Archive for Juni 2016

Mal anders schlafen – die Alternative Airbnb

16. Juni 2016

In den sozialen Netzwerken sehe ich immer wieder Freunde auf Reisen. Sie besuchen wunderschöne Orte, entfernte Städte, faszinierende Länder. Und ich frage immer wieder nach, in welchen Hotels sie absteigen und notiere mir die Adressen, falls ich auch in die Verlegenheit komme, dorthin zu reisen. In jüngster Zeit bekomme ich immer wieder Airbnb als Antwort. Es handelt sich um den massiven Trend der Privatvermietung. Warum in teuren Hotels absteigen, wenn man preiswerter in Privatwohnungen unterkommen kann? Ein Bekannter war neulich im wunderschönen Venedig unterwegs und schlief preiswert über Airbnb, eine andere Bekannte nächtigte in Texas während South by Southwest. „Ein Hotelzimmer wäre viel, viel zu teuer und ich will mitten im Leben sein.“ Ein Programmierer aus dem Freundeskreis nächtigt in SF, um nicht die horrenden Hotelpreise zu bezahlen zu müssen.

Auf zur Reise, doch wo übernachten?

Auf zur Reise, doch wo übernachten?

Organisiert wird das alles über das Netz. Airbnb tritt dabei als Plattform auf und vermittelt zwischen Angebot und Nachfrage. Und wieder ist der Plattformgedanke da, der jetzt auch den Tourismus verändert. Nach der Revolution im Taxi-Bereich durch Uber nun die Revolution im Tourismusbereich. Die Kohle lockt in einer sich veränderten Wirtschaft. Der Wunsch, an der boomenden Tourismusbranche mitverdienen zu wollen, erreicht in immer stärkerem Ausmaß auch den privaten Wohnungsmarkt. Viele sehen darin eine lukrative Einnahmequelle, immer mehr werden Privatwohnungen an Touristen vermietet.

Bisher hab ich auf Reisen nur in Hotels übernachtet.

Bisher hab ich auf Reisen nur in Hotels übernachtet.

In touristisch attraktiven Städten wie München oder Nürnberg wächst mit ständig steigenden Übernachtungszahlen auch der „Grau-Markt“ professionell vermarkteter Ferienwohnungen und Privatapartments.
Wie reagieren nun etablierte Strukturen auf den Plattformgedanken. Im Taxi-Bereich haben die Taxifahrer gegen die neue Konkurrenz Uber mobil gemacht. Im Tourismus-Umfeld wird die Sache etwas schwieriger. Ein Berliner Gericht sieht das Verbot von Ferienwohnungen in der Hauptstadt als rechtens an. Seit Mai dürfen Vermieter nicht mehr über Airbnb, Wimdu und Co. ihre Wohnungen anbieten. Wohnungen in normalen Wohnhäusern als Ferienapartment zu vermieten, ist demnach verboten. Wer es ohne Ausnahmegenehmigung dennoch tut, riskiert bis zu 100.000 Euro Bußgeld.
Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband hat mit einer Pressemitteilung reagiert. „Dadurch“, so DEHOGA Bayern-Präsident Ulrich N. Brandl, „finden sich Wohnungsmieter, in deren Haus Wohnungen plötzlich gewerblich untervermietet werden, oft Belästigungen ausgesetzt.“ „Zudem werden in der Regel die für Beherbergungsbetriebe gültigen Sicherheits- und Hygienestandards nicht beachtet“, ergänzt Stefan Wild, Vorsitzender des Fachbereichs Hotellerie im DEHOGA Bayern, „So fehlen Feuerlöscher und Fluchtwegepläne, die für Hotels durch die Betriebsverordnung vorgeschrieben sind, oft völlig. Ebenso werden allzu oft keinerlei gewerberechtliche oder auch jugendschutzrechtliche Vorschriften eingehalten.“ Fraglich ist weiterhin, ob Steuern ordnungsgemäß abgeführt werden. Die Folgen: Einerseits geht das Modell auf Kosten von Verbrauchern und Steuerzahlern, andererseits ist eine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen.

Wo soll man nun einchecken?

Wo soll man nun einchecken?

Alles sicherlich richtige Argumente. Und wenn ich meine Freunde, die Airbnb-Nutzer, damit konfrontiere, ernte ich Schulterzucken. „Preiswert soll es sein und ich will mitten im Leben sein“, bekomme ich die Antwort. Etablierten Systemen mit ihren Kostenstrukturen traut man scheinbar diesen Wandel nicht zu. 2014 hatte der Focus eine Umfrage in Auftrag gegeben: Im Jahr 2014 konnten sich 26 Prozent der Deutschen vorstellen, in ihrem nächsten Urlaub statt eines Hotels eine Privatunterkunft zu buchen – so eine repräsentative Erhebung des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag von Focus. Heute werden es deutlich mehr sein.
Brandl fordert: „Dieser Zweckentfremdung von Wohnraum muss entgegengesteuert werden. Denn durch diese Zweckentfremdung geht wertvoller Wohnraum verloren. Gerade in Großstädten, wo Wohnungsknappheit herrscht, ist darauf zu achten, dass der Graumarkt sich nicht als Konkurrenz zu den konzessionierten Betrieben erweist.“ Wilds Fazit: „Um eine Wettbewerbsverzerrung zu vermeiden, sind für Alle, die ihre Privatwohnungen gewerblich vermieten, Regelungen einzuhalten, egal ob es sich hier um sicherheitsrechtliche oder steuerrechtliche Bestimmungen handelt. Dieser Missbrauch muss stärker kontrolliert werden, deswegen unterstützen wir ausdrücklich alle Bemühungen von Städten und Kommunen, die zur Einhaltung von Recht und Gesetz beitragen.“
Die Zahlen von Airbnb sind eindrucksvoll. Airbnb, gegründet im August 2008 mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, führt Menschen in jeder Preisklasse in Reiseerlebnissen zusammen. „Mit unserem erstklassigen Kundenservice und einer ständig wachsenden Zahl von Nutzern ist Airbnb der einfachste Weg, mit Deinem freien Wohnraum Geld zu verdienen und ihn Millionen von Menschen vorzustellen“, heißt es auf der Website des Unternehmens. Gesamtzahl der Gäste: +60.000.000, Städte +34.000 (sogar mein Dorf in dem ich lebe, ist dabei), Schlösser +1.400 und in Länder +191
Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

