Immer wieder kommt die Frage, warum mein kleines Unternehmen redaktion42 heißt. Meine Antwort ist schlicht, weil ich ein Fan von Douglas Adams und seinen Romanen Per Anhalter durch die Galaxis bin, bei dem die 42 eine wichtige Rolle spielt.
Immer wieder stoße ich auf die Zahl 42, wie unglängst in Prag bei einer Straßenbahnlinie. Keine Angst, es wird nicht eine Bessenheit wie 21, die Insider und Illuminaten verstehen mich.
Aber im Lokschuppen Rosenheim begegnete ich auch meine Zahl 42 in einem anderen Zusammenhang. Es ist eine einzigartige Würdigung aus dem Sport. In diesem Genre habe ich massive Wissenslücken.
Jackie Robinson war ein amerikanischer Baseballspieler, der als erste afroamerikanische Person in der Major League Baseball (MLB) spielte. Er durchbrach 1947 die Rassenschranken im professionellen Baseball, als er für die Brooklyn Dodgers auflief, zu einer Zeit, als die Liga noch stark segregiert war. Sein Debüt markierte einen entscheidenden Moment im Kampf gegen Rassismus im Sport und in der amerikanischen Gesellschaft.
Die Zahl 42, die Robinson auf seinem Trikot trug, ist symbolisch für sein Vermächtnis. Sie wurde in der gesamten MLB im Jahr 1997, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seines historischen Debüts, als Ehrung für ihn dauerhaft zurückgezogen. Kein Spieler darf seitdem in der Liga diese Nummer tragen, mit Ausnahme des 15. April jeden Jahres, dem „Jackie Robinson Day“. An diesem Tag tragen alle Spieler in der MLB die Nummer 42, um an Robinsons bahnbrechende Leistung und seinen Beitrag zur Bürgerrechtsbewegung zu erinnern. Also ist die Zahl 42 durchaus eine politische Zahl.
Es gibt Leute, die sammeln Streichholzschachteln. Es ist Leute, die sammeln Bierdeckel. Und es gibt Leute wie Jan Eric Hauber, die sammeln Filmrequisiten. Markus Elfert vom Filmreport und Matthias J. Lange von redaktion42 haben diesen sympathischen Sammler im Lokschuppen in Rosenheim zum Interview getroffen.
Bei ihm begann es mit der TV-Serie Magnum. Von 1980 bis 1988 flimmerte die unterhaltsame Serie mit acht Staffeln über unsere TV-Schirme und wir saßen vor der Glotze, um die Abenteuer auf Hawaii von Thomas Sullivan Magnum IV und Jonathan Quayle Higgins III, dem roten Ferrari und den Dobermännern zu genießen.
Jan Eric Hauber war einer von uns TV-Enthusiasten und bei ihm wurde die Lust aufs Sammeln geweckt. Ab 1999 suchte Hauber, der im Hauptberuf Kunstlehrer und passionierter Jazzmusiker ist, auf eBay nach Filmrequisiten zu Magnum. Ein Saxophon aus der Serie war der Start der Sammlung, die größer und größer wurde. Hauber kam als Fan zum Sammeln und die Käufe waren nicht als Geldanlage gedacht, wie es heute manche so genannte Sammler tun. „Es ist eine Herzenssache“, gibt es offen im Interview zu. In unserem Interview erzählt Jan Eric Hauber viel von seinen Objekten wie Operation Walküre bis hin zu seinem Schatz Shaun das Schaf.
Übrigens, den Ferrari aus Magnum besitzt Hauber nicht, dafür drei Originalnummernschilder des Fahrzeugs und unglaublich viele Requisiten aus der Serie. Das größte Magnum-Objekt ist ein VW-Bus mit der Lackierung Island Hoppers, der verschrottet werden sollte. Heute steht das Auto in Franken.
Ein Kämpfer für den Film Aber Jan Eric Hauber ist nicht nur ein Sammler, er ist auch ein Kämpfer für den Film. Es stellt sich die Frage, warum hat Bayern kein Filmarchiv hat, wo solche Filmrequisiten ausgestellt und wissenschaftlich zugänglich gemacht werden. Filmproduktion ist im Freistaat ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, aber die wissenschaftliche Aufarbeitung des Thema in Form einer Archives ist nicht vorhanden.
Frankfurt, Düsseldorf oder Berlin haben solche Institutionen, aber in Bayern fehlt so etwas. Die Bavaria oder Arri würden sich natürlich hier anbieten, aber auch andere Standorte kämen in Frage. Die Dokumente des Münchner Regisseurs Helmut Dietl werden beispielsweise in Berlin aufbewahrt, obwohl München und der Freistaat sich immer wieder mit den Münchner Geschichten, Kir Royal, Monaco Franze und andere Dietl-Werke brüsten. „Das gehört zu uns nach Bayern, nach München“, so die Bitte von Jan Eric Hauber, der das Gespräch mit den Verantwortlichen aus der Politik sucht und gerne zur Verfügung steht. Weitere Beispiele sind Requisiten und Originale von Rainer Werner Fassbinder oder die Winnetou-Kostüme von Rialto. Es ist so vieles vorhanden, aber nichts professionell archiviert und aufbereitet. Das wäre eine Kulturförderung, die dem Filmstandort Bayern gut zu Gesichte stünde.
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen und hin und wieder gönne ich meinem Leib und meiner Seele etwas Besonderes. Da kam Denis Kleinknecht mit seinem Event Wine & Dine gerade recht, um in illustrer Runde die Seele baumeln zu lassen und zu genießen. Der Gasthof Heinzinger in Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck hatte den Sommelier Simon Graßmück vom gleichnamigen Weingut aus Birkweiler/Pfalz zu Gast. Was soll ich sagen? Essen und Trinken auf hohem Niveau und dazu blendende Unterhaltung durch den Storyteller und Winzer Simon Graßmück.
Die deutsche und internationale Weinwelt ist sich einig über die absolute Qualität dieser Weine und ich weiß, wo ich im Sommer mal ein paar Tage verbringen werde. Die Jury der Jungen Pfalz meinte beispielsweise über das Weingut. „Der moderne Betrieb ist den Verkostern direkt als Birkweiler Burgunder-Wunder aufgefallen. Mit seinen feinfühlig komponierten Weinen versteht es Simon Graßmück das Terroir bester Birkweiler Lagen perfekt auf die Flaschen zu übersetzen. Jugendlich frisch und authentisch spiegeln sie ihre Herkunft als Artefakte der südlichen Pfalz.“ Das hat mich neugierig gemacht und der Abend wurde zu einem Erlebnis mit Tradition.
Das Weingut Grasmück in Birkweiler nahe der französischen Grenze wurde 1667 gegründet. Der junge Mann, der zu den beliebtesten Jungwinzern in Deutschland gehört, hat das Gut vom Vater übernommen, der sich nächstes Jahr komplett zurückziehen will. Es ist jetzt die 13. Generation, die die über 11 Hektar Rebfläche bewirtschaftet. Und Simon Graßmück versteht sein Handwerk und geht immer neue Wege. „Simon Grasmück experimentiert auch gerne und zeigt Mut, wie sein Quantum S belegt, eine ungewöhnliche, im Barrique ausgebaute Cuvée von Chardonnay, Sauvignon Blanc und Scheurebe, die Dichte und fruchtigen Charme ausweist.“, urteilt das Fachmagazin falstaff.
Also großartige Weine von Simon Graßmück und großartiges Essen von Denis Kleinknecht – das Leben kann so schön sein.
Wenn der Winzer aus der Pfalz kommt, dann muss als Amuse Bouche auch traditionelle Pfälzer Kost auf den Tisch des Gasthauses und das bedeutet Pfälzer Saumagen. Leider findet sich der Saumagen aus der Pfalz kaum noch bei Metzger in der Ursprungsregion, sondern es ist oftmals reine Industrieware. Da war es für den Urbayern Denis Kleinknecht eine besondere Herausforderung einen Saumagen auf hohem Niveau zu kreieren. Das Ergebnis überzeugte absolut und die illustre Runde im Gasthaus Heinzinger war ab sofort Fan des Pfälzer Saumagens. Auch der Kohl hätte seine Freude gehabt.
Weiter ging es mit Kohlrabi, Kohlrabi, Kohlrabi und nochmals Kohlrabi. Ich wusste gar nicht, wie gut Kohlrabi schmecken kann. Bisher war es bei mir nur eine Zutat im Salat.
Es ist Oktober und da darf Kürbissuppe nicht fehlen und dazu gab es ein Kräuter Ei. Wie die Kräuter um das Ei kommen, wollte Denis Kleinknecht nicht verraten, aber gefragt haben wir trotzdem.
Für mich das Highlight des Abends war eine Garnele in Ravioli in Safran. Alle Gäste am Tisch waren vollends begeistert.
Die Goldforelle mit Blumenkohl und Kokos war ein weiteres Erlebnis von dem man nicht genug haben kann.
Und ebenso Begeisterung rief das Rinderfilet in Hanfasche hervor, dazu Pastinake und Rotweinschalotte.
Ich bin kein süßer Nachspeisenfan, aber der essbare Beeren-Korb mit Nougat-Parfait-Praline überzeugte mich absolut.
Die Weine des Abends waren ein 2023 Birkweiler Mandelberg Chardonnay Spätlese, trocken, ein 2022 Sauvignon Blanc, trocken, ein 2022 Birkweiler Königsgarten Pinot Noir, Blanc de Noir, feinherb, ein 2022 Birkweiler Kastanienbusch Riesling Spätlese, halbtrocken, ein 2023 Birkenweiler Kastanienbusch Riesling Kabinett When the Sun goes down, ein 2020 Birkenweiler Rosenberg Chardonnay Reserve „S“ trocken und ein 2022 Birkenweiler Rosenberg Pinot Noir Rotwein Reserve „S“, trocken.
Es gibt sie noch, die kleinen, aber feinen Perlen und dies auch bei einem Künstler bei dem ich dachte, ich kenne schon viel. Nein, bei Peter Thomas ist es wieder soweit. Es erscheint dieser Tage eine neugestaltete und neuzusammengestellte Compilation von Musik aus den Edgar Wallace Filmen. Und auch unveröffentlichte Schätze.
Der leider verstorbene Peter Thomas war der Hauskomponist der Rialto-Filme, die mich als Kind faszinierten und mich heute weitgehend amüsieren. Ich hab mir die Komplettbox der Filme angeschafft. Und nun veröffentlicht das kleine, spezialisierte Label Allcore diesen musikalischen Leckerbissen auf CD und Vinyl. Dietmar Bosch hat mir eine Vorab-CD zugeschickt, nachdem die limitierte Special Edition auf rotem Vinyl geordert habe, die in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.
Es gab 2000 vom gleichen Label schon mal ein Album mit Musik aus Edgar Wallace-Filmen, aber hier mussten sich Peter Thomas und der auch großartige Martin Böttcher den begrenzten Platz auf dem Album teilen. Jetzt hat Peter Thomas ein ganzes Album mit seiner Edgar Wallace Musik für sich – und das steht im sicher zu. In Zusammenarbeit mit Philip Thomas, der den Nachlass seines Vaters Peter Thomas verwaltet, ordnet und sichtet, hat Dietmar Bosch einen wahren Leckerbissen auf den Markt gebracht.
Mit den deutschen Edgar-Wallace-Filmen, überwiegend produziert von der Rialto Film, entstand zwischen 1959 und 1972 die am längsten fortgesetzte Kinofilmreihe der Deutschlands. Die Verfilmungen der Werke des britischen Kriminalschriftstellers waren von Anfang an ein großer Erfolg, was nicht zuletzt auch am unkonventionellen Einsatz signifikanter Musik lag. „Hallo hier spricht Edgar Wallace“ und dann Schüsse aus einem Maschinengewehr – was hab ich mich als Kind davor gefürchtet.
Für den unverwechselbaren Sound fast der Hälfte dieser Thriller (18 von 38) zeichnete Peter Thomas verantwortlich. Dabei konnte er sich, je nach Budget, ordentlich austoben: Schreie, Schüsse, das Klacken von Schnappmessern – es wurde eingebaut, was gefiel. Und wenn man die Scheibe über Kopfhörer hört, gehen diese oft leise eingespielten Effekte voll auf die Birne – genial. Auf dem hier vorliegenden Album sind alle 17 Titelmusiken und sechs weitere Stücke enthalten, die Peter Thomas zwischen 1961 und 1971 für die Wallace-Reihe schrieb. Es ist somit die erste Compilation, die alle von Peter Thomas mit Musik versorgten Filme der Reihe umfasst. Darunter sind fünf Erstveröffentlichungen. Auf der CD finden sich außerdem vier Bonustracks, die sich bereits auf der längst vergriffenen Best of Edgar Wallace-CD von 2000 befanden. Also unbedingt zugreifen und sich ein Exemplar sichern, denn es ist unmöglich von Edgar Wallace bzw Peter Thomas nicht gefesselt zu sein.
Ich habe ihn nochmals gesehen. Ich habe fast geweint. Ich bin glücklich. Es war irgendwie auch ein Abschiednehmen von einer langen Freundschaft. Ich habe den 83jährigen Bob Dylan jetzt nochmals in Nürnberg gesehen und ich glaube nicht, dass ich HisBobness nochmals auf einer Europatour erleben darf.
Zum zweiten Mal durfte ich ein Konzert seiner „Rough and Rowdy Ways Tour“ besuchen. Berlin hatte nicht geklappt, aber in Nürnberg war ich ziemlich weit vorne mit dabei. Zwei Stunden spielte er zusammen mit seiner bewährten Tourband sein Set. Wer Gassenhauer hören wollte, der ist bei Dylan an der falschen Adresse. Zwar spielte er ein paar Klassiker, doch musste man – wie gewohnt – ein geschultes Ohr haben, um die Interpretationen zu erkennen. Für mich die musikalischen Highlights waren When I Paint My Masterpiece und Watching the River.
Das Wegsperren der Smartphones ist beim Meister üblich und so konnte ich ein Konzert ganz ohne Displays genießen. Aufmerksam lauschten die meist älteren Fans und huldigten ihm nach jedem Song mit Applaus. Im Netz ist nur dieses Bild von einem Halodri aufgetaucht, der sich nicht an die Regel hielt.
Und dann geschah etwas, was doch schon etwas seltsam und ungewöhnlich ist. Der Meister bedankte sich. „Der Meister spricht zu uns!“ Kam mir in den Sinn und musste grinsen. Noch mehr freute es mich, dass der 83 ab und zu hinter seinem Klavier hervorkam und so etwas wie Tanzschritte machte, Ach Bob, es war einfach schön. Musikalisch auf hohem Niveau, unterhaltsam und redselig wie selten – der Abend in der Frankenhalle war für alle ein Gewinn.
Dann hieß es Abschied nehmen. Der Zug nach München wartete nicht und so war kein Fachsimpeln mit anderen Fans nicht möglich. So reiste ich mit einem Grinsen im Gesicht nach Hause und sag einfach danke Bob.
Ich mag Kaffee und ich mag Kaffeehäuser.Zeit also mal einen Blick auf die Kaffeekultur zu werfen, die sich hat sich von einem exotischen Getränk zu einem globalen Phänomen entwickelt hat, wobei Cafés als soziale und kulturelle Zentren fungieren. Bei uns im Dorf gibt gibt es kein klassisches Kaffeehaus, aber unsere Eisdiele verwöhnt mich mit Kaffeespezialitäten und ein Bäckereikunde von mir schult seine Mitarbeiterinnen immer wieder für den optimalen Kaffee. Und es ist ein Ritual in sozialen Netzwerken zum Tagesstart erst mal einen Kaffeepost abzusetzen.
Die Kaffeekultur hat sich über die Jahrhunderte stark gewandelt und ist heute ein fester Bestandteil unseres Alltags. Ursprünglich als exotisches Getränk aus dem Orient bekannt, hat sich Kaffee zu einem weltweiten Phänomen entwickelt. Cafés spielen dabei eine zentrale Rolle und sind mehr als nur Orte, um Kaffee zu trinken. Sie sind Treffpunkte, Arbeitsplätze und kulturelle Zentren.
In der modernen Gesellschaft ist Kaffee nicht nur ein Getränk, sondern ein Erlebnis. Die Art und Weise, wie wir Kaffee konsumieren, spiegelt oft unsere persönlichen Vorlieben und unseren Lebensstil wider. Von der Wahl der Bohnen bis zur Zubereitungsmethode gibt es unzählige Möglichkeiten, Kaffee zu genießen. Diese Vielfalt hat zur Entstehung einer reichen Kaffeekultur geführt, die ständig im Wandel ist. Bei mir zu Hause ist der Start der Siebträger ein festes Ritual und auch bei Reisen unterwegs habe ich meine mobile Kaffeemaschine dabei.
Wenn ich in Wien bin, genie0e ich Kaffee und Architektur. Der Einfluss der Kaffeekultur zeigt sich auch in der Architektur und dem Design von Cafés. Sie sind oft stilvoll eingerichtet und bieten eine einladende Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Ob in der Stadt oder auf dem Land, Cafés sind Orte der Begegnung und des Austauschs, die das soziale Gefüge unserer Gesellschaft bereichern.
Geschichte der Cafés Die Geschichte der Cafés reicht weit zurück und beginnt im 16. Jahrhundert im Nahen Osten. Damals entstanden die ersten Kaffeehäuser in Mekka und Kairo. Diese Orte waren nicht nur für den Kaffeegenuss bekannt, sondern auch für Diskussionen und den Austausch von Ideen.
Im 17. Jahrhundert erreichte die Kaffeekultur Europa. Das erste europäische Café eröffnete 1645 in Venedig. Bald darauf folgten weitere Städte wie London, Paris und Wien. Diese Cafés wurden schnell zu wichtigen Treffpunkten für Intellektuelle, Künstler und Geschäftsleute.
Im 18. und 19. Jahrhundert erlebten Cafés einen Aufschwung und wurden zu kulturellen Zentren. Sie boten Raum für politische Debatten und literarische Salons. Berühmte Persönlichkeiten wie Voltaire und Mozart waren regelmäßige Gäste in den Cafés ihrer Zeit.
Mit der Industrialisierung und dem Aufkommen der Massenproduktion wurde Kaffee für viele Menschen zugänglich. Dies führte zur Verbreitung von Cafés in Städten weltweit. Heute sind sie aus dem städtischen Leben nicht mehr wegzudenken und haben sich zu einem festen Bestandteil der urbanen Kultur entwickelt.
Veränderungen im Konsumverhalten Das Konsumverhalten rund um Kaffee hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Früher war Kaffee vor allem ein Morgenritual, doch heute wird er zu jeder Tageszeit genossen. Diese Entwicklung hat zu einer Vielzahl von neuen Kaffeevarianten und Zubereitungsmethoden geführt. Ein wesentlicher Trend ist der individuelle Kaffeegenuss. Viele Menschen legen Wert auf die Herkunft und Qualität der Bohnen. Sie bevorzugen fair gehandelte und biologisch angebaute Produkte. Diese bewusste Auswahl spiegelt ein gestiegenes Umweltbewusstsein wider.
Ein weiterer Aspekt ist die Personalisierung des Kaffeegenusses. Kunden können in vielen Cafés ihre Getränke nach Belieben anpassen. Ob mit pflanzlicher Milch, speziellen Aromen oder verschiedenen Süßungsmitteln – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.
Auch die Technologie hat das Konsumverhalten beeinflusst. Mit Apps und Online-Bestellungen wird der Kaffeekauf einfacher und schneller. Dies hat die Erwartungen der Kunden an Service und Qualität erhöht und die Konkurrenz unter den Cafés verstärkt.
Die soziale Funktion von Cafés Cafés erfüllen eine wichtige soziale Funktion in der modernen Gesellschaft. Sie sind Orte der Begegnung, an denen Menschen zusammenkommen, um zu kommunizieren und sich auszutauschen. Diese Funktion macht sie zu einem wichtigen Bestandteil des städtischen Lebens.
In Cafés treffen sich Freunde, Kollegen und Familien, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Sie bieten eine entspannte Atmosphäre, die Gespräche fördert und soziale Bindungen stärkt. Auch für Geschäftsleute sind Cafés beliebte Treffpunkte für informelle Meetings und Networking. Aus den USA kam die Starbucks-Unkultur zu uns. Und auch ein Phänomen, dass viele Menschen mit ihrem Kaffeebecher durch die Gegend rennen.
Darüber hinaus sind Cafés oft Schauplätze für kulturelle Veranstaltungen. Lesungen, Konzerte und Kunstausstellungen finden hier regelmäßig statt und ziehen ein vielfältiges Publikum an. Diese Veranstaltungen tragen zur kulturellen Vielfalt und Lebendigkeit der Städte bei. Ich war neulich im Münchner Café Luitpold zu einer Lesung.
Für viele Menschen sind Cafés auch ein Rückzugsort. Sie bieten die Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen und in einer angenehmen Umgebung zu entspannen. Ob allein mit einem Buch oder in Gesellschaft – Cafés sind Orte, an denen man sich wohlfühlen kann.
Einfluss der Digitalisierung Die Digitalisierung hat die Kaffeekultur und die Rolle von Cafés erheblich verändert. Mit der Verbreitung von Smartphones und mobilen Apps hat sich die Art und Weise, wie wir Kaffee konsumieren, weiterentwickelt. Kunden können heute bequem von unterwegs aus bestellen und bezahlen, was den Kaffeekauf effizienter macht.
Viele Cafés bieten inzwischen kostenloses WLAN an, was sie zu beliebten Arbeitsplätzen für Freiberufler und digitale Nomaden macht. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Cafés nicht mehr nur Orte des sozialen Austauschs sind, sondern auch produktive Arbeitsumgebungen. Auch hier bin ich oft zu Hause, es ist für mich ein sogenannter dritter Ort zum Entspannen und Arbeiten. Kopfhörer auf und los geht es.
Cafés als kreative Räume Cafés haben sich zu kreativen Räumen entwickelt, die Künstler, Schriftsteller und Denker anziehen. Sie bieten eine inspirierende Umgebung, die Kreativität und Innovation fördert. Diese Funktion macht sie zu einem wichtigen Bestandteil der kulturellen Landschaft.
Viele Cafés unterstützen lokale Künstler, indem sie ihre Werke ausstellen oder Veranstaltungen wie Lesungen und Workshops organisieren. Diese Aktivitäten schaffen eine Plattform für den kreativen Austausch und fördern die Kultur vor Ort.
Für Schriftsteller und andere Kreative sind Cafés oft ein Rückzugsort, an dem sie in Ruhe arbeiten können. Die entspannte Atmosphäre und das leise Summen der Gespräche bieten die perfekte Kulisse für kreative Prozesse. Hier entstehen oft neue Ideen und Projekte. Ich selbst hatte eine Lesung in unserer Eisdiele 2024 gemacht, um den verstorbenen Besitzer der Eisdiele Alberto bei uns im Dorf zu ehren.
Der spanische Horrorfilm La noche del terror ciego (deutsch: „Die Nacht der reitenden Leichen“) aus dem Jahr 1972 ist ein Trashklassiker des Horror- und Exploitation-Kinos, der weltweit einen bedeutenden Einfluss auf das Genre ausübte. Ich bespreche und zeige den Film im Scala Kino im Rahmen der phanatstischen Matinee am Sonntag, 13. Oktober um 10:45 Uhr in urgeschnittener Fassung. Karten gibt es hier.
Regisseur Amando de Ossorio schuf mit diesem Film das erste Werk einer vierteiligen Serie, die die untoten Templer-Ritter als unheimliche, reitende Leichen in den Mittelpunkt stellt. Die mystische und unheimliche Atmosphäre, die charakteristischen Zombies und der nihilistische Ton des Films prägten das Genre nachhaltig und haben bis heute eine bemerkenswerte Wirkung auf die Popkultur.
Die Kombination aus mittelalterlicher Mythologie und Untoten bot eine Grundlage für Horror, der sich von der bis dahin vorherrschenden Zombie-Darstellung abhob. Anders als die damals üblichen Menschenfresser-Zombies in Filmen wie George A. Romeros „Night of the Living Dead“ (1968) waren die reitenden Leichen von Ossorio untote Ritter mit einem übernatürlichen und okkulten Hintergrund, was dem Film eine besondere mystische und historische Tiefe verlieh.
Bedeutung für das Horrorgenre Die Templer-Zombies in „Die Nacht der reitenden Leichen“ haben einen bedeutenden Einfluss auf die Darstellung von Zombies und Untoten im Horrorkino. Während die meisten Filme bis dahin auf körperliche Verwesung und kannibalische Tendenzen der Untoten fokussiert waren, schuf Ossorio eine völlig neue Art von Zombie, die sich durch ihre Langsamkeit, Blindheit und Unaufhaltsamkeit auszeichnet. Diese Eigenschaften erhöhten den psychologischen Horror und den Suspense-Faktor des Films, da die Opfer der Templer oft in einer hilflosen Lage gefangen waren, während sie von den lautlosen, aber unaufhaltsamen Rittern verfolgt wurden.
Die visuelle Darstellung der untoten Templer-Ritter, die auf ihren Geisterpferden reiten, wurde zu einem ikonischen Bild des Horrorkinos. Die Kombination aus verrottenden Leichnamen in alten Ritterrüstungen und den durchdachten, düsteren Kamerafahrten erzeugte eine Atmosphäre der Bedrohung, die in den 1970er Jahren einzigartig war. Das Filmmaterial war für die damalige Zeit bemerkenswert düster und brutal und setzte Maßstäbe für spätere Exploitation- und Gore-Filme.
Zudem prägte „Die Nacht der reitenden Leichen“ durch seine langsamen und erbarmungslosen Monster das Konzept der unaufhaltsamen, nicht-menschlichen Bedrohung, ein Motiv, das später in zahlreichen Horrorfilmen wiederholt aufgegriffen wurde. Dieses Konzept findet sich unter anderem in Filmen wie „Halloween“ (1978) und „The Terminator“ (1984), wo ebenfalls eine scheinbar unaufhaltsame Macht, die oft eine übernatürliche oder maschinelle Qualität besitzt, die Protagonisten verfolgt. Karten für die phantastische Matinee gibt es hier.
Immer wieder werden musikalische Schätze gehoben und so schlug mein Herz schneller, als mir Philip Thomas das neuneröffentliche Doppelalbum The Tape Masters Vol. 1 von seinem Vater Peter Thomas überreichte.
Es ist stets etwas Besonderes, wenn Musik es schafft, ihre Wirkung über Jahrzehnte hinweg zu entfalten und Generationen zu verbinden. Nochmal mehr, wenn diese Musik eher selten live auf einer Bühne aufgeführt wurde. Der Soundtüftler Peter Thomas gilt als Deutschlands einfallsreichster Filmkomponist der 1960er und 1970er Jahre und ist vor allem für seine kultigen Soundtracks bekannt. Über 600 Filme und Episoden hat das 1925 geborene, musikalische Mastermind vertont. Von den Kriminalfilmen von Jerry Cotton und Edgar Wallace bis zu Indie-Filmen wie Bruce Lees The Big Boss, der außerirdischen Raumpatrouille Orion und den großen deutschen Krimiserien der 60er und 70er Jahre (Derrick, Der Alte, Der Kommissar).
Bevor 2025 der 100. Geburtstag des 2020 verstorbenen Maestros ansteht, erschien jetzt unter dem Titel „The Tape Masters Vol.1 – Library Music“ eine außergewöhnliche Compilation von noch nie veröffentlichten Titeln aus Peter Thomas‘ persönlichem Reel-to-Reel Bandarchiv.
Die 25 Titel auf der neuen Doppel-LP reichen von fetzigem Big-Band-Funk, Space-Jazz, krautigen Synthie-Experimenten bis hin zu Proto-Hiphop, kosmischen Schlagern, schwerem Easy-Listening, gefühlvollen Soundtrack-Stimmungen und absurd verträumten LSD-Balladen und machen diese Zusammenstellung zum wohl obskursten und doch transzendentesten Werk des Komponisten. Schon in der Vergangenheit boten seine Aufnahmen für Musikbibliotheken oft einen unkonventionellen Ansatz. Ihre visionären „Dope Beats“ weckten das Interesse von Vinyl-Liebhabern, Beatmakern und Rare Groove DJs gleichermaßen. Bei der jetzigen Veröffentlichung handelt es sich um besondere Stücke aus dem riesigen Archiv Peter Thomas‘, welche er schon früh begann zu digitalisieren. Allesamt aus den Jahren 1968 – 1976, dokumentieren die Stücke die beeindruckende Vielfalt seines künstlerischen Schaffens.
Peter Thomas Sound Orchester (PTSO) Unter dem Titel Peter Thomas Sound Orchester (PTSO) vereinte der musikalische Tausendsassa ab Anfang der 1960er Jahre die Musiker*innen, die seine Kompositionen im Studio einspielten und bei Gelegenheit auch live aufführten. Auch wenn Besetzung je nach Bedarf und Budget variierten, schaffte Thomas sich so einen Klangkörper, dessen Namen Rückschluss auf den Komponisten bot, gleichwohl aber ausdrückte, dass es hier um eine musikalische Teamleistung geht.
Dieser Teamgedanke war Peter Thomas stets von Bedeutung. Während Komponisten in der Regel auf der notengetreuen Wiedergabe der vorliegenden Werke bestanden, herrschte im PTSO kreativer Freiraum. Sein Namensgeber animierte seine Mitstreiter*innen stets ihre eigenen Ideen einzubringen und setzte solche musikalischen Einfälle oft gleich um. Überliefert sind außerdem die Freude und der Spaß bei den Aufnahmen. Ein Musiker des Orchesters erzählte, dass er bei einer Aufnahme mit einer Tonfolge Probleme hatte und sich mehrfach verspielte. Thomas‘ Reaktion daraufhin: „Ach Olaf, lass den Ton einfach weg“.
Ich durfte zusammen mit Markus Elfert vom Filmreport in Berlin ein Interview mit Philip Thomas führen. Hier kündigt er für 2025 Veröffentlichungen an, darunter neu entdecktes Material der Raumpatrouille Orion.
Wer jetzt behauptet, 50 Jahre alte BASF-Bänder interessierten heute niemanden mehr, dem sei ein Blick auf TikTok ans Herz gelegt. Dort rekontextualisieren seit jüngerer Vergangenheit tausende Creator den 1968er Titel „Natascha – Main Theme“ aus einem Sexualaufklärungsfilm für die Untermalung unterschiedlichster Videos und erreichen damit ein Millionenpublikum. Ein schöner Full-Circle-Moment für die visionäre Schaffenskraft des Komponisten, der sich den Klang des digitalen Zeitalters schon früh ausmalte und analog festhielt – und jetzt von der digitalen Generation wiederentdeckt wird. Ich freue mich über die Aufnahme und höre die neue Doppel-LP mit Genuss und Begeisterung.
Unsere Eisdiele schenkt keinen Alkohol aus, doch würde der neue Glenmorangie optisch wunderbar an diesen Ort passen. „A Tale of Ice Cream” heißt die neueste Edition der prämierten Serie von Glenmorangie. Süß, genussvoll und wunderbar cremig ist die Abfüllung von den Köstlichkeiten einer Eisdiele inspiriert. Diese limitierte Edition ist die fünfte Ausgabe der preisgekrönten „A Tale of…“-Serie der Highland Destillerie.
Das Bild der Eisdiele passt wunderbar. Wie einen gemischten Eisbecher, kombinierten Dr. Bill Lumsden und Gillian Macdonald Whisky aus Bourbonfässern erstmals mit Single Malt aus Fässern mit besonders hohem Vanillingehalt. Gemeinsam bringen diese beiden Reifungen die süßesten und cremigsten Aromen von Glenmorangie zur Geltung – in einer Kombination aus zartschmelzenden Noten von Pfirsich Melba, Zitronensorbet und Vanille. Sie werden von Aromen von Kokosflocken und Toffeesauce gekrönt.
Kombinationen Seit mehr als 180 Jahren sind die Whisky-Schöpfer von Glenmorangie unendlich einfallsreich, köstliche Single Malts zu komponieren. Dr. Bill sagt: „In unserer Vorstellung träumten wir von einem Whisky, der an die besten Sorten einer edlen Eisdiele erinnert. Dazu verwendeten wir erstmals neue Eichenfässer, die speziell getoastet wurden, um mehr Vanillearomen zu erhalten. Ein Schluck Glenmorangie A Tale of Ice Crem mit Noten von Pfirsich Melba, Zitronensorbet und cremiger Vanille ist, als würde man den Löffel in ein Aromenkarussel tauchen!“ Die pastellfarbene Geschenkbox und das Etikett der neuen Edition erinnern mit seinen köstlichen Farben von Saucenschleiern, Texturen und Toppings an feinste Eisbecher luxuriöser Eisdielen.
Glenmorangie A Tale of Ice Cream ist für 85 Euro gibt es im Fachhandel erhältlich, solange der Vorrat reicht. Mal sehen, ob ich noch eine Flasche bekommen kann. Und dann stell ich zumindest die Verpackung in die örtliche Eisdiele.
Verkostungsnotiz Glenmorangie A Tale of Ice Cream (46,0 Vol.% Alk.) Farbe: Bronzefarben
An der Nase: Ein Feuerwerk an Aromen von Manuka-Honig, Zitronentoffee, Rosinenbrot, kandierten Orangenschalen, Pfirsich, Karamellbonbons und etwas Gewürz. Mit etwas Wasser zeigt sich der Duft von Vanillesauce, Kokosnuss und einer leichten Marzipan-Note.
Am Gaumen: Die Textur ist zähfließend, üppig und cremig. Ein kräftiger Schub an süßen und würzigen Aromen folgt, der an Brioche, Marzipan, Honigwabe, Weichtoffee, Zitronen-Sorbet und Kokosraspeln denken lässt. Gewürze wie Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Gewürznelke wärmen den Mund.
Der Nachhall: Ein langanhaltender Nachgeschmack mit Anklängen kandierter Äpfel, süßem Popcorn und einer Anis-Note.
Es ist wieder Kürbiszeit und ich war mit meiner Gattin in der Nähe von Aichach unterwegs. Am Straßenrand standen verschiedene Stände mit Kürbissen aller Art und allen Größen. Wir hielten an und bestätigten uns gegenseitig, dass Kürbissuppe eine Bereicherung unseres kulinarischen Lebens sei. Außerdem steht Halloween vor der Tür und ich feiere dieses Feschen mit einem ausgehöhlten Kürbis vor der Haustür.
Interessant war bei einem Kürbisstand, dass es nicht nur eine Kasse des Vertrauens gab in denen die Käufer Münzen und Scheine einwerfen sollten. Es gab auch die Möglichkeit via PayPal zu überweisen. So geht Kürbiskauf im 21. Jahrhundert.