Erinnerung an Siegmund Sredzki

20. November 2014
Erinnerung an Siegmund Sredzki im Prenzlauer Berg.

Erinnerung an Siegmund Sredzki im Prenzlauer Berg.

In Berlin entdeckte ich bei meinen Spaziergängen ein ungewöhnliche Straßenszene. Im Prenzlauer Berg war an einer Stange eines Straßenschildes eine Blume und ein Papier angebracht. Es war die Ecke Sredzkistraße Ecke Kollwitzstraße und das ganze Ensemble war eine Erinnerung an Siegmund Sredzki.
Ich hatte den Namen schon fast verdrängt, erinnerte mich nur daran, dass ich Siegmund Sredzki mal im Geschichtsunterricht (West) mitbekommen hatte.
Also habe ich das Papier an dem Straßenschild gelesen und mich ins nächste Cafe gesetzt und über Siegmund Sredzki im Netz recherchiert. Ich wusste seine Geschichte nicht. Die Geschichte der Arbeiterbewegung hatte ich mal gelesen, sie war aber nicht mehr präsent. Siegmund Sredzki war Dreher, USPAD- und später KPD-Mann und Widerstandskämpfer gegen die Nazis. Die Nationalsozialisten sperrten ihn ins KZ Sachsenhausen und ermordeten ihn 1944 nach Folterungen. In Berlin gab es sogar einmal eine Sredzki-Schule, die aber 1991 geschlossen wurde. An der Grundschule am Kollwitzplatz gibt es noch ein Denkmal, das unter anderem an Siegmund Sredzki erinnert.
Für mich war aber weniger das Denkmal als die vielmehr die Blumeen am Straßenschild ein Mahnmal. Es wurde hier an den 70. Todestag von Siegmund Sredzki erinnert, der sich am 11. Oktober jährte. Ich weiß nicht, ob in Berlin offzielle Feiern stattfanden, aber mich persönlich hat diese Straßenaktion nicht kalt gelassen.

Am 8. Dezember klingelt die Kasse im Online-Weihnachtsgeschäft am lautesten

19. November 2014
Die besten Umsätze machen Online-Händler wohl am 8. Dezember.

Die besten Umsätze machen Online-Händler wohl am 8. Dezember.

Langsam, ganz langsam mache ich mir Gedanken über die Weihnachtsgeschenke. Wann werde ich die online einkaufen? Jetzt hat Adobe eine Studie „Online Holiday Shopping Forecast“ veröffentlicht, die interessantes Zahlenmaterial zeigt.
Am 8. Dezember sollten sich die Online-Shops auf einen Ansturm vorbereiten, sagt zumindest Adobe. Denn an diesem Tag wird im E-Weihnachtsgeschäft hierzulande mit 547 Millionen US-Dollar (438 Millionen Euro) so viel umgesetzt wie an keinem anderen Tag der Saison. So die „Adobe Online Holiday Shopping Forecast“, der – auf der Basis einer Billion Page Visits auf Einzelhandels-Webseiten der vergangenen sieben Jahre – Vorhersagen für das Online-Weihnachtsgeschäft im November und Dezember 2014 trifft. In den USA ist der Höhepunkt im Weihnachtsgeschäft der Cyber Monday am 1. Dezember mit einem prognostizierten Umsatz von 2,56 Milliarden US-Dollar bzw. 2,04 Milliarden Euro (zum Vergleich: Frankreich 7. Januar mit 478 Millionen US-Dollar / 382 Millionen Euro; Großbritannien am 1. Dezember mit 447 Millionen US-Dollar / 357 Millionen Euro). Am 8. Dezember, dem Höhepunkt des Online-Shoppings in der Weihnachtszeit, gibt jeder Deutsche durchschnittlich 6,77 US-Dollar aus (5,41 Euro). Europaweit liegt dieser Wert bei 8,91 US-Dollar (7,12 Euro), die US-Amerikaner investieren am Cyber Monday (1.12.) im Schnitt 8,06 Dollar (6,44 Euro).

Wann kaufst du die Geschenke zum Fest?

Wann kaufst du die Geschenke zum Fest?

Mobile Shopping legt kräftig zu
Einen großen Sprung wird in diesem Jahr das Shopping mit dem Smartphone machen. Mobilität ist das Zauberwort. Mobiles Shopping nimmt hierzulande um 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu (Europa: 38 Prozent; USA: 25 Prozent). Spitzenreiter bei den Einkäufen über Smartphones, Tablets & Co. sind übrigens die Dänen mit einem Wachstum von 56 Prozent. Der mobile Anteil an allen Online-Transaktionen beträgt in Deutschland zur Weihnachtszeit 14 Prozent: Smartphones machen 4,5 Prozent aus, Tablets 9,5 Prozent. Europaweit tragen mobile Geräte mit 16,5 Prozent zum Online-Weihnachtsgeschäft bei.
„Wie bereits im vergangenen Jahr angedeutet, setzt sich in Europa das Wachstum im Bereich Mobile fort: Während der Traffic über Tablets rund 30 Prozent zulegte, wuchs der Smartphone-Traffic sogar um 72 Prozent – sicher auch begünstigt durch größere Smartphone-Screens“, sagt Mark Zablan, President EMEA bei Adobe. Auch ich werde mit dem iPhone 6 plus shoppen. „Dieses Wachstum gekoppelt mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Mobile Beacons und Mobile Payment bedeutet für Einzelhändler, dass sie die passenden Strategien und Technologien einsetzen müssen, um ihren Kunden relevante mobile Erlebnisse zu liefern.“

Lecker: Israelisches Hummus im Zula Berlin

18. November 2014

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Für mich war es großartig und es ist ein schönes Bild, wenn Völker miteinander auskommen können. In der Berliner Husenmannstraße 10 liegt ein arabischer Händler und das israelisches Restaurant Zula ist genau gegenüber.


Weil ich mal wieder israelische Küche probieren wollte, bestellte ich Hummus in verschiedenen Variationen im Zula. Gott sei Dank konnte ich aufgrund der niedrigen Temperaturen nicht vor der Tür Platz nehmen. Im Restaurant bekam ich schließlich viel mehr vom Leben und den Gesprächen mit. Die Karte über der Theke ist handgeschrieben und die Theke lässt einen Blick in die Küche zu. Hummus ist ein Gericht aus gekochten, pürierten Kichererbsen mit Sesampaste (Tahini), Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Knoblauch. Im Grunde ist Hummus ein Grundnahrungsmittel im Nahen Osten.

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Zudem gab es für mich Mejadra. Dahinter verbergen sich gekochte Linsen mit Reis und gebrateten Zwiebeln. Dazu wähte ich gebratenes Hähnchenfleisch. Während ich auf mein Essen wartete, schaute ich mich im Restaurant um. Ein Bild zeigte die Klagemauer in Jersusalem, ein anderes beschrieb die Zutaten des besten Hummus der Stadt.
Drei Israelis unter der Führung von Eran Weinberger betreiben dieses freundliche Restaurant. Daher auch der Name Zula, das umgangssprachlich auf Hebräisch einen erholsamen, freundlichen Ort bedeutet. Also ein klarer Essenstipp im Prenzlauer Berg.

 

Sobenen entdeckt: Bahn erhöht die Preise für Kreditkarten/PayPal-Zahler

17. November 2014
Die Bahn erhöht die Preise für Kreditkarten- und PayPal-Zahler.

Die Bahn erhöht die Preise für Kreditkarten- und PayPal-Zahler.

