Ich bin ein Mann und ich habe einen Schuhtick – und ich neugierig. Diese Eigenschaften hab ich mal kombiniert. Ich habe mal die AR-Version von der Amazon Smartphone-App für iOS ausprobiert. Bei einigen Produkten ist eine 360 Ansicht im Raum über augmented reality möglich.
Bei einer mehrstündigen Zugfahrt habe ich es getestet. Ich hab leichte Sneaker von Skechers gefunden, die mir gefallen hat. Nix besonderes, aber mal eine Abwechslung im Schuhalltag. Skechers ist eine Lifestylemarke aus USA zählt zu den weltweit führenden Anbietern für trendige Schuhe. 1992 gründeten Robert und Michael Greenberg das Unternehmens mit dem Ziel, eine europäische Marke in die USA zu importieren.
Es gab mehrere Möglichkeiten, den Schuh zu betrachten. Natürlich als Fotos in verschiedenen Aufnahmewinkel, dann als 360 Grad Version bei dem ich den Schuh am Bildschirm drehen kann und dann die virtuelle Anprobe. Das wollte ich gleich mal ausprobieren.
Funktion in der App aktiviert und Kamera auf meinen linken Fuß gehalten, an dem ein abgetragener Reiseschuh von GORE-TEX saß. Sofort erschien der neue linke Schuh virtuell an meinem Fuß. It’s Magic würde Steve Jobs sagen. Ich kann den Fuß bewegen und mir den Schuh in verschiedenen Positionen an meine Fuß ansehen. Leider hat der Zug so gewackelt, so dass meine Bilder nicht ganz perfekt wurden.
Meine Customer Journey, wie es im schönsten Marketingdeutsch heißt, war ein voller Erfolg. Die Customer Journey beschreibt den Weg eines potenziellen Kunden vom Erstkontakt mit einem Unternehmen, einem Produkt oder einer Dienstleistung bis zum Kaufabschluss.
Im Grunde ist dieser schreckliche Putin mit seinem verbrecherischen Angriffskrieg gegen die Ukraine daran schuld. Unsere Familie folgt dem Aufruf der Bundesregierung und spart Gas – ziemlich konsequent. Und die Folge ist natürlich, dass die Temperaturen in der Hütte niedriger sind als bei Vorkriegszeiten. Sparen ist angesagt. Warme Klamotten reichen aus, um diese Temperatur zu kompensieren. Und: Der Winter war nicht so schlimm wie befürchtet.
Nur bei mir im Dach kommt es vom Boden kühl daher. Im Dach befindet sich mein Arbeitszimmer, in dem ich als Selbstständiger doch einige Zeit des Tages verbringe. Ich trage zwar Hausschuhe, aber meine Rohde Viborg Herren Schuhe aus Leder und Lammfell sehen zwar edel aus, reichen mit ihrer relativ dünne Sohle nicht aus, um von unten zu isolieren. Also der Entschluss: Es müssen wärmere Hausschuhe her. Und sie sollten wieder von Rohde sein, denn mit den Produkten dieses deutschen Unternehmens bin ich bisher gut gefahren bzw gelaufen. Das Unternehmen von 1862 stellt Hausschuhe und Sandalen her. Im Bett vor dem Einschlafen bei Amazon ein paar Schlappen zusammengeklickt, aber die Bestellung noch nicht abgeschickt. Eine Nacht über Entscheidungen zu schlafen hat sich immer bewährt.
Am nächsten Morgen aufgewacht und natürlich im Bett den Social Media-Status der verschiedenen Kanäle gecheckt. Und mein Zuckerberg! Es erscheint in meinem Facebook-Feed ein Hinweis des örtlichen Schuhhauses mit genau meinen Wunschhausschuhen, kein sponsored Post, sondern klassisch im Newsfeed.
Schuhmachermeister Andreas Dittrich mit dem ich in Facebook befreundet bin, hat bei uns in der Gemeinde das alteingesessene Schuhhaus Huttenloher übernommen. Andreas Dittrich kennt sich in Sachen Schuhe aus. Die Familie fertigte 1921 in Schwabing Schuhe für die Hautevolee. Es folgten Geschäfte im Laufe der Zeit in Aubing, Neuaubing, Germering und seit ein paar Monaten eben in meiner Wohngemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Also beim Frühstück den Post kommentiert und nach dem Frühstück in Räuberzivil bei Andreas Dittrich Schuhhaus Huttenloher vorbeigeschlappt. Die Gattin begleitet mich, denn sie kennt meinen Schuhtick, damit es wirklich nur bei einem Paar Hausschuhe bleibt.
Bei mir ging es ratz fatz. Die Mutter von Andreas Dittrich war im Geschäft und bediente mich. In der engeren Auswahl waren zwei Modelle von Rohde und ich entschied mich doch für das analoge Paar aus dem digitalen Facebook-Post.
Marketingtechnisch heißt es so schön: Die Customer Journey war erfolgreich und ich kam zum Kaufabschluss. Die Gattin, die eigentlich auf mich aufpassen wollte, probierte derweil Winterstiefel um Winterstiefel an. Am Ende wurden es bei ihr zwei Paar, bei mir das reduzierte Paar Hausschuhe und ein glücklicher Andreas Dittrich. Gleich noch ein Schwätzchen über Meisterprüfungen im Handwerk gehalten und alle waren zufrieden. Das ist der Vorteil des stationären Handels. Bei Amazon hätte ich nur ein Schwätzchen mit dem DHL-Boten geführt und mich über Country-Musik unterhalten.
Meine Schuhe sind bequem und trotzen dem Putin. Die Einkäufe der Gattin trafen zu Hause auf das Interesse der Tochter und so teilen sich die weiblichen Mitglieder der Familie nun die Winterstiefel. Übrigens: Die Argumentation, dass wir uns die Schuhe hätten sparen und stattdessen russisches Erdgas verheizen können, lass ich nicht gelten.
Als Kind habe ich von meinen Eltern richtig eins aufs Dach bekommen, als ich meine neuen weißen Turnschule mit Filzstiften angemalt habe. Andere wie kokoart haben dies auch gemacht und haben ein Business daraus entwickelt.
Beim Schlendern über den Camden Market in London durch die vielen Gassen voller Läden in denen Kreative und junge Labels ihre Produkte ausstellen, blieb ich bei kokoart hängen. Der Stand war voller Sneakers, die individuell bemalt waren. Hinter einem Tisch saßen zwei Spanierinnen, die bei lauter Musik aus einem Tablet die weißen Schuhe bemalten. Das machte mich neugierig und blieb stehen. Kreativ wurden die Schuhe verziert. Die Motive stammten aus der Pop-Kultur wie Comics, Anime, Musik, Kunst, aber auch freie assoziative Arbeiten. Einfach Farbe, einfach bunt. Die beiden Spanierinnen hatten Farben in Dosen und Tuben vor sich und malten intensiv die weißen Schuhe an. Unter dem Tisch gab es einen Haartrockner, damit die Farbe schnell trocknete.
Als ich in den kleinen Stand herantrat, sah ich mehrere Musterbücher zum Durchblättern. Hunderte von Motiven gab es zur Auswahl – wer die Wahl hat, hat die Wahl. Eine der freundlichen Damen erklärte mir auf Englisch, dass ich auch eigene Fotos einsenden könne und die Kreativen von kokoart malen diese dann auf die Sneakers.
K2 wollte das ausprobieren und weil wir in London für ein BTS Konzert weilten, wählte K2 das Motiv Love Yourself. Wir wählten die Schuhgröße, bezahlten und die Spanierinnen begannen zu malen. Den Start habe ich auf Video festgehalten.
Die ganze Aktion dauerte rund 45 Minuten. Dann war die Farbe getrocknet und wir konnten die Schuhe in Empfang nehmen. Die Farben sind wasserfest und die Schuhe sollen bei 30 Grad Celsius waschbar sein. In London gibt es kokoart mit vier Niederlassungen seit 2011. Auch in Palma de Mallorca gibt es eine Niederlassung – klar, daher kamen die Spanierinnen.
Wenn ich Bedenke, dass ich als Jugendlicher die gleiche Idee hatte als ich meine Turnschuhe bemalte. Nun, meine Eltern standen dieser kreativen Idee entgegen. Schade.
Facebook-Werbung wirkt – zumindest bei mir. Facebook weiß, dass ich Schuhe gerne mag und das soziale Netzwerk blendet mir immer wieder Angebote von Schuhherstellern ein, meist ist es aber langweiliges Zeug. Die Schuhe der Firma Giesswein aus Österreich weckten aufgrund der bunten Farben meine Aufmerksamkeit, schließlich mag ich vor allem rote Schuhe.
Ein schönes Rot haben die Merino Runners von Giesswein.
Hin und her überlegte ich mir, ob ich die Merino Runner kaufen sollte. Schuhe aus Merino-Schafwolle hab ich noch nicht und da Facebook mir einen Aktionscode präsentierte, schlug ich zu. Einfach mal ausprobieren, dachte ich mir.
Ein paar Tage später trafen die roten Merino Runner bei mir ein.
Die Schuhe sind extrem leicht und sehen auch bequem aus. Anprobiert und ein, zwei Tage herumgelaufen – mal mit, mal ohne Socke. Die Wollschuhe riechen nicht. Mir gefallen die Schuhe von der Farbe, doch ein Problem hatte ich: Sie sehen etwas ökomäßig aus. Eleganz ist etwas anderes. Ich kann die Schuhe in meiner Freizeit wunderbar tragen, aber zu offiziellen Terminen und bei meinen Seminaren, wo ich vor vielen Zuhörern vortrage, will ich lieber etwas offizielleres Tragen: Im Moment liebe ich die Marken Lloyd und Mascolori.
Ich mag Schuhe von Lloyd, aber aufgrund eines gequetschten Zehs passe ich nicht richtig rein.
Doch dann passierte mir ein Unfall. Beim Aufräumen der Terrasse knallte der Betonsockel des Sonnenschirms auf meine rechte Fußzehe. Blut spritze, der Schmerz war höllisch und ich verbrachte die halbe Nacht in der Notaufnahme des Kreiskrankenhauses Fürstenfeldbruck. Für den Unfallarzt, der tagtäglich schlimme Verletzungen sieht, war mein Zeh wohl eher eine Kleinigkeit – für mich war es eine schmerzhafte Sache. Gott sei Dank nur gequetscht, nicht gebrochen. Aber der Zeh musste regelmäßig verbunden werden. Und dadurch wurde der Fuß dicker und passte in keinen meiner Standardschuhe. Das ist echt ein Problem: Der dicke Fuß mit Verband passte nicht in mein modisches Schuhwerk. Einzig die japanischen Vibram FiveFingers Furoshiki und meine Giesswein Merino Runners passten.
Es kamen die ersten Geschäftstermine. Absagen ist als Freiberufler nicht besonders sinnvoll, denn Geld fließt nur für Leistung. Die Furoshiki gehen absolut nicht zum Anzug, also trug ich meine Merino Runners von Giesswein. Das knallige Rot fiel auf und ich wurde auf die Schuhe immer wieder angesprochen. „Das sind doch die Schuhe aus der Facebook-Werbung“, erklärte mir sogar ein Seminarteilnehmer. Ich muss zugeben, dass ich mich trotz Freizeitlook an den Füßen recht gut schlug. Mein erster offizieller Termin war mit der Bundesministerin für Digitales Dorothee Bär, die mich gleich auf die Schuhe angesprochen hat. Hier ist das Interview für den Bloggerclub.
Ministerin Dorothee Bär fielen die Schuhe sofort auf.
Die Schuhe sind fabelhaft zum Tragen, leicht zu verstauen und die Farben sehen prima aus. Nach zwei Wochen ist allerdings das aufgenähte Logo von Giesswein an einem Schuh abgegangen – nun, damit kann ich leben.
Das Logo von Giesswein verabschiedete sich schnell.
Im Laufe der Zeit wurden die Schuhe staubiger, das Rot stumpfte ab und ich warf Schuhe bei 30 Grad in die Waschmaschine. Ganz sauber wurden sie nicht, aber wieder ansehbar und tragbar. Zum Trocken stellte ich die nassen Wollschuhe mit Spanner nicht in die Sonne, sondern an einen geschützten Ort. Zwei, drei Tage brauchten die Merino Runner bis sie vollkommen trocken waren.
Ab in die Waschmaschine, aber nicht in die Sonne.
Um die Zeit zu überbrücken, bestellte ich mir ein grünes Paar in meiner Größe. Der Zeh heilte nur langsam, schmerzte immer wieder und einmal trug ich meine eleganten Treter, aber es war nicht auszuhalten. Ich muss noch ein wenig die Merino Runners tragen bis der Zeh ganz verheilt ist.
Ein zweites Paar in Grün muss her bis der Zeh verheilt ist.
Bei der Kickstarter-Kampagne ordnete ich jetzt die Sneakers von Giesswein. Ich bin auf die Farben gespannt. Nach meinen Schuhen mit den drei Streifen, meinen Converse und Asics kommen jetzt Giesswein-Schuhe hinzu. Ich bin gespannt, wie sich die Österreicher am Fuß beim Sport machen. Ich werde berichten – und ich freue mich, wenn dieser Dreckszeh wieder geheilt ist.
Ich liebe Schuhe. Ja, als Mann liebe ich Schuhe und eine meiner Marken ist Timberland. Wenn es kalt wird, dann setzte ich auf die Original 6-inch Stiefel von Timberland und bin mit den Schuhen höchst zufrieden.
Und dennoch: Das war für absehbare Zeit das letzte Mal, dass ich Timberland Schuhe gekauft habe. Ich fühle mich als Kunde veräppelt. Warum? Lest selbst: Ich habe mit die London Edition der Original 6-inch Stiefel online gekauft. Sie gibt es nur online im Store und natürlich musste ich die Stiefel in rot haben. Ich liebe rote Schuhe, bin zwar nicht Papst Benedikt und trage dennoch sehr viele rote Treter. Herrenschuhe sind in der Regel langweilig und ich freue mich über Farbe in meinem Leben. Bisher hatte ich Timberland-Schuhe im klassischen Schwarz und Braun und als ich die Limited Edition online sah, schlug mein Herz höher und ich habe mich gleich in die Schuhe verliebt. Frauen wissen, was ich damit meine. 209 Euro kosten die Dinger, viel Geld, aber meine Gier war größer. Die Schuhe wurden bestellt und ich ging auf Reisen zu meinen Vorträgen, um Geld zu verdienen.
Die Schuhe wurden derweil geliefert. UPS hat das Paket perfekt gebracht, als ich nicht zu Hause war. Nach meiner Rückkehr freute ich mich sehr und wollte ein Unboxing-Video für meinen YouTube-Kanal drehen. Dazu bin ich auf die Website von Timberland gegangen, um noch ein paar Infos über die Schuhe zu bekommen. Ich las: „Bei der limitierten Serie unserer kultigen 6-Inch Boots wird die charakteristische Silhouette mit neuen Farbtönen kombiniert. Edle Verzierungen, die den besonderen Charakter von fünf Weltstädten widerspiegeln, runden das Gesamtbild stilvoll ab. In diesen exklusiven Stiefeln pulsiert die Energie Londons. Sie erinnern an die beliebten Doppeldeckerbusse und typisch britschen Tweed.“ Wunderbar hat alles gepasst: Als ich den Preis sah, wurde ich aber ärgerlich: Reduziert auf 167 Euro. Ich hatte also 42 Euro zuviel gezahlt. Also den Kundendienst von Timberland angemailt, wie denn nun zu verfahren sei. Soll ich die Schuhe zurücksenden oder bekomme ich die Differenz verrechnet? Die Schuhe selbst sind ein Traum und absolut empfehlenswert.
Tags darauf, meldete sich Timberland und verrechnete mir die Differenz. Vielen lieben Dank dafür und ich war über den Kundendienst begeistert. Das gefällt mir. Ich drehte mein Unboxing-Video und ging die ersten Schritte mit meinen neune Timberland spazieren. Tolle Schuhe – ich bin von der Qualität und vom Tragekomfort begeistert. Das ist Timberland, wie ich die Schuhe kenne. Aber ich ärgerte mich schon, dass ich 42 Euro zuviel gezahlt hatte. Wenn ich mich nicht gemeldet hätte, dann hätte Timberland sicherlich nicht mir die Summe gutgeschrieben.
Als ich das Video zur YouTube hochlud, ging ich nochmals auf die Website von Timberland und stellte entgeistert fest: Die hatten die Schuhe nochmals im Preis gesenkt: Nun 146 Euro. Allerdings soviel Fairness muss sein. Es gab die Schuhe nicht mehr in meiner Größe, sondern nur noch in 47,5. Ich trage Schuhgröße 42. Vielleicht gab es gestern oder vorgestern die Schuhe in meiner Größe – heute aber nicht mehr.
Ich habe mich nicht mehr beim Kundenservice von Timberland gemeldet, fühle mich als Kunde aber unwohl. Klar, das ist Marktwirtschaft und Timberland kann den Preis senken, wie das Unternehmen es für richtig hält. Aber wenn ich das Gefühl habe, die Unternehmen senkt Tag für Tag die Preise und ich muss mich als Kunde ärgern, dass ich die Sachen zu teuer gekauft habe, dann reagiere ich als Kunde empfindlich. Auch das ist Marktwirtschaft, denn es gibt noch andere gute Schuhfirmen.
Ich bin bereit für Qualität einen guten Preis zu bezahlen. Die Qualität bei Timberland stimmt. Aber meines Erachtens stimmt die Preispolitik in diesem Fall nicht. Daher freue ich mich sehr über die London-Edition meiner Timberland-Stiefel, werde aber künftig verzichten, bei Timberland einzukaufen.
Abendspaziergang in Palma mit den richtigen Schuhen.
Für meinen jüngsten Urlaub in Mallorca wählte ich leichtes Schuhwerk aus. Als Fan von Vibram freue ich mich immer über neue Ideen für meine Füße. Also kamen dieses Mal Vibram FiveFingers Furoshiki ins Gepäck. Die Schuhe sind leicht, bequem und waren für den Mallorca-Urlaub ein Hingucker.
Ich spreche kein Japanisch, aber ich glaube Furoshiki ist eine traditionelle Form der Verpackung mit einem Tuch. Vibram hat das Wickelkonzept des Lastentragens auf Schuhe übertragen. Aufgrund der anatomischen Sohle und dem Stretchgewebe passt sich der Schuh bequem an jeden Fuß an. Durch das Umhüllen des Oberfußes mit dem elastischen Stretchgewebe und dem einzigartigen Schließsystem gibt der Schuh dem Fuß einen sicheren Halt. Ich habe dieses Mal als Farbe Schwarz gewählt, aber es gibt Vibram FiveFingers Furoshiki in verschiedenen Farben. Aber ich wollte nicht zu sehr auffallen.
Gewickelter Schuh durch die Vibram FiveFingers Furoshiki
Ich habe die Schuhe am Strand, am Pool und in der Stadt getragen. Sie drücken nicht, aber trotz schwarzer Farbe sind die aufgefallen. Die Leute haben mich angesprochen und waren neugierig. Ich empfinde den persönlichen Gehkomfort als sehr hoch und kann die Vibram FiveFingers Furoshiki weiterempfehlen. Allerdings fallen die Schuhe etwas klein aus, also ruhig eine Nummer größer bestellen.
Wollte ich barfuß laufen, lassen sich die Schuhe zusammenwickeln und in einen Beutel verstauen. Die Schuhe wiegen nur 220 Gramm und passen in jedes Gepäck. Nach dem Urlaub kamen sie in die Waschmaschine bei 30 Grad Celsius, nachdem sie in Mallorca überall dabei waren und von mir getragen wurden.
Ich machte den Anfang und ich mache das Ende – gemeint ist die Blogparade der Münchner IronBlogger zum großartigen Thema Leidenschaft. Ich startete mit meiner Leidenschaft zum Thema 8-Bit-Videospiele und möchte mit meiner Leidenschaft Schuhe enden. Ja richtig, Schuhe. Ich liebe Schuhe und in jeder Stadt gehe ich meiner Leidenschaft nach. Übrigens, ich bin ein Mann.
Krasse Kombi, ich weiß.
Wir Männer haben nicht viel um aufzufallen, um modisch Eindruck zu schinden. Ich trage keine Ohrringe, Ketten und anderen Schmuck. An den Finger trage ich einen Ring, manches Mal sind es zwei oder drei – je nach Anlass. Die Zeiten der protzigen Uhren sind in Zeiten der AppleWatch auch vorbei. Meine Klamotte ist weißes Hemd, Fliege, schwarze Hose, Jacke – auch nicht gerade der modische Brüller.
Was bleibt sind Hüte und Schuhe. Beides erwerbe ich mit großer Leidenschaft. Klassische US-Kappen sind nicht mein Ding, also weiche ich auf Mützen oder klassische Hüte aus. Der Hutkönig in Regensburg gegenüber vom Dom ist mein Paradies an Hüten – oder der Breiter in München.
Bei den Schuhen wird es schon schwieriger. Der klassische Schuhladen hat für uns Männer schwarze und braune Schuhe. Die müssen sein, sind aber manches Mal zu langweilig. Ich hatte mal einen Chef, der mich bei einer Abendveranstaltung nach 18 Uhr nach Hause schicken wollte. „No brown after six“ – hieß seine Devise. Gut, dass ich noch schwarze Schuhe im Büro hatte.
Aber die Schuhmode für Männer ist in der Regel öde, stink langweilig. Also müssen ausgefallene Schuhe her. In diesem Blog habe ich immer wieder über Schuhe gebloggt. Meine männlichen Follower reagieren etwas verblüfft bei den Postings (das ist gelinge gesagt)- die Damenwelt findet es in der Regel okay.
Meiner Frau macht meine Schuh-Leidenschaft nichts aus. Klar, Frauen lieben Schuhe und damit liebt meine Frau auch den Einkauf in Schuhgeschäften, in die ich sie gerne begleite. Normalerweise sterben Männer an Langeweile, wenn sie ihre Frauen beim Schuhkauf begleiten müssen. Al Bundy kommt mir immer in den Sinn. Mir machen diese Einkäufe Spaß, obwohl ich in der Regel nichts für mich finde.
Mal kaufe ich real im Laden ein, wie beispielsweise neulich bei Lloyd im Ingolstadt Village, oder ich shoppe online bei Mascolori in Amsterdam. Die Qualität muss stimmen und das Design. Neulich war ich in einem Schuhladen, dessen Betreiber Schuhe für Zauberer, Musiker und Künstler führten. Cool, das war meine Welt.
Wir haben im Keller einen eigenen Schuhraum. Andere Leute haben einen begehbaren Kleiderschrank – das wäre toll, aber diesen Luxus leisten wir uns (noch) nicht. Wir haben einen Raum voller Schuhe. Und ich muss zugeben, so dann und wann habe ich ein Problem mit der Ordnung. Da die Schuhe alle in Kartons liegen, muss ich Ordnung halten. Und das ist ein Problem: Sommer- und Winterschuhe, dann Freizeit- und Halbschuhe, dann Stiefel, Boots und was es noch so gibt. Oftmals ist alles durcheinander. Ich weiß zwar, welche Schuhe ich habe, finde sie aber im ersten Anlauf nicht immer. Also kenn ich meine Aufgabe: Ordnung schaffen in der Schuhflut. Darauf habe ich trotz Leidenschaft für Schuhe nur bedingt Lust.
Im Moment bin ich zudem auf den Socken-Trip. Meine Frau hat mir zu Weihnachten die Farbexplosion von Jungfeld geschenkt. Bunte Socken in guter Qualität. Ich habe mir gleich noch ein paar Packen bunte Socken gekauft. Die Kombination bunte Socke und buntes Schuhwerk geht in der Regel schief, macht aber Lust aufs Experimentieren. Da kommen dann doch wieder schwarze Socken zum Einsatz.
Gestern war Maria Probst in der Parade dabei mit ihrem Blog immerferien Und morgen ist Bettina mit ihrem Blog Mami & Gör an der Reihe in unserer Leidenschaft-Blogparade.
Den Kopf freizubekommen – da gibt es für mich nichts besseres als in der Natur zu wandern. Bei einem Besuch in Reit im Winkel fand ich auf einem so genannten Premiumwanderweg ein schönes Fleckchen Natur: Den Wanderweg durch die Klausenbachklamm.
Gestartet wurde beim wunderbaren Hotel Gut Steinbach durch die Wälder Richtung Spielplatz Reit im Winkel.
Gut Steinbach war der Ausgangspunkt meiner Wanderung.
Dort begann der offizielle Wanderweg, der als mittelschwer eingestuft wird. Festes Schuhwerk sollte der Wanderer schon anhaben, vor allem, wenn er in die Klamm hinabsteigt. Genau das haben wir getan, weil uns der klassische Spazierweg auf Dauer zu eintönig war.
Also ging es hinab, hinab in die Klamm und da war gutes Schuhwerk wichtig. In der Klamm geht es feucht zu. Kinderwägen oder Sandalen sind hier klar Fehl am Platze. Über zahlreiche Wurzeln und Stufen geht es vom befestigten Weg hinab in die Klausenbachklamm. Der Weg ist machbar, dennoch sollte man aufpassen, wohin man tritt. Nicht immer ist das Licht ideal und man kommt bei Fehltritten gerne ins Rutschen.
Wir hatten Glück, denn außer meiner Frau und mir war niemand unterwegs, so konnten wir das Naturschauspiel Klamm ohne Störung genießen. Durch die Hitze der vergangenen Wochen war die Klamm vergleichsweise trocken. Sollte es regnen, wird das Bächlein sicher stärker und gefährlicher. Der Schluchtweg durch die Klausenbachklamm hat mich fasziniert. Immer wieder hielten wir inne und lauschten der Ruhe.
Wer einmal zur Ruhe kommen will, dem kann ich diesen Wanderweg samt Naturschauspiel empfehlen.
Das Frühjahr ist bei mir gleichbedeutend mit dem Kauf von neuen Schuhen. Vor kurzem habe ich mir wieder ein wunderbares Paar gekauft, dieses Mal allerdings nicht so sehr für offizielle Auftritte.
Meine Wahl fiel auf rote Wildlederschuhe von Mascolori. Die auffälligen Wildlederschuhe Stingray Red sind der Hingucker in der Freizeit. Diese Wildlederschuhe kommen mit einer faszinierenden Textur. Die oberste Schicht besteht aus hochwertigem Wildleder. Das Innenfutter ist aus weichem und strapazierfähigem Leder, welches dem Schuh ermöglicht sich geschmeidig und schön an den Fuß anzupassen. Die Sohle ist komplett aus Leder gefertigt.
„Unsere Philosophie ist es, die wesentlichen Merkmale eines Qualitätsschuhs mit unseren ausgefallenen und verrückten Farbkombinationen und Muster zu verbinden“, heißt es bei Mascolori. Mascolori ist eine junge, holländische Modemarke mit der Mission mehr Farbe in die Garderobe des Mannes zu bringen. Klein hat das Unternehmen vor über zwei Jahren in Rotterdam angefangen, genießt aber inzwischen in der deutschen Fashion Welt immer größerer Beliebtheit. Nach anfänglichen Erfolg mit extravaganten und farbenfrohen Herrenschuhen, bietet das Unternehmen nun auch knallige Hemden und Accessories. Ich habe mir als Fliegenträger noch eine rote Fliege gekauft.
Die Schuhe werden in kleinen Auflage vom Designer Pepe Milán von Hand hergestellt. Seine Firma aus Almansa in Südspanien produziert seit einigen Generationen stilvolle Schuhe für den spanischen und nun auch für den niederländischen und deutschen Markt.
Meine Schuhsammlung ist wieder um ein Paar Schuhe reicher geworden. Damit widerlege ich die Behauptung, dass nur Frauen einen Schuhtick haben können. Ich habe auch einen und bin damit sicher nicht allein (hoffe ich zumindest). Meine neueste Anschaffung nennt sich Red Candy und sie sind ein optischer Kracher.
Red Candy kommen von Mascolori aus den Niederlanden und sie sind rote Lackschuhe – der Hammer. Der Claim von Mascolori ist: There is an artist in every man. Ob ich ein Künstler bin, weiß ich nicht, aber ich fühle mich im Schuhwerk von Mascolori wohl. Die Schuhe sind ein Statement und ich habe sie in der Regel bei meinen zahlreichen Seminaren an. Gerade Frauen freuen sich immer über die Schuhe, während so manche Herren den Kopf schütteln. Egal. Aber sie sind auch ein schönes Wiedererkennungszeichen. Oft höre ich Aussagen: „Sie sind doch der Typ, dessen Name ich vergessen habe, aber Sie haben doch so bunte Schuhe an.“
Das Obermaterial der Red Candy Schuhe ist glänzendes Lackleder, so dass K2 gleich festgestellt hat: Papa habe Lackschuhe – stimmt. Die Innenseite ist aus weichem Ziegenleder, das sich der Fußform wunderbar anpasst. Die Ledersohle stammt aus Spanien und ist auch im feurigen Rot.
Gefertig wurden die Schuhe von Pepe Milan aus Spanien mit dem Mascolori schon einige Zeit zusammenarbeitet. Ich habe einige Schuhe aus der Serie und werde sicher mit den Bonbons von Red Candy auch zufrieden sein. Hier das Unboxoing-Video: