Posts Tagged ‘Preiserhöhung’

Wenn selbst der Kinobesuch zum Luxus wird: Zuckersteuer trifft die Falschen

10. April 2026

Persönlich halte ich die geplante Zuckersteuer für richtig, doch ich sehe auch, dass wieder Kosten auf uns Verbraucher zukommen werden. Mich wird es an einem meiner Lieblingsorte treffen: Dem Kino.


Die geplante Zuckersteuer in Deutschland zielt nach aktuellem Stand primär auf stark gesüßte Getränke ab, weshalb feste Süßwaren im Kino wie Popcorn oder Schokolade vorerst von der direkten Abgabe verschont bleiben. Dennoch müssen sich Kinobesucher auf spürbare Preiserhöhungen beim klassischen Kino-Menü einstellen, da die unverzichtbaren Softdrinks massiv besteuert werden sollen.

Fokus auf Getränke statt fester Snacks
Die politische Debatte um eine Zuckersteuer hat im Frühjahr 2026 durch eine Bundesratsinitiative aus Schleswig-Holstein und entsprechende GKV-Empfehlungen konkrete Formen angenommen. Es handelt sich dabei um eine reine Getränkesteuer, weshalb feste Kino-Süßwaren wie Popcorn, Nachos oder Weingummi von der Abgabe ausdrücklich ausgenommen bleiben. Allerdings sieht der Entwurf eine Altersgrenze von 16 Jahren für Energy-Drinks vor, was Kinos künftig zu unangenehmen Ausweiskontrollen an der Süßwarentheke zwingen wird.

Drastische Preisaufschläge bei Softdrinks
Die Expertenkommission empfiehlt für stark zuckerhaltige Getränke wie herkömmliche Cola eine Abgabe von 32 Cent pro Liter. Da Kinos ihre Softdrinks oft in großen Bechern von bis zu über einem Liter ausschenken, trifft diese Abgabe die margenstärkste Einnahmequelle der Kinobetreiber empfindlich. Es ist wirtschaftlich unausweichlich, dass die Lichtspielhäuser diese Mehrkosten im Einkauf an den Endverbraucher weiterreichen, was das ohnehin kostspielige Kinoerlebnis weiter verteuert. Und Kinos leben von den Snacks, denn der Erlös durch die Filme werden vom Verleih aufgefressen.

Verdeckte Preiserhöhungen durch Mischkalkulation
Besonders kritisch ist die Gefahr, dass Kinos die neue Getränkesteuer als Vorwand für eine undifferenzierte Preiserhöhung der beliebten Kombi-Menüs nutzen könnten. Obwohl zuckerfreie Getränke von der Steuer befreit sind, etablieren Betreiber in der Regel einheitliche Preise für alle Softdrinks einer Bechergröße, wodurch auch die Konsumenten von „Zero“-Produkten die Steuer indirekt mitfinanzieren würden. Letztlich droht die gesundheitspolitische Lenkungswirkung in der Kinobranche zu verpuffen, da die Konsumenten durch intransparente Preisaufschläge lediglich finanziell belastet werden, ohne das Menü-Angebot zwingend zu verändern.

Sobenen entdeckt: Bahn erhöht die Preise für Kreditkarten/PayPal-Zahler

17. November 2014

Die Bahn erhöht die Preise für Kreditkarten- und PayPal-Zahler.

Die Bahn erhöht die Preise für Kreditkarten- und PayPal-Zahler.

