Archive for the ‘Apple’ Category

Mein Warten auf das iPhone 7plus

29. September 2016

Die Geschichte wiederholt sich. So wie ich auf das iPhone 6plus gewartet habe, warte ich jetzt wieder auf das iPhone 7plus. Ich sitze wie auf Kohlen. Immer wieder werfe ich einen Blick auf das Smartphone, um die erlösende SMS zu erhalten, die mir mitteilt, dass mein iPhone 7plus unterwegs sei. Aber nichts da.
Ich habe am ersten möglichen Tag das neue iPhone 7plus bei der Telekom bestellt – telefonisch. Am Stuttgarter Hauptbahnhof zwischen einfahrenden Zügen orderte ich am 9. September mein Wunschgerät.
Ich wählte ein iPhone 7plus (wegen großem Display und neuer Kamera) mit 256 GByte Speicher in der Farbe Gold. Dann übergab ich das Telefon an meine Frau, die das kleinere iPhone in Mattschwarz bei dem freundlichen Telekom-Mitarbeiter bestellte. Wir waren ganz früh dran und eigentlich sollte alles klappen. Eigentlich.
Bei meiner Frau piepte ihr Telefon und sie bekam am Erstauslieferungstag Ihre SMS: Das Telefon ist unterwegs und kommt pünktlich an. So war es dann auch. Tags darauf brachte DHL ihr iPhone 7 und für sie war die Welt in Ordnung.

OMG - die Auslieferung verzögert sich.

OMG – die Auslieferung verzögert sich.

Tja und was soll ich schreiben? Bei mir piepte es auch. Auch ich bekam eine SMS, aber leider mit völlig anderem Inhalt. Die Auslieferung verzögert sich. Wie bitte? Die Auslieferung an einen Apple Fanboy verzögert sich? Das war wie bei der Auslieferung des iPhone 6plus, als ich auch warten musste. Warten – diese Wort gehört nicht unbedingt zu meinen besten Eigenschaften. Im besten Verwaltungsdeutsch stand dort zu lesen: „Lieber Kunde, durch eine verzögerte Anlieferung der Verkaufsware durch den Hersteller zum Vermarktungsstart, kann es bei den iPhone 7 und iPhone 7 Plus Varianten zu einer Erhöhung der Lieferzeiten um weitere 7 Tage kommen. Der Hersteller arbeitet mit Hochdruck an der Auslieferung der Geräte. Wir bitten um ihr Verständnis.“
Hm, um wenigstens ein Auspackerlebnis zu haben, erlaubte meine Frau mir, ihr Telefon auszupacken und ein Unboxing zu drehen. Wenigstens etwas Apple-Feeling in unserem Haus.

Dann kam eine SMS von der Telekom. Aber wieder nichts: Es kam der freundliche Hinweis, das mein Datenvolumen verbraucht sei und ich mit reduzierter Geschwindigkeit surfe. Na toll, auch das noch.

Auch das noch

Auch das noch

Dann checkte ich den aktuellen Lieferstatus. Mein iPhone 7plus in Gold mit 256 GByte soll zwischen 26. September und 1. Oktober ausgeliefert werden. Jetzt ist es der 29. September und bisher noch keine SMS von der Telekom. Was soll das? Das ist doch nich euer Ernst? Freunde von der Telekom, ich leide.

UPDATE: Die Telekom hat nach meinem Blogpost geliefert. Einen Tag später kam die Versandmeldung und nach einem Tag kam das Smartphone bei mir an. Im Moment bin ich nicht zu Hause, aber die Gattin hat es in Empfang genommen. Natürlich kommt ein Unboxing in den nächsten Tagen in meinem YouTube-Kanal.

Apple geht den kabellosen Weg

10. September 2016

Bei der Vorstellung des neuen iPhones 7 trat mal wieder Apples Chefdesigner Sir Jonathan Ive nicht vor das Publikum in San Francisco. Seine Stimme kam in den Videoeinspielungen zur neuen Hardware. Bei der Vorstellung der neuen kabellosen Kopfhörern AirPods sagte er sinngemäß den Satz: „Das ist erst der Beginn …“ Für mich ist damit der Weg klar: Apple beschreitet konsequent den kabellosen Weg.
Im Netz wurde viel über die Kopfhörer gespottet. Als meine Kinder und ich die Keynote ansahen, sagte K2 gleich: „Die Teile habe ich in zehn Minuten verloren!“ K1 meinte, wir wollen uns keinen Fön ins Ohr stecken. Und fünf Stunden Akku-Zeit sei bei der Dauernutzung der Kopfhörer durch K1/2 auch nicht das Gelbe vom Ei. Nun, wir werden sehen, wie sich die Kopfhörer machen. Es liegt den neuen iPhone-Geräten kostenlos ein Adapter zum Anschließen der Klinke an Lightning bei, wobei sich die Frage dann stellt, wie lade ich das iPhone auf, wenn der Lightning-Port durch den Kopfhörer besetzt ist. All das wird sich zeigen.

