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Meine Matinee im Scala FFB läuft weiter

23. Dezember 2025

Es freut mich sehr. Ich darf mit meiner Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck im Jahr 2026 weitermachen. Zusammen mit dem Geschäftsführer Markus Schmölz habe ich ein abwechslungsreiches und interessantes Programm aus Unterhaltung, phantastischen Film und Western zusammengestellt. Dabei haben wir weniger auf eine Quote als vielmehr auf Qualität der Filme geachtet.
Die Matinee findet immer an einem Sonntag statt. Start ist um 10:45 Uhr und ich spreche zwischen 20 und 30 Minuten über den gezeigten Film.

Und das sind die Filme für das erste Halbjahr 2026. Der Kartenverkauf für alle Filme ist bereits online.

Am 18. Januar Die Glücksritter
„Die Glücksritter“ ist eine Komödie, die man einfach erlebt haben muss – spritzig, warmherzig und voll brillantem Schauspiel. Unter der Regie von John Landis, dem Meister hinter Klassikern wie Blues Brothers, entfaltet sich eine rasante Geschichte, die bis heute nichts von ihrem Charme verloren hat. Getragen wird der Film von den grandiosen Hauptdarstellern Eddie Murphy und Dan Aykroyd, deren perfektes Timing und Energie jede Szene zum Vergnügen machen.

Murphy glänzt als gewitzter Straßenkünstler Billy Ray Valentine, der plötzlich in die Welt des Reichtums katapultiert wird, während Aykroyd als versnobter Börsenprofi Louis Winthorpe III sein altes Leben verliert – und beide liefern eine Komik ab, die heute genauso zündet wie damals. Unterstützt werden sie von einer großartigen Nebenbesetzung, darunter Jamie Lee Curtis, die dem Film zusätzlich Herz und Humor verleiht. „Die Glücksritter“ ist ein turbulentes Vergnügen voller Witz, Tempo und cleverer Wendungen – ein Film, der beste Laune garantiert und den man unbedingt gesehen haben sollte.

Am 1. Februar Sie leben
„Sie leben“ von Horror- und Kultregisseur John Carpenter ist ein Film, den man nicht nur sieht, sondern erlebt. Mit seiner Mischung aus Science-Fiction, Gesellschaftskritik und spannungsgeladener Atmosphäre entfaltet er eine Kraft, die bis heute fasziniert. In der Hauptrolle überzeugt Roddy Piper als Wanderarbeiter Nada, der zufällig auf eine Sonnenbrille stößt, die die wahre Welt enthüllt – eine Welt, in der außerirdische Eliten die Menschheit manipulieren und steuern.

Was folgt, ist ein packender Kampf gegen unsichtbare Kontrolle, durchzogen von Carpenters unverwechselbarem Stil, seinem ikonisch-minimalistischen Soundtrack und legendären Szenen, die längst Filmgeschichte sind – von der Enthüllung der „OBEY“-Botschaften bis zum wohl berühmtesten Faustkampf der 80er.
„Sie leben“ ist düster, spannend, überraschend aktuell und dabei ungemein unterhaltsam. Ein Kultfilm, der Fans von Sci-Fi, Action und cleverem Genre-Kino gleichermaßen begeistert – und den man unbedingt gesehen haben sollte.

Am 22. Februar Die glorreichen Sieben
„Die glorreichen Sieben“ ist ein Western, der bis heute nichts von seiner Kraft verloren hat – ein Film, der mitreißt, bewegt und legendäre Kinomomente erschafft. Unter der Regie von John Sturges entfaltet sich die Geschichte von sieben Außenseitern, die sich zusammentun, um ein bedrohtes Dorf zu schützen.
Getragen wird der Film von einer beeindruckenden Besetzung: Yul Brynner als charismatischer Anführer, Steve McQueen mit seiner unverwechselbaren Coolness, Charles Bronson, James Coburn, Horst Buchholz und weitere Stars, die jeder Figur Tiefe und Charakter verleihen. Dazu kommt die unvergessliche Filmmusik von Elmer Bernstein, die schon mit den ersten Takten Gänsehaut erzeugt und längst zum Mythos des Westerns gehört.

„Die glorreichen Sieben“ ist ein packendes Abenteuer über Mut, Ehre und Solidarität – actionreich, emotional und zeitlos. Wer große Geschichten und ikonisches Kino liebt, sollte sich diesen Klassiker unbedingt ansehen.

Am 8. März Dr.Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben
„Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“ ist ein Meisterwerk, das man erlebt haben muss – bissig, brillant und zeitlos aktuell. Unter der Regie von Stanley Kubrick, einem der einflussreichsten Filmemacher überhaupt, entfaltet sich eine tiefschwarze Satire über den Kalten Krieg, die mit ihrem absurden Humor ebenso unterhält wie sie zum Nachdenken bringt.

Im Zentrum steht Peter Sellers, der gleich drei Rollen spielt und jede einzelne unvergesslich macht – vom schusseligen Präsidenten über den britischen Offizier bis hin zum titelgebenden Dr. Seltsam, dessen groteske Gestik und Sätze längst Kultstatus haben. Unterstützt wird er von einer starken Besetzung, darunter George C. Scott und Sterling Hayden, die den Wahnsinn der politischen und militärischen Entscheidungswege mit perfektem Timing auf die Spitze treiben.
„Dr. Seltsam“ ist ein Film voller ikonischer Momente – scharf, mutig, satirisch auf den Punkt – und dabei erstaunlich unterhaltsam. Wer intelligentes Kino liebt, das Humor und Kritik meisterhaft verbindet, sollte sich diesen Klassiker unbedingt ansehen.

