Archive for the ‘Aufgelesen’ Category

Allgäuer IT-Cracks entwickeln Fernzugriff für jedermann

29. Juli 2011
Sieht ein wenig aus wie der Mac mini, ist aber eine coole VPN-Lösung.

Sieht ein wenig aus wie der Mac mini, ist aber eine coole VPN-Lösung.

Da sage noch einer, die deutschen IT-Unternehmer seien nicht innovativ. Vor kurzem entdeckte ich eine schöne Idee aus dem Allgäu, die mich absolut überzeugte. Es handelt sich um eine VPN-Lösung. Ja, dergleichen gibt es viele, aber ich habe keine große Lust mich in die Technik einzuarbeiten. Und so eine Lösung für mich als KMU habe ich gefunden: Die Allgäuer COMPUTENT GmbH hat mit COMPUTENT Secure eine Lösung entwickelt, die Mitarbeitern von unterwegs, im Home-Office oder beim Kunden Zugang zu aktuellen Projekt- und Kundendaten gewährt.

Für vertrauliche Daten ist es wichtig, dass diese sicher auf dem Firmen-Server liegen, den Mitarbeitern aber jederzeit aktuell zur Verfügung stehen. Wie VPN baut COMPUTENT Secure einen verschlüsselten Tunnel zum Firmennetzwerk auf, ist dabei jedoch rund 30 Prozent schneller, benötigt keine Installation auf den verwendeten Rechnern und ist über eine Weboberfläche einfach zu administrieren. Besonders bei Firmendaten bin ich noch ein wenig eigen und lasse die Cloud außen vor.

Die Lösung der Allgäuer besteht aus einer Box hinter dem Router im Firmennetzwerk und einem USB-Stick, der den Schlüssel dazu darstellt. Nur durch den Stick und einem beliebigen internetfähigen Mac oder PC kann von daheim, auf Reisen und an fremden Rechnern in der bekannten Büroumgebung gearbeitet werden. Externe Büros können mit dieser Lösung einfach und sicher in die Firmenstruktur eingebunden werden. Mich hat diese Lösung überzeugt.  Und was mich auch gefreut hat: Die Besitzer von COMPUTENT sind alte Hasen im IT-Geschäft. Der Unternehmensgründer Bernd Göring hat viele Jahre in den Entwicklungsabteilungen der Computerhersteller Commodore und Schneider gearbeitet und war unter anderem für den Aufbau von Prototypen und die Erstellung von Testprogrammen für die PC-Entwicklung und Fertigung verantwortlich.

Richtig geärgert: Deutsche Bahn verweigert den O-Saft zum Frühstück

13. Juli 2011
Essen im Bordrestaurant ICE 882 von München nach Nürnberg.

Essen im Bordrestaurant ICE 882 von München nach Nürnberg.

Abenteuer Bahn wieder mal pur. Ich fuhr heute morgen zu einem Social Media-Vortrag nach Nürnberg und nutze dabei den ICE 882, um in aller Ruhe zu arbeiten. Nachdem es mal wieder zu Hause hektisch war, gönnte ich mir im Bordrestaurant ein Frühstück. Als Tisch-Sets hatte die Bahn zahlreiche Angebote nach dem Motto „Genießen Sie unser Frühstücks- und Kuchenangebot“. Aus diesem Angebt entschied ich mich für das „Rührei naturell“ – auf dem Bild mit Kaffee, O-Saft und natürlich Rührei abgebildet. Innerhalb weniger Minuten wurden Ei und Kaffee von der Servicemitarbeiterin Frau Buch serviert. Ich ging meine Unterlagen durch und kurz vor Nürnberg bemerkte ich, dass mein O-Saft noch fehlte. Ich bat Frau Buch daher um meinen ausstehenden O-Saft.

Die Speisekarte lag als Tisch-Set aus.

Die Speisekarte lag als Tisch-Set aus.

Und was bekam ich zur Antwort: „Den gibt es hier nicht dazu.“ Als ich auf die Speisekarte verwies, wurde mir von Frau Buch gesagt: „Das gilt hier nicht. Ich kann einen Orangensaft gerne haben, aber der kostet extra.“ Ich war fassungslos. Als ich nochmals intervenierte, dass ich dieses Angebot auf der Karte bestellte und auch gerne die darin angebotenen Speisen bekommen würde, sagte sie einfach „nein, die Tisch-Sets liegen nur so herum. Ich kann da auch nichts machen. Der O-Saft kostet extra.“ Ich war so überrascht, dass ich bei der Servicemitarbeiterin zahlte (8,20 Euro für einen Kaffee und Rührei ohne O-Saft). Da ich mich Nürnberg näherte und aussteigen musste, konnte ich mich nicht mehr bei ihrem Chef beschweren.

Das Rührei naturell gibt es mit O-Saft oder lese ich falsch?

Das Rührei naturell gibt es mit O-Saft oder lese ich falsch?

Also liebe Bahn: Was versprochen wird, muss auch gehalten werden. Das erkläre ich meinen Kindern und das nennt sich gute Erziehung oder einfach nur Wahrheit. Und wenn es dabei auch nur um einen popligen Orangensaft beim Frühstück „Rührei naturell“ geht. So geht es eben nicht. Das ist schlicht und einfach eine Lüge und eine Unverschämtheit, wie hier mit Kunden umgegangen wird. Ich werde eine entsprechende Mail an die Bahn senden, aber vielmehr werde ich diesen Blogbeitrag verbreiten, damit alle wissen, welchen Service das Unternehmen Zukunft Deutsche Bahn hat – nämlichen keinen.

UPDATE (14.07.2011): Die Deutsche Bahn hat reagiert und mir folgende Mail geschrieben:

Die Meinung unserer Kunden ist uns wichtig und so geben Sie uns die Möglichkeit, Ihnen die Hintergründe zu erläutern. Das von Ihnen erwähnte ausgelegte Tischset stellt ihnen verbildlicht unser Sortiment dar. Hierbei ist bei dem von Ihnen gewählten Rührei naturell sowohl eine Tasse Kaffee als auch ein Glas Orangensaft ohne Preisangabe abgebildet. Diese unverbindliche Produktwerbung soll somit aufzeigen, dass Sie als Kunde die Wahl haben, zu dem Rührei naturell entweder den Kaffe oder den Saft oder aber beide Getränke zu bestellen. Es tut uns leid, dass es zu diesem Missverständnis gekommen ist.

Wir freuen uns, Sie wieder als Gast begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag Maren Reinsch Leiterin Kundendialog

Final Countdown für das Space Shuttle

9. Juli 2011
Atlantis - ready for Take off

Atlantis - ready for Take off

Ich war dabei, als vor rund 30 Jahren am 12. April 1981 sich das erste Space Shuttle Columbiain den Weltraum erhob und zu seinen Jungfernflug ins All aufbrach. Ich war auch dabei, als das letzte Shuttle am 8. Juli 2011 zu seinen letztem Flug abhob. Beide Mal verfolgte ich den Start von einem Bildschirm aus.

Vor rund 30 Jahren war es vor dem Grundig-Fernseher in meinem elterlichen Wohnzimmer. Jetzt war es vor dem Display meines MacBook Pros, als ich den Start live via Ustream im Internet verfolgte. Damals wie heute lief mir ein Schauer über den Rücken. Der Aufbruch der Menschheit in ein neues Zeitalter.

Ich war ein Fan der NASA und der Raumfahrt. Als Science Fiction Fan war es für mich immer ein Abenteuer. Meine Eltern erzählten mir, dass ich auch vor der Glotze mit ihnen als kleiner Mann dabei war, als Neil Armstrong 1969 die ersten Schritte auf den Mond unternahm. Ich weiß davon nichts mehr. Vielleicht wurde damals der Samen für meine Raumfahrt-Begeisterung gelegt, die ich später in Filmen wie  2001, Star Trek oder Star Wars auslebte.

Atlantis - all engines go

Atlantis - all engines go

Bei den Experimenten im All werden auch zwei Handys getestet: Das iPhone 4 und Android-Modell Nexus S. Hoffentlich checken die Astronauten wie schon einmal via Gowalla oder Foursquare out of Space ein. Für das iPhone soll die App „SpaceLab for iOS“ optimiert werden. Damit sollen sich – für US-User – Experimente im All simulieren lassen. Nach der Rückkehr der Atlantis-Besatzung soll die App mit den Ergebnissen der Reise aktualisiert werden. Vielleicht stopft die NASA damit die Haushaltslöcher.

