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Social Media treibt mobiles Internet voran

6. April 2012

Das Internet ist in der Hosentasche. Nun, das ist keine Neuigkeit, aber nach Aussage zeigt sich, dass Social Media-Plattformen die treibende Kraft für den Schritt ins Netz ist.  Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 75 Prozent der Bevölkerung überschritten. Das ergibt eine neue repräsentative Erhebung des Hightech-Verbandes Bitkom. Aktuell sind 75,8 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren online. Das sind mehr als 53 Millionen Menschen.

Noch interessanter sind für mich allerdings die Zahlen zum mobilen Internet. Bereits 37 Prozent der Deutschen – 26 Millionen Menschen – nutzen das Web auf ihrem Smartphone oder einem Tablet-PC. Immer günstigere Geräte und Datentarife sowie die fast flächendeckende Verfügbarkeit von mobilen Breitbandzugängen tragen zu der hohen Popularität bei.

Ein Treiber der mobilen Internetnutzung sind die sozialen Netzwerke, die inzwischen von 55 Prozent der Deutschen genutzt werden. Das entspricht 39 Millionen aktiven Anwendern. Die Zahl der registrierten Mitglieder liegt noch etwas höher.

Zudem gibt es neue Zahlen zur Mediennutzung.  Die am weitesten verbreiteten Medien sind nach wie vor Fernsehen, Radio sowie Zeitschriften und Zeitungen. Beim Fernsehen gibt es mit 99 Prozent de facto eine Vollversorgung. Radio, Zeitschriften und Zeitungen werden jeweils von 94 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren genutzt. In der Generation der 14- bis 29-Jährigen hat sich die Situation allerdings inzwischen gedreht und das Internet liegt mit 98 Prozent Nutzung knapp vor dem Fernsehen (97 Prozent).

Smartphone-Absatz steigt rasant

18. Januar 2012

Das Internet wird mobil – das ist keine Neuigkeit mehr. Wie die CES 2012 zeigte, arbeiten alle Firmen an dem nternet aus der Hosentasche. Dies wird unterstützt durch Tablets und natürlich Smartphones. Dies zeigt sich daran, dass der Smartphone-Absatz rasant steigt.

Im Jahr 2011 sind in Deutschland 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO).

Der Verkauf von herkömmlichen Handys ging dagegen um 19 Prozent auf 15,6 Millionen Stück zurück. Inzwischen sind 43 Prozent aller in Deutschland verkauften Handys Smartphones. Der Umsatzanteil liegt sogar bei zwei Dritteln, da die Geräte deutlich teurer sind als normale Handys. Im Jahr 2011 wurden in Deutschland 4,1 Milliarden Euro mit Smartphones umgesetzt, ein Plus von 13 Prozent. Inzwischen dürfte das Google Betriebssystem Android auf den Mehrzahl der Smartphone vertreten sein. Apple mit dem iOS und dem iPhone ist ebenfalls stark vertreten. Noch abgeschlagen ist das WIndows Phone.

Das Problem bei Android ist derzeit die Qualität und Sicherheit der Apps. Hier gibt es die deutsche Plattform SmartAppFinder. SmartAppFinder (http://smartappfinder.com/) ist seit Oktober 2010 online. Dort gibt es alle Arten qualitativ hochwertiger Apps für Android-Handys und Tablets. Entwickler erhalten 70 Prozent des Umsatzes, 30 Prozent verbleibt bei SmartAppFinder. Auf SmartAppFinder können die User bequem und leicht auswählen und mit PayPal bezahlen.

Gedanken zur BITKOM-Studie: Nutzung von sozialen Netzwerken

17. Januar 2012

Die jüngste BITKOM-Studie über die Nutzung von sozialen Netzwerken bestätigt meine Erfahrungen als Trainer für Social Media: Deutschland hat den Weg in soziale Netzwerke eingeschlagen.

Drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzer in Deutschland sind in mindestens einem sozialen Online-Netzwerk angemeldet. Zwei Drittel nutzen diese auch aktiv. 78 Prozent der Frauen und 70 Prozent der Männer sind Mitglied von Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing.

Auch keine Überraschung sind die Zahlen bei den Jüngeren. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind bereits 92 Prozent Mitglied in einer oder mehreren Online-Communitys. Unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 72 Prozent und in der Generation 50-Plus immerhin 55 Prozent.

