Im Kino hatte ich ihn verpasst und daher nahm ich mir die Zeit die Fortsetzung eines der wichtigsten Horrorfilme überhaupt in Ruhe auf Bluray anzusehen: Der Exorzist – Bekenntnis
Es ist natürlich eine Herausforderung sich mit einem Meisterwerk messen zu wollen und David Gordon Green musste natürlich daran scheitern. Aber: Ganz so übel empfand ich den Film allerdings nicht, wenn man als Zuschauer ein paar Abstriche macht. Optisch und vom Tonschnitt wurde das Original zitiert, das macht unglaublich Spaß, aber Optik und Ton machen noch lange keinen guten Film aus.
Das Exorzist-Universum ist inzwischen gewachsen. Immer mehr Filme zu diesem interessanten Themenbereich tauchen auf, manche gut, manche weniger gut. Mir hat der Exorzist des Papstes ein Freude gemacht. Unser Exorzist das Bekenntnis überspringt die offiziellen Nachfolger Exorzist 2 – der Ketzer und Exorzist III und setzt einige Jahre später nach Regens Heimsuchung durch einen Dämon ein. Auch dieses Mal geht es um Kinder und einen Dämon, der dieses Mal in zwei Kinder einfährt.
Kurz der Inhalt: Seit dem Tod seiner Frau zieht Victor Fielding (Leslie Odom) die gemeinsame Tochter Angela (Lidya Jewett) allein groß. Als Angela mit ihrer Freundin Katherine (Olivia Marcum) nach tagelangem Verschwinden im Wald zurückkehrt, ohne sich an irgendetwas erinnern zu können, wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die Victor zwingt, sich dem abgrundtief Bösen zu stellen …
Das ist eine klassische Horrorstory. Aber es macht noch lange Einengungen Exorzisten-Film aus. Es fehlt der Kern des Films. Wir haben den Konflikt zwischen Glaube und Wissenschaft dieses Mal nur angedeutet, was ja das Original von 1973 ausgemacht hat. Der Exorzist – Bekenntnis ist populärer, bietet sich dem Massengeschmack des heutigen Publikums an und bietet keine Provokationen gegen Aufklärung und Rationalismus an. Es ist ein reines Unterhaltungsprodukt, das aber an den Kinokassen eher floppte und daher wurden Regisseur David Gordon Green weitere Fortsetzungen entzogen. Green hatte ja mit den ersten beiden Teilen von Halloween wegweisendes gedreht. Der Teil 3 war absoluter Müll. Langsam verliere ich nach dem Ansehen von Exorzist – das Bekenntnis die Fähigkeit von Regisseur David Gordon Green, sich mit dem Stoff ernsthaft zu beschäftigen. Schade, ich hatte mich nach 50 Jahren auf eine Bereicherung des Thema gefreut und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Glaube und Wissenschaft erwartet. Da reicht das Auftauchen der Originaldarsteller Ellen Burstyn als Chris MacNeil und Linda Blair als Regan Teresa MacNeil nicht aus. Und ein wenig Tubular Bells ist fein, aber auch nur eine nette Erinnerung. So ist Exorzist – Das Bekenntnis ein solider Horrorfilm, aber keine Offenbarung, schade.
Hier die neueste Folge meines Herzensprojekts Filmriss online. Jeden Monat spreche ich mit meinem Kumpel Markus Schmölz über neue Kinofilme und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Kinos.
Zum Jahresanfang ein Gespräch zwischen Markus Schmölz vom Scala Kino Fürstenfeldbruck und mir über das Kinojahr 2023 und welche Erwartungen sie für das Jahr 2024 haben. Zur Sprache kommen natürlich die Blockbuster Dune 2 und Alien: Romulus sowie der neue Pixar Alles steht Kopf 2, aber auch Einschätzungen über das europäische Kino und die Filmwoche München. Viel Spaß.
Meine phantastische Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck geht auch 2024 weiter. Wir starten am Sonntag, 14. Januar um 10:45 Uhr den Klassiker Carrie. Matinee heißt Eine Einführung zum Film von mir und dann den ungeschnittenen Film. Karten gibt es hier.
Carrie, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Stephen King, ist ein ikonischer Horrorfilm, der 1976 von einem jungen Brian De Palma inszeniert wurde. Der Film erzählt die Geschichte von Carrie White (Sissy Spacek), einem schüchternen und introvertierten Mädchen, das von ihren Mitschülern an der Bates High School schikaniert wird. Carrie entdeckt nach und nach ihre telekinetischen Fähigkeiten, die sich als mächtige Waffe gegen ihre Peiniger erweisen. Und der deutsche Titel Carrie – Des Satans jüngste Tochter übertreibt natürlich maßlos.
Split-Screen Der Film beeindruckt nicht nur durch seine erschreckende Handlung, sondern auch durch die meisterhafte Inszenierung von De Palma. Die Kameraarbeit und der Einsatz von Split-Screen-Techniken tragen dazu bei, die emotionale Intensität und die Isolation von Carrie zu verstärken. Die musikalische Untermalung von Pino Donaggio verstärkt die Spannung und verleiht dem Film eine düstere Atmosphäre.
Sissy Spacek liefert eine herausragende Performance als Carrie, und die vor kurzem verstorbene Piper Laurie überzeugt als ihre fanatisch religiöse Mutter, Margaret. Die Chemie zwischen den Schauspielern trägt maßgeblich zur Glaubwürdigkeit der Charaktere bei. Die Darstellung von Carries innerem Konflikt und ihrer tragischen Entwicklung ist fesselnd und lässt das Publikum mitfühlen. Und dingt zu vergessen ein wunderbarer John Travolta.
Promszene mit Schweineblut Ein weiterer Höhepunkt des Films ist die berühmte Promszene, die zu Recht als eine der denkwürdigsten Momente der Horrorfilmgeschichte gilt. De Palma inszeniert sie mit meisterhafter Spannungsaufbau, der in einem spektakulären visuellen Höhepunkt kulminiert.
„Carrie“ ist nicht nur ein herausragender Horrorfilm, sondern auch eine eindringliche Studie über Mobbing, Isolation und die Auswirkungen von Missbrauch. Der Film hat seinen Platz in der Filmgeschichte fest etabliert und beeinflusst auch heute noch moderne Horrorfilme.
Insgesamt ist „Carrie“ von 1976 ein zeitloser Klassiker, der nicht nur Horrorfans, sondern auch Liebhaber anspruchsvoller Filmkunst fesseln wird. Die Kombination aus fesselnder Handlung, beeindruckender Inszenierung und herausragenden schauspielerischen Leistungen macht diesen Film zu einem Meisterwerk des Genres. Der legendäre Filmkritiker Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, dass der Film einem „die Sprache verschlagen“ würde. Das Ende sei das schockierendste seit dem Film Der weiße Hai. Der Film sei gleichzeitig eine Studie des menschlichen Verhaltens, was ihn besonders gut mache. Karten gibt es hier. Wir sehen uns am Sonntag im Scala.
Hier sind übrigens die Filme und die Termine für das erste Halbjahr 2024 zum Download.
Ich bin es leid, sehr leid, dass die Rechtsextremisten in unserem Land mehr und mehr Boden gewinnen. Und ich habe Angst davor. Dieses rechte Gedankengut stößt auf fruchtbaren Boden und da müssen Demokraten aller demokratischen Parteien dagegen halten. Ich will dazu auch meinen Beitrag leisten und habe mit meinem Kollegen Stefan Preis eine neue Online-Reihe „NS-Filme kritisch hinterfragt“ ins Leben gerufen.
Jeden Monat diskutieren wir in einem kostenlosen Online-Seminar auf Einladung der Franken Akademie einen NS-Film. Mit dem Start der Seminarreihe am Montag 8. Januar behandeln wir von 18 bis 20 Uhr eines der markantesten Beispiele nationalsozialistischer Filmpropaganda, den NS-Film „Kolberg“ aus dem Jahr 1945. Zur Anmeldung geht es hier lang.
Kolberg wurde unter der Regie von Veit Harlan produziert und diente als Instrument der Manipulation und Propaganda während der späten Phase des Zweiten Weltkriegs. Das Seminar bietet die Gelegenheit, tiefer in die Machenschaften und Strategien des Dritten Reiches im Hinblick auf die Verbreitung ideologischer Botschaften und Beeinflussung der Bevölkerung einzutauchen. Wir werden die historischen Hintergründe beleuchten, die zur Entstehung des Films „Kolberg“ geführt haben. Hierbei werden wir auf die politische und kulturelle Situation im Dritten Reich in den letzten Kriegsjahren eingehen. Und wir werden analysieren, wie der NS-Film „Kolberg“ gezielt zur Verbreitung von NS-Ideologie und zum Schüren von Patriotismus und Opferbereitschaft in der Bevölkerung eingesetzt wurde.
In meinem Newsletter werde ich die anstehenden Termine und Filme informieren. Das nächste Online-Seminar im Rahmen der kostenlose Online-Reihe „NS-Filme kritisch hinterfragt“ ist am Montag, 5. Februar der Film Jud Süß (1940).
Ganz herzlich bedanke ich mich für die tolle Resonanz für meine phantastische Matinee im Scala-Kino in Fürstenfeldbruck. Einmal pro Monat darf ich dort in Absprache mit der Kinoleitung einen wichtigen phantastischen Film zeigen, der Filmgeschichte geschrieben hat. Dazu halte ich einen Vortrag von rund 20 Minuten. Jetzt komme ich der Bitte aus der Community nach und hab zusammen mit Markus Schmölz vom Scala-Kino ein Halbjahresprogramm aufgestellt und Flyer drucken lassen. Hier das Programm.
In der Vergangenheit habe ich am Ende meines Vortrags einen Hinweis gemacht, welche Matinee als nächste Veranstaltung durchgeführt wird. Gleichzeitig wurde der Kartenvorverkauf freigeschaltet.
Jetzt haben wir die Planung für das nächste halbe Jahr fertig und die Kinobetreiber haben den Kartenvorverkauf für alle Filme scharf gemacht. Danke dafür. Vorteil für die Community: Sie haben eine Planungssicherheit. Hier beispielsweise die jüngste Matinee zum Klassiker Suspiria.
Und hier unsere Filmauswahl Januar bis Juni. Start ist immer 10:45 Uhr.
Januar: Carrie – die jüngste Tochter des Satans (1976)
Februar: Poltergeist (1982)
März American Werwolf (1091)
April Bis das Blut gefriert (1963)
Mai Das Omen (1976)
Juni Der Fluch – The Grudge (2004)
Der Flyer liegt im Scala Kino und in der Bäckerei Konditorei Martin Reicherzer in Fürstenfeldbruck aus.
Suspiria wurde 1977 von Dario Argento inszeniert und ist bekannt für seine expressiven Technicolor-Farben und seine dichte Atmosphäre. Im Dezember 2023 hielt ich eine Matinee zu diesem Klassiker des Horrorfilms im Rahmen meiner phantastischen Matinee in Scala Kino Fürstenfeldbruck.
In meinem Vortrag ging ich auf die Entstehung des Hexenfilm uns seine Kameraarbeit ein. Die Kameraarbeit in „Suspiria“ ist sehr kreativ und innovativ. Die Kameraführung ist oft ungewöhnlich und experimentell, was dem Film eine surreale und traumähnliche Qualität verleiht. Die expressiven Technicolor-Farben im Disney-Look sind sehr lebendig und intensiv und tragen zur unheimlichen Atmosphäre des Films bei.
Die Regiearbeit von Dario Argento ist ebenfalls sehr beeindruckend. Er schafft es, eine dichte und unheimliche Atmosphäre zu erzeugen, die den Zuschauer in den Bann zieht. Die Handlung des Films ist zwar nicht immer logisch, aber die starken Bilder und die dichte Atmosphäre machen das wieder wett¹.
Was die Drehorte betrifft, so wurde der Film in verschiedenen Städten in Deutschland und Italien gedreht. Die Tanzakademie, an der die Handlung des Films stattfindet, wurde im Haus Zum Walfisch in Freiburg im Breisgau gedreht. Die Außenaufnahmen der Tanzakademie wurden jedoch in München gedreht. Weitere Drehorte waren Villa Capriglio in Turin, Müller’sches Volksbad und der Flughafen München-Riem und besonders eindrucksvoll der Königsplatz in München.
Die nächste phantastische Matinee findet zum Brian de Palma Film Carrie – die jüngste Tochter des Satans am Sonntag, 14. Januar um 10:45 Uhr im Scala Fürstenfeldbruck statt. Karten gibt es hier.
