#Gravitationswellen im Netz

11. Februar 2016
Gebannt habe ich zugeschaut, aber wenig verstanden.

Gebannt habe ich zugeschaut, aber wenig verstanden.

Der Albert hatte doch recht – soviel habe ich verstanden. Aber ich gestehe: Es gibt Menschen, die deutlich schlauer sind als ich. Das ist mir bei der National Science Foundation-Übertragung der Gravitationswellen wieder klar geworden. Was ist verstanden habe: Wissenschaftler melden erste direkte Beobachtung von Gravitationswellen. Es heißt, damit steht Forschern ein fundamental neues Werkzeug zur Verfügung, um die Entstehung des Universiums zu erforschen.
Wow, ich habe mir die Übertragung via YouTube angesehen und kaum ein Wort verstanden. Aber ich habe gesehen, wie sich Menschen freuen können. Wissenschaftler lagen sich in den Armen, weil ihnen nach jahrzehntelangen Forschen endlich ein Durchbruch gelungen ist. Gratulation. “We will begin to listen to the universe.“

Wissenschaftsenthüllungen und Dummschwätzerchat auf einem Bild.

Wissenschaftsenthüllungen und Dummschwätzerchat auf einem Bild.

Während des Live-Streams gab es auch einen Live-Chat. Da wird ein bedeutendes Wissenschaftsrätsel gelöst und die Leute benehmen sich daneben. Einstein würde sich bei so viel Dummheit im Grabe umdrehen.
Und mir wurde bewusst, in welch toller Zeit wir leben. Im Netz haben sich Leute gefunden, mir das Thema Gravitationswellen zu erklären – und so, dass ich es als Nichtphysiker auch verstehe. Zahlreiche private Blogs berichten über das Phänomen und sind ganz aus dem Häuschen. Das finde ich toll.
Nach den Blogs kam der Blick auf die klassischen Medienseiten. Das war die Stunde der Wissenschaftsredaktionen, wenn es sie noch gibt. Auch hier was Thema Gravitationswellen ein großes Ding. Der alte Albert Einstein mit seiner Raumzeit hatte vor 100 Jahren ins Schwarze getroffen – was für ein kluger Kopf.

Split View in iOS 9: Zwei Bildschirme nebeneinander am iPad

11. Februar 2016

Seit iOS 9 ist es möglich, geplitte Bildschirme darzustellen, also zwei Bildschirme nebeneinander. Das lohnt sich in der Regel nur bei den neueren Modellen vom iPad Air, iPad mini und – bei mir – beim iPad Pro.
„Split View“, so heißt die Funktion. Sie macht mein Arbeitsleben leichter. Copy & Paste am iPad war ein Gemurkse und professionelles Arbeiten war nicht möglich. Durch das iPad Pro kam endlich ein großer Bildschirm und durch „Split View“ ist endlich professionelles Arbeiten möglich. „Split View“ sorgt dafür, dass zwei Apps gleichzeitig geöffnet bleiben und beide Inhalte der App zu sehen und zu bearbeiten sind. Nachdem ich von vielen Leuten gefragt wurde, will ich die Funktion ganz einfach erklären.


Wie wird nun „Split View“ aktiviert? Ich halte das iPad Pro im Landscape-Modus, also quer. Ich starte die erste App und wische dann von rechts nach links. Es erscheint die App-Liste und ich wähle meine zweite App aus und siehe da, ich habe zwei Apps nebeneinander und kann fröhlich hin und her kopieren. Ein weiterer Grund, das iPad Pro mitzunehmen und das MacBook in der Tasche zu lassen.

Nüchternde Zahlen bei neuen Arbeitsformen

10. Februar 2016

Ich beschäftige mich gerade mit dem Thema Neue Arbeitsformen und lese dabei die beiden empfehlenswerten Bücher Out of Office von Elke Frank/Thorsten Hübschen und New Work von meiner Bekannten Isabelle Kürschner. Beide kann ich als Denkanstoß und Streitschrift absolut empfehlen.

Als digitaler Nomade arbeite ich viel von unterwegs.

Als digitaler Nomade arbeite ich viel von unterwegs.

Anlässlich des Kongresses „Arbeiten in der digitalen Welt – Mensch – Organisation – Technik“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichte die Initiative D21 eine Sonderausgabe zum D21-Digital-Index 2015. Im Mittelpunkt stehen die Nutzung von Homeoffice, Telearbeit und mobiles Arbeiten sowie der Kompetenzerwerb. Und es ist traurig, wie es um neue Arbeitsformen bei uns bestellt ist. Alle reden davon, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Mit dem Newton begann es: Erste Versuche von Arbeiten unterwegs.

Mit dem Newton begann es: Erste Versuche von Arbeiten unterwegs.

Vor allem Selbstständige wie ich nutzen mobiles Arbeiten, Telearbeit und Arbeiten im Homeoffice (51 %; Arbeitnehmer 20 %). Im Vergleich arbeiten mehr Männer mobil als Frauen (28 % zu 15 %). Die Wissensaneignung im Bereich Computer und Internet hauptsächlich durch „trial-and-error“ (79 %). Das ist schade, denn ich bin ja genau in diesem Bereich als Dozent unterwegs. 
„Unsere Arbeitswelt wird digital. Schon jetzt gibt es vielfältige Möglichkeiten einer flexibleren Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Organisation der Arbeit“, sagt sehr optimistisch Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21. „Dabei birgt die digitale Arbeitswelt großartige Chancen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie wirtschaftliche Innovationen. Dafür sind jedoch auch gerechte Spielregeln notwendig.“
Und dennoch sprechen die Zahlen klare Worte. Die Möglichkeit, von jedem Ort und zu jeder Zeit seinem Beruf nachzugehen, wird aktuell nur von einem Viertel der Befragten (22 %) wahrgenommen. Vor allem Selbstständige nutzen die Vorteile der Digitalisierung der Arbeitswelt, nämlich 51 %, während es bei Arbeitnehmern nicht einmal jeder Vierte ist (20 %). Im Vergleich ist die Nutzungsrate bei Männern fast doppelt so hoch wie bei Frauen (28 % zu 15 %). Hier zeigt sich ein Zusammenhang mit Angaben zum Einkommen bzw. der Jobstruktur: Einerseits haben Männer ein höheres Einkommen und arbeiten in Berufszweigen in denen mobiles Arbeiten eher realisiert werden kann. Andererseits steigt mit dem Einkommen auch die Nutzungshäufigkeit bei der Telearbeit.
Insbesondere die jüngere Generation (18 – 29-Jährige) bildet sich weiter. Die Kompetenz wird allgemein durch eigenes Probieren erworben (79 %). Häufig werden auch Personen im direkten Umfeld zu Rate gezogen, vor allem von Personen über 50 Jahren. Schulungen und Weiterbildungsangebote werden wenig genutzt und hauptsächlich durch den Arbeitgeber finanziert (43 %). Lediglich 18 % der Arbeitnehmer sind bereit, Maßnahmen selbst zu finanzieren.
Als digitaler Nomade freue ich mich, wenn ich im heimischen Büro arbeite, aber dank Cloud-Dienste kann ich von vielen Orten aus arbeiten. Hauptsache das Internet stimmt – und leider ist dies oftmals das Problem.

Endlich: Mehrere Accounts in Instragram

9. Februar 2016

instagram

Es sind die kleinen Dinge über die ich mich wirklich freuen kann. Und es geht nicht nur mir so, sondern wenn ich die virtuelle Welt ansehe, freuen sich anderen auch: Gemeint ist ein neues Update bei Instagram. Heute hat meine Bekannte Heike Stiegler es auch vermeldet.
Seit kurzem können mit der Instagram-App mehrere Accounts verwaltet werden. Was so simple klingt, ist für mich (und viele Social Media-Fuzzis) ein gewaltiger Durchbruch. Bisher musste ich mich, wenn ich einen Kundenaccount betreuen wollte, von meinem privaten Account abmelden und mit den Kundendaten neu anmelden. Ein elendes Gemurkse kann ich nur sagen. Die Folge war, dass ein Account gepflegt wurde, während andere eher brach lagen.
Das Elend hat jetzt ein Ende: Hurra! Wie werden die Accounts aktiviert? Am Smartphone auf die Profiseite gehen und rechts oben am Rädchen klicken.

IMG_8827
Dann nach unten scrollen bis zum Punkt Konto hinzufügen.

IMG_8828
Hier dann die anderen Accounts mit Nutzername und Passwort eingeben.

IMG_8829
Um zwischen den Accounts hin- und herzuschalten einfach unten rechts auf das Profilbild klicken und schon öffnet sich die Auswahl.

IMG_8830
Übrigens, meinen Instragam-Feed findet ihr hier.

8 Bit-Unterhöschen für die Retro-Gamerin

4. Februar 2016

Bildschirmfoto 2016-02-01 um 12.27.06

Ich brauche mal euren Rat. Soll ich als Retro-Fan ein wenig Unterwäsche für meine Frau kaufen? Ich weiß nicht so recht. Ich habe beim Surfen durch dieses Internet auf der Suche nach neuen Schuhen einen interessanten Laden entdeckt: Pixel panties
Nun ja, sie haben die Pixels auch auf Schuhe gemacht, bieten sie aber leider nicht zum Kauf an. Dafür gibt es die Pixels nun auf Damen-Unterwäsche, sprich Unterhose. Das Material ist 81% Polyster und 19% Elasthan, ist eine äußerst dehnbare Chemiefaser mit hoher Elastizität, und stammt von italienischen Hersteller Carvico aus der Lombardei. Hergestellt werden die Pixel panties in Portugal.
Die Höschen sehen heiß aus, zumindest auf den Fotos des Unternehmens. Entsprechendes Fotomaterial gibt es auf dem Instagram-Account des Unternehmens.

Bildschirmfoto 2016-02-01 um 12.28.16
Die Namen der Modelle gefallen zumindest mir als Retro-Fan: Classic Pong White, Game boy Grey, Kirby Pinky Panties, Mario Fiery Red, Ms Pac Hypnotic Yellow, Princess Peach Peach, Sonic Ultrasonic Blue und Zx spectrum cyan. Ich glaube, Nintendo fällt bei der Nennung der Figuren in Zusammenhang mit Unterwäsche tot um und ich höre schon, wie ein Nintendo-Jurist nach Luft schnappt.
Was ist nun? Was meint ihr? Soll ich meiner Frau und mir eine Freude machen?

Feriendorf Legoland Deutschland: Eine Nacht in der Königsburg

3. Februar 2016
Die Königsburg im Legoland Deutschland.

Die Königsburg im Legoland Deutschland.

Übernachten im Schloss oder auf einer Burg? Die Vorstellung gefällt mir und ab und zu nächtige ich in einem Schlosshotel. Eine besondere Art von Burghotel ist im Feriendorf des Legolandes Deutschland zu finden. Also Lego-verrückte Familie mussten wir dies unbedingt ausprobieren. Anlässlich einer Einladung zu Beer and Dine buchte ich zwei Zimmer für die Familie und ab ging es nach Günzburg zur Tafelrunde.
Irgendwie erinnerte mich alles an Las Vegas: Künstlichkeit pur, aber mir macht so Zeug einfach Spaß – vor allem wenn es um Lego geht. Die Anfahrt von der Autobahnabfahrt zum Feriendorf ist einfach. Schnell einchecken in der Rezeption (super freunliche Mitarbeiterinnen), Schlüsselkarten holen, WLAN klären und ab geht es zur Königsburg.

Im Moment wird gerade gebaut. Wer seinen Aufenthalt verlängern möchte, kann im parkeigenen Feriendorf ab März 2016 auch in der neuen Drachenburg nächtigen. Sie komplettiert den bestehenden Burgenkomplex und bildet mit der Königs- und der Ritterburg einen imposanten Burghof. Die drei Burgen verfügen insgesamt über 136 Zimmern mit 622 Betten, alleine in der Drachenburg sind es 34 Lego thematisierte Familienzimmer für bis zu vier Personen. Die Räumlichkeiten sind liebevoll dekoriert und Modelle aus rund 5.000 Lego Steinen pro Zimmer verwandeln die Gemächer in ein Lego Königreich.


Meine Frau und ich sind im Zimmer 417 untergebracht. Meine Kinder haben das Zimmer nebenan 418 und beide Zimmer sind gleich eingerichtet.

Die Tür wird mit einer Schlüsselkarte geöffnet und gleich betritt man den dunklen Raum. Gleich auf der rechten Seite steht ein Stockbett für (kleine) Kinder. Der Legoland-Aufkleber auf dem Bett wird gleich kassiert.
Im Schlafraum der Eltern steht ein großes Doppelbett und darüber das Wappen der Königsburg. Die Fackeln links und recht vom Bett sind Lampen. Die Wände des Zimmers sind mit Mittelalter- und Ritterszenen verziert, hier ein Magier, dort ein Ritter auf seinem Streitross mit Morgenstern und natürlich auch ein Burgfräulein.


Das Badezimmer wird von einem schlafenden Ritter bewacht. Im großzügen Badezimmer mit Dusche hängt eine Krone an der Wand (wenn der König den speziellen Thron besteigt). Das Wandmotiv zeigt einen badenden Ritter. Seifen, Fön und auch für Feuchttücher für kleinere Kinder sind kostenlos vorhanden.
Als Aufmerksamkeit gibt es einen Wasserkocher sammt Teebeutel. Kritik habe ich nur an der Stromversorgung. Als digitaler Nomade brauche ich deutlich mehr Steckdosen, um die Gerätschaften aufzuladen. Zur Not habe ich eine Mehrfachsteckdose immer im Reisegepäck.


Nach dem Erstbezug der Zimmer muss ich die Burg erkunden. Es gibt drei identische Stockwerke mit langen Gängen. Im Treppenhaus hängt ein Leuchter von der Drecke. An den Wänden hängen Bilder von erfolgreichen Rittersleut. Ich schreite die Treppen herauf und wieder herab. Im Eingangsbereich stehen drei Legoritter als Fotomotiv. Später macht die Familie ein Erinnerungsfoto. Ein Burgverlies konnte ich nicht entdecken. Gibt es eigentlich verborgene Räume? Geheimgänge? Eine Folterkammer? Mir begegnet kein Hui Buh-Schlossgespenst als vielmehr ein Rentnerehepaar auf der Suche nach ihren Zimmer. Der Zugang zum Versorgungsbereich im Erdgeschoss ist versperrt. Fleiße Legoland-Mitarbeiter bereiten alles vor für das abendliche Event Beer and Dine.

Die Gänge machen Spaß.

Die Gänge machen Spaß.

Also Jacke an und um die Burg marschiert. Nachdem es aber eklig kalt ist, bleibe ich nicht lange vor der Tür. Ich beonachte die Handwerker, die sich aufmachen, die Drachenburg zu optimieren. Im Moment stehen die Zimmerarbeiten an, damit alles ab März fertig ist. Nachdem ich auch die Kopfhörer abnehme, lausche ich Mittelaltermusik, die von verschiedenen Lautsprecher eingespielt wird. Am nächsten Morgen werde ich von so einer Mittelaltermusik geweckt, weil unser Zimmer direkt an einem Lautsprecher angrenzt und ich das Fenster über Nacht geöffnet habe. So viel Atmosphäre brauche ich dann doch nicht.
Das Frühstück ist reichhaltig und es gibt es für jeden Geschmack etwas. Die charmante Bedienung bringt eine Etagere mit drei Ebenen: Früchte, Käse und Wurst. Der Kaffee ist gut, der Espresso auch. Eier und Speck sind da, aber Eierbecher finde ich nicht, egal.


Gegen 14 Uhr verlassen wir die Königsburg wieder, geben unsere Schlüsselkarten ab und machen uns auf dem Heimweg. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich im Feriendorf zu Besuch war. Die Kinder haben schon ein Auge auf die Campingfässern geworfen. Mit 25 neuen Campingfässern im Wildnis-Look steht den Feriendorf-Gästen 2016 eine weitere Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Die urigen Fässer für bis zu vier Personen sind beheizbar und bestehen aus einem Schlafbereich und einem kleinen Wohnabteil, das zum Kinderschlafraum umgebaut werden kann. Alle Fässer sind mit Lego Modellen dekoriert und haben einen eigenen Außenbereich mit Sitzgelegenheiten. Mit der neuen Drachenburg und den Campingfässern hat das Legland Feriendorf eine Gesamtkapazität von 2.090 Gästen pro Nacht.

IMG_8325

Beer and Dine in der Königsburg, Legoland Deutschland

2. Februar 2016
Mein Kumpel und ich waren im Legoland Deutschland bei Beer and Dine.

Mein Kumpel und ich waren im Legoland Deutschland bei Beer and Dine.

Ich hatte gewonnen – wow, ich hatte gewonnen! Ich mache kaum bei Gewinnspielen in Facebook mit, aber dieses Mal habe ich bewegt und bei einem Gewinnspiel des Legolandes Deutschland geklickt und glatt gewonnen. Hurra – als Preis gab es zwei Karten für Beer and Dine in der Königsburg im Legoland. Also gleich für die Familie eine Übernachtung in der Königsburg gebucht und ab nach Günzburg. Die Autobahn ist aus Richtung München endlich fertiggestellt.

Im Restaurant der Königsburg wurde serviert.

Im Restaurant der Königsburg wurde serviert.

Nach drei Events zum Thema Wein, ging das Eventteam des Legolandes jetzt eine Kooperation mit der lokalen Brauerei Autenrieder ein. Es wurden alle Varianten des Autenrieder Bieres ausgeschenkt, passend zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebotes. Rund 70 Gäste waren der Einladung zu Beer and Dine in das Restaurant der Königsburg gefolgt. Für die Küche um Philip Fischer war es wohl auch eine Wohltat, nicht wie immer ein Freizeitpark-Standardprogramm wie Pommes, Kässpatzen oder Fischstäbchen zu produzieren, sondern ein vier Gänge Menü zu zaubern.


Beim Degustationsmenü konnten wir Gäste wählen zwischen der fleisch- und vegetarischen Variante. Unsere Familie wählte beide und so konnten wir prima tauschen und ausprobieren.
Es begann nach einem Gruß aus der Küche mit rosa gebrateten Roastbeef vom Weiderind mit fruchtig-saurer Topfencreme und knusprigen Walnussbrot. Die Vegatarier bekamen einen grillteb Gemüsesalat mit Rucola und Quinoa.


Der zweite Gang war ein pfeffringer Zander mit Rahmlinsen, Salbei-Butter und lila Kartoffeln. Die vegatarische Variante waren knusprige Polentaknödel mit sautierten Plizen und Lauchcreme.


Der Hauptgang war Filet und Bäckchen vom Kalb mit Kräuter-Gnocchi und Pilzen. Und die Vegetarierer genossen Lasagne von der Süßkatoffel mit geschmolzenen Tomaten und Grana Padano Chips.


Die Nachspeise war für alle gleich. Es gab Weißbier Mousse mit Schokoladen-Haselnuss-Brownie und Cassis Sorbet.

IMG_8300
Die ganze Sache hieß ja Beer and Dine. Und hier kamen die Brauer von der Brauerei Autenrieder voll zum Zug. Insgesamt gab es am Abend sieben unterschiedliche Biere zum Verköstigen, allesamt handwerklich gebraut. Sie unterscheiden sich deutlich von dem Einheitsbier großer Konzerne. Das Bier macht Appetit und animiert zum Weitertrinken. Die Biere waren unter anderem:

Autenrieder Urtyp Hell
Goldgelb glänzend mit vollmundigem Geschmack, weich und würzig zugleich und mit feinhopfigem Aroma, so schätzen Kenner und Genießer Autenrieder Urtyp Hell als traditionelle urbayrische Spezialität. Alk. 5,0% Vol.

Autenrieder Urtyp Dunkel
Die dunkle Urtyp-Variante, speziell mit dunklem Malz gebraut. Bester Biergenuss mit leicht süßem, feinnussigen Aroma gerösteten Malzes. Der ideale Begleiter zu vielen Gerichten. Alk. 5,4% Vol.

Autenrieder Zwickel
Der Probierhahn des Lagerfasses gab diesem Bier den Namen. Eine Spezialität, die gebraut nach überliefertem Familienrezept lagerfrisch und naturtrüb belassen abgefüllt wird. Sie enthält besonders viele Vitamine und Mineralien und schmeckt erfrischend leicht. Alk. 5,0% Vol.

Autenrieder Leonhardi-Bock
Geradezu ein Klassiker unter den Bockbieren ist unser Leonhardi-Bock mit 18,5% Stammwürze, malzbetont und kraftvoll, weich und süffig. Die Farbe wie dunkles Bernstein lässt den unvergleichlichen Genuss bereits erahnen. Alk. 7,5% Vol.

Autenrieder Weizen-Bock
So kraftvoll kann ein traditionell gebrautes Weizenbier schmecken. Die dunkelrubinfarbene, süffige Spezialität vereint 16% Stammwürze mit der perligen Frische und feinen Eleganz unseres Original Hefe-Weizen. Nur noch wenige Brauereien bieten diese traditionelle Spezialität, gereift in echter Flaschengärung. Alk. 7,2% Vol.

Schlossbräu Original
Frisch eingeschenkt bringt mir die schneeweiße Schaumkrone – satt, fest und stabil – eine wunderbare Einstimmung. Zusammen mit der glanzfeinen, tiefgoldenen Farbe des Bieres freue ich mich auf den ersten Schluck. Sofort steigt mir ein neuer frischer Duft mit deutlicher Citrusnote in die Nase – ein herrliches Aroma aus Zitronen- und Mandarinenschalen. Gewürznoten halten sich dezent im Hintergrund.
Gleich zu Beginn bemerke ich, dass es auf meiner Zunge spritzig erfrischend prickelt. Da beim Brauen Karamellmalze verwendet werden, schmecke ich ausgeprägte Malztöne, die den Mundraum und Gaumen sofort ausfüllen. Diese überwältigende Vollmundigkeit ist sehr prägend, gepaart mit einer leichten Honigsüße. Das herzhafte Volumen und die komplexen Malznoten hallen noch wunderbar nach.
Der Nachtrunk ist sehr ausgeprägt und ich bekomme abermals ein Citrus- und Honigaroma zu spüren. Hier ist das Zusammenspiel der charaktervollen Zutaten besonders gelungen.

Schlossbräu Bernstein Weisse
Bernstein, so der Name, ist auch die Farbe und zusammen mit feinen Trübungen bemerke ich den cremefarbenen, satten Schaum. Feinporig, fest und mit feinen Konturen hält er sich wie eine Krone im frisch eingeschenkten Glas. Ich warte noch etwas ab und sehe die Hefewolken das Glas durchziehen.
Mit dem ersten Ansetzen des Glases nehme ich sofort das Aroma von vollreifen Bananen und einer Honigmelone war. Danach erreicht mich mit etwas Verzögerung ein anhaltend,
harmonischer Karamellduft.
Beim ersten Schluck schmecke ich sofort ein kräftiges, besonders angenehmes fruchtiges Bananenaroma. Weich und geradezu samtig verteilt sich die Bernstein Weisse prickelnd und fein im Mund und erfüllt mich mit einer Leichtigkeit des Geschmacks nach Karamell.
Der Abgang oder Nachtrunk vermittelt mir eine  wunderbare Balance zwischen Säure und Süße mit einem anhaltenden vollen Geschmack. Nochmals am Glas gerochen, nehme ich eine feine Hopfennote auf, die ich angesichts der starken Frucht- und Karamellnoten anfangs noch nicht wahrgenommen hatte.

Yo-Yo Ma spielt Bach Suiten in Gasteig, München 2016

1. Februar 2016
Yo-Yo Ma im Gasteig, München mit den Cello Suiten von Bach.

Yo-Yo Ma im Gasteig, München mit den Cello Suiten von Bach.

Es gibt Kulturmomente, die ich nie vergessen werde – große, ganz intensive, persönliche Momente. Diese können beim Betrachten eines Films, eines Gemäldes, eines Fotos oder beim Abtauchen in die Musikwelt ganz unvermittelt geschehen. Als Yo-Yo Ma in München gastierte, war wieder so ein Moment gekommen. Ich habe diesen großartigen Cellisten noch nie live genießen können. Bisher kannte ich Yo-Yo Ma nur von CD. Wir haben die fette 30 Years Outside the Box mit 90 CDs von Yo-Yo Ma zu Hause und zu unseren Lieblingsaufnahmen gehören ganz sicher die Bach Suiten. Und genau diese Bach Suiten 1 bis 6 spielte Yo-Yo Ma im Münchner Gasteig – Himmel was für ein Genuss. Dank meiner Frau besuchten wir gemeinsam das Solo-Konzert von Yo-Yo Ma.


Die Bach-Freunde wissen ja, dass das Original der Suiten von Bach verloren gegangen ist und wir die Stücke von zwei Abschriften kennen. So war eine gute Rekonstruktion der Notentexte möglich. Heute kommt kein Cellist um diese Suiten herum, dabei waren sie wohl nicht so sehr als Konzertereignis, sondern vielmehr als Fingerübung von Bach gedacht. Bach fordert dem Cellist und seinem Instrument alles, aber wirklich alles ab. Und da ist Yo-Yo Ma der richtige Mann. In Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk legte der US-Amerikaner einen Konzertmarathon hin und spielte verschiedene Konzerte in München. Wir hatten Karten für die Bach Suiten und genau die sind für mich die musikalische Offenbarung.


Die Stücke entstanden zwischen 1715 bis 1723 und sind alle nach dem gleichen Schema aufgebaut. Die Stücke verlangen höchste Konzentration und die brachte Yo-Yo Ma sichtlich mit. Im dunklen Anzug mit roter Krawatte hielt er im Gasteig Hof. Yo-Yo Ma hat als Künstler absolute Persönlichkeit. Das wurde klar, als er die fast leere Bühne im Gasteig betrat. Ein Podest, ein Stuhl, ein Tischchen mit einem Glas Wasser – und dann dieser Ausnahmekünstler mit seinem Violoncello und der Musik von Bach. Die Anspannung war ihm anzumerken, doch ab der zweiten Suite wusste er und wir: Es wird ein unvergesslicher Abend. Yo-Yo Ma nahm einen Schluck Wasser und machte seine Scherze. Er begrüßte zwei Nachzügler in den vorderen Reihen (schämt euch). Yo-Yo Ma scheint kein abgehobener Künstler zu sein, denn er gab sich im Gasteig volksnah und kommunizierte entspannt. Er muss sich nicht anbiedern, sondern weiß um sein Können und muss nicht verkrampfen.
Und er legte sich beim Spielen voll ins Zeug. Der ganze Körper ging mit. Yo-Yo Ma wiegte sich, er streckte sich, beugte sich vor, drückte den Rücken durch, umarmte sein Instrument. Yo-Yo Ma riß am Ende einer Suite den Bogen nach oben wie ein Held sein Schwert nach oben streckt – geniale Show und geniale Musik. Bach ist Genie und Yo-Yo Ma ist der Verkünder dieser Genialität. Ich war zu weit weg und meine Augen sind zu schlecht, aber ich glaubte ein Feuer in den Augen Yo-Yo Mas zu sehen. Danke, dass ich diesen Abend erleben durfte und einen meiner persönlichen Kulturmomente hatte. Danke auch an meine Frau für die Konzertkarten.

