Wenn die Gastronomie ihr offenes Weinsortiment erweitern will, aber nicht das Risiko eingehen kann, den offenen Wein nach ein paar Tagen zu entsorgen, weil er nicht komplett ausgeschenkt wurde, da kommt das Konservierungssystem Coravin Timeless Six+ ins Spiel. Ich habe mir das System von Denis Michael Kleinknecht vom Gasthof Heinzinger in Rottbach erklären lassen.
„Das Coravin System ermöglicht uns, Wein ohne den Korken ziehen zu müssen, auszuschenken“, so Kleinknecht. Hierbei wird der Naturkorken mit einer Nadel durchstochen. Beim Ausschenken wird nun Argon in die Flasche gedrückt. So bekommt der Wein in der Flasche keinen Sauerstoff ab, welcher den Wein oxidieren liesse. „Der Wein bleibt ohne jeglichen Qualitätsverlust mehrere Monate frisch wie gerade erst geöffnet“, so Kleinknect weiter. So kann sein Gasthof Heinzinger nun mehrere offene Weine im Glas anbieten. Ich finde die Idee hervorragend.
Als Privatperson ist das System auch interessant. Mit dem Coravin Timeless Six+ Konservierungssystem kann ich meine Lieblingsweine einschenken, ohne den Korken ziehen zu müssen, und immer wieder zu dieser Flasche zurückkehren. So muss ich nicht gleich die ganze Flasche trinken, sondern kann Gläser genießen.
Nachdem mehr und mehr echte Korken verschwinden und durch Schraubverschlüsse ersetzt werden, gibt es auch einen entsprechenden Aufsatz für diese Flaschen.
Auf Raclette hatte ich dieses Jahr keine Lust, zudem K2 die Hütte zum Feiern nutzte und freundliches Partyvolk eingeladen hatte. Also auswärts den Abend genießen: Voraussetzung waren hervorragendes Essen und Weine, nette Umgebung, geringe Entfernung und kein affektiertes Gehabte der Bussi-Bussi-Gesellschaft. Das Ganze sollte vor der Knallerei vorbei sein, um die heimischen verschreckten Kater zu trösten. Damit war klar, wir verbringen den Silvesterabend im Gasthof Heinzinger in Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck.
Gastronom Denis Michael Kleinknecht, seine Gattin Nicole und das Team in der Küche haben sich in der deutschen Gastro-Szene eine hervorragende Namen gemacht und zudem ist Kleinknecht ein Pfundskerl, dessen Freundschaft ich sehr schätze.
Als Aperitif wählte ich einen Champagner Louis Röderer Collection 202 und stellte fest, dass mir Champagner wirklich gut schmeckte. Den restlichen Abend verbrachte ich mit dem hervorragenden Weißwein „Edda“ Cantina San Marzano Cuvée Chardonnay, Fiano, Moscato Salvatico.
Das Silvestermenü begann mit einem Amuse Bouche, Gruß aus der Küche. Wir hatten eine Entenleberpraline.
Der erste Gang war eine Schweinshaxe 2.0 mit Blue Meat Rettich, Wasabi und Edamame, Knocherlsulz und Bonitoflocken. Faszinierend die Verbindung zwischen bayerischer und asiatischer Küche auf hohem Niveau.
Als Fan von Jakobsmuscheln liebte ich den nächsten Gang mit Rote Vanille, Rote-Beete und Crème fraîche.
Wirklich originell empfand ich das Kräuter-Ei mit Imperial Kaviar. Das panierte Ei war einfach der Hammer.
Auch der Steinbutt mit Spargelasche und Schwarzwurzel war eine Offenbarung.
Natürlich ein Höhepunkt war das Kalbsfilet mit Hummer und Mangold.
Das Dessert war ein Steinpilz-Eis mit Gold und Mokka-Schmalzgebäck.
Zum Abschluss gab es noch Petit Fours.