Am 5. April Wargames – Kriegsspiele
„WarGames – Kriegsspiele“ ist ein fesselnder Klassiker der 80er, der bis heute nichts von seiner Spannung verloren hat. Unter der Regie von John Badham erzählt der Film die Geschichte des jungen Hackers David Lightman, gespielt von Matthew Broderick, der aus purer Neugier in ein militärisches Computersystem eindringt – ohne zu ahnen, dass er damit beinahe einen globalen Atomkrieg auslöst. An seiner Seite überzeugt Ally Sheedy als Jennifer, die nicht nur Humor und Herz einbringt, sondern gemeinsam mit David versucht, die Katastrophe aufzuhalten.

Mit seinem Mix aus Nervenkitzel, Technikfaszination und überraschend viel Menschlichkeit ist „WarGames“ ein Film, der sofort packt. Die aufkommende Bedrohung, die ikonische Frage „Shall we play a game?“ und das Rennen gegen die Zeit erzeugen eine Spannung, die auch heute noch perfekt funktioniert – gerade in einer Welt, in der KI und Computersysteme realer denn je geworden sind.
Wer kluge Unterhaltung, Retro-Technik-Atmosphäre und einen echten Kultfilm erleben möchte, sollte „WarGames“ unbedingt sehen.

Am 3. Mai Dressed to kill
„Dressed to Kill“ ist ein eleganter, hochspannender Thriller, in dem Regisseur Brian De Palma sein Gespür für Stil, Atmosphäre und meisterhafte Spannung voll ausspielt. Der Film verfolgt die Geschichte einer Frau, gespielt von Angie Dickinson, deren Leben nach einer verstörenden Begegnung eine dramatische Wendung nimmt. Als sie Opfer eines brutalen Verbrechens wird, geraten ein junger Zeuge – dargestellt von Keith Gordon – und eine selbstbewusste Callgirl-Figur, brillant verkörpert von Nancy Allen, in ein gefährliches Netz aus Geheimnissen und Lügen.

De Palma kombiniert kunstvolle Kamerafahrten, ausgeklügelte Bildsprache und eine kraftvolle Musik von Pino Donaggio zu einem intensiven Erlebnis, das sofort in seinen Bann zieht. Der Film lebt von Überraschungsmomenten, psychologischer Tiefe und einer Atmosphäre, die gleichzeitig verführerisch und bedrohlich wirkt.
„Dressed to Kill“ ist ein raffinierter, nervenaufreibender Thriller – perfekt für alle, die elegante Spannung, stilvolles Kino und starke Darsteller lieben. Ein Film, der packt, verstört und lange nachhallt.

Am 10. Mai Unternehmen Petticoat
„Unternehmen Petticoat“ ist eine herrlich charmante Komödie, die mit Witz, Herz und einem großartigen Ensemble begeistert. Unter der Regie von Blake Edwards – dem Meister des eleganten Humors – begleiten wir die chaotischen Abenteuer eines U-Boots im Zweiten Weltkrieg, das dank kurioser Umstände nicht nur rosa gestrichen wird, sondern plötzlich auch fünf Krankenschwestern an Bord hat.
Getragen wird der Film von den beiden grandiosen Hauptdarstellern Cary Grant als stoisch-gelassener Kommandant und Tony Curtis als windiger, aber liebenswerter Lieutenant. Ihr Zusammenspiel sorgt für unvergessliche Momente, turbulente Situationskomik und viele herzerwärmende Szenen.

„Unternehmen Petticoat“ ist leichtfüßig, klug und voller Charme – ein Film, der beste Laune garantiert und zeigt, dass selbst im Chaos Platz für Humor und Menschlichkeit bleibt. Wer klassische Hollywood-Komödien liebt, sollte sich dieses Schmuckstück unbedingt ansehen.

Am 17. Mai Little Big Man
„Little Big Man“ ist ein außergewöhnlicher Western, der mit Witz, Tiefe und viel Herz erzählt wird – weit mehr als ein klassisches Abenteuer. Unter der Regie von Arthur Penn folgt der Film dem 121-jährigen Jack Crabb, gespielt von einem brillanten Dustin Hoffman, der in Rückblenden auf sein bewegtes Leben zwischen zwei Welten schaut: der weißen Siedlergesellschaft und den Cheyenne, bei denen er als Junge aufgenommen wurde.

Mit feinem Humor, kraftvollen Bildern und einer Mischung aus Satire und Tragik zeigt der Film die amerikanische Geschichte aus einer ungewöhnlich persönlichen Perspektive. Hoffmans Wandlungsfähigkeit macht jede Station seines Lebens faszinierend – vom Händler über Revolverhelden bis hin zum „letzten Weißen Indianer“.
„Little Big Man“ ist mal komisch, mal bitter, mal poetisch – und immer zutiefst menschlich. Ein unvergesslicher Film, der berührt, überrascht und ein Genre völlig neu denkt. Ideal für alle, die Western lieben, aber mehr wollen als Reiten und Revolverduelle.

