Erfolgreich ist Vortragsreihe Maisacher Gespräche zur Popkultur gestartet mit einem Abend über James Bond. Nun folgt am kommenden Mittwoch, 4. Juni , in der Gemeindebücherei mein Vortrag über Science-Fiction-Sagas.
Ziel meiner ehrenamtlichen Reihe ist es, Interesse an Popkultur zu wecken und zur kulturellen Vielfalt in meiner Wohnortgemeinde beizutragen. Wer könnte dazu besser geeignet sein, als James Bond? Der berühmte britische Geheimagent, fasziniert seit über 60 Jahren: Er ist stilvoll, mutig, charmant – und zugleich menschlich. Hier ist die Auszeichnung des Vortrags, der Lust auf die nächsten Veranstaltungen machen soll.
Der Vortrag beleuchtete die Entwicklung der Figur von Connery bis Craig, die spektakulären Schauplätze, die legendären Gadgets, Kultautos wie den Aston Martin DB5 und ikonische Gegenspieler. Auch der Wandel im Zeitgeist – vom Kalten Krieg bis zur digitalen Bedrohung – wurde thematisiert. Bond bleibt zeitlos modern und ein Mythos der Popkultur.
James Bond ist eine der bekanntesten und langlebigsten Filmfiguren der Kinogeschichte. Seit der erste Film „Dr. No“ (1962) der offiziellen Reihe erschien, zieht der britische Geheimagent Millionen von Fans weltweit in seinen Bann. Ich klärte in meinem Vortrag, was die ungebrochene Faszination für 007 ausmacht.
Einmal im Jahr verwandelt sich die Gemeindebücherei Maisach in einen lebendigen Erinnerungsraum: Der Arbeitskreis Geschichte der Gemeinde lädt zur Lesung aus den „Meisaha“-Heften ein, der jährlich erscheinenden Publikation, die sich mit der Vergangenheit und den Geschichten der Gemeinde und ihrer Ortsteile befasst. Die Veranstaltung ist mehr als eine Vortragsreihe – sie ist ein atmosphärisches Zeitfenster, das die Vergangenheit eindrucksvoll gegenwärtig macht.
Die jüngste Lesung bot ein besonders breites Spektrum an Themen und Schicksalen, die allesamt tief mit Maisach und Umgebung verbunden sind. Sie zeigte auf eindrucksvolle Weise, wie reich, bewegend und manchmal auch kurios die lokale Geschichte ist. Hier die komplette Lesung in einem Stück.
Von Ziegeln und Schicksalen: Die Ziegelei in Rottbach Den Auftakt machte Stefan Pfannes mit einem detaillierten und lebendig erzählten Beitrag zur Geschichte der Ziegelei in Rottbach. Die Wurzeln der Ziegelherstellung in der Region reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Besonders im Fokus stand das Lebenswerk des Landwirts und späteren Bürgermeisters Michael Pschor, der Anfang des 20. Jahrhunderts eine moderne Ziegelei mit Ringofen errichtete. Trotz großer Investitionen und anfänglicher Erfolge endete das Unterfangen tragisch – mit einem Großbrand, wirtschaftlichem Niedergang und dem vollständigen Verlust des Familienbesitzes.
Die Erzählung wurde ergänzt durch Anekdoten, persönliche Erinnerungen und sogar einen Einblick in das damalige Personalwesen: Maria Riesenberger, eine ledige Bauerntochter, fuhr als erste Frau die Elektrolok der Ziegelei – eine Leistung, die ihr männliches Umfeld laut ihren Worten schlicht nicht zustande brachte. Hier der Vortrag von Stefan Pfannes.
Der Einmarsch der Amerikaner: Kriegsende in Maisach Helga Rueskäfer zeichnete anhand zeitgenössischer Pfarrberichte und kommunaler Dokumente das Kriegsende 1945 nach. Sie las aus den Aufzeichnungen des Pfarrers von Maisach, der den Einmarsch der amerikanischen Truppen als Befreiung beschrieb.
Neben Sachberichten über Plünderungen, Beschlagnahmungen und provisorische Verwaltungsstrukturen fanden auch persönliche Schicksale Erwähnung – etwa der eines russischen Wachmanns, der auf der Flucht erschossen wurde. Der Bericht verdeutlichte, wie abrupt der Zusammenbruch der alten Ordnung kam – und wie schwierig der Weg in eine neue, friedliche Zeit war. Hier der Vortrag von Helga Rueskäfer.
Kindheit im Exil: Ein Flüchtlingsmädchen in Gernlinden Cornelia Schader gewährte mit ihrem Beitrag einen sehr persönlichen Einblick in das Leben ihrer Mutter Brigitte Mann, die 1945 als sechsjähriges Kind mit ihrer Familie aus Ostpreußen nach Gernlinden kam. Die detaillierte Schilderung der Flucht, der ersten Wohnsituation, der Integration in Schule und Alltag rührte das Publikum spürbar.
Mit plastischen Bildern – wie einer aus Fallschirmseide selbstgenähten roten Bluse – wurde deutlich, wie knapp und zugleich hoffnungsvoll das Leben nach der Flucht war. Besonders bewegend: die Erinnerung an die Schulspeisung mit Rosinengrütze und an die Freundlichkeit der amerikanischen Besatzungssoldaten, die Donuts und Schokolade an die Kinder verteilten. Hier der Vortrag von Cornelia Schader.
Bahnunfälle und der Ruf nach Sicherheit Karl Muth las mehrere Abschnitte aus seinem Artikel zu dramatischen Zugunglücken in Maisach und Gernlinden. Besonders eindrücklich war die Geschichte eines tragischen Unfalls im Jahr 1969, bei dem eine junge Frau auf einem ungesicherten Bahnübergang ums Leben kam.
Der ehemalige Bahnbeamte Ludwig Paternoster berichtete aus erster Hand über die Ereignisse, was dem Beitrag emotionale Tiefe verlieh. Die Schilderungen machten zugleich deutlich, wie lange in Maisach für die ersehnte Bahnunterführung gekämpft wurde – ein Mahnmal für die Bedeutung von Verkehrssicherheit. Hier der Vortrag von Karl Muth.
Industrielle Spuren: Das Kalksandsteinwerk in Überacker Stefan Schader präsentierte seinen Text über das heute fast vergessene Kalksandsteinwerk in Überacker. Die Geschichte begann 1960 mit dem Abbau eines Sandhügels, der sich als wirtschaftlicher Rohstoff erwies. Die Fabrik bot neue Arbeitsplätze, lockte Gastarbeiter aus Spanien und Marokko an und veränderte die Sozialstruktur des Dorfes.
Nach der Wirtschaftskrise Mitte der 1970er Jahre wurde das Werk stillgelegt. Heute erinnert nur noch eine Halle an diesen Abschnitt Industriegeschichte. Mit viel Detailreichtum erzählte Schader von Technik, Alltag und Wandel in einem kleinen Ort. Hier der Vortrag von Stefan Schader.
Vom Herzen Maisachs nach Togo Matthias J. Lange las aus seinem Artikel über die Entstehung der „Aktion PIT – Togohilfe“. Aus einer privaten Initiative entwickelte sich in den 1980er Jahren eine der bedeutendsten Togo-Hilfsorganisationen Deutschlands – ihren Ursprung hatte sie in einem Maisacher Wohnhaus. Mit anschaulichen Geschichten von Schulranzen, Feuerwehrbussen und ehrenamtlicher Hilfe bis hin zu globalem Engagement vermittelte der Beitrag eindrucksvoll, wie eine Gemeinde über sich hinauswachsen kann. Besonders berührend war das Erinnern an Elisabeth, das erste Patenkind mit der Startnummer 100, und an die kleinen Erfolge, die in Summe große Wirkung entfalten. Hier der Vortrag von Matthias J. Lange.
Eine legendäre Rauferei Zum Abschluss trug Stefan Schader noch eine amüsante Anekdote vor: eine legendäre Wirtshausschlägerei aus den Nachkriegsjahren, bei der Maisacher Burschen und Mitglieder des Boxclubs Fürstenfeldbruck aneinandergerieten. Der Vater der Müllersöhne rief per Telefon zum Kampf auf und versprach, alle Schäden zu bezahlen – was er später auch tat.
Die Geschichte, längst zu einer Art Dorflegende geworden, sorgte für Schmunzeln und erinnerte an eine Zeit, in der Konflikte oft noch mit Fäusten, aber auch mit Ehre ausgetragen wurden. Hier der Vortrag von Stefan Schader .
Die Lesung des Arbeitskreises Geschichte war ein eindrucksvolles Beispiel für gelebte Erinnerungskultur auf kommunaler Ebene. Die Beiträge reichten von bewegender Familiengeschichte über Industrie- und Verkehrsgeschichte bis hin zu humorvollen Anekdoten – stets fundiert recherchiert, persönlich erzählt und mit dem Herzen bei der Sache.
Die Meisaha-Hefte sind nicht nur eine Chronik der Vergangenheit, sondern auch ein Fenster in das kollektive Gedächtnis der Gemeinde. Die Veranstaltung in der Gemeindebücherei Maisach zeigte: Geschichte lebt, wenn man sie erzählt. Und Maisach hat viel zu erzählen.
Ich möchte mich in meiner Gemeinde engagieren, denn die Gemeinschaft lebt vom Ehrenamt. Daher darf ich in der örtlichen Bücherei von Maisach dieses Jahr vier ehrenamtliche Vorträge zur Populärkultur halten und ich hoffe auf hohe Resonanz. Meine Reihe Maisacher Gespräche zur Popkultur startet am Mittwoch, 19. März um 18 Uhr mit einem Vortrag über James Bond. Der Eintritt ist freilich kostenlos.Überall in der Gemeinde ist plakatiert und ich habe der Süddeutschen Zeitung ein Interview gegeben.
Warum James Bond? James Bond ist eine der bekanntesten und langlebigsten Filmfiguren der Kinogeschichte. Seit der erste Film „Dr. No“ (1962) der offiziellen Reihe erschien, zieht der britische Geheimagent Millionen von Fans weltweit in seinen Bann. Doch was macht die ungebrochene Faszination für 007 aus?
Der perfekte Held mit Ecken und Kanten James Bond verkörpert den idealisierten Agenten: Er ist intelligent, charmant, mutig und stets Herr der Lage. Gleichzeitig bleibt er menschlich – er macht Fehler, zeigt Emotionen und entwickelt sich je nach Darsteller weiter. Während frühere Bonds, etwa Sean Connery oder Roger Moore, eher unantastbare Gentleman-Agenten waren, zeigten spätere Darsteller wie Daniel Craig eine verletzlichere und komplexere Version des Helden. Diese Mischung aus Coolness und Tiefgang macht Bond für verschiedene Generationen ansprechend.
Exotische Schauplätze und spektakuläre Action Jeder Bond-Film ist eine Reise um die Welt: Ob die Strände von Jamaika, die Wolkenkratzer von Shanghai oder die verschneiten Alpen – 007 bewegt sich stets in aufregenden und glamourösen Kulissen. Dazu kommen spektakuläre Verfolgungsjagden, atemberaubende Stunts und innovative Action-Szenen, die den Adrenalinspiegel des Publikums in die Höhe treiben.
Stil, Eleganz und der Mythos der britischen Coolness Bond ist mehr als ein Geheimagent – er ist eine Stilikone. Seine Maßanzüge, die eleganten Casinos, exklusive Uhren und teuren Autos verkörpern eine Welt voller Luxus und Perfektion. Gleichzeitig steht er für britische Coolness: Seine lässige Art, selbst in brenzligen Situationen einen trockenen Spruch zu liefern, ist ein Markenzeichen, das Fans weltweit begeistert.
Die ikonischen Gadgets und Autos Ein Bond-Film wäre nicht komplett ohne spektakuläre Technik. Ob das legendäre Jetpack aus „Feuerball“ oder das unsichtbare Auto in „Stirb an einem anderen Tag“ – die kreativen Erfindungen von Q sorgen immer wieder für Staunen. Der Aston Martin DB5, Bonds berühmtestes Fahrzeug, wurde selbst zum Kultobjekt und steht sinnbildlich für den Mix aus Stil und Action, den die Filme bieten.
