Archive for Oktober 2010

Krachmacher Iron Man 2

22. Oktober 2010
Viel Krach in Iron Man 2.

Viel Krach in Iron Man 2.

Als Fan der klassischen Marvel-Comics beobachte ich die Verfilmungen meiner Jugendhelden sehr kritisch. Es gibt es paar Perlen, aber die meisten Verfilmungen bringen mir nicht den Zauber meiner Comiclektüren zurück. Ich versuchte es unlängst wieder, als ich mir  Iron Man 2 auf Blu ray kaufte. Nachdem Teil 1 eigentlich unterhaltsam war, wollte ich wissen, wie es weitergeht. Es zeigte sich nämlich in Teil 1 von Iron Man , dass Iron Man seine Identität der Öffentlichkeit verriet. Daraus hätte man einen interessanten Teil 2 machen können – ja: hätte können, tat man aber nicht. Story war wirr und mein Marvel-Feeling kam nicht auf.

Allerdings hat der Film auch seine hervorragenden Momente: Hier vor allem zwei: Einmal braucht Iron Man eine Stütze und nimmt aus einem Haufen Schrott das zerbeulte Schild eines meiner anderen Marvel-Helden: Captain America. Sein Film wird nächstes Jahr in die Kinos kommen und ich musste laut lachen, als ich den Gag verstand. Der zweite Hammer kommt nach dem Abspann des Films. Es wird in der Wüste der Hammer von Thor gefunden, auch ein versteckter Hinweis auf die nächste Marvel-Verfilmung.

Hervorragend sind die Tricks von Iron Man 2. Software-Riese Autodesk geht in Hollywood ein und aus. Dank der Technologie von Autodesk ist Prävisualisierung inzwischen Bestandteil der Filmproduktion geworden. Für „Iron Man 2“ hat das in Los Angeles ansässige Previsualisierung-Studio „The Third Floor“ Autodesk Maya und Autodesk MotionBuilder eingesetzt. Damit war es den Filmmachern möglich, detailreiche Prävisualisierungen ihrer kreativen Ideen zu realisieren.

Die Produktion von Kinohits wird mit wachsenden Budgets, immer ausgefeilteren visuellen Effekten und ständig enger werdenden Postproduktionsterminen zunehmend komplex. Filmemacher haben sich schon immer auf Storyboards, künstlerische Entwürfe und reale Modelle gestützt, um sich ihre Filme im Vorhinein vergegenwärtigen zu können. In den vergangenen 25 Jahren hat sich nun die digitale Previsualisierung (kurz „Previs“ genannt) zum Bestandteil der Filmproduktion entwickelt. Inzwischen beauftragen Filmemacher häufig spezielle Previs-Unternehmen, die dann mithilfe hoch entwickelter Computer-Animationsverfahren eine digitale Präsentation der Akteure und der Filmkulisse erstellen.

The Third Floor arbeitete dabei Hand in Hand mit dem „Iron Man 2“-Regisseur Jon Favreau und den verschiedenen Produktionsbereichen und erstellte nahezu 700 Einstellungen mit jeweils drei bis vier Varianten, so dass insgesamt mehrere Tausend Einstellungen produziert wurden. Während der gesamten Produktion half der Previs-Prozess, den Film im Voraus zu visualisieren, die Produktion strategisch zu planen und die kreativen Vorstellungen der Filmemacher umzusetzen.

Nicholas Markel, bei Third Floor für die Previsualisierung von „Iron Man 2“ zuständig, erklärte: „Previs verschafft allen an der Filmproduktion Beteiligten – angefangen beim Regisseur und Produktionsdesigner über den Kameramann und Supervisor für visuelle Effekte bis hin zum Editor und Art Direktor – eine größere künstlerische Freiheit. Autodesk Maya ist das Rückgrat unserer Previs-Pipeline, wobei MotionBuilder eine hervorragende Ergänzung für die virtuelle Filmproduktion darstellt. Dank der Autodesk FBX Technologie können wir Material problemlos zwischen Maya und MotionBuilder austauschen. Das bietet dem Filmemacher die notwendige Flexibilität, sowohl seine Vorstellungen als auch sein Budget zu handhaben, so dass am Ende der bestmögliche Film zustande kommen kann.“

Vorab 23 min aus TRON: LEGACY am 28. Oktober

21. Oktober 2010

Tron war sicher einer der Filme, die mein Leben beeinflusst haben. Nicht weil die Handlung so tiefgehend war, sondern weil das Thema mich als Jugendlicher fasziniert hat. Tron – Deluxe Edition spielte in einem Computer und ich hatte zu der Zeit meinen C64. Was ich da auf der Leinwand zu sehen bekam, warf meine Auffassung über CGI über den Haufen. Noch heute schaue ich mir den Film auf DVD an und warte auf eine Blu ray Veröffentlichung. Zum Film passend war der Soundtrack Tron von Wendy (Walter) Carlos, der für seine Zeit visionär war.

Nun kommt ein neuer Tron für eine neue Generation ins Kino und vorab gibt es 23 Minuten zu sehen.  Der 28. Oktober 2010 steht ganz im Zeichen von TRON! In mehr als 40 Ländern weltweit können sich Kinozuschauer exklusiv 23 Minuten aus dem rasanten und stylischen Actionfilm TRON: LEGACY in Disney Digital 3D ansehen.

“Es ist unglaublich aufregend, den Fans eine frühzeitige, exklusive Vorschau von TRON: LEGACY in 3D bieten zu können. Wir können es kaum erwarten, dem Publikum überall auf der Welt die visuell überwältigende und innovative Welt, die Regisseur Joseph Kosinski erschaffen hat, zu präsentieren“, erklärt Sean Bailey, Produzent des Films und President of Production bei Walt Disney Studios Motion Pictures.

Auch in sieben deutschen Städten können sich TRON-Fans und solche, die es werden wollen, einen Vorgeschmack auf das 3D-Kino-Event des kommenden Winters holen:

·          im Mathäser Filmpalast in München um 18.30 Uhr

·          im CinemaxX Dammtor in Hamburg um 19.00 Uhr

·          im CineStar Cubix in Berlin um 20.00 Uhr

·          im Cinedom in Köln um 19.00 Uhr

·          im Cinecitta in Nürnberg um 19.30 Uhr

·          im Rundkino in Dresden um 19.30 Uhr

·          im UCI Ruhr Park in Bochum um 19.30 Uhr

Der Einlass ist kostenfrei und erfolgt so lange freie Plätze verfügbar sind.

Der Film startet am 27. Januar 2011 unter der Regie von Joseph Kosinski. Produziert von Steve Lisberger, der 1982 den zum Kultfilm avancierten Vorgänger TRON inszenierte, und untermalt mit dem Sound des international gefeierten Duos Daft Punk verschwimmen in TRON: LEGACY die Grenzen zwischen Realität und virtuellen Welten auf spektakuläre Weise. Oscar-Preisträger Jeff Bridges (CRAZY HEART, IRON MAN), TROJA-Entdeckung Garrett Hedlund (VIER BRÜDER), Olivia Wilde, Shooting-Star in Film (ALPHA DOG – TÖDLICHE FREUNDSCHAFT) und Fernsehen („Dr. House“), TV-Kultstar Bruce Boxleitner („Babylon 5“) sowie Michael Sheen (DIE QUEEN, NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE) spielen die Hauptrollen in diesem Hi-Tech-Abenteuer, das neue Maßstäbe in der Stereo3D-Darstellung setzen will.

Kurz zum Inhalt: Sam Flynn (Garrett Heldund) ist 27, ein Computerspezialist und charmanter Draufgänger wie sein Vater, der vor langer Zeit spurlos aus seinem Leben verschwand. Seit 1989 ist Kevin Flynn (Jeff Bridges), einst der weltweit führende Entwickler von Videospielen, verschollen. Bis Kevins alter Freund Alan Bradley (Bruce Boxleitner) eine Nachricht erhält aus dessen früherem Büro in einer aufgegebenen Spielhalle, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Was Sam dort findet, übersteigt seine Vorstellungskraft. Als er unabsichtlich in ein virtuelles Parallel-Universum hineingezogen wird, entdeckt er dort seinen Vater und dessen treue Gefährtin Quorra (Olivia Wilde) – aber auch, dass hier Spiel tödlicher Ernst ist. Denn in dieser faszinierenden Welt geht es für Kevin, Sam und Quorra ums Überleben …

Ich werde an dem Datum nicht nichts Kino gehen, denn ich schaue mir den gesamten Film an und nicht nur einen Happen. Und ich bin gespannt, was aus meinem Tron gemacht wurde. Übrigens, ein Rechner zu Hause heißt immer noch MCP – Master Control Programm.

Ab in die Schlacht: Neues Herr der Ringe-Spiel

20. Oktober 2010

Irgendwie mag ich den alten Tolkien und seinen „Herr der Ringe“. Ich bekenne mag die Bücher und bin ergriffen vom Das Silmarillion und freue mich auf die Zeit, wenn ich die Geschichten vom Weihnachtsmann meinen Kindern vorlesen kann. Bis es soweit ist, werde ich wohl zu Schwert und Bogen greifen und auf der PS3 Abendteuer aus dem Auenland erleben. In Kürze kommt ein neues HdR-Spiel auf den Markt mit dem Namen „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn„.

Die Grafik haut mich nicht vom Hocker, die Figuren wirken klobig, dennoch scheint der Spielspaß für die ganze Familie gewiss zu sein. Und das ist mir in diesem Falle das Wichtigste. Wenn ich Grafik will, spiele ich andere Games – und die in der Regel allein.

Schwertschwingend, mit Schild, Bogen und Speer bewaffnet, kämpfe ich in dem neuen Game „Der Herr der Ringe: Die Abenteuer von Aragorn“ gegen Saurons Schergen und reisen durch eine farbenprächtige Neuauflage von Mittelerde. Hoch zu Ross mache ich dabei dem Bösen abwechselnd mit Schwert und Speer den Garaus und erlebe actionreiches, bewegungsgesteuertes Gameplay. Im exklusiv für PlayStation3 verfügbaren Zweispieler-Koop-Modus ziehen Freunde oder Familienmitglieder als Gandalf mit ins Schlachtgetümmel. Gandalf wird in meinen Fall von meiner Frau dargestellt werden, mal sehen, ob sie Lust hat, sich in die Schlacht zu stürzen.

Worauf ich mich wirklich freue, ist die bewegungsgesteuerte Spielmechanik, die den demnächst für PlayStation erhältlichen PlayStation Move Motion-Controller unterstützt. Da bin ich sehr gespannt darauf, ob es im Real Play funktioniert. Über die Controller-Sensoren werden Bewegungen der Spieler erkannt und punktgenau in Aragorns Schwerthiebe umgesetzt. Der Hersteller Warner Bros. Interactive Entertainment verspricht fantastische Finishing-Moves: „Führe perfekt getimete Waffenhiebe aus und versetze in spektakulären, kinoreifen Boss-Kämpfen Saurons Dienern den Gnadenstoß“, heißt es und ja ja ja, das will ich ausprobieren sowie die grandiose Bogen-Kämpfe: Ich übernehme mit dem MOVE-Bewegungscontroller volle Kontrolle über Aragorns Bogen und schalte Saurons Truppen aus sicherer Entfernung mit gezielten Pfeilschüssen aus, obwohl da sicher Legolas der bessere Schütze wäre.

 

Spielszene aus der Herr der Ringe.

Spielszene aus der Herr der Ringe.

 

Alles in Mono – Bob Dylan alte Werke neu aufgelegt

19. Oktober 2010

Ich weiß noch, wie es mich in den Fingern juckte, als die Beatles in The Beatles Mono erschienen. Da gab es eine Limited Edition, die es in sich hatte. Ich kannte die Beatles nur in Stereoklang und auch in verschiedenen Auflagen. Und ich kaufte wieder die The Beatles Stereo Box und bin höchst zufrieden

Als Bob Dylan ankündigte, seine frühen Aufnahmen als Mono Edition zu veröffentlichen, da musste ich einfach zuschlagen:The Original Mono Recordings (Limited Edition) Neun CDs  – vom Erstlingswerk „Bob Dylan“ bis hin zum wegweisenden „John Wesley Harding“ – und alles in Mono-Sound. Warum wird sich der Musikfreund von heute fragen? Warum soll ich auf meiner Highend-Anlage jetzt auf einmal Monoaufnahmen hören, wenn es doch gleichzeitig die Alben im Stereo-Klang gibt?

Zum einen könnte ich antworten, dass viele Leute im Erscheinungsjahr der LPs noch gar keinen Stereo-Plattenspieler hatten und die technisch ausgereifteren Stereo-Platten in Mono hörten. Die Masse der Dylan-Fans hörte den Meister in Mono und dieses Gefühl wollte ich ebenso erleben. Dylan hören, wie er einst von seinen Fans wahrgenommen wurde. Zum anderen hat es auch künstlerische Gründe: Oftmals waren die frühen Stereoplatten eine technische Spielerei: Gesang links, Instrumente rechts. Das tut einfach weh. Mir erging es vor allem so bei den Alben „Bringing all back home“ und „John Wesley Harding“. Der glasklare Mono-Sound geht besser in den Kopf und rockt die Birne weg. Hört euch einfach mal „Like a rolling Stone“ in der Mono-Version an – der wichtigste Dylan-Song überhaupt gewinnt nochmals.

Und es gibt noch einen weiteren Grund: Die Plattenbosse von Sony wollen einfach mal wieder Geld machen. Was bei den Beatles funktioniert, sollte auch bei Dylan funktionieren. Und ganz ehrlich: Bei mir hat es funktioniert.

Interessant für Fans ist übrigens auch das Booklet, das Dylanologe Greil Marcus verfasst hat. Ich sehe es als Ergänzung zu seinen lesenswerten Büchern „Basement Blues“ und vor allem „Bob Dylans Like a Rolling Stone: Die Biographie eines Songs“. Es gibt wieder ein paar Neuigkeiten aus dem Dylan-Universum, in dem sich seine Fans die Köpfe heiß diskutierten.

Völlig ungewohnt von Sony ist übrigens das Angebot, die ganzen Mono-Aufnahmen einmalig als mp3 zusätzlich zu laden. Dazu gibt es noch als Bonus das bitterböse „Positively 4th Street“ – freilich in Mono.

Festival of Lights – ich war dabei

18. Oktober 2010

Als Jugendlicher war ich ein Fan der sphärischen Klängen der britischen Kapelle Pink Floyd und ich verschlang Literatur über ihre Auftritte, die mit viel Licht und Nebel in Szene gesetzt waren. Dieses Gefühl hatte ich bei meinem jüngsten Besuch in Berlin, er zufällig mit dem 6. Festival of Lights zusammenfiel. Trotz Kälte machte ich mich nachts auf zum Potsdamer Platz und genoss ein Meer von Licht und Farbe. Die Hotels der Hauptstadt waren mit Lichtkanonen angestrahlt. Psychedelische Muster tanzten über die Häuserfassaden. Genau so hab ich mir eine Lightshow von Pink Floyd vorgestellt – jetzt bekam ich sie 2010 zu sehen. Die Musik kamen allerdings vom iPod – ich hatte nur Meddles und Atom Heart Mother dabei. Doch es war ein Erlebnis. Brandenburger Tor, Adlon Hotel – und das Dach vom Sony Center erinnerte mich an die Mutter aller Raumschiffe – an Spielbergs „Unheimliche Begegnung mit der Dritten Art“. Leider hatte ich den genialen Soundtrack von John Williams nicht dabei und so sehr ich mich bemühte, ich fand keinen Francois Truffaut, der auf dem Keyboard mit Außerirdischen kommunizierte.

Also nahm ich das iPhone 4 und hielt einige Eindrücke des Festival of Lights auf Video fest. Zu Hause schnell geschnitten und die neue Hollywood Musik von Dosch Design verwendet und bei YouTube hochgeladen.

Das Festival of Lights schärft den Blick für die kontrastreiche Einzigartigkeit Berlins: Historische Wahrzeichen und moderne Architektur – die Stars der Hauptstadt werden für knapp zwei Wochen erstrahlen. 2010 setzt das internationale Public Event seine Akzente auf Kunst und Wissenschaft in und aus Berlin. Neues offizielles Festival-Zentrum und damit Dreh- und Angelpunkt des 6. Festival of Lights ist das Quartier Potsdamer Platz.

Nächtliche Spaziergänger werden die berühmte Flaniermeile „Unter den Linden“ als Indian Summer Allee erleben und sich am Gendarmenmarkt in einer mediterranen Atmosphäre wiederfinden. Erstmals beim Festival dabei sind u.a. das Westin Grand Berlin mit einer 3D-Projektion und die Amerikanische Botschaft.

Im Zentrum der Stadt wartet auf Festival-Begeisterte eine besondere Überraschung: Der Star-Designer Wolfgang Joop wird den Berliner Dom in „neue Kleider“ hüllen. Dafür stellt Joop exklusiv Entwürfe seiner WUNDERKIND-Frühjahrskollektion 2011 zur Verfügung; die zwölf Motive werden im Rahmen des Festival of Lights auf die Fassade des Berliner Doms projiziert. „In Berlin sind es die Kontraste und das Unfertige, was mich so fasziniert. Umso schöner in dieser Stadt direkt im Zentrum eines der prominentesten und geschichtsträchtigsten Gebäude mit den WUNDERKIND Stoffprints für die Nächte des „Festival of Lights“ bestrahlen zu dürfen. Mitten im goldenen Herbst lasse ich einen „spring break“ feiern!“, so der international gefeierte Modedesigner Wolfgang Joop. So golden war der Herbst allerdings nicht – es war saukalt und dann regnete es auch noch.

Das Brandenburger Tor wird zur Plattform für die Botschaften des Berliner Wissenschaftsjahres 2010. Das Festival of Lights rückt mit einer Illumination des berühmtesten Wahrzeichen Berlins die Bedeutung von Wissenschaft, Forschung, Freiheit des Denkens und der Neugier ins öffentliche Bewusstsein.

Wer braucht da noch eine Pink Floyd-Show?

 

Das Brandenburger Tor beim Festival of Lights in Licht gehüllt.

Das Brandenburger Tor beim Festival of Lights in Licht gehüllt.

 

Goodbye Tony – Nachruf auf Tony Curtis

1. Oktober 2010

Tony Curtis ist tot. Der Schauspieler starb mit 85 Jahren in Hollywood. Ich erinnere mich an viele Rollen von Tony Curtis, aber ein richtiger Fan wurde ich erst durch zwei Filme – und ich muss enttäuschen: Es war nicht „Manche mögen´s heiß“. Mein Tony Curtis war Antoninus. Er spielte 1960 in Spartacus (Oscar-Edition, Special Edition, 2 DVDs) von Meisterregisseur Stanley Kubrick. Der Film war kein üblicher Sandalenfilm, sondern ein früher Kubrick und er beinhaltete einen Skandal. In einer Szene gab es Anklänge von Bisexualität. Antoninus badet Crassus (Laurence Olivier) und soll verführt werden. Ich hab diese Szene erst auf einer restaurierten DVD gefunden. In der TV-Ausstrahlung gab es diese Szene nicht. Den Dialog fand ich hervorragend, wobei Olivier sicher der bessere Schauspieler war. Bei Wikipedia hab ich gelesen: Allerdings war die Szene ohne Ton gedreht worden, da man offenbar davon ausging, sie werde ohnehin der „Zensur“ zum Opfer fallen. Da Olivier aber bereits 1989 verstorben war, synchronisierte Anthony Hopkins Crassus, und Tony Curtis seinen Antoninus. Cool der Satz: „Ich esse Austern und Schnecken!“

In mein Herz hat sich Tony Curtis allerdings mit der Serie „Die Zwei“ gespielt – aber nur in der deutschen Synchronisation. Die Fassungen stammten von Rainer Brandt und waren Schenkelklopfer meiner Jugend. Coole Sprüche, tolle Frauen, starke Autos und Luxus pur. Curtis spiele Danny Wilde, einen US-selfmade Millionär, während Roger Moore den blasierten Lord Brett Sinclair spielte. Aus dieser schönen Polarität US-Proll und britischer Adel entstanden nette Krimis in London und Südfrankreich auf den Bildschirm. Die Mode war bunt, klar es waren die siebziger, die Autos waren flott – so gab es einen Aston Martin DBS und einen Dino 246 GT, der aber nicht mein Fall war. Curtis war in der Serie schon Mitte 40 Jahre, doch kam er bei Die 2 jugendlich rüber.

Zur Erinnerung schau ich mir Spartakus an und kram die besten Folgen von „Die Zwei“ noch mal auf DVD raus. Die besten Folgen waren für mich „Schwesterchens Muttermal“, „Der Lord ist fort“ und „Seine Lordschaft Danny Wilde“.