Kauf auf Rechnung, via SOFORT Überweisung oder Vorkasse: Bei der Entscheidung für die offerierten Zahlarten spielen für die meisten Online-Händler die größte Kundenakzeptanz und die geringsten Risiken eine große Rolle. Drehen wir den Spieß mal um und fragen: Was rechnet sich für den Händler?
Shopbetreiber sollten bei der Wahl ihrer Zahlarten die Gesamtkosten in die Waagschale werfen. Denn sie betrachten oftmals zunächst die direkten Kosten und unterschätzen die indirekten, so der Payment-Spezialist secupay AG.
Eine 2015 von ibi research durchgeführte Studie im Online-Handel besagt, dass E-Commerce-Händler die Gesamtkosten von Bezahlverfahren unterschätzen. Dabei wurden insbesondere Folgekosten bzw. indirekte Kosten zu niedrig eingestuft. Gleichzeitig bewerteten die über 400 Befragten unter dem Strich die Vorkasse als günstigstes Zahlungsverfahren. Tatsächlich ist jedoch unter Einbezug aller Kosten die SOFORT Überweisung in den meisten Fällen mit den geringsten Ausgaben für den Betreiber verbunden – gefolgt von Vorkasse und abgesicherter Lastschrift. Die mit Abstand teuerste Zahlart stellt der Kauf auf offene Rechnung dar.
Wie gesagt: Dies gilt für den Shopbetreiber. Als Konsument würde ich niemals die SOFORT Überweisung wählen. Auf keinen Fall. Verbraucherschützer warnen vor dieser Zahlungsmethode. Neben dem Kontostand würden laut Verbraucherzentrale auch die Umsätze der vergangenen 30 Tage, der Dispokredit, die Stände anderer Konten bei der gleichen Bank oder ausgeführte und vorgemerkte Auslandsüberweisungen abgefragt. Dies nennt das Unternehmen Payment Network hinter SOFORT Überweisung „Kontodeckungsabfrage“. In meinem Verbraucherseminaren empfehle ich immer den Kauf auf Rechnung. Je nach Anbieter setze ich aber auch als Verbraucher PayPal und Kreditkarte ein.
Gesamtkosten: (In)direkt betrachtet
„Erfahrungsgemäß beachten E-Commerce-Händler zunächst die direkten Kosten. Zusätzlich entstehen jedoch versteckte und indirekte Kosten, die ausgerichtet auf die unterschiedlichen Bezahlverfahren erheblich variieren können“, erklärt Weber. Zu den indirekten Faktoren zählen u.a. Aufwände für Mahnwesen, Inkasso, Retouren, manuelle Nachbearbeitung und viele weitere.
Die indirekten Kosten sind in zahlreichen Fällen deutlich höher als die direkten. Insbesondere Opportunitätsaufwendungen durch Retouren oder Zahlungsausfälle beeinflussen erheblich den Ertrag eines Unternehmens. Wir sehen dies im Moment bei Zalando. Hier steigen zwar massiv die Kunden, aber die Zahlungsmoral geht bei einigen Kunden zurück. Zalando bleibt auf offenen Rechnungen sitzen. Im vergangenen Quartal hat der Händler viele Kunden gewonnen – aber auch einen Verlust von bis zu 32 Millionen Euro eingefahren.
Zudem belasten Kosten für Debitorenmanagement, Leistungsstörungen sowie Risikomanagement die Bilanz des Online-Händlers. Hans Peter Weber von secupay AG: „Es entstehen im E-Commerce-Handel jährlich bis zu einer Milliarde Euro Schaden durch Zahlungsstörungen. Diese können eine enorme Auswirkung auf die Handelsspanne haben.“
Payment-Systeme zur Kosten- und Risikominimierung
So empfiehlt die Studie von isi research die Nutzung reiner Payment-Verfahren über spezialisierte Anbieter. Denn diese Systeme sind besser auf die Anforderungen von Online-Händlern zugeschnitten und beinhalten in der Regel niedrigere indirekte Kosten. Geben Händler Zahlverfahren mit hohen Gesamtkosten an Drittanbieter ab, lassen sich Folgekosten minimieren und eine bessere Kostenkontrolle ist gewährleistet.
Eine zusätzliche Zahlungsgarantie über den Drittanbieter schafft für den Händler Sicherheit und Entlastung. Dies schützt vor Ausfällen und das Forderungsmanagement wird übernommen. Somit entstehen Zeit- und Kosteneinsparungen, denn der Betreiber ist nicht mehr mit der Administration, Mahnungen etc. belastet.
Zudem kann die Abwicklung über einen Payment-Spezialisten den Händler vor ungedeckten Konten, Kontenmissbrauch und Betrug – beispielsweise beim Lastschriftverfahren – bewahren. Darüber hinaus ist die Absicherung gegen Chargebacks und Kreditkartenmissbrauch gewährleistet.
Nur ein zufriedener Kunde ist ein guter Kunde
Über die Betrachtung aller Gesamtkosten hinaus sollten Kundenzufriedenheit, Pflegeaufwand und Abbruchquoten bei der Auswahl der Zahlverfahren berücksichtigt werden. Auch Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit sind dabei entscheidend. „Niedrige Gesamtkosten rentieren sich letztlich nur dann, wenn der Kunde seinen Kauf abschließt und nicht auf Grund des Zahlsystems oder der Unübersichtlichkeit des Onlineshops vorher abspringt. Weniger Kaufabbrüche führen letztlich zu höherem Umsatz“, erklärt Hans Peter Weber. Und da gebe ich Hans Peter Weber von secupay AG recht. Es ist wichtig, wenn ich als Shopbetreiber für mich hervorragende Zahlungsmöglichkeiten anbietet, aber was bringt es, wenn der Kunde sie nicht akzeptiert.
Als digitaler Nomade bin ich mit dem iPhone und iPad unterwegs und nutze zahlreiche Apps für meine Schulungen und meine journalistische Berichterstattung. Das MacBook setze ich selten ein, ich bevorzuge die mobilen Geräte und ich freue mich auf das iPad Pro.
Jeden Abend vor dem Einschlafen aktualisiere ich meine Apps. So auch vor drei Tagen. Über Nacht lade ich die Softwareupdates herunter, um am nächsten Morgen die neuen Versionen einzusetzen. Das hat in der Vergangenheit wunderbar geklappt.
Das Versprechen von Facebook.
Bis jetzt: Der Facebook Seitenmanager wurde von Facebook auf die Version 33,0 mit 95,4 MByte aktualisiert. Und seitdem geht am iPhone und iPad nichts mehr. Die Software startet und stürzt ab. Was soll der Dreck?
Ich brauche den Seitenmanager um für meine Firmenseite redaktion42 und Kundenseiten aktuelle Meldungen und Bilder zu posten, um die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Dafür werde ich auch bezahlt. Das geht jetzt nicht mehr. Der Umweg über das Webinterface ist lästig.
Was bildet sich Facebook eigentlich ein? Ist in dem Laden keiner in der Lage die Software vor dem Einstellen in den App-Store zu testen? Wenn ich die Kommentare der aktuellen Version ansehe, lese ich vernichtende Urteile. Auch ich habe kommentiert.
Vernichtende Kommentare nach dem Update.
Facebook gibt es Neuigkeiten für die Aktualisierung an: „Neu in 33.0: Fehlerbehebungen zur Schnelligkeit der App, Fehlerbehebungen zur Zuverlässigkeit der App“. Ha ha ha, selten so gelacht. Zuverlässigkeit? Der Witz war gut.
Die Lösung: App löschen und neu laden.
Was ist die Lösung des Problems? der klassische Neustart des iPads und iPhones klappt nicht. Der Workaroud ist: App vom Device löschen und dann wieder aus der Cloud laden. Das dauert je nach Leitung zwar ein paar Minuten, doch dann funktioniert wieder alles wie es sein sollte. Hilfreich wäre es, wenn Facebook diesen Tipp einstellt. Das erwartete ich eigentlich als Service des Unternehmens.
Update: soeben kam das Update von Facebook- jetzt läuft es wieder
Ich mag die Crowdfunding-Idee und hab bei einigen Projekten mitgemacht und schöne Sachen unterstützt: Retro-Karteispiele, Fotobücher, Spielsoundtracks usw. Aber es kann auch vorkommen, dass die Projekte grandios scheitern, obwohl genügend Geld zusammengekommen ist.
Das geschah jetzt bei einem Kickstarter-Projekt, das ich mir sehr gewünscht hatte. 8019 Unterstützer haben 883.460 US-Dollar beigetragen, um die Verwirklichung des Projekts zu ermöglichen. 35.000 US-Dollar waren als Ziel definiert. Und dennoch: Der Hub+ for USB-C von Nonda scheiterte. Die Idee ist prima, aber die Bastler von Nonda kamen am Ende auf keinen grünen Zweig. Das ist schade.
Der Hub+ for USB-C wäre ein Hub für mein goldenes MacBook. Dieses Apple-Gerät hat nur eine USB-C Schnittstelle. Ich hatte auf diesen Hub gehofft, weil ich er verschiedene Schnittstellen bereit stellt: 2 USB-C Ports, 1 SDXC Card Reader, 1 mini DisplayPort, 4k Displays mit 60Hz, 3 USB-A 3.0, LadePorts für Smartphone. Schöne Versprechen, aber nicht eingelöst.
Das sollte der Hub können.
Die Bastler von Nonda entschlossen jetzt sich zu einem wichtigen Schritt: „So in thinking what would be best for you, we made a big decision today.“ Einige Chipsätze arbeiteten, aber andere werkeln nicht zu 100 Prozent zuverlässig. Jetzt gibt es das gesammelte Geld bis 12. November an die 8.019 Unterstützer zurück. Schade – jetzt brauche ich eine Alternative für einen USB-C Hub? Ideen?
Von der Finanzierung bis zum Versand – es sollte so schön sein.
Ich kann mich noch immer nicht mit Musikstreaming-Diensten anfreuen. Vielleicht liegt es an meinem Alter. Noch will ich die Aufnahmen besitzen und weiß natürlich, dass es ein Blödsinn im digitalen Zeitalter ist. Der Streaming-Markt kommt und noch bin ich nicht dabei. Vielleicht muss ich nicht jeden Trend mitmachen (sagte der Mann, der noch auf Tonbänder eine Zeitlang setzte).
Meine Kinder spielen derweil mit Spotify und Apple Music herum und gehen mit großen Schritten in die Zukunft.
Apple Music wirbt um Abonnenten.
Im Filmsektor habe ich mich vom Streaming-Fieber anstecken lassen. Amazon Instan Video läuft bei uns und ich finde es prima. Nur noch ein paar ausgewählte Filme kaufe ich mir auf Blu ray – Filme, die sich für mich persönlich lohnen. Aber bei Musik hänge ich noch der Zeit hinterher, kaufe sporadisch Vinyl (als Wertanlage) und CDs (vor allem Klassik und Soundtracks) und viele Downloads. Aber Streaming, ich weiß nicht.
Über genaue Zahlen von Apple Music schweigt sich Apple wie gewohnt aus. Beobachter rechnen mit bis zu vier Millionen zahlenden Abonnenten – ich gehöre noch nicht dazu. Allerdings haben wir auch nur eine kostenlose Version von Spotify laufen, die 20 Millionen zahlende Kunden haben. Ein Hauptargument für meine Kinder für Spotify ist, dass das Datenvolumen nicht auf ihren Telekom-Account angerechnet wird. Hier muss Apple nachbessern, dann steigt die Familie um und ich mach auch mit, vielleicht.
Aldi kommt mit einem eigenen Streaming Dienst und tritt gegen die internationale Herausforderung an.
Interessant ist der Markt aber auch für andere. Für schlappe 7,99 Euro bietet Aldi jetzt in Kooperation mit Napster einen Streaming-Dienst Aldi Life Musik an. 34 Millionen Songs sind schon im Napster-Archiv. Damit ist Aldi billiger als Apple und Spotify. Ich sehe für das Projekt durchaus Chancen. Billig kommt gut und wer ein aktuelle Musik und Hörbücher hören möchte, der ist sicher gut bedient. Aldi hat in Deutschland eine unglaubliche Marktmacht und nicht nur Niedrigverdiener kaufen bei Aldi ein. Hier muss Apple und Platzhirsch Spotify gehörig aufpassen.
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage von Jimmy Iovine – einstmals Beats und jetzt bei Apple. Er sieht durch die kostenlosen Streaming Angebote eine Gefahr für die Kultur. Ich finde, er hat recht, aber ggf ist die Aussage nur strategisch zu werten. Apple hat kein kostenloses Streaming und muss trommeln, um auf seine Userzahlen zu kommen. Auf der anderen Seite gibt es durch YouTube und Co schöne legale Möglichkeiten, sich mit Filme und Musik zu versorgen. Ich in jetzt mal gespannt, wie sich das Streaming weiterentwickelt. Im Moment sammele ich dazu Material für ein Seminar.
Als Kind war ich ein friedlicher Mensch, das bin ich heute immer noch. Aber ich wusste schon damals, was ich wollte. Und ich wollte das Yps. Das Magazin mit dem Gimmick war meine Zeitschrift. Ich war heiß auf jede Ausgabe und wollte das Heft unbedingt haben. Meinen Kumpel Michael ging es ebenso. Er kaufte auch das Yps und wir traten in einen Wettbewerb. Wer als erster das Yps hatte, der hatte gewonnen. So hatte meine Freundlichkeit ein Ende. Der Kiosk in unserer Straße hatte nur ein Exemplar unserer Lieblingszeitschrift. Wer als erster am Kiosk war, der hatte gewonnen. Warum dieser Kiosk nicht mehrere Exemplare bei seinem Grossisten ordnete, ist mir bis heute 40 Jahre nach Erscheinen der Erstausgabe schleierhaft.
Heute feiert Yps seinen 40. Geburtstag. Am 13. Oktober 1975 erschien mit Yps 1 die erste wöchentliche Kinderzeitschrift mit einer Beigabe – dem so genannten Gimmick.
„Sehr schnell entwickelte sich ‚Yps mit Gimmick‘ zu einem Muss bei den Kindern der 70er- und 80er-Jahre“, berichtet Chefredakteur Christian Kallenberg. „Gimmicks und das karierte Känguru prägten eine ganze Generation.“ Ja, dem kann ich voll und ganz zustimmen. Wenn ich heute mit Kollegen in meinem Alter über Yps spreche, geraden wir ins Schwärmen. Die jüngeren Kollegen schauen uns dann etwas befremdlich an. Aber die Generation, die in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts sozialisiert wurde, die liebte ihr Yps.
Wenn ich für mich überlege, was die wichtigsten Gimmicks waren, so waren dies nicht Urzeitkrebse oder der Solarzeppelin, sondern die Astromine-Reihe oder die Detektiv-Ausrüstung. Vor allem die Handbücher der Reihen und ganz wichtig die fluoreszierende Sternenkarte hatten es mir angetan. Die Sternenkarte hatte ich jahrelang in meinem Kinderzimmer hängen. Ein absoluter innerfamiliärer Reinfall war das Abenteuerzelt von Yps. Ich übernachtete in diesem Zelt, was nichts weiteres war als eine offene große Plastiktüte in Blau, auf dem Balkon meiner Eltern. Nachts fing es an zu regnen und meine Eltern holten mich tropfnass in die Wohnung. Mein Vater entsorgte das Zelt und bezeichnete es lapidar als offenen blauen Müllsack.
Was waren das für Zeiten? Das karierte Känguru ist neben den Gimmicks das Markenzeichen des Magazins und hört ebenfalls auf den Namen Yps. Seit der ersten Nummer erlebte das Känguru mehr als 1200 Comic-Abenteuer. In der aktuellen Jubiläumsausgabe Yps 1270 feiern das Känguru und seine Freunde den 40. Geburtstag des Hefts. „Es ist eine Jubiläumsausgabe für die Kinder von damals und die Erwachsenen von heute“, erläutert Christian Kallenberg. „Als Gimmick haben wir als Geschenk für die alten und neuen Fans das Känguru Yps selbst beigelegt: als 32-teiliges 3D-Puzzle.“
Im Laufe der Jahre verschwand Yps vom Markt und wurde nach einer kurzen, erfolglosen Rückkehr 2006 dann wieder 2012 später wieder belebt. Nach einem großen Run auf die Comeback-Ausgabe hat sich Yps wohl auf einen Standardvertrieb eingependelt. Wer ein Exemplar der gelungenen Comeback-Ausgabe haben wollte, musste sich wirklich anstrengend. Der Hype war enorm, so dass die Erstausgabe gleich ausverkauft war. Der Verlag druckte nach um die Nachfrage zu befriedigen. Ob die Verknappung der Ausgabe künstlich erzeugt wurde und der Marktetinghype dadurch erhöht wurde, sei mal dahingestellt. Yps erscheint mittlerweile sechsmal im Jahr und richtet sich an Erwachsene ab 25 Jahren, die mit dem damaligen Kinderheft Yps groß geworden sind und ihre Freude an Abenteuer, Spaß und Wissen bis heute nicht verloren haben. Also alles Gute zum Geburtstag liebes Yps.
Ich weiß, ich habe die meisten Aufnahmen schon und trotzdem musste ich zuschlagen. Als David Bowie seine neueste Fan-Abzocke startete, war ich ein überzeugter Vorbesteller. Ich kaufte mir die erste 5-Jahres-Box des Altmeisters: Five Years (1969-1973) und wieder läuft die geniale Musik Bowies in den Wohnräumen, im Arbeitszimmer und unterwegs im Ohr. Einfach großartige Mucke hat David Robert Jones da komponiert.
Die Box enthält die Alben eben der Jahre 1969 bis 1973. Im Einzelnen sind dies sechs Studio-Alben, zwei Live-Alben, dem 2003-Ken Scott-Mix von „The Rise and Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars“ sowie eine Doppel-CD mit Single-Versionen und B-Seiten, Re-Call genannt. Was mich freut, das Santa Monica-Konzert hatte ich bisher nur als Vinyl-Bootleg und später als iTunes-Download. Jetzt hab ich auch die CD.
Die Studio-Alben sind:
David Bowie (Space Oddity) (1969)
The Man Who Sold the World (1970)
Hunky Dory (1971)
The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars (1972)
Aladdin Sane (1973)
Pin Ups (1973)
Es lässt sich trefflich diskutieren, was nun die beste Bowie-Scheibe ist. Wenn es denn so einfach wäre. Bowie ist für mich ein phasenbedingter Musiker. Mal lieb ich ihn und kann ihn tagelange hören – wie jetzt. Und dann ist er mir zu anstrengend. Absolute Power hat sicherlich die Ziggy Stardust-Phase, aber ich mag auch die spätere Berliner Phase. Aber die kommt sicherlich in der nächsten 5 Jahres Box im kommenden Jahr. Und vielleicht kann ich mich in späterer Zukunft dann auch mit der Let’s dance und Tonight und Glas Spider-Sache anfreunden – warten wir es ab.
Vielleicht zwei fadenscheinige Gründe, warum man sich als Fan die überteuerte Box für 140 Euro kaufen sollte: Mich interessierten zwei Songs in der Box besonders: Zunächst natürlich All The Madmen. Der Mono-Song wurde ursprünglich für den US-Markt angefertigt aber dann nie veröffentlicht. Das Lied beginnt ruhig mit Gitarrenbegleitung und endet nach 3:15 Minuten episch wie die Bowie-Songs der damaligen Zeit. Das Ding hätte er ruhig veröffentlichen können. Und dann gibt es noch die Originalversion von Holy Holy, das 1971 als Mercury-Single veröffentlicht wurde und seither auf keiner weiteren Veröffentlichung erhältlich war.
Ich weiß, wegen der zwei Songs 140 Euro auszugeben, ist purer Luxus und eigentlich kein richtiges Argument. Was soll es! Die Musik von Bowie ist ein Hammer und lohnt sich. Und an die jungen Leute von heute gerichtet: Mit Five Years (1969-1973) hört ihr mal richtig gute Musik.
Ludwig Wieser vom Luxus Forum München begrüßt seine Gäste zum Kundenevent.
Es ist schön zu sehen, wenn Mittelständler Hand in Hand zusammenarbeiten. Das konnte ich bei einer Einladung des Münchner Lexus-Forums gestern feststellen. Unter dem Motto „Goldene Zeiten“ wurde ich zu einem Event in München in die Landsberger Straße 222 eingeladen. Es gab eine reiche Auswahl von Autos und italienischen und Österreicher Weinen, Antipasti sowie Live Musik.
Kundenevent im Lexus Forum München.
