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War dann doch nicht so schlecht: Tron Legacy

5. Januar 2015

Als ich gestern bei Pro 7 in Tron Legacy reinzappte, dachte ich daran, wie enttäuscht ich 2011 war, als ich den Film damals im Kino sah. Mit gewissen zeitlichem Abstand muss ich mein damaliges Urteil korrigieren. So schlecht war Tron Legacy dann doch nicht. Wahrscheinlich hatte Disney das Marketing damals überreizt und meine Erwartungen an den Film waren zu hoch. Heute habe ich mich köstlich amüsiert.

So schlecht, wie ich den Film einst empfand, war er dann doch nicht.

So schlecht, wie ich den Film einst empfand, war er dann doch nicht.

Klar, an die Faszination vom Disney-Original Tron kommt die Fortsetzung nicht heran. Tron damals haute einen vom Hocker, nur allein wegen der Effekte, die ich mit einem C64 vergeblich nachbauen wollte.
Aber die Zutaten zum neuen Tron waren schon prima: der Soundtrack Tron Legacy brachte mir die Franzosen von Dalf Punk näher (ja ich weiß, der Soundtrack Tron von Wendy Carlos hatte ein anderes Niveau und trotzdem machen Dalf Punk Spaß), die Tricks von Digital Domain waren absolut sehenswert. Gerade die Visualisierung hat mich gefesselt – die Arbeiten mit Licht kamen bei mir sehr, sehr gut an. Ich hatte bereits darüber gebloggt. Die Architektur und die Details haben gepasst, ohne Zweifel. Aber leider wirkte Jeff Bridges auf mich müde. Tja und dann war noch das Null an Story – daran konnten auch nicht die schönen Bilder hinwegtäuschen. Das Drehbuch ist enttäuschend.

Auch irgendwie schwach: Comic zum Film

Auch irgendwie schwach: Comic zum Film

Ich habe mir nochmals aus meinem Archiv das Comic von Tron geholt, das bei Ehapa Comic Collection erschienen ist. Hier wird der Mangel an Story besonders deutlich, wenn die schönen 3D-Visualisierungen wegfallen. Die Dialoge im Film und Comic sind einfach nur schlecht.

Hat dem Sohn und mir nicht gefallen - das Spiel zum Film.

Hat dem Sohn und mir nicht gefallen – das Spiel zum Film.

Mein Sohn hat nach dem Film das Spiel TRON: Evolution herausgekramt. Wir beide haben auf der PS3 ein wenig gezockt, doch auch das Spiel war vor allem eines: Langweilig und hatte eine Steuerung, die zum Abgewöhnen ist.
Also was bleibt, ist ein netter Film, ein netter Soundtrack zu Tron Legacy und dann breiten wir den Mantel des Schweigens über Comic und Videogame. Vielleicht muss ich da nochmals ein paar Jahre warten.

Buchkritik: The Art of Tron Legacy von Justin Springer

10. Juni 2012

Tron war für mich die Offenbarung. Als der Disney-Film herauskam, hielt ich meine Grafik am C64 für CG. Tron öffnete mir optisch und erzählerisch neue Wege. Für mich war der Film die Grundlage für Filme in virtuellen Welten. Jahre später erschien die Fortsetzung von Tron, Tron Legacy.

Leider war der Film nur optisch ein Leckerbissen. Inhaltlich versagte der Film auf ganzer Linie. Doch immer wieder greife ich zur Blu ray von Tron Legacy, um mich an den Farben und Formen und Ideen zu erfreuen. Um diesen Genuss zu erhöhen, legte ich mir das Buch The Art of Tron: Legacy von Justin Springer zu. Wer die Reihe The Art of kennt, wird dieses Buch zu schätzen wissen. CGI-Bilder sind ein paar enthalten, auch ein paar Stills aus dem Film, doch die wahren Schätze sind Konzeptzeichnungen und erste Entwürfe. Lichträder, Panzer, Ausrüstungen, Kleidung und mehr. Sehr beeindruckt haben mich die Ideen zum Stadium, in denen die Kämpfe ausgetragen werden. In Kombination mit Lichtrad und Diskus zeigen sie schön, die optische Dimension des Films. Leider war es dies dann auch. Denn nur Optik und eine zugegeben schöne künstliche Lichtsprache reichen nicht aus, um einen guten Film zu machen.

So bleibt ein fader Nachgeschmack beim Lesen des Buches. Was hätte man mit so einem Budget drehen können? Was hätte es für ein Film werden können, in denen solche optischen Fantastereien Wirklichkeit geworden sind. Schade, Chance leider vergeben. Einen dritten Teil von Tron wird es wohl nicht geben. Das Buch The Art of Tron: Legacy allerdings ist gut geworden, was ich vom Film leider nicht behaupten kann.

