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Mit Herz und Kruste: Zwei Podcasts feiern die Leidenschaft fürs Brot

19. März 2026

Gleich zwei Podcasts durfte ich für die Handwerksbäckerei Martin Reicherzer in Fürstenfeldbruck und Aubing produzieren. Und beide Podcasts drehen sich um Brot.

Im Mittelpunkt des ersten Podcasts stand diesmal das Roggenbrot, das zum Brot des Jahres 2026 gewählt wurde. Hier zum Anhören:

Für Martin Reicherzer war diese Auszeichnung zwar eine Überraschung. Aus seiner Sicht geht der Trend im Verkauf derzeit eher in Richtung Weizenbrot und verschiedener Weizenbrotsorten, etwa mit Urgetreide. Umso bemerkenswerter sei es, dass nun gerade das Roggenbrot in den Mittelpunkt des Zentralverbandes der Bäcker rücke. Vielleicht, so seine Einschätzung, wolle man damit auch wieder stärker auf die besonderen Qualitäten dieses wertvollen Roggen-Getreides aufmerksam machen.

Was ein gutes Roggenbrot ausmacht, erklärt der Bäckermeister sehr anschaulich. Entscheidend sei vor allem die richtige Versäuerung des Teiges sowie das scharfe Anbacken im Ofen. Dadurch entstehe eine kräftige Kruste, während das Innere, die Krume, besonders wattig und saftig werde. Genau daran könne auch der Kunde ein hochwertiges Roggenbrot erkennen. Roggenmehl nehme deutlich mehr Wasser auf als andere Mehlsorten. Gleichzeitig seien seine Backeigenschaften anders, da bestimmte Inhaltsstoffe die Ausbildung des Klebergerüsts hemmen. Deshalb neige Roggenbrot stärker dazu, etwas auseinanderzulaufen, wenn es nicht fachgerecht verarbeitet werde.

In der deutschen Brotkultur spielt Roggenbrot nach den Worten Martin Reicherzer eine große Rolle. Historisch hänge das vor allem mit den Anbaubedingungen zusammen. Weizen lasse sich nur bis zu einer bestimmten Höhenlage wirklich ertragreich und in guter Qualität anbauen. In höheren Lagen sei deshalb häufig Roggen die bessere Wahl gewesen. Daraus habe sich über die Zeit eine große Vielfalt an Broten entwickelt, vor allem an Sauerteig- und Mischbroten. Roggenbrot ist damit nicht nur ein traditionelles Brot, sondern ein wichtiger Teil der deutschen Brotkultur.

Fast immer wird Roggenbrot mit Sauerteig hergestellt. Auch dafür gibt es einen guten Grund. Roggen ist ohne Säuerung nur schwer backfähig. Die Versäuerung sorgt dafür, dass sich der Teig stabilisiert und überhaupt zu einem guten Brot verarbeitet werden kann. Gleichzeitig bringt Sauerteig ein ganz eigenes Aroma mit, das für viele erst den typischen Geschmack eines Roggenbrotes ausmacht.

Wer wissen möchte, wie viel Zeit in einem echten Roggenbrot steckt, bekommt von Martin Reicherzer ebenfalls einen Einblick. In seiner Bäckerei wird täglich Sauerteig angesetzt. Dieser müsse mindestens 15 Stunden reifen, damit er richtig durchsäuert sei und die nötige Reife erreiche. Roggenbrot brauche also vor allem eines: Zeit. Industrielle Abkürzungen seien für ihn als Handwerksbäcker keine Alternative. Zwar gebe es Backmischungen und künstliche Säuerungsmittel, die etwa auf Zitronensäure oder anderen industriell hergestellten Bestandteilen basierten. Doch das sei aus seiner Sicht kein Vergleich zu einem natürlich geführten Sauerteig. Gerade beim Roggenbrot zeige sich, wie wichtig handwerkliche Herstellung und Geduld seien. In der Bäckerei komme hinzu, dass das Brot in Bio-Qualität hergestellt werde. Viele künstliche Teigsäurungsmittel seien dort ohnehin nicht erlaubt.

Auch Regionalität spielt in der Bäckerei eine große Rolle. Das Mehl bezieht Martin Reicherzer nach wie vor von der Weiss-Mühle. Diese arbeitet mit Vertragsbauern aus der Umgebung zusammen, sodass die Rohstoffe sehr regional sind. Für Reicherzer ist das ein großer Vorteil, denn der Müller kann gezielt bestimmte Sorten anbauen lassen und verschiedene Mehle so miteinander verschneiden, dass eine konstant hohe Qualität entsteht. Das sorge für Verlässlichkeit und ein hochwertiges Endprodukt.

So zeigt das Gespräch, dass Roggenbrot weit mehr ist als nur ein klassisches Alltagsbrot. Es ist ein Stück deutscher Brotkultur, ein handwerklich anspruchsvolles Produkt und für Martin Reicherzerein Brot, das Zeit, Können und gute Zutaten braucht.

Goldregen fürs Brot

Der zweite Brot-Podcast drehte sich um besonderen Erfolg bei der Brotprüfung der Bäckerinnung Fürstenfeldbruck, bei der die Brote der Bäckerei ausgezeichnet wurden. Hier zum Anhören:

Bäckermeister Martin Reicherzer berichtet von einem echten „Goldregen“. Insgesamt wurden fünf Brote zur Prüfung eingereicht. Zwei davon erhielten Gold, drei weitere wurden sogar überdurchschnittlich bewertet. Dabei erreichten die Brote 88, 87 und 82 Punkte. Martin Reicherzer erklärt, dass früher 80 Punkte bereits für Gold standen. Alles, was darüber liege, sei deshalb noch einmal eine ganz besondere Auszeichnung und zeige, was in diesen Broten steckt.