Ich habe mich vor zwei Jahren entschieden, ein Hybrid-Fahrzeug zu anzuschaffen und meine Wahl fiel auf einen Lexus, weil sich mein schöner aber zu hoch motorisierter Audi als Spritfresser herausgestellt hatte. Der Tankwart war mein bester Freund. Durch den Kauf eines Hybrid-Fahrzeugs als Firmenwagen kam ich wohl auf den Einladungsverteiler von Lexus. Als Kooperationspartner hatte das Lexus Forum das nahegelegne Ristorante Cleopatra gewählt – eine gute Wahl. Ich war früher in diesem Ristorante mit meinem Drucker essen und war von der Küche angetan. Lexus stellte die Autos, Cleopatra die Weine und das Essen – eine unschlagbare Kombination.
Musik, eins, zwei, drei – das Duo machte Stimmung.
Etwas verwirrend war es als mich am Eingang eine sympathische junge Frau anhielt. Zunächst dachte ich, sie wollte meine Einladungskarte sehen. Nein, vielmehr überreichte sie mir ein Klemmbrett mit allerlei Zetteln. Fragend schaute ich sie an. „Das sind die Weine des Abends, die wir Ihnen anbieten. Probieren Sie, testen Sie und sagen Sie uns Ihre Meinung“, meinte die junge Dame. Und zudem konnte man die Weine zu einem deutlich reduziertem Preis erstehen und ein paar Tage später im Lexus Forum abholen. Kurze Diskussion mit meiner Frau, wer unseren Luxus nach Hause fährt und ich probierte die Weine durch, nicht ohne zuvor fachzuspimpeln.
Rund 40 Weine aus Österreich und Italien wurden verköstigt – gute Aktion vom Ristorante Cleopatra.
Der kulinarische Streifzug wurde durch einen technischen Streifzug durch die verschiedenen Lexus-Modelle abgelöst. Im Moment bin ich zufrieden mit meinem Hybrid-Auto. Der nächste Wagen sollte dann ein Elektroauto sein – Tesla finde ich im Moment absolut faszinierend. Und auch die Fortschritte mit selbstfahrenden Fahrzeugen finde ich ermutigend. Im Moment steht aber kein Neukauf eines Fahrzeugs an. Vielmehr machte ich vom Angebot des Ristorante Cleopatra gebrauch. Zwar ist der Weinkeller voll, aber a bisserl wos geht immer. Vor Jahren war ich mal auf einer Pressereise durch Italien und entdeckte dort den Livio Felluga Pinot Grigio aus dem Friaul. Eine ganze Woche verköstigte ich damals diesen Wein, besuchte das Weingut und führte Interviews mit den Winzern. Beim Lexus Forum München sah ich diesen Wein wieder, erinnerte mich an alte Zeiten und bestellte gleich zwölf Flaschen der 2014 Abfüllung. Sie kommt in den Weinkeller und im Sommer 2016 werde ich ihn genießen.
Die zwei Stunden beim Lexus Forum München waren also ein Gewinn für mich, für Lexus und für das Restaurant Cleopatra. So muss eine Win-Win-Situation sein. Und siehe da: Kooperationen im Mittelstand zahlen sich bei einem Kundenbildungsprogramm aus.
Der Herbst war dann weniger golden, als vielmehr kalt. Deshalb gab es heiße Maroni.
Als Soundtrack-Fan freue ich mich über neue Veröffentlichungen. Jetzt kam die Meldung, dass der Soundtrack von Game of Thrones veröffentlicht wurde – und zwar auf Vinyl.
Den Soundtrack als CD oder Download gibt es bereits seit 10. Juli 2015. Nun kam in limitierter Version die Vinyl-Ausgabe. In einer exklusiven Auflage sind die ersten 2500 LPs nummeriert und auf silberfarbenen Vinyl gepresst. Innerhalb eines Tages war der Soundtrack restlos ausverkauft. Der ausschließlich im HBO Shop erhältliche Game of Thrones Season 5 Soundtrack bestand aus zwei Vinyl Schallplatten mit Klappcover. Die 180 Gramm schweren Schallplatten beinhalten die 17 Titeln der mehrfach ausgezeichneten Serie. Das Ganze gab es beim HBO Global Licensing-Shop für Europa für 50 Euro. Jetzt gibt es nur noch die CD und die Download-Datei.
Das klingt alles ganz fein und ich freue mich grundsätzlich über den Erfolg des Soundtracks. Und jetzt kommt das Aber. Die Musik stammt wie bei den anderen Teilen auch von Ramin Djawadi. Und ich mag die Musik nicht. Die Musik hat sich mit dem Teil 5 weiterentwickelt, aber im Grunde ist es das alte Zimmer-Schema. Themen zu Tode reiten. Ich finde sie schrecklich. Es ist die klassische Musik meines Hass-Komponisten Hans Zimmer. Kennste einen Soundtrack aus dem Zimmer-Universum, dann kennste alle. Es gibt ein paar Ausnahmen von Hans Zimmer, aber die meiste Musik aus seiner Industriefirma gefällt mir einfach nicht. Ich habe die Game of Thrones-CDs wegen der allgemeinen Beliebtheit gekauft und in den Schrank gestellt, aber ich höre sie nur ganz selten an. Es gibt soviel besseres. Und so habe ich die Vinyl-Ausgabe trotz aller Sammlerleidenschaft auch nicht bestellt.
Einfach nur den Text zu lesen, da kommt Apple zu spät, wenn es um die Harry Potter-Romane geht. Die Jugendbücher von J.K. Rowling gibt es als klassisches eBook schon eine längere Zeit für verschiedene Plattformen. Jetzt kommen endlich auch Harry Potter-Bücher als iBooks für die Apple Plattform. Das wäre eigentlich keine Meldung wert, schließlich ist Harry Potter nicht mehr in den aktuellen Bestsellerlisten. Die ganze Familie hat die Bücher bereits gelesen, erst als Print-Version, dann als eBook.
Interessant ist die Sache dennoch, denn das iBooks-Format verspricht eine optische Aufbereitung des Contents. Für nur Text allein wäre das iBooks-Format verschenkt, es muss mehr sein, viel mehr.
Harry Potter als iBooks auf dem iPhone. Foto: Apple
Und so können wir uns jetzt auf erweiterte Ausgaben aller sieben Bücher der Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling freuen und ich muss sagen, ich bin wirklich gespannt. Die Bücher erscheinen für iPhone, iPad & iPod touch. Seit gestern sind die erweiterten Harry Potter-Ausgaben in englischer Sprache in 32 Ländern für 9,99 Euro verfügbar. Vorbestellungen für die Ausgaben auf Deutsch, Französisch und Spanisch sind ebenfalls ab heute möglich und werden ab dem 9. November in 18 weiteren Ländern erhältlich sein. Wir werden Familienrat halten, ob wir diese Form der Harry Potter-Bücher brauchen. Seit gestern können wir die Bücher mit völlig neu gestalteten Covern, neuen Kapitelüberschriften, Initialen sowie Schriftarten einschließlich der Harry Potter-Schriftart entdecken.
Neben dem kompletten Originaltext sind laut Apple interaktive Animationen und aufwändige Illustrationen enthalten, welche die beliebten Geschichten zum Leben erwecken. Zusätzlich werden Harry Potter-Fans während ihrer literarischen Reise von der Autorin selbst verfasste Kommentare finden. Also alle Harry Potter Fans werden sicherlich daran Interesse haben und so gelingt es Apple aus alten Material, neuen und interessanten Content zu generieren. Wenn das ganze System bei Harry Potter funktioniert, dann hoffe ich persönlich auf interaktive Ausgaben von Herr der Ringe, Hobbit und die Gesamtausgabe von Edgar Allen Poe. Das wäre ein wirklich interessantes Geschäftsmodell: Alte bereits vermarktete Bücher nochmals in einer Extended Version in Form von iBooks auf den Markt zu bringen.
Die Autorin J.K. Rowling gibt sich gegenüber Apple sehr überzeugt. Sie lässt verlauten: „Ich bin begeistert, dass die Harry Potter-Bücher bei iBooks so wunderschön für die digitale Welt umgesetzt wurden. Die Illustrationen und Animationen in diesen erweiterten Ausgaben erwecken die Geschichten auf eine besonders reizvolle Art und Weise zum Leben“. Und auch Apple-Chef Tim Cook ist angetan: „J.K. Rowlings legendäre Reihe ist prädestiniert, um sie auf iPad oder iPod zu genießen und wir freuen uns, sie exklusiv im iBooks Store anzubieten.“
Woody Allen dreht jetzt digital – die Welt ändert sich. Foto: Sony
Ich hab geglaubt, die alten Schlachtrösser im Filmbereich bleiben sich treu. Aber jetzt meldet Sony, dass Woody Allen auch auf Digitalkameras für seine neuen Kinofilm setzt. Wieder einer, der der analogen Welt den Rücken kehrt. Von den alten Recken war George Lucas einer der ersten, die sich digital versuchten. Sein Kumpel Steven Spielberg steht zumindest im Moment noch auf klassischen Film.
Ich selbst bin ein Fan des reiferen Woody Allen. Die frühen Klamauk-Filme mag ich nicht so sehr. Ich stehe mehr auf die New Yorker Zeit mit Stadtneurotiker und Manhattan. Und ich mag seine Ingmar Bergman-Filme. Innenleben war ein großer Wurf. Woody Ingmar Allen erkundete die Psyche.
Bei den neuen Filmen findet Allen ein größeres Publikum und dieses Mal geht er mit der Digitaltechnik für ihn neue Wege. Gedreht wird mit der Sony CineAlta-Kamera F65 und anschließend in 4K gemastert. Die F65 ist seit langem erste Wahl für Kameramann Vittorio Storano, der gemeinsam mit Allen an dem noch namenlosen Film arbeiten wird. Ich bin sehr gespannt, was das für ein Film wird. Der Kameramann versteht sein Handwerk auf jeden Fall und kann großartige Bilder zaubern. Der dreimalige Oscar-Gewinner Vittorio Storaro wirkte an Filmen wie „Apocalypse Now“, „Reds“ oder „Der letzte Kaiser“ mit und zählt zu den besten Kameramännern in Hollywood. In den vergangenen Jahren ist er auf digitale Technologien umgestiegen.
1983 arbeitete Storaro zum ersten Mal mit Sony und war schon damals von der präzisen Farbkomposition und der HD-Qualität des Herstellers beeindruckt. So setzte er auch beim Dreh von „Apocalypse Now“ auf Sony-Technologie und gewann schließlich den Oscar für den Film. Die Zusammenarbeit zwischen Sony und Storaro ging über die Jahre weiter – immer neue Workflows und Aufnahmetechniken kamen zum Einsatz, um das Publikum wirkungsvoll zu beeindrucken. 4K ist das jüngste Beispiel dafür. Mit der hohen Auflösung kreieren Filmemacher und Kameraleute immersive und atemberaubende Aufnahmen – ein Erlebnis, dass auch Allen und Storaro ihrem Publikum bieten wollen und sich deshalb dafür entschieden haben, ihr neues Projekt in 4K zu mastern. Die Frage ist nur, weshalb muss ich einen Woody Allen in 4K-Auflösung sehen? Bisher reichte mir eigentlich die herkömmliche Auflösung für seine eher harmlosen Filmchen.
Aber nun steht es fest, so Sony: Digital und 4K. Wenn jetzt noch 3D kommt, dann verliere ich den Glauben.
Die Entscheidung für die Sony CineAlta-Kamera F65 kommentiert Storaro: „Die Sony F65 macht wunderschöne 4K-Aufnahmen mit 16-Bit-Farbtiefe in 1:2 – meine Lieblingskomposition! Als Woody mich vergangenes Jahr anrief und fragte, ob ich Kameramann seines neuen Films mit dem Arbeitstitel ‚WASP 2015‘ werden möchte, hatte ich meine Entscheidung bereits getroffen. Ich überzeugte ihn davon, den Film digital zu drehen, sodass wir gemeinsam unsere Reise in die digitale Welt antreten können. Die Zeit für die Sony F65 ist gekommen!“
„Für Sony ist es eine große Ehre, dass sich Woody Allen bei seinen ersten digitalen Dreh für Sony CineAlta entschieden hat“, sagt Ainara Porron, European Marketing Manager, Cinematography, Sony Europe. „Das ist eine schöne Anerkennung für unseren kontinuierlichen Einsatz für die Filmindustrie und macht deutlich, dass Sony CineAlta die erste Wahl für Regisseure und Kameraleute ist“.