Das geht aus der Nutzerstudie „Soziale Netzwerke II“ hervor, die der Hightech-Verband BITKOM veröffentlichte. Basis ist eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Internetnutzern ab 14 Jahre. Was mich etwas verwirrt. Die Befragten geben an, dass Datenschutz und Datensicherheit eine wichtige Rolle spielen – aber warum ist man dann bei Facebook dabei?

 

Einige Ergebnisse sind interessant für unsere Gesellschaft

Genutzte Funktionen: An erster Stelle steht generell die Kommunikation mit anderen Mitgliedern. 79 Prozent der Nutzer versenden in Online-Netzwerken Nachrichten bzw. E-Mails, 60 Prozent chatten mit ihren Freunden und 34 Prozent veröffentlichen Statusmeldungen. Ebenfalls wichtig ist der Austausch von multimedialen Inhalten. Laut Umfrage laden 44 Prozent der User Fotos hoch und teilen diese im Netzwerk. 16 Prozent laden Videos hoch oder teilen entsprechende Links. Die Gruppe der unter 30-jährigen ist hier am aktivsten: 57 Prozent teilen Fotos, 28 Prozent Videos. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Nutzer spielt im Sozialen Netzwerk so genannte Social Games. In der jüngsten Altersgruppe der 14 bis 29-jährigen sind es 33 Prozent. Beliebt ist auch die Möglichkeit, Veranstaltungen zu planen: fast die Hälfte (46 Prozent) der Nutzer hat auf diesem Weg schon Einladungen erhalten, 12 Prozent haben selbst zu einer Feier oder Veranstaltung eingeladen.

 

Warum nutzen die Deutschen die sozialen Netzwerke? Für die große Mehrheit von 71 Prozent steht wenig überraschend „sich über Freunde informieren“ an erster Stelle. 37 Prozent der Befragten wollen neue Freunde und Bekannte kennenlernen. Mehr als jeder Vierte  (28 Prozent) nutzt die sozialen Netzwerke außerdem als Informationskanal, um sich über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Immerhin 14 Prozent geben an, dass sie sich in den Communitys über Marken  und Produkte informieren. Das dürfte vor allem die Unternehmen und Verbände interessieren. Social Media wurde von Menschen für Menschen gemacht und nicht damit Firmen stupide ihre Pressemitteilungen versenden. Hier liegt die Chance von Social Media.

 

Täglicher Nutzen

Im Schnitt nutzen 59 Prozent der Community-Mitglieder die Netzwerke täglich. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen 78 Prozent die Online-Netzwerke jeden Tag, in der Altersgruppe ab 50 Jahre 46 Prozent.

 

Datenschutz wichtig

Bei der Umfrage gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig oder sehr wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als  entscheidendes Kriterium. Erst dahinter folgt mit 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit des Netzwerks. Was den Datenschutz angeht, sind die Nutzer aufmerksam. So haben 77 Prozent der Community-Mitglieder die Einstellungen  zur Privatsphäre ihres Netzwerks aktiv verändert und damit das Datenschutz-Niveau ihren individuellen Bedürfnissen angepasst. Hier kommt das Thema Medienkompetenz zum Tragen, denn der richtige Umgang mit den sozialen Netzwerken wird entscheidend für die Zukunft sein.

Social Media: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit ist den Usern wichtig

13. Dezember 2011

In meinen Seminaren frage ich oft bei Schülern nach, in welchen sozialen Netzwerken sie sind: Lokalisten, Schüler VZ, Facebook lauten die meisten Antworten. Wenn ich dann nachfasse, ist es im Grunde aber nur Facebook. In den anderen Netzwerken sei man zwar angemeldet, doch habe man schon lange nicht mehr hineingeschaut. Wir sind in Facebook, weil alle unsere Freunde dort auch sind, lautete die einfache, wie überzeugende Antwort.

Hier passt eine neue BITKOM-Studie gerade recht. Die Verbandsvertreter haben  herausgefunden, dass den Deutschen drei Aspekte bei den sozialen Netzwerken wichtig sein: Datensicherheit, Privatsphäre und Benutzerfreundlichkeit. Dabei gaben 96 Prozent der Nutzer an, bei der Auswahl einer Community sei die Sicherheit ihrer persönlichen Daten wichtig. 93 Prozent nennen die Einstellungen zur Privatsphäre als wichtiges Kriterium, 88 Prozent die Benutzerfreundlichkeit. Für 82 Prozent der Nutzer ist wichtig, ob ihre Freunde in demselben Netzwerk angemeldet sind. Die einzelnen Funktionen der Netzwerke (78 Prozent) und ihre Internationalität (43 Prozent) sind im Vergleich weniger entscheidend. Warum dann aber alle bei Facebook sind, wird aber durch diese Studie nicht klar, denn Facebook steht doch in der Kritik der Politik es mit Privatsphäre nicht so genau zu nehmen oder wann haben Sie das letzte Mal Ihre Freundesliste überarbeitet?

