Ich liebe Lego – für mich haben die bunten Steine aus Dänemark eine beruhigende Wirkung. Es ist fast eine Art Mediation die Modelle entstehen zu sehen, die Steine zu sortieren und am Ende das Werk zu bestaunen. Natürlich ist die Familie im Lego Club, um immer up-to-date zu sein.
In regelmäßigen Abständen veröffentlicht Lego das Lego Club Magazin mit neuen Modellen. Das jüngste Heft brachte eine Neuerung. Das Lego Club Magazin spricht jetzt unterschiedliche Zielgruppen an – es gibt eine Ausgabe für Mädchen und Buben/Jungen. Und die Ansprache ist wunderbar zielgruppengerecht. Überschriften, Farben, Aufmachung ist genau abgestimmt.
Natürlich ist der Content nicht komplett neu erstellt, aber er wurde unterschiedlich aufbereitet und anders sortiert. Und die Wirkung ist enorm. Richtig konditioniert: Sohn und Tochter greifen zu ihren Heften, ohne zu fragen und ohne zu streiten. Sohn zur Abenteuer-Variante, Tochter zur rosa Mädchen-Ausgabe. Und beide schmökern in ihren Heften, tauschen sich aus und es dauert einige Zeit bis sie identische Artikel bemerken.
Das Experiment ist voll aufgegangen. Diese einfache Form von Micropublishing funktioniert. Spielerisch wird bei Lego eine Form von Print-Publishing ausprobiert, die große Zukunft hat. Der Leser bekommt den Content, der ihn interessiert und dazu noch personalisiert. Die heutigen Druckmaschinen machen dies schon eigentlich möglich, aber der Druck auf Verlage scheint noch nicht groß genug zu sein, diesen Weg zu gehen. Gerade im Bereich Fachzeitschriften macht eine stärkere Personalisierung durchaus Sinn. Der Leser bekommt einen Mantel von Artikeln als Grundstock und kann zusätzlich spezielle Inhalte für sich wählen: Den einen interessieren eben mehr Tests, den anderen mehr Workshops, den anderen Making of-Artikel und wieder den anderen Interviews. So kommen unterschiedliche Magazine heraus, die genauer die Zielgruppe treffen. Dafür wird sicherlich auch bezahlt.
Jedes Jahr kaufe ich mir pflichtbewusst die neueste Ausgabe des Sammelbandes World Press Photo. Dort sind die Sieger und die wichtigsten Beiträge des vergangenen Jahres zusammengefasst. Ich setze die Fotos in meinen Fotoseminaren ein, aber auch privat sehe ich gerne, wie der Zeitgeist der aktuellen Pressefotografie aussieht.
Vor kurzem wurden die neuesten World Press Photos gekürt.Sieger ist dieses Mal Samuel Aranda aus Spanien. Das Siegerfoto von Samuel Aranda zeigt eine verschleierte Muslimin, die im Inneren einer Moschee, die während der Zusammenstöße in Sanaa, Jemen, am 15. Oktober 2011 gegen die Herrschaft von Präsident Ali Abdullah Saleh als Lazarett von Demonstranten diente, einen verwundeten Angehörigen in den Armen hält. Samuel Aranda arbeitete im Jemen im Auftrag der New York Times. Er wird von Corbis Images vertreten.
Der von der internationalen Organisation World Press Photo veranstaltete Wettbewerb, bei dem Canon als Sponsor auftritt, gilt weltweit als bedeutendster Wettbewerb für Fotojournalisten. Im 55. Jahr seiner Austragung wurden 101.254 Bilder von 5.247 Profifotografen aus 124 Ländern eingereicht. Keine Angst, meine Bilder sind nicht dabei. Ich kenne meine Grenzen.
Obwohl ich begeisterter Nikon-Fotograf bin, kann mich Kieran Magee, Professional Imaging Marketing Director bei Canon Europe, nur anschließen: „ Wir gratulieren Samuel Aranda und allen Gewinnern in den einzelnen Kategorien des World Press Photo Wettbewerbs. Die Aussagekraft des Siegerfotos basiert auf der in dieser komplizierten Situation so bewegenden menschlichen Geschichte, die sich in einem einzigen Moment manifestiert. Herausragende Bilder sind ein zunehmend wichtiger Teil des Journalismus. Bilder können heute mit einer immer größeren Geschwindigkeit mit der ganzen Welt geteilt werden. Sie sorgen dafür, dass Geschichten in einer ausdrucksstarken und emotional berührenden Art lebendig werden“.
Auch zwei Canon Botschafter wurden von der Jury des Wettbewerbs ausgezeichnet. Brent Stirton, Getty Images, gewann zwei Preise mit Bildern in den Kategorien „Natur“ und „Aktuelle Themen“, Paolo Pellegrin, Magnum, einen zweiten Preis im Bereich „Allgemeine Nachrichten“.
Für sein Siegerfoto erhält Samuel Aranda ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, sowie ein Canon DSLR Kit bestehend aus einer digitalen EOS Spiegelreflexkamera und einem Objektiv. Die Sieger in den einzelnen Kategorien erhalten ein Preisgeld von 1.500 Euro. Die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten aller Kategorien bekommen ein Jahrbuch mit einer auf einem Canon Large Format Printer gedruckten individuellen Titelseite.
Es hätte so ein guter Beitrag werden können, aber die ARD hat die Chance vertan, etwas Sinnvolles zum Thema Medienkompetenz zu bringen, als der NDR die Dokumentation „Facebook – Milliardengeschäft Freundschaft“ ausstrahlte. Die wahnsinnige Erkenntnis: Facebook verdient Geld mit unseren Daten. Überraschung, das ist aber neu und das wusste noch keiner. Mich beschleicht das Gefühl: Die NDR-Kolleginnen Svea Eckert und Anika Giese finden Geld verdienen durch Werbung eine ganz üble Sache – logisch, wenn ich von GEZ-Gebühren lebe.
Die Beispiele des Beitrages waren so wie man es von klassischen Massenmedien gewohnt ist, jedes Klischee wurde bedient. Doch was sollte der Beitrag? Es war kein Wirtschaftsjournalismus, denn es waren zu wenig Finanzfakten genannt. Es war kein Enthüllungsjournalismus, denn dass Facebook an unseren Daten interessiert ist, ist auch nicht gerade neu. Vielleicht war es einfach der Versuch von alten Massenmedien die neuen Massenmedien in eine böse Ecke zu stellen. Was waren es noch für Zeiten, als nur (öffentlich-rechtliche) Journalisten Massenmedien bedienen durften.
Es hätte ein Beitrag über Medienkompetenz werden können, aber dafür waren die Herrschaften beim NDR wohl nicht in der Lage. Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Der Beitrag bedient die Vorurteile, die Lieschen Müller hat, die schon immer wusste, dass Facebook was Böses ist. Es fehlten nur noch die Facebook-Parties, um das Maß voll zu machen.
In einem Interview geben sich die Autorinnen geheimnisvoll: „Doch je weiter wir vorgedrungen sind, desto mehr haben wir auch von der dunklen Seite des Geschäftsmodells gesehen.“
Ich verfolgte während der Ausstrahlung Twitter und Facebook und stelle fest: Die Nutzer der Netzwerke hatten nicht viel Verständnis für die Art des Beitrags. Die große Story war es nicht, neue Infos kamen auch nicht zu Tage. Auch aus dem Exklusiv-Interview mit Mark Zuckerberg kam mir zu wenig rüber. Die Erkenntnis, dass Facebook kostenlos ist, aber dennoch etwas kostet ist nicht gerade neu. Das Ganze war für mich ein hilfsloser Versuch die neuen Medien zu erklären, aber aus der Sicht der alten Medien. Zumindest Datenschützer Thilo Weichert hatte wieder einen guten Auftritt.
Netter Nebeneffekt: Schön, war es zu sehen, das die Freunde der Polizei Hannover anstiegen, als bekannt wurde, dass die Polizei über Facebook Bösewichter sucht.