Ich mag den Regieexzentriker Ken Russell. Zuviel auf einmal darf man von ihm nicht konsumieren, aber immer wieder ein Film im Kino oder im Player, dann öffnen sich neue Horizonte. Ich mag Tommy und ich mag ganz besonders seine Filme Der Höllentrip und Gothic. Jetzt habe ich mir endlich den Der Biss der Schlangenfrau angeschaut.
Leider ist der gute Mann ja 2011 schon verstorben. In der Tradition der Hammer-Filme verarbeite Russell nun die langweilige Geschichte Lair of the White Worm/das Schloss der Schlange von Bram Stoker. Es ist kein besonders guter Roman. Stoker schrieb ihn 1911 als kranker, ausgebrannter, von Geldsorgen geplagter Mann; nur wenige Monate später ist er gestorben. Was bleibt ist sein Dracula.
Aber Ken Russell hat eine interessante Interpretation des Vampirthemas abgeliefert und sehr starken Bilder. Und die Bilder verstören. Für die Hauptrollen verpflichtete Russell einen noch sehr jugendlichen Hugh Grant sowie eine absolut großartige Amanda Donahue und Catherine Oxenberg. Die schauspielerischen Leistungen sind solide, wobei Amanda Donohoe in ihrer Rolle als Lady Sylvia Marsh, die Hauptantagonistin, besonders herausragt. Sie verkörpert die mysteriöse und verführerische Natur der Figur auf fesselnde Weise. Ein junger Hugh Grant und Peter Capaldi ergänzen die Besetzung mit ihren Charakteren und tragen zur Entwicklung der Geschichte bei.
„Der Biss der Schlangenfrau“ ist ein kontroverser, zum Teil humorvoller und einprägsamer Film des Briten, der für seine provokanten und oft polarisierenden Werke bekannt ist. Dieser Film aus dem Jahr 1988 kombiniert Elemente des Erotikfilms, des Dramas und des Horrors, um eine verstörende Geschichte zu erzählen bei der ich mich als Hammer-Fan amüsiert habe. Ken Russell nutzt seine eigene Art der stilisierten visuelle Präsentation, die sowohl faszinierend als auch verstörend ist. Der Film ist setzt auf surreale Bildern, wie wir sie von ihm gewöhnt sind. Seine stark symbolhafte Bildsprache greift mitunter auf manieristische Elemente zurück. Eben ein echter Ken Russell.
Sie war, ist und wird ewig eine Göttin für mich bleiben: Maria Callas. Die Sopranistin feierte ihren 100. Geburtstag und aus diesem Grund wurde das Dezember Konzert von 1958 bild- und tontechnisch überarbeitet und auf die Kinoleinwand gebracht. In meinem Lieblingskino Scala genoss ich die Oper auf großer Leinwand in verwaschenen 4K-Bild aber mit bestem Sound zusammen mit meiner Frau.
Kurz zum Film von Tom Volf. Am 19. Dezember 1958 trat die Opern-Legende Maria Callas das erste Mal in Paris auf. Maria Callas war auf der Höhe ihrer Karriere. Sie hatte schon überall gesungen: an der Scala in Mailand, an der MET in New York, in Covent Garden in London – aber noch nie in Paris. Vor zahlreichen prominenten Gästen wie dem französischen Präsidenten, außerdem Jean Cocteau, Charlie Chaplin sowie Brigitte Bardot gab sie an der prachtvollen Pariser Opéra zahlreiche berühmte Nummern zum Besten. Gesungen hat sie ein Programm mit Arien und Szenen aus Vincenzo Bellinis „Norma“, Verdis „Il Trovatore“ und Rossinis „Il barbiere di Siviglia“. Der komplette zweite Akt bestand aus Giacomo Puccinis „Tosca“.
Die Callas ist eine wunderbare Erscheinung mit roten, langen Abendkleid mit kostbarem Schmuck. Das ist in dieser kolorierten Fassung schon sehr eindrucksvoll, mit ihren stark geschminkten Augen, blauem Lidschatten, roten Lippenstift. Ich kannte bisher nur die SW-Fassung, aber nun in Farbe ist es noch mehr ein Erlebnis. Regisseur Tom Volf hat 2021 in einem Keller in Athen Filmrollen entdeckt und dieses Material akribisch nachbearbeitet und vor allem koloriert. Das 4K hat dem Film nicht gut getan, dazu ist das optische Material zu schlecht, aber es ist eben die Callas in Farbe und das ist großartig.