Ich war persönlich sehr erschüttert, als die Challanger live 1986 vor meinen Augen verunglückte. Auch das Columbia Unglück 2003 machte mich nachdenklich. Jetzt wird das Shuttle-Programm nach 135 Flügen aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt. Atlantis wandert nach seiner Rückkehr ins Museum und Tausende von NASA-Mitarbeitern verlieren ihren Job. Um die Raumbasis Alpha 1, nein ISS, zu erreichen, wählen die Raumfahrer die russischen Sojus-Kapseln. Als Nachfolger ist das MPCV-Raumschiff in Entwicklung, das jedoch frühestens 2016 einsatzbereit ist. Die Amerikaner haben im Moment nichts zu bieten und die Weltall-Euphorie ist verflogen. Irdische Probleme haben die Faszination von der Eroberung des Weltenraums verdrängt – schade. Jetzt bleibt mir nur noch mein Traum von Science Fiction.

Atlantis - the final countdown

Atlantis - the final countdown

Gelungene Veranstaltung „Kunst im Stadl“ in Anzhofen

4. Juli 2011

Ich hatte die Veranstaltung „Kunst und Handwerk im Stadl“ irgendwie anders in Erinnerung. Als ich vor gefühlten 100 Jahren in Anzhofen im Landkreis Fürstenfeldbruck war, da war die Veranstaltung „Kunst und Handwerk im Stadl“ eine Scheune und ein paar Stände. Und heute? Es ist eine große Ausstellung rund um Kunst und Handwerk geworden. Zum 16. Mal haben die Organisatoren eingeladen. Und es ist ein Publikumsmagnet geworden.  Die Kulisse ist einzigartig: ein alter Bauernhof mit hohen Stadlgebäuden, einer üppigen Sommerlandschaft mit Obstgärten und Blumen- und Gemüsebeeten.

Ich besuchte die gelungene Veranstaltung, um ein paar neue Impressionen und Ideen zu bekommen. Es wurden dieses Jahr wieder über 80 Aussteller aus ganz Deutschland und Italien von einer Jury ausgewählt. Hochwertiges Kunsthandwerk aus verschiedensten Materialien und Bereichen, sowie Bildhauerarbeiten und Malerei von unterschiedlichen Künstlern werden präsentiert. Die Palette reicht von Plastiken, Skulpturen und Objekten bis hin zu Goldschmiedearbeiten, Textiles, Metallkunst, Holz, Keramik, Papier, Raku, Lederarbeiten, Glaskunst, Gartenobjekte. Rund 80 Aussteller kamen zwei Tage aufs Land und mehrere Tausend Besucher kamen aus ganz Oberbayern. Darunter auch die üblichen Verdächtigen mit Jutebeutel und Brotsack.  Ich habe einen kleinen Film mit dem iPhone gedreht. Viel Spaß.

Michael Jackson Denkmal in München

25. Juni 2011

Heute jährt sich zum zweiten Mal der Todestag von Michael Jackson. Ich kann von mir nicht behaupten, ein Fan des selbsterkannten King of Pop gewesen zu sein und auch sein Tod hat nichts daran geändert. Mir gefällt seine Musik einfach nicht, aber egal.

Bewunderswert ist allerdings, wie einst Jackson und heute seine Erben den Musiker zu Geld machen. Aber so ist das Showbusiness und keine reine Eigenart von Michael Jackson. Ich finde den Streit, der seit Jahren wegen in Jackson in München tobt, allerdings viel interessanter. Vor dem Hotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz steht ein Denkmal Orlando di Lasso. Fans von Jackson verwandelten das Denkmal kurzerhand in ein Mahnmal zu Ehren ihres Helden um. Sie schmücken es mit Bildern, zahlreiche Fans legen Briefe ab und immer wieder werden Kerzen angezündet. Die Verehrung des Stars kennt keine Grenzen. Es erinnert mich an das Grab von Jim Morrison in Paris, zu dem Fans der Doors hinpilgern. So eine Pilgerstätte könnte das Denkmal von Jackson Verzeihung di Lasso auch werden, in abgespeckter Version versteht sich.