Gold gab es für das „Brot der Bayern“ und für das Kartoffelbrot. Besonders herausragend war jedoch das Urkornbrot, das mit 88 Punkten die höchste Bewertung erhielt. Dieses Brot ist auch als „36-Stunden-Brot“ bekannt, weil es mit einer extrem langen Teigführung hergestellt wird. Hinzu kommen ein Kochstück und ein Brühstück, was die Herstellung besonders aufwendig macht. Für Reicherzer ist diese Bewertung deshalb ein absolutes Spitzenergebnis. 87 Punkte erhielt außerdem das Gröbenzeller Brot, ein kerniges und kräftig gewürztes Sauerteigbrot mit 70 Prozent Roggen und 30 Prozent Weizen, wobei auch der Weizen in Schrotform verarbeitet wird. Das Kartoffelbrot kam auf 82 Punkte und wurde ebenfalls stark bewertet.

Gefragt nach einer Feier anlässlich der Auszeichnungen bleibt Martin Reicherzer sachlich. Für ihn steht weniger das Feiern im Vordergrund, sondern vielmehr die Überprüfung der eigenen Qualität. Er betont, wie wichtig es sei, die eigenen Brote regelmäßig auch von außen bewerten zu lassen. Denn was man selbst täglich herstelle, schmecke einem natürlich immer gut. Gerade deshalb könne man mit der Zeit betriebsblind werden. Eine unabhängige Prüfung helfe dabei, mögliche Fehler frühzeitig zu erkennen und die Qualität konstant hochzuhalten.

Ein besonderes Gewicht haben die Auszeichnungen auch deshalb, weil die Prüfung von Brotprüfer und Brotsommelier Manfred Stiefel vorgenommen wurde. Reicherzer beschreibt ihn als absoluten Fachmann, der seit vielen Jahren in ganz Deutschland unterwegs ist, um Brote zu prüfen. Stiefel kenne die deutsche Brotlandschaft bis ins Detail und könne oft schon anhand eines Brotes einschätzen, aus welcher Region es stamme und welche Tradition dahinterstehe. Dass ein so erfahrener Prüfer der Bäckerei diese hohen Bewertungen verleiht, ist für Reicherzer eine echte Ehre.

Natürlich stellt sich auch die Frage, wie diese Erfolge an die Kundinnen und Kunden weitergegeben werden. In der Bäckerei sind die Urkunden gut sichtbar im Schaufenster ausgestellt. Besonders im Laden in Fürstenfeldbruck ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich. So wird für die Kundschaft unmittelbar sichtbar, dass hier handwerklich auf höchstem Niveau gearbeitet wird. Auch im Verkauf werde darauf hingewiesen, dass die Brote ausgezeichnet wurden. Für Reicherzer sind diese Urkunden ein schöner Beleg nach außen, dass die Handwerksbäckerei ihr Handwerk beherrscht.

Zugleich sieht er in den Auszeichnungen nicht nur eine Bestätigung für sich selbst, sondern ausdrücklich auch für sein Team. Denn die Qualität der Brote hängt davon ab, dass alle im Betrieb präzise arbeiten und die Abläufe genau eingehalten werden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei es ebenfalls eine Auszeichnung, in einer Bäckerei zu arbeiten, die solche Ergebnisse erzielt. Gleichzeitig wachse damit aber auch der Anspruch, bei der nächsten Brotprüfung wieder auf diesem hohen Niveau abzuschneiden. Schlechter wolle man natürlich nicht werden. Reicherzer sieht darin jedoch vor allem einen Ansporn. Das Team lerne, worauf es ankomme, eigne sich wichtiges Wissen an und wisse genau, an welchen Stellschrauben gedreht werden müsse, um die Qualität immer wieder auf Spitzenniveau zu bringen.

So bleibt am Ende nicht nur die Freude über die ausgezeichneten Brote, sondern auch das gute Gefühl, dass handwerkliche Sorgfalt, Erfahrung und Teamarbeit in der Bäckerei Martin Reicherzer sichtbar Früchte tragen. Die Rückmeldungen der Kunden sind seit Langem sehr positiv, und nun kommt auch noch die Anerkennung durch einen erfahrenen Brotprüfer und das Deutsche Brotinstitut hinzu. Für Martin Reicherzer ist das ein Grund, rundum zufrieden zu sein — mit seinen Broten, mit seinem Team und mit dem Weg, den seine Bäckerei geht.

Podcast: Eine Vision für ein gesünderes Morgen: Wie eine Idee Bewegung in eine ganze Gemeinde bringen will

3. März 2026

In der aktuellen Episode des Podcasts Dombo bewegt des Zentrums für Gesundheit Maisach spricht Norman Dombo mit Journalist Matthias J. Lange über den „Masterplan Prävention“ der bayerischen Staatsregierung und dessen mögliche Umsetzung auf lokaler Ebene. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesundheitliche Vorsorge und Bewegung stärker in den Alltag der Bevölkerung integriert werden können.

Dombo erläutert, dass der staatliche Plan auf steigende Gesundheitsrisiken wie Bewegungsmangel, Übergewicht und zunehmende Bildschirmnutzung – besonders bei jungen Menschen – reagiert. Ziel sei es, präventive Maßnahmen zu stärken und Akteure des Gesundheitswesens stärker zu vernetzen. Dazu zählten neben Fitness- und Trainingsangeboten auch Zahnmedizin, Ergo- und Logotherapie sowie weitere Gesundheitsberufe.

Für den Landkreis und insbesondere die Gemeinde Maisach skizziert Dombo eine eigene Vision: öffentliche Trainingsgeräte im Freien, die Bürger niedrigschwellig zu Bewegung motivieren sollen. Erste Gespräche mit Bürgermeister und Landrat hätten bereits stattgefunden; Entscheidungen lägen nun bei den zuständigen Gremien. Die Finanzierung könnte über Förderprogramme, Spenden oder Kooperationen erfolgen. Parallel plant Dombo, ein Netzwerk regionaler Gesundheitsanbieter aufzubauen, um gemeinsame Präventionsprojekte zu entwickeln.

Im Gespräch wird außerdem die Bedeutung individueller Initiativen angesprochen, etwa Fasten als persönlicher Gesundheitsimpuls. Beide Gesprächspartner betonen, dass strukturelle Maßnahmen und Eigenverantwortung zusammenspielen müssten. Abschließend ruft Dombo Zuhörer dazu auf, Ideen einzubringen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen.

Der Podcast verbindet Information über ein politisches Präventionsprogramm mit lokalem Engagement und persönlicher Initiative. Inhaltlich steht weniger konkrete Politik als vielmehr die praktische Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen vor Ort im Fokus.

BistroTalk: Vom Fast-Ruinenwirtshaus zum Genussmagnet: Denis Kleinknechts Kampf um den Gasthof Heinzinger

4. Februar 2026

Im Bistro Sixtyfour in der Maisacher Zentrumspassage wurde zum Jahresauftakt eine neue Ausgabe des Podcast-Formats „Bistro Talk“ aufgezeichnet. Matthias J. Lange von redaktion42 begrüßte dabei Denis Michael Kleinknecht, den Inhaber und Küchenchef des Gasthofs Heinzinger in Rottbach. In dem Gespräch ging es um die Wiederbelebung eines Traditionshauses, um neue Wege in der Landgastronomie – und um die Frage, wie sich Qualität, Wirtschaftlichkeit und Alltag in einer Branche vereinen lassen, die seit Jahren unter Druck steht.

Kleinknecht beschreibt den Gasthof Heinzinger als Ort, der für ihn weit über einen Arbeitsplatz hinausgeht. Schon als Kind habe er den Betrieb erlebt – etwa bei den „legendären Dampfnudeln“ am Donnerstag, die bis heute zum Markenzeichen gehören. Als er den Gasthof 2016 übernahm, sei das Haus jedoch in einem Zustand gewesen, der eher nach Aufgabe als nach Neustart aussah. Für Kleinknecht wurde daraus eine Mission: einen zum Verfall preisgegebenen Landgasthof zu restaurieren und damit ein Stück Wirtshauskultur zu erhalten. In diesem Jahr steht ein besonderer Meilenstein an: Im Oktober 2026 will er das zehnjährige Wiedereröffnungsjubiläum feiern.

Was den Gasthof heute auszeichnet, ist ein Konzept, das Kleinknecht als bewusst „bayerisch – klassisch und modern“ beschreibt. Er grenzt sich dabei von einer beliebigen „Alles-für-alle“-Karte ab. Statt Pizza neben Sushi und Schnitzel setzt er auf nachvollziehbare Wirtshausklassiker – ergänzt durch ein Steak- und „Casual Fine Dining“-Angebot, das die Hemmschwelle für gehobenere Küche senken soll. Gerade diese Mischung habe im Ort anfangs für Neugier gesorgt: Stammtischgäste, die zunächst skeptisch auf große Steaks am Nachbartisch reagierten, seien später selbst zu Fans geworden – vor allem für besondere Anlässe. Viele Zutaten bezieht Kleinknecht nach eigenen Angaben von regionalen Erzeugern, die er zum Teil persönlich kennt. Qualität beginne für ihn bei Herkunft, Handwerk und Transparenz.

Neben dem Tagesgeschäft hat der Gasthof zusätzliche Standbeine aufgebaut. Weinabende mit Winzern, Verkostungen, Küchenpartys und Kochkurse sind feste Bestandteile des Programms. Dahinter steckt für Kleinknecht ein klares Ziel: Gastronomie „erlebbar“ zu machen und Berührungsängste abzubauen. Wenn Winzer ihre Weine selbst erklären, entstünden Gespräche, die den Gästen Orientierung geben – und häufig die Hemmung nehmen, Neues auszuprobieren. Ähnlich sieht er es bei Kochkursen: Viele kämen wegen der Unterhaltung, nähmen aber vor allem ein neues Verständnis für handwerkliche Arbeit mit nach Hause. Beispiele reichen von Pasta-Kursen bis zu Spezialformaten wie Wild-Zerlegekursen. Buchbar ist das Angebot über den Online-Shop des Betriebs, der Ticketverkauf und Vorbestellungen – etwa für Aktionen wie „Ente to go“ – digital abwickelt.

Einen großen Teil des Gesprächs nimmt Kleinknechts eigene Biografie ein, die alles andere als geradlinig verlief. Früh sammelte er praktische Küchenerfahrung, absolvierte schließlich seine Ausbildung im Hotel Mayer in Germering und machte in der Sternegastronomie schnell Karriere – unter anderem bei Otto Koch, später folgten Stationen im Ausland. Ein Zahnarztbesuch wurde jedoch zum Bruch: Nach einer Betäubung verlor er über längere Zeit seinen Geschmackssinn. Für einen Koch bedeutete das faktisch das Aus. Kleinknecht schildert eine Phase, in der er sich mit unterschiedlichen Jobs über Wasser hielt und schließlich sogar eine Firma im Bereich Auslieferung und Einbau von Haushaltsgeräten aufbaute. Erst als der Geschmack nach rund zwei Jahren langsam zurückkehrte – und eine geschäftliche Krise ihn zusätzlich zum Umdenken zwang – fand er wieder zurück an den Herd. Die Selbstständigkeit in der Gastronomie sei dann für ihn auch eine Konsequenz daraus gewesen, dass er sich nach eigener Erfahrung schwer unterordnen könne und betriebswirtschaftliche Abläufe zu oft „gegen die Wand“ laufen sah.

Wie groß die Investitionen für den Neustart waren, wird an vielen Details sichtbar. Kleinknecht erzählt von Restaurierung statt schneller Renovierung, von historischen Böden, von Lichtkonzepten, die er nach langen Recherchen in Italien fand – und von der bewussten Entscheidung, die Küche offen und vorzeigbar zu gestalten. Die hochwertige, fest verbaute Küchenausstattung sei nicht nur Optik, sondern auch Effizienz: Sie spare täglich Zeit bei Reinigung und Abläufen. Gleichzeitig macht er deutlich, wie schwierig große Projekte in der Gegenwart geworden sind – etwa die Sanierung des früheren Tanzsaals. Die nötigen Summen seien massiv gestiegen, Personal für große Veranstaltungen kaum noch zu finden, und die wirtschaftliche Rechnung gehe im ländlichen Raum selten auf.

Damit sind die zentralen Probleme benannt, die Kleinknecht auch grundsätzlich beschäftigen: steigende Kosten, verändertes Konsumverhalten und das Ausdünnen der sozialen Treffpunkte auf dem Land. Vereine verlagerten Feste und Stammtische zunehmend in eigene Heime, klassische Wirtshausrunden seien seltener geworden. Gleichzeitig beobachtet er, dass sein Gasthof längst nicht nur vom Ort lebt. Gäste kämen aus einem weiten Einzugsgebiet – bis nach Augsburg, München, aus Österreich oder der deutschsprachigen Schweiz. Sichtbarkeit entsteht dabei aus einem Mix: Social Media, Google-Bewertungen, Fachpresse und Restaurantführer. Auszeichnungen seien „nice to have“, betont Kleinknecht, entscheidend sei der Alltag: „Jeder Gast kann ein Restauranttester sein.“

Besonders deutlich wird das Thema Personal. Kleinknecht beschreibt die Suche nach Mitarbeitenden als eines der größten Nadelöhre der Branche. Er berichtet von langen Suchphasen und von Bewerbungen, bei denen es nicht um Arbeit, sondern um Formalitäten ging. Konsequenz daraus war eine Umstellung des Konzepts: kleinere Karte, schlankere Abläufe, weniger Personal – um die Kostenstruktur zu stabilisieren, ohne die Preise ständig weiter anheben zu müssen. Auch die politische Debatte um Mehrwertsteuer, Mindestlohn und steigende Abgaben streift das Gespräch. Kleinknecht zeichnet dabei ein Bild, in dem Entlastungen auf dem Papier schnell von neuen Kosten aufgezehrt werden – nicht nur in der Gastronomie, sondern entlang der gesamten Lebensmittelkette.

Als meinungsstarker Unternehmer nutzt Kleinknecht seine Reichweite zudem für gesellschaftliche Themen. Ein Punkt ist ihm besonders wichtig: Ernährungsbildung. Er wünscht sich, dass Kinder früher und intensiver lernen, was gute Lebensmittel ausmacht, wie Ernährung mit Gesundheit und Umwelt zusammenhängt – und dass dieses Wissen nicht nur am Rand vorkommt. Das sei auch eine langfristige Antwort auf Folgekosten durch Fehlernährung.

Zum Ende des Podcasts richtet sich der Blick nach vorn. Große Ideen gebe es viele, sagt Kleinknecht – doch nach Investitionen von zuletzt über einer halben Million Euro müsse zunächst erwirtschaftet werden, was bereits umgesetzt wurde. Die größte Herausforderung sei, Projekte, Betrieb und Familie in Balance zu halten. Er arbeite nach eigenen Angaben meist sieben Tage die Woche, mindestens zehn Stunden am Tag. Gerade deshalb betont er die Rolle seiner Familie – ohne sie wäre ein inhabergeführter Betrieb dieser Art kaum zu stemmen.

Aufgezeichnet wurde die Folge im Bistro Sixtyfour in Maisach, das erneut als Streaming- und Gesprächsort diente. Matthias J. Lange bedankte sich bei Gastgeber Uwe Flügel sowie bei den Beteiligten hinter der Technik und verwies am Ende auf die nächste Ausgabe des Formats: Am 11. Februar ist Florian Wiesent vom Ordnungsamt Maisach zu Gast – dann geht es um Abläufe und Organisation rund um die bevorstehende Kommunalwahl.

„Dicke Wampe, gute Vorsätze – und warum Geduld der wichtigste Trainingspartner ist

22. Januar 2026

Zum Jahresbeginn 2026 dreht sich im Podcast „Dombo bewegt“ alles um ein Thema, das viele Menschen beschäftigt: gute Vorsätze. Ich sprach mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit in Maisach darüber, warum Neujahrsvorsätze oft scheitern, welche Rolle Bewegung und Struktur dabei spielen – und warum Geduld wichtiger ist als der schnelle Blick auf die Waage.

Der Jahreswechsel ist für viele der Moment, in dem Verzicht, Gewichtsreduktion oder der Einstieg in regelmäßige Bewegung ganz oben auf der Liste stehen. Ob „Dry January“, Abnehmen oder der lange aufgeschobene Sportbeginn – die Motivation ist da, zumindest in den ersten Wochen des Jahres. Noch sei der große Ansturm im Zentrum für Gesundheit nicht spürbar, erklärt Norman Dombo, doch die Erfahrung zeige: Die Vorsätze kommen – meist begleitet von dem Wunsch, die Spuren der Feiertage wieder loszuwerden.

Gerade hier setzt das Konzept des Zentrums an. Statt unkontrolliertem Training oder Aktionismus wird ein strukturierter, überwachter Einstieg angeboten. Zu Beginn steht eine ausführliche Anamnese mit verschiedenen Tests, die Beweglichkeit, Ausdauer und Kraft erfassen. Auf dieser Basis wird ein individueller Trainingsplan erstellt. Nach vier bis sechs Wochen lassen sich die Werte erneut messen und vergleichen – ein objektiver Nachweis dafür, ob das Training wirkt. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle, so Dombo, zeigen sich klare Fortschritte.

Der erste Schritt sei dabei oft überraschend banal, aber psychologisch wichtig: der Entschluss, anzufangen. Neue Sportkleidung könne helfen, wichtiger seien jedoch bequeme Kleidungsstücke, in denen Bewegung überhaupt möglich ist. Der Vergleich mit dem Schuljahresbeginn liegt nahe – neue Materialien symbolisieren einen Neuanfang. Entscheidend ist jedoch nicht der Kauf, sondern die Umsetzung.

Spontane Besuche im Zentrum sind grundsätzlich möglich, etwa um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Für den eigentlichen Trainingsstart ist jedoch ein Termin notwendig. Die Eingangstests und Kraftmessungen benötigen Zeit und lassen sich nicht nebenbei durchführen. Eine telefonische Terminvereinbarung reicht aus, alternativ kann der Termin auch direkt vor Ort vereinbart werden.

Wer auf schnelle sichtbare Ergebnisse hofft, wird allerdings zur Geduld ermahnt. Messbare Veränderungen zeigen sich meist nach sechs bis acht Wochen. Besonders beim Thema Gewichtsreduktion sei Vorsicht geboten. Zu Beginn des Trainings verändert sich vor allem der Stoffwechsel: Fett wird abgebaut, Muskelmasse aufgebaut. Da Muskelgewebe schwerer ist als Fett, kann es vorkommen, dass sich auf der Waage zunächst wenig tut – obwohl sich der Körperumfang bereits reduziert hat. Hosen oder Blusen passen wieder besser, ohne dass das Gewicht deutlich sinkt. Die eigentliche Gewichtsabnahme folgt oft erst später.

Neben den allgemeinen Neujahrsvorsätzen wird es im Podcast auch persönlich. Norman Dombo formuliert seinen eigenen Vorsatz für das neue Jahr: weniger Stress, mehr Ruhe und eine bewusste Vorbereitung auf ein späteres, entspannteres Leben. Stress, so betont er, sei keineswegs zu unterschätzen – auch wenn es positiven und negativen Stress gebe. Ein zentrales Thema dabei ist die Organisation des Personals. Gelinge es, hier stabile Strukturen zu schaffen, könne er selbst einen Gang zurückschalten.

Dass ihm dieses Bedürfnis nach Entschleunigung nicht neu ist, räumt Dombo offen ein. Von außen sei ihm schon öfter gespiegelt worden, dass er zu viel arbeite. Sein eigener Anspruch sei jedoch stets „ganz oder gar nicht“ gewesen. Gerade deshalb sei es umso wichtiger, bewusst gegenzusteuern.

Auch Stressabbau lässt sich trainieren, betont Dombo. Bewegung wirkt dabei nicht nur körperlich, sondern auch mental. Das Angebot im Zentrum umfasst neben klassischem Gerätetraining auch Dehnübungen und spezielle Trainingsformen wie das Skillcord-Training, bei dem Bewegung und Konzentration kombiniert werden. Ziel ist es, Programme so zu gestalten, dass sie nicht nur Fitness, sondern auch Stressbewältigung unterstützen.

Seinen persönlichen Vorsatz konkretisiert Dombow am Ende des Gesprächs: Die Wochenenden sollen künftig häufiger arbeitsfrei bleiben – stattdessen möchte er Zeit in der Natur verbringen, etwa im Bayerischen Wald, und bewusst zur Ruhe kommen. Ob ihm das gelingt, soll in künftigen Podcastfolgen überprüft werden.

Zum Abschluss richtet sich der Blick wieder nach außen. Die Hörerinnen und Hörer sind eingeladen, ihre eigenen Vorsätze zu teilen oder sich zu melden, wenn sie diese im Zentrum für Gesundheit umsetzen möchten. Ich als Moderator gebe offen zu, dass ich selbst Neujahrsvorsätze inzwischen aufgegeben habe – zu oft seien sie schnell wieder verworfen worden. Umso mehr setzt der Podcast auf realistische Ziele, Begleitung und Nachhaltigkeit statt kurzfristiger Motivation.

Podcast: Entbürokratisierung muss spürbar werden – Kassenbon bei Bäckerei abschaffen

21. Januar 2026

In meinem Podcast „Aus der Backstube der Bäckerei-Konditorei Reicherzer“ spricht Martin Reicherzer, Bäckermeister aus Leidenschaft, ungewöhnlich offen über ein Thema, das viele Handwerksbetriebe seit Jahren beschäftigt: die Bonpflicht. Was politisch als Maßnahme gegen Steuerbetrug gedacht war, empfindet Reicherzer im betrieblichen Alltag vor allem als unnötige Belastung.

Die Einführung der Bonpflicht habe ihn überrascht, sagt Reicherzer – nicht wegen der Regelung an sich, sondern wegen ihres tatsächlichen Ausmaßes. Erst im laufenden Betrieb sei deutlich geworden, wie viel Papier täglich anfällt. Bei jedem Verkauf, selbst bei einer einzelnen Breze oder Semmel, wird automatisch ein Kassenbon ausgedruckt, den nach seiner Erfahrung kaum ein Kunde haben möchte. Die Bons müssten dennoch ausgegeben, gesammelt und am Ende des Tages entsorgt werden – ein Verwaltungsakt ohne erkennbaren Mehrwert. Hier der Podcast zum Anhören.

Besonders kritisch sieht Reicherzer die Umwelt- und Kostenfrage. Das verwendete Thermopapier ist nicht recyclingfähig und muss im Restmüll entsorgt werden. Jede Rolle kostet Geld, verursacht laufende Ausgaben und produziert Abfall, der aus seiner Sicht vermeidbar wäre. Kunden, die tatsächlich einen Beleg benötigen – etwa Firmen oder größere Einkäufe – könnten diesen jederzeit bekommen, auch nachträglich. Für den täglichen Kleinstverkauf hält er die Pflicht jedoch für vollkommen unverhältnismäßig.

Einen echten Nutzen der Bonpflicht kann der Bäckermeister nicht erkennen. Moderne Kassensysteme verfügten bereits über mehrere Sicherungsmechanismen, jede Buchung sei digital nachvollziehbar. Der zusätzliche Papierbeleg ändere daran nichts. Stattdessen sieht Reicherzer darin ein weiteres Beispiel für ausufernde Bürokratie und wachsende Kontrollstrukturen, die Betriebe Zeit und Geld kosten, ohne einen spürbaren Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten.

Die Bonpflicht ist für ihn dabei nur ein Symptom. Mindestens ebenso belastend empfindet er die umfangreichen statistischen Meldepflichten, etwa vierteljährliche Angaben zum Mehlverbrauch und zum damit erzielten Umsatz. Den Sinn dieser Erhebungen könne ihm niemand erklären, Ergebnisse seien für die Betriebe nicht einsehbar. Für Reicherzer erinnert dieses System eher an Planwirtschaft als an eine praxisnahe Wirtschaftspolitik.

Insgesamt summiert sich der bürokratische Aufwand in seinem Betrieb auf rund zehn Stunden pro Woche – Zeit, die weder dem Handwerk noch den Kunden zugutekommt. Es ist Zusatzarbeit, die er selbst leisten oder seinen Mitarbeitern bezahlen muss. Sein Appell an die Politik fällt daher deutlich aus: Weniger Schlagworte, mehr Taten. Entbürokratisierung müsse spürbar werden – gerade für das Handwerk, das ohnehin unter Fachkräftemangel, steigenden Kosten und wachsendem Druck steht.

Ich habe den Blogpost an die Bundesregierung in das Portal https://einfach-machen.gov.de gepostet.

Zwischen Fachkräftemangel und Integration: LIV-Podcast beleuchtet Migration im Friseurhandwerk

19. Januar 2026

Im Podcast des Landesinnungsverband Friseure & Kosmetiker Bayern sprach ich mit Christian Hertlein, Bildungsexperte des Landesinnungsverband Friseure und Kosmetiker, über ein Thema, das weit über das Friseurhandwerk hinausreicht: Migration und Zuwanderung. Der Podcast markiert zugleich den Auftakt einer neuen Podcast-Staffel für das Jahr 2026 – nach erfolgreichen ersten Folgen ein bewusst gesetztes Signal zur Fortsetzung des Formats.

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, welche Rolle Migration für das Friseurhandwerk heute spielt – und in Zukunft spielen muss. Hertlein macht deutlich: Zuwanderung ist kein neues Phänomen, sondern seit Jahrzehnten Teil der Branche. Bereits in den 1960er- und 1970er-Jahren prägten Anwerbeabkommen und die sogenannte Gastarbeitergeneration den deutschen Arbeitsmarkt. Auch das Friseurhandwerk profitierte später von deren Kindern, die in Deutschland aufwuchsen, die Sprache beherrschten und sich selbstverständlich integrierten.

Die heutige Situation sei jedoch nur bedingt vergleichbar. Während frühere Zuwanderung gezielt arbeitsmarktpolitisch gesteuert war, kommen heute viele Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland. Diese brächten oft traumatische Erfahrungen mit und benötigten deutlich mehr Unterstützung. Gerade im Friseurhandwerk, das Hertlein treffend als „Mundwerk“ beschreibt, stellen Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede eine besondere Herausforderung dar – sowohl im Kundenkontakt als auch im Teamalltag.

Ein zentrales Problem sieht Hertlein in der mangelnden Bündelung von Unterstützungsangeboten. Zwar existierten Sprachkurse, sozialpädagogische Begleitung und Förderprogramme, doch vielen Betrieben fehle der Überblick. Eine klare zentrale Anlaufstelle, etwa über Handwerkskammern oder Berufsschulen, könnte hier Abhilfe schaffen. Gleichzeitig kritisiert er, dass vorhandene Angebote von Betrieben nicht immer ausreichend genutzt werden – oft aus Zeit- und Organisationsgründen.

Ein weiteres großes Thema des Podcasts ist die kontrovers geführte Debatte um Barbershops. Hertlein warnt eindringlich vor Pauschalurteilen. Nicht jeder Betrieb mit migrantischem Hintergrund sei automatisch illegal oder problematisch. Vielmehr müsse klar unterschieden werden zwischen regulär geführten Betrieben mit Meisterqualifikation und solchen, bei denen tatsächlich rechtliche Defizite bestehen. Populistische Verkürzungen schadeten nicht nur dem Handwerk, sondern der gesamten gesellschaftlichen Debatte.

Gleichzeitig plädiert Hertlein für mehr Geduld. Integration sei kein kurzfristiger Prozess, sondern brauche Zeit – oft eine ganze Generation. Positive Beispiele gebe es jedoch viele: junge Menschen mit Migrationshintergrund, die eine Ausbildung absolvieren, die Meisterprüfung ablegen und sich erfolgreich selbstständig machen. Solche Entwicklungen zeigten, dass das System grundsätzlich funktioniere, wenn Unterstützung, Eigeninitiative und klare Regeln zusammenkämen.

Zum Ende des Gesprächs richtet sich der Blick nach vorn. Migration biete nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen – etwa durch neue Dienstleistungen, zusätzliche Kompetenzen und eine stärkere Vielfalt im Handwerk. Entscheidend sei, differenziert zu diskutieren, Ruhe in die Debatte zu bringen und sich nicht von populistischen Stimmen treiben zu lassen.

Der Podcast macht deutlich: Das Friseurhandwerk steht exemplarisch für viele gesellschaftliche Fragen rund um Migration, Integration und Fachkräftesicherung. Lösungen sind komplex – einfache Antworten gibt es nicht. Genau darin liegt die Stärke des Gesprächs: Es setzt auf Einordnung, Erfahrung und Dialog statt auf Schlagworte.

Dombo bewegt: Rückblick, Bewegung und neue Impulse

28. Dezember 2025

Der Podcast „Dombo bewegt“ ist ein Gesprächsformat, in dem ich mich mit Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Dombo in Maisach über aktuelle Entwicklungen, Erfahrungen und Perspektiven rund um Gesundheit, Bewegung und Unternehmensführung austausche. In der hier vorliegenden Folge steht ein Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr sowie ein Ausblick auf kommende Veränderungen im Mittelpunkt.

Norman Dombo schildert das Jahr als geprägt von hoher Dynamik, zahlreichen Neuerungen und strukturellen Weiterentwicklungen. Dazu zählen unter anderem personelle Veränderungen, neue Mitarbeitende sowie das Feiern zweier Jubiläen: 30 Jahre Physiotherapie und zehn Jahre Trainingsbereich. Diese Meilensteine wurden mit einer Feier und der Einführung eines neuen Trainingsgeräts begleitet. Thematisiert wird dabei insbesondere das sogenannte Skillcord-Training, das visuelle, kognitive und motorische Aspekte miteinander verbindet und den Anspruch unterstreicht, auch nach Jahrzehnten Erfahrung offen für Innovationen zu bleiben.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf der besonderen Ausrichtung des Unternehmens. Norman Dombo beschreibt den Anspruch, sich durch ungewöhnliche Ideen und Aktivitäten von klassischen Physiotherapiepraxen abzuheben. Dazu zählen frühe Messeauftritte, Gesundheitsaktionen sowie gemeinsame Ausflüge für Mitglieder, die über den reinen Trainingsbetrieb hinausgehen und der Kundenbindung dienen.

Auch organisatorische Themen kommen zur Sprache, etwa die Öffnungszeiten und der eingeschränkte Betrieb rund um die Feiertage. Dabei wird erläutert, wie Trainingsmöglichkeiten trotz reduzierter Personalstärke aufrechterhalten werden und warum Erholungsphasen für Mitarbeitende und Leitung wichtig sind. Ergänzend wird auf gesundheitliche Aspekte von Stress und Erholung eingegangen.

Abschließend gibt Norman Dombo einen Ausblick auf das kommende Jahr. Ab Januar wird der Reha-Sport eigenständig im Haus organisiert, was eine weitere strukturelle Neuerung darstellt. Die Folge endet mit einem gemeinsamen Weihnachtsgruß und markiert zugleich den Abschluss der Podcast-Reihe für das Jahr 2025, verbunden mit der Ankündigung, das Format 2026 fortzusetzen.

Podcast: Herausforderung Terminvergabe

4. Dezember 2025

Im Rahmen der zweiten Podcast-Folge „Dombo bewegt“ sprach ich mit Norman Dombo, dem Leiter des Zentrums für Gesundheit Dombo in Maisach. Das Gespräch fand im Büro des Leiters statt, das den organisatorischen Mittelpunkt des Unternehmens bildet. Dombo erläutert darin die Struktur der Öffnungszeiten und Buchungsmöglichkeiten der verschiedenen Bereiche des Zentrums.

Die Physiotherapie verfügt über eigene Behandlungszeiten, die in der Regel um 8 Uhr beginnen. Am Freitag endet der Betrieb bereits um 14 Uhr. Eine Erweiterung der Zeiten ist abhängig von der jeweils verfügbaren Personaldecke. Ergänzend weist Dombo darauf hin, dass alle Öffnungszeiten auch in der hauseigenen App zu finden sind. Der Trainingsbereich wiederum hat gesonderte Öffnungszeiten, die üblicherweise von 8 bis 20 Uhr reichen. Ausnahmen bilden Mittwoch und Freitag, an denen der Trainingsbetrieb bereits um 18:40 Uhr endet. Zusätzlich ist das Training am Samstag von 10 bis 13:30 Uhr möglich. Stoßzeiten lassen sich laut Dombo kaum mehr vorhersagen, da das Besuchsverhalten stark variiert und nicht einmal vom Wetter zuverlässig beeinflusst wird. Einzig eine feste Trainingsgruppe am Montagmorgen kommt regelmäßig und planbar. Hier der Videopodcast:

Bezüglich der Nutzung erklärt Dombo, dass Mitglieder mit Vertrag den Trainingsbereich ohne Terminvereinbarung nutzen können. Personen mit medizinischer Indikation benötigen hingegen feste Termine und werden individuell betreut. Interessierte können ein 14-tägiges Probetraining absolvieren, das ebenfalls terminlich begleitet wird, um Fragen zu klären und die Geräte gründlich zu erklären.

Beim Thema Terminvergabe betont Dombo, dass alle Anrufe erfasst werden und Rückrufe erfolgen können. Aufgrund des laufenden Betriebs sei es jedoch nicht immer möglich, sofort ans Telefon zu gehen. Als Alternative steht ein Online-Terminreservierungssystem (OTR) zur Verfügung, über das Termine angefragt werden können. Diese Anfragen gelten zunächst als Reservierungen und müssen vom Team bestätigt werden, um sicherzustellen, dass die Behandlung mit der Qualifikation des jeweiligen Therapeuten übereinstimmt.

Dombo geht zudem auf das Problem der sogenannten No-Shows ein. Werden Termine nicht rechtzeitig abgesagt, entstehen Leerlaufzeiten, die wirtschaftliche Folgen haben. Bei Absagen weniger als 24 Stunden vor dem Termin können Ausfallgebühren erhoben werden, sofern der Termin nicht kurzfristig an andere wartende Patienten vermittelt werden kann.

Online gebuchte Termine werden per E-Mail bestätigt, da die benötigten Basisdaten bereits bei der Online-Buchung eingegeben werden. Das neue Skill-Code-System, ein technologisch fortschrittlicher Bestandteil des Zentrums, befindet sich derzeit noch in der organisatorischen Integration. Die Buchungslogik hierfür werde in Zukunft überarbeitet und erweitert.

Trotz vieler digitaler Prozesse betont Dombo, dass im Zentrum der Arbeit stets der Mensch stehe. Ganzheitliche Betreuung sei ein Anspruch, der jedoch realistisch eingegrenzt werden müsse. Das Zentrum fokussiere sich auf Orthopädie, das muskuloskelettale System und ergänzende Themen. Wichtig sei vor allem Kontinuität: Patienten sollen möglichst durchgehend vom gleichen Therapeuten betreut werden, um Vertrauen und effiziente Behandlung zu gewährleisten. Ausnahmen ergeben sich lediglich durch Schichtdienst, Urlaub oder Krankheitsausfälle.

Am Ende des Gesprächs verweise ich auf die regelmäßige Erscheinungsweise des Podcasts. Hörerinnen und Hörer werden dazu aufgefordert, den Kanal zu abonnieren, um keine Folge von „Dombo Bewegt“ zu verpassen.

Dombo bewegt – Wo Gesundheit in Maisach lebendig wird

20. November 2025

Ich steige verstärkt in Podcasts ein und mit meinem neuen Kunden Norman Dombo vom Zentrum für Gesundheit Dombo habe ich abgesprochen, dass wir zweimal im Monat einen Videopodcast aufnehmen. Ein Videopodcast ist ein Podcast, der nicht nur Ton, sondern auch Bewegtbild enthält. Er verbindet also klassische Podcast-Elemente wie Gespräche, Interviews oder Moderationen mit Videoaufnahmen. Ein Videopodcast ist im Grunde eine Talk- oder Informationssendung im Videoformat, die regelmäßig erscheint und online abgerufen werden kann – meist über Plattformen wie YouTube.

Die Vorteile für uns sind: Man sieht Mimik, Gestik und Präsentationen und die Inhalte wirken persönlicher und oft dynamischer. Heute nehme ich eine neue Folge auf.

Hier der Inhalt des ersten Podcasts: Der neue Podcast „Dombo bewegt“ aus Maisach startet mit einem Gespräch zwischen Matthias J. Lange und Norman Dombo, dem Mitinhaber des Zentrums für Gesundheit Dombo. Norman Dombo erklärt, dass der Titel des Podcasts das zentrale Anliegen ihres Unternehmens widerspiegelt: Menschen in Bewegung zu bringen – sei es durch Physiotherapie oder durch gezieltes Training. Das Zentrum für Gesundheit besteht seit über 30 Jahren in Maisach. Ursprünglich als reine Physiotherapie gegründet, wurde das Angebot im Laufe der Zeit um einen modernen Trainingsbereich erweitert.

Norman Dombo selbst ist kein Physiotherapeut, sondern kam über Umwege in die Branche. Er arbeitete zunächst im Vertrieb von Gesundheits- und Sportartikeln, unterstützte parallel die physiotherapeutische Arbeit seiner Frau und bildete sich schließlich weiter – zunächst zum Schlafberater, später zum Trainer und Meal-on-Coach.

Im Gespräch berichtet er, dass das Zentrum nicht immer am heutigen Standort angesiedelt war. Der Start erfolgte im Gewerbegebiet, damals noch im ersten Obergeschoss und nicht barrierefrei. Vor rund zwölf Jahren zog das Unternehmen in die Frauenstraße 31 um, wo sich nun ein ebenerdiger, barrierefreier Zugang befindet. Die gute Verkehrsanbindung und die zahlreichen Parkplätze vor Ort erleichtern vielen Kundinnen und Kunden aus Maisach und den umliegenden Ortsteilen den Besuch.

Norman Dombo betont, dass sich das Zentrum bewusst nicht als Fitnessstudio versteht. Zwar ähnelt das Equipment dem eines Studios, doch die Betreuung, die dahinterstehende Software und die Auswertungsmöglichkeiten unterscheiden sich grundlegend. Die Geräte erfassen Trainingsdaten, dokumentieren Bewegungswinkel, Belastungen und die korrekte Ausführung. Dadurch können individuelle Einschränkungen – etwa nach Operationen oder Verletzungen – berücksichtigt und präzise eingestellt werden. Die Mitglieder trainieren nicht allein, sondern werden durch fachlich qualifiziertes Personal begleitet: Physiotherapeutinnen, Sporttherapeuten und Personal Trainer überwachen den Trainingsfortschritt und führen regelmäßige Rechecks durch, um Parameter anzupassen und das Training gezielt weiterzuentwickeln.

Die Öffnungszeiten des Trainingsbereichs liegen im Wesentlichen zwischen 8 und 20 Uhr, lediglich mittwochs und freitags wird etwas früher geschlossen. Neue Kundinnen und Kunden benötigen einen Termin, damit ausreichend Zeit für die Erstanalyse und das Einrichten der Geräte bleibt.

Der Podcast wird künftig weitere Themen aufgreifen, etwa Gebührenrezepte, Vertragsmodelle oder eine Vorstellung der Trainingsgeräte. Da die Aufnahme direkt im laufenden Studio stattfindet, sind Hintergrundgeräusche Teil des authentischen Formats. „Dombo bewegt“ soll künftig nicht nur vor Ort, sondern auch online neue Impulse geben.

Podcast: Künstliche Intelligenz im Friseurhandwerk: Ergänzung statt Ersatz

12. November 2025

Ich habe im Rahmen meines wöchentlichen Newsletters gefragt, ob ich stärker ins Podcasten einsteigen soll. Die Mehrheit der Abonnenten sagte Ja. Also taste ich mich weiter vor.

Im Rahmen eines Podcasts des Landesinnungsverbandes Friseure & Kosmetiker Bayern sprach ich mit dem stellvertretenden Landesinnungsmeister und Berufsbildungsexperte Christian Hertlein über die Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) für die Friseur-Branche. Dabei wurde deutlich: Digitale Technologien gewinnen auch im Friseurwesen zunehmend an Bedeutung – sie ersetzen jedoch nicht die zentralen Kompetenzen des Handwerks.

„Empathie, Kreativität und handwerkliches Geschick sind die drei Eigenschaften, die den Friseurberuf auch in Zukunft unverzichtbar machen“, betonte Hertlein. KI könne den Beruf nicht ersetzen, sondern biete vielmehr zusätzliche Werkzeuge, um Salons moderner, effizienter und kundenorientierter zu gestalten.
Schon heute ergeben sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten – von automatisierten Kundeninformationen über KI-generierte Bilder für Marketingmaterialien bis hin zu digitalen Tools, die Auszubildende bei der kreativen Gestaltung von Frisuren unterstützen. Hertlein sieht darin auch Chancen für die berufliche Bildung: „Wenn junge Menschen lernen, präzise mit KI zu arbeiten, stärkt das sowohl ihre Sprachkompetenz als auch ihre Kreativität.“

Damit diese Potenziale ausgeschöpft werden können, sei es notwendig, Berufsschulen und Betriebe gezielt zu schulen und Lehrpläne an die neuen Anforderungen anzupassen. Auch die Verbände stünden in der Verantwortung, die Digitalisierung aktiv zu begleiten und praxisnahe Schulungsangebote bereitzustellen.

Das Gespräch macht deutlich: Die Digitalisierung ist auch im Friseurhandwerk längst Realität. Für die Betriebe bedeutet das, rechtzeitig den Anschluss zu finden, um Wettbewerbsfähigkeit, Kundenbindung und Ausbildungsqualität langfristig zu sichern.