Posts Tagged ‘Michael Crichton’

Filmtipp: Jurassic World: Das gefallene Königreich

10. Juli 2018
Mir hat Jurassic World: Das gefallene Königreich gefallen.

Mir hat Jurassic World: Das gefallene Königreich gefallen.

Doch, ich habe mich auf Jurassic World – das verlorene Königreich gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Er ist zwar nicht so gut wie sein Vorgänger, macht aber Hoffnungen auf einen interessanten nächsten Teil, wann immer er auch kommen mag.
Ich war und bin im Dino-Fieber. Mir gefallen die Kameraden aus der Vorzeit und als ich das erste Mal das Buch DinoPark von Michael Crichton gelesen und den beeindruckenden Film Jurassic Park von Steven Spielberg gesehen habe, entzündete sich das Dino-Fieber meiner Kindheit wieder. Als Kind liebte ich die Monster-Filme um Godzilla und King Kong. Vom technischen Aspekt war Spielbergs Film ein absoluter Klassiker. Neben Terminator 2 ebnete der Film den Weg von CGI. Inhaltlich war Teil 2 noch okay, Teil 3 war einfach schlecht. Dann gab es mit Jurassic World einen Neustart, der mir super gefallen hat. Jetzt war ich neugierig, wie die Geschichte in Jurassic World: Das gefallene Königreich weiter erzählt wird.
Und sie fängt wunderbar an. Es geht wieder auf unsere Dino-Insel, um Saurier vor einem Vulkan-Ausbruch zu retten. Natürlich gibt es wieder reiche, weise Millionäre und böse Buben. Und dann darf in der Geschichte ein kleines Mädchen mit Namen Maisie nicht fehlen, das ich ursprünglich als Kinozielgruppe gesehen hatte, aber es ist weit mehr. Ich sag nur Gen-Technologie, verrate aber nicht mehr. Teil 3 der neuen Reihe soll übrigens im Juni 2021 starten.
Nun zum Film selbst: Während die erste Hälfte des Film im Dschungel und bekannter Umgebung spielt, ist die zweite Filmhälfte bedeutend dunkler und auch blutiger. Optisch ist der erste Teil der Hammer: Die Dinos sind wunderbar anzusehen und CGI hat nochmals einen Sprung nach vorne gemacht. Die Darsteller sind bekannt und auch Jeff Goldblum darf erneut den besorgten Dr. Ian Malcolm spielen. Chris Pratt ist eine Art Indy Jones für eine neue Generation und macht seine Sache prima. Isabella Sermon als Maisie Lockwood macht ihre Sache hervorragend und erinnert an die alten Zeiten als Steven Spielberg sich in die Rolle von Kindern hineinversetzte. James Cromwell als weiser Opa mag ich gerne, denn James Cromwell spielt schön Respektspersonen wie Präsidenten oder Prinz Philipp.
Raum für Spekulationen ist das Ende, wenn sich die Dinos auf den Weg in die Welt machen und wir das Geheimnis von Maisie erfahren. Das gibt Raum für Spekulationen, denn die Dino-Geschichte braucht langsam einen neuen Dreh. Und mit Jurassic World: Das gefallene Königreich sind die Weichen in eine interessante Science Fiction-Richtung gestellt.
Ob sich der Besuch des Films lohnt? Ja, es ist schöne Pop Korn-Unterhaltung und hat auch einige Hommage-Szenen an frühere Filme wie Ziege und die Panik der Dinos. Aber auch Spielberg wird immer wieder zitiert. Logikfehler gibt es zu Hauf, aber sie nerven nicht so sehr wie im jüngsten Star Wars. Für mich war es zwei Stunden schöne Kinounterhaltung. Das Einspielergebnis von bisher 1,004.6 Milliarden US_Dollar kann sich sehen lassen.

Ärzte-Serien im Fernsehen

11. November 2009

 

ER im TV
Irgendwie stehe ich auf Ärzte-Serien. Ich schaute als Kind gerne die Schwarzwaldklinik und seitdem hat sich wohl bei mir ein Knacks gebildet. Wenn ich meine DVD-Serien so durchschaue, finde ich immer wieder Silberscheiben mit Ärzten als handelnden Personen.
Beginnen wir bei „Raumschiff Enterprise“, bei der Pille mein Held war. Wichtigster Satz von Pille: „Er ist tot Jim!“ Später wurde aus dem Hausarzt Pille die Psychotante Troi aus „Star Trek Next Generation“. Auch da wieder ein Doktor.
Meine Faszination für Serien ging weiter. Ich habe die Akte X Folgen regelrecht verschlungen und wie der Zufall so will, war FBI-Agent Dana Katherine Scully eine Ärztin. Sie führte Mulder wieder auf den wissenschaftlichen Pfad, zumindest manchmal. Nach „Akte X“ kam die erfolgreichste TV-Serie überhaupt: „MASH“. Sie drehte sich um ein Ärzte-Team, das im Korea-Krieg hinter der Front operierte. Mash bedeutet Mobile Army Surgical Hospital und solche Einheiten gibt es wirklich. Die Serie wurde von der CBS in Erstausstrahlung vom 17. September 1972 bis zum 28. Februar 1983 gesendet. Damit dauerte die Serie mit ihren 251 Folgen länger als der Krieg, in dem sie spielte. Und ich hab sie geliebt: Hawkeye, Trapper, sehr gerne Henry Braymore Blake, Frank D. Marion Burns, Walter Eugene Radar O’Reilly oder Father John Francis Patrick Mulcahy. Übrigens: Blake war der erste Hauptdarsteller, der jemals in einer US-Fernsehserie gestorben ist.
Anschließend war irgendwie Pause bei uns, bis ich mich den Autoren Michael Crichton erinnerte, der ein Buch mit Titel „Fünf Patienten“ geschrieben hatte. Das war Grundplot zu „Emergency Room – Die Notaufnahme“, kurz ER. Die Serie ging von 1994 bis 2009 und spielte in Chicago. Eine Bekannte von mir, selbst Ärztin, bescheinigte mir, dass es ähnlich hektisch in einer Notaufnahme zuging. Mir haben die Abendteuer von Peter Benton, John Carter, Weaver, Green geliebt. Mir fehlt noch die Staffel 15 auf Deutsch, also nicht verraten, wie es ausgeht. Neben den kleinen und großen Problemen der Ärzten finde ich es erstaunlich, wie sehr die Realität in dieser Serie Einzug hält: Sterbehilfe, AIDS, Irak-Krieg, Folter, Abtreibung, Sorgerecht und Patientenverfügung.
Jetzt gerade will ich es weniger hektisch: Wir schauen gerade die alte BBC-Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“. Ich hab sie schon früher als Kind in den siebziger und achtziger Jahren in der ARD gesehen. Schöne kleine Welt. James Herriot ist cool, aber noch besser sind Siegfried Farnon und sein Bruder Tristan. Die Gegend der nordenglischen Grafschaft North Yorkshire prägten meine Vorstellungen von England.
Wenn alle sieben Staffeln von „All Creatures Great and Small“ angeschaut sind, steh ich ein bisschen auf dem Trockenen. Mir geht der Nachschub aus. Ein Kollege von mir meinte, „Dr. House“ sei okay. Die Serie läuft seit 2004 und hat ein paar Preise bekommen. Ich bitte um Meinung. Ich weiß aber, die CSI-Serien mag ich nicht und langweiligen mich. Das Muster ist öde und Trash.

 

Zum Tode von Mr. Dino: Michael Crichton

10. November 2008

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Mit Trauer habe ich vergangene Woche den Tod von Autor Michael Crichton vernommen. Der Bestseller-Autor und promovierte Mediziner verstarb im Alter von 66 Jahren in LA an Krebs. Was bedeutete Michael Crichton für mich? Klar, ich habe viele seiner 26 Romane gelesen, die zum großen Teil verfilmt wurden. Zum ersten Mal war ich mit Crichton in meiner Jugend konfrontiert. Als glühender Science-Fiction-Fan las ich sein Buch „Andromeda, “. Das Buch haute mich vom Hocker und der Film ließ mich schaudern. Ich hatte richtig Angst. Dabei kam die Angst nicht vor irgendwelchen Monstern aus dem fernen Transsilvanien, sondern sie kam von den fiesen Viren um uns und in uns. Ich hatte nie die Absicht, Wissenschaftler zu werden, doch Buch/Film sollte sich jeder angehende Naturwissenschaftler reinziehen. Im Keller suchte ich nach dem Tode des Autoren das Taschenbuch von damals hervor und musste lachen. Ich habe eine Ausgabe von 1981 und zwar eine Sonderausgabe von Knaur, die für den Pharmakonzern Pfizer („Mehr Wissen über Antibiotika“ herausgegeben wurde. Der Untertitel der Reihe lautete „Vibravenös-Bibliothek für den Nachtdienst“. Cool, welchen Humor die Pharmaindustrie damals hatte.

Crichtons technikskeptischen Wissenschaftsthriller waren populär und folgenreich. Wenn Crichton 1990 über Dinos schrieb, dann begann die Hollywood-Maschinerie mit der Dino-Produktion. Spielberg erkannte sofort den Marktwert von Crichton Dinos. Diese wirken bei uns bis heute nach. Das Kinderzimmer meines Sohnes ist vollgestopft mit Dinos aller Art. Und ich als Papa wartet bis heute auf die Blu ray-Veröffentlichung von „Jurassic Park“. Crichton sei Dank.

Gerne habe ich seine Bücher gelesen. „Beute“ brachte mir die Ideen der Nano-Technologie näher, „Der große Eisenbahnraub“ war ein Abendteuerroman im besten viktorianischen Stil, „Schwarze Nebel“ war ein feines Wikingergemetzel, „Westworld“ war ein starker SF-Western bei dem der Autor selbst Regie führte. „Coma“ prangert den Raub von Organen an. Und es gab so viele Bücher und Filme. Seit Wochen beschäftigt Crichton unsere Familie: Wir haben uns die komplette  Serie von „ER – Emergency Room“ gekauft. Zug um Zug ziehen meine Frau und ich uns abends die elf DVDs rein. Crichton hatte die Grundlage zur Serie („Fünf Patienten“ geschrieben und war ausführender Produzent der TV-Serie. Hier wird eine Vielzahl von Handlungssträngen mit großer Virtuosität verschlungen. „ER“ war Auslöser für die gesamten Ärzte-Serien im Fernsehen. Vielen Dank Mr. Crichton für angenehmen Stunden, die ich mit Ihren Werken verbracht habe. Und meine ausgesprochene Hochachtung vor Ihren Gedanken, die mich zum Nachdenken angeregt haben.