Am 7. Juni Über dem Jenseits
„Über dem Jenseits“ – im Original „The Beyond“ – ist ein atmosphärischer Horrortrip von Kultregisseur Lucio Fulci, der bis heute als einer der eindrucksvollsten Vertreter des italienischen Gruselfilms gilt. Der Film entfaltet eine dichte, unheilvolle Stimmung, in der Realität und Albtraum unaufhaltsam ineinanderfließen.
Im Mittelpunkt steht Catriona MacColl als junge Frau, die ein altes Hotel in Louisiana erbt – ohne zu wissen, dass es auf einem der sieben Tore zur Hölle erbaut wurde. Was zunächst wie ein Neuanfang wirkt, verwandelt sich schnell in eine surreale Spirale aus Visionen, düsteren Geheimnissen und schockierenden Ereignissen. Fulcis unverwechselbarer Stil, seine mutigen Bilder und der eindringliche Score von Fabio Frizzi machen jede Szene zu einem intensiven Erlebnis.

„Über dem Jenseits“ ist keine gewöhnliche Gruselgeschichte, sondern ein hypnotisches, verstörendes Stück Horrorkunst – perfekt für alle, die atmosphärischen, mutigen und kultigen Horror lieben. Ein Film, der sich tief in die Erinnerung brennt.

Am 12. Juli The Breakfast Club
„The Breakfast Club“ ist einer dieser Filme, die einen sofort mitten ins Herz treffen. Unter der Regie von John Hughes, dem Meister der 80er-Coming-of-Age-Filme, treffen fünf Highschool-Schüler aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: der Rebell, der Sportler, die Außenseiterin, die Streberin und der Musterschüler. An einem Samstag im Schul-„Nachsitzen“ prallen ihre Welten aufeinander – doch im Laufe des Tages öffnen sie sich, legen ihre Masken ab und entdecken, wie viel sie eigentlich miteinander teilen.


Dank der starken Besetzung – Emilio Estevez, Molly Ringwald, Judd Nelson, Ally Sheedy und Anthony Michael Hall – lebt der Film von authentischen Momenten, echten Emotionen und Dialogen, die auch Jahrzehnte später noch treffen. „The Breakfast Club“ ist warm, witzig, klug und zutiefst menschlich – ein Film, der zeigt, wie schwer das Erwachsenwerden sein kann und wie befreiend es ist, endlich verstanden zu werden.
Ein zeitloser Klassiker, der Generationen bewegt hat – und den man unbedingt gesehen haben sollte.

Filmklassiker neu erleben – große Gefühle am Sonntagmorgen im Scala – August bis Dezember

15. August 2025

Meine Kino-Matineen im Scala-Kino Fürstenfeldbruck gehen weiter. Die Planungen bis zum Jahresende 2025 sind abgeschlossen und ich bin davon überzeugt, ein spannendes Vortrags- und Filmprogramm zusammengestellt zu haben. Zusammen mit Markus Schmölz, dem Geschäftsführer des Scalas, habe ich ein abwechslungsreiches Paket geschnürt und zahlreiche Wünsche der Zuschauer berücksichtigt. Alle Vorführungen starten am Sonntag um 10:45 Uhr mit einem Vortrag und anschließend der Film.

Am Sonntag, 24. August bespreche ich High Noon – 12 Uhr mittags. „12 Uhr mittags“ (Originaltitel: High Noon, 1952) gilt als einer der stilbildenden Klassiker des Western-Genres. Regisseur Fred Zinnemann inszenierte mit Gary Cooper in der Hauptrolle einen Film, der weit über den Western hinausweist: eine Parabel über Pflicht, Moral und Zivilcourage. Die Geschichte – ein Sheriff, der kurz vor seinem Ruhestand allein gegen eine Bande von Gangstern steht, während die Stadtbewohner ihn im Stich lassen – entfaltet sich in nahezu „Echtzeit“. Das stetige Näherkommen von 12 Uhr, symbolisiert durch die immer wieder eingeblendete Uhr, erzeugt eine fast unerträgliche Spannung. Karten gibt es hier.

Am Sonntag 31. August geht es weiter mit dem Komödienklassiker Die Ferien des
Monsieur Hulot
. „Die Ferien des Monsieur Hulot“ (1953, Regie: Jacques Tati) ist ein Meilenstein der Filmkomödie und zugleich eine liebevolle Satire auf die bürgerliche Feriengesellschaft der Nachkriegszeit. In episodischen Szenen zeigt Tati, wie sein unbeholfener, doch herzensguter Monsieur Hulot mit kleinen Missgeschicken und absurden Zufällen das Leben eines Badeortes durcheinanderbringt. Statt lauter Pointen setzt der Film auf feine Beobachtungen, subtile Gesten und das Spiel mit Geräuschen. Dialoge treten in den Hintergrund, wodurch Tatis einzigartiger Sinn für visuelle Komik zur Geltung kommt. Karten gibt es hier.

Wieder eine Komödie am 14. September mit dem Film Eins, zwei, drei. „Eins, zwei, drei“ (1961, Regie: Billy Wilder) ist eine rasante Politkomödie, die mit atemberaubendem Tempo den Kalten Krieg auf die Schippe nimmt. James Cagney brilliert als Coca-Cola-Manager in West-Berlin, der zwischen amerikanischem Kapitalismus, sowjetischem Kommunismus und deutscher Bürokratie jonglieren muss. Der Film lebt von seinem Wortwitz, dem gnadenlosen Rhythmus und Wilders Gespür, politische Gegensätze in pure Komödie zu verwandeln. „Eins, zwei, drei“ ist bissige Satire, temporeiches Screwball-Kino und zugleich ein Zeitdokument des geteilten Berlins – bis heute frisch und hochkomisch. Karten gibt es hier.

Eine Mischung aus Komödie und Horror gibt es am 21. September mit Shaun of the Dead. „Shaun of the Dead“ (2004, Regie: Edgar Wright) ist eine kongeniale Mischung aus Zombie-Horror und britischer Komödie. Mit scharfem Witz, perfektem Timing und unerschütterlicher Alltäglichkeit erzählt der Film, wie der träge Shaun (Simon Pegg) beim Versuch, sein Leben zu ordnen, mitten in einer Zombie-Apokalypse landet. Wrights detailverliebte Inszenierung, die popkulturellen Anspielungen und der Balanceakt zwischen Slapstick, Gesellschaftssatire und echtem Horror machen den Film zum modernen Kultklassiker. „Shaun of the Dead“ ist zugleich Parodie und Liebeserklärung an das Zombie-Genre – clever, rasant und unvergesslich komisch. Karten gibt es hier.

Heftig komisch und eine Provokation ist am 5. Oktober der Film Die Ritter der
Kokosnuss.
„Die Ritter der Kokosnuss“ (1975, Monty Python) ist eine anarchische Parodie auf die Artus-Sage und einer der einflussreichsten Kultfilme der Comedy-Geschichte. Mit absurdem Humor, legendären Sketchen – vom Killerkaninchen bis zum „Ni“-Ritter – und respektloser Spielfreude zerlegt das britische Ensemble alle Konventionen des Historien- und Abenteuerfilms. Der Film ist bis heute ein Paradebeispiel für Monty Pythons einzigartigen Stil: intelligent, albern, subversiv und zeitlos komisch.

Am 26. Oktober kommt wieder ein Western auf die Leinwand: Django. „Django“ (1966, Regie: Sergio Corbucci) ist einer der prägenden Italowestern und gilt als düstere Antwort auf Sergio Leones Klassiker. Franco Nero verkörpert den wortkargen Revolvermann, der mit einem geheimnisvollen Sarg durch trostlose Landschaften zieht und zwischen rivalisierenden Banden aufreibt.
Brutalität, Zynismus und die ikonische Titelfigur machten Django zum Kultfilm und zum Symbol des Spaghettiwesterns – ein Werk, das zahllose Nachfolger inspirierte und bis heute Genregeschichte schreibt.

Am 9. November wird es politisch unkorrekt mit Der Partyschreck. „Der Partyschreck“ (1968, Regie: Blake Edwards) ist eine zeitlose Slapstick-Komödie mit Peter Sellers in einer seiner größten Rollen. Als unbeholfener indischer Schauspieler Hrundi V. Bakshi sorgt er auf einer mondänen Hollywood-Party für ein Chaos, das sich von einer kleinen Panne zum kompletten Desaster steigert.
Mit perfektem Timing, minimalem Dialog und meisterhaft choreographierter Situationskomik entfaltet der Film eine fast musikalische Abfolge von Gags. Der Partyschreck ist eine Glanzstunde des visuellen Humors – elegant, pointiert und bis heute von ungebrochener Komik.

Für mich einer der wichtigsten Horrorfilme überhaupt ist The Shining, den ich am 16. November bespreche. „The Shining“ (1980, Regie: Stanley Kubrick) ist ein Meisterwerk des psychologischen Horrors und eine der einflussreichsten Stephen-King-Verfilmungen. Mit der klaustrophobischen Enge des Overlook-Hotels, Jack Nicholsons ikonischer Performance und Kubricks perfekter Bildsprache entsteht ein beklemmender Albtraum aus Wahnsinn, Isolation und Gewalt.
Der Film verbindet subtile Schreckmomente mit unvergesslichen Bildern und hat das Horror-Genre nachhaltig geprägt – ein Klassiker, der seine unheimliche Wirkung bis heute nicht verloren hat.

Am 21. Dezember geht es auf Weihnachten zu und da darf der Klassiker Schöne Bescherung nicht fehlen. „Schöne Bescherung“ (Originaltitel: National Lampoon’s Christmas Vacation, 1989) ist eine der beliebtesten Weihnachtskomödien überhaupt. Chevy Chase glänzt als ewiger Pechvogel Clark Griswold, der alles für das perfekte Familienfest tun will – und dabei in einer Kette herrlich chaotischer Missgeschicke versinkt.
Mit viel Slapstick, pointiertem Wortwitz und liebevollem Familienchaos verbindet der Film bissige Satire mit herzerwärmender Weihnachtsstimmung. Schöne Bescherung ist längst ein Kultklassiker für die ganze Familie und gehört fest zur alljährlichen Adventstradition.

