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insideAR: Wie meine Tochter mit augmented reality ihr Ikea-Zimmer einrichtet

1. November 2014
Entdecke die AR-Möglichkeiten am Ikea-Stand auf der insideAR

Entdecke die AR-Möglichkeiten am Ikea-Stand auf der insideAR

Als Fan von augmented reality (AR) kannte ich natürlich die Möglichkeiten durch den neuen Ikea-Katalog. Mit der Verbindung von Print und AR habe ich neue Möglichkeiten entdeckt.
Auf der insideAR Konferenz von metaio musste ich mir wieder einmal die Demo von Ikea ansehen, weil es einfach Spaß macht.
Im Katalog von Ikea verbergen sich hinter den Bilder verschiedene AR-Links. Wer diese mit der Ikea-App scannt, erweitert den Katalog durch das Smartphone oder Tablet um virtuelle Möglichkeiten. So lässt sich ein Stuhl, ein Sofa oder andere Möbelstücke virtuell im Raum platzieren und das in Originalgröße.

Mir hat die insideAR sehr gut gefallen.

Mir hat die insideAR sehr gut gefallen.

Eine wunderbare Anwendung, die ich auch gleich zu Hause nach der insideAR Konferenz mit meinen Kindern durchspielte. Meine Tochter schnappte sich das iPhone, holte sich die Ikea App und verschwand für zwei Stunden in ihrem Zimmer. Anschließend präsentierte sie mir die Einrichtung für ihr neues Zimmer mit dem Hinweis, dass es nicht mehr so lange bis Weihnachten hin sei. Der Wunschzettel war voller neuer Möbel. Ich freue mich, dass meine Kinder so technikbegeistert sind, aber muss es denn gleich solche Auswirkungen haben?

iPhone-Bildschirmgröße beeinflusst Browsermarkt

16. September 2014

iphone

Vor wenigen Tagen hat Adobe seinen Mobile Benchmark Report 2014 vorgestellt, der die neuesten Mobile-Trends analysiert. Die aktuellen Zahlen passen zur Veröffentlichung des iPhone + von Apple. Im Fokus des Adobe-Papiers stehen unter anderem das Verhältnis der Nutzung von WiFi und Mobilfunk, der Zusammenhang zwischen Bildschirmgröße und Browser-Marktanteilen, die Rolle sozialer Netzwerke auf Smartphones und Tablets, geräteübergreifendes Content-Sharing und vieles mehr. Kernergebnisse des Adobe Digital Index Reports zeigen, dass der Bildschirm der nächsten iPhone-Generation größer sein musste, um den Verlust im mobilen Browser-Markt zu stoppen, und dass Pinterest zum mobilsten sozialen Netzwerk avanciert ist. Adobe bestätigt damit die Strategie von Apple, dass Display beim iPhone zu vergrößern. Vor wenigen Tagen erschien das iPhone plus und brach alle Vorbestellungsrekorde. Weitere Ergebnisse belegen, dass die von Tumblr weitergeleiteten mobilen Visits den höchsten Umsatz pro Visit erzielen und die Nutzung von iBeacons Standard wird.

Die Kernergebnisse beinhalten:
– Mobile Browser: Der Anteil von Safari Mobile sinkt um 2,6 Prozent auf 59,1 Prozent. Apple iPhone und iPad sind immer noch die Geräte mit den meisten mobilen Visits mit einem Marktanteil von 54 beziehungsweise 80 Prozent. Aber Apple muss was tun, um dem Sinken entgegenzuwirken. Das hat Apple mit dem iPhone 6 plus. Der Marktanteil von Chrome Mobile wächst um 5,7 Prozent auf 34,6 Prozent. Samsung liegt auf Platz zwei beim mobilen Surfen auf Smartphones (24 Prozent) und Tablets (sieben Prozent). Mit einem Anteil von fünf Prozent landet Amazon auf Platz drei beim mobilen Surfen auf dem Tablet. Interessant ist es, wie es mit Amazon weitergeht. In Deutschland ist Amazon nun mit dem Amazon Fire Phone angetreten und versucht Marktanteile zu erzielen. Das gelingt mir einem subventionierten Preis. Amazon verdient sein Geld weniger mit Hardware als mit Content – und dazu ist das Smartphone ideal geeignet.
– Bildschirm-Größe und mobiles Surfen: Ohne größeren Bildschirm wird der mobile Browser-Marktanteil von Apple voraussichtlich weiter sinken. Daher hat Apple das iPhone 6plus veröffentlich.Für die Zunahme des mobilen Traffics sind mehr denn je Smartphones mit größeren Bildschirmen verantwortlich. Browsen auf 4-Zoll oder größeren Geräten hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 132 Prozent zugenommen, während Surfen auf kleineren Smartphones um 11 Prozent abgenommen hat. Mobiles Surfen auf dem Tablet zeigt hingegen nur ein minimales Wachstum um 1,8 Prozent im Vergleich zu 2013.
– Soziale Netzwerke auf allen Geräten: 36 Prozent der Visits, die von sozialen Netzwerken auf Retail-Sites weitergeleitet werden, kommen von Tablets und Smartphones. Mit 64 Prozent der von einem mobilen Browser ausgehenden Visits ist Pinterest das mobilste soziale Netzwerk. Die von Tumblr ausgehenden Visits sorgen für den höchsten Umsatz pro Visit auf mobilen Geräten, 39 Prozent mehr als Facebook. Zudem sind Bounce Rates von sozialen Netzwerken mit 61 Prozent auf Mobilgeräten höher als am Desktop (53 Prozent).
– Zugang und Content Sharing über unterschiedliche Bildschirme: Immer mehr Konsumenten melden sich per Wi-Fi im Netz an. Mehr als 50 Prozent der Smartphone-Surfer und mehr als 93 Prozent derjenigen mit Tablet nutzen einen WiFi-Zugang, kein Mobilfunknetz. Zudem teilen Mobilnutzer mehr digitale Magazininhalte über Textnachrichten als bislang. Die Nutzung von Apple iMessage ist am stärksten, um 259 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, angestiegen. Content Sharing über Facebook ist um 42,6 Prozent gesunken.
– iBeacons und Geo Targeting: In der begleitenden Mobilstudie hat Adobe herausgefunden, dass iBeacons und Geo Targeting zum Standard werden. 18 Prozent der mobilen Marketers nutzen bereits iBeacons, diese Zahl wird sich vermutlich 2015 verdoppeln. Fast die Hälfte der Marketing-Spezialisten (49 Prozent) nutzt GPS Positioning, um Mobilnutzer mit ihren Marken zu erreichen. 33 Prozent der Mobilnutzer nutzen mobil unterstütztes In-Store Shopping.

Der Adobe Mobile Benchmark Report bietet die branchenweit umfassendste Analyse mobiler Trends auf Basis aggregierter Daten der Adobe Marketing Cloud und Adobe Digital Publishing Suite von 18 Milliarden Visits auf über 10.000 Websites und mehr als 700 Millionen mobilen App-Sessions. Die begleitende Mobile-Studie wird in Form von Interviews mit mehr als 3.000 Mobilnutzern und über 100 Marketing-Spezialisten von großen US-Marken durchgeführt.

10 Tipps zur technischen SEO-Optimierung

8. September 2014
Bei der Huffington Post Deutschland wird großen Wert auf SEO gelegt.

Bei der Huffington Post Deutschland wird großen Wert auf SEO gelegt.

SEO wandelt sich. Permanent. Aber bestimmte Grundlagen bleiben unverändert. Immer wieder schreibe ich über das Thema und heute wieder SEO. Die Tipps bieten die Chance das Google-Ranking verbessern und mehr Besucher auf die Website zu lotsen. Die Experten der Löwenstark Online-Marketing GmbH haben die zehn wichtigsten technischen SEO-Tipps fürs Ranking Boosting zusammengefasst, die ich gerne weitergebe.
Fest steht leider: Viele Websites weisen grundlegende strukturelle und technische Defizite auf, die dazu führen, dass die Homepages schlecht gerankt sind und damit weniger Besucher verzeichnen.

1. Meta-Daten: Title Tag und Description Tag richtig anlegen
Title und Description sind ein Teil des HTML-Codes und gehören immer noch zu den wichtigsten SEO-Ranking-Faktoren für Google & Co. Sie beschreiben kurz und knapp, worum es auf der jeweiligen Seite geht und dienen als eine Art Webseitenvorschau, die dem User in den SERPs (Search Engine Results Pages / Suchergebnisse) angezeigt wird. Diese beiden Meta Tags müssen kurz und informativ sein, die wichtigsten Keywords enthalten und die optimale Länge haben – beim Title Tag sollten es maximal 55 und beim Description Tag maximal 150 Zeichen sein.

2. Page-Speed: Seitenladezeit optimieren
Auch die Seitenladezeit hat einen großen Einfluss auf die Bewertung der Website durch Google. „Alles über drei Sekunden ist kritisch und kostet Website-Betreiber Kunden und Geld“, warnt der Experte Marian Wurm von Löwenstark Online-Marketing GmbH. Vor allem große, schlecht skalierte Bilder, zu viele Plug-Ins oder aufwendige Flash Animationen verlangsamen die Ladezeit. Flash halte ich persönlich für ein Relikt des 20. Jahrhunderts. „Die Performance einer Website kann auf verschiedene Art und Weise verbessert werden – beispielsweise durch das Komprimieren von Daten, die vom Server zum User gelangen. Man spricht in diesem Kontext von der so genannten gzip-Compression“, so Wurm.

3. Content is King, Keywords are Queen: Originelle Texte richtig schreiben
Wichtige Bewertungskriterien für Google & Co. bleiben die Anzahl und die Qualität der Texte, die auf der jeweiligen Website erscheinen. Guter Content regt zum Verweilen an, ist exklusiv, redaktionell hochwertig und einzigartig. Ein optimaler Webseitentext ist zwischen 300 und 500 Wörtern lang und enthält die wichtigsten, im Idealfall zusammengesetzten und spezifischen Keywords. Auch Bilder und Grafiken sollten SEO-optimiert werden, indem sie über den sogenannten ALT-Attribut innerhalb eines HTML-Textes für Google markiert und inhaltlich erklärt werden.

4. Duplicate Content vermeiden
Unter „Duplicate Content“ versteht man gleiche oder sehr ähnliche Seiteninhalte mit unterschiedlichen URLs. Duplicate Content innerhalb der eigenen Webseite kann zu einem schlechteren Ranking bei Google führen. Es ist ein häufiges Problem bei Online-Shops, die auf mehreren Seiten identische Produktbeschreibungen anzeigen. Es gibt jedoch auch dafür eine Lösung: „Über das so genannte Canonical Tag kann der Websitebetreiber die Originalquelle des Textes angeben und so eine schlechtere Bewertung beider Webseiten durch Google verhindern“, erklärt Wurm.

5. Textstruktur richtig aufbauen
SEO-optimierte Webseitentexte haben eine klare Struktur, die durch HTML-Tags für Überschriften (H1 bis H6) einzelne Abschnitte optisch unterteilt. So werden die Inhalte auch für den User ansprechend und leserlich gemacht. Durch solche Formatierungen erkennt auch Google, welche Inhalte besonders relevant sind und welche nicht.

6. Darstellung der Inhalte: Website für mobile Nutzer anpassen
Da immer mehr User über ihr Smartphone oder Tablet ins Internet gehen, ist es wichtig, die eigene Homepage für die mobile Nutzung zu optimieren. Daher sollte jede Website entweder über eine eigens geschaffene mobile Version verfügen oder mit der Webdesign-Technik „Responsive Webdesign“ ausgestattet werden, um sich an die kleineren Bildschirme anpassen zu können. „Websitebetreiber, die mobile User nicht berücksichtigen, schwächen nicht nur die eigene Homepage, sondern verzichten auch auf wertvollen Traffic“, sagt Wurm.

7. Mit robots.txt und sitemap.xml Google steuern
Die Crawl-Optimierung ist ein wichtiges Tool, um den Google-Bot in die richtige Richtung zu führen. Bei robots.txt und sitemap.xml handelt es sich um zwei Dateien, die im Hintergrund der Website liegen und den Aufruf der Seite durch Google steuern. In der robots.txt finden Google & Co. Anweisungen darüber, was indexiert und was nicht indexiert werden darf – das ist praktisch, wenn sich zum Beispiel bestimmte Unterseiten gerade im Umbau befinden. Mit der Sitemap.xml liefert man Google wichtige Informationen über den Aufbau der Website und ermöglicht einen Quereinstieg in die Seiten.

8. Error 404: Permanente Weiterleitung einbauen
Wenn die URL einer Website geändert wird oder beispielsweise Produktseiten in einem Online-Shop gelöscht werden, ist es wichtig, eine Weiterleitung einzurichten – im Idealfall eine „Redirect Permanent“ (301), d. h. eine dauerhafte serverseitige Weiterleitung. Diese Weiterleitung überträgt den PageRank – so bleiben die Platzierungen bei Google bestehen und der 404 Error „Page not found“ wird vermieden.

9. Interne Verlinkungen optimal einsetzen
Wer bei Google & Co. hoch ranken möchte, der benötigt eine saubere interne Verlinkung einzelner Seiten. Diese kann beispielsweise durch eine benutzerfreundliche Seitennavigation, die Verwendung von Keywords im Anchortext oder eine leicht nachvollziehbare Sitemap erreicht werden. „Die Zahl der internen Links speziell von der Startseite sollte dabei so klein wie möglich sein und 100 möglichst nicht überschreiten“, ergänzt Wurm. „Nur so ist sichergestellt, dass die Unterseiten noch genug Juice – sprich Kraft – von der Startseite fürs eigene Ranking mitbekommen.“

10. Google Webmaster Tool nutzen

Das Google Webmaster Tool dient als eine Art Kommunikationskanal zwischen Google und dem Websitebetreiber. Es gibt Auskunft über Crawlingfehler, interne sowie externe Links und kann durch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten Google den rechten Weg weisen. „Das Tool ist insbesondere dann wichtig, wenn manuelle Abstrafungen seitens Google vorgenommen wurden“, sagt der Löwenstark-Experte Wurm. „Es ist die einzige Möglichkeit, mit Google Kontakt aufzunehmen und nach Abschluss der Nachbesserungen ein Aufheben der Sanktionen zu erbitten. Außerdem kann man mittels Data Highlighter Google auf besonders wichtige Inhalte hinweisen.“

Zur WM: Second Screen ist Wirklichkeit geworden

12. Juli 2014

Neue Fernseehgewohnheiten bringen soziale Medien in Verbindung mit digitalen Devices an den Tag. Dabei werden plattformübergreifend die verschiedenen Medien genutzt. Aktuelles Beispiel ist für mich die Fußballweltmeisterschaft. Während Deutschland gegen Brasilien spielte, ist Twitter nahezu explodiert. Die bisherige Theorie des Second Screen ist Realität geworden. Wenn eine Sendung in der Glotze läuft, wird sie gleichzeitig an digitalen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet live kommentert. Es macht zuweilen mehr Spaß ein Fußballspiel live in Twitter zu verfolgen, als das Gequatsche der Kommentartoren wie Béla Réthy zu ertragen. Auch Qualitätssendungen wie Tatort, Frauentausch oder Shopping Queen werden von den Usern live kommentiert.

Jetzt lieferte das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen TNS die aktuellen Zahlen für dieses Multi-Screening. In ihrer Studie „Connected Life“ stellte TNS in über 55.000 Interviews weltweit fest, dass nahezu jeder zweite (48 Prozent) abendliche Fernsehzuschauer gleichzeitig mit anderen digitalen Aktivitäten wie den sozialen Medien beschäftigt ist, seine E-Mails überprüft oder online einkauft. Weltweit besitzt jeder Online-Erdenbürger durchschnittlich vier digitale Endgeräte. In Deutschland, Australien und Großbritannien sind es gar fünf. Dies, kombiniert mit der hohen Nachfrage nach TV-und Video-Inhalten on-the-go, treibt den Aufstieg des Multi-Screening weiter an.

Der Wunsch, auf Lieblings-TV-Shows allzeit zugreifen zu können, treibt damit die weiter steigende Online-TV-Nutzung, so TNS. Ein Viertel (25 Prozent) der Weltbevölkerung sieht derzeit täglich Inhalte auf einem PC, Laptop, Tablet oder Handy. Dieser Konsum steigt auf über ein Drittel (33 Prozent) in Ländern wie China und Singapur und auf 32 Prozent in Hong Kong, wo tablet-große Mobiltelefone, so genannte Phablets immer beliebter werden.

Doch trotz der zunehmenden Online-Nutzung von Bewegtbildern, spielen traditionelle Fernsehgeräte noch immer bei drei Vierteln der Befragten (75 Prozent), die täglich vor dem Fernseher sitzen, eine große Rolle in ihrem Alltag. Mal sehen, ob sich nach HD nun auch 4K in den Wohnzimmern breit macht.

So schenken 76 Prozent dem Fernsehen während des abendlichen Essens ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Persönlich finde ich dies übrigens schrecklich. In Deutschland zwar weniger ausgeprägt, dafür nutzen aber 20 Prozent der Bundesbürger ihr TV-Gerät ohne sich von einem weiteren digitalen Device ablenken zu lassen.

Amazon Instant Video ist im Kommen. Foto: Amazon

Amazon Instant Video ist im Kommen. Foto: Amazon

Viele der großen globalen Medienunternehmen nutzen bereits die Vorteile des wachsenden Trends, Bewegtbilder online zu schauen und bieten On-Demand-Dienste wie, HBO GO, Watchever oder Amazon Instant Video an, auf denen die Verbraucher auf Premium-Inhalte zugreifen können, die es ihnen ermöglichen stets und überall schauen zu können. Multitasking werde zur Norm, so Matthew Froggatt, Chief Development Officer bei TNS.

 

Fakten und Zahlen rund ums Online-Banking

1. Juli 2014

euro2

Online-Banking hat sich in den vergangenen Jahren im Finanzmarkt etabliert. Über 70 Prozent der Deutschen, die sich regelmäßig im Internet bewegen, erledigen Bankgeschäfte auch über das Web. Ihre wichtigsten Anforderungen lauten dabei Sicherheit und Datenschutz, weit vor Aspekten wie Schnelligkeit, Bequemlichkeit oder der Verfügbarkeit rund um die Uhr. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie „Online-Banking – Sicherheit zählt!“, die vor kurzem in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Bereits zum sechsten Mal haben die Initiative D21 und die Fiducia IT AG (Karlsruhe), IT-Dienstleister für Volksbanken und Raiffeisenbanken, die Marktforscher von TNS Infratest im April beauftragt, die Internetnutzer in Deutschland zum Thema Online-Banking zu befragen. Die komplette Studie gibt es hier zum Download.

Wie die Erhebung ergab, lehnen 19 Prozent der Befragten das Online-Banking bewusst ab. Als Hauptgrund nennen sie Sicherheitsvorbehalte. Insbesondere die Angst vor Betrug wird von rund drei Viertel der Ablehner geäußert, wenngleich nur knapp zwei Prozent aller Befragten angaben, im Online-Banking bereits einen finanziellen Schaden erlitten zu haben.

Keine Akzeptanz für nutzungsabhängige Sicherheitsgebühr beim Online-Banking

Gut ein Drittel ist bereit, für sichere Transaktionen bei Bankgeschäften im Internet zu bezahlen. Mit Blick auf den hierfür akzeptierten Preis zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede: So sind zwölf Prozent der Befragten bereit, zwei Euro pro Monat zu bezahlen. 15 Prozent würden bis zu 50 Cent ausgeben, und für rund ein Viertel (27 Prozent) wären 25 Cent pro Monat denkbar. Mit sieben Prozent ist nur ein sehr geringer Teil dazu bereit, einen einmaligen Betrag für die Sicherheit im Online-Banking zu bezahlen. Im Durchschnitt würden die zahlungsbereiten Onliner einen einmaligen Anschaffungspreis von 19,39 Euro akzeptieren, dies liegt ungefähr drei Euro unter dem Wert von 2012. Nach wie vor verschwindend gering ist mit etwa einem Prozent die Akzeptanz für eine nutzungsabhängige Gebühr beim Online-Banking.

Überweisungslimits und Benachrichtigungen als ergänzende Sicherheitsmaßnahmen

Trotz der aktuellen Diskussionen rund um das Thema Datenschutz ist eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen bei den Onlinern nicht erkennbar. Die Verwendung von Sicherheitsprogrammen bleibt mit 73 Prozent nahezu auf dem Niveau von 2012. Und nach wie vor geben vier Prozent aller Befragten an, überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen für ihren eigenen Schutz zu ergreifen. Insgesamt tragen allgemeine Schutzmaßnahmen mehr dazu bei, die Sicherheit beim Online-Banking zu erhöhen. Darüber hinaus ziehen die Internetnutzer auch individuelle Maßnahmen in Betracht wie den Abschluss von Versicherungen oder sogar persönliche Vereinbarungen mit ihrer jeweiligen Bank. Allen voran käme hier ein SMS-Service bei ungewöhnlichen Kontobewegungen in Frage oder auch die Vereinbarung von Tages- oder Auslandslimits für Online-Überweisungen.

mobileTAN am häufigsten im Einsatz

Das am häufigsten verwendete Sicherheitsverfahren beim Online-Banking ist unverändert die mobileTAN (42 Prozent der Online-Banking-Nutzer), gefolgt von Sm@rt-TAN plus mit 35 Prozent (2012: 39 Prozent). Dagegen ist die iTAN – nach der Einstellung dieses Verfahrens bei vielen Instituten Anfang 2012 – nur noch bei jedem fünften Online-Banker im Einsatz. Homebanking Computer Interface (HBCI) wird von zwölf Prozent verwendet. Die noch junge Methode pushTAN-App wird lediglich von einem Prozent genutzt. Im Vergleich zu 2012 zeigt sich über fast alle Verfahren (außer mobileTAN) ein leichter Rückgang, der auf einen vorsichtigeren Umgang der Nutzer im Online-Banking schließen lässt.

Smartphone und Tablet auf dem Vormarsch

Internetfähige mobile Endgeräte, so genannte mobile Devices, verändern das Verhalten der Verbraucher grundlegend – auch beim Online-Banking. Und wie die Studie zeigt, wird dieser Trend vorwiegend von den Jüngeren zwischen 14 und 34 Jahren getragen. Von den über 55-Jährigen greift jeder zehnte Online-Banker über ein Smartphone auf sein Konto zu. Diese Gruppe erledigt ihre Bankgeschäfte bevorzugt am heimischen PC. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die Gesamtheit der Internetnutzer das Risiko beim Bezahlen im Internet mit Smartphones (75 Prozent) oder Tablets (63 Prozent) noch immer deutlich höher einschätzt als mit dem eigenen stationären PC (36 Prozent).

Über das Online-Banking hinaus sieht die Studie für den „Alleskönner“ Smartphone aber noch weiteres Potenzial: das bargeldlose Bezahlen. Mobile-Payment lautet hier das Stichwort, ein Verfahren, das sich in den USA, Afrika oder in Asien bereits etabliert hat, das in Deutschland aber noch in den Kinderschuhen steckt. So geben bisher nur knapp fünf Prozent der Befragten an, ein solches System zu nutzen. Einsatzmöglichkeiten werden hier vor allem beim Bezahlen an der Ladenkasse gesehen oder beim Kauf von Tickets oder sonstiger Waren am Automaten. Allerdings hat ein gutes Drittel der Internetnutzer bisher noch nichts über Mobile-Payment gehört. Dennoch: Sollte sich ein Verfahren durchsetzen, das sowohl bei Kunden als auch bei den Händlern auf breite Akzeptanz stößt, bieten sich insbesondere für Banken große Chancen. Denn, so ein weiteres Ergebnis der Studie, in puncto Sicherheit genießen die Kreditinstitute als Anbieter und Abwickler von Mobile-Payment den größten Vertrauensvorschuss.

Studie ist wichtige Momentaufnahme auch für Wirtschaft und Politik

Für die Fiducia IT AG als Dienstleister für Informationstechnologie einer großen Bankengruppe, dessen zentraler Markenwert „Sicherheit“ ist, bildet die jetzt vorgelegte sechste Auflage der Studie „Online-Banking 2014 – Sicherheit zählt!“ wieder eine wichtige Momentaufnahme. Das Unternehmen engagiert sich seit vielen Jahren unter anderem im Gesamtvorstand der Initiative D21, um den Wandel zur digitalen Gesellschaft aktiv zu begleiten. Die gemeinsame Studie liefert damit auch Wirtschaft und Politik eine solide Faktenbasis zu Anforderungen, Wünschen und Befürchtungen der Bürgerinnen und Bürger bei einer der vielleicht sensibelsten digitalen Anwendungen überhaupt: den Bankgeschäften über das Internet.

 

Aktuelle Zahlen: Einkaufen im Netz und die Konsequenzen

4. Juni 2014

Bei einem Verbraucherschutzseminar über Einkaufen im Netz konnte ich meine Teilnehmer mit den neuesten Zahlen konfrontieren. Es ist klar: Online-Shopping bricht immer neue Rekorde, aber Online-Shopping bedeutet nicht nur Einkaufen bei Amazon. Und ich stellte vier Entwicklungen des Online-Handels vor, die auf einer Studie der Post beruhen.

I like - Einkaufen im Netz.

I like – Einkaufen im Netz.

94 Prozent der Internetnutzer über 14 Jahre kaufen inzwischen auch im Web ein. Dies entspricht 51 Millionen Bundesbürgern, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM zeigt. Klarer Trend: Online Shopping mit dem Smartphone.

Mit Smartphones und Tablet Computern wird mittlerweile ortsunabhängig im Web eingekauft. Die wachsende Verfügbarkeit von schnellem Internet beschleunigt diesen Trend. Besonders der Anteil älterer Online-Shopper ist gestiegen. 88 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren kaufen mittlerweile online ein, vor zwei Jahren waren es noch 79 Prozent.

Interneteinkäufe ersetzen für viele Verbraucher zunehmend das Shoppen im Geschäft. Zwei Drittel der Online-Shopper (66 Prozent) bestellen mindestens mehrmals im Monat Waren über das Internet,  8 Prozent sogar mehrmals pro Woche. Dabei kommen mobile Endgeräte vermehrt zum Einsatz. Gut jeder vierte Online-Shopper (27 Prozent) nutzt dafür ein Smartphone oder einen Tablet-Computer, ein Plus zwei Prozentpunkten gegenüber 2012.  Fast die Hälfte der mobilen Online-Shopper (47 Prozent) kauft am Arbeitsplatz mit Smartphone oder Tablet Computer ein. Das sind mehr als sechs Millionen Bundesbürger. Gut ein Viertel der mobilen Online-Shopper (26 Prozent) nutzt das mobile Gerät sogar, um vor Ort im Geschäft eine Online-Bestellung aufzugeben.

Ein wichtiger Faktor für Online-Händler sind Warenrücksendungen. Die BITKOM sagt: „Drei von vier Online-Shoppern (74 Prozent) haben schon einmal bestellte Waren zurückgeschickt. Viele von ihnen haben sich daran gewöhnt, nicht für den Rückversand zu bezahlen. In der Umfrage gab gut jeder dritte Online-Shopper (36 Prozent) gibt an, zumindest ab und an ohne Kaufabsicht im Internet zu bestellen. Vor allem Verbraucher zwischen 30 und 49 Jahren tun dies. Viele Nutzer sehen es als legitim an, auch ohne Kaufabsicht Waren zu bestellen. Online-Händler können anschließend Probleme haben, die Retouren zum Originalpreis zu verkaufen.“ Bei der Kaufabwicklung im Internet zahlen Online-Shopper in Deutschland am liebsten per Rechnung (63 Prozent). Ähnlich etabliert sind Online-Bezahldienstleister, 56 Prozent der Online-Shopper bezahlen darüber ihre Waren. Immer weniger Menschen treten beim Internetkauf in Vorleistung. Zahlten im Jahr 2012 noch 38 Prozent per Vorkasse, so macht dies jetzt nur noch rund ein Viertel (24 Prozent).

Zudem konnte ich vier Thesen der Deutschen Post vorstellen, wie sich der Handel im Netz verändern wird. Die Post hat die Ergebnisse der Studie ins Netz gestellt, die ich jedem Einzelhändler dringend ans Herz lege, Einkaufen im Netz gehört heute einfach dazu.

Die Thesen sind:

  • Der Online-Handel und der stationäre Handel verschmelzen. So kann sich der Kunde den Weg ins Geschäft sparen.
  • Der Kunde erhält die Ware noch am selben Tag – auch bei Internet-Bestellungen.
  • Händler sehen das Kaufverhalten der Konsumenten vorher – mithilfe künstlicher Intelligenz.
  • Persönliches Eigentum verliert an Bedeutung. Leasing- und Sharingmodelle sind der neue Trend.

 

Apps ändern meine Arbeitsweise

10. Dezember 2013

Seitdem ich mein iPad habe, hat sich meine Arbeitsweise komplett geändert. Wenn ich auf Reisen gehen, hab ich in der Regel mein MacBook Pro nicht mehr dabei, sondern nur noch mein iPad. Kurzem kaufte ich mir das iPad Mini mit Retina, um noch weniger Gewicht am Mann zu haben.

Allerdings verlangt die Arbeit am iPad eine neue Arbeitsweise, eine neue Organisationsweise von Daten. Die Cloud wird als Dateiablage für mich immer wichtiger. Und hinzu kommt freilich der Einsatz von Apps. Damit bin ich nicht alleine. Die Bitkom hat neue Zahlen von Apps.

Gut jeder zweite Tablet-Nutzer (54 Prozent) hat bereits Spiele-Apps, E-Books und Co. für sein Gerät gekauft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Tablet-Nutzern von Bitkom Research. Am beliebtesten sind Spiele für die Touchscreen-Rechner. Knapp jeder dritte Tablet-Nutzer (31 Prozent) hat bereits eine Spiele-App gekauft. Auch Lesestoff wird häufig für den Tablet-Computer erworben. 30 Prozent der Nutzer eines solchen Gerätes haben bereits E-Books hierfür gekauft, 16 Prozent Zeitschriften oder Zeitungen. Knapp jeder Vierte hat bereits Musik-Dateien erworben, jeder achte (12 Prozent) Hörbücher. Kostenpflichtige Filme und Serien wurden von 11 Prozent heruntergeladen.

ipad

Tablet Computer werden weiter sehr stark nachgefragt. In diesem Jahr werden in Deutschland nach Prognosen von Bitkom Research 8 Millionen Geräte verkauft. 2012 waren es noch rund 5 Millionen Tablet Computer, ein Plus von 59 Prozent. Der Umsatz steigt in diesem Jahr im Vergleich zu 2012 um 55 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Damit übertreffen die aktuellen Prognosen Voraussagen vom Jahresanfang um rund 3 Millionen Geräte. Einer der Gründe für die gestiegenen Absatzerwartungen ist der Trend zu Tablet Computern mit kleineren Bildschirmen zwischen 7 und 8 Zoll. Diese sind zum Teil deutlich günstiger als Geräte mit Bildschirmdiagonalen von 9 bis 10 Zoll und werden daher stärker nachgefragt. Die Folge sind sinkende Durchschnittspreise in den vergangenen Jahren: Diese sind von 457 Euro 2011 auf 354 Euro im vergangenen Jahr gefallen. 2013 werden voraussichtlich 345 Euro im Schnitt für einen Tablet Computer ausgegeben. Upps, ich merke, dass mein iPad mini deutlich teuerer war.

eBooks: Noch besteht die Angst vor elektronischen Büchern

9. November 2013

Kaum ein Tag vergeht, dass nicht eine Meldung zum Thema eBooks in meinem Posteingang landet. Alle besagen: eBooks werden immer beliebter. In vielen meiner Seminaren stelle ich aber noch ein Angst vor elektronischen Büchern fest.

amazon

Jetzt hat die Plattform Deals.com, ein Portal für kostenlose Gutscheine und Rabatte, das eBook-Leseverhalten der Deutschen unter die Lupe genommen. Während noch vor einem Jahr nur jeder dritte Deutsche schon mal ein eBook gelesen hat, liegt die Zahl der Nutzer mittlerweile bei 41 Prozent. Auch wenn elektronische Bücher weithin bekannt sind, werden sie dennoch wenig gelesen: Nur ein Drittel (32 Prozent) der eBook-Nutzer liest eBooks mehrmals die Woche oder sogar täglich – 42 Prozent nur einmal im Monat oder seltener. Jeder Zehnte behauptet allerdings, mehr zu lesen, seitdem er eBooks nutzt.

Die beliebtesten eBook Medien: Notebook weiter vorn, aber eReader holen auf

Was die Wahl des Mediums angeht, so geht der Trend ganz klar zu spezialisierten eReadern. Vor allem die Beliebtheit von Notebooks und PCs als Medium für den Lesestoff sank im Vergleich zum Vorjahr: Nur noch 26 Prozent lesen eBooks auf diesen Geräten (49 Prozent 2012). Ich muss zugeben, ich würde nie ein Buch am Rechner lesen, glaube aber die Zahlen. Der Amazon Kindle wird von jedem vierten eBook-Leser genutzt (Anstieg gegenüber 2012 von 16 auf 25 Prozent 2013). Auch iPads (12 Prozent) und andere Tablets (17 Prozent) erfreuen sich großer Beliebtheit. Leider wurde das soziale Lesen nicht untersucht. In meinen Seminaren zeige ich immer die Möglichkeit des sozialen Lesens. Das bedeutet, in einem Fachbuch unterstreichen die Leser wichtige Passagen am Kindle. Ich kann mir als Leser des Buches diese Markierungen aus der Cloud einblenden lassen und lese das Fachbuch deutlich schneller als bisher. Es stellt sich nämlich heraus: Die Leute sind nicht dümmer und unterstreichen in der Regel genau das, was ich auch unterstrichen hätte.

Auf welchen Geräten lesen Sie E-Books? (Mehrfachantworten möglich)

  • Notebook / Netbook / PC 26%
  • Kindle 25%
  • Smartphone 25%
  • Anderer Tablet-PC (z. B. Samsung Galaxy Tab), aber kein iPad 17%
  • iPad 12%
  • E- Reader anderer Hersteller 11%
  • Sony Reader 5%
  • Tolino 5%
  • Kobo 2%
  • Sonstiges Gerät 7%

Rund 60 Prozent der Deutschen fordern deutlich günstigere Preise bei eBooks

Die noch relativ geringe Nutzung von eBooks ist vor allem auf die zu hohen Geräte- und eBook-Preise zurückzuführen. Jeder Vierte behauptet, dass ihm eBooks und eReader zu teuer sind (je 23 Prozent). Das ist für mich sehr interessant, denn Kindle und auch Tolino werden deutlich subventioniert. Ich denke, das Argument des hohen Preises für Reader nicht zieht, Deutlich wird aber eine andere Zahl, Ganze 59 Prozent sagen ganz klar: eBooks sollten im Vergleich zum gedruckten Buch deutlich günstiger sein. Mehr als jeder Dritte behauptet, er würde sich eher für ein eBook entscheiden, wenn es nur halb so viel kosten würde wie ein gedrucktes Buch (38 Prozent). Jeder Siebte liest derzeit sogar ausschließlich kostenlose eBooks (14 Prozent). Das System scheitert aber an der deutschen Buchpreisbindung. Die Abschaffung wurde im europäischen Parlament diskutiert, aber erst mal auf Eis gelegt. Vielleicht haben die Lobbyverbände der deutschen Verlage hier gute Arbeit geleistet. Egal ob eBook oder gedrucktes Buch: Das Buch kostet überall gleich viel.

Jeder Zehnte wünscht sich einen eReader zu Weihnachten

Das Christkind wird wohl dieses Jahr eine Menge der elektronischen Bücher verteilen: Jeder Sechste hält eReader für ein besseres und zeitgemäßes Weihnachtsgeschenk als ein Buch. Jeder Zehnte hat zudem selbst einen eReader auf seinem Wunschzettel. Sechs Prozent planen einen solchen zu Weihnachten zu verschenken. Bei mir in der Familie ist das auch so: K1/2 bekommen einen Kindle und auch mein Vater wird einen bekommen.

Frauen als Bastion gedruckter Bücher

Völlig unverständlich ist für mich folgende Aussage der Umfrage; Während jeder fünfte Deutsche schon heute behauptet, dass eBooks gedruckte Bücher auf lange Sicht völlig ersetzen werden, hat die Literatur auf gedrucktem Papier vor allem weibliche Anhänger: 41 Prozent der Frauen und nur 29 Prozent der Männer glauben nicht, dass sich eBooks jemals gegen gedruckte Bücher durchsetzen werden. Wenn ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin, dann sehe ich vor allem Frauen, die einen eReader verwenden, Natürlich sind meine Beobachtungen rein subjektiv. Aber das Thema bleibt spannend.

300 Prozent Steigerung bei mobiler Videonutzung

2. Mai 2013
Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Ich hab mir die Papst-Wahl im Internet angeschaut.

Die Kommunikation wird mobil und auf meinen Seminaren erarbeiten wir die Chancen von mobilen Endgeräten für Verbraucher und Firmen. Dabei spielt Bewegtbild eine immer größere Rolle. Nicht zuletzt die Tatsache, dass Smartphones und Tablets eine Videokamera in Board haben, ist erleichtert geworden, selbst bewegte Bilder zu erzeugen und ins Internet hochzulaufen.

Jetzt liefert mir Adobe Zahlenmaterial für den rasanten Anstieg der Nutzung von Video-Content über mobile Geräte. Interessant: Auch TV-Nutzung über mobile Geräte setzt sich zunehmend durch. Was Adobe aber nicht wusste, sind aktuelle Entwicklungen in Deutschland. Die Volumentarife bei Handys und Tablets zwangen die User auf WLAN auszuweichen. Jetzt stehen aktuelle Drosselungbemühungen der Telekom dem Trend zu mobiler Videonutzung entgegen.

Adobe hat die Ergebnisse des neuesten Digital Index Report vorgestellt. Darin untersucht das Unternehmen das Nutzungsverhalten von Online-Konsumenten in Bezug auf Videos und Werbung. Gemäß dem Report werden über mobile Geräte 300 Prozent mehr Videos betrachtet. Die Nutzung digitaler TV Everywhere-Angebote hat sich im vergangenen Jahr verzwölffacht. Auf Facebook werden Video-Inhalte doppelt so oft mit „Gefällt mir“ markiert,. geteilt oder kommentiert als sonstiger Content – das kann ich aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen. In Bezug auf Video-Werbung machen pre-roll Ads bei längeren Videos 82 Prozent aller Ad-Betrachtungen aus und werden damit deutlich häufiger aufgerufen als mid-role Ads oder post-roll Ads.

 

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Im Internet konnte ich live das Ausrufen des neuen Papstes erleben. Mobiles Video macht es möglich.

Die Kernaussagen des Adobe-Berichts lauten:

Nutzung von TV Everywhere 

2012 stellte in den USA ein Rekordjahr für die Nutzung von TV Everywhere-Angeboten dar. Die Zahl der Anmeldungen stieg um das zwölffache im Vergleich zum Vorjahr und wurde durch Events wie die olympischen Sommerspiele, die Fußball-Europameisterschaft 2012 und die NBA Playoffs weiter gefördert. In Deutschland Streaming ARD und ZDF ihre Programme live ins Internet.

Videokonsum nach Geräten

Der Anteil gestarteter Videos über mobile Geräte hat sich im vergangenen Jahr um mehr als das dreifache von 3 Prozent auf 10,4 Prozent erhöht. 89,6 Prozent der Videos werden noch immer über  Desktop-Rechner abgerufen. Innerhalb der mobilen Geräte steigen die Video-Abrufe über Tablets am stärksten. Konsumenten rufen Videos am Wochenende bevorzugt über Tablets ab. An Sonntagen finden 17 Prozent der Video-Starts über Tablets statt. Bei Betrachtung aller mobilen Geräte ist die Video-Nutzung an Montagen, Donnerstagen und Sonntagen mit je 16 Prozent am höchsten.

Social Media und Video 

Facebook-User kommentieren, liken und teilen Video-Inhalte zweimal häufiger als anderen Content. Das Ergebnis verdeutlicht, dass Video-Inhalte Marken helfen können, die Interaktion mit ihren Fans zu fördern. Auf Twitter wird dreimal häufiger auf Video-Inhalte von Medienseiten verwiesen, als auf anderen Content.

 

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Videoinhalte werden durch Social Media geteilt.

Meistgenutzte Video-Inhalte 

Inhalte von TV-bezogenen Medienseiten werden über alle Geräte hinweg deutlich häufiger bis zum Ende geschaut, als solche von nicht TV-bezogene Seiten. Der Traffic über Tablets steigt hier ebenfalls am stärksten. Mobile Video-Klicks steigen zudem speziell bei besonderen Sportevents um das Doppelte, beispielsweise bei den Olympischen Spielen 2012 oder dem US-College NCAA Tournament 2012.

 

Klarer Trend für mobile Streaming Dienste

8. März 2013

Ob im Privaten oder im Beruflichen: Smartphone und Tables gehört die mobile Zukunft. Mobiles Internet heißt aber auch mobile Streaming Dienste, die verstärkt genutzt werden. Das einfachste sind sicherlich YouTube-Videos, aber nachdem ARD und ZDF ihr jeweiliges Programm live streamen, wird es interessant am Mobilmarkt.

Um zu verstehen, wie Verbraucher in Westeuropa und den USA mit Streaming-Inhalten auf ihren Geräten umgehen, wie oft sie ihre Telefone oder Tablet-PCs für die Video-Unterhaltung nutzen und welche Erfahrungen sie dabei machen, hat Rovi eine Umfrage zu Consumer Mobile Streaming durchgeführt. Sie belegt, dass Verbraucher mobiles Streaming bereits umfangreich nutzen, und dass eine große Nachfrage nach Premium-Video-Content mit TV-Shows und Filmen auf mobilen Geräten besteht. So nutzt die Mehrheit der Befragten ihre Geräte mindestens zwei- bis dreimal pro Woche für Videostreaming, eine durchschnittliche Sitzung dauert in der Regel 30 Minuten oder länger. Das bietet aber nicht nur eine Chance für klassische Unterhaltung. Ich denke,d ass der Bereich eLearning unglaublich interessant wird.

Hier ein Live-Streaming einer Pressekonferenz der bayerische Friseure.

Hier ein Live-Streaming einer Pressekonferenz der bayerische Friseure.

Mit 73 Prozent war die Streaming-Frequenz in Italien am höchsten, gefolgt von Spanien mit 71 Prozent und den USA mit 66 Prozent. Die Verbraucher gaben an, dass sie auf ihren Tablet-PCs mindestens zwei- bis dreimal wöchentlich Video-Streaming nutzen. In Großbritannien sehen sich mit 33 Prozent die meisten Verbraucher TV-Shows an, während Konsumenten in den USA (35 Prozent) und Deutschland (30 Prozent) mehr Filme ansehen. Alle Handy-Nutzer gaben an, so auch 31 Prozent aller Verbraucher in Frankreich und 47 Prozent aller Konsumenten in Italien, dass sie teilweise mehr selbst gefilmte Videos ansehen als andere Inhalte wie Filme, TV-Sendungen, Musikvideos, Nachrichten oder Web-Shows. Außerdem betrachtet fast die Hälfte aller Befragten Streaming-Live-Events wie Konzerte und Sportwettkämpfe auf ihren mobilen Geräten.

Die Studie zeigt Möglichkeiten auf, Entertainment-Erfahrungen durch neue mobile Streaming-Features und Funktionalitäten sowie den Zugriff auf Inhalte zu verbessern und zu erweitern. Es geben beispielsweise weniger als 20 Prozent aller mobilen User an, dass die visuelle Qualität der Streaming Videos gut sei. Diese Aussage macht den Bedarf an Lösungen für Advanced Adaptive Streaming und neue Kompressionsstandards wie High Efficiency Video Coding (HEVC) deutlich. Die meisten mobilen Anwender wünschen sich schnell ladende Videos mit störungsfreier Wiedergabe als wichtigste Voraussetzung für den Genuss von Streaming Videos. Eine weitere wichtige Anforderung von Verbrauchern ist es, Videos anzuhalten und später wiederzugeben, entweder auf dem gleichen oder einem anderen Gerät.

Interessant finde ich auch folgende Aussage: Nutzer von Mobilgeräten gaben zudem an, dass Video-Anzeigen, die vor, während oder nach eines Videos eingespielt werden, die effektivste Form der Werbung sind, um sich an Marken- oder Produktnamen zu erinnern. Das kann ich mir persönlich nicht vorstellen, aber wenn es so ist, na denn. Ich denke, es muss im mobilen Marketing noch bessere Möglichkeiten geben. Allerdings sorgen sich Anwender über die Kosten, die mit Video-Streaming zusammenhängen. Etwa die Hälfte der Befragten sagten, dass sie den Videokonsum aus Kostengesichtspunkten einschränken.

Weitere Umfrage-Ergebnisse:

66 Prozent aller britischen Nutzer von Tablet-PCs verbringen durchschnittlich 30 Minuten oder mehr mit Streaming-Medien in einer einzigen Sitzung, die USA liegt in diesem Ranking mit 62 Prozent auf Platz zwei.

Handy-Nutzer in Italien haben mit drei bis zehn Minuten durchschnittlich die kürzesten Streaming-Media-Sessions.

93 Prozent aller amerikanischen Tablet-PC-Nutzer und 80 Prozent der Mobiltelefon-Anwender in den USA glauben, dass Tablet-PCs eine gute Möglichkeit sind, um Filme und TV-Shows anzusehen.

Französische und italienische Verbraucher sind mit der Video-Qualität am unzufriedensten, 10 Prozent beurteilen die Qualität als schlecht.

Mehr als 80 Prozent aller Tablet-Nutzer konsumieren den größten Anteil ihrer Video-Streamings zu Hause, nur zirka 15 Prozent überwiegend während der Fahrt zur Arbeit.

Im Vergleich dazu konsumieren nur etwa 50 Prozent aller Handy-Nutzer Video-Streaming zu Hause, während zirka 35 Prozent die meiste Zeit während der Fahrt zur Arbeit mit Video Streaming verbringen, so dass das Handy heutzutage das bevorzugte Gerät für Pendler ist.