airpod

Und was ist mit Bluetooth?
Ich habe einen Teil meiner Kopfhörer auf Bluetooth umgestellt und war erfreut, dass Apple den kabellosen Weg beschreitet. Aber Apple geht seinen eigenen Weg. In der gesamten Keynote und den Unterlagen steht nichts von Bluetooth. Wird dem Blauzahn wurde der Zahn gezogen? Nein. Zwar ist Bluetooth weiterhin an Bord beim neuen iPhone, doch Apple hat wohl einen eigenen Standard gezaubert, der an iCloud gebunden ist.
„Mit dem neuen Apple W1 Chip bieten sie (die AirPods) innovative Funktionen, darunter hochwertigen Klang, großartige Batterielaufzeit und automatisches Setup“, sagte Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing von Apple. „Ganz ohne Schalter oder Tasten verbinden sie sich automatisch und nahtlos mit allen Apple-Geräten und ermöglichen Zugang zu Siri mit einem doppelten Fingertipp. Wir können es kaum erwarten, dass Nutzer diese mit iPhone 7 und Apple Watch Series 2 ausprobieren.“
Interessant ist, warum die Technik auch zur Apple Watch kommt. Bisher wurden die Apps der Uhr langsam via Bluetooth auf die Apple Watch überspielt. Sollte dies jetzt schneller gehen? Apple selbst hat in den bisherigen Veröffentlichungen dazu nicht geäußert.
Apple setzt bei seinen neuen Kopfhörer auf einfache Bedienung. „Setup und Nutzung kabelloser Kopfhörer waren nie unkomplizierter als mit AirPods. Man öffnet einfach das Ladecase in der Nähe des iPhone und mit einem Fingertipp sind die AirPods umgehend für alle im iCloud-Konto eines Nutzers angemeldeten Geräte, inklusive iPad und Mac, eingerichtet. AirPods sind stets verbunden und einsatzbereit, wenn man sie braucht“, heißt es bei Apple.
Der neue neue Apple W1 Chip scheint ein Wunderding zu sein. Jeder AirPod besitzt duale optische Sensoren und Beschleunigungssensoren, die im Zusammenspiel mit dem W1 Chip erkennen, ob sich die AirPods im Ohr befinden, sodass nur dann eine Wiedergabe stattfindet, wenn der Nutzer bereit zum Hören ist. Um die Musik automatisch zu pausieren nimmt man sie einfach heraus. Oder man entfernt nur einen der beiden Ohrstöpsel der AirPods, um ein Gespräch zu führen und, sobald er wieder eingesetzt wird, wird die Wiedergabe der Musik automatisch fortgesetzt. Ein doppelter Fingertipp auf die AirPods aktiviert Siri, um Musik auszuwählen und zu steuern, die Lautstärke zu regeln, die Batterielaufzeit zu prüfen oder jede andere Siri-Aufgabe auszuführen. Ein zusätzlicher Beschleunigungssensor in jedem AirPod erkennt, wenn man spricht und aktiviert zwei wellenbündelnde Mikrofone, die den Klang der Stimme hervorheben und externe Geräusche herausfiltern, sodass die Stimme des Nutzers klarer als je zuvor klingt.
Und auch auf den Energieverbrauch wurde bei Apple geachtet. Der Apple W1 Chip verbraucht nur ein Drittel des Stroms herkömmlicher kabelloser Chips, sodass AirPods mit einer Ladung ein Hörerlebnis von bis zu fünf Stunden ermöglichen. Ich muss mal schauen, wie lange meine Bluetooth-Kopfhörer halten. Das speziell entwickelte Ladecase bietet zusätzliche Lademöglichkeiten für eine gesamte Hördauer von mehr als 24 Stunden.

Und was ist mit Beats?
Die Apple Firma names Beats hat zur Keynote auch neue Kopfhörer auf den Markt gebracht, wie neue Beats X, Powerbeats 3 Wireless und Beats Solo 3 Wireless. Bei diesen drei neuen Kopfhörern setzt Beats auf den neuen Apple W1 Chip. Für iOS10-Nutzer bietet der W1-Chip von Apple eine mit einem Schritt einzurichtende Bluetooth-Verbindung und zusätzlich die Möglichkeit, nahtlos zwischen auf der iCloud angemeldeten Geräten hin- und herzuwechseln.

Ich bin bereit – Apple Keynote heute Abend

7. September 2016
Jetzt heiß es abwarten.

Jetzt heiß es abwarten.

Der Apple Store im Netz ist nicht mehr erreichbar. Und ich muss zugeben, ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen, wenn ich an die Apple Keynote heute abend denke. Apple kann es noch immer, obwohl die absolute Geheimhaltung wie unter Steve Jobs Zeiten wohl nicht mehr möglich ist. Zu viele Zulieferer in Fernost verraten die Geheimnisse um neue Produkte. Und natürlich sind die Produktzyklen vorhersehbar. Und dennoch ist jede Keynote für mich ein spannendes Ereignis.
Am Nachmittag wurde bereits der Apple Store vom Netz genommen. Weltweit werden die neuen Geräte eingestellt und auf ein Zeichen von Tim Cock heute nacht freigeschaltet. Noch vor einigen Tagen war ich im Hamburger Apple Retail Store und hab mir die Produkte und ihre Präsentation angeschaut. Viele Leute haben gekauft, einige Apple-Fans, so wie ich, warten aber den heutigen Abend ab. Ich bin gespannt auf das neue iPhone 7, vielleicht auch auf die AppleWatch 2, auf die neuen Betriebssysteme für Mac, iPhone/iPad und AppleWatch. Ich hoffe sehr auf neue Hardware, vor allem auf das neue MacBook Pro.
Mal sehen, ob Tim Cook zu der aktuellen Steuerdebatte in Irland im Rahmen der Keynote Stellung nehmen wird. Den offenen Brief gab es ja bereits.

Eine Nachricht an unsere Kunden in Europa

Eine Nachricht an unsere Kunden in Europa

Und ich weiß jetzt schon, wie die klassischen Massenmedien berichten werden. Die einen werden schreiben, dass es langweilig gewesen sei, weil ja alles bekannt sei. Die anderen werden schreiben, dass Apple nahezu pleite sei, weil keine neuen Ideen da sind. Und wiederum andere werden schreiben, das es ihnen gefallen hat. Ich glaube, ich gehöre zur letzten Sorte.
An Spekulationen will ich mich nicht beteiligen. Ich werde den Abend genießen und habe meine Familie gebeten, dem Internet fern zu bleiben. Ich möchte die volle Bandbreite und werde mir die Übertragung ab 19 Uhr am Apple TV ansehen. Also keine Anrufe, keine Mails, keine Störungen bitte. iPad und iPhone sind aufgeladen zum Twittern. Mein Account ist @redaktion42.
Ach ja: Und ich hätte gerne ein one more thing …

VR kommt gewaltig – Meine Gedanken zur gamescom2016

22. August 2016

Neugierig bin ich mit der Familie zur gamescom2016 nach Köln gefahren. Es ging mir nicht darum, die neuesten Spiele auszuprobieren, sondern ich wollte wissen, wohin sich der Markt bewegt. Und er bewegt sich ganz eindeutig Richtung Virtual Reality VR. Viele Spieleschmieden setzen auf den neuen Trend und ich sage voraus, dass unter dem Christbaum 2016 die eine oder andere VR-Brille liegen wird.
Dazu passt die Meldung, die rechtzeitig zur gamescom kam: Die Oculus Rift wird am 20. September in den Handel kommen. Das Teil kostet rund 700 Euro. Obwohl ich von der Oculus Rift sehr angetan bin, bleibe ich als Mac-User außen vor. Oculus sagt eindeutig, dass die derzeitig Macs für VR zu lahm sind. „Wenn sie eines Tages einen guten Computer herausbringen, werden wir es machen“, erläutert Palmer Luckey, Oculus-Mitbegründer. Apple wird im Herbst neue Hardware vorstellen und ich hoffe, dass die Maschinen dann schnell genug sind. Tim Cook scheint von den Themen VR und AR angetan.

Ist der PC VR-fähig?
Systemvoraussetzung für die Oculus Rift ist ein PC mit mindestens einer AMD R9 290 oder einer Nvidia GTX 970. Mit dem Kompatibilitätstool können Anwender ihre PCs überprüfen und feststellen, ob die Leistung ihres Rechners für die Rift-Erfahrung ausreichend ist. Sollte ein neuer PC nötig sein, gibt es bei einigen der besten Hersteller der Welt spezielle Angebote Oculus-tauglicher PCs, die auf eine optimale VR-Erfahrung ausgelegt wurden. Vor der Demo der Rift bildeten sich lange, lange Schlangen. Viele wollten die VR-Erfahrung am eigenen Leib ausprobieren. Einige der Wartenden hatte für die Schlange Klappstühle dabei. In den Kölner Elektro-Märkten bereitet man sich auch vor. Im Media Markt Köln gab es bereits extra Counter, freilich noch ohne Hardware. Aber der VR kommt voll ins Rollen.

Dank MIFcom konnte ich in VR zocken
Ein PC kommt mir nicht ins Haus. Für zu Hause haben wir deshalb eine Sony PlayStation VR vorbestellt, die wir an die Playstation4 koppeln und wir sind bereit in eine aufgebohrte PS4 zu investieren, die ab September wohl ins Haus steht.


Ich konnte am Stand von MIFcom dank meines alten Kollegen René Grau mehrere VR-Spiele testen, darunter Autorennen und Shooter. Was für mich wichtig ist, es muss meine Brille unter die VR-Brille passen, sonst seh ich nichts. Aufgrund meines Augenleidens bin ich ohne Brille ein Blindfisch. Daher hat mir die HTC-Brille sehr gut gefallen und sie war auch mit Brille bequem zu tragen.

Lenovo bundelt mit Oculus Rift
Absolut nicht meine Welt und trotzdem sehr freundlich wurde ich am Stand von Lenovo aufgenommen. Das lag vor allem an meinen alten Kollegen Georg Albrecht, der dort die Kommunikation für den chinesischen Hersteller macht. Lenovo kannte ich durch die Übernahme von IBM Think Pads und sehe, dass sie solide Arbeitsrechner machen. Im Gaming-Bereich hatte ich Lenovo nicht auf dem Schirm. Albrecht kenne ich noch aus alten Zeiten und er gab mir ein Line-up der aktuellen Gamer-Produkte. Als Mac-User staunte ich vor allem über die vergleichsweise niedrigen Preise, die die Gaming-Maschinen kosten. Sehr eindrucksvoll sahen sie mit ihren roten und grünen Lichtern aus und es gibt auch entsprechende Bundles mit der Oculus Rift. Am Stand konnte man eine Basketball-Simulation ausprobieren, die den User sichtlich Spaß gemacht hat.

VR-Slots völlig überbucht
Bei Alternate sah ich mir verschiedene VR-Darbietungen an. Die Slots waren sofort überbucht und so blieb mir nur das Zusehen. Im grünen Licht bewegten sich die Spieler gespenstisch. Das war natürlich nur Show für uns Zuschauer, die sich köstlich über die Bewegungen der VR-Spieler amüsiertem.

Nix ging mehr. Alles ausgebucht.

Nix ging mehr. Alles ausgebucht.

Wie in einem Zookäfig standen wir außen herum und schauten zu, wie sich die Spieler verrenkten. Es wurde eine Simulation einer Bergbesteigung angeboten. Eindrucksvoll, was ich dort auf den Monitoren sah und es muss noch eindrucksvoller für die Spieler gewesen sein. Als sie die Brille abnahmen, zeigten sie sich komplett begeistert.

Die richtige Show gehört dazu - und das Outfit als Spiderman auch.

Die richtige Show gehört dazu – und das Outfit als Spiderman auch.

Batman in VR-Aktion
Es kommen zum Verkaufsstart der VR-Brillen einige Spiele auf den Markt. Als für mich eines der interessantesten Spiele (das ich mir zulegen werde) ist Batman: Arkham VR. Die Rocksteady Studios bringen das Spiel für die Playstation VR auf den Markt auf Basis der Unreal Engine 4. Was gezeigt wurde, war ein düsteres Detektivspiel und weniger harte Action.

SAE denkt weiter
Bei der SAE sprach ich mit Marketingleiter Götz Hannemann über das VR-Thema. Am Stand zeigten SAE-Studenten einige Spiele. Zum Beispiel eine Pfeil und Bogen-Variante, die nett anzusehen war. Beeindruckt hatte mich die Idee, einen Crosstrainer mit der VR-Brille zu koppeln. Damit kann man auch zu Hause wirklich aktiv werden. Der Spieler läuft eine Strecke und die Bewegung wird auf das Bild in der VR-Brille übertragen. Interessant wird es werden, wie sich die VR-Brillen in den Wohnzimmern schlagen. Fuchtel ich wie wild im heimischen Wohnzimmer herum und reiße Vasen, Bücher und Bilder beim Spiel herunter, weil der Platz nicht ausreicht? Beim Autorennen, das ich spielte, rammte ich bei vollen Tempo eine Wand und viel zu Boden. Wie sehen daher die Umgebungen aus, in denen mit VR-Brillen gespielt werden kann? Das ist eine interessante Frage.

VR im Fitness-Studio
Eine sehr elegante Variante sah ich bei der Münchner Firma ICAROS. Während der Sportler in einem futuristischen Gestell liegt, gleitet er mithilfe einer Virtual-Reality-Brille durch virtuelle Welten und trainiert spielerisch den ganzen Körper. Ich finde die Idee faszinierend. ICAROS hat eher Sportstudios oder Hotels als Zielgruppe, fand aber riesiges Interesse auf der gamescom in Köln.

Durch das Zusammenspiel zwischen dem Schlitten, auf dem der Sportler liegt, und der virtuellen Realität entsteht ein äußerst reales Fluggefühl. Die Übertragung der Bewegung mittels des am Lenker angebrachten Controllers funktioniert komplett ohne Zeitverlust. „Die Vision hinter ICAROS ist der Spaß am Training. Du kannst spielen und musst kein schlechtes Gewissen haben. Dieses langweilige Eisen stemmen, das so vielen Leuten keinen Spaß macht, ist vorbei“, erklärt ICAROS-Chef Johannes Scholl.

iOS9: eMail hängt im Ausgang von Apple Mail fest

10. August 2016

Vor kurzem hatte ich ein Mail-Problem mit meinem iPhone. Unter iOS 9 hing eine eMail im Mailausgang und wurde vom Internet-Provider nicht abgeholt und zugestellt. Die Folge war: Apple Mail probierte immer wieder die Mail zu versenden, der Mailaccount war blockiert und die Batterie wurde arg strapaziert.

Die Mail hängt und hängt und Apple Mail arbeitet sich einen Wolf.

Die Mail hängt und hängt und Apple Mail arbeitet sich einen Wolf.

In der Vergangenheit konnte ich einfach die eMail im Ausgang löschen und damit hatte es sich. Nicht in diesem Fall. Die eMail konnte nicht angeklickt werden und es ging nichts mehr. Auch das bewährte Abschießen der Mail-App und/oder das iPhone auszuschalten, brachte nicht das gewünschte Ergebnis. Also eine andere Lösung muss her.
Ich versuchte über mein Webinterface meines Mail-Providers die eMail im Postausgang zu löschen. Auch das war nicht möglich, weil das Webinterface keinen Postausgangs-Ordner anzeigte.
Als letzte Möglichkeit sah ich nur, mein IMAP-Konto des Accounts zu löschen, alles Mail und Ordner zu entfernen und dann wieder neu zu installieren. Das wollte ich aber nicht, denn das kostet bei meiner Internet-Verbindung hier auf dem Land Stunde um Stunde – von wegen Laptop und Lederhose.
Aber es gibt noch einen Workaround, der am Ende wunderbar funktioniert hat.

Nach ein bisschen Nachdenken kam ich auf folgendes Vorgehen.
Step 1 Apple Mail deaktivieren
Dies geschieht über die Einstellungen unter Mail, Kontakte, Kalender. Hier den richtigen Account wählen und den Schieberegler betätigen. Also Mail deaktivieren.

Also Mail deaktivieren.

Also Mail deaktivieren.

Step 2 Flugmodus aktivieren

Flugmodus aktivieren

Flugmodus aktivieren

Step 3 Apple Mail: aktivieren
Genau wie Step 1 aber jetzt Apple Mail wieder einschalten.

Apple Mail wieder aktivieren

Apple Mail wieder aktivieren

Step 4 Entsprechende eMail löschen
Jetzt in die Mail App und Postfach Ausgang wählen und die entsprechende eMail löschen.