Das Jahr schließt mit einem Western. Erbarmungslos kommt am 28. Dezember. „Erbarmungslos“ (Originaltitel: Unforgiven, 1992, Regie: Clint Eastwood) ist ein Spätwestern, der den Mythos des Genres schonungslos dekonstruiert. Eastwood spielt den gealterten Revolvermann William Munny, der widerwillig für einen letzten Auftrag zur Waffe greift – und dabei mit seiner eigenen Vergangenheit und der Gewalt des Westens konfrontiert wird.
Mit rauer Bildsprache, leisen Zwischentönen und großartigen Darstellern wie Gene Hackman und Morgan Freeman zeigt der Film den Western nicht als Heldensaga, sondern als moralisch ambivalentes Drama. Erbarmungslos wurde mit vier Oscars ausgezeichnet und gilt als einer der bedeutendsten Western der Filmgeschichte.

Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dass diese Reihe ein Erfolg wird.

Der Mann, der Liberty Valanace erschoss – Western-Matinee am Sonntag, 16. März im Scala FFB

14. März 2025

Wenn es um Western geht, dann geht es bei mir immer um John Ford. In meiner Western-Matinee am Sonntag, 16.März im Scala Fürstenfeldbruck zeige ich den wegweisenden Film Der Mann, der Liberty Valanace erschoss. Karten gibt es hier.

John Fords Der Mann, der Liberty Valance erschoss (The Man Who Shot Liberty Valance) ist mehr als nur ein Western – er ist eine tiefgründige Reflexion über Mythos und Realität, das Ende des Wilden Westens und den Übergang in eine zivilisierte Gesellschaft. Mit John Wayne als rauem Cowboy Tom Doniphon, James Stewart als idealistischem Anwalt Ransom Stoddard und Lee Marvin als furchteinflößendem Outlaw Liberty Valance versammelt der Film einige der größten Stars seiner Zeit und inszeniert ein packendes Drama über Macht, Moral und den Einfluss der Medien.

Der Film beginnt mit einer Rahmenhandlung: Der angesehene Senator Ransom Stoddard (James Stewart) kehrt nach Jahren in den kleinen Ort Shinbone zurück, um an der Beerdigung eines alten Freundes teilzunehmen. In Rückblenden wird die Geschichte erzählt, wie der junge, idealistische Anwalt Stoddard in die Stadt kam und sich dort mit dem skrupellosen Banditen Liberty Valance (Lee Marvin) anlegte. Während Stoddard versucht, Recht und Gesetz mit friedlichen Mitteln durchzusetzen, hält Tom Doniphon (John Wayne) an der alten Ordnung fest, in der das Gesetz der Waffe zählt.

Der berühmteste Satz des Films lautet: “Wenn die Legende zur Tatsache wird, druckt die Legende.” Dies zeigt das zentrale Thema des Films: Die Legende von Stoddard als dem Mann, der Liberty Valance erschoss, hat ihm Ruhm, politische Macht und Einfluss gebracht. Der Film thematisiert damit, wie Geschichte oft durch Mythen geformt wird – besonders in der amerikanischen Kultur.

Für mich ist dieser Film einer meiner Lieblingswestern und zählt zu meinen Lieblingsfilmen überhaupt. Ich freue mich auf Ihren Besuch am 16. März um 10:45 Uhr Scala. Karten gibt es hier.

Leichen pflastern seinen Weg (1968) – Rückblick auf meine Matinee

19. Januar 2025

“Leichen pflastern seinen Weg” ist ein Italo-Western aus dem Jahr 1968, inszeniert von Sergio Corbucci, der als einer der bedeutendsten Regisseure des Genres gilt. Der Film, international bekannt als “Il grande silenzio” oder “The Great Silence”, zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre und unkonventionelle Herangehensweise an das Western-Genre aus. Ich zeigte und besprach diesen harten Western bei meiner jüngsten Western-Matinee im Scala Fürstenfeldbruck. Die nächste Western-Matinee findet am Sonntag, 26.Januar statt. Ich bespreche und zeige den Film The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz. Karten gibt es hier.

Die Handlung von Leichen pflastern seinen Weg spielt in den schneebedeckten Bergen Utahs während eines strengen Winters im späten 19. Jahrhundert. Der stumme Revolverheld Silence, verkörpert von Jean-Louis Trintignant, wird von verfolgten Gesetzlosen angeheuert, um sie vor skrupellosen Kopfgeldjägern zu schützen. Klaus Kinski brilliert in der Rolle des eiskalten Kopfgeldjägers Loco, der ohne Gewissensbisse Jagd auf die Flüchtigen macht. Zwischen Silence und Loco entspinnt sich ein tödlicher Konflikt, der von Rache, Habgier und moralischer Ambivalenz geprägt ist. Hier ist der Vortrag als Aufzeichnung.

Was diesen Film besonders macht, ist seine radikale Abkehr von den typischen Western-Konventionen. Statt staubiger Wüsten dienen verschneite Berglandschaften als Kulisse, was eine kalte und unerbittliche Stimmung erzeugt. Die beeindruckende Kameraführung von Silvano Ippoliti fängt die eisige Atmosphäre meisterhaft ein und verstärkt die bedrückende Stimmung des Films.

Ich freue mich auf Sie und die nächste Matinee The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz. Karten gibt es hier.