Die Deutsche Bahn macht es mir nicht leicht. Ich bin im Grunde meines Herzens ein überzeugter Bahnfahrer. In meinem Beruf bin ich viel unterwegs zu Seminaren, Konferenzen und Vorträgen und ich wähle meist die Deutsche Bahn als Transportmittel. Gründe liegen im Umweltschutz, Stress oder vor allem an meinen schlechten Augen.
Ich nutze den Bahn App auf meinem iPhone zum Buchen der Fahrkarten. Hier ist meine Kreditkarte als Zahlungsmittel hinterlegt. Ich bin davon überzeugt: So wie ich es mache, machen es andere auch.
Durch einen Zufall entdeckte ich eine versteckte Preiserhöhung bei der Bahn und ich bin wieder mal richig sauer auf das Unternehmen. Seit 4. November zahle ich für Bahnreisen über 50 Euro einen Zuschlag, wenn ich mit Kreditkarte oder PayPal zahle. Das Zahlungsmittelentgelt wie diese Preiserhöhung im besten Beamtendeutsch heiß, wird fällig für Fernverkehrsprodukte. Also beim Kauf von Fahrkarten für innerdeutsche Verbindungen für ICE, IC/EC, IC Bus mit einem Wert von 50 Euro oder höher sowie beim Kauf von Sparpreiszusätze, Fahrradkarten, Aufpreise für Zeitkarten oder sogar beim Kauf der BahnCard.
Ich finde dies eine absolute Sauerei und verdammt schlechte PR. Ich kann es verstehen, dass die Bahn Geld verdienen muss. Als Grund für die Preiserhöhung nennt die Bahn folgendes: In den vergangenen Jahren sind die Bearbeitungsgebühren, die Kreditkartenanbieter der Deutschen Bahn in Rechnung stellen, stark gestiegen. Mittlerweile liegen diese für die DB bei einem mittleren zweistelligen Millionen-Betrag, sagt die Bahn auf ihrer Website. Deshalb werde ich nun als Kreditkartenkunde an diesen so genannten Disagiokosten beteiligt. Kunden, die andere Zahlungsarten wie Kontoeinzug bevorzugen, sind hiervon nicht betroffen. Nachteil für mich als Kunde: Beim Kontoeinzug zahle ich gleich, bei Kreditkarte zahle ich später. Als Geschäftsreisender habe ich manches Mal aber auch keinen Zugriff auf Firmenkonten und habe stattdessen ja eine Kreditkarte (was in der Welt außerhalb Deutschlands auch üblich ist)
Was soll diese Preiserhöhung? Hier legt sich die Bahn selbst ein Ei. Für mich ist das ein Kommunikationsdesaster. Noch im September tönte die Bahn: Die Bahn übt sich angesichts der Konkurrenz durch Fernbusse in Zurückhaltung und hält die Fahrpreise möglichst stabil. Nur für Reisende in der 1. Klasse und im Nahverkehr gibt es geringe Preiserhöhungen – so war es im September. Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?
Natürlich grummle ich, wenn die Bahn ihre Preise für ihre Tickets erhöht. Aber die Preiserhöhung für klassische Tickets ist nach ein, zwei, drei Tagen vergessen. Die Preiserhöhung für Fernverkehrsprodukte merke ich jedes Mal, wenn ich ein Ticket buche. Und jedes Mal kommt mir die Galle hoch, wenn ich moderne Zahlungsmittel einsetze. Das ist ein Kommunikationsdesaster für mich.

Liebe Bahn, ich bin mal wieder sauer auf dich

1. Oktober 2013

Es gehört ja zum guten Ton sich über die Bahn aufzuregen. Ich bin ein großer Bahnfahrer und nutze als Freiberufler in der Regel den ÖPNV. Natürlich gefällt es mir nicht, dass die Deutsche Bahn ihre Fahrpreise erhöht. Ich habe schon oft Ärger mit euch gehabt und darüber gebloggt. Aber im Moment ärgert es mich, dass ich wegen der Bahn mein Geschäft nicht planen kann.

Ich bekomme im Moment zeitkritische Termine im Dezember hinein und würde gerne eine Reiseroute ausarbeiten und sie dann mit meinem Kunden abstimmen. Denkste – geht nicht – geht nicht, wenn ich auf die Bahn setze. Ich liebe die Bahn App, aber wer im Moment über den 15. Oktober hinaus planen will, der bekommt als Antwort, dass es im Moment nicht möglich ist. Erst ab 15. Oktober, denn dann tritt der Winterfahrplan in Kraft.

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Dankeschön liebe Bahn. Ich kann natürlich Verbindung bis zum 15. Oktober eingeben und hoffe, dass sie im Winterfahrplan auch so stattfinden. Aber kann ich mir sicher sein? Nee, kann ich nicht. Ich habe keinerlei Planungssicherheit und Kunden nerven mich, was nun mit den Terminen sei.

Warum braucht die Bahn einen Stichtag, bei dem sie auf den Winterfahrplan umstellt. Warum geht das nicht sukzessiv? Auch so ein Unternehmen wie die Bahn kann doch planen. Ich kann Ihnen gerne meinen Kollegen Dr. Michael Homberg als genialen Projektmanger zur Seite stellen.

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Ich reg mich also mal wieder auf über die Bahn und versteht die Welt nicht. Da kommt die aktuelle Preiserhöhung natürlich erst recht. Sagt mal, spinnt ihr? Mal sehen, was meine Kunden sagen, wenn ich ihre Preise auch anhebe. Vielleicht brauch ich dann gar nicht mehr mit der Bahn fahren, wenn ich keine Aufträge mehr hab. Mann, bin ich sauer.