Auto-Play bei Facebook zum Teil abschalten

16. April 2014

Ich kann nicht über aktuelle Entwicklungen der Medienkompetenz sprechen und live nicht dabei sein. Das tun schon zu viele. Daher nutze ich selbstverständlich Facebook und bekomme immer wieder die Krise bei so manchen Neuerungen von Mark Zuckerberg. Wieder so eine Krise bekam neulich ich als ich nach dem Update meiner Facebook-App das Auto-Play von Videos feststellen musste. Videos an meiner Pinnwand werden auf meinem iPad oder iPhone sofort gestartet Das nennt sich Auto-Play. Gut zumindest sind die Videos stumm, aber dennoch wird mein teures Datenvolumen für die Mobilgeräte aufgefressen, ohne dass ich wirklich etwas davon habe.

Da gibt es eine Abhilfe und daher dieser kleine Tipp: Das automatische Starten der Videos auf mobilen Devices kann auch teilweise abgeschaltet werden. Folgernder Workflow: Bei iOS in die Einstellungen gehen, dann Facebook auswählen.

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Dort unter den Einstellungen das Feld Auto-Play nur über WLAN aktivieren und schon startet das Video in Facebook nicht mehr automatisch, wenn ich unterwegs bin.

Ein komplettes Abschalten habe ich leider nicht gefunden und im Ausland muss ich bei volumenabhängigen WLAN-Hotspots darauf achten, aber zumindest laufe ich bei meiner täglichen Arbeit unterwegs nicht in die Kostenfalle hinein.

 

Alles Gute zum Geburtstag: 30 Ausgaben Retro Magazin

10. April 2014

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Jeden Tag gehe ich an meiner Lisa vorbei und streiche behutsam über ihre Kurven. Ich liebe ihre Kurven. Ja, ich mag sie und meine Frau hat in diesem Fall nichts dagegen, obwohl sie nicht Lisa heißt.

Ja ich mag Lisa und meine alten Rechner. Ich bin ein bekennender Retro-Computerfan. Aber ich habe mich gebessert, ich kaufe nur noch ab und zu eine alte Kiste – neulich hätte ich beinahe einen Next Cube gekauft. Aber aus Platzgründen werden solche Investitionen erst einmal verschoben.

Da greife ich lieber zu Retro-Magazinen, in denen Gleichgesinnte über die alten Rechenknechte schreiben. Als Journalist bin ich mit IT vertraut und nutze neue Geräte zum Arbeiten. Ich arbeite mit der neuesten Technik, erinnere mich aber gerne an die alten Zeiten, wie es bei mir begann: C64, ZX 81, Atari 2600 und eben meine Lisa.

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Immer wieder nehme ich die Retro-Zeitschriften zur Entspannung in die Hand. Ich bin Leser des Retro Gamers aus dem Heise-Verlag und des Retro Magazins aus dem CSW-Verlag. Soeben ist die 30. Ausgabe des Retro Magazins erschienen und ich freue mich auf die Lektüre. Ich wünsche schon mal hier in aller Form: Alles Gute zur 30. Ausgabe.

In einer Zeit, in der Zeitschriften immer unwichtiger werden und die Auflagenzahlen in den Keller gehen, kann sich seit vielen Jahren ein Magazin gegen den Trend der Zeit behaupten: Von Retro aus dem schwäbischen CSW-Verlag gibt es Positives zu berichten: Das größte, deutschsprachige Magazin für Retro- und Computerspiele-Kultur ist seit 2005 erfolgreich am Markt, die Auflagenzahlen verzeichnen gegen den Branchentrend feste Zuwächse. „Die Mischung aus Emotionen durch Spielklassiker, kombiniert mit der Faszination für aktuelle Computerspiele kommt bei den Lesern sehr gut an“, so Herausgeber Enno Coners. Ich kenne noch Coners aus alten Tagen und er ist Herausgeber der Klassikerreihe um Extraleben, Aus diesem Grund schaut Retro nicht nur in eine rosige Zukunft, sondern hat diese Tage einen besonderes Jubiläum zu feiern: 30 Ausgaben Retro.

