der Auswahl ging es ans Bezahlen. Es wurde fachgesimpelt, während man über eine halbe Stunde aufs Bezahlen wartete. Jeder, der Waren über 30 Euro kaufte, bekam zudem ein T-Shirt von der Eröffnung des Stores. Darauf zu sehen ist der Lego-Store mit Männchen, das eine Brezn in der Hand hält – so stellen sich Dänen eben München vor. Ich möchte blos wissen, was es vor kurzem bei der Eröffnung des Stores in Essen gab? Eine Grubenschaufel?

Massenweise wurde das Lego-Set 10232 Palace Cinema gekauft.

Massenweise wurde das Lego-Set 10232 Palace Cinema gekauft.

Renner war das Lego-Set 10232 Palace Cinema. Das wunderbare Kino fand reißenden Absatz. Händler und Sammler stürmten die Regale, auch der Nachschub wurde den Lego-Mitarbeitern aus den Händen gerissen. Ich hab mir übrigens auch eines gesichert und zu Hause gleich gebaut – ein ausführlicher Bericht wird folgen.

Hier mein Videobericht:

 

Endlich: Pokémon aufs iPad

15. Februar 2013

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Wahrscheinlich sind viele Kinder in einem gewissen Alter im Pokémon-Fieber. K1 und K2 bei uns zu Hause sind es auf jeden Fall. Und ich bin ja Mangas und Anime durchaus aufgeschlossen, aber das Pokémon-Universum hat sich mir noch nicht erschlossen. Zu kompliziert erscheinen mir die verschiedenen Angriffs- und Verteidigungsmöglichkeiten. K1 dagegen scheint ein Experte zu sein: Er kennt Stärken und Schwächen der einzelnen Figuren, diskutiert liebend gerne mit der völlig ahnungslosen Mutter und gibt mir immer neue Bitten für irgendwelche Stärkentabellen aus dem Netz als Hausaufgabe.

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Ich muss zugeben, mein hauptsächliche Pokémon-Wissen beziehe ich aus den Spielfilmen. Den ersten Spielfilm habe ich damals sogar im Kino geschaut. Aber natürlich ist das Pokémond-Universum größer. Ich bin mir sicher, wenn K1 und K2 von den Neuerungen etwas mitbekommen, dann ist das iPad belagert. Vor kurzem gab The Pokémon Company International die Veröffentlichung der offiziellen Pokémon TV App bekannt, die ab sofort gratis für iPhone, iPad und iPod touch erhältlich ist—und bald auch für Android-Geräte verfügbar sein wird. Über die Pokémon TV App können Fans die vielen Abenteuer von Ash, Pikachu und ihren Freunden aus den Lieblingsepisoden der Zeichentrick-Fernsehserie erleben. Wöchentlich werden neue Episoden aus der Sammlung von mehr als 700 Folgen aus 15 Staffeln veröffentlicht. Zusätzlich können sich Fans mit der Pokémon TV App besondere Beiträge, Trailer und Pokémon Filme ansehen. Mit der Nutzung der Pokémon TV App fallen die normalen Datenübertragungsgebühren an. Die Pokémon TV App ist in Ländern außerhalb Asiens erhältlich und kann im App Store heruntergeladen werden.

Ich hab sie mir auf jeden Fall geladen und werde K1 nun mit Insiderwissen überraschen. Wäre doch gelacht, wenn ich K1 in Sachen Pokémon nicht überrunden kann. Aber nichts verraten.

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