Maria Callas, geboren am 2. Dezember 1923 in New York City und verstorben am 16. September 1977 in Paris, war zweifellos eine der größten Operndiven des 20. Jahrhunderts. Ihre außergewöhnliche Stimme, gepaart mit ihrer schauspielerischen Begabung und ihrem dramatischen Instinkt, machten sie zu einer unvergesslichen Persönlichkeit in der Welt der klassischen Musik.
Maria Callas‘ Stimme war von einer außergewöhnlichen Reichweite und Vielseitigkeit geprägt. Ihre Fähigkeit, zwischen lyrischen und dramatischen Rollen zu wechseln, war beeindruckend. Ihre Technik erlaubte es ihr, sowohl zarte Pianissimi als auch kraftvolle Fortissimi mit Leichtigkeit zu singen. Ihr Timbre war einzigartig und durchdringend, und sie konnte die emotionalen Nuancen einer Arie mit atemberaubender Präzision ausdrücken.
Was Callas besonders auszeichnete, war ihre Fähigkeit, nicht nur Töne zu produzieren, sondern auch Emotionen zu transportieren. Ihre Interpretationen waren durchdrungen von Leidenschaft, Dramatik und einer tiefen Verbindung zu den Charakteren, die sie darstellte. Sie durchlebte die Rollen auf der Bühne, was ihre Aufführungen zu einzigartigen und unvergesslichen Erlebnissen machte.Ich hätte gerne den Parsifal in Italienisch in einer brauchbaren Aufnahme. Bisher habe ich nur wirklich schlechte Aufnahmen von der Aufführung gefunden. Callas war nicht nur eine herausragende Sängerin, sondern auch eine begnadete Schauspielerin. Sie brachte eine neue Dimension in die Welt der Oper, indem sie die visuelle und emotionale Komponente ihrer Aufführungen intensivierte. Ihr Bühnencharisma und ihre Ausstrahlung fesselten das Publikum und schufen eine tiefe Verbindung zwischen ihr und den Zuschauern.
Wer mit der Callas einsteigen möchte, dem empfehle ich die überarbeitete Version Callas Remastered
Für mich war Ryan O‘Neal immer mit der Figur Redmond Barry verbunden. Natürlich hat O‘Neal großartige Rollen gespielt in Love Story, Papermoon oder Is was Doc, aber er wird für mich immer Redmond Barry aus Barry Lyndon sein. Nun ist Ryan O‘Neal im Alter von 82. Jahren verstorben.
Stanley Kubrick hat die Rolle des Aufstieg und Fall eines irischen Landadeligen mit einer Sorgfalt und Passion inszeniert, dass es einen großartigen Schauspieler wie Ryan O‘Neal brauchte, um den von William Makepeace Thackeray geschaffenen Charakter voll auszuschöpfen. „Ob arm, ob reich, am Ende sind sie alle gleich“, lautete das Fazit des großartigen Films Barry Lyndon. Das Schauspiel von Ryan O‘Neal ist grandios. Barry Lyndon war der einzige Film an dem Kubrick nachträglich nichts mehr verändert hatte. Er ist ein filmisches Gesamtkunstwerk, ein Spiel des Lichts, eine Verbeugung vor der Malerei des 18. Jahrhunderts bei der jede Einstellung stimmt. Scheinbar war Ryan O‘Neal von der Zusammenarbeit mit Kubrick so angetan, dass er seinen Sohn mit Farrah Fawcett mit dem Namen Redmond James Fawcett O’Neal taufte, der am 30. Januar 1985 geboren wurde.
Hier die neueste Folge meines Herzensprojekts Filmriss online. Jeden Monat spreche ich mit meinem Kumpel Markus Schmölz über neue Kinofilme und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Kinos.
Dieses Mal sprechen wir über Girl You Know It’s True, Raus aus dem Teich, Aquaman 2 Lost Kingdom, Hör auf zu lügen, Sterne zum Dessert. Und ich bewerbe meine Matinee Suspira sowie stelle den Soundtrack 2001 Odyssee im Weltraum vor. Viel Spaß.Also viel Spaß mit rund einer halben Stunde Filmriss online, die Dezember-Ausgabe.