Apple_Mail5 Apple_Mail6
Step 5 Flugmodus deaktivieren
Step 6 Freuen

1 Milliarde iPhone – 1 Milliarde Mal das Leben verändert

30. Juli 2016
Apple Chef Tim Cook und das erfolgreiche Apple Produkt. Foto: Apple

Apple Chef Tim Cook und das erfolgreiche Apple Produkt. Foto: Apple

Apple hat mit dem iPhone mein Leben verändert. Vor kurzem hat Apple-CEO Tim Cook den Verkauf von einer Milliarde iPhones verkündet. Er sagte: „iPhone ist zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Produkte in der Geschichte geworden und hat die Welt verändert. Es ist mehr als nur ein ständiger Begleiter. iPhone ist ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens und ermöglicht vieles von dem, was wir den ganzen Tag machen.“
Zeit also sich zu erinnern, wie die Zeit vor dem iPhone war. Ich schleppte damals viele viele Geräte zu einem Termin mit. Heute trage ich viel leichter und fühle mich als mobiler Journalist mit dem iPhone im Zentrum meiner Arbeit.
Als ich vor neun Jahren in der Keynote auf der Macworld Expo in San Francisco saß auf der Steve Jobs damals das iPhone präsentierte, erahnten wir irgendwie, was das auf uns zukommt. Nach der Revolution um den Personalcomputer und des iPods erfand das Apple das Telefon neu. Jobs kündigte es im Stile von 2001 an und er hat Recht behalten. Es kam zu einem neuen Abschnitt in der Technikgeschichte, die unser Leben veränderte. Das iPhone war schlichtweg eine Revolution.
Wir saßen nach der Keynote mit Kollegen beim Kaltgetränk zusammen und darunter war auch ein Manager eines bekannten Handyherstellers (Firma spielt Rolle). Er verabschiedete sich kurz von unserer Runde, um mit Verantwortlichen seiner Firma zu telefonieren. Ich stand neben ihn und bekam nur zwei Sätze mit: „Da muss ein Computerhersteller kommen und uns zeigen, wie man ein Telefon baut.“ Und der zweite Satz war (sorry für die Sprache): „Da hat uns Apple richtig in den Arsch getreten.“ Dann kam der Kollege zu uns zurück an den Tisch und betrank sich.

Smartphone-Spiel in der Schule
In meinem Schulungen zur Medienkompetenz mache ich bei Grundschülern und Unterstufenschüler ein Spiel. Das ist die Generation, die eine Welt vor dem Smartphone nicht kannte. Ich frage die Schülerinnen und Schüler, welche Geräte das Smartphone ersetzt hat und es kommt eine ganze Menge zusammen: Kalender, Wecker, Taschenrechner, Taschenlampe, Fotoapparat, Videokamera, Kompass, Spielkonsole, Brief, MP3-Player, Wetterbericht und viele, viele mehr.
Die Kinder haben ihre Smartphone immer dabei, es ist ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens geworden. Und die Kinder kennen auch den Spruch ihrer Eltern: „Leg halt endlich das Smartphone weg!“ Eltern, die noch in einer anderen Zeit aufgewachsen sind und damals sozialisiert wurden. Durch das Smartphone ist eine Zeitenwende bei den Mediennutzung eingetreten. Apple hat mal wieder die Welt revolutioniert und ich bin gespannt, ob die Revolution weitergeht.

Einladung: Schüler aus Bayern fliegt zur Apple WWDC-Konferenz

10. Juni 2016
Think different: Bastian Aigner fliegt auf die WWDC, spricht vorher aber mit Matthias J. Lange von redaktion42.

Think different: Bastian Aigner fliegt auf die WWDC, spricht vorher aber mit Matthias J. Lange von redaktion42.

Über ein Losverfahren wurden die Tickets zur diesjährigen WWDC von Apple in San Francisco vergeben. Die WWDC ist die World Wide Developers Conference, die weltweite Entwicklerkonferenz des IT-Riesen aus Cupertino. Eine Woche lang werden im Messezentrum Moscone Center von San Francisco tausende von IT-Nerds Software-Probleme diskutieren. Zum dritten Mal ist der 17jährige Schüler Bastian Aigner vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien mit dabei. Das Besondere: Er ist Student Scholarship Recipient, das bedeutet, Apple lädt ihn kostenlos auf die WWDC ein und fördert den jungen IT-Nerd. Das ist eine besondere Ehre, denn es werden nur rund 300 Student Scholarship Recipients von Apple eingeladen – Bastian Aigner ist einer von ihnen.

Apple hat erkannt, welches Potenzial in dem jungen Mann steckt und bietet ihm jetzt zum dritten Mal die Teilnahme an der WWDC an. Das ist unter den Apple-Freaks eine hohe Ehre und Auszeichnung. Flug und Unterkunft in San Francisco muss der 17jährige Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien allerdings selbst zahlen. Via Airbnb hat er zusammen mit einem Kollegen aus Stuttgart in San Francisco eine Unterkunft gefunden, die bezahlbar ist.

Das Webteam vom  Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Das Webteam vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Die Schulbefreiung hat er zudem bekommen. Michael Häußinger, Direktor des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien, steht voll und ganz hinter Bastian Aigner, der auch im Webteam der Schule mitarbeitet. Aigner hat zahlreiche Apps programmiert, wie ein Vertretungsplan-App. Im Moment arbeitet er an einer Lateinnachhilfe-App für die Schule. „Wir sind extrem stolz auf so eine Leistung und unterstützen unseren Schüler bei seinem Weg“, so Direktor Michael Häußinger, selbst ein Apple-Anhänger der ersten Stunde.
Neben den technischen Schulungen und Seminaren der ganzen Woche reizt Bastian Aigner vor allem das Zusammentreffen mit Apple Größen. Natürlich wird er bei der Keynote von Tim Cook am kommenden Montag ganz vorne mit dabei sein. Es sind Ehrenplätze für die Student Scholarship Recipients reserviert. Zudem gibt es spezielle Einladungen für die Gruppe. Apple weiß, wie wichtig der Nachwuchs ist und pflegt ihn entsprechend. Bastian Aigner hat auch die Möglichkeit mit dem Management von Apple zu sprechen und zu fachsimpeln. Leute wie Apple Chef Tim Cook, die Software-Entwickler des Unternehmens aber auch Marketingchef Phil Schiller und Design-Papst Sir Jonathan Ive sprechen mit dem 17jährigen Mann und hören sich seine Ideen an. Wenn das keine Ehre ist ….

Ali, Ali – Ali hat den letzten Kampf verloren – mein Nachruf

4. Juni 2016

Wenn es ums Boxen in meiner Familie ging, dann wurden nur zwei Namen genannt: Max Schmeling und Muhammad Ali. Nun verstarb Ali im Alter von 74 Jahren. Neben all den sportlichen Leistungen imponierte er mir vor allem durch eine Eigenschaft: Der Kerl war unbeugsam und machte sein Ding.
Mit meiner Mutter, die der Boxfan in unserer Familie war, schaute ich als Kind zusammen nachts die Kämpfe von Ali an. Mutter erklärte mir, dass Ali eigentlich Cassius Clay hieß, aber dann zum Islam konvertierte und sich Muhammad Ali nannte. Warum, das habe ich als Kind ebenso wenig verstanden wie seine Aussagen zu Black Panther oder sein Engagement in der US-Bürgerrechtsbewegung – ich war einfach zu jung. Mir hat einfach das Boxen gefallen. Mitschüler von mir gingen nach Alis Kämpfen in den örtlichen Boxclub BC Piccolo, aber das war für mich als schüchterner Brillenträger nichts. Ich schaute Ali im Fernsehen an und war zufrieden.
Was mir auch auffiel und imponierte, war die große Klappe von Muhammad Ali. Eigentlich war er ein Großmaul, aber ein begnadetes Großmaul. Er hatte eine Meinung und ließ sie jeden wissen. Das faszinierte mich. Ich erkannte, dieser schwarze Mann geht unbeugsam seinen Weg. Das ist gut so.
Mein musikalischer Held Bob Dylan traf sich mit Ali im Rahmen der Rolling Thunder Tour als es um die Unterstützung des schwarzen Boxers Rubin „Hurricane“ Carter ging. Der Song war das erste Lied auf dem legendären Album Desire. Hier hörte ich wieder diese unbeugsame Stimme, die sich wehrt.

Ali und Apple

Ali und Apple

Als große Ehrung sah ich es an, als Ali in der Think different-Plakatserie von Apple erschien. Ich war gerade in den USA als mir Muhammad Ali die Faust auf einem schwarzweiß-Plakat entgegenstreckte. Think different – das war das Comeback von Apple, eben To the crazy ones. Noch heute erinnere ich mich an das Mantra und Teil dieses Mantras war Muhammad Ali.

Here’s to the crazy ones.
The misfits.
The rebels.
The troublemakers.
The round pegs in the square holes.
The ones who see things differently.
They’re not fond of rules.
And they have no respect for the status quo.
You can quote them, disagree with them, glorify or vilify them.
But the only thing you can’t do is ignore them.
Because they change things.
They push the human race forward.
And while some may see them as the crazy ones,
We see genius.
Because the people who are crazy enough to think
they can change the world,
Are the ones who do.

Muhammad Ali war immer da und zeigte auch nach seiner Erkrankung wirkliche Größe. Zuletzt mit der klaren Positionierung gegen Donald Trump. Politiker sollten für ein Verständnis für den Islam sorgen und klar stellen, dass „fehlgeleitete Mörder“ das Ansehen seiner Religion gefährden. Gut gesprochen, obwohl ich mir das alte Großmaul von früher hier gewünscht hätte.
Heute werde ich mir die Ali-Verfilmung mit Will Smith ansehen – und naürlich „Rumble in the Jungle“.

Smartphone-Haltung im Auto mit Veo Pulse

20. Mai 2016

Das Smartphone ist aus dem Auto nicht mehr wegzudenken. Ich habe aus Kosten- und Aktualitätsgründen auf ein Navi vom Hersteller verzichtet und verwende die entsprechenden Navi-Apps wie Google Maps, Apple Karten oder Navigator auf dem iPhone 6plus.
Bisher hatte ich eine Saugbefestigung an der Frontscheibe, in der ich mein iPhone 6plus eingeklemmt und über ein Lightning-Kabel mit Strom versorgt habe. Das große iPhone schränkte meine Sichtweise etwas ein und das gefiel mir überhaupt nicht. Ich möchte im Auto freie Sicht. Außerdem war das Befestigen in der Haltung ein ärgerliches Gefummel. Ich musste erst die dicke Lederhülle vom iPhone abehmen, damit das Smartphone in das Plastikteil hineinpasst. Ab und zu löste sich bei Sonnenschein die Halterung samt Telefon von der Scheibe und fllog beim Autofahren herunter. So etwas darf nicht sein.
Daher versuche ich jetzt eine Halterung, die ich an dem Gebläse des Automobils befestigen kann. Ich wählte dazu das System von Veo Pulse. Die Halterung wird in das Gebläse des Fahrzeugs geklemmt und das Smartphone wird mit einem Magneten festgehalten. Soweit in der Theorie. Die Praxis sah etwas anders aus. Zwischen iPhone 6plus und Lederhülle von Apple kommt ein dünnes Metallplättchen. Die Magnetkraft des Veo Pulse reicht aus, um das relativ schwere iPhone 6plus samt Hülle festzuhalten. Ich könnte das Metallplättchen auch auf das Smartphone kleben, aber ich zerstöre nicht ein Apple-Designobjekt mit einem Aufkleber.

Das Veo Pulse soll mein iPhone im Auto sicher halten.

Das Veo Pulse soll mein iPhone im Auto sicher halten.

Dann begann wieder die Fummelei. Das Veo Pulse-Teil ließ sich zwar im Gebläse befestigen, doch das Gebläse ist bei unserem Lexus schön zurückversetzt, so dass das iPhone im Hochformat herunterfällt. Das Ding hält einfach nicht und stürzt sofort ab. Die einzige Möglichkeit ist es, das iPhone 6plus quer an das Gebläse zu hängen. Die Konsequenz ist, dass das Gebläse nicht mehr brauchbar ist, weil das iPhone 6plus das Gebläse auf der Fahrerseite verdeckt. Aber das Teil hält sicher und stabil.
Da ich das Telefon nicht nur zum Navigieren brauche, sondern auch zum Musikhören und zum Telefonieren via Bluetooth, habe ich nun Komfordeinbußen. Sowohl iTunes als auch meine Telefonfavoriten werden nicht im Querformat dargestellt. Unpraktisch. Die Rettung kommt im Moment in Form von Siri. Da das iPhone mit der Autobatterie via Lightning verbunden ist, kann ich über Hey Siri die Sprachsoftware aktivieren. Funktioniert, aber ich muss mein Verhalten ändern.
Nun, die Saughalterung ist von der Frontscheibe des Fahrzeugs verschwunden – freie Sicht für freie Bürger. Das ist mir zunächst das Wichtigste. Und ich kann das iPhone über Veo Pulse weiter nutzen, wenn nicht zu meiner vollen Zufriedenheit. Aber der Schritt in die richtige Richtung ist mit Veo Pulse getan.

Apple: Wertanlage Plastiktüte

15. April 2016

Ob eine Plastiktüte mit Apple Logo an Wert gewinnt? Diese Frage stelle ich mir seit heute. Apple hatte angekündigt, seit 15. April 2016 keine Plastiktüten mehr in den Apple Retail Stores auszugeben. Stattdessen setzt Apple nun auf umweltfreundlichere Papiertüten. Wenn Shops noch Plastiktüten auf Vorrat haben, sollen diese natürlich aufgebraucht werden, aber neue Kunststofftaschen wird es nicht geben.


Apple geht damit konsequent seinen grünen Weg weiter und ich finde das richtig. Die Frage ist nur: Werden jetzt meine alten weißen Apple-Pastiktüten im Wert steigen? Wir Apple Fanboys horten doch alles, was mit dem Unternehmen aus Cupertino zu tun hat. Ich habe auf jeden Fall eine Menge an Apple Plastiktüten in verschiedenen Größen und werde sie nicht mit Hausmüll befüllen, sondern fein säuberlich einlagern. Ja, ich hab ein Rad ab.
Bei der Apple Keynote im März stand schließlich das Thema Umweltschutz und Rohstoffeinsparung auf der Agenda. Wenn es nach dem Willen von Apple-CEO Tim Cook geht, dann geht Apple konsequent einen grünen Weg. Dazu gehört neben dem Projekt Liam auch prominent das Recycling-Programm, in dem Kunden ihre Altgeräte abgeben können. Diese werden dann wiederverwendet oder umweltverträglich entsorgt. Hinter Liam stehen Roboter, die automatisiert alte iPhones zerlegen, um wichtige Materialien wie Gold, Kupfer, Lithium, Platinum und Silber zu gewinnen.