Das Ganze ist voller Ironie. Irgendwie nett, schließlich war Orlando di Lasso einer der bedeutendsten Komponisten der Hochrenaissance. Jackson war zumindest einer der bedeutendsten Entertainer und Musikstars des 20. Jahrhunderts. Ich denke, die meisten Jackson-Fans sind sich dieser Ironie über die Ortswahl gar nicht bewusst. Für sie ist der Promenadeplatz wohl nur der Ort, bei dem Jackson sein Kind aus dem Fenster des Bayerischen Hofes gehalten hat als er in München auf Tour war. Über den Geisteszustand des Musikers will ich mich als Vater hier nicht auslassen. Aber die Fans schrien nach Jacko, er möge sich am Fenster zeigen.Das tat der Herr dann auch und hielt unter anderem sein Kind über die Brüstung. Da ist der Promenadeplatz sicherlich der richtige Ort für ein Jackson-Denkmal in München.

Ich wäre für ein Jackson-Denkmal in München. Und ich denke, Orlando di Lasso würde auch nicht böse sein. Das Ganze bringt ein wenig Leben in die Stadt.

Konzeptstudie: Erdgasauto MILA überzeugte

23. Juni 2011

Vor kurzem durfte ich eine Podiumsdiskussion im Auftrag von Greenfield moderieren. Sie drehte sich um Erdgasautos – meiner Meinung nach eine bessere Alternative als die derzeit populären Elektroautos. Die Diskussion war das Ende eines interessanten Symposiums über Erd- und Biogas. Am Rande des Symposiums gab es auch eine Ausstellung und dort entdeckte ich MILA.

Dies ist eine super interessante Konzeptstudie eines Erdgasfahrzeugs. Auf dem Genfer Automobilsalon 2011 im Februar präsentierte MAGNA STEYR das fünfte Konzeptfahrzeug aus der Innovationsfamilie MILA (Magna Innovative Lightweight Auto). Ich hatte die Chance, das Fahrzeug näher anzuschauen.

MILA Aerolight ist ein kompaktes, viersitziges Erdgasfahrzeug im A-Segment, das bei einem Gewicht von 700 kg einen CO2-Ausstoß von 55 g/km nicht übersteigt. Aerolight steht für erlebbaren Leichtbau. Ein hochdynamisches Styling sowie die Verwendung von Werkstoffen aus der Luftfahrt zeichnen dieses Fahrzeugkonzept aus.

Die wesentlichen Charakteristiken des MILA Aerolight sind laut MAGNA STEYR:

• Konsequente Gewichtsreduktion durch intelligente Werkstoffkombinationen und Konstruktionsprinzipien

• Effizienter und CO2-armer Erdgasantrieb (CNG)

• Völlig neues Fahrzeugkonzept, das anregendes Design mit innovativem Leichtbau kombiniert und dabei Sicherheit, Sportlichkeit und ein maximales Fahrerlebnis bietet

Das ist schön und gut, mich faszinierte aber eher die Designphilosophie: MILA Aerolight definiert Purismus und Nachhaltigkeit als neue Werte. Ästhetik und Technik ergänzen sich in einer klaren Formensprache, die beim Betrachter Emotionen weckt. Charakteristische Merkmale machen über das Design den Leichtbau als Mehrwert erlebbar. Die schwarze Fahrgastzelle vermittelt ein hohes Sicherheitsgefühl. Die schwebende Außenhaut schließt die Form und repräsentiert Leichtigkeit sowie ideale aerodynamische Eigenschaften. Die Kombination von fühlbarem Leichtbau und wahrnehmbarer Sicherheit gibt neue Anregungen im Kleinwagensegment. Diese Konfiguration spricht durch ihre dynamische Anmutung Design- und Technikbegeisterte an.

Für mich als Ford-Mustang-Fan ist die Technikphilosophie von Interesse.  Ein Multimaterialsystem bildet die Basis des Konzeptfahrzeugs MILA Aerolight. Dieses System zeichnet sich durch den Einsatz des richtigen Werkstoffes an der richtigen Stelle aus. Dies führt zu neuen Struktur- und Funktionseigenschaften. Die Karosserie besteht aus einem Strukturrahmen mit polymerer Außenhaut, der an die Belastung optimal angepasst ist. Basierend auf Wabenstrukturen und innovativen Verbundwerkstoffen werden deutliche Gewichtsreduktionen erzielt. Dabei werden sämtliche Sicherheitsanforderungen, insbesondere im Bereich Fußgängerschutz, bei gleichzeitiger Verbesserung der Dämm- und Akustikeigenschaften erfüllt. Darüber hinaus sind Modullösungen mit integrierten Funktionen verbaut. Dazu gehören beispielsweise eine Achse mit Stabilisatorfunktion, eine in die Struktur eingelassene Rücksitzbank sowie ein digitales Sichtsystem.