Die Deutsche Bahn macht es mir nicht leicht. Ich bin im Grunde meines Herzens ein überzeugter Bahnfahrer. In meinem Beruf bin ich viel unterwegs zu Seminaren, Konferenzen und Vorträgen und ich wähle meist die Deutsche Bahn als Transportmittel. Gründe liegen im Umweltschutz, Stress oder vor allem an meinen schlechten Augen.
Ich nutze den Bahn App auf meinem iPhone zum Buchen der Fahrkarten. Hier ist meine Kreditkarte als Zahlungsmittel hinterlegt. Ich bin davon überzeugt: So wie ich es mache, machen es andere auch.
Durch einen Zufall entdeckte ich eine versteckte Preiserhöhung bei der Bahn und ich bin wieder mal richig sauer auf das Unternehmen. Seit 4. November zahle ich für Bahnreisen über 50 Euro einen Zuschlag, wenn ich mit Kreditkarte oder PayPal zahle. Das Zahlungsmittelentgelt wie diese Preiserhöhung im besten Beamtendeutsch heiß, wird fällig für Fernverkehrsprodukte. Also beim Kauf von Fahrkarten für innerdeutsche Verbindungen für ICE, IC/EC, IC Bus mit einem Wert von 50 Euro oder höher sowie beim Kauf von Sparpreiszusätze, Fahrradkarten, Aufpreise für Zeitkarten oder sogar beim Kauf der BahnCard.
Ich finde dies eine absolute Sauerei und verdammt schlechte PR. Ich kann es verstehen, dass die Bahn Geld verdienen muss. Als Grund für die Preiserhöhung nennt die Bahn folgendes: In den vergangenen Jahren sind die Bearbeitungsgebühren, die Kreditkartenanbieter der Deutschen Bahn in Rechnung stellen, stark gestiegen. Mittlerweile liegen diese für die DB bei einem mittleren zweistelligen Millionen-Betrag, sagt die Bahn auf ihrer Website. Deshalb werde ich nun als Kreditkartenkunde an diesen so genannten Disagiokosten beteiligt. Kunden, die andere Zahlungsarten wie Kontoeinzug bevorzugen, sind hiervon nicht betroffen. Nachteil für mich als Kunde: Beim Kontoeinzug zahle ich gleich, bei Kreditkarte zahle ich später. Als Geschäftsreisender habe ich manches Mal aber auch keinen Zugriff auf Firmenkonten und habe stattdessen ja eine Kreditkarte (was in der Welt außerhalb Deutschlands auch üblich ist)
Was soll diese Preiserhöhung? Hier legt sich die Bahn selbst ein Ei. Für mich ist das ein Kommunikationsdesaster. Noch im September tönte die Bahn: Die Bahn übt sich angesichts der Konkurrenz durch Fernbusse in Zurückhaltung und hält die Fahrpreise möglichst stabil. Nur für Reisende in der 1. Klasse und im Nahverkehr gibt es geringe Preiserhöhungen – so war es im September. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?
Natürlich grummle ich, wenn die Bahn ihre Preise für ihre Tickets erhöht. Aber die Preiserhöhung für klassische Tickets ist nach ein, zwei, drei Tagen vergessen. Die Preiserhöhung für Fernverkehrsprodukte merke ich jedes Mal, wenn ich ein Ticket buche. Und jedes Mal kommt mir die Galle hoch, wenn ich moderne Zahlungsmittel einsetze. Das ist ein Kommunikationsdesaster für mich.

Digitalfotos lagen drei Jahre im Eis und sind lesbar

16. November 2014

 

Die Kamera hat drei Jahre Eis in Alaska nicht überlebt, dafür aber die Speicherkarte.

Die Kamera hat drei Jahre Eis in Alaska nicht überlebt, dafür aber die Speicherkarte.

Da sage noch einer, dass digitale Bilder vergänglich wären. Vor kurzem machhte mich die PR-Agentur des Speicherkarten-Herstellers Lexar auf eine verblüffende Geschichte aufmerksam, die sich in Alaska zugetragen hatte.
Ryan Fisher ist Fremdenführer bei den Exit Glacier Guides. Der Guide hat kürzlich eine Digitalkamera in einer Gletscherspalte des Exit Glacier im Kenai Fjords National Park in Alaska gefunden. Während die Kamera selbst komplett zerstört war, war die Lexar Speicherkarte darin noch intakt – und alle Bilder darauf konnten gerettet werden. Und noch besser: Ryan gelang es, eine Verbindung von den Bildern zum Besitzer der Kamera herzustellen, der an einer seiner Touren im Jahr 2011 teilgenommen hatte. Der Besitzer war ein professioneller Fotograf, der mit seiner Frau in Alaska Urlaub machte. Als die Kamera verloren ging, dachte er, dass damit auch alle Bilder der Tour abhanden gekommen wären. Doch dank Ryan und der Lexar Speicherkarte sind nun alle Bilder wieder da.
Für mich eine schöne Geschichte aus der Welt der digitalen Fotografie und sicher auch ein schöner Werbeeffekt für Lexar.

Reklamekönig Ernst Litfaß – der King der Außenwerbung

15. November 2014
Die Litfaßsäule an der Münzstraße in Berlin.

Die Litfaßsäule an der Münzstraße in Berlin.

Plötzlich stand sie vor mir: Die Litfaßsäule-Säule. Das einst wichtigste Instrument der Außenwerbung stammt aus Berlin und wurde von Ernst Litfaß erfunden. Am 27. Dezember wird sein 140. Todestag begangen. Mal sehen, ob sich die Werbebranche an ihn erinnert und ihm gedenkt. Es wäre auf jeden Fall wichig. Beim Spaziergang durch Ostberlin stand ich auf einmal vor dem Litfaß-Denkmal in der Münzstraße nahe dem Alexanderplatz. Leider war das Denkmal mit Farbe beschmiert. Wer die älteste Litfaßsäule in Berlin sucht, der findet sie übrigens am Berliner Mexikoplatz.

Ernst Litfaß - der King der Außenwerbung

Ernst Litfaß – der King der Außenwerbung

Trotz des Siegeszugs von Digital Signage hat die klassische Litfaßsäule noch immer ihren festen Platz im Straßenbild. Noch heute ist die Litfaßsäule-Säule nicht wegzudenken. Obwohl das Aufkleben eines Plakats deutlich teuerer ist als digitale Anzeigen in den digitalen Beschilderungen nutzen Werber noch gerne diese analoge Form der Außenwerbung. Ich habe von Werbern übrigens gelernt, dass es zwei Arten von Säulen gibt – eine für nur einen Kunden (Ganzsäule) und Säulen an denen mehrere verschiedene Plakate kleben (Allgemeinstelle). Mit seiner Erfindung wurde Ernst Litfass am 5. Dezember 1854 zum Reklamekönig – übrigens hieß die Litfaßsäule damals Annoncier-Säule.

Leider ist das Denkmal beschmiert.

Leider ist das Denkmal beschmiert.

Egal welche Art von Säule ich wähle, auf jeden Fall war die Idee von Ernst Litfaß revolutionär. Er war ein Urgestein der deutschen Werbung. Das wilde Plakatieren im alten Berlin hatte endlich ein Ende, die Obrichkeit konnte Säulen in den Straßen aufstellen und das Berliner Straßenbild war wieder tadellos. Leider hat sich dieser Gedanke des sauberen Straßenbildes in Berlin nicht durchgesetzt. Nur ein paar Meter weiter entfernt von der Gedenk-Litfaßsäule gibt es an Berliner Straßenkreuzungen wilde Plakate. Das Werbeplakat wird auf die nächste Werbung geklebt und der Papierwust um Straßenlaternen wird immer dicker. Wahrscheinlich nennt man dies heute im Werbedeutsch virale Werbung.

Sumo-Buch zu den Rolling Stones samt Autogramm

14. November 2014

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Kann man eigentlich Beatles- und Stones-Fan zur gleichen Zeit sein? Ja, man kann – das sehe ich an meiner Person. Wahrscheinlich war diese Streitfrage richtg heftig, als beide Bands auf ihrem Höhepunkt in den sechziger Jahren waren und sich um Hitparadenplätze stritten.
Heute sind die überlebenden Fans versöhnlicher und so kann ich als Beatles-Fan gerne auch die neueste Veröffentlichung über die Stones genießen. Und einer solchen Megaveröffentlichung bin ich gerade begegnet.
Der renommierte Taschen-Verlag hat für Fans und Sammler ein spezielles Buch über die rollenden Steine veröffentlicht. Ein fetter Bildband über die Geschichte der Stones in einer Auflage von 1600 Exemplaren – dazu wurden die Bücher signiert von Mick Jagger, Keith Richards, Charlie Watts und Ronnie Wood. Jetzt lassen sich die Bücher ordner und im Dezember werden sie rechtzeitig zum Fest geliefert. Bildgewalig, gut recherchiert und lektoriert sowie großartig produziert sind die Bücher auf jeden Fall. Nur einen (finanziellen) Pferdefuß haben sie: Der Grundpreis liegt bei 4000 Euro. Es gibt aber Editionen mit wunderbaren Fine Art-Abzügen wie von dem einmaligen David Bailey, da kostet das Werk schon 15000 Euro. Diese Ausgabe ist übrigens schon ausverkauft, hier haben Sammler investiert, die wissen was Buch und Foto wert sind. Ingesamt gibt es sechs Art Editions, auf jeweils 75 Exemplare limitiert, mit je einem Fine Art Print.

Das Vorwort von Clinton.

Das Vorwort von Clinton.

Das Vorwort zu dem Buch hat der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und ich wäre schon neugierig, was Bill (I never had sex with this women) Clinton über die Rolling Stones sagt. Aber noch wichtiger sind die über 500 Seiten mit Fotos von David Bailey, Cecil Beaton, Anton Corbijn, Annie Leibovitz, Helmut Newton, Norman Parkinson, Albert Watson und weiteren 60 Fotografen. Bildbände über die Stones gibt es viele, aber in dieser Form dürfte die Buchveröffentlichung einmalig sein. Zum ersten Mal konnte auch auf die privaten Archive der Rolling Stones in New York und London zugegriffen werden, die manche Überraschung zu bieten haben.

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Gewaltig ist aber nicht nur der Inhalt, sondern auch das Erscheinungsbild. Das Buch wird bei Taschen als Sumo-Buch geführt und das ist es auch: Im Format 50 auf 50 Zentimeter wird das 518seitige Buch erscheinen. Es wird geliefert in einer Schlagkassette sowie Ausklappern und Siebdruck-Kapitelopenern.

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Naja und wer jetzt Blut geleckt hat, der kann sich auch die Volksausgabe des Buches für rund 100 Euro kaufen. Da gibt es das Buch als Hardcover im Format 33 x 33 cm mit 522 Seiten, natürlich ohne Autogramme und Art Prints, aber zumindest die Bilder sind im Buch Rolling Stones die gleichen.

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Philae landet und ich sah Raumfahrtgeschichte #cometlanding

13. November 2014

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Der wichtigste Satz für mich lautete gestern: „It’s not Science Fiction, it’s Science Fact!“ Wow, es ist nicht mehr ein Hirngespinst, sondern es ist harte Realität. Die Ladung des Minilabors Philae auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko hat mich gestern den ganzen Tag in Atem gehalten. Meine Begeisterung für Raumfahrt ist wieder voll da.

Ohne Worte

Ohne Worte

Ich war im Netz dabei als Raumfahrtgeschichte geschrieben wurde. Die Landung auf einen stinkenden Eisklumpen im All – live und in Farbe. Ich hatte das Gefühl bei einem ganz großen Moment dabei zu sein. So einen Moment, von dem ich meinen Kindern erzählen kann. Klingt pathetisch, ist aber so. Die Reise zu den Sternen faszinierte mich bereits mein Leben lang und immer wieder bricht diese Faszination voll durch. Vor kurzem kam das Fieber wieder, ausgelöst durch die Astronauten Chris Haldfield und Alexander Gerst. Den Start von Rosetta habe ich vor zehn Jahren zwar medial mitbekommen, aber nicht mehr auf den Schirm gehabt. Bis vor kurzem der Hashtag #cometlanding durch Twitter auftauchte.
Also machte ich es mir vor dem Rechner bequem und schaute begeistert den Live-Stream der ESA an. Gegen 17 Uhr dann die Breaking-News: Gelandet.