Anmerkung: Ich will einen neune Konzertsaal in München, aber flott.

Was anziehen zum Straßenkarneval oder Faschingsumzug?

30. Januar 2016
Bald ist im Nebendorf wieder ein Faschingsumzug. Was zieht man an?

Bald ist im Nebendorf wieder ein Faschingsumzug. Was zieht man an?

Karneval, Fasching, Fasenacht stehen vor der Tür und ich verkrieche mich. Ich bin einfach nicht der Typ für das närrische Treiben. Aber ich halte es wie der alte Fritz: Jeder soll nach seiner Façon seelig werden. Also, macht doch, was ihr wollt!
Fernsehübertragungen von Sitzungen und Umzügen finde ich übrigens auch grausam. Mainz bleibt Mainz, Fasnacht aus Franken, Orden wider den tierischen Ernst – für mich alles grausam. Wieder ein Grund für mich, lineares TV zu meiden. Ich war allerdings mehrmals in Köln beim Karneval und ich geb es ja zu: Wenn die richtigen Leute zusammen sind, dann kann es schon lustig sein. Ich habe einige Bekannte, wie Jürgen, der lebt den Karneval und sei ihm gegönnt. Hier ein paar lustige Fakten um die närrische Zeit.

Infografik_Fun Facts rund um Karnevmal_maskworld.com
Karneval 2016 beginnt ziemlich früh – schon am 08. Februar finden in diesem Jahr die Rosenmontagsumzüge statt. Da es eigentlich Winter ist, kann es knackig kalt werden. Wer am Straßenkarneval oder bei uns in Bayern beim Faschingsumzug mitmachen will, der sollte auf das richtige Kostüm achten. Die Kollegen meines Lieblingskostümversender Maskworld in Berlin haben ein paar ganz gute Tipps parat. Warme Kostüme sind bei der kalten Jahreszeit (wir haben Winter) unverzichtbar, um am Aschermittwoch nicht erkältet im Bett zu liegen. Obwohl, am Aschermittwoch ist doch alles vorbei. 

Warme Kostüme zu Karneval: Trotz Frost kein Frust
Viele Kostüme sind schon aufgrund von Schnitt und Material schön warm und perfekt für den Straßenkarneval und den Faschingsumzug geeignet. Neben lustigen Fatsuits sind das vor allem Tierkostüme, die meist als Ganzkörperkostüm geschnitten und mit wärmendem Kunstpelz ausgestattet sind. Ich muss zugeben, ich finde vor allem als Retrogamer das Pikachu-Fatsuits süß. Für meine Größe gibt es das Kostüm aber auch nicht und eigentlich wollte ich ja den Trubel meiden.

Hier wird es einem warm. Foto: www.maskworld.com

Hier wird es einem warm. Foto: http://www.maskworld.com

Auch die meisten Uniformen und Berufskostüme sind für die kalte Jahreszeit geeignet, da durch ihr Design oft Arme und Beine bedeckt werden und eine warme Kopfbedeckung oft inklusive ist: Astronauten, Piloten, Richter. Historische Kostüme wie Mönchskutten, lange Renaissance-Kleider und Ritterkostüme sind für die Rosenmontagsumzüge und kalten Tage ebenfalls eine gute Wahl. Achtung: Die Krankenschwester hat eindeutig verloren bei kalten Temperaturen. 

Angesagt: Der Zwiebellook
Was die Zwiebel kann, das funktioniert auch mit einem Kostüm: Einfach mehrere Lagen an Kleidung übereinander ziehen! Das schützt vor Kälte und macht einen flexibel. Über der Kleidung sind weit geschnittene Karnevalskostüme zu empfehlen, zum Beispiel flauschige Einteiler, genannt CozySuits. Wer will, kann auch gleich ein weiteres Kostüm für den Indoor-Karneval darunter ziehen. Wer es körperbetont mag, greift zum Morphsuit mit Thermo-Unterwäsche und zieht als besonderen Hingucker einen bunten OppoSuit drüber. Das sieht nicht nur cool aus, sondern ist auch noch warm.

Praktisch: Accessoires für die kalte Jahreszeit
Legwarmer für die Beine, Handschuhe für kalte Finger und bunte Mützen für den Kopf. Accessoires peppen nicht nur Kostüme auf, sondern halten beim Straßenkarneval und Faschingsumzug richtig warm. Wer zum Rosenmontagsumzug sexy sein will, muss nicht frieren: Flauschige Hoodies halten den Oberkörper dank des Fleece-Stoffes schön warm. Ergänzend können die Hoodies und sexy Kostüme mit Strumpfhosen und Fellstulpen kombiniert werden, um keine Frostbeulen zu bekommen. Zudem lässt sich unter vielen sexy Kostümen ein blickdichter Body oder ein Longsleeve tragen. So braucht man zu Karneval/Fasching trotz Kälte nicht auf sein Wunschkostüm zu verzichten.
Jetzt muss es nur noch kalt werden, sonst schwitzt der Narr bei der Klamotte sich zu Tode. Mir kann das nicht passieren. Als Langweiler habe ich mich zu Hause verkrochen, wünsche euch aber eine närrische Zeit.

Ein Mönch und Karneval - geht das? www.maskworld.com

Ein Mönch und Karneval – geht das? http://www.maskworld.com

Wechsel in der Küche im Hotel Goldene Traube

29. Januar 2016

Es ist schön, wenn man den richtigen journalistischen Riecher hat. Als Gast in den Restaurants des Romantik Hotels Goldene Traube in Coburg habe ich im Dezember von einem Wechsel in der Küche und einer Neuausrichtung des Restaurants Victoria Grill in meinem Blog geschrieben. Meine Voraussagungen sind nun eingetreten.
In einer Pressemitteilung bedanken sich die Inhaber des Romantik Hotels Goldene Traube, Bernd und Barbara Glauben bei ihrem ehemaligen Küchenchef Stefan Beiter, der das Haus nach knapp sieben Jahren verließ. „Die Zusammenarbeit mit Stefan Beiter war äußerst erfolgreich und stets von einem sehr guten Miteinander geprägt“, so Bernd und Barbara Glauben. Und die beiden haben dafür gesorgt, dass der Wechsel reibungslos über die Bühne ging.

Stefan Szabo ist neuer Küchenchef in der Goldenen Traube in Coburg.

Steffen Szabo ist neuer Küchenchef in der Goldenen Traube in Coburg.

Mit Steffen Szabo als Küchenchef und Johannes Bischof als Stellvertretender Küchenchef übernehmen zwei ambitionierte Köche aus der zweiten Reihe nun die Regie im Sternerestaurant Esszimmer. Beide Köche können auf Erfahrungen in verschiedenen Spitzenrestaurants zurückgreifen.
Nach Schloss Elmau konnte Steffen Szabo drei Jahre in der Küche von Hubert Obendorfer im Landhotel Birkenhof und dem Sternerestaurant Eisvogel seine Erfahrungen sammeln. Johannes Bischof kann ebenfalls auf Erfahrung aus hochdekorierten Häusern zurückgreifen. Klangvolle Namen wie das Restaurant Alpin Lifestyle Hotel Löwen & Strauss in Oberstdorf, Schloss Hotel Schauenstein in Fürstenau in der Schweiz, das mit drei Michelin Sternen ausgezeichnet ist, das Relais & Chateaux Hanner Mayerling in Österreich sowie die zwei Sterne Küche von Jörg Sackmann zählen zu seinem Werdegang.
Und auch beim zweiten Thema hatte ich den richtigen Riecher.


Das Restaurant Victoria Grill wird mit dem Konzept Victoria Sushi & Wine erweitert. Sushi lässt sich auch sehr gut zu Wein kombinieren, wenn man vor allem auch die Schärfe berücksichtigt, so Bernd Glauben, der auch Präsident der Sommelier-Union Deutschland ist. So wird es neben einer Auswahl passender Weine, zur Sushikarte auch zwei spezielle Sushi Weine geben, die er in Zusammenarbeit mit einem befreundeten Winzer entwickeln wird.
Das Victoria Sushi & Wine wird am 1. März 2016 an den Start gehen und das Gourmetrestaurant Esszimmer öffnet nach seinen Ferien wieder am 18. März. Ich bin dann gespannt auf die kulinarischen Genüsse.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 2.264 Followern an