Kreative Kinder im Apple Sommercamp 2015

29. August 2015

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In den Sommerferien führte Apple für Kinder das Apple Sommercamp durch. Meine Kinder waren dieses Jahr dabei und es hat ihnen sehr gefallen. Ich gebe zu, Sommercamp klingt schon alles ein bisschen amerikanisch, mit Camp und so. Aber egal: Drei Tage lang konnten Kinder ihre Kreativität an Apple Produkten ausleben. Und nein, bevor jetzt wieder einer mault, es war keine Apple Verkaufsshow, sondern eine interessante Auseinandersetzung mit Kreativität und Lernen.


Für den Münchner Apple Retail Store in der Rosenstraße gab zwei Workshops: iMovie und iBook Author. Meine Kinder wählten den Filmkurs. Je 1,5 Stunden gab es an drei Tagen eine Einführung und Schulung und getreu dem angelsächsischem Lernmodell konnten die Kinder dann das Gelernte einüben. Dieses eigenverantwortliche Lernen kam bei meinen Kindern gut an. Ich kannte dies von meinen Lehraufträgen an der SAE.
Am ersten Tag stellte sich das Apple Trainerteam vor und erläuterte die Aufgabenstellung. Es sollte ein Film gedreht, mit iMovie geschnitten, mit eigener Musik von GarageBand unterlegt und am Ende vor Publikum im Apple Retail Store präsentiert werden. Klare Ansage, die es zu bewältigen galt.

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Zur Einstimmung gab es für die teilnehmenden Kinder auch ein grünes Apple Sommercamp T-Shirt. Wir wissen ja aus der Geschichte von Apple, welche psychologische Wirkung ein T-Shirt haben kann. Erinnert sei an Steve Jobs und seine Piratenmannschaft, die den Macintosh schuf – Apple-Kenner erinnern sich. Und auch beim Apple Sommercamp verfehlten die T-Shirts ihre identitätsstiftende Wirkung nicht. Immer wieder wurden die Kinder von anderen Besuchern des Apple Retail Stores auf die T-Shirts angesprochen.


Schön war auch zu sehen, wie gut Kinder zusammenarbeiten können, auch wenn sie sich nicht kennen. Teamwork war kein Fremdwort. Die Apple Trainer waren bei technischen Problemen sofort zur Stelle. Wir Eltern mussten aufgrund der Aufsichtspflicht im Store bleiben und die Apple Neulinge bekamen kleine Einführungen. Ich selbst zog mich in eine Ecke zurück und nutzte das kostenlose und leistungsstarke WLAN im Store zum Arbeiten und Beobachten.
Für die Kinder ging es gut los: Nach der Ideenfindung galt es ein Storyboard zu erstellen. Durch diese Zeichnungen mussten sich die Kinder auf ihre Geschichte konzentrieren, die sie erzählen wollen. Passt der Ablauf? Welche Szenen gilt es einzufangen? Das war natürlich keine professionelle PreProduction, aber verfehlte die Wirkung nicht. Unrealistische Ideen wurden gleich verworfen. Nach 1,5 Stunden Schulung ging es an das Filmen selbst. Bis zum nächsten Tag sollten die Kinder Szenen zu ihrer Geschichte drehen. Als Kamera wählten meine Kinder ihr iPhones, andere nahmen ihre Digitalkameras und auch ein Samsung-Smartphone hab ich gesehen.
K2 wollte einen Film über Sternschnuppen drehen. Der berühmte Perseiden-Schauer stand bevor und K2 wollte den Meteorschauer im Film darstellen. Natürlich war die Optik des iPhones zu schwach für den Sternschnuppenregen, also musste eine Geschichte um die Sternschnuppe erzählt werden. Nachts brach die Familie aufs Land auf. Auf unserem Schlittenhügel hinter unserem Dorf breiteten wir eine Decke aus und beobachteten die Sterne. Dazu hatten wir unser Teleskop aufgebaut, ich versuchte mit der Nikon den Sternenschauer zu fotografieren und K2 filmte die Szenerie. Eine LED-Filmleuchte von Manfrotto, die ich mitgenommen hatte, gab uns das notwendige Licht zum Drehen. K2 probierte auch gleich die App Star Walk 2 aus, die den Sternenhimmel erklärt.
Am zweiten Tag ging es an den Schnitt. Das Material wurde iMovie eingelesen, getrimmt, geschnitten. Die Musik für die Videos kam von GarageBand. Die Kinder nutzten die kostenlose Musiksoftware und experimentierten herum. Am Schluss wurde alles auf einen grünen Apple USB-Stick gespeichert, den die Kinder behalten konnten. Die Apple Trainer sammelten die fertigen Filme ein und spielten sie auf einen Rechner zur anschließenden Präsentation.
Am nächsten Tag war es dann soweit. Die beiden Sommercamp-Gruppen iBook Author und iMovie zeigten ihre Werke. Dafür wurde eine Fläche im Apple Retail Store abgesperrt und die Kinder kamen zu Wort und durften präsentieren. Die stolzen Eltern (auch ich) und Zuschauer mussten hinter die Absperrung. Via Apple TV kamen die Werke auf einen großen Screen und wurden mit Applaus und Urkunde belohnt. Das tat dem Selbstbewusstsein der Kinder gut, ihre Werke vor Publikum zu präsentieren.

Hier der Film von K2:


Mir hat die Sache sehr gut gefallen und vielleicht finde ich Kooperationspartner, mit denen ich so etwas auf die Beine stellen kann.

Barfuß im Park – Barfußrundgang in Bad Wörishofen

28. August 2015

Ich mag den Robert Redford/Jane Fonda-Film Barfuß im Park und getreu dem Titel wandelte ich in Bad Wörishofen barfuß durch den Kurpark. Dort gibt es in einen speziellen Barfußrundgang von 1,5 Kilometer Länge. Bei den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen war es ein Hochgenuss für Füße und Geist, den Weg zu gehen und zu spüren – eine sehr schöne Idee des Kurortes Bad Wörishofen.

Vibram
Allerdings war ich feige und zog meine Vibram Fivefingers an. Mit diesen Schuhen gehe ich wie barfuß, bin allerdings nicht barfuß. Es gibt diese Schuhe in verschiedenen Variationen und ich habe die leichte Variante angezogen, bei denen ich den Untergrund spüre. Meine Familie war mutiger und ging den Barfußrundgang komplett ohne Schuhe (aber dafür mit Geschrei).

Wir starteten an der Station Schlamm-Fuß. Hier wird ein Kindheitstraum wahr. Einfach barfuß durch den Schlamm laufen. Der weiche Schlamm umspült die Füße, ein schönes Gefühl. Es gab ein Schild, dass das Schlammloch maximal 50 Zentimeter tief sein sollte. Denkste: Im hinteren Teil war es deutlich tiefer und eine Familie mit einem überdrehten Jungen probierte es trotz unserer Warnungen aus – wir haben dann schadenfroh gelacht.


Nach dem Abduschen der Beine und Füße ging es dann in ein Labyrinth. Es ist im Grunde eine Schnecke, die kreisförmig zur Mitte führt und wieder hinaus. Der Weg dahin ist mit unterschiedlichsten Materialien ausgelegt, darunter gehäckselter China Schilf, Rundkies, behauener Granit, Flusskies oder Natursand. Der Rundgang hat Spaß gemacht und es tat gut, die unterschiedlichen Oberflächen mit seinen Füßen zu spüren.


Weiter ging es über verschiedene Geräte zum Balancieren. Sebastian Kneipp, der Übervater von Bad Wörishofen, betonte immer wieder die Wichtigkeit der Balance, also im Gleichgewicht zu sein. „Was Sie hier körperlich üben können, sollte zur inneren Haltung werden“, heißt es auf einem Hinweisschild im Kurpark. Vorsicht: Ganz so leicht sind die Übungen nicht – zumindest waren sie es für mich nicht. Und die innere Balance zu finden, ist eine wichtige Aufgabe.


Erfrischung war angesagt in einem kleinen Bach. Füße ins Wasser und genießen. Hier läuft das Wasser in zwei Richtungen. Das Ganze soll eine psychologische Wirkung haben – ankommendes und wegfließendes Wasser. Kann möglich sein und klingt auch logisch, allerdings war der Bach mit Kindern überlaufen und es herrschte ein entsprechender Trubel, was auch schön ist.

Pano
„Mit allen Sinnen genießen“, so lautet das Motto des Barfußweges. Nach einem Abstecher in den Rosengarten  ging es noch durch die Zapfen.

Und wieder kam der Sebastian Kneipp zu Wort: „Das Barfußgehen hat einen durchblutungsfördernden Abhärtungseffekt, stärkt den Kreislauf, setzt vermehrt Körperwärme frei, kräftigt die Fußmuskelatur und regt alle Sinne an.“ Es gibt noch eine Reihe von Stationen, die aufzuzählen dann doch langweilig wären. Einfach ausprobieren und natürlich unbedingt Wassertreten im Kurpark Bad Wörishofen. Es sind verschiedene Kneippanlagen vorhanden. Mit meiner Familie hab ich es gerne ausprobiert und Spaß gehabt, auch wenn der eine oder andere Rentner böse geschaut hat.

Neues Armband für die Apple Watch

27. August 2015

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Ich dachte ursprünglich, verschiedene Armbänder für die Apple Watch sind ein Quatsch und so etwas brauche ich nicht. Ich hatte beim Kauf meiner Apple Watch das Malaise-Armband gewählt und bin auch zufrieden damit.
Doch es kam zu folgender Situation: Bei einer Einladung zu einem englischen Abend wählte ich Braun- und Grüntöne, also braunes Lederschuhwerk, Tweed-Jacke und so. Das Metallarmband der Apple Watch störte mich in diesem Fall, aber auf die Uhr wollte ich nicht verzichten. Also musste ein braunes Lederarmband her. Meine Wahl fiel auf den Hersteller CASEual. Der Hersteller bleibt sich seiner Stilrichtung treu und präsentiert in gewohnter Qualität schlichte und elegante Apple Watch Armbänder aus Echtleder und Edelstahl. Ich wählte für meine 42mm Apple Watch ein braunes Lederarmband. Es ist hochwertig verarbeitet und der Wechsel der Armbänder per Knopfdruck war Applelike einfach.

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Wert legte CASEual darauf, das Material der Armbänder auf die Edelstahl-Version der Apple Watch abzustimmen. Die Adapter fügen sich optisch nahtlos ein, sodass die Armbänder perfekt mit der Uhr harmonieren. Die Kompatibilität mit der Apple Watch Sport und Apple Watch Edition ist ebenso gewährleistet für alle, die mal einen wilden Materialmix ausprobieren möchten, was aber nicht mein Stil ist.

So vertreiben Sie Wespen

26. August 2015
Kaum nimmt man Platz und hat eine Kirschschorle dabei, ist auch die Wespe da.

Kaum nimmt man Platz und hat eine Kirschschorle dabei, ist auch die Wespe da.

Ich liebe es im Garten zu frühstücken oder einfach nur ein Glas Limonade beim Lesen unter freien Himmel zu trinken. Wenn nicht die vielen Wespen wären. Kaum nehme ich im Garten Platz und will etwas Süßes zu mir nehmen, da sind sie auch schon da, die gelb-schwarzen Herrschaften. Überall Wespen. Es summt, es fliegt, und es nervt mich gewaltig. Zwar decke ich mein Trinkglas sofort ab, aber die Wespen haben sofort die Witterung aufgenommen (oder wie es bei der Wespe heißt). Ich muss zugeben, vor diesen Viechern habe ich gehörig Respekt. Ich habe wirklich Angst gestochen zu werden. Nach ein bisschen Aufregung und hektischen Herumgewedel kapituliere ich schnell und verziehe mich wieder in die vier Wände.

Die Kombi von Zitrone und Nelken vertreiben Wespen.

Die Kombi von Zitrone und Nelken vertreiben Wespen.

Aber es gibt Abhilfe. Bei einem Aufenthalt in Gut Steinbach in Reit im Winkel erinnerte ich mich wieder an ein altes Hausrezept: Die Kombination von Zitronen und Nelken. Scheinbar mögen Wespen den Geruch von Zitronensaft und Nelken nicht. Einfach eine Scheibe Zitrone aufschneiden und Nelken hineinstecken und schon haut die Wespe ab. Das alte Hausrezept wirkt in der Regel. Meine Mutter gab mir auch den Tipp: Der Duft von Salmiak, frischem Basilikum und Lavendel soll Wespen fernhalten. Das werde ich als nächstes Mal ausprobieren.
Habt ihr Hausmittel gegen Wespen?

Nach Einsatz von Ad Blocking brechen Werbe-Einnehmen weg

25. August 2015

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Ich arbeite an mehreren Rechnern parallel, weil ich über die Cloud auf meine Arbeitsdateien zugreifen kann. Und auf einem Rechner habe ich einen Ad Blocker installiert, weil es meiner Meinung nach so manche Websites übertrieben haben. Der redaktionelle Content geht unter vor lauter Popup-Banner und Werbeanzeigen. Ich bin kein kostenlos-Junkie, aber manches Mal ist es zuviel.
So wie ich auf einem Rechner denken wohl viele Internet-Surfer. Konsequenz: Werbegelder gehen flöten und Content-Lieferanten haben Schwierigkeiten.
Bei einer Recherche für einen Artikel bin ich auf die weltweite Untersuchung „The Cost of Ad Blocking“ von Adobe und PageFair gestoßen. Hier wird berichtet, dass im laufenden Jahr 2015 rund, 21,8 Milliarden US-Dollar an Werbeeinnahmen verloren gehen. Für das nächste Jahr malt die Studie ein noch düstereres Bild: So sollen die durch den Einsatz von Ad Blockern weltweit generierten Verluste an Werbeeinnahmen auf 41,4 Milliarden US-Dollar steigen. Die Prognose für 2016 wird unter anderem auf die Zunahme von Mobile Ad Blocking zurückgeführt: Aktuell liegt der Anteil von Ad Block Traffic mobiler Geräte bei nur 1,6 Prozent. Das neue iOS 9 von Apple mit integrierten Ad Blocking-Funktionen, das im Herbst veröffentlicht wird, könnte sich laut der Studie als Game Changer im Bereich Mobile Ad Blocking erweisen. Für die Untersuchung haben Adobe und PageFair drei Jahre lang über eine Milliarde monatlich geblockte Werbe-Anzeigen auf über 3.000 Kundenwebseiten untersucht.
Weitere zentrale Ergebnisse der Untersuchung von Adobe und PageFair.

  • Weltweit steigt die Zahl der Ad Blocking-Nutzer innerhalb eines Jahres von Q2 2014 bis Q2 2015 um 41 Prozent auf 198 Millionen Monthly Active Users (MAUs)
  • In Europa wächst die Zahl der Monthly Active Users von Ad Blocking um 35 Prozent auf 77 Millionen Nutzer
  • Deutschland verzeichnet im Jahresverlauf einen Anstieg von 17 Prozent der Ad Blocking-Nutzer auf 18 Millionen Monthly Active Users. Zum Vergleich: US 47 Millionen MAUs (+ 49 Prozent); UK 12 Millionen MAUs (+ 82 Prozent)
  • Weltweiter Anstieg von Ad Blocking je Browser innerhalb eines Jahres: Chrome 126 Millionen Monthly Active Users (+ 51 Prozent), Firefox 48 Millionen (+ 17 Prozent) und Safari 9 Millionen MAUs (+ 71 Prozent)

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Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft. Er hat erstmals eine zentrale Adblocker-Rate erhoben. Das Ergebnis: Auf durchschnittlich 21,49 Prozent der Page-Impressions wird Online-Werbung geblockt. Für den Bundesverband Digitale Wirtschaft steht fest: „Hier entsteht also ein erheblicher Schaden für die Digitale Wirtschaft, der in letzter Konsequenz das konsensuale Ziel eines freien Internets für alle gefährdet. Offensichtlich fehlt bei weiten Teilen der Nutzerschaft immer noch das Bewusstsein für die Bedeutung von Werbung für die Refinanzierung kostenfreier Angebote im Internet.“ Damit holt der Bundesverband Digitale Wirtschaft gleich wieder die Keule raus und sieht das Problem beim Konsumenten. Vielleicht sollten die Mitgliedsfirmen auch vor der eigenen Haustüre kehren, denn bei so manchen Websites ist der Werbemüll zu viel.

Die Konsequenz wird sein, dass Werbung weiter mit Redaktion vermischt wird und für den User noch schwerer zu unterscheiden ist. Es zeigt sich auch, dass das Empfehlungsmarketing im Netz noch wichtiger wird. Ich werde es mit meinen Kunden diskutieren, ob es sich lohnt klassische Anzeigen online zu schalten und ich bin auf die Ergebnisse gespannt.

Anschaubefehl: Keith Haring in der Hypo Kunsthalle München

24. August 2015
Keith Haring Ausstellung in der Hypo Kunsthalle.

Keith Haring Ausstellung in der Hypo Kunsthalle.

Noch bis 30. August läuft in München in der Hypo Kunsthalle die Keith Haring-Ausstellung, die ich jedem ans Herz legen kann. Und auch der Katalog der Ausstellung Gegen den Strichist eine Augenweide und reich an Information über das Gesamtwerk des Pop Art-Künstlers Keith Haring. Der Katalog geht weit über die Ausstellung hinaus und ich kann ihn bedenkenlos empfehlen.
Als Familie machten wir einen Ausflug in die Hypo Kunsthalle und jedes Familienmitglied konnte etwas für sich mitnehmen. Meine Kinder erfreuten sich an der bunten Kraft der Bilder, meine Frau war von der Aktionskunst in der New Yorker-U-Bahn restlos begeistert und mich faszinierte der Stil des Künstlers, der leider viel zu früh an Aids gestorben ist.

 

 

Gegen_den_Strich

Gegen den Strich heißt die Ausstellung und sie ist nicht nur als Kunst, sondern auch als ein politisches Statement zu verstehen. Keith Haring bezieht in seinen Kunstwerken klar Stellung. Und das ist das Neue an dieser Ausstellung, die nicht gefällig sein will. Keith Haring lehnte sich auf gegen einen kapitalistischen Exzess und engagierte sich für nukleare Abrüstung, Umweltschutz und die Gleichberechtigung des Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Sexualität. All dies wirkt auf den Betrachter in München ein. Auf diesem in Ausstellungen bisher wenig thematisierten politischen und sozialkritischen Aspekt von Harings Lebenswerk liegt der Fokus dieser Retrospektive in der Hypo Kunsthalle in München und das ist absolut sehenswert.

Lobenswert war, dass der Besucher in der Ausstellung fotografieren durfte – freilich ohne Blitz, Stativ und Selfie-Stange. Das finde ich sehr lobenswert und viele Besucher machten ihre Erinnerungsbilder. So verbreitet sich die Kunst von Keith Haring online – denn viele Besucher machten ihre Selfie vor den Werken des Künstlers und posteten sie soziale Netzwerke. So bekommt die Ausstellung eine Verbreitung im virtuellen Raum. Kunst für die Masse auch außerhalb von Museen und Ausstellungsräumen – ein sehr interessanter Aspekt der Museumsdidaktik. Hier können viele Museum von der Hypo Kunsthalle in München lernen.

 

Ich habe schon einzelne Bilder von Haring gesehen, wie beispielsweise im Museum of Modern Art (MoMA), aber noch nie so viele Bilder Harings in einer einzelnen Ausstellung. In München sind es rund 160 Kunstwerke ausgestellt. Unterstützt werden die Bilder und Installationen und Gegenstände von Filmen und Fotos. Didaktisch hervorragend aufbereitet macht die Ausstellung einfach Spaß und regt zum Nachdenken an.

Eingang

Wunderbar die Provokation am Eingang der Ausstellung Gegen den Strich: Auf einer gelben Motorhaube eines Taxis fertigte Haring seine markanten Zeichnungen an. Dann gleich nochmal eine Provokation im ersten Raum: Jeder weiß, woher das Fleisch kommt. Es kommt aus dem Laden. Die damals aufkommende vegetarische Bewegung war entsetzt.

Laut lachen und fasziniert war ich von der ausgestellten Straßenkunst der New Yorker U-Bahn. Für die einen Schmierereien in der U-Bahn wurde aus der Aktionskunst interessante Werke neben klassischer Plakatwerbung. Kunst im öffentlichen Raum provoziert. Wie würde der Münchner Tarifverbund MVV reagieren, wenn auf den Plakatflächen der Münchner S- und U-Bahn so etwas stattfinden würde? Vandalismus, Geschmier oder würde man mehr darin sehen? Richtig gelacht habe ich bei einem verzierten U-Bahn-Plan von New York. Tolle Idee.

Als Medienmensch war ich natürlich interessiert, wie Keith Haring die Medien und das aufkommende Computerzeitalter sah. Ein Raum der Hypo Kunsthalle widmet sich diesem Thema. Allerdings sieht der Künstler dies mehr als Bedrohung. Ein Roboter schwebt über den Menschen. Diese Sicht ist mir persönlich zu negativ.

Was suchen Android- und iPhone-Nutzer?