Leichen pflastern seinen Weg – Western-Matinee am Sonntag, 17. November im Scala FFB

16. November 2024

“Leichen pflastern seinen Weg” ist ein Italo-Western aus dem Jahr 1968, inszeniert von Sergio Corbucci, der als einer der bedeutendsten Regisseure des Genres gilt. Der Film, international bekannt als “Il grande silenzio” oder “The Great Silence”, zeichnet sich durch seine düstere Atmosphäre und unkonventionelle Herangehensweise an das Western-Genre aus. Ich bespreche diesen Film in unserer Western-Matinee am Sonntag, 17. November im Scala Fürstenfeldbruck. Karten gibt es hier. Auch das Wetter passt ideal zu diesem Film.

Was diesen Film besonders macht, ist seine radikale Abkehr von den typischen Western-Konventionen. Statt staubiger Wüsten dienen verschneite Berglandschaften als Kulisse, was eine kalte und unerbittliche Stimmung erzeugt. Die beeindruckende Kameraführung von Silvano Ippoliti fängt die eisige Atmosphäre meisterhaft ein und verstärkt die bedrückende Stimmung des Films.

Die Handlung spielt in den schneebedeckten Bergen Utahs während eines strengen Winters im späten 19. Jahrhundert. Der stumme Revolverheld Silence, verkörpert von Jean-Louis Trintignant, wird von verfolgten Gesetzlosen angeheuert, um sie vor skrupellosen Kopfgeldjägern zu schützen. Klaus Kinski brilliert in der Rolle des eiskalten Kopfgeldjägers Loco, der ohne Gewissensbisse Jagd auf die Flüchtigen macht. Zwischen Silence und Loco entspinnt sich ein tödlicher Konflikt, der von Rache, Habgier und moralischer Ambivalenz geprägt ist.

Die Charaktere sind vielschichtig und brechen mit stereotypen Darstellungen. Silence ist kein klassischer Held, sondern ein gebrochener Mann mit eigener tragischer Vergangenheit. Seine Stummheit verleiht ihm eine mysteriöse Aura und macht seine Handlungen umso ausdrucksstärker. Klaus Kinski liefert eine intensive Performance ab, die die Grausamkeit und Unberechenbarkeit seines Charakters eindringlich vermittelt.

Der Soundtrack von Ennio Morricone unterstreicht die melancholische und düstere Stimmung des Films perfekt. Die musikalischen Kompositionen sind zurückhaltender als in anderen Western dieser Zeit, aber gerade dadurch äußerst wirkungsvoll und einprägsam. Ein besonderes Merkmal von “Leichen pflastern seinen Weg” ist sein kompromissloses und überraschendes Ende, das die Erwartungen des Publikums bewusst unterläuft. Diese mutige Entscheidung verleiht dem Film eine zusätzliche Tiefe und regt zum Nachdenken an. Corbucci nutzt den Film, um Themen wie Ungerechtigkeit, Korruption und die Sinnlosigkeit von Gewalt zu thematisieren.
Ich freue mich auf Sie und den Film. Karten gibt es hier.

Der schwarze Falke (1956) – Rückblick auf meine Western-Matinee

12. November 2024

Wir haben es gewagt und wir hatten aufs richtige Pferd gesetzt. Nach meiner erfolgreichen phantastische Matinee im Scala Kino Fürstenfeldbruck starteten wir eine Western-Matinee und waren skeptisch, ob es noch ein Publikum für den Wilden Westen gibt.

Und siehe da: Es gibt es und der Auftakt war John Fords wichtigster Western Der schwarze Falke von 1956. Hier meine Einführung zum Film.

John Fords 1956 veröffentlichter Western „Der schwarze Falke“ („The Searchers“) gilt als eines der bedeutendsten Werke des amerikanischen Kinos. Der Film, der auf Alan Le Mays gleichnamigem Roman basiert, bietet nicht nur eine fesselnde Geschichte, sondern auch eine vielschichtige Charakterstudie und eine kritische Auseinandersetzung mit Themen wie Rassismus, Obsession und Identität – alles Themen unserer Zeit.

Ethan Edwards, gespielt von John Wayne, ist eine komplexe Figur, die von Rache und Hass getrieben wird. Seine rassistischen Einstellungen gegenüber den Native Americans sind tief verwurzelt und beeinflussen seine Handlungen maßgeblich.

„Der schwarze Falke“ markiert einen Wendepunkt in John Fords filmischem Schaffen. Während seine früheren Western oft heroische Narrative und klare moralische Linien zeichneten, präsentiert dieser Film eine düstere und ambivalente Sicht auf den amerikanischen Westen. Ford dekonstruiert den Mythos des edlen Cowboys und stellt die Gewalt und Vorurteile der Pionierzeit in den Vordergrund.

Die nächste Western-Matinee ist am Sonntag, 17. November um 10:45 Uhr. Wir besprechen und zeigen den hervorragenden Italo-Western Leichen pflastern seinen Weg. Karten gibt es hier.

Filmrkitik: Horizon von Kevin Costner

22. August 2024

Da hat sich Kevin verrannt. Es ist lobenswert, wenn ein Regisseur und Schauspieler für eine Sache brennt und es ist noch lobenswerter, wenn ein fesselnder Film oder gar ein Meisterwerk daraus entsteht. Mit Horizon wollte Kevin Costner ein Western-Epos schaffen und ist meiner Meinung an seinem eigenen Anspruch gescheitert.

Vier Teile soll Horizon umfassen. Zwölf Kinostunden und zwölf Jahre als Eroberung des Wilden Westens. Jetzt kam die erste Episode dieses Herzenswerks von Costner in die deutschen Kinos und ich bin nicht davon überzeugt, dass sich der Film wacker schlägt. Da wird auch der enorme Werbeaufwand des Verleihs nichts nutzen.

Ich bin nicht der Meinung, dass der Westernfilm tot ist, aber eines darf ein Film nicht: Langweilen und wenn ich mich im Kino genötigt sehe, bei 181 Minuten auf die Uhr zu blicken und mich zusammenzureißen, dann wird es vielleicht anderen Zuschauern auch so gehen.

Horizon ist kein schlechter Film geworden, dazu versteht Costner sein Handwerk viel zu gut. Aber er hat sich mit einem Epos zu viel aufgeladen und ein Versprechen abgegeben, das er nicht erfüllen kann, leider.

Die Saga beginnt in New Mexico, 1861. Der Bürgerkrieg ist am Horizont zu erkennen und Siedler nehmen der Weg nach Westen auf und besetzen Gebiete der Apachen. Die sind darüber nicht angetan und massakrieren die Siedler gleich mal und schon beginnt der klassische Rachefeldzug.

Costner baut seine Geschichte langsam auf, für meinen Geschmack zu langsam. Seine Figuren berühren nicht. Es wird erst gemeuchelt, dann kommen die Charaktere. Costner taucht als schweigsamer Hayes Ellison erst nach einer Stunde auf der Leinwand auf.

Die dargebotenen Handlungsstränge verwirren, finden erst gegen Ende des Film zusammen und ergeben einen Sinn. Und als ich als Zuschauer langsam Geschmack an der Sache finde, ist der Film aus und lässt mich etwas ratlos zurück. Es kann sein, dass ab Teil 2, der im November in die Kino kommen soll, einfacher wird.

Flüchtige Eindrücke von Lübeck – ein Spaziergang

16. September 2019

In diesem Blog habe ich über zahlreiche Ausflugstipps zu Lübeck gebloggt – einfach Lübeck in die Suchmaske eingeben. Hier noch ein paar kleinere Tipps und Impressionen aus dieser Stadt der Hanse.

Tanzbär Maria Magdalena
Am 22. Juli ist der offizielle Gedenktag der Heiligen Maria Magdalena. Und eine interessante Skulptur der Maria gibt es auf dem ehemaligen Gefängnishof des Burgklosters, oberhalb des Europäischen Hansemuseums.
Die Lübecker sind Maria-Fans, denn sie soll bei der Schlacht von Bornhöved am 22. Juli 1227 die Feinde mit Sonnenlicht geblendet haben. Als Dankeschön bauten die Lübecker das Burgkloster oder Maria Magdalena-Kloster.

Ich schaute mir die Maria-Skulptur von Kiki Smith an, als ein älteres Ehepaar zu mir trat und sich über die Nacktheit der Maria beklagte. Nun, die US-amerikanische Künstlerin wollte mit ihrer Bronzeskulptur aus dem Jahr 1994 die Heilige als nackte Sünderin zeigen, die eine zerbrochene Eisenkette am Fuß trägt. Ich dachte ursprünglich, dass die Eisenkette aufgrund des ehemaligen Gefängnishofes angebracht war, aber falsch gedacht. Es sollte an einen Tanzbären erinnern.

„Wild Woman“ lautet der Titel der Skulptur im Original. Es ist die Geschichte von Maria von Ägypten, einer bekehrten Prostituierten, die aus Reue in die Wüste wandert. Der Haarwuchs, der ihren einst sündigen Körper verdeckt, ist das Resultat dieser langjährigen Buße und ein Zeichen der Scham und des göttlichen Schutzes. Vom vielen Beten auf den Knien ist ihr Haarkleid an diesen Stellen allerdings abgetragen.

Paradies für Musik
Wahrlich profan geht es weiter mit einem 2nd Hand Laden für Vinyl, CDs und Laserdiscs. Ich musste mich im Studio 1 zusammenreißen, dass ich nicht stundenlang in dem Geschäft verbrachte. Ich wählte aus dem Soundtrack-Regal ein paar Sachen aus, um meine Sammlung von John Williams, Jerry Goldsmith und Howard Shore zu vervollständigen. Im Bereich Picture Disc Vinyl Soundtracks habe ich leider nichts gefunden, dafür holte der Inhaber eine LaserDisc-Box mit der Götterdämmerung von Wagner aus dem Jahrhundertring hervor. Das Teil war noch original eingeschweißt. Der Händler empfahl mir, die Box zu öffnen, ob alles in Ordnung sei und siehe da, die LaserDiscs hatten Laser-Rot und gingen daher zurück. Sehr fair von dem Händler mich beim Kauf darauf hinzuweisen und daher klare Empfehlung für alle Musikfreunde in Lübeck.

Erinnerung an den Todesmarsch
Vor unserem Hotel war ein kleiner Grünstreifen und darauf stand eine Erinnungsstele an einen Todesmarsch. Diese Stele erinnert an den Todesmarsch von 500 Häftlingen aus Auschwitz und Mittelbau-Dora. Sie wurden im April 1945 durch Holstein getrieben. Die meisten verloren ihr Leben während der Cap Arcona Katastrophe am 3. Mai 1945 in der Lübecker Bucht.

Die Cap Arcona war das Flaggschiff der Hamburg-Südamerika-Linie. Es wurde nach dem Kap Arkona auf der Insel Rügen benannt. Das Schiff wurde am 3. Mai 1945 durch britische Flugzeuge versenkt, wobei die meisten der an Bord befindlichen ca. 4.600 KZ-Häftlinge ums Leben kamen.

Marzipan-Schock
Lübeck steht für Marzipan – und ich hab das Glück, dass ich Marzipan nicht mag. Daher konnte ich ganz entspannt durch die Verkaufsräume von Marzipan Niederegger gegenüber dem Rathaus spazieren und mir die Naschereien ansehen. Ich bin begeistert, was die Künstler alles so produzieren.

Als ich meinem Netzwerk ankündigte, dass ich ein paar Tage in Lübeck verbringen würde, kam der Hinweis, dass ich unbedingt bei Niederegger Café am Rathausplatz einen Kaffee mit Marzipan trinken müsse. Hab ich gemacht. Der süße Trank hat einen um, eine Tasse war prima, aber mehr brauch ich auch nicht.

Kino im Verfall
Als Kinofan stimmen mich verlassene Filmpaläste traurig. In Lübeck traf ich auf so ein altes Lichtspielhaus: Das Eden Kino. Es hat eine lange Kinohistorie hinter sich. Es begann am 22. Mai 1919 als Volks-Kino Bürgerverein, 1920 firmierte es als Kammer-Lichtspiele, wechselte immer wieder den Besitzer, nannte sich ab 1928 Eden, überstand den Krieg und nach der Währungsreform waren wohl Westernfilme hauptsächlich im Programm. 1975 kamen Pornos dazu und später war es für zwei Tage ein Art-Kino und dann gab es wieder nackte Haut. 1985 wurde der Kinobetrieb eingestellt und das war es dann mit dem Kino. So ist der Lauf der Dinge, aber als Filmfan macht mich die ganze Sache traurig.

Wie beschrieben, sind das nur ein paar Eindrücke von Lübeck. Im Blog findet sich mehr und ausführlichere Tipps.

Aktuelle Winterspiele: LEGO Star Wars Echo Base

10. Februar 2010

LEGO Star Wars Echo Base

Den Schnee kann ich bald nicht mehr sehen. Gestern nacht erinnerte ich mich an verschiedene Schneefilme. Zwei Filme blieben mir besonders in Erinnerung: Einmal den Schneewestern „Leichen pflastern seinen Weg“ mit einem genialen Kinski und natürlich das „Imperium schlägt zurück“ aus der Star Wars-Reihe.
„Il grande silenzio“, so hieß der Kinski-Western im Original stammt aus dem Jahr 1968 und ist ein extrem negativer Film. Leichen pflastern seinen Weg hat es aber in sich. Kopfgeldjäger belagern ein Dorf und gegen Ende wird der stumme Held (Jean-Louis Trintignant) von Kinski erschossen. Sergio Corbucci, der später lustige Bud Spencer/Terence Hill-Filme drehte, führte bei diesem Italo-Western Regie. Und er führte seine Schauspieler genial. Nachdem Helden im Western sowieso nicht viel reden, war konsequent der Held des Films gleich stumm. Der ganze Film provoziert: Die Schneelandschaft schafft eine eisige Atmosphäre und das negative Ende in dem der Held erschossen wird, verstört zutiefst. Ich glaube, der Film hatte damals eine politische Botschaft, die aber heute nicht mehr aktuell ist. Corbucci widmete den Film Jesus, Martin Luther King und Che Guevara und bietet eine Interpretation an. Symbole wie Kreuzigung, geschundene Hände, Ermordung eines Helden sind im Film zu Hauf.
Der zweite Schneefilm ist „Das Imperium schlägt zurück“ stammt aus dem Jahr 1980 und war der Hammer. Der Eisplanet Hoth kam bei mir gut an. Und auch bei meinem Sohn. Er mag das Wampa, das böse einheimischen Schneemonster. Ich hab ihm allerdings nicht verraten, dass Luke Skywalker dem Monster den Bauch aufgeschnitten hat und sich in den warmen Eingeweiden aufwärmt. Aber die Verteidigung der Echo Basis und der Angriff der Walker sind genial. Ich habe bei Amazon diese netten Lego Star Wars Figuren entdeckt. Die LEGO Star Wars 7749 – Echo Base muss ich haben.
Zum zehnjährigen Jubiläum von Lego Star Wars nehmen die imperialen Streitkräfte die geheime Rebellenbasis auf dem Planeten Hoth ein. Han Solo ist mit seinem tauntaun unterwegs, als er plötzlich von den Schneetruppen angegriffen wird. Da ist der volle Einsatz der Krieger der Rebellenallianz am Geschützturm und am Geschützwall gefragt. Das Set enthält 2 Schneetruppen, 2 Rebellensoldaten von Hoth, Han Solo mit Hoth-Ausrüstung und den allerersten LEGO Tauntaun.