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Gedanken zum 90. Geburtstag von William Shatner

22. März 2021

Als Kind grübelte ich lange darüber nach was das T. in James T. Kirk bedeutet und ich war etwas verwundert, dass es nicht Thomas oder Theodor war. James Tiberius Kirk ist der volle Name des für mich prägendsten Raumschiffkommandanten der Galaxis, dessen Darsteller William Shatner heute seinen 90. Geburtstag feiert.

Ein wenig Enterprise zum 90. Geburtstag von William Shatner

Ich mag Shatner und treffe ich nahezu täglich. Nein, nicht im RL, sondern in Twitter. Hier stellt sich William Shatner seinen Fans und geht nicht immer sanft mit ihnen um. Ich wollte mit ihm über seine Rolle in SeaQuest diskutieren, aber Shatner wollte nicht so richtig. So lese ich also fleißig mit, wie Shatner austeilt und probiere es immer wieder mit ihn in Kontakt zu treten.

An die Lebensrolle von Kirk hat er sich inzwischen gewöhnt und obwohl Shatner in zahlreichen TV-Serien und Filmen mitspielte: Für mich ist und bleibt er James Tiberius Kirk. Ich bin eine seltene Mischung aus bekennender Trekkie und Star Wars-Fan, was ja im Grunde nicht geht, aber es funktioniert.
Star Trek war lange vor Star Wars in meinem Herzen. Als Kind sah ich bei meiner Großmutter auf ihrem Schwarzweiß-Fernseher immer die „Mondmänner“, wie meine Oma Kirk, Spock, Pille, Scotty und Co bezeichnete. Ich mochte die Serie Raumschiff Enterprise, das war komplett anders als deutsche Fernsehunterhaltung. Meine Eltern schenkten mit ein Enterprise-Raumschiff, das noch immer im Arbeitszimmer neben einen X-Wing steht. Es konnte Torpedos abschießen, die mittlerweile in den Weiten der verschiedenen Kinderzimmer verloren gingen.
Ich mochte die Animationsserie bei der Shatner seinen Kirk sprach und schaut mir später die DVD immer wieder an. Später kaufte ich mir die komplette Enterprise-Serie auf Laserdisc mit all den Diskussionen, was denn nun wirklich die erste Folge war. Vom revolutionären Kuss der US-TV-Geschichte zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Uhura und Kirk bekam ich zunächst nichts mit – ich interessierte mehr für die Monster in den Pappwelten. Noch heute liebe ich die Folgen von Ich heiße Nomad (Staffel 2, Folge 3) und den Kennen Sie Tribbles? (Staffel 2, Folge 15).
Ich kaufte mir die Filmbücher der TV-Serie und konnte im Geiste die Geschichten nachlesen. Kirk war mein Held, Shatner war mein Held, Kirk und Shatner waren für mich ein und dieselbe Person. Ich las seine Autobiografie Durch das Universum bis hierher und hörte mir seine Musikalben an. Wie ein Schnitzel freute ich mich auf den ersten Kinofilm von Star Trek, der zwar sturz langweilig war, aber die Mannschaft unter Führung von James Tiberius Kirk war wieder zusammen. William Shatner war mein Typ und wenn er heute seinen 90. Geburtstag feiert, dann zieh ich mein Convention-Shirt an und stoße auf William Shatner an. Alles Gute Captain.

Ärzte-Serien im Fernsehen

11. November 2009

 

ER im TV
Irgendwie stehe ich auf Ärzte-Serien. Ich schaute als Kind gerne die Schwarzwaldklinik und seitdem hat sich wohl bei mir ein Knacks gebildet. Wenn ich meine DVD-Serien so durchschaue, finde ich immer wieder Silberscheiben mit Ärzten als handelnden Personen.
Beginnen wir bei „Raumschiff Enterprise“, bei der Pille mein Held war. Wichtigster Satz von Pille: „Er ist tot Jim!“ Später wurde aus dem Hausarzt Pille die Psychotante Troi aus „Star Trek Next Generation“. Auch da wieder ein Doktor.
Meine Faszination für Serien ging weiter. Ich habe die Akte X Folgen regelrecht verschlungen und wie der Zufall so will, war FBI-Agent Dana Katherine Scully eine Ärztin. Sie führte Mulder wieder auf den wissenschaftlichen Pfad, zumindest manchmal. Nach „Akte X“ kam die erfolgreichste TV-Serie überhaupt: „MASH“. Sie drehte sich um ein Ärzte-Team, das im Korea-Krieg hinter der Front operierte. Mash bedeutet Mobile Army Surgical Hospital und solche Einheiten gibt es wirklich. Die Serie wurde von der CBS in Erstausstrahlung vom 17. September 1972 bis zum 28. Februar 1983 gesendet. Damit dauerte die Serie mit ihren 251 Folgen länger als der Krieg, in dem sie spielte. Und ich hab sie geliebt: Hawkeye, Trapper, sehr gerne Henry Braymore Blake, Frank D. Marion Burns, Walter Eugene Radar O’Reilly oder Father John Francis Patrick Mulcahy. Übrigens: Blake war der erste Hauptdarsteller, der jemals in einer US-Fernsehserie gestorben ist.
Anschließend war irgendwie Pause bei uns, bis ich mich den Autoren Michael Crichton erinnerte, der ein Buch mit Titel „Fünf Patienten“ geschrieben hatte. Das war Grundplot zu „Emergency Room – Die Notaufnahme“, kurz ER. Die Serie ging von 1994 bis 2009 und spielte in Chicago. Eine Bekannte von mir, selbst Ärztin, bescheinigte mir, dass es ähnlich hektisch in einer Notaufnahme zuging. Mir haben die Abendteuer von Peter Benton, John Carter, Weaver, Green geliebt. Mir fehlt noch die Staffel 15 auf Deutsch, also nicht verraten, wie es ausgeht. Neben den kleinen und großen Problemen der Ärzten finde ich es erstaunlich, wie sehr die Realität in dieser Serie Einzug hält: Sterbehilfe, AIDS, Irak-Krieg, Folter, Abtreibung, Sorgerecht und Patientenverfügung.
Jetzt gerade will ich es weniger hektisch: Wir schauen gerade die alte BBC-Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“. Ich hab sie schon früher als Kind in den siebziger und achtziger Jahren in der ARD gesehen. Schöne kleine Welt. James Herriot ist cool, aber noch besser sind Siegfried Farnon und sein Bruder Tristan. Die Gegend der nordenglischen Grafschaft North Yorkshire prägten meine Vorstellungen von England.
Wenn alle sieben Staffeln von „All Creatures Great and Small“ angeschaut sind, steh ich ein bisschen auf dem Trockenen. Mir geht der Nachschub aus. Ein Kollege von mir meinte, „Dr. House“ sei okay. Die Serie läuft seit 2004 und hat ein paar Preise bekommen. Ich bitte um Meinung. Ich weiß aber, die CSI-Serien mag ich nicht und langweiligen mich. Das Muster ist öde und Trash.