Unvergessliche Gegenspieler und Bond-Girls Jeder Held braucht starke Widersacher – und Bond hatte sie: Von Blofeld über Goldfinger bis hin zu Raoul Silva – die Bond-Bösewichte sind charismatisch, oft megalomanisch und stets mit einer Prise Wahnsinn ausgestattet. Ebenso legendär sind die „Bond-Girls“ – von Ursula Andress bis Léa Seydoux. Auch wenn sich ihre Darstellung im Laufe der Jahrzehnte weiterentwickelt hat, bleibt ihr Einfluss auf die Faszination der Filme unbestreitbar.
Wandel und Zeitgeist Ein Erfolgsgeheimnis von James Bond ist seine Fähigkeit zur Anpassung. Während die frühen Filme von Kaltem Krieg und klassischem Agentenflair geprägt waren, rückten mit „Casino Royale“ (2006) oder „Skyfall“ (2012) tiefere Charakterstudien und zeitgemäße Bedrohungen wie Cyberkriminalität in den Fokus. Bond bleibt immer modern, ohne seine Wurzeln zu verlieren.
Also ich freu mich, wenn mein ehrenamtliches Angebot für Populärkultur in meiner Wohnortgemeinde ankommt. Wir sehen uns am Mittwoch, 19. März um 18 Uhr in der Gemeindebücherei. Danke an die Gemeindebücherei für die Möglichkeit.
Bereits zum vierten Mal war Spiegel-Bestsellerautor Tim Pröse in unserer Gemeindebücherei Maisach zu einer Lesung. Was für eine Ehre, wenn ein Mann, der ganze Hallen bei seinen Lesungen füllt, zu einer kleinen Bücherei in den Westen von München kommt und begeisterten Zuhörern seine Werke präsentiert. Ich gebe zu, ich bin ein absoluter Tim Pröse-Fan und freue mich, wenn ich diesen charismatischen Autoren treffe und sprechen kann. Ich mag den Typen einfach in seiner Art, journalistisch bewundere ich seine Schreibe, seinen Stil und seine Themen.
Tim Pröse ist ein deutscher Journalist und Autor, der sich in den vergangenen Jahren insbesondere durch seine Werke über Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht hat. Seine Bücher verbinden historische Aufarbeitung mit emotionalen Porträts und zeigen, dass Erinnerung nicht nur ein intellektueller Prozess, sondern auch eine zutiefst menschliche Angelegenheit ist. Pröse gibt denjenigen eine Stimme, die Geschichte erlebt und geprägt haben – oft Menschen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen, aber deren Schicksale uns bis heute berühren und prägen. Tim Pröses journalistische Wurzeln liegen in der Porträtkunst. Er schrieb unter anderem für den Focus und bewies dort sein Gespür für persönliche Geschichten hinter den großen Ereignissen. Diese Fähigkeit, Historie durch individuelle Biografien greifbar zu machen, zieht sich durch all seine Bücher. Seine Werke sind nicht bloß historische Abhandlungen, sondern erzählen Geschichte durch die Menschen, die sie erlebt haben. Nach der Lesung führte ich ein Interview mit diesem Künstler.
In Maisach hat er Auszüge aus seinem Buch „Wir Kinder vom 20. Juli“ präsentiert. Ein wichtiges Buch, gerade vor der bevorstehenden Bundestagswahl. In „Wir Kinder des 20. Juli“ (2024) widmet er sich den Nachkommen der Widerstandskämpfer des Hitler-Attentats von 1944. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie die Ereignisse von damals in den Familien weiterwirken und welche Verantwortung die nachfolgenden Generationen tragen. Hier setzt Pröse auf eine neue Perspektive: Nicht die Zeitzeugen selbst, sondern ihre Kinder erzählen von Schuld, Trauma, aber auch von Stolz und Pflichtbewusstsein.
Mir wurde bei seiner emotionalen Lesung wieder bewusst: Tim Pröse ist kein neutraler Chronist, sondern ein Autor mit einer klaren Haltung. Er stellt sich gegen das Vergessen, gegen das Verharmlosen von Verbrechen und gegen die Relativierung der Geschichte. Dabei bleibt er aber stets auf der Ebene der Erzählung, ohne sich in politische Diskussionen zu verstricken. Seine Bücher sind ein Plädoyer für das Erinnern – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch die Kraft der persönlichen Geschichte. Ein herausragendes Merkmal von Pröses Schreibstil ist seine Fähigkeit, historische Fakten mit lebendigen Erzählungen zu verbinden. Er schreibt klar, anschaulich und ohne akademische Distanz. Die Schicksale, die er schildert, sind oft erschütternd, aber er verfällt nie in Sensationslust oder übermäßige Dramatik. Vielmehr lässt er seine Protagonisten für sich sprechen und schafft es, ihren Geschichten Tiefe und Gewicht zu verleihen.
Und ich bin wirklich stolz, dass so ein Autor bei uns in der Gemeinde zu Gast war.
Also, erzählen kann er, was aber kein Wunder ist. Felix Leibrock war in unserer Gemeindebücherei in Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck und stellte seinen neuen Roman “Mord auf dem Königssee: Ein Berchtesgaden-Krimi” vor. Felix Leibrock ist Pfarrer und hat in München einen gewissen positiven Ruf. Zum einen ist er Polizeiseelsorger bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei, zum anderen arbeitet er für Antenne Bayern.
Ach ja, und er ist ein recht erfolgreicher Buchautor und hat mit “Mord auf dem Königssee” seinen dritten Roman der Krimireihe bei Servus Krimi herausgebracht. Und daher ist es ein Genuss, der Lesung von Felix Leibrock zu lauschen, denn erzählen kann der Mann – als Pfarrer hat er es schließlich gelernt.
Der Roman wechselt in der Zeit, was immer eine Herausforderung ist. Einmal springt Leibrock in die Zeit der Hexenprozesse und legt die Brutalität jener Zeit dar, dann springt er wieder in die Gegenwart, als sechs tote Priester in Ruderbooten auf dem Königssee treiben. Simon Perlinger, Polizeibergführer und Leiter der Kripo Berchtesgaden, muss ran und diesen mysteriösen Fall lösen. Leibrock verknüpft gekonnt historische Fakten, Mystizismus von abseitigen katholischen Bruderschaften und klassischen Krimistoff. Dazu ist das Buch natürlich ein bayerischer Regionalkrimi und eine lesenswerte Urlaubslektüre für Bergfreunde. Für Urlauber des Berchtesgadener Lands sollte der 368-seitige Roman Pflichtlektüre sein, denn Leibrock beschreibt Land und Leute sehr sorgsam. Das Berchtesgadener Land ist durch seine geografische Lage eine abgeschlossene Gegend mit eigenen Regeln.
Und weil Felix Leibrock eben ein Pfarrer ist und erzählen kann, berichtet er auch immer wieder von Erlebnissen seiner Recherchearbeit. So passt es ideal, wenn in dem Buch über katholische Bruderschaften berichtet wird und aktuell die Priesterbruderschaft St. Pius X. wieder medial in Erscheinung tritt. So informiert er, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. weiterhin gegen die Lehren des Zweiten Vatikanischen Konzils verstößt und Bischof Voderholzer Priesterweihen in Zaitzkofen untersagt. Die Piusbruderschaft missachtet die notwendigen rechtlichen Bedingungen der römisch-katholischen Kirche für die Weihe (can. 1017 CIC). „Durch dieses Verhalten sehe ich mich erneut genötigt, die Ordnung der Kirche zu schützen und als Ordinarius loci die unerlaubten Weihespendungen wie auch in den vergangenen Jahren für den Bereich der Diözese Regensburg zu untersagen“, so Bischof Voderholzer in seinem Brief.
Ein anderes Beispiel, das er den Zuhörern in der Gemeindebücherei Maisach berichtete, war der versunkene VW-Käfer im Königssee. Am 28. Januar 1964 brach der Käfer mit Fahrer auf dem gefrorenen See ein und versank. Seitdem liegt der Käfer und der Tote in einer Tiefe von 120 Metern. Hier ein Video vom Fahrzeug (ohne Leiche). Auch dieses Ereignis passt wunderbar zum Buch “Mord auf dem Königssee” von Felix Leibrock.