Das Hauptthema der 30. Retro-Ausgabe nennt sich „OSTZILLATION – Computer im Osten“. Auf rund 100 Seiten werden Themen wie die Entwicklung des ostdeutschen Spielautomaten Poly-Play, Apple-II Klone aus Bulgarien oder 30 Jahre „Tetris“- Mathematik behandelt. Des Weiteren verrät das Jubiläumsheft, wie man einen Mini- Arcadeautomaten selbst baut, lässt die Geschichte des Rollenspiel-Klassikers „Ultima“ Revue passieren und widmet sich dem Computer Sinclair QL.

Je mehr ich lese, desto mehr überlege ich, wo ich eigentlich mehr Platz her bekomme? Es gäbe da noch so ein paar alte Rechner …

 

Vor 24 Jahren lief Twin Peaks

9. April 2014
Erstmal Kaffee

Erstmal Kaffee

Heute vor 24 Jahren lief Twin Peaks im US-Fernsehen an und veränderte unsere Fernsehlandschaft. TV-Serien bestanden bis dahin aus abgeschlossenen Episoden, vielleicht gab es ab und zu mal einen Mehrteiler. Serien bedeuteten für mich zunächst Rauchende Colts, Bonanza oder Waltons. Später gab es einen Colt für alle Fälle (mit Judy), die Profis und meine absolute Lieblingsserie Lou Grant. Aber mit Twin Peaks veränderte sich meine Art Serien zu sehen.

David Lynch nahm uns mit in eine skurrile Welt und durch die Twitterin Miriam Zissler erkannte ich, wie sehr Twin Peaks in meine heutige Welt passt. Ohne Kaffee geht nichts: Bei Agent Cooper damals, bei Twitter heute und bei mir jetzt. Während ich diesen Blogpost schreibe, habe ich einen heißen Kaffee vor mir stehen und höre die geniale Serienmusik Twin Peaks von Lynchs Hauskomponisten Angelo Badalamenti.

Die Episoden um den Tod von Laura Palmer bauten aufeinander auf. Twin Peaks war Sucht und wurde immer irrer. Von Folge zu Folge nahm die Droge zu und endete im Irrsinn, eben typisch David Lynch. Das gelang durch ein hervorragendes Drehbuch, perfekte Regie, glaubwürdige Darsteller, eingänige Musik und viel, viel abgedreten Humor. Ich behaupte mal, ohne Twin Peaks hätte es Lost oder Game of Thrones nicht gegeben. Es wird also für mich wieder Zeit, die DVDs von Twin Peaks aus dem Archiv zu holen und mir die besten Szenen anzuschauen. Dazu gibt es natürlich einen Kaffee.

 

Musiktipp: Offenbarung für Woody Guthrie Fans

8. April 2014

Immer wieder greife ich zu den alten Folk-Scheiben und ich bin im Moment auf dem Woody Guthrie-Trip. Bisher besaß ich nur obskure Best-of-CDs, die meist von mäßiger Soundqualität sind. Nun entschloss ich mich, zwei Sammelboxen von Woody Guthrie zu erwerben und der Kauf hat sich vollends gelohnt.

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Es handelt sich um My Dusty Road und American Radical Patriot. Beide Boxen sind großzügig aufgemacht, liefern Begleitmaterial und Hintergrundinfos. Das Wichtigste: Aus den alten Ausnahmen wurde das beste herausgeholt, soweit es bei den Aufnahmen überhaupt möglich ist.