40 Millionen Bundesbürger sind Mitglieder in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. Ich merke in meinen Schulungen und Vorträgem dass das Thema Medienkompetenz absoluten Vorrang hat. Die Leute sind einfach unsicher, was soziale Netzwerke angeht. Zwei Dritteln der Community-Nutzer (65 Prozent) fehlen nach eigener Einschätzung noch Informationen, was sie für den Schutz ihrer Daten tun können.

Hier die wichtigsten Datenschutztipps des BITKOM für soziale Netzwerke:

1. Geschützte Adressdaten

Ohne persönliche Daten geht es nicht: Die meisten Netzwerke verlangen zumindest Name, Anschrift und/oder E-Mail-Adresse. Das dient auch der Sicherheit der Nutzer, weil so einem Missbrauch der Online-Plattform vorgebeugt wird. Die Adressdaten sind in der Regel nicht öffentlich lesbar, wenn es die Nutzer nicht anders bestimmen. Es empfiehlt sich aber in jedem Fall, die Datenschutzerklärung zu lesen. Communitys müssen zumindest nach deutschem Recht strenge Datenschutzregeln erfüllen. So müssen sie Mitglieder verständlich informieren, zu welchen Zwecken sie Daten speichern. Im Zweifel vor der Registrierung per E-Mail nachfragen, so die BITKOM. Und ich wette, kaum einer hat dies bei Facebook je getan.

2. Voller Name oder Pseudonym?

Communitys leben vom Vertrauen der Nutzer untereinander. Wenn mit offenen Karten gespielt wird, fühlen sich die Mitglieder meist sicherer. In vielen Netzwerken ist es daher Pflicht, dass sich Nutzer mit ihrem vollen Namen registrieren. Zweck von Communitys ist, reale soziale Beziehungen im Netz abzubilden. Auf Plattformen, wo das nicht zutrifft, spricht aber nichts gegen Pseudonyme („Nicknames“). Das gilt etwa für Einträge in Fach-Foren oder Verbraucherportalen. Auch bei Kindern kann ein Pseudonym angezeigt sein, um die Privatsphäre stärker zu schützen.

 

3. Das richtige Maß an Offenheit

Im täglichen Leben würden die meisten Menschen Unbekannten kaum ihr ganzes Privatleben offenbaren. Auch im Web haben es die Nutzer in der Hand, den Zugang zu privaten Infos zu beschränken. In Communitys lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden: Freunde haben Zugriff auf die neuesten Fotos, andere nicht. Gleiches gilt für persönliche Kontaktdaten oder Infos zum eigenen Freundeskreis. Gerade für junge Menschen ist das richtige Maß an Privatsphäre wichtig. Frei zugängliche Partyfotos können etwa bei Bewerbungen schaden. Auch in beruflichen Netzwerken wie Xing werden neben Beruf und Arbeitgeber zahlreiche weitere Informationen zum Lebenslauf abgefragt. Hier sollte ebenfalls jeder bewusst entscheiden, was er preisgeben will.

4. Darstellung in Suchmaschinen

In den Einstellungen zur Privatsphäre können Nutzer festlegen, ob ihr Profil von Suchmaschinen wie Google oder Bing gefunden wird. Das geht bei den meisten Netzwerken nur, wenn die Nutzer es ausdrücklich wollen. So wird sichergestellt, dass nur Mitglieder die Seiten lesen können, aber nicht jeder Internet-Surfer. Da es auch Communitys gibt, die dies anders handhaben, sollte jeder diese Einstellung bei der Registrierung prüfen.