Große Aufregung im Fernsehen. Endlich haben die klassischen Massenmedien wieder eine Chance, dem bösen Internet was auszuwischen. Die ZDF-Verbrauchersendung WISO will herausgefunden haben, dass es bei Hotel-Bewertungsportalen oft nicht mit rechten Dingen zugeht. Das ist Wasser auf die Mühlen derjenigen, die sowieso gegen das ganze Internet-Zeugs sind. Am Stammtisch wird dann wieder lamentiert, wie schlimm das ganze Netz ist. Ich sehe darin eher ein Problem der mangelnden Medienkompetenz der Verbraucher. Wir müssen lernen, die Fake-Bewertungen von den echten Bewertungen in Sachen Empfehlungsmarketing zu erkennen. Das ist ein Lernprozess und es bedeutet lebenslanges Lernen.
Was kam beim ZDF heraus: Gefälschte Bewertungen werden von Hotel-Bewertungsportalen oft nicht erkannt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Stichprobe der ZDF-Verbrauchersendung WISO. In acht verschiedenen Onlineportalen hat WISO jeweils drei Kritiken zu Hotels geschrieben, die offenkundig falsch waren. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte dieser Bewertungen landeten im Netz. Sogar absurde Äußerungen für ein Hotel in Düsseldorf wie „am besten hat mir der Blick aufs weite Meer gefallen“ wurden von den Betreibern der Onlineportale oft nicht herausgefiltert.
Der Anbieter „tripadvisor“ stellte alle „gefälschten“ Bewertungen online, „HolidayCheck“ und „trivago“ jeweils zwei von drei. Kein Online-Portal entdeckte innerhalb der Testphase alle falschen Einträge.
Hinter falschen Bewertungen steckt oft System. Experten und Insider berichten in WISO über Hotels, die Online-Portale als Marketinginstrument in eigener Sache nutzen. Die Masche: Hotelmitarbeiter schreiben positive Bewertungen zu ihrem Haus, bewerten ihre Konkurrenten dagegen negativ. Sogar Agenturen werden von Hotels mit dem Fälschen von Gästebewertungen beauftragt.
Bei der Urlaubsplanung vertrauen etwa zwei Drittel aller Urlauber auf die Bewertungen im Internet. Jetzt ist die Aufregung da und das ZDF hatte seine Aufregergeschichte und seine Quote. Was ist die Konsequenz? Alles abschalten? Der Stammtisch hat wieder Futter. Für mich ist die Konsequenz, wohl doch mehr aufpassen und mehr Medienkompetenz vermitteln und das öffentlich-rechtliche Krawallfernsehen wieder auszulassen.
Adobe hat die Ergebnisse der ersten Adobe Digital Marketing Insights Studie bekannt gegeben. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:
– Tablet-Nutzer haben pro Einkauf 54 Prozent mehr ausgegeben als Smartphone-Nutzer und 21 Prozent mehr als PC- und Laptop-Nutzer.
Tablet-Nutzer haben nahezu dreimal öfter Produkte und Dienstleistungen online gekauft als dies Smartphone-Nutzer taten und ungefähr gleich oft wie PC- und Laptop-Nutzer.
Die Untersuchung soll Verantwortlichen im Bereich Marketing, E-Commerce und Handel wertvolle Erkenntnisse zum Thema digitales Marketing liefern. Dabei wurde beispielsweise der Einfluss der genutzten Geräte auf das Kaufverhalten beim Onlinekauf untersucht. In der Studie analysierte Adobe 16,2 Milliarden anonyme Besuche von Webseiten der 150 erfolgreichsten Onlinehändler in den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere während der Weihnachtssaison sowie das gesamte Jahr 2011 über Webseitenbesucher mit einem Tablet pro Einkauf mehr ausgegeben haben als Seitenbesucher mit Smartphones, traditionellen PCs oder Laptops. Somit waren sie die wertvollsten Onlinekunden im Jahr 2011. „Die Studienergebnisse veranschaulichen die Notwendigkeit, vorhandene E-Tail-Strategien für 2012 hinsichtlich Tablet-Nutzern zu optimieren“, so Brad Rencher, Senior Vice President und General Manager Adobe Digital Marketing Business
Das Anpassen von Webseiten für mobile Geräte wie Smartphones wird zunehmend zur Selbstverständlichkeit. Mit dem steigenden Absatz von iPads und Android-Tablets stehen Unternehmen jetzt zusätzlich unter Druck, auch diesen Kunden interessante Online-Einkaufserlebnisse zu bieten. Wenn Händler die Strategien zur Optimierung ihrer Inhalte für Smartphones und Tablets allerdings gleich gewichten, verpassen sie womöglich die Chance, die Kaufkraft der Tablet-Besitzer für sich zu nutzen, die den Studienergebnissen zufolge eine dreimal höhere Konversionsrate aufweisen als Smartphone-Nutzer.
Warum Tablet–Nutzer mehr Geld ausgeben
Die Studie von Adobe zeigt, dass demographische Faktoren ebenso wie die größere Flexibilität in Bezug auf die User Experience via Tablet zur stärkeren Kaufkraft der Tablet-Nutzer beitragen. Seitenbesucher mit Tablets sind überwiegend männlich, zwischen 18 und 34 Jahre alt und verfügen im Vergleich zu anderen Onlinekunden zumeist über ein höheres Einkommen. Sie weisen zudem eine höhere Nutzrate am Wochenende auf, wenn mehr Zeit für Online Shopping zur Verfügung steht.
Die Ergebnisse kann die deutsche Android-Plattform SmartAppFinder bestätigen. SmartAppFinder (http://smartappfinder.com/) ist seit Oktober 2010 online. Dort gibt es alle Arten qualitativ hochwertiger Apps für Android-Handys und Tabletts.
Die englischsprachige Plattform von Wikipedia ist am heutigen Mittwoch nicht erreichbar. Damit protestieren die Macher der Enzyklopädie gegen Pläne der US-Regierung, zum Schutz von Urheberrechten künftig Sperren im Netz einzubauen. Andere Plattformen unterstützen diesen Protest und haben sich angeschlossen. So protestiert auch die Blog-Software WordPress auf der auch dieser Blog läuft. Die Suchmaschine Google in den USA protestiert mit einem Link unter der Suchmaske, der zu einer Online-Petition gegen das Gesetz führt.
Grund für den Protest sind der „Stop Online Piracy Act“ (Sopa) und der „Protect IP Act“ (Pipa), zwei Gesetzesentwürfe, die sich gegen Online-Piraterie richten. Die Kritiker meinen, mit dem neuen Gesetz würde eine Infrastruktur für Zensur geschaffen, die auch für andere Zwecke einsetzbar ist. In Deutschland sind die genannten Plattformen nicht betroffen.
Das Internet wird mobil – das ist keine Neuigkeit mehr. Wie die CES 2012 zeigte, arbeiten alle Firmen an dem nternet aus der Hosentasche. Dies wird unterstützt durch Tablets und natürlich Smartphones. Dies zeigt sich daran, dass der Smartphone-Absatz rasant steigt.
Im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO).
Der Verkauf von herkömmlichen Handys ging dagegen um 19 Prozent auf 15,6 Millionen Stück zurück. Inzwischen sind 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. Der Umsatzanteil liegt sogar bei zwei Dritteln, da die Geräte deutlich teurer sind als normale Handys. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 4,1 Milliarden Euro mit Smartphones umgesetzt, ein Plus von 13 Prozent. Inzwischen dürfte das Google Betriebssystem Android auf den Mehrzahl der Smartphone vertreten sein. Apple mit dem iOS und dem iPhone ist ebenfalls stark vertreten. Noch abgeschlagen ist das WIndows Phone.
Das Problem bei Android ist derzeit die Qualität und Sicherheit der Apps. Hier gibt es die deutsche Plattform SmartAppFinder. SmartAppFinder (http://smartappfinder.com/) ist seit Oktober 2010 online. Dort gibt es alle Arten qualitativ hochwertiger Apps für Android-Handys und Tablets. Entwickler erhalten 70 Prozent des Umsatzes, 30 Prozent verbleibt bei SmartAppFinder. Auf SmartAppFinder können die User bequem und leicht auswählen und mit PayPal bezahlen.
Die jüngste BITKOM-Studie über die Nutzung von sozialen Netzwerken bestätigt meine Erfahrungen als Trainer für Social Media: Deutschland hat den Weg in soziale Netzwerke eingeschlagen.
Drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland sind in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet. Zwei Drittel nutzen diese auch aktiv. 78 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer sind Mitglied von Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing.
Auch keine Überraschung sind die Zahlen bei den Jüngeren. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind bereits 92 Prozent Mitglied in einer oder mehreren Online-Communitys. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 72 Prozent und in der Generation 50-Plus immerhin 55 Prozent.
Das geht aus der Nutzerstudie „Soziale Netzwerke II“ hervor, die der Hightech-Verband BITKOM veröffentlichte. Basis ist eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Internetnutzern ab 14 Jahre. Was mich etwas verwirrt. Die Befragten geben an, dass Datenschutz und Datensicherheit eine wichtige Rolle spielen – aber warum ist man dann bei Facebook dabei?
Einige Ergebnisse sind interessant für unsere Gesellschaft
Genutzte Funktionen: An erster Stelle steht generell die Kommunikation mit anderen Mitgliedern. 79 Prozent der Nutzer versenden in Online-Netzwerken Nachrichten bzw. E-Mails, 60 Prozent chatten mit ihren Freunden und 34 Prozent veröffentlichen Statusmeldungen. Ebenfalls wichtig ist der Austausch von multimedialen Inhalten. Laut Umfrage laden 44 Prozent der User Fotos hoch und teilen diese im Netzwerk. 16 Prozent laden Videos hoch oder teilen entsprechende Links. Die Gruppe der unter 30-jährigen ist hier am aktivsten: 57 Prozent teilen Fotos, 28 Prozent Videos. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Nutzer spielt im Sozialen Netzwerk so genannte Social Games. In der jüngsten Altersgruppe der 14 bis 29-jährigen sind es 33 Prozent. Beliebt ist auch die Möglichkeit, Veranstaltungen zu planen: fast die Hälfte (46 Prozent) der Nutzer hat auf diesem Weg schon Einladungen erhalten, 12 Prozent haben selbst zu einer Feier oder Veranstaltung eingeladen.
Warum nutzen die Deutschen die sozialen Netzwerke? Für die große Mehrheit von 71 Prozent steht wenig überraschend „sich über Freunde informieren“ an erster Stelle. 37 Prozent der Befragten wollen neue Freunde und Bekannte kennenlernen. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) nutzt die sozialen Netzwerke außerdem als Informationskanal, um sich über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Immerhin 14 Prozent geben an, dass sie sich in den Communitys über Marken und Produkte informieren. Das dürfte vor allem die Unternehmen und Verbände interessieren. Social Media wurde von Menschen für Menschen gemacht und nicht damit Firmen stupide ihre Pressemitteilungen versenden. Hier liegt die Chance von Social Media.
Täglicher Nutzen
Im Schnitt nutzen 59 Prozent der Community-Mitglieder die Netzwerke täglich. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen 78 Prozent die Online-Netzwerke jeden Tag, in der Altersgruppe ab 50 Jahre 46 Prozent.
Datenschutz wichtig
Bei der Umfrage gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig oder sehr wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als entscheidendes Kriterium. Erst dahinter folgt mit 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit des Netzwerks. Was den Datenschutz angeht, sind die Nutzer aufmerksam. So haben 77 Prozent der Community-Mitglieder die Einstellungen zur Privatsphäre ihres Netzwerks aktiv verändert und damit das Datenschutz-Niveau ihren individuellen Bedürfnissen angepasst. Hier kommt das Thema Medienkompetenz zum Tragen, denn der richtige Umgang mit den sozialen Netzwerken wird entscheidend für die Zukunft sein.
Meine Kinder sind richtige Leseratten. Das macht den Papa stolz und er unterstützt den Lesehunger des Familiennachwuchses mit allerlei Bücher und Zeitschriften. Die einzigen Zeitschriften-Abos die wir besitzen, sind nur noch Kinderzeitschriften.
Beim wöchentlichen Familieneinkauf wandert so dann und wann noch eine Zeitschrift in den Einkaufswagen. Jetzt war es die neue Ausgabe des Leserabens. Es ist ein Leseförderheft für die ersten Grundschuljahre. Und da heute alle Kinderzeitungen ein Gimmick haben müssen, liegt dem Leseraben auch ein Spielzeug bei. Dieses Mal – haltet euch fest – eine Zwille. In der typischen Y-Form mit Gummizug. Sagt mal lieber Ravensburger Verlag: Habt ihr ein Rad ab? Mit einiger Übung kann aus einer Zwille eine sehr gefährliche Waffe werden und ihr fördert mit eurem Gimmick so eine Tendenz.
Ich würde ja verstehen, wenn der Leserabe das Nachwuchsmagazin der Anarchisten wäre, das Fachmagazin der ehemaligen militanten Bewohner der Hafenstraßen oder die Postille des Schwarzen Blocks der Autonomen. Nein, es ist ein Magazin, das die Stiftung Lesen empfiehlt. Eine tolle Empfehlung ist das.
Zwar sollen mit der Schleuder aus dem Leseraben nur Wattebällchen als verkleidete Schneekugeln auf eine Zielscheibe geschossen werden, doch natürlich können mit der Schleuder auch Playmobil-Männchen, Legosteine, Matchbox-Autos oder anderes spitzes Kinderspielzeug durch die Gegend geschossen werden.
Wie wäre es denn, in einer der nächsten Ausgaben eine Luftpistole oder zumindest Paintball-Waffen beizulegen? Ich bin sicherlich nicht überempfindlich, aber das geht mir als Vater zu weit. Natürlich habe ich auch als Schüler mit einem Gummiband gefaltetes Papier verschossen, aber ich wurde nicht von einer pädagogischen Kinderzeitung dazu animiert. Das war das letzte Mal, dass wir den Leseraben gekauft haben.
Im Zuge der Veröffentlichung von Cars 2 auf Blu ray habe ich mir aus der Reihe „The Art of“ das entsprechende Buch The Art of Cars 2 gekauft. Ich war dieses Mal skeptisch: Für mich erreichte Cars 2 nicht die Klasse seines Vorgängers und war eher einer der schwächeren Pixar-Filme. Technisch wurden zwar wieder hohe Maßstäbe im Bereich Raytracing gesetzt, aber die Story war mir einfach zu dünn. War Cars noch ein Film für die ganze Familie mit subtilen Lachern und einer guten Moral, so war Cars 2 nur ein Actionsspektakel mit viel Geballer – zu schnell, zu laut, zu schrill.
Aber das Buch hat mich wieder versöhnt. Das Buch The Art of Cars 2 geht natürlich optisch auf die waffenstrotzenden Autos in Agentenverkleidung ein. Aber es bringt auch wunderbare Zeichnungen, wie Amerikaner die Welt sehen. Es ist fein zu erkunden, wie Paris, London, Prag, Tokyo oder der deutsche Schwarzwald aus der Brille von Pixar gesehen werden. Und klar: Was kennen die Amerikaner von München? Das Oktoberfest, bei dem alle Autos lustige Tirolerhüte tragen. Dass Tirol nicht unbedingt in Bayern liegt, ist für den Zeichner aus Kalifornien eher von zweirangiger Natur. Aber zumindest die St. Paul-Kirche an der Theresienwiese ist mit abgebildet. Das Münchner Museum (Munich Museum) erinnert mich weniger an das Deutsche Museum als vielmehr an das Haus der Kunst. Aber es ist wohl alles Interpretationssache.
Wie in allen Büchern dieser Reihe finden sich beeindruckende Skizzen, Kollagen und Zeichnungen. Wer Renderings sucht, hat wie immer Pech gehabt. Die optische Fülle ist grandios vor allem, wenn es um London geht. Hier wird genau erklärt, welche Inspirationen zu den späteren Filmbildern geführt haben. Hier haben die ehemaligen Kolonialisten wohl immer noch eine geheime Faszination für die Insel, Tea Party hin oder her. Liebevolle Details faszinieren und geben einen Blick auf das Pixar-Universum frei. Es zeigt sich, welche Detailliebe – und versessenheit. Also für mich eine klare Kaufempfehlung für alle Designer, Filmleute – und die Fans von Pixar haben es sowieso.