Bei My Dusty Road ist eine vier CD-Box, die in einem Reisekoffer untergebracht sind. Die Songs stammen von den Masterbändern und wurden überarbeitet. Einmal gibt es eine Greates Hits-CD mit den bekanntesten Aufnahmen des Folkies, darunter This Land Is Your Land,  Pretty Boy Floyd oder Jesus Christ. Für mich interessanter war dann schon die zweite CD the Agitator: Sie enthält die Gewerkschaftslieder – die Songs stammen aus der Zeit der Depression und Guthrie gab den Unterdrückten eine Stimme. Mit dabei sind I’m Gonna Join That One Big Union, Tear The Fascists Down, The Ludlow Massacre. Wir erinnern uns, Woody Guthries Gitarre trug den Schriftzug “Diese Maschine tötet Faschisten.” Es waren harte Zeiten damals und die Sprache war radikal, die Guthrie in Songs packte.

Zudem gibt es die CDs Roots und die flotten Trio-Aufnahmen Woody, Cisco and Sonny. Als Zugabe gibt es zwei Postkarten und ein aussagekräftiges Booklet. Hier gibt es genaue Angaben, wie der genaue historische Hintergrund zu den einzelnen Songs war. Für Woodys-Fans eine wirkliche Offenbarung.

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Noch ein Stück weiter in die Historie geht die Sammelbox American Radical Patriot . Das streng limitierte Box-Set beinhaltet 6 CDs, eine DVD und ein 60-seitiges Buch (auch als deutlich erweiterte 258-seitge PDF-Version enthalten). Als Leckerbissen ist eine 10“ 78-rpm Vinyl mit Bob Dylans Version von Guthries “VD City” und Guthries eigenes “The Biggest Thing That Man Has Ever Done” enthalten. Aber die Sache ist wirklich nur noch was für Hardcore-Fans: In den 40er Jahren wirkte Guthrie bei diversen staatlichen Aufklärungsprogrammen mit, die die von der Wirtschaftskrise gebeutelten Amerikaner über Stromversorgung, Gesundheit, Sozialprogramme und ähnliches informieren sollten. Hierfür entstanden einzigartige Aufnahmen neuer und bekannter Songs des Liedermachers. Guthrie erzählt viel von seiner persönlichen Geschichte und es ist schon spannend, welchen Slang der Künstler spricht.

Wer sich mit der amerikanischen Folk-Musik beschäftigen möchte, der kommt um Woody Guthrie nicht vorbei. Und diese beiden Boxen haben es wirklich in sich. Hier geht dem Fan das Herz auf. Der geneigte Hörer von Radiomusik kann getrost weghören.

 

 

Buchtipp: Art of 300 Rise of an Empire von Peter Aperlo

7. April 2014

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Als 300 im Jahr 2007 ins Kino kam, war ich vom Stil des Films absolut fasziniert. Ich kannte den Comic von Frank Miller und war von der Umsetzung von Zack Snyder auf die Kinoleinwand begeistert. Seit kurzem läuft 300 Rise of an Empire in den Kinos, der eine Art Parallelfilm von 300 als Seeschlacht ist.

Die Bilder sind weiterhin faszinierend, aber nichts neues. Der Film macht nichts falsch, aber bietet keine Weiterentwicklung. Wer Blut sehen will, der wird nicht enttäuscht sein. Harte Männer, schöne Frau, blutige Auseinendersetzungen und das hervorragend inszeniert. Aber ich vermisste den neuen Ansatz, den neuen Dreh. Produktionstechnisch ist alles erste Sahne, so dass ich mir das Buch The Art of 300 Rise of an Empire gekauft habe.

Das Buch bietet enorm viel Bildmaterial, aber mir zu wenig Art of-Material. Ich habe mehr Zeichnungen, Entwürfe oder Modelle sowie Details erwartet. Es ist ein schönes Filmbuch geworden, aber von allem etwas zu wenig. Zu anderen Filmen wurde das Material auf mehrere Bücher verteilt. In diesem Fall wurde alles auf einmal in ein Buch hineingepackt. Hier wurde die Chance vertan, denn es gibt geniales Material zu dem Film. Es bleibt daher viel an der Oberfläche, geht zu wenig in die Tiefe. Optisch ist das Buch ein Leckerbissen, aber eigentlich nur ein Appetithappen. Das Buch The Art of 300 Rise of an Empire macht Lust auf mehr, ist aber nach 160 eindrucksvoll layouteten Seiten schon zu Ende.

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Brauchen wir den Nachfolger der Blu ray?

4. April 2014

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Es ist klar, optische Datenträger sind endliche Medien. Die CD stirbt, die DVD ist am Ende und wir haben gerade das letzte optische Medium am Start, die Blu ray. Ich bin der Meinung, dass durch Cloud optische Datenträger keine Zukunft haben. Die HD-DVD ist ja massiv gescheitert. Aber sollte ich mich irren?

Sony und Panasonic haben vor kurzem die „Archival Disc“ vorgestellt, einen neuen Standard für professionelle optische Discs der nächsten Generation mit sehr hohen Speicherkapazitäten. Wichtig ist, wir sprechen von professionellen Kunden und nicht für den Privathaushalt. Beide Unternehmen wollen den Markt für die Langzeitspeicherung digitaler Daten weiter ausbauen.

Optische Discs haben laut Sony den Vorteil, dass sie effektiv Staub und Wasser abweisen und gleichzeitig Temperaturschwankungen und Änderungen der Luftfeuchtigkeit während ihrer Lagerung standhalten. Sie sind generationsübergreifend kompatibel zwischen unterschiedlichen Formaten, sodass sie auch lesbar bleiben, wenn sich die Formate ändern. Dies macht sie zu einem robusten und zuverlässigen Medium für die langfristige Datensicherung. Vor dem Hintergrund steigender Datenmengen und eines wachsenden Archivierungsmarktes, haben sich Sony und Panasonic dazu entschlossen, gemeinsam einen Standard für professionelle optische Discs der nächsten Generation zu entwickeln: die „Archival Disc“.

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Ab Sommer 2015 wollen Sony und Panasonic Systeme mit einer Aufnahmekapazität von 300 GB pro Disc auf den Markt bringen. Des Weiteren planen beide Unternehmen, ihre jeweiligen Technologien auf eine Aufnahmekapazität von 500 GB pro Disc und dann auf 1 TB zu erhöhen.

Besonders in der Filmindustrie ist die Nachfrage an Archivierungslösungen mit hoher Kapazität enorm gestiegen. In Cloud-Datencentern haben Verbesserungen der Netzwerkdienste das Datenvolumen ebenfalls in die Höhe schießen lassen. Ich muss sagen, ich bin skeptisch.

Technische Daten der Archival Disc:

Disc-Größe (Art) 300 GB (einmal beschreibbar)

Optische Parameter Wellenlänge λ = 405 nm (Nanometer), numerische Apertur NA = 0,85

Disc-Struktur Doppelseitige Disc (3 Schichten/Seite), Steg und Nut

Spurabstand 0,225 μm (Mikrometer)

Datenbitlänge 79,5 nm (Nanometer)

Fehlerkorrektur Reed-Solomon-Code

Marktingleute haben Schwierigkeiten mit digitalem Marketing

3. April 2014

In Zeiten zunehmender Bedeutung von Social Media und digitalen Inhalten tun sich Marketingleute noch immer schwer damit, ihre Rolle anzupassen und sich neue Kenntnisse anzueignen. Zu diesem Ergebnis kommt die Adobe-Studie Digital Roadblock: Marketers Struggle to Reinvent Themselves, zu der Adobe mehr als 1.000 Marketing Professionals in den USA befragt hat. Ich kann dies bestätigen. In vielen meiner Seminaren sitzen so genannte Marketingspezialisten, die zwar von Social Media und Co etwas gehört haben, die Arbeit aber lieber netzaffine Praktikanten machen lassen. Es ist doch so schwer umzudenken. Ich sage voraus, dass sich diese Leute bei der Arbeitsagentur wieder treffen werden. Angst und Unsicherheit reagieren bei vielen Verantwortlichen. Zaudern statt Entscheiden ist angesagt, obwohl sie wissen, dass sich die Welt ändert.