5. Der Umgang mit Werbung

Wie andere kostenlose Angebote finanzieren sich auch Online-Netzwerke weitgehend über Werbung. Nur einzelne Communitys, vor allem im Business-Bereich, bieten auch Abonnement-Modelle. Wer Gratis-Angebote nutzt, bekommt in der Regel Anzeigen zu sehen. Verbreitet sind „zielgruppenspezifische“ Werbe-Einblendungen. Dabei können die werbenden Unternehmen zum Beispiel festlegen, dass ein Produkt nur männlichen Nutzern zwischen 20 und 25 Jahren gezeigt wird. Das Netzwerk sorgt für einen entsprechenden Filter, übermittelt den Firmen aber in der Regel keine persönlichen Nutzerdaten. Dies sollten Nutzer in den Geschäftsbedingungen überprüfen. Bei manchen Plattformen ist es möglich, Zielgruppen-Werbung auszuschalten – dann bekommen aber zum Beispiel auch Männer Werbung für Lippenstift angezeigt.

Social Media: Fehlende Internetkompetenz von Politikern aber es gibt Ausnahmen

19. April 2011

Vernichtend ist das Urteil der Bürger, wenn es um die Internetkompetenz von Politikern geht. 42 Prozent der Wahlberechtigten kritisieren fehlenden Sachverstand, so eine BITKOM-Studie. Das bedeutet: Nur jeder dritte Wahlberechtigte hält die Internetkenntnisse der Politiker für ausreichend. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BITKOM aus Anlass des „Superwahljahrs“ 2011 ergeben.

Aber ich möchte für Politiker eine Lanze brechen. Ja es gibt Politiker, die sich mit dem Netz, speziell mit Social Media, schwer tun. Das Dialogmedium ist nicht ihre Sache – und wird vor allem mit fehlender Zeit begründet. Aber es gibt auch Ausnahmen, die ich immer wieder treffe und die mir Mut machen. Ein Beispiel ist der bayerische Abgeordnete Eberhard Sinner. Verstärkt halte ich derzeit Seminare für Politiker aller Ebenen, um ihnen das Thema Social Media näherzubringen. Ich hoffe, meine Kunden können der BITKOM-Umfrage locker entgegentreten. So finden in der Studie lediglich 31 Prozent der Deutschen ab 18 Jahren, dass deutsche Politiker genügend Kenntnisse über das Internet haben. Deutlich mehr Menschen (42 Prozent) sprechen den Politikern Internetkompetenz ausdrücklich ab, weitere 25 Prozent sind sich unsicher. Junge Männer von 18 und 29 Jahren urteilen besonders kritisch – 57 Prozent halten Politiker in puncto Internet für inkompetent. Dagegen haben Frauen in der gleichen Altersgruppe das beste Politikerbild: 48 Prozent bescheinigen den Politikern entsprechende Sachkenntnis.

Zur Methodik: Die Angaben hat das Institut Forsa im Auftrag des BITKOM erhoben. Dabei wurden 953 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt.

Anbei gibt es exemplarisch das Beispiel eines Politikers mit Sachverstand in Sachen Internet. Auf einem gemeinsamen Vortrag mit Eberhard Sinner, ehemaliger bayerischer Medienminister und Mitglied des bayerischen Landtags, zeigte Sinner wie und in welchen Netzen er aktiv ist. Ich ließ die kleine Flip-Kamera mitlaufen, die den einstündigen Vortrag aufnahm. Die fünf Filme zeigen, dass sich auch ein Politiker über sechzig Jahren gut im Netz zurecht findet, voll auf Social Media als Dialogmedium setzt und anderen Politikern ein Leuchtturm sein kann. Schade, dass er bei der Landtagswahl 2013 nicht mehr antritt.

Social Media: Das Netz wird weiblich und halb Deutschland ist in sozialen Netzwerken

15. April 2011

Viele Unternehmer und Entscheider sind unsicher, ob und wie ihre Organisation in den sozialen Netzwerken einklinken soll. Ein Argument, dass ich bei meinen Beratungen immer wieder höre, ist: Das ist nur etwas für Kinder und Jugendliche, aber nichts für ernsthafte Menschen.

Das glaube ich nicht, aber jeder muss seine Entscheidungen über die Zukunft seiner Organisationsform selbst treffen. Nur weil man selbst an Netzwerken nicht teilnimmt, bedeutet dies nicht, dass andere auch nicht daran teilnehmen. Der Branchenverband BITKOM hat eine neue Untersuchung vorgelegt: Das Fazit: Halb Deutschland ist Mitglied in sozialen Netzwerken und 76 Prozent der Internetnutzer sind in Online-Communitys aktiv. Im Auftrag des BITKOM befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa deutschlandweit 1.001 deutschsprachige Internetnutzer ab 14 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ.

40 Millionen Bundesbürger sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer, wie die Studie ergab. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. „Soziale Netzwerke haben sich in kürzester Zeit von einem Nischenphänomen zum Internet-Standard entwickelt“, so Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM. Und da sind nicht nur Kinder und Jugendliche darunter. Bei meinen Seminaren mit Schüler haben wir eine Facebook-Abdeckung von rund 90 Prozent und die neue Klientel, die in die Sozialen Netzwerke steuert, sind die Silver Surfer, also User ab 55 Jahren.

Dies deckt sich mit den Ergebnissen der BITKOM: Bei den unter 30-Jährigen Internetnutzern sind sogar 96 Prozent Mitglied einer Social Community – ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. Ohne Internet-Profil sind Jugendliche schnell out. Aber auch 80 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und immerhin jeder Zweite über 50 haben ein Profil in mindestens einem Netzwerk.

Der Trend geht dabei zum Zweit- und Drittnetzwerk. Durchschnittlich sind die Mitglieder in 2,4 Communitys angemeldet. Sie unterhalten dort im Schnitt insgesamt 133 Kontakte. Jüngere Nutzer sind dabei kontaktfreudiger. Fast jeder Dritte unter 30 hat über 200 Personen in seiner Kontaktliste, Nutzer ab 50 hingegen begnügen sich größtenteils mit weniger als 30 Freunden. Die Nutzungsdauer variiert sehr stark. 11 Prozent ordnet BITKOM als Heavy User ein – sie verbringen täglich mehr als 2 Stunden in den Netzwerken. Frauen liegen in der Community-Nutzung mit 80 zu 74 Prozent recht deutlich vor Männern. Die Pioniere der sozialen Netzwerke sind tendenziell jung und weiblich. Und das ist neu: Das Netz wird weiblich.

Die meisten Mitglieder (73 Prozent) pflegen Freundschaften und informieren sich über Veranstaltungen und Treffen (50 Prozent). Jeder dritte fand über Social Communitys neue Freunde, sechs Prozent lernten so ihren Lebenspartner kennen, fünf Prozent machten erotische Bekanntschaften. Auch für das Berufsleben steigt die Bedeutung der sozialen Netzwerke. Sieben Prozent der Community-Nutzer konnten darüber berufliche Kontakte knüpfen, elf Prozent haben ihre Allgemeinbildung verbessert.

Medienkompetenz: eBooks in der Schule

9. Januar 2011

In den Weihnachtsferien habe ich gesehen, mit welcher Schullektüre sich meine Neffen beschäftigen müssen: Kafka, Zweig, Mann und Co. Allesamt große Klassiker, die es zu lesen wert sind. In der Regel ist das Copyright abgelaufen und dennoch müssen die Kinder die Schullektüre im Buchhandel erwerben. So kann man eine Branche auch künstlich subventionieren. Druck kostet fast nichts, Vertrieb findet nur auf Bestellung statt und Lizenzgebühren an die Autoren müssen kaum noch bezahlt werden. Also Verkaufspreis entspricht fast dem Reingewinn – das ist ein Geschäftsmodell auf Kosten der Schüler.
Viele der Klassiker findet sich im Projekt Gutenberg – und zwar kostenlos. Einfach das PDF laden und fertig ist Geschichte. Natürlich ist die Verbreitung von entsprechenden eBook-Readern noch ein Problem, aber PDF kann natürlich auch auf Laptops und anderen Rechnern ausgegeben werden. Dazu braucht es nicht zwingend ein iPad, Kindle oder eBook-Reader. Vielleicht wäre dies ein Schritt in die richtige Richtung und stärkt die Medienkompetenz des Landes.
Da fällt mir eine Studie des Branchenverbandes BITKOM in die Hände.  Die meisten Schülerinnen und Schüler wünschen sich einen stärkeren Einsatz elektronischer Medien im Unterricht, wollen auf ihre Schulbücher aber nicht verzichten. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 500 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren ergeben. Danach sind 29 Prozent der befragten Schüler der Ansicht, elektronische Medien wie E-Books oder Lernprogramme könnten Schulbücher vollständig ersetzen. Die große Mehrheit ist dagegen der Meinung, das sei nicht der Fall.
Im Vergleich zu gedruckten Büchern bieten elektronische Lernmedien eine Reihe von Vorteilen. So enthalten E-Books neben Texten und Bildern auch Sprachaufnahmen und Filme. Zudem können sie automatisch aktualisiert und ergänzt werden. Die BITKOM meinte: „Ein modularer Aufbau der elektronischen Lerneinheiten mit differenzierten Inhalten und Tests macht es einfacher, die Schüler individuell zu fördern.“
Nach den Ergebnissen der BITKOM-Umfrage wünschen sich 84 Prozent der Schüler, dass elektronische Medien im Unterricht stärker eingesetzt werden. 92 Prozent sagen, dass neue Medien Schulstunden interessanter machen und 79 Prozent, dass sie zum besseren Verständnis der Lehrinhalte beitragen. Laut Umfrage hapert es in vielen Schulen aber noch an der Basisausstattung mit PCs. Bei 43 Prozent aller Schüler werden Computer im Unterricht entweder gar nicht oder seltener als einmal pro Woche eingesetzt. Die BITKOM weiter: „Eine gute Ausstattung mit Computern, Internet-Zugängen und Whiteboards ist die Grundlage für einen modernen Unterricht.“  Ebenso wichtig wie die Technik seien gut geschulte Lehrer, die neue Lernkonzepte in der Praxis umsetzen können. Und hier sehe ich das größte Problem. Ich will nicht auf die Lehrer schimpfen. Es gibt sehr viele Pädagogen, die einen hervorragenden Job machen. das kann ich aus eigener Erfahrung und der meiner Kinder bestätigen. Bei meinen zahlreichen Schulungen und Fortbildungen für Lehrkräften stelle ich aber eine massive Technikfeindlichkeit fest, die in der Regel aber aus Unsicherheit mit der Materie stammt.
Hier gilt es Medienkompetenz zu beweisen und die Schulung des Lehrpersonals zu intensivieren. Und gleichzeitig müssen die politischen Verantwortlichen mit der Materie vertraut werden. Kultusministerien, Schulbehörden, vorgelagerte Ämter – hier ist ein großer Bildungsbedarf. Packen wir es an, es geht um unsere Zukunft. Es geht um unsere Kinder.

Weihnachtsshopping im Netz

16. November 2010

Weihnachten kommt, das ist gewiss. Und dieses Jahr liegt der Heilige Abend völlig zu meiner Überraschung am 24. Dezember. Also knapp etwas über einen halben Monat Zeit die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Das ganze Jahr habe ich eine Liste geführt und nun wird eingekauft.

Doch wo wird eingekauft? Ich liebe Shoppen, Klamotten anprobieren, hier und dahin zu laufen und mich beraten zu lassen. Doch auf den Trubel in der Landeshauptstadt München hab ich keine Lust. Ich mag mich nicht durch überfüllte Fußgängerzonen odre Kaufhäuser quälen oder mich mit genervten Verkäufern herumschlagen, die ihren Beruf nur als Job verstehen. Ich kaufe, wie die Jahre zuvor auch, im Internet.

Und auch da bin ich nicht allein, wie jetzt der Branchenverband BITKOM feststellte. Etwa 22 Millionen Deutsche werden in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen. Das sind 57 Prozent mehr als im Vorjahr und entspricht knapp jedem dritten Bundesbürger ab 14 Jahren. Hinzu kommen weitere 17 Millionen, die Interesse am Online-Kauf von Präsenten haben, aber noch unentschlossen sind. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM.

Vor allem junge Menschen ordern ihre Weihnachtsgeschenke im Netz. In der Altersgruppe von 14 bis 29 Jahren gehen 44 Prozent im Internet auf Shopping-Tour. Auch jeder siebte Senior ab 65 Jahren kauft im Web ein (14 Prozent). Kleinere Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern: Während 33 Prozent der Männer Präsente im Web ordern wollen, sind es bei den Frauen 29 Prozent. Überdurchschnittlich häufig kaufen Angestellte Weihnachtsgeschenke im Web (41 Prozent), bei den Arbeitern sind es lediglich 29 Prozent.

Das passt zu einer Meldung von mir, dass die Geschäfte ins Web wandern. Wer nicht bei seinen Kunden online ist, der versäumt sein Geschäft und das Geschäft der Zukunft. Verraten wird allerdings nichts, was ich denn zu Weihnachten kaufe. Nur soviel: Die Gattin und ich haben ausgemacht, dass es bei uns nur was Kleines werden wird. Nun ja, ein Diamantring kann auch recht klein sein.