Der Abend war ein Genuss und ich bin dankbar, dass wir so eine hochwertige Gastronomie in unserer näheren Umgebung haben. In einer Zeit, in der das Globale oft das Lokale überstrahlt, erhebt sich die regionale Gastronomie wie ein kulinarischer Leuchtturm – ein Ort, an dem Geschmack, Handwerk und Herkunft in perfekter Harmonie verschmelzen. Sie ist weit mehr als eine bloße Mahlzeit; sie ist ein Erlebnis, eine Reise durch die Aromen und Traditionen einer Region, ein Bekenntnis zur Heimat und zur Wertschätzung der Natur. Hochwertige regionale Gastronomie beginnt mit den Menschen – Köche, Landwirte, Winzer und Handwerker, die ihre Region nicht nur kennen, sondern lieben. Denis Kleinknecht und sein Team arbeiten mit Hingabe und Stolz, ihre Heimat auf den Teller zu bringen. Mit jedem Gericht erzählen sie Geschichten. In einer Welt, die nach Nachhaltigkeit ruft, ist regionale Gastronomie eine Antwort, die schmeckt. Kurze Transportwege, respektvolle Landwirtschaft und bewusster Umgang mit Ressourcen machen sie nicht nur zu einer ökologischen, sondern auch zu einer ethischen Wahl. Jeder Besuch in einem solchen Restaurant ist ein Beitrag zur Unterstützung lokaler Produzenten und zur Bewahrung von Traditionen.
Transparenz ist heute angesagt. Und Transparenz kann in der Gastronomie auch als Marketingtool eingesetzt werden. So wieder einmal gesehen bei Denis Kleinknecht in seinem wunderbaren Gasthof Heinzinger in Rottbach in der Gemeinde Maisach im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck.
Wer die Tür das Gasthaus betritt, kommt bevor er einen Blick in die Küche werfen kann, am Reifeschrank vorbei. Dort hängen im Dry Ager Reifeschrank die kulinarischen Köstlichkeiten. Und weil Denis Kleinknecht ein Marketingfuchs ist, hängen noch dort die Hinweisschilder um welches Stück Fleisch es sich handelt.
Unwillkürlich schaut man die handgeschrieben Notizen an und es beginnt im Kopf zu arbeiten, wie dieses Stück Fleisch wohl schmecken wird. Einfach und genial – die Beschriftung auf das Fleisch und schön beginnt die Auswahl im Kopf. So oft sehe ich Fleischreifeschränke mit wunderschönen Fleisch, aber ohne Beschriftung und als Nicht-Metzger/-Fleischer kenne ich die Sorten nicht und denke mir nur, schönes Fleisch. Ich habe aber nicht die Chance, dieses Fleisch zu ordnern, weil ich es einfach nicht kenne.
Die Idee der Fleischreifeschränke finde ich wunderbar. Fleischreifeschränke, auch als Dry-Aging-Schränke bekannt, gewinnen in der Gastronomie zunehmend an Bedeutung. Sie bieten die Möglichkeit, Fleisch unter kontrollierten Bedingungen zu reifen, wodurch Geschmack, Textur und Qualität deutlich verbessert werden können. Für Restaurants, die ihren Gästen Premiumprodukte anbieten möchten, stellen diese Schränke eine Investition dar, die sich sowohl geschmacklich als auch wirtschaftlich auszahlt. Doch wo liegen die Vorteile eines Fleischreifeschranks?
Verbesserung von Geschmack und Textur Fleisch, das in einem Reifeschrank gelagert wird, durchläuft einen natürlichen enzymatischen Prozess. Während der Reifung werden Muskelfasern abgebaut, wodurch das Fleisch zarter wird. Gleichzeitig verdampft ein Teil des Wassers, wodurch die Aromen konzentriert werden. Das Ergebnis ist ein unverwechselbarer Geschmack, der besonders bei hochwertigen Steak-Cuts wie Ribeye, T-Bone oder Filet geschätzt wird.
Kontrollierte Bedingungen für optimale Qualität Fleischreifeschränke ermöglichen eine präzise Kontrolle von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation – die drei entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Reifung. Im Gegensatz zu improvisierten Lösungen garantiert ein professioneller Schrank stabile Bedingungen, wodurch Qualitätsverluste durch Schimmelbildung oder Feuchtigkeitsprobleme vermieden werden.