23. August 2015

Wer sucht was und mit welchem mobilen OS? Diese Frage ist für Mittelständler interessant sein, die eine Online-Strategie für ihren stationären Handel und ihr Lokal aufbauen wollen. Ich arbeite derzeit an einem Konzept für einen Mittelständler und da kamen mir die neuen Ergebnisse von Yelp gerade recht. Die Empfehlungsplattform Yelp hat das mobile Suchverhalten der Nutzer untersucht: In einem Zeitraum von sechs Monaten vom 01.12.2014 bis 01.06.2015 gaben Yelper auf der ganzen Welt insgesamt 815 Millionen Suchbegriffe über die Yelp-App auf ihrem iPhone oder Android-Smartphone ein. Yelp hilft seinen Nutzern dabei, lokale Geschäfte zu finden – von Restaurants, Bars und Clubs bis hin zu Tankstellen, Wellness-Oasen und Hundesalons. Die Ergebnisse der Datenanalyse zeigen auf große Unterschiede im Konsumverhalten zwischen Android- und iPhone-Nutzern.

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Die Top 3: „Restaurants“, „Bars“ und „Coffee“ sind die häufigsten Suchbegriffe auf Yelp – sowohl bei Android- als auch bei iPhone-Nutzern (Rang 1, 2 bzw. 3) – dicht gefolgt von dem Suchbegriff „Shopping“ (Rang 5 auf Android und Rang 18 auf iPhone).

Weinliebhaber: Die iPhone-Nutzer haben im Vergleich zu Android-Nutzern eine stärkere Vorliebe für Wein: Der Suchbegriff „wine“ liegt beim iPhone auf Platz 170 der meistgesuchten Begriffe weltweit – bei den Android-Nutzern hingegen nur auf Platz 514.

Partymäuse: Das Nachtleben („nightlife“) steht bei den Android-Nutzern viel weiter oben (Platz 11) als bei den iPhone-Nutzern (Platz 52) – insbesondere der Begriff „dance clubs“ (Android Platz 96, iPhone Platz 156). iPhone-Nutzer hingegen suchen häufiger nach dem Begriff „brunch“ sowie „Starbucks“ (Rang 14 bzw. Rang 15) als Android-Nutzer (Rang 26 bzw. Rang 30).

Sparfüchse: Große Unterschiede gibt es beim Thema Sparen: Android-Nutzer suchen stärker nach „deals“ (Platz 24) als iPhone-Nutzer (Platz 221). Deals sind Preisrabatte, die Geschäftsinhaber auf Yelp über ihr Profil anbieten können. Generell wird das Wort „cheap“ bei Android-Nutzern öfter als Suchbegriff verwendet als bei iPhone-Nutzern (Platz 1.367 bei Android und 2.272 beim iPhone). Die iPhone-Nutzer sind dafür mehr auf Luxus aus – der Suchbegriff „luxe“ ist bei den iPhone-Nutzern auf Platz 8.045, bei Android auf Platz 10.358.

Lieblingsgerichte: Das häufigste weltweit auf Yelp unter allen Suchbegriffen gesuchte Gericht ist „Pizza“ (Rang 5 bei Android- und Rang 6 bei iPhone-Nutzern), gefolgt von „Sushi“ (Rang 6 bei iPhones und Rang 7 bei Android). iPhone-Nutzer suchen außerdem häufiger nach „ice cream“ (Rang 31) als Android-Nutzer (Rang 50). Zudem essen iPhone-Nutzer mehr Bio: „whole foods“ (Vollwertkost) ist bei iPhone auf Platz 166, bei Android auf Platz 421.
„Durch die kontinuierliche Analyse der Suchaktivitäten auf Yelp möchten wir die Nutzererfahrung langfristig verbessern, so dass wir sie mit den besten lokalen Geschäften in Verbindung bringen können“, so Maximilian von Garnier, Coach für Geschäftsinhaber bei Yelp. „Zum ersten Mal haben wir die Unterschiede zwischen Android- und iPhone-Nutzern untersucht und die Ergebnisse sind sehr aufschlussreich. Pizza ist weltweit das beliebteste Gericht, während Android-User ganz klar die Sparfüchse unter den Yelp-Nutzern sind.“ Viele Erkenntnisse sind vom Bauchgefühl bekannt, jetzt habe ich aber die offiziellen Zahlen.
Ich merke diese Sparfuchs-Mentalität bereits im Suchverhalten bei Apps. iOS-User kaufen einfach eine App. Wer aus der Apple-Tradition kommt, ist es gewohnt für Leistung Geld zu bezahlen. In meinem Seminaren höre ich immer wieder die Frage von Android-Usern, wo es die App umsonst gibt. Lieber verbringen die User eine Stunde Zeit mit der Suche nach einer kostenlosen Variante als die kostenpflichtige App zu erwerben.

Postkarte klärt über Namen der Berge auf

22. August 2015
Wie heißt nochmal der Berg?

Wie heißt nochmal der Berg?

Wie heißt nochmal der Berg? So oder ähnlich nerve ich meine Frau im Urlaub, weil ich nicht weiß, auf welchen Berg wir als nächstes wandern. Ich kann mir die Berge einfach nicht merken.
Für so Leute wie mich, hat mein Urlaubshotel Prinz Luitpold Bad in Bad Hindelang im Allgäu einen kleinen, aber feinen Service vorbereitet.

Eine Postkarte klärt über Namen der Berge auf.

Eine Postkarte klärt über Namen der Berge auf.

An den Panoramafenstern des Hotels, die Richtung Berge blicken, hängt eine Postkarte. Auf dieser sind neben einen freundlichen Gruß der Hotelierfamilie Armin Groß vor allem die Namen der Berge verzeichnet, die ich erkennen kann, wenn ich aus dem Fenster blicke. Jetzt weiß ich endlich, wo der Breitenberg, die Rotspitze, der Entschenopf und das Imberger Horn liegt. Prima Idee und tolle Aufmerksamkeit des Hotels.

Und hier die Postkarte in groß.

Und hier die Postkarte in groß.

Kuscheltiere gegen Kriegstrauma

21. August 2015
Kuscheltiere sollen das Leid von traumatisierten Kindern lindern.

Kuscheltiere sollen das Leid von traumatisierten Kindern lindern.

Auch kleine Gesten können helfen, davon bin ich überzeugt. Wir sind in unserem Land mit Flüchtlingen konfrontiert und es ist unsere Pflicht als Mensch zu helfen. Dies haben sich auch meine Kinder K1 und K2 gedacht. Nachdem wir in unserer Familie über Flüchtlinge und den Krieg in Syrien gesprochen haben, erklärten sich K1/2 spontan bereit, einen Teil ihrer Kuscheltiere an Kinder zu spenden. Viele Kinder sind durch den Krieg traumatisiert, haben schreckliche Erlebnisse hinter sich und viele haben alles verloren. Da kann vielleicht ein Kuscheltier etwas helfen.
Wir waren dann doch überrascht, wie viele Kuscheltiere sich im Laufe der Zeit bei uns angesammelt haben. Bei einem Zoobesuch hier, bei einem Volksfest dort, bei einem Vergnügungspark, von Großeltern und Freunden – wir haben einen Haufen Kuscheltiere. Hasen, Hunde, Katze, Löwe, Schafe, Affen, sogar Fische und exotisches Viehzeug wie Fledermäuse, Schlangen. Noah wäre begeistert über unsere Artenvielfalt und hätte Platz auf seiner Arche gehabt.

Ab zum Karussellfahren.

Ab zum Karussellfahren.

Nachdem die Entscheidung gefallen ist, dass wir Kuscheltiere spenden, ging es ans Aussortieren. K1/2 entschieden, welcher ihrer Tiere auf die Reise gehen dürfen und welche hier bleiben. Steiff-Tiere oder Kuscheltiere, zu denen meine Kinder oder meine Frau und ich einen besonderen persönlichen Bezug haben, wurden aussortiert. Die Spendertiere wanderten in große Waschkörbe.

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Im nächsten Schritt durften die Tiere Karussell fahren. Das bedeutet, sie wanderten in die Waschmaschine. Runde um Runde drehten sie in der Maschine. Anschließend wurden die Tiere getrocknet. Bei den heißen Temperaturen sah unserer Garten für einen Betrachter schon etwas seltsam aus. Im Garten und in den Kinderzimmern wurden Wäscheständer aufgebaut und Tiere zum Trocknen ausgelegt. Friedlich lag Löwe neben Tiger neben Lamm neben Fisch nebeneinander.


Anschließend wurden die Kuscheltiere nach Größe sortiert und in Plastiktüten verpackt. Als Empfänger unserer Kuscheltier-Spende wählten wir den Verein des Kabarettisten Christian „Fonsi“ Springer Orienthelfer. Orienthelfer e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 2012 in München gegründet wurde. Ziel ist unter anderem die humanitäre Unterstützung der Opfer des Syrienkonfliktes. Die Orienthelfer haben in der Kreisstadt Fürstenfeldbruck in einem Architekturbüro eine Sammelstelle. Dorthin brachten wir unsere Säcke mit Kuscheltiere. Wir hoffen, dass das eine oder andere Tier einem Kind eine Freude macht und wir mit dieser kleinen Aktion etwas helfen konnten.

Gemüse selbst ernten – tolles Angebot der Gärtnerei Gruber aus Nesselwang

20. August 2015
Tolle Idee der Gärtnerei Gruber aus Nesselwang.

Tolle Idee der Gärtnerei Gruber aus Nesselwang.

Es gibt Felder, auf denen wir Blumen pflücken können. Ich gehe auf Plantagen zum Blaubeeren sammeln – und habe sogar darüber geschrieben. Der Trend, etwas selbst zu pflücken oder zu ernten, ist vorhanden. Jetzt traf ich bei der Gärtnerei Gruber in Nesselwang im Allgäu auf einen neuen Trend. Gemüse selbst ernten. Ich hab es gemacht und bin begeistert.


Durch den Tipp von Susanne Wannags bin ich auf die Gärtnerei gestoßen. Sie liegt an der Maria-Rainer-Str. 25 in Nesselwang. Frisch, gesund und regional – unter diesem Motto gibt es dort von Juli bis September Gemüse zum selbst Ernten. Als ich dort Halt machte, gab es gerade verschiedene Tomaten- und Salatsorten, Gurken, Zwiebel, Zucchini, Paprika, Rucola, Auberginen, Sellerie, Kohlrabi, Mangold im Topf. Die Bohnenernte war gerade am Ende. Auf der Website der Gärtnerei werden die aktuellen Ernteprodukte, die reif sind, vorgestellt. Verteilt war das Gemüse um Selbsternten über drei große Gewächshäuser.


Vor allem die Gurken sind der Hammer. Vergessen Sie alles, was Sie jemals gegessen haben. Die Gruber-Gurke hat ein top Aroma. Wer nur die holländische Wassergurke als Stadtmensch gewohnt ist, wird nach dem Genuss der Gruber-Gurke nie wieder zu so einem aufgeblasene Wassermonster greifen.


„Die Idee zum Selbsternten hatten unsere Kinder“, berichtete mir die Chefin des Hauses. Sie selbst ist über den Erfolg der Aktion sehr überrascht und freut sich, dass die Aktion so gut angenommen wird. Neue Website und ein Facebook-Auftritt sorgen auch für digitale Kunden, die ganz analog nach Nesselwang kommen. Ganz wichtig für eine Gärtnerei: Die Kunden gehen sorgsam mit den Pflanzen um und ernten das Gemüse vorsichtig und umsichtig. Am Eingang des erstes Gewächshauses liegen Körbchen und Papiertaschen für die Ernte bereit.

Am Eingang des erstes Gewächshauses liegen Körbchen und Papiertaschen für die Ernte bereit. Gartenscheren gibt es zum Ausleihen.

Am Eingang des erstes Gewächshauses liegen Körbchen und Papiertaschen für die Ernte bereit. Gartenscheren gibt es zum Ausleihen.

Gartenscheren gibt es zum Ausleihen, damit die Pflanzen beim Ernten nicht beschädigt werden. Also nicht wild reißen, sondern vorsichtig abschneiden.


Dieses Jahr hat die Aktion des Selbsterntens Premiere gehabt. Ich muss zugeben, es ist eine absolute Bereicherung und zeigt die Innovationskraft des Mittelstandes. Ich wundere mich, warum ich bisher bei Gärtnereien im Umland von München so einen Service noch nicht bemerkt habe. Gerade die Stadtmenschen würden sich über ein solches Angebot freuen. Aber vielleicht kennt ihr ja Gärtnereien wie die Gärtnerei Gruber, die so einen Service anbieten. Und wenn ich wieder in Nesselwang bin, dann schau ich gerne wieder vorbei.

Und wenn ich wieder in Nesselwang bin, dann schau ich gerne wieder vorbei.

Und wenn ich wieder in Nesselwang bin, dann schau ich gerne wieder vorbei.


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