 

Vorab 23 min aus TRON: LEGACY am 28. Oktober

21. Oktober 2010

Tron war sicher einer der Filme, die mein Leben beeinflusst haben. Nicht weil die Handlung so tiefgehend war, sondern weil das Thema mich als Jugendlicher fasziniert hat. Tron – Deluxe Edition spielte in einem Computer und ich hatte zu der Zeit meinen C64. Was ich da auf der Leinwand zu sehen bekam, warf meine Auffassung über CGI über den Haufen. Noch heute schaue ich mir den Film auf DVD an und warte auf eine Blu ray Veröffentlichung. Zum Film passend war der Soundtrack Tron von Wendy (Walter) Carlos, der für seine Zeit visionär war.

Nun kommt ein neuer Tron für eine neue Generation ins Kino und vorab gibt es 23 Minuten zu sehen.  Der 28. Oktober 2010 steht ganz im Zeichen von TRON! In mehr als 40 Ländern weltweit können sich Kinozuschauer exklusiv 23 Minuten aus dem rasanten und stylischen Actionfilm TRON: LEGACY in Disney Digital 3D ansehen.

“Es ist unglaublich aufregend, den Fans eine frühzeitige, exklusive Vorschau von TRON: LEGACY in 3D bieten zu können. Wir können es kaum erwarten, dem Publikum überall auf der Welt die visuell überwältigende und innovative Welt, die Regisseur Joseph Kosinski erschaffen hat, zu präsentieren“, erklärt Sean Bailey, Produzent des Films und President of Production bei Walt Disney Studios Motion Pictures.

Auch in sieben deutschen Städten können sich TRON-Fans und solche, die es werden wollen, einen Vorgeschmack auf das 3D-Kino-Event des kommenden Winters holen:

·          im Mathäser Filmpalast in München um 18.30 Uhr

·          im CinemaxX Dammtor in Hamburg um 19.00 Uhr

·          im CineStar Cubix in Berlin um 20.00 Uhr

·          im Cinedom in Köln um 19.00 Uhr

·          im Cinecitta in Nürnberg um 19.30 Uhr

·          im Rundkino in Dresden um 19.30 Uhr

·          im UCI Ruhr Park in Bochum um 19.30 Uhr

Der Einlass ist kostenfrei und erfolgt so lange freie Plätze verfügbar sind.

Der Film startet am 27. Januar 2011 unter der Regie von Joseph Kosinski. Produziert von Steve Lisberger, der 1982 den zum Kultfilm avancierten Vorgänger TRON inszenierte, und untermalt mit dem Sound des international gefeierten Duos Daft Punk verschwimmen in TRON: LEGACY die Grenzen zwischen Realität und virtuellen Welten auf spektakuläre Weise. Oscar-Preisträger Jeff Bridges (CRAZY HEART, IRON MAN), TROJA-Entdeckung Garrett Hedlund (VIER BRÜDER), Olivia Wilde, Shooting-Star in Film (ALPHA DOG – TÖDLICHE FREUNDSCHAFT) und Fernsehen („Dr. House“), TV-Kultstar Bruce Boxleitner („Babylon 5“) sowie Michael Sheen (DIE QUEEN, NEW MOON – BISS ZUR MITTAGSSTUNDE) spielen die Hauptrollen in diesem Hi-Tech-Abenteuer, das neue Maßstäbe in der Stereo3D-Darstellung setzen will.

Kurz zum Inhalt: Sam Flynn (Garrett Heldund) ist 27, ein Computerspezialist und charmanter Draufgänger wie sein Vater, der vor langer Zeit spurlos aus seinem Leben verschwand. Seit 1989 ist Kevin Flynn (Jeff Bridges), einst der weltweit führende Entwickler von Videospielen, verschollen. Bis Kevins alter Freund Alan Bradley (Bruce Boxleitner) eine Nachricht erhält aus dessen früherem Büro in einer aufgegebenen Spielhalle, in der die Zeit stehen geblieben scheint. Was Sam dort findet, übersteigt seine Vorstellungskraft. Als er unabsichtlich in ein virtuelles Parallel-Universum hineingezogen wird, entdeckt er dort seinen Vater und dessen treue Gefährtin Quorra (Olivia Wilde) – aber auch, dass hier Spiel tödlicher Ernst ist. Denn in dieser faszinierenden Welt geht es für Kevin, Sam und Quorra ums Überleben …

Ich werde an dem Datum nicht nichts Kino gehen, denn ich schaue mir den gesamten Film an und nicht nur einen Happen. Und ich bin gespannt, was aus meinem Tron gemacht wurde. Übrigens, ein Rechner zu Hause heißt immer noch MCP – Master Control Programm.