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Sehr gerne wäre ich live vor Ort gewesen und eine Geschichte für gemacht. So war ich eben zu Hause am Esstisch und beobachte von dort, wie Geschichte gemacht wurde. Wenn ich ehrlich bin, sah ich die meiste Zeit nur Menschen in einem nüchternen Kontrollräumen. Die Herrschaften arbeiteten und ich sah vor dem MacBook und schaute zu, ich beobachtete den ESA-Stream und gleichzeitig Twitter mit dem Hashtag #cometlanding. Ich sah Wissenschaftler in Hoodies, T-Shirts und zerknitterten Hemden, die Menschheits- und Wissenschaftsgeschichte schrieben, ohne Show- und Starallüren. Nur als einmal ein Amerikaner von der NASA eine motivierende Ansprache hielt, kam ein wenig Pathos auf. Immer wieder gab es Interviews und Statements und Moderatorin Monika Jones machte einen guten Job, nicht übertrieben, sondern serös, irgendwie europäisch.

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Ab un zu gab es ein Foto vom Anflug des Landers. Die technische Qualität der Bilder war jetzt nicht Full-HD, aber es lief mir heiß und kalt den Rücken herunter. Was für eine Spannung! Was für ein Feeling!

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Der Blechkasten ist 500 Millionen Kilometer entfernt und wir bekommen hier auf der Erde die Signale, Daten, Bilder. Und als sich Captain Kirk, – im Grunde war es William Shatner – in die Twitter-Diskussion einschaltete, lachte ich begeistert auf. Dessen Tweets brachte den gewissen Promi-Faktor, den es auch brauchte.

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Zunächst hieß es, das Philae-Labor sei auf dem Kometen gelandet. Im Laufe der gestrigen Nacht stellte sich heraus: Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Köln war erst der dritte Landeversuch erfolgreich. Philae sei zweimal wieder zurück ins All geflogen. Und Philae steht nicht so sicher auf dem 4100 Meter großen Kometen, wie es zu wünschen wäre. Es bleibt also weiterhin spannend.
Und wenn mir jetzt einer wieder mit den Kosten kommt, dann einfach Klappe halten. Jedem Europäer kostet die Mission 3,50 Euro pro Jahr, also nix. Dafür bekomme ich in München nicht mal ein Bier. Von mir aus, sollte der Etat erhöht werden, denn hier wird Menschheitsgeschichte geschrieben.

Google würdigt die Leistung mit einem Doodle.

Google würdigt die Leistung mit einem Doodle.

Und hier nochmal der Moment der Freude:

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Legoland Saison 2014 ist zu Ende – schön wars

12. November 2014
Aus und vorbei - die Legoland Saison 2014 ist zu Ende.

Aus und vorbei – die Legoland Saison 2014 ist zu Ende.

Mit dem 2. November endete die Saison 2014 im Legoland Günzburg und ich war natürlich bis zum Schluss mit meiner Familie dabei. Als Lego-verrückte Besitzer einer Jahreskarte war dies für uns Ehrensache, denn uns macht dieser Freizeitpark gehörig Spaß.
Im Grunde ist der Ablauf bei einem Besuch eine Art Ritual. Der Start ist immer gleich. Jedes Mal wird vor dem Park ein Familienselfie geschossen mit dem großen Legoland-Logo im Hintergrund. Die Variante ohne Kinder wird dann meist in Facebook und Co veröffentlicht, um Flagge zu zeigen. Nach dem Eintritt ist der erste Gang zur Lego Boutique, um neue Klamotten anzusehen. Das war am Saison-Ende eine Enttäuschung. Der Store sah aus, wie in besten Sozialismus-Zeiten. Der Laden war leer, es gab kaum Waren zu kaufen. Ein paar Baby-Klamotten und das war es auch schon. Aber aus dem Baby-Alter sind wir raus.


Dann teilt sich die Familie meist auf. K2 verbringt mit meiner Frau den Tag in den diversen Achterbahnen und K1 und ich streifen umher. Natürlich war es Ehrensache dem Lego X-Wing-Fighter einen letzten Gruß abzustatten. Ein Jahr lang stand dieses monumentale Raumfahrzeug aus der Star Wars-Reihe im Legoland Günzburg. Nun wird er abgebaut und zieht weiter. Ich habe mehrmals über den Fighter gebloggt, also kann ich mir es an dieser Stelle sparen. Aber nur soviel: Es war schön, das Ding mal live in Deutschland zu sehen.

Freilich trifft sich die Familie beim obligatorischen Besuch der Lego-Fabrik wieder. Dabei geht es uns nicht mehr um den Film, den wir auswenig können. Ein neuer Film wäre längst mal fällig. Es geht uns als Lego-Sammler um den besonderen Sammlerstein, den es am Eingang zur Fabrik für jeden Besucher kostenlos gibt. Wir haben schon eine ganze (Lego-)Kiste voller dieser kostbaren Sammlersteine. Raus aus der Fabrik, rein in die Eisenbahn, die uns einmal quer durchs Legoland bringt.

Dieses Mal am Saisonende war die Ansprache im Zug etwas kürzer als sonst. Wir hielten zwar an der X-Wing-Fighter-Halle, aber eine Erklärung gab es nicht. Für uns als Profis kein Problem, jemand der zum ersten Mal den Freizeitpark besucht, sicher eine Enttäuschung.

Dann kommen immer der Drehturm und die neue Attraktion Grab der Pharaonen an die Reihe. Hier wird genau notiert, wie hoch der familieninterne Highscore liegt. Im Pharaonengrab muss auf Lichter geschossen werden. Den Punktestand kann man im Wagen ablesen und am Ende gibt es am Ausgang die gesamte Score-Liste. Dieses Mal war ich mehr mit Filmen beschäftigt und weniger mit Schießen.

Eigentlich eine Kleinkinder-Attraktion ist die Safari-Tour mit Jeeps auf Schienen. Aber K1 und ich haben diese Tour schon immer gemacht und wir werden immer wieder machen, immer wieder, immer wieder.


Mir gefällt das Legoland Günzburg, wie man an diesem Blogpost unschwer erkennen kann. Im nächsten Jahr geht es wieder am 5. April. Als neue Attraktion wird es wohl etwas aus Lego City Undercover geben. Erste Hinweise gibt es dazu auf der Website. Wir lassen uns überraschen und sind auch 2015 wieder dabei. Versprochen!

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iPhone-Tipp: Automatisches Öffnen von iPhoto verhindern

11. November 2014
Ich mag es nicht, wenn iPhoto automatisch startet, wenn das iPhone angeschlossen wird.

Ich mag es nicht, wenn iPhoto automatisch startet, wenn das iPhone angeschlossen wird.

Mich nervt es riesif, wenn iPhoto sich jedes Mal öffnet, wenn ich mein iPhone mit meinem Mac verbinde. Ich mag iPhoto nicht und will auch keine Bilder importieren. Wem es genauso nervt, dass iPhoto sich beim Anschließen des iPhones öffnet, für den habe ich einen kleinen Tipp.
Also iPhone über USB anschließen, dann öffnet sich iPhoto (grrrr). Bitte anschließend das Programm Digitale Bilder öffnen. Auf der linken unten Seite das Dreieck öffnen und es öffnet sich ein Dialog Anschließen von iPhone öffnen. Hier dann das gewünschte Programm auswählen – in meinem Fall: Kein Programm.
Und schon nervt iPhoto nicht mehr.

 

Im Programm Digitale Bilder kann man den Start unterbinden.

Im Programm Digitale Bilder kann man den Start unterbinden.


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