Nahezu die Hälfte der Befragten (40 Prozent) gab an, ihr Aufgabenfeld den Anforderungen der digitalen Entwicklung entsprechend neu strukturieren zu wollen; jedoch erklärten nur 14 Prozent dieser Marketingleute, einen konkreten Plan für die Neugestaltung im Kopf zu haben.

Die rapide Veränderung im heutigen Marketing wird von einer Mehrheit der Befragten bestätigt: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Marketingleute gehen davon aus, dass sich die Anforderungen an ihren Job im nächsten Jahr stark verändern werden; 81 Prozent glauben an eine solche Veränderung innerhalb der nächsten drei Jahre. Der Weg zur Erneuerung ist jedoch steinig. Dafür machen die Teilnehmer vor allem mangelnde Weiterbildung zu neuen Marketing-Skills sowie fehlende Flexibilität der eigenen Organisation (jeweils 30 Prozent) verantwortlich.

Cloud ist auch im Marketing im Kommen.

Cloud ist auch im Marketing im Kommen.

Risikovermeidung als Hemmschuh

Auf die Frage, wie der erfolgreiche Marketingtyp von morgen (in zwölf Monaten) aussehen könnte, erklärte mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent), dass dieser mehr Risikobereitschaft zeigen sollte. 45 Prozent wünschten sich zudem, selbst risikofreudiger zu handeln. Bezüglich neuer Technologien sind sie dagegen eher zurückhaltend. So gaben 65 Prozent an, dass sie neue Technologien erst dann nutzten, wenn diese zu Mainstream-Tools geworden sind.

Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen zudem einen Unterschied zwischen Marketingleute in Unternehmen, die mehr als 25 Prozent des Budgets für digitale Kampagnen aufwenden und solchen, die weniger als 10 Prozent der Marketingausgaben für digitales Marketing ausgeben. Marktingverantwortliche in Unternehmen, die viel im Bereich Digital investieren, sind mehrheitlich überzeugt davon, dass sie sich neu strukturieren müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben (82 Prozent). Bei Unternehmen mit geringen Digital-Ausgaben kommen lediglich 67 Prozent zu dieser Erkenntnis. Deutlich mehr Marketer von – nach eigener Aussage – gut performenden Unternehmen gaben an zu wissen, wie die Erneuerung im Marketing aussehen soll (23 Prozent), verglichen mit Marketingfachleuten von niedrig performenden Unternehmen (8 Prozent).

„Der Wechsel hin zu digitalem Marketing erfordert den Einsatz neuer Technologien, Ansätze und Tools, sowie in vielen Fällen einen kompletten Rollenwechsel im Marketing“, so Ann Lewnes, Chief Marketing Officer bei Adobe. „Die gute Nachricht ist, dass Marketer die Notwendigkeit zur Veränderung selbst erkennen und verstehen, dass Big Data, Personalisierung und die Arbeit über die Kanäle Social, Web und Mobile zunehmend bedeutend für sie werden. Sie müssen jetzt nur noch loslegen.“

Daten gelten allgemein als wichtig, werden aber nur selten entsprechend genutzt

Die Mehrheit der Marketingleute betont, dass sie sich stärker auf Daten fokussieren müssen, um erfolgreich zu sein. Allerdings vertraut noch immer fast die Hälfte der Fachleute (49 Prozent) bei der Entscheidungsfindung zur Investition ihres Marketingbudgets auf das eigene Bauchgefühl. 72 Prozent der Experten stimmen darin überein, dass ihr Langzeiterfolg davon abhängig gemacht wird, wie es ihnen gelingt, den Return on Investment ihrer Marketinginvestitionen nachzuweisen.