Vielfalt in der Menügestaltung Mit einem Fleischreifeschrank kann ein Restaurant eine größere Vielfalt an Produkten anbieten. Neben klassischem Rindfleisch können auch andere Fleischsorten wie Lamm, Schwein oder sogar Geflügel gereift werden. Dies ermöglicht es Gastronomen, ihre Speisekarte mit exklusiven und einzigartigen Gerichten zu bereichern, die den Gästen ein besonderes kulinarisches Erlebnis bieten.
Kostenkontrolle und Gewinnsteigerung Durch die eigene Fleischreifung kann ein Gastronom den gesamten Prozess – vom Einkauf des Rohprodukts bis zur fertigen Zubereitung – selbst steuern. Das spart Kosten, da rohes Fleisch oft günstiger eingekauft werden kann als fertig gereiftes Fleisch. Gleichzeitig steigert die Reifung im eigenen Betrieb die Wertschöpfung, da gereiftes Fleisch zu höheren Preisen verkauft werden kann. Gäste sind bereit, für die Exklusivität und Qualität eines Dry-Aged-Steaks einen Aufpreis zu zahlen.
Nachhaltigkeit und Lagerung Fleischreifeschränke ermöglichen es, Fleisch länger und sicher zu lagern, ohne dass die Qualität leidet. Dies reduziert Lebensmittelverschwendung und gibt Gastronomen mehr Flexibilität in der Planung und Verwendung ihrer Bestände. Zudem können kleinere Chargen individuell gereift werden, was besonders in Zeiten unvorhersehbarer Nachfrage wichtig ist.
Aufwertung des Markenimages Ein Fleischreifeschrank signalisiert Gästen, dass das Restaurant auf höchste Qualität und Handwerkskunst setzt. Der Prozess des Dry-Aging hat etwas Exklusives und vermittelt Authentizität. Einige Restaurants präsentieren ihre Reifeschränke sogar im Gastraum, um den Gästen Einblicke in die Handwerkskunst zu geben und das Vertrauen in die Qualität der Produkte zu stärken.
Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit Moderne Fleischreifeschränke sind leicht zu bedienen und erfordern nur wenig Wartung. Viele Modelle verfügen über digitale Steuerungen, die es ermöglichen, die perfekten Bedingungen für jede Fleischsorte einzustellen. Darüber hinaus sind sie in verschiedenen Größen erhältlich, sodass sowohl kleine als auch große Restaurants von den Vorteilen profitieren können.
Also für Denis Kleinknecht ist ein Fleischreifeschrank weit mehr als nur ein Lagerraum für Fleisch. Er ist ein Werkzeug, das Qualität und Geschmack hebt, wirtschaftliche Vorteile bringt und das Image seines Restaurants Gasthof Heinzinger stärkt. Mit der Möglichkeit, Fleisch im eigenen Betrieb zu veredeln, kann er nicht nur Kosten sparen, sondern seinen Gästen auch ein unvergleichliches Geschmackserlebnis bieten. In einer Branche, in der Exklusivität und Qualität entscheidend sind, ist ein Fleischreifeschrank eine Investition, die sich langfristig auszahlt. Gratulation Denis Kleinknecht.
Ich tu es immer wieder und ich froh mich jedes Mal wie ein Schneekönig. Ich meine die Besuche meines Lieblingsrestaurants Gasthof Heinzinger in Rottbach. Zweimal hintereinander war ich da beim Essen und hab es beide Male nicht bereut: Einmal mit der Familie am Sonntagmittag und einmal zum Gourmetmenü mit einem Kunden.
Eigentlich hatte ich für mein Mittagessen schon eine klare Vorstellung was ich speise möchte. Ich hatte online die Karte studiert und mich schon festgelegt. Aber es kam anders. Als ich im Gasthaus in Rottbach im Landkreis Fürstenfeldbruck ankam, spielte Gastronom Denis Kleinknecht seine Stärke aus. Eine Stärke, die ich bei anderen Gastwirtschaften vermisse, obwohl es so einfach sein könnte.
Denis Kleinknecht hat von seinem lokalen Lieferanten Lammleber hereinbekommen. Es reicht für zwei großzügige Portionen. Natürlich wird so ein Leckerbissen, der nur begrenzt verfügbar ist, nicht auf die Karte geschrieben, sondern im Restaurant empfohlen. So etwas kenne ich nur noch von meinem Lieblingsitaliener, der tagesaktuelle Speisen mit Kreide auf eine Tafel schreibt. Wenn das Gericht bestellt wurde, wird es von der Tafel gestrichen. So einfach ist das. Aber viele Köche gehen auf Nummer sicher und bereiten nur ihre Karte vor.