Fotoautomat auf einer Party – Foboxy in der Praxis

15. Juni 2016

Neulich war ich auf eine Hochzeit eingeladen. Ein Familienmitglied meiner Frau schloss den Bund zur Ehe. Alles Gute dem Brautpaar. Um die Hochzeitsfeier etwas lockerer zu gestalten, griff das Brautpaar auf eine witzige Idee zurück. Sie mieteten eine Foboxy.

Foboxy war eine nette Abwechslung für die Hochzeitsgäste.

Foboxy war eine nette Abwechslung für die Hochzeitsgäste.

Foboxy – dahinter verbirgt sich eine moderne Sofortbildkamera und das Ding sorgte auf der Party für richtig Stimmung. Foboxy kommt als Komplettlösung daher – Kamera, Drucker, Licht und Kostüme. Aufgestellt, Stecker rein und los geht’s. Die Hochzeitsgäste statten sich mit Perücken, Brillen, Hüte, Accessoires aus und postieren sich vor der Foboxy. Ein Countdown zählt herunter und es werden insgesamt vier Bilder geschossen. Mit einer Handsteuerung kann der Hochzeitsgast das Ganze auslösen und auch misslungene Bilder löschen.


Sind die vier Bilder geschossen, wird das Foto vom internen Fotodrucker geprintet. Das Ganze dauert ein paar Sekunden, die Qualität ist nicht gerade göttlich, aber Foboxy macht unglaublich Spaß. Wenn das Papier leer ist, wird Fotopapier in DIN A6 Format einfach nachgefüllt, ebenso Tinte. Das ganze Zeug ist im Foboxy-Paket dabei. Also auch technische Laien können die Foboxy bedienen.
Bei der Hochzeit posierte Jung und Alt vor der Fotokiste. Es wurden ernsthafte Gruppenbilder genauso geschossen wie Blödelbilder. Ich posierte mit meiner Familie und machte mit K1 und K2 auch ein paar Einzelbilder. Einmal posierte ich allein vor der Foboxy. Damit die Bilder nicht verloren gehen, werden die Aufnahmen zusätzlich auch auf einem USB-Stick für das Hochzeitspaar gespeichert.

Meine Ergebnisse mit der Foboxy.

Meine Ergebnisse mit der Foboxy.

Das ganze System ist ideal für so manchen Kunden von mir. Das Layout der Fotos kann gebrandet werden. Die Kosten für Foboxy halten sich im Rahmen und die Resonanz der Leute ist genial. Ich kann mir viele Einsatzmöglichkeiten vorstellen. Ich probiere es bald einmal aus.

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Ersatzteil für den Webergrill

14. Juni 2016

Ich geb es zu, ich mag meinen Webergrill. Meine Frau hat ihn mir zum Geburtstag geschenkt und seitdem grille ich Tag ein, Tag aus. Beim Grillkurs der Metzgerei Moser in Landsberg habe ich mich fortgebildet und auch darüber gebloggt. Bisher hatte ich keine Probleme mit meinem Webergrill. Ich habe einen Gasgrill der Spirit-Serie. Fleisch, Fisch und Gemüse wird zubereitet – meine Pizza mache ich nach wie vor im Ofen.

Meine Flavorizer Bars vom Webergrill waren schon fertig mit der Welt.

Meine Flavorizer Bars vom Webergrill waren schon fertig mit der Welt.

Aber durch die intensive Nutzung beginnt seit einiger Zeit einzelne Teile des Grills zu verschleißen. Bei uns wird eben sehr viel und sehr intensiv gegrillt. Die ersten Opfer waren die drei Flavorizer Bars oder Aromastäbe beim Webergrill. Sie wurden porös, Rost setzte sich an und die Dinger lösten sich auf. Die Folge ist, dass das Fett des zu grillenden Fleisches auf die Brennstäbe tropft und sich entzündet. Das kostbare Grillgut verbrennt.


Das darf nicht sein. Ich beriet mich mit meinem Kollegen Günter Bugar, einem absoluten Grillfan aus dem schwäbischen Gersthofen, und schnell war klar, es muss Ersatz für die Flavorizer Bars oder Aromastäbe her. Die Abwicklung über Weber direkt war mir zu viel Action. Nach ein wenig hin und her beschloss ich, mir diese Ersatzteile selbst zu kaufen und nachdem ich mit dem Onlinestore Weststyte gute Erfahrungen gemacht habe, schaute ich hier nach Ersatz. Es gibt sicher viele andere Stores und Baumärkte, aber das Team von Weststyle hat mich einmal hervorragend beraten und das habe ich nicht vergessen. Also auf der Website nach Ersatz für meine Flavorizer Bars gesucht und auch gefunden. Für mein Spirit-Modell gibt es nur die Variante aus Edelstahl.
Bestellt und über Amazon Payment abgerechnet – dies halte ich für einen USP eines jeden Onlineshops. Über Nacht kam die Bestätigung per Mail und zwei Tage später hatte ich die gut verpackten Flavorizer Bars als DHL-Paket in der Garage. So muss Service im 21. Jahrhundert sein. Es webert wieder.

Hirsch Poldi als Ingress-Portal vorm Hotel Prinz Luitpold Bad

13. Juni 2016

Im Tourismus wird mit allerlei Attraktionen gearbeitet, um auf seinen USP aufmerksam zu machen. Manches Mal bekommt ein Hotel auch Werbung ohne dafür etwas getan zu haben. Wie hier: Eine recht ungewöhnliche Konfrontation führte ich mit einem mir Unbekannten vor meinen Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang. Vor dem 152 Jahre alten Hotel steht ein Bronze Hirsch, den die Eltern von heutigen Hotelier Armin Gross aufgestellt haben.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Um Poldi vor dem Hotel Prinz Luitpold Bad entbrannte ein heftiger Streit.

Genau um diesen Hirschen, Poldi genannt, entbrannte ein heftiger Kampf. Aber der Kampf wurde ausschließlich virtuell ausgetragen.
Während meine Frau das Auto vom Hotelparkplatz holte, stand ich mit meinem Smartphone vor dem Hirschen und zuckte auf einmal. Ich hatte in Ingress den Hirschen gerade erobert. Ingress ist ein moderne Form von Geochaching von Google. Die gute und die böse Welt treten um die Weltherrschaft gegeneinander an. Ich bin grün und gehöre damit zur guten Fraktion. Inzwischen bin ich als redaktion42 auf Level 5. Für Google hat es den Vorteil, dass der Datensammler genau kontrollieren kann, wo ich mich gerade befinde. Sei es drum.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Angriff auf den Hirschen in Ingress.

Auf jeden Fall hatte ich das Portal den Hirschen erobert und war gerade dabei das Vieh zu sichern, einen Schutzschild zu errichten. Dazu baut man als Spieler so genannte Resonatoren auf und errichtet ein wehrhaftes Schutzschild und versucht sich mit anderen Portalen zu verlinken. Klingt kompliziert, ist es aber nicht, sobald man sich ein wenig damit beschäftigt. Und bitte fragt mich nicht nach dem Sinn.
Auf jeden Fall ist der Hirsch ein gutes, grünes Portal und als ich gerade gehen wollte, wurde mein frisch errichtetes Portal von der blauen Fraktion angegriffen. Einige Meter von mir entfernt stand ein unbekannter Mann mit seinem Smartphone und griff wohl mein Portal an. Das sind echte Probleme in der virtuellen Welt. Er feuerte ein paar Salven von einer virtuellen Waffe ab, aber meine Verteidigung hielt stand. Dann zog der Typ ab. Ich warf ihn einen bösen Blick hinterher, war aber stolz, dass ich gesiegt hatte. Poldi gehört für einige Zeit mir.
Ein Albay hat das Hirschportal angelegt. Wer das ist, wusste Armin Gross nicht. Er selbst ist kein Ingress-Spieler, freut sich aber dass der Poldi seiner Eltern in die virtuelle Welt Einzug gehalten hat. Tja, auch das ist Tourismus und hier wird mit harten Bandagen gekämpft.

Kritik: Paul McCartney im Münchner Olympiastadion 2016

12. Juni 2016

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Auch Petrus ist ein Beatles Fan. Nach rund zwei Wochen Dauerregen kam Paul McCartney ins Münchner Olympiastadion und siehe da: Here comes the sun. Bei strahlendem Sonnenschein gab Paul McCartney ein routiniertes Konzert im fast vollbesetzten Haus.
Jemand wie Paul McCartney hat ein Problem vor dem andere Musiker gerne stehen würden. Er hat zu viel Material, zu viel gutes Material. Andere Musiker haben einige Hits und müssen eine zwei-Stunden-Show damit bestreiten. Paul McCartney hat Hits en masse und muss wählen, was er zum Besten gibt. Die Wahl des Abends war gut: Eine Brise Solo, eine Brise Wings und ein bisschen mehr Beatles – und uns Fans hat es gefallen.
Sir Paul sprach an dem Abend Deutsch, was die anwesenden Fans im Olympiastadion honorierten. „Servus München! Ich werde versuchen, ein bisschen Deutsch zu sprechen.“ Hat er gemacht und es war eine nette Geste. Schließlich war Paul McCartney schon mal zu Gast in München. 1966 mit seinen Freunden John, George und Ringo als ihn die Bravo-Blitztournee in den Circus Krone geführt hat. Zur Vorbereitung habe ich mir mein Bravo-Programm der damaligen Tour aus meinem Archiv geholt und ein bisschen in den vergilbten Seiten geschmökert.

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Paul McCartney im Münchner Olympiastadium

Damals 1966 als Paul in München rockte, war ich noch nicht geboren – der Fluch der späten Geburt. Das Phänomen Beatles kenne ich nur aus Erzählungen, bei der Auflösung der Fab Four war ich noch zu klein. Aber die Musik kenne ich und ich liebe sie. Beatles laufen heute bei uns auf Vinyl, auf CD und digital. Beatles Songs gehören für mich zur Volksmusik, zum Kulturerbe. Jeder kann sie mitsingen. Und als ich bei Paul McCartney im Münchner Olympiastadion saß, meine Augen geschlossen hatte und der Musik lauschte, da passierte es. Ich hörte die wunderbare Musik und es wurde mir klar: Dieser Mann auf der Bühne hat zusammen mit John Lennon diese fantastische Musik geschrieben – und ich bin live dabei. Was für ein Gefühl! Mir ist bewusst geworden: Ich sehe hier eine Legende. Und ich verneige mich vor dieser Legende.


Und Paul gedachte auch der alten Zeiten. Er widmete Songs seiner verstorbenen Frau Linda, George Martin und seinen Kumpels John Lennon und George Harrison. Besonders Harrisons Song Something berührte uns alle sehr. Paul begann auf der Ukulele die Harrison-Komposition anzustimmen, sang ein, zwei Strophen und dann setzte die Band mit ein – ein wahres Gänsehaut-Feeling.
Ein ähnliches Feeling kam auf, als das ganze Stadium Hey Jude, Yesterday, meinen Lieblingssong Let it be und Ob-La-Di, Ob-La-Da oder gleich als Opener A Hard Days Night mitsang. Wunderschön auch aus den Pepper-Zeiten Being for the Benefit of Mr. Kite! sowie ein absolutes starkes Birthday – gegen Ende des Konzerts wurden sogar zwei Geburtstagskinder aus dem Publikum auf die Bühne gebeten. Auch eine schöne Geste. Eine Besonderheit gab es auch: Es gab von The Quarrymen, der Band vor den Beatlesm den den Song In Spite of all the Danger.
Die Lightshow kam bei Sonnenschein nicht so zur Wirkung. Kaum war die Sonne untergegangen, dann drehten die Licht- und Pyrotechniker voll auf. Absoluter Höhepunkt war wohl hier der James Bond-Klassiker und Wings-Hit Live and let die. Sir Paul, die Band und vor allem die Technik zogen alle Register. Expositionen, Laser, Light und ein bombastisches Feuerwerk stieg in den Himmel über den Olympiastadium und auch die nichtzahlenden Fans vom Olympiahügel kamen in den Genuss des Showspektakels.
Paul McCartney ist ein toller Showman und sich um seiner Wirkung bewusst. Sehr nett seine Standard-Aussage beim Ablegen des Sakkos: „Das ist der einzige Klamottenwechsel des gesamten Abends.“ Er bleibt auch mit 74 Jahren der symathische Spitzbub. Während John Lennon der Intellektuelle, George Harrison der Geheimnisvolle und Ringo Star der Witzbold war, spielte McCartney immer die Rolle des Symapthieträgers.
Am Ende des Konzerts kommt wie immer das Medley von Abbey Road – mit The End. Danke Paul McCartney, danke für den schönen Abend und danke, dass du meine Frau wieder zum Teenager wurde. Ach ja, lieber Petrus, lass George und John im Himmel lauter jammen – George Martin produziert freilich.

Die Setlist Paul McCartney in München 2016, wie ich sie in Erinnerung habe.
„A hard Day’s Night“
„Save us“
„Can’t buy me Love“
„Letting go“
„Temporary Secretary“
„Let me roll it“ (mit „Foxy Lady“ zum Ausklang)
„I’ve got a Feeling“
„My Valentine“
„Nineteen Hundred and Eighty-Five“
„Here, there and everywhere“
„Maybe I’m amazed“

„We can work it out“
„In Spite of all the Danger“
„You won’t see me“
„Love me do“
„And I love her“
„Blackbird“
„Here today“

„Queenie Eye“
„New“
„The Fool on the Hill“
„Lady Madonna“
„FourFiveSeconds“
„Eleanor Rigby“
„Being for the Benefit of Mr. Kite!“
„Something“
„Ob-La-Di, Ob-La-Da“
„Band on the Run“
„Back in the U.S.S.R.“
„Let it be“
„Live and let die“
„Hey Jude“

„Yesterday“
„Hi, Hi, Hi“
„Birthday“
„Golden Slumbers“
„Carry that Weight“
„The End“

Einladung: Schüler aus Bayern fliegt zur Apple WWDC-Konferenz

10. Juni 2016
Think different: Bastian Aigner fliegt auf die WWDC, spricht vorher aber mit Matthias J. Lange von redaktion42.

Think different: Bastian Aigner fliegt auf die WWDC, spricht vorher aber mit Matthias J. Lange von redaktion42.

Über ein Losverfahren wurden die Tickets zur diesjährigen WWDC von Apple in San Francisco vergeben. Die WWDC ist die World Wide Developers Conference, die weltweite Entwicklerkonferenz des IT-Riesen aus Cupertino. Eine Woche lang werden im Messezentrum Moscone Center von San Francisco tausende von IT-Nerds Software-Probleme diskutieren. Zum dritten Mal ist der 17jährige Schüler Bastian Aigner vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien mit dabei. Das Besondere: Er ist Student Scholarship Recipient, das bedeutet, Apple lädt ihn kostenlos auf die WWDC ein und fördert den jungen IT-Nerd. Das ist eine besondere Ehre, denn es werden nur rund 300 Student Scholarship Recipients von Apple eingeladen – Bastian Aigner ist einer von ihnen.

Apple hat erkannt, welches Potenzial in dem jungen Mann steckt und bietet ihm jetzt zum dritten Mal die Teilnahme an der WWDC an. Das ist unter den Apple-Freaks eine hohe Ehre und Auszeichnung. Flug und Unterkunft in San Francisco muss der 17jährige Schüler des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien allerdings selbst zahlen. Via Airbnb hat er zusammen mit einem Kollegen aus Stuttgart in San Francisco eine Unterkunft gefunden, die bezahlbar ist.

Das Webteam vom  Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Das Webteam vom Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien.

Die Schulbefreiung hat er zudem bekommen. Michael Häußinger, Direktor des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien, steht voll und ganz hinter Bastian Aigner, der auch im Webteam der Schule mitarbeitet. Aigner hat zahlreiche Apps programmiert, wie ein Vertretungsplan-App. Im Moment arbeitet er an einer Lateinnachhilfe-App für die Schule. „Wir sind extrem stolz auf so eine Leistung und unterstützen unseren Schüler bei seinem Weg“, so Direktor Michael Häußinger, selbst ein Apple-Anhänger der ersten Stunde.
Neben den technischen Schulungen und Seminaren der ganzen Woche reizt Bastian Aigner vor allem das Zusammentreffen mit Apple Größen. Natürlich wird er bei der Keynote von Tim Cook am kommenden Montag ganz vorne mit dabei sein. Es sind Ehrenplätze für die Student Scholarship Recipients reserviert. Zudem gibt es spezielle Einladungen für die Gruppe. Apple weiß, wie wichtig der Nachwuchs ist und pflegt ihn entsprechend. Bastian Aigner hat auch die Möglichkeit mit dem Management von Apple zu sprechen und zu fachsimpeln. Leute wie Apple Chef Tim Cook, die Software-Entwickler des Unternehmens aber auch Marketingchef Phil Schiller und Design-Papst Sir Jonathan Ive sprechen mit dem 17jährigen Mann und hören sich seine Ideen an. Wenn das keine Ehre ist ….

Fleischautomat vom Direktvermarkter

9. Juni 2016
Maisach hat jetzt seinen ersten Fleisch- und Wurstautomaten vom Hofladen Widmann aus Fußberg.

Maisach hat jetzt seinen ersten Fleisch- und Wurstautomaten vom Hofladen Widmann aus Fußberg.

Unser kleines Dorf hat eine Neuerung: Einen Fleisch- und Wurstautomaten. Da lacht das Herz des passionierten Webergrillers und ich musste es gleich ausprobieren.
Der Hofladen Widmann, ein Direktvermarkter aus Fußberg, einem ganz kleinen Ortsteil von Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck, hat in der drei Gemeinden einen Fleisch- und Wurstautomaten aufgestellt: Maisach, Gröbenzell und Überacker. Die Waren kommen direkt aus der eigenen Schlachtung des Hofladens und sind super frisch. Dabei handelt es sich um Ochsenfleisch aus Heidehaltung. Vollmilchkalbfleisch, Schweinefleisch, Geflügel sowie verschiedene Wurstsorten aus eigener Herstellung, Ich musste das Angebot Im Automat gleich mal ausprobieren. Der Webergrill zu Hause freut sich auf Nachschub.


Zum Grillen wählte ich das marinierte Ochsenfleisch, vier Scheiben rund 700 Gramm für 13,80 Euro. Zudem gab es Wiener Würstchen, sieben Stück für 4,80 Euro. Keine Supermarktware, von der ich nicht weiß, vorher die Produkte stammen, sondern Fleisch und Wurst aus der Region. Am Freitag ist bei uns Wochenmarkt im Dorf, da kaufe ich beim Stand des Hofladens Widmann ein. Die Preise sind freilich höher als die Preise im Supermarkt, aber die Qualität ist hervorragend und ich weiß, woher die Tiere stammen und wie sie gehalten werden.

Schade, der Automat nimmt nur Papiergeld.

Schade, der Automat nimmt nur Papiergeld.

Leider nimmt der Automat nur Fünf-, Zehn- und Zwanziger-Scheine und kein Plastikgeld. Das finde ich schade, denn ich bin mehr mit Plastik- als mit Papiergeld unterwegs. Die Bedienung des Geräts ist einfach. Zunächst den Geldschein einführen und dann wird der Kredit im Display angezeigt. In meinem Fall 20 Euro.

Nummer eingeben und fertig.

Nummer eingeben und fertig.

Dann die Nummer des gewünschten Produkts eingeben. Nach ein, zwei Sekunden fährt ein Greifer zum Produkt, nimmt es heraus und transportiert es in den Auswurfschacht. Dann die Ware entnehmen. Also ganz so, wie man es von Getränkeautomaten u.a. kennt. Mein Ochsenfleisch war wunderbar gekühlt und ordentlich verpackt. Nicht vergessen am Schluss die Restgeldtaste drücken und sich das Wechselgeld auswerfen lassen. Natürlich kann auch weiter eingekauft werden.


Was passiert, wenn ich eine Auswahlnummer drücke und es ist kein Produkt mehr vorhanden? Das wollte ich beim ersten Test nicht ausprobieren. Ich hoffe, der Automat erkennt meinen Fehler und weißt mich darauf hin.
Ich finde es großartig, dass der Hofladen Widmann diesen Fleisch- und Wurstautomaten aufgestellt hat. So kann ich auch am Wochenende frische Grillware einkaufen, wenn ich es am Freitag am Wochenmarkt nicht schaffe (weil ich beispielsweise arbeiten muss). Und ich finde es bemerkenswert, dass es kein klassischer Metzger ist, der den Automat aufgestellt hat, sondern ein Direktvermarkter. Ich komme jetzt auch unter der Woche zu guten Produkten, denn der Hofladen hat nur Freitag und Samstag geöffnet.

Das Ochsenfleisch auf dem Webergrill.

Das Ochsenfleisch auf dem Webergrill.

Wie wird der Automat jetzt bekannt? Leider hat der Hofladen keine Website und ich habe auch kein Engagement in den sozialen Medien gefunden. Das Marketing läuft über klassische Mundpropaganda und Flyer. Hier könnte noch mehr drin sein, damit der ROI bei der Anschaffung der Wurstautomaten bald eintritt.

Mallorca – unsere Hotelappartement Parque Mar in Cala d’Dor

8. Juni 2016
Urlaub in Parque Mar auf Mallorca.

Urlaub in Parque Mar auf Mallorca.

Wer arbeitet, der soll auch Urlaub machen. Meine Familie und ich – wir hatten uns dieses Jahr den Urlaub verdient. Ich war viel auf Vorträgen unterwegs, meine Frau gestaltete ihren Arbeitsbereich als Geschäftsführerin prächtig und K1/2 lieferten in der Schule ihre Leistungen ab. Also Urlaub zu Pfingsten stand an und die Familie wählte Mallorca als Urlaubsziel. Wir waren damit zum dritten Mal auf der Insel und mögen diesen Teil von Spanien sehr gerne.
Mallorca bedeutet für mich Entspannung. Was nicht gemeint ist, sind die Touristenbunker um den Ballermann. Ich schäme mich, wenn ich das Treiben so mancher deutschen Touristen dort sehe. Party, Party, Party und die Sau rauslassen – nein danke. Wir haben uns diesen Teil von Malle angesehen – mit Abscheu und mit Scham. Wie kann man sich so in einen fremden Land aufführen?

Hotelappartement Parque Mar im Süden der Insel
Unser Urlaub soll anders aussehen. Wir entschieden uns für ein Hotelappartement im Süden der Insel in der Nähe von Cala d’Dor. Die Anlage heißt Parque Mar und ist fest in Schweizer Hand. Die Ferienwohnungen gehören hauptsächlich Eidgenossen und es gefällt uns sehr gut. Der Tipp für Parque Mar kam über meinen Kollegen Sebastian Dosch. Er war von der Anlage sehr angetan und empfahl sie uns weiter. Wir testeten und stimmten ihm zu, danke Sebastian für diesen hervorragenden Tipp. Auf dein Urteil kann man sich verlassen.
Im dritten Jahr in Parque Mar waren wir Profis, kannten uns aus und fühlten uns dort heimisch. Unsere Ferienwohnung war traumhaft, es war die Wohnung Nummer 901 mit Blick auf das Meer. Die Wohnung verfügt über zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer und eine Wohnzimmer mit angeschlossener Küche. Zur Terrasse führten zwei Türen und ein kleines Gärtchen mit Liegen gehört auch zu unserem Reich. Das Appartement wird alle zwei Tage gereinigt. Ich habe hier ein kleines Video mit einem Rundgang durch das Appartement gedreht, um einen besseren Eindruck zu vermitteln.

Die Küche in unserem Appartement ist extrem hochwertig, es waren Miele Geräte, das Besteck und die Töpfe stammten von WMF (ich musste also keine extra Pfanne zum Kochen kaufen) und das Geschirr kommt aus der hochwertigen IKEA-Reihe. Die Küche war übrigens die meiste Zeit mein Reich. Mallorca bietet wunderbaren Fisch und so gab es praktisch zu jeder Mahlzeit frischen Fisch, zubereitet mit Olivenöl und Knoblauch sowie frischen Tomaten und Zwiebel. Kulinarisch war der Urlaub für mich ein Fest. Ab und zu gingen wir essen, aber die meiste Zeit gab es Fisch in der Ferienküche.

Der Fisch stammte aus einem Supermarkt aus Cala D‘Dor, ein paar Kilometer mit dem Auto entfernt. Wir hatten ja am Flughafen Palma einen Mietwagen geordert. Über die Erfahrungen mit der Mietwagenfirma Goldcar habe ich bereits gebloggt. Der Weg zur Anlage Parque Mar von Cala D‘Dor habe ich in einem Hyperlapse-Video festgehalten.

Parque Mar hat als Slogan „.. ein schönes Stück Mallorca“ und diese Aussage stimmt. Die Besitzer der Anlage achten auf Sauberkeit und legen Wert auf Details. Jede Wohnung wird bei Anreise der Gäste mit einer Checkliste überprüft. Das ist so eine Art spanisches QM-System. Einzige Kritik an dem System bei uns: Im Schlafzimmer von K1/2 hängt ein Flachbildfernseher, aber die Fernbedienung hatte keine Batterie. Wir gaben die Fernbedienung am ersten Tag an der Rezeption ab und sahen die Fernbedienung niemals wieder. Hier hat das QM versagt. Fernsehen fiel also für K172 in ihrem Zimmer aus – vielleicht auch kein Nachteil.


Die Anlage Parque Mar selbst verfügt über drei Pools, einen für die Großen zum Schwimmen, einen Salzwasserpool in einer Ruhezone (ich wurde gleich zurecht gewiesen, weil ich mich mit K1 über Videospiele unterhalten habe) und einen Planschpool für die Babys. Die Pools dürfen von 8 bis 20 Uhr genutzt werden. Hier achtet das Personal streng darauf – wobei ich als Rebell schon um 7.45 Uhr ins Wasser gesprungen bin. Oh ja, ich bin ein Rebell und was für einer.
Weiterhin gibt es allerhand Freizeitmöglichkeiten wie Schach, Tennis, Volleyball, Bocciabahn und Sport-Animation. K2 hat den Tauchkurs ausprobiert und war begeistert. Jetzt hab ich das Problem, dass K2 tauchen lernen will und das in Oberbayern. Für den platzeigenen Kinderspielplatz waren K1/2 längst zu groß, ist aber nett gemacht.
Die Anlage ist bepflanzt und wird von mehreren Gärtner gepflegt, Die Sprinkleranlage im Park wird mit aufbereitetem Wasser betrieben. Dies ist kein Trinkwasser, Für das Trinkwasser in der Anlage gibt es eine parkeigene Osmosis-Anlage, weil ich das Wasser auf der sonstigen Insel bei einem empfindlichen Magen nicht unbedingt zum Trinken empfehlen würde.
Es gibt ein Restaurant in der Anlage, das ich nicht genutzt habe, dafür aber reichlich die Bar, um abends einen Absacker zu mir zu nehmen. Leider gab es keinen Ardbeg, so dass ich die Ardbeg-Nacht nicht standesgemäß feiern konnte. Es gab ein wechselndes Abendprogramm, an dem ich nicht teilgenommen habe, es aber dafür gehört habe. Die Hits unserer Jugend wurden zum Besten gegeben. Brauche ich nicht, bei Musik bin ich empfindlich und habe meine eigenen Sachen gehört. Der Service in der ganzen Anlage war freundlich und sprach in der Regel mehrere Sprachen. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.


Es gibt in der Anlage kostenpflichtiges WLAN, im Restaurant und an der Bar gibt es für eine Stunde kostenfreies WLAN. Das ist ganz nett, um ein paar Mails abzurufen, aber unter leistungsstarkem WLAN verstehe ich etwas anderes. Hier gilt es nachzubessern. Meinen mobilen WLAN-Router hatte ich dabei und war somit unabhängig. Über meine Erfahrungen mit dem Router habe ich hier geschrieben. Ich bin für wichtigere Online-Arbeiten ins 15 Minuten entfernte Santanyí gefahren, in das Coworking Space Rayaworx von Doris und Rainer Schuppe. Ich habe über Rayaworxs in meinem Blog geschrieben.

Blick aufs Meer - für mich eine Erholung.

Blick aufs Meer – für mich eine Erholung.

Meer bringt mir Ruhe
Mir war das Meer wichtig. Ich wollte einfach nur sitzen und auf die offene See hinausschauen. Die Anlage liegt am Meer und hat auch einen felsigen Zugang zum Meer. Fürs Baden ist der Steg nicht geeignet, dafür zum Tauchen. Mir selbst war die Brandung zu heftig, aber es gibt eben mutigere Menschen als mich. Mir reichte das Zuschauen. Ich besuchte das Meer bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang. Ich liebe es, wenn sich die Wellen an den Felsen brechen und ich die Naturgewalten beobachten kann. Ich nahm auf einer Bank oder am Steinboden Platz. Dabei kann ich entspannen, die Seeluft atmen und meinen Gedanken nachhängen.

Kakteen in Parque Mar mit viel Liebe zum Detail
Die Anlage Parque Mar hat viel Liebe im Detail. Das fällt vor allem in der Kakteenanlage auf. Am Meeresufer gibt es einen kleinen Kakteenpark. Jetzt bin ich nicht unbedingt der Freund der stechenden Pflanzen, aber die Kakteen wurden mit viel Liebe und Sorgfalt gepflanzt. Es war für mich eine Art spanischer Zen-Garten.

Mehr mehr von Kakteen sehen will, dem empfehle ich einen Besuch von Bontanicactus. Botanicactus ist ein Botanischer Garten auf Mallorca. Er liegt im Süden der Insel in der Nähe von Ses Salines. Er umfasst 50.000 m² tropische Vegetation und ist der größte bonanische Garten in Europa. Er zeigt die ungeheure Vielalt von Kakteen.

Rundum, wir haben uns im Pfingsturlaub wohl gefühlt. Ich kann die Anlage Parque Mar bei Cala d’Dor auf Mallorca als Tourismusblogger voll und ganz empfehlen. Wer ein wenig Ruhe und dennoch Komfort eines Hotelappartements sucht, der ist in Parque Mar an der richtigen Adresse. Mal sehen, wohin es mich nächstes Jahr hin verschlägt. Ich bin für Vorschläge offen. Bitte einfach melden.

Vibram FiveFingers Furoshiki – Laufen wie die Japaner

7. Juni 2016
Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.

Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.

Für meinen jüngsten Urlaub in Mallorca wählte ich leichtes Schuhwerk aus. Als Fan von Vibram freue ich mich immer über neue Ideen für meine Füße. Also kamen dieses Mal Vibram FiveFingers Furoshiki ins Gepäck. Die Schuhe sind leicht, bequem und waren für den Mallorca-Urlaub ein Hingucker.


Ich spreche kein Japanisch, aber ich glaube Furoshiki ist eine traditionelle Form der Verpackung mit einem Tuch. Vibram hat das Wickelkonzept des Lastentragens auf Schuhe übertragen. Aufgrund der anatomischen Sohle und dem Stretchgewebe passt sich der Schuh bequem an jeden Fuß an. Durch das Umhüllen des Oberfußes mit dem elastischen Stretchgewebe und dem einzigartigen Schließsystem gibt der Schuh dem Fuß einen sicheren Halt. Ich habe dieses Mal als Farbe Schwarz gewählt, aber es gibt Vibram FiveFingers Furoshiki in verschiedenen Farben. Aber ich wollte nicht zu sehr auffallen.

Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki

Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki

Ich habe die Schuhe am Strand, am Pool und in der Stadt getragen. Sie drücken nicht, aber trotz schwarzer Farbe sind die aufgefallen. Die Leute haben mich angesprochen und waren neugierig. Ich empfinde den persönlichen Gehkomfort als sehr hoch und kann die Vibram FiveFingers Furoshiki weiterempfehlen. Allerdings fallen die Schuhe etwas klein aus, also ruhig eine Nummer größer bestellen.
Wollte ich barfuß laufen, lassen sich die Schuhe zusammenwickeln und in einen Beutel verstauen. Die Schuhe wiegen nur 220 Gramm und passen in jedes Gepäck. Nach dem Urlaub kamen sie in die Waschmaschine bei 30 Grad Celsius, nachdem sie in Mallorca überall dabei waren und von mir getragen wurden.

Gamification: Dusche sorgt für Wettbewerb

6. Juni 2016
Ein bisschen königlich duschen und dabei Wasser sparen.

Ein bisschen königlich duschen und dabei Wasser sparen.

Wenn ich unter der Dusche stehe, dann habe ich den Drang zum Singen. Klassische Songs wie „Wasser ist zum Waschen da und zum Zähneputzen kann man es benutzen.“ Meine Frau kann ein Lied davon singen (Wortwitz). Aber natürlich weiß ich bei all der peinlichen Singerei, wie wichtig Wasser ist. Trinkwasser ist kostbar und Trinkwasser zu sparen ist eine Aufgabe für jeden von uns. Gerade habe ich in einem Laden gesehen, dass Nestlé Wasser abfüllt und verkauft – geht gar nicht.
Bei einem Kurzurlaub in meinem Lieblingshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang sparte ich Wasser durch Gamification und bin gleichzeitig fasziniert von einem wissenschaftlichen Versuch. In 40 Zimmern des ehrwürdigen Traditionshotels wurden in den Duschen Wasserzähler namens amphiro b1 angebracht, die die Temperatur und den Wasserverbrauch anzeigen. Die Daten werden anonym gesammelt, gespeichert und ausgewertet.

In der Dusche ist der Wasserzähler.

In der Dusche ist der Wasserzähler.

Beim ersten Duschgang verbrauchte ich rund 30 Liter Wasser und hatte eine Durchschnittstemperatur von 34 Grad Celsius. Das Wasser lief, während ich den Astralkörper und das seidene Haar einseifte. „30 Liter ist mir persönlich zuviel. Das muss mit weniger gehen“, dachte ich mir. Und siehe da, Gamification wirkt bei mir. Der Spieler in mir war geweckt.
Beim nächsten Duschgang sparte ich bewusst Wasser. Ich wollte unbedingt unter 30 Liter kommen. Also stellte ich das Wasser beim Einseifen ab. Resultat: 25 Liter – im Vergleich zum vergangenen Mal ganze 5 Liter kostbares Trinkwasser eingespart. Und so ging es weiter. Ich versuchte meine Werte beim Duschen zu verbessern. Das Spielkind in mir stellte sich der eigenen Herausforderung. Gamification wirkt bei mir.

Gamification wirkt bei mir.

Gamification wirkt bei mir.

Dumm allerdings, dass das Messegerät mir keinen persönlichen Highscore angibt. So was hätte ich als Gamer gerne. Ich muss mir meine eigenen Werte merken.
Durch diese Aktion, die im Rahmen der Aktion Zukunftsstadt Bad Hindelang stattfindet, hat sich bei mir das Bewusstsein zum Wassersparen gefestigt. Wissenschaftlich begleitet wird die Aktion vom Fraunhofer Institut FIT, der Universität Bayreuth, der Universität Bamberg und der ETH Zürich. Ich bin an den Ergebnissen sehr interessiert. Und ich werde mir so einen amphiro a1 zulegen.