Ein 2-Zylinder-CNG-Motor bildet die Basis des Antriebssystems. Das Erdgas wird in einem 55 Liter fassenden Hochdrucktank gespeichert. Dies entspricht einem Gasgewicht von 8 kg. Der Tank ist in Form eines Zylinders im Mitteltunnel des Fahrzeugbodens und unter Berücksichtigung einer optimalen Raumausnutzung integriert. Im Hinblick auf die Fahrzeugsicherheit bietet diese Positionierung des Druckspeichers erhebliche Vorteile gegenüber nachgerüsteten Systemen.  Zudem ergeben sich dadurch – verglichen mit herkömmlichen mehrteiligen Tanksystemen – deutliche Kosteneinsparungspotenziale, da nur ein Druckbehälter verwendet wird. Die Behälterkapazität ist auf eine Reichweite von etwa 400 km ausgerichtet und somit voll alltagstauglich.  Oh, da bleib ich lieber beim V8 des Mustangs.

Dennoch: Die Kombination von innovativen Leichtbauansätzen mit einem effizienten und reduzierten CNG-Antriebssystem ermöglicht sehr geringe CO2-Emissionen von maximal 55 g/km. Aktuell repräsentiert dies im Kleinwagensegment den Minimalwert, der durch Anreicherung mit Biogas sogar noch weiter abgesenkt werden kann. Ich muss zugeben, dass Fahrzeug hat mich begeistert und die Konzeptstudie konnte mich überzeugen.

Social Media: QR-Code für mobile Konsumenten (auch in Kunstausstellungen)

13. Mai 2011
QR-Code auf einem T-Shirt.

QR-Code auf einem T-Shirt.

Aufmerksame Beobachter werden in jüngster Zeit verschiedene schwarzweiße Quadrate mit Strichmustern in der Öffentlichkeit bemerken, die ihnen auf Postern oder auf Postkarten begegnen. Das ist ein QR-Code. Das Teil ist ziemlich alt, bekommt aber durch Social Media ein neues Revival. Der QR-Code (engl. Quick Response, „schnelle Antwort“, als Markenbegriff „QR Code“) ist ein zweidimensionaler Strichcode (2D-Code), der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde, sagt uns Wikipedia.

Hinter dem Code verbirgt sich in der Regel eine Webadresse. Der User braucht nur noch ein entsprechendes Lesegerät und kann den Code einscannen und wird sofort weitergeleitet. Das ist simple, genial und einfach. Mein iPhone verfügt über eine Kamera und die App i-nigma, die ich verwende, erkennt den Code sofort und zack bin ich auf einer Website. Das ist bequemer als ein stumpfsinniges Abtippen von WWW-Adressen.

In der Regel werden diese QR-Codes benutzt, um Usern ein Angebot auf einer Website zu machen. Böse Leute könnten natürlich darüber mein Smartphone angreifen.

QR-Code in einer Ausstellung.

QR-Code in einer Ausstellung.

Neulich habe ich aber einen noch besseren Einsatz gesehen. QR-Codes in einer Ausstellung. Sie kennen das? Sie laufen durch eine Ausstellung und finden ein Exponat interessant. Auf einer viel zu kleinen Tafel steht dann in Deutsch und Englisch, was der Künstler uns sagen wollte. Aber in der Regel sind die Texte zu kurz und dadurch nur oberflächlich. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Objekt geschieht mangels Informationen nicht. Ich müsste im Katalog nachlesen, was ich aber in der Regel nicht mache, weil ich zu faul oder schon wieder abgelenkt bin.

Da kommt der QR-Code ins Spiel. In einer Kunstausstellung von Jin-Ho Jeton auf der FMX in Stuttgart habe ich unter den Bildern den QR-Code gesehen. Ich wurde auf die Website des Künstlers weitergeleitet und konnte so mehr über die Beweggründe erfahren. Das war eine Kunstausstellung, die ich wirklich genossen habe. Sie hat mir die Augen geöffnet. Kunst bleibt nicht nur an der Oberfläche, sondern geht in die Tiefe, fordert Emotion und Intellekt gleichermaßen.

An der FH habe ich zudem ein Plakat gesehen, auf dem der Prof seine Skripte und das Vorlesungsverzeichnung über einen QR anpreist. Die Idee finde ich großartig. Kritiker werden sagen, dass QR wieder Leute ausgrenzt, die eben kein internetfähiges Mobiltelefon haben. OK, Einspruch akzeptiert, aber ich mach trotzdem weiter.

Ich werde das QR-Thema gleich umsetzen. Im Oktober darf ich eine große Frisurenshow, die HAARE 2011, mitorganisieren. An einem Stand hängen dort zahlreiche aktuelle Frisurenbilder. Friseure aus ganz Deutschland besuchen die Veranstaltung und den Stand. Dort diskutieren sie in der Regel, wie die Frisur geschnitten wird. Bisher konnte ich aus optischen Gründen keine Erklärungen unter die Bilder hängen. Aber dank dem QR-Code kann ich die Ausstellung virtuell weiterführen und Schnitttechniken erläutern. QR-Software gibt es kostenlos im Web. Im Moment verwende ich diesen kostenlosen QR-Generator goqr und bin gut gefahren.

Selbst die Bahn setzt auf QR.

Selbst die Bahn setzt auf QR.

Video vom Osterfeuer 2011

24. April 2011

Ein kleines Video zum Osterfeuer 2011 in Maisach, LK Früstenfeldbruck. Viel Spaß beim Schauen. Die Musik stammt von Dosch Design.

Ostern: Roboter bemalt Ostereier

24. April 2011
Dieser Robo bemalt Ostereier.

Dieser Robo bemalt Ostereier.

Rechtzeitig zu Ostern gab mir mein Twitter Kollege @Julianreischl einen schönen Tipp. Als Robo-Fan brauche ich so etwas zu Ostern. Die perfekte Eier-Bemalmaschine. Es ist ein Open Source-Robot, der Eier oder Golfbälle oder ähnliches bemalt. Es können Materialien von 3 bis 10 Zentimeter eingespannt werden. An den Rechner per USB anschließen, Software laden und los geht die Eierproduktion. Die Vorlagen basieren auf Inkscape, dem Open Source-Ersatz von Adobe Illustrator. Schau mit auf dieser genialen Website und sucht nach Egg. Da gibt es auch Hardware-Upgrades für die Eiermaschine.

Mit der Maschine wird der proletarische Osterhase arbeitslos oder steigt als Unternehmer ins industrielle Zeitalter ein. Ich sage voraus: Bald bilden sich Hasengewerkschaften und die Hasenindustriellen müssen sich auf einen Hasenaufstand der geknechteten Osterhasen einstellen.

Lego-Hülle fürs iPhone und iPad

21. April 2011
Lego-Hülle fürs iPhone und iPad

Lego-Hülle fürs iPhone und iPad

Ich habe einen neuen Blickfang. Als Lego-Fan musste ich zuschlagen, als ICU eine iPhone-Schutzhülle im Lego-Design auf den Markt brachte. Wer diesen Blog kennt, dass meine Liebe Lego gehört. Sohn und Tochter sind auch dem Star Wars Universum von Lego verfallen. Jetzt kommt Lego aufs iPhone für rund 26 Euro und iPad für 30 Euro. Wenn’s mal wieder länger dauert, in langweiligen Meetings oder auf Bahnfahrten, liefert iCU mit dem neuen Hard Case BRICKS die ideale Ablenkung. ICU Bricks umschließt iPhone und das iPadt zuverlässig und bildet mit den Noppen auf der Rückseite die Plattform, um die mitgelieferten Steinchen, Sternchen oder Blümchen oder die Lego-Steinchen der Kinder nach Herzenslust zu verbauen. Ich habe die rote Hülle gewählt und meine Kinder haben das iPhone in ihre Lego-Welten verbaut. Ich habe mir einen Kamera-Halter aus Lego gebaut, um besser mit dem iPhone filmen zu können.

ICU hat zu ICU Bricks einiges an Zubehör beigefügt, schließlich kostet die Hüller rund 30 Euro. 2 Dockadapter in Schwarz und Weiß, 2 Schutzfolien, 4 Anschluss-Protektoren und ein Y-Adapter für einen zweiten Kopfhöreranschluss. Für den Anfang sind im Lieferumfang fünf Bausteinchen sowie je ein Stern, ein Herz und eine Blume enthalten. Meine Tochter hat die Blume ins Herz geschlossen und ich trage mein iPhone mit Blume verziert. Die BRICKS gibt es in Rot, Blau, Gelb, Grün, Schwarz und Durchsichtig.