74 Prozent der Befragten gaben an, dass das Sammeln und Nutzen von Daten für eigene Aktivitäten die neue Realität im Marketing darstellt. Zwei Drittel sind sich einig, dass der „hyper personalization“ (der Nutzung von Daten zur Bereitstellung von passenden Angeboten, Services und Inhalten zur passenden Zeit) heute eine ganz besondere Bedeutung zu kommt. Allerdings gaben gerade einmal 39 Prozent der Befragten an, dass sie Konsumentendaten und Verhaltensmuster von Kunden in den vergangenen zwölf Monaten für ihre Marketingstrategien genutzt haben; 45 Prozent planen immerhin, im kommenden Jahr hier mehr zu tun.

 

Mobile, Multi-Channel und Personalisierung gewinnen an Bedeutung

69 Prozent der Marketingfachleute sehen im Bereich Mobile ein entscheidendes Element erfolgreicher Marketingaktivitäten. In Punkto Medientypen und Plattformen sehen 61 Prozent der Experten Social Media als die bedeutendste Plattform für die nächsten 12 Monate an, gefolgt von Mobile mit 51 Prozent. Print und TV fallen dagegen mit 9 beziehungsweise 7 Prozent deutlich ab. 63 Prozent der Befragten sagen, sie machen mehr Social Media Marketing als noch im vergangenen Jahr; mehr als die Hälfte benutzt zudem E-Mail-Kampagnen und digitale Analysemethoden für eine verbesserte Kundenansprache noch stärker als 2013.

Diese Entwicklung führt zu einem Wechsel hin zu mehr Investment in digitale Marketing-Aufgaben innerhalb eines Unternehmens. Marketingkeute bezeichnen Digital/Social Marketer (47 Prozent), Data Analysten (38 Prozent), kreative Services (38 Prozent), und Mobile Marketer (36 Prozent) als zentrale Rollen, in die Unternehmen in den nächsten 12 Monaten investieren sollten.

Im Rahmen der Umfrage wurden sie zudem gefragt, welche bestimmten Eigenschaften den größten Unterschied in Punkto Effektivität machen. Die Ergebnisse: Die Fähigkeit, besser kanalübergreifend zu arbeiten, liegt mit 21 Prozent an vorderster Stelle, gefolgt von der Fähigkeit, die Effektivität einer Kampagne messen und bewerten zu können (16 Prozent).

Bei der Frage, welche Fähigkeit am wichtigsten ist, um das eigene Marketing nach vorne zu bringen, wurde die Personalisierung am höchsten bewertet. 63 Prozent der besonders gut performenden Unternehmen gaben an, einen kompletten oder sehr starken Fokus auf personalisierte Kundenerfahrungen zu legen. Bei den niedrig performenden Unternehmen sagten dies nur 53 Prozent.

Ein Ausweg aus der Krise des Buchhandels

2. April 2014

Die Sanierung der Immobilie am Marienplatz 22 bedeutet das Ende der Hugendubel-Zweigstelle am Münchner Marienplatz. Der Ort, an dem ich als Jugendlicher in den Leseinseln viel Zeit verbracht habe, wird schließen. Ende 2015 kommt die Telekom in drei Geschosse hinein, der Rest wird Büros. Mein Internationaler PresseClub wird bei der Sanierung ausquartiert, kommt aber wieder zurück.

Vorbei ist es mit den Büchern am Marienplatz. Das Konzept eines Buchhandels in dieser Form hat sich wohl überholt. Es ergeht dem Hugendubel wie dem WOM World of Musik. Amazon und Co haben gewonnen. Bücher, CDs und Videos bestelle ich im Internet – und wenn ich ehrlich bin, dann nicht mal als Atome, sondern als digitale Datei. Die Wirtschaft im 21. Jahrhundert schlägt gnadenlos zu.

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Jetzt beginnt wieder das Geschrei der Kulturpessimisten. Das Buch als Kulturgut wird sterben. Nein, tut es nicht. Aber der Buchhandel in dieser Form hat sich erledigt. Das Buch wird es immer gehen, wobei wir mal die Frage stellen müssen, was überhaupt ein Buch ist? Dieser Frage gehe ich in Kürze auf einem Seminar zum Thema digitalen Buch nach. Anfragen zum Programm gerne an mich.

Felsenfest

Aber ich denke, dass es eine Nische für den Buchhandel gibt. Nicht in der Größenordnung eines Hugendubel, aber ein, zwei Nummern kleiner. Ich habe im niederbayerischen Straubing neulich so eine Variante getroffen, die aktiv auf den Kunden zugehen. Die Buchhandlung Rupprecht in der Stadtmitte von Straubing bietet Events an und verkauft nicht nur Bücher.

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So gibt es am 12. April eine musikkabarettistische Krimilesung mit dem Autoren Jörg Maurer. Zum Preis von schlappen 10 Euro kann der Interessierte der Veranstaltung beiwohnen. Er liest dort seinen Alpenkrimi-Roman Felsenfest. Jörg Maurer stammt aus Garmisch-Partenkirchen. Er studierte Germanistik, Anglistik, Theaterwissenschaften und Philosophie und wurde als Autor und Musikkabarettist mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kabarettpreis der Stadt München (2005), dem Agatha-Christie-Krimi-Preis (2006 und 2007), dem Ernst-Hoferichter-Preis (2012), dem Publikumskrimipreis MIMI (2012 und 2013) und dem Radio-Bremen-Krimipreis 2013.

Das Krimi-Kabarettprogramm von Jörg Maurer ist Kult. Die Buchhandlung ist die Event-Location. Die Schaufenster dienen als Werbefläche für das Buch. Stopper vor der Buchhandlung machen zudem auf die Veranstaltung aufmerksam.

Ich bin mir sicher, dass dies der richtige Weg ist. Der sympathische Jörg Maurer wird an dem Abend nicht nur Lesen und Spielen, sondern auch Autogramme geben. Die Bücher und die Hörbücher zum Autogramm liefert die Buchhandlung Rupprecht. Es wird eine Win-Win-Situation werden. Das Publikum bekommt einen tollen Abend, ein gutes Buch und ein Autogramm, der Fischer-Verlag bekommt Umsätze, die Buchhandlung ist im Gespräch und verkauft Bücher und Autor Jörg Maurer bekommt ein Podium und ein direktes Feedback vom Leser.

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Stadtführung in Straubing: QR-Codes im Tourismus

1. April 2014
Pano vom Straubinger Rathaus.

Pano vom Straubinger Rathaus.

QR-Codes werden den Tourismus revolutionieren. In Gotha gibt es den Quick Response-Code im Straßenpflaster. Mir sind in der niederbayerischen Stadt Straubing neulich QR-Codes an zahlreichen markanten Orten begegnet. Mit Unterstützung des örtlichen Lion-Clubs wurde eine neuartige Form des Stadtführers ins Leben gerufen.

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So ist beispielsweise am Rathaus auf weißem Schild ein QR-Code angebracht. Wird er gescannt, höre ich die Straubinger Stimmen. Im Dialekt wird die Stadtgeschichte von Straubing von verschiedenen Sprecherinnen wie unter anderem Elena Koch oder Dorit-Maria Kenn erzählt. Ich höre am Smartphone die persönlich gefärbten, historischen Erzählungen. Es ist eine „vielstimmige Sammlung von historischen Ansätzen und persönlichen Sichtweisen der Stadt Straubing.“ Das örtliche Tourismusamt verleiht verkauft dazu Kopfhörer, falls jemand seine Kopfhörer vergessen haben sollte.
Der Lions Club wies mich auch darauf, dass unter dem QR Code auch ein Tastmodell für Blinde ist.

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Meine Apple Kopfhörer hatte ich dabei, mein iPhone 5s war voll geladen, LTE-Empfang in Straubing war gesichert und ich hatte ein wenig Zeit für eine Stadtführung, da ich eine Pause zwischen meinen Vorträgen hatte. Also machte ich mich auf, die sympathische Stadt zu entdecken. Einen offiziellen Stadtführer zu buchen, dazu hatte ich keine Lust, aber dank QR-Codes konnte ich mich auf meine eigene Entdeckungsreise machen und zwischendurch immer wieder einen Kaffee schlürfen und Agnes Bernauer-Torte im Cafe Krönner kosten.

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Ich startete bei Rathaus und ging die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab. Es gab Straubinger Stimmen unter anderem zu Agnes Bernauer, Bürgerspital, Dreifaltigkeitssäule, Gäubodenmuseum und, und, und. Insgesamt 22 Stationen wurden angelegt.

Für mich war der lehrreiche Spaziergang durch Straubing ein Erlebnis, das mir Spaß gemacht hat. Ich war auf keine Gruppe oder offiziellen Guide angewiesen und konnte meine Zeit selbst einteilen. Hierin sehe ich einen optimalen Einsatz von QR-Codes im Tourimus.

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Legoland: Der Lego Star Wars X-Wing Starfighter in Originalgröße kommt

31. März 2014

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Es wird 2014 ein gutes Lego-Jahr für mich. Als Lego-verrückte Familie warten wir sehnsüchtig auf die Wiedereröffnung des Legolandes in Günzburg. Ich habe ja vergangenes Jahr spekuliert, was die neue Attraktion sein wird und lag dabei gar nicht so falsch. Jetzt ist es offiziell: Das größte Lego-Modell der Welt, ein Lego Star Wars X-Wing Starfighter in Originalgröße, landet exklusiv für die Saison 2014 im Familienfreizeitpark im bayerischen Günzburg. Yeah und ich werde mir das Teil genau ansehen. Ab 5. April öffnet das Legoland seine Pforten.

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Der X-Wing Starfighter ist ein Highlight unter den Raumfahrzeugen des Star Wars-Universums von George Lucas. Das Modell, gebaut in der Lego-Modellwerkstatt im tschechischen Kladno, wiegt mehr als 20.000 Kilogramm, ist über drei Meter hoch sowie 13 Meter lang und breit. Ein Team aus 32 Modelldesignern hat 17.336 Stunden benötigt, um 5.335.200 handelsübliche Lego-Steine zu der 42-mal größeren Nachbildung des Lego Star Wars Set 9493 zusammenzubauen. Ich hoffe, das Legoland hat genügend Sets zum Kauf auf Vorrat.

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Zerlegt in 32 Module und verpackt in sechs Containern, kam der aus 5,3 Millionen Lego-Steinen bestehende und 20.000 Kilogramm schwere Raumschiffjäger aus den USA im bayrischen Günzburg an. Damit das XXL-Modell wieder seine volle Größe erreicht, müssen die einzelnen Teile wieder zusammengesetzt werden, dabei ist von den Modelldesignern und Mechanikern des Parks Maßarbeit beim Aufbau gefragt. Mit einer Flügelspannweite von 13 Metern muss der Flieger millimeter-genau an seinem neuen Standort im Park aufgebaut werden, damit er in die Halle passt. Mit Hilfe von Gabelstaplern werden die tonnenschweren Teile an ihre entsprechenden Positionen gehoben und miteinander verbunden. Sobald der Aufbau abgeschlossen ist, geben die Elektriker dem Modell den finalen Schliff und installieren Beleuchtung und Animationen.

Der X-Wing Starfighter befindet sich erstmals auf europäischem Boden und ist exklusiv bis 2. November 2014 in der Lego Star Wars X-Wing Modellausstellung im Park zu bewundern. Ich wollte eigentlich den X-Wing Starfighter in New York ansehen, kam allerdings aus Zeitgründen nicht dazu. Nun werden wir es in Günzburg nachholen. Und mein Sohn fragte nach, wann denn der Todesstern aus Lego in Originalgröße gebaut wird? Gute Frage liebes Legoland – nun seid ihr am Zug.

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