Natürlich warf ich bei Denis Kleinknecht meine Pläne über den Haufen und bestellte die köstliche Lammleber, die ich anderswo kaum genießen kann. Ich bin begeistert. Meine Gattin wählte einen überbackenen Parasol, weil Familie Kleinknecht in den Pilzen war und Pilze sammelte. Natürlich verriet er mir den Fundort nicht, aber nachfragen musste ich natürlich trotzdem. Und Denis Kleinknecht musst die richtige Nase haben, denn er konnte einige Pilze in seine Küche bringen. So stand der überbackenen Parasol auf der Tageskarte – und auch hier ein Leckerbissen.
Auf Nummer sicher ging ich bei einem Geschäftsessen mit einen Kunden. Wir wählten das Gourmetmenü und wurden wie immer nicht enttäuscht. Das Menü umfasste nach zwei Grüßen aus der Küche:
Durch einen absoluten Glücksfall bekam ich dieses Jahr wieder die Möglichkeit Karten für die Richard Wagner Festspiele in Bayreuth zu erwerben. Als Fan des Sachsen und des Grünen Hügels musste ich natürlich zugreifen und genoss die Reise zu Tristan und Isolde zu den Bayreuther Festspielen nach Oberfranken.
Natürlich freute ich es zu Flanieren und den Gesprächen der Wagnerianer zu lauschen, was hier und dort nicht gepasst hat und wo es gelungen war. Fachsimpeln mit Bullshit-Bingo – genau meine Welt. Ich freute mich auf die zahlreichen ausländischen Gäste, neben mir saß ein Paar aus Frankreich, das zig Jahre auf die Karten gewartet hatte. In der Pause sah ich Japaner, er im klassischen Anzug, sie in japanischer Tracht – wunderbar. Und ich hatte den Eindruck dass Dr. Edgar Schönferber eine Reihe vor mir saß und wieder auf Bildungsbürger machte. Ich trug dieses Mal meinen schwarzen Gehrock, zog ihn aber im hölzernen Zuhörerraum aus. Meine Lederschuhe stammten aus Berlin. Die Hitze der vergangenen Wochen ist nicht aus der Holzhütte rauszubekommen. Ich beneide meine wunderbare Gattin im luftigen Kleid.
Tristan – Schwere Kost Ich muss zugeben, dass ich nicht der absolute Tristan-Fan bin. Zwar hab ich schon Inszenierungen der romantischen Oper in Bayreuth gesehen, aber ich werde nicht richtig warm mit der Oper.
Aber ich war neugierig, denn Festspielchefin Katharina Wagner hat die überzeugende Inszenierung von Roland Schwab schon nach zwei Jahren aus dem Programm geworfen und sie durch eine Inszenierung des Isländers Thorleifur Örn Arnarsson ersetzt, was meiner Meinung nach eine falsche Entscheidung war. Der Tristan wurde für mich noch zäher oder sagen wir es mal so: Ich bin wohl mit meinen Mitte 50 Jahren noch nicht bereit für diese Erwachsenen-Oper von Richard Wagner. Mir fällt kein anderer Begriff als Erwachsenen-Oper ein. Publikum einschließlich mir waren von der sängereschen Leistung beeindruckt, das merkte man am Schlussapplaus.
Während der sechs Stunden machte ich mir Gedanken, warum ich mich mit Tristan so schwer tue. Für mich gilt Tristan und Isolde“ von Richard Wagner als eine Erwachsenen-Oper, weil sie sich mit komplexen, tiefen Themen und Emotionen beschäftigt, die ein erwachsenes Publikum ansprechen. Ein paar Gedanken dazu.
Die Oper behandelt existenzielle Fragen von Liebe, Tod, Schicksal und Transzendenz. Es geht um die Intensität der romantischen Liebe, die über das physische Leben hinausgeht, und die Suche nach Erfüllung in einer höheren spirituellen Ebene. Solche Themen erfordern ein gewisses Maß an Lebenserfahrung und philosophischem Verständnis.
Die Liebesgeschichte zwischen Tristan und Isolde ist extrem leidenschaftlich, aber auch tragisch und schmerzvoll. Sie ist geprägt von Schuld, Verboten und inneren Konflikten. Die emotionale Komplexität dieser Beziehung und die tiefen Gefühle der Charaktere sind oft schwer verständlich oder nachvollziehbar für jüngere Menschen, die diese Art von emotionaler Reife noch nicht erreicht haben.
Wagners Musik ist für ihre Dichte und ihre innovative Harmonik bekannt. Die berühmte „Tristan-Akkord“-Struktur führt zu musikalischer Spannung und einer Auflösung, die sich erst über das gesamte Werk hinweg entfaltet. Dies erfordert von den Zuhörern nicht nur musikalisches Verständnis, sondern auch Geduld und die Fähigkeit, komplexe musikalische Entwicklungen zu schätzen.
Vielleicht bin ich nicht immer richtig bei der Sache und voll konzentriert. Da bi ich eher ein Fan von Parsifal. Wagner ließ sich bei der Konzeption von „Tristan und Isolde“ stark von der Philosophie Arthur Schopenhauers inspirieren, insbesondere von dessen Pessimismus und der Idee, dass der Wille (und damit auch das menschliche Begehren) zu leiden führt. Die Oper reflektiert somit philosophische Ideen, die oft schwer zu verstehen sind und ein höheres intellektuelles Niveau erfordern. Ich habe zwar ein wenig Schopi genossen, aber ich bin auch dann bei der Lektüre seiner Bücher ausgestiegen. Das liegt wohl an meinem Unvermögen.
Das Werk endet nicht glücklich, sondern in Tod und Erlösung. Diese Idee des „Liebestodes“, bei dem der Tod als einzige Möglichkeit gesehen wird, um vollkommene Liebe zu erreichen, ist ein sehr düsteres und reifes Konzept, das mehr auf Erwachsene und ihre tieferen Überlegungen zum Leben und der Endlichkeit abzielt.
Genuss in Bayreuth Sechs Stunden auf Bayreuther Holzstühlen, da muss man Fan sein und ich hab es trotz aller Widrigkeiten genossen. Meine Frau und ich sind mit der Bahn nach Oberfranken angereist, haben im Ibis am Bahnhof genächtigt und zwei Tage Bayreuth genossen mit Bier und Bratwurst. Und wir haben eine liebe Freundin getroffen und als Bäckerei-Fan haben wir die Erfolgsbäckerei vom ehemaligen Handwerkskammerpräsidenten Thomas Zimmer, die Bäckerei Konrad Lang besichtigt.
Die Richard-Wagner-Festspiele in der oberfränkischen Stadt sind nun zu Ende gegangen. Letzte Opernaufführung war der „Tannhäuser“ unter der Regie von Tobias Kratzer. Mehr als 58.000 Besucher sind in dieser Spielzeit auf den Grünen Hügel gekommen. Damit waren wieder alle Vorstellungen ausverkauft. Im vergangenen Jahr waren einige Tickets übriggeblieben. Mal sehen, ob ich 2025 wieder an Karten komme.
Moderner Flair am Grünen Hügel Der Grüne Hügel ist flotter geworden, nicht so altbacken und verstaubt wie vor Corona-Zeiten. Nach Corona war ich nur bei einer Generalprobe dabei, so dass ich das Festivaltreiben nur aktuell beurteilen kann. Das Catering wurde komplett auf den Kopf gestellt und wird nun durch wahnfood durchgeführt. Das ist ein deutlicher Fortschritt zum bisherigen Steigenberger-Konzept. Die wahnfood GmbH ist ein ein junges Unternehmen aus Bayreuth in Oberfranken, dass sich auf kreatives Event-Catering und Erlebnis-Gastro-Konzeption spezialisiert hat. „Wir liefern nicht nur die Kulinarik um ihr Event, sondern wir schaffen fühlbare Erlebniswelten, die nachhaltig in Erinnerung bleiben“, heißt es auf er Website. Zumindest für die Bayreuther Festspiele ist es gelungen.
Die dichte Bestuhlung wurde entzerrt und es gab mehrere Foodstationen. Zum Essen konnte man neben Lachs auch Austern für die beiden einstündigen Pausen vorbestellen. Die eisgekühlte Cola zum Durchhalten kostete 5,50 Euro – Pfand wurde nicht rausgegeben.
Die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth waren während der ganzen Festspielzeit mit einem Stand vertreten und warben um Mitglieder. Ich wurde kein Mitglied, kaufte aber einen Kühlschrankmagneten.
Es gab sogar einen Fotopoint für die Instagrammer – musste ich auch gleich ausprobieren. Und es gab neuen Wagner-Merch. Nicht nur Büsten, Bücher, Noten und CDs von Wagner, es gab dieses Mal auch schwarze T-Shirts mit Sprüchen „Wahn! Wahn! Überall Wahn!“ gefiel mir am Besten.
Und natürlich durften die Wagner-Figuren von Ottmar Höhrl nicht fehlen. Dieses Mal waren am Grünen Hügel goldene Wagners aufgestellt, die ideale Fotomotive waren. Die Wagner-Figur verbeugt sich dieses Mal. Der Pop-up-Store in der Innenstadt von Bayreuth war allerdings schon im Abbau, so dass ich keine Figur erstehen konnte. Mal sehen, ob die Website von Hörl ab September noch was hergibt. Bei mir an Schreibtisch steht ein goldener Dirigenten-Wagner von Hörl, der dringend Gesellschaft braucht.
Und natürlich gab es wieder eine Festival-Bratwurst, Preis dieses Jahr 7,50 Euro. War jetzt nicht so der Hit, aber Rituale müssen eben sein, also rein damit. Die Gattin hat abgelehnt.
Zu den Ritualen gehört auch die Pausenmusik, die das Publikum zum Ende der Pause in das Festspielhaus rufen. Die muss natürlich auch jedes Mal von mir gefilmt werden. Hier bitte.
Und wer es genau wissen wollte, wie meine Besetzung und Aufführung ausgesehen hatte, hier die Beteiligten von TRISTAN UND ISOLDE VII am Montag, 26. August 2024 Musikalische Leitung: Semyon Bychkov Inszenierung: Thorleifur Örn Arnarsson Bühne: Vytautas Narbutas Kostüm: Sibylle Wallum Licht: Sascha Zauner Dramaturgie: Andri Hardmeier Chor: Eberhard Friedrich
Roboter haben in den vergangenen Jahren in der Gastronomiebranche zunehmend an Bedeutung gewonnen und bieten eine Lösung für die verschiedenen Herausforderungen, mit denen dieser Sektor traditionell konfrontiert ist. Vom Servieren von Speisen und Getränken über die Zubereitung von Mahlzeiten bis hin zur Interaktion mit Gästen revolutionieren Roboter die Art und Weise, wie Gastronomiebetriebe geführt werden. Dabei erstrecken sich die Einsatzmöglichkeiten von Servicerobotern, die autonom Speisen und Getränke an die Tische der Gäste bringen und Bestellungen aufnehmen, bis hin zu Küchenrobotern, die einfache bis komplexe Kochvorgänge automatisieren. Diese Maschinen können Aufgaben wie das Schneiden von Gemüse, das Braten von Fleisch oder sogar die Zubereitung von Sushi und Pizza übernehmen. Durch präzise programmierte Abläufe garantieren sie eine konstante Qualität und steigern die Produktivität in der Küche erheblich. Ich bin gespannt, was meine Gastro- und Hotelfreunde dazu meinen.
In Bayreuth habe ich bei Liebesbier einen Serviceroboter der Firma Roboterly aus Olpe angetroffenen. Auf ihn stellt das junge Servicepersonal das schmutzige Geschirr ab und auf Kommando fährt der Roboter dann in die Spülküche. Interessant für mich, dass der kleine technische Helfer von der Masse der Gäste gar nicht wahrgenommen wurde, entweder weil er übersehen wurde oder weil Roboter im Alltag angekommen sind. Das Unternehmen Roboterly hat sich unter anderem auf die Bereiche Hotel, Gastro, Einzelhandel, Pflege und Schule spezialisiert.
Beim Essen im Liebesbier habe ich mir Gedanken über den Einsatz von Robotern in der Gastronomie gemacht. Die Branche ist arg gebeutelt nach Corona und leidet und Personalmangel und Bürokratie. Durch Sericeroboter werden lange Wege vermiedene, denn Wege kostet Zeit und Kraft und der Service kann sich besser um die Gäste kümmern.
Einsatzmöglichkeiten Wenn ich weiter denke, kommen wir noch höherwertige Einsatzmöglichkeiten in den Sinn. Ein weiteres Einsatzfeld von Robotertechnologie in der Gastronomie sind automatisierte Bestellsysteme. Diese Systeme, die oft in Form von digitalen Kiosken in Fast-Food-Restaurants zu finden sind, ermöglichen es den Gästen, ihre Bestellungen selbstständig aufzugeben. Dabei können diese Systeme dank künstlicher Intelligenz Vorschläge basierend auf früheren Bestellungen machen und so ein personalisiertes Erlebnis bieten. In der Ära der Essenslieferdienste gewinnen zudem Lieferroboter zunehmend an Popularität, klingt vielleicht noch ein wenig nach Science Fiction. Diese autonomen Fahrzeuge können Bestellungen direkt an die Haustür der Kunden liefern und stellen eine kosteneffiziente und umweltfreundliche Alternative zu traditionellen Liefermethoden dar.
Ohne Pause rund um die Uhr Der Einsatz von Robotern in der Gastronomie bietet zahlreiche Vorteile. So können Roboter rund um die Uhr arbeiten und benötigen keine Pausen, was die Betriebseffizienz erheblich steigert. In der Küche führen sie repetitive Aufgaben schneller und präziser aus als Menschen, was zu einer schnelleren Zubereitung und kürzeren Wartezeiten für die Gäste führt. Zudem arbeiten Roboter nach präzisen Vorgaben, was bedeutet, dass die Qualität der Speisen und Dienstleistungen konstant hoch bleibt – ein Aspekt, der besonders in Kettenrestaurants von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus bieten Roboter eine Möglichkeit, Personalkosten zu senken, da sie viele Aufgaben übernehmen können, die sonst von mehreren Mitarbeitern ausgeführt werden müssten. Dies reduziert die Notwendigkeit für große Belegschaften und kann insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels von Vorteil sein.
Im Moment ein Alleinstellungsmerkmal Der Einsatz von Robotern kann zudem ein Restaurant von der Konkurrenz abheben und ein Alleinstellungsmerkmal bieten. Gäste sind oft neugierig und begeistert von der Interaktion mit Robotern, was die Attraktivität des Restaurants steigern kann. Besonders jüngere Zielgruppen, die technologieaffin sind und innovative Konzepte schätzen, könnten durch den Einsatz von Robotern angesprochen werden. Allerdings bringt der Einsatz von Robotern in der Gastronomie auch Herausforderungen mit sich. So sind die Anschaffung und Wartung von Robotern oft mit hohen Kosten verbunden, was insbesondere für kleinere Betriebe eine Hürde darstellen kann. Technische Probleme und die notwendige Wartung erfordern zudem spezialisierte Kenntnisse und können zusätzliche Kosten verursachen.
Akzeptanz Nicht zu vernachlässigen ist auch die Akzeptanz der Gäste. Nicht alle Gäste sind von der Idee begeistert, von Robotern bedient zu werden. Manche bevorzugen den menschlichen Kontakt und könnten sich unwohl fühlen, wenn dieser durch Maschinen ersetzt wird. Dies stellt Restaurants vor die Herausforderung, die richtige Balance zwischen Technologieeinsatz und persönlichem Service zu finden. Schließlich wirft der Einsatz von Robotern, insbesondere solchen mit Kameras und Sensoren, Fragen des Datenschutzes und der Sicherheit auf. Gastronomiebetriebe müssen sicherstellen, dass die gesammelten Daten sicher verwaltet werden und die Privatsphäre der Gäste gewahrt bleibt.
Noch in den Kinderschuhen Trotz dieser Herausforderungen steckt die Integration von Robotern in der Gastronomie noch in den Kinderschuhen, bietet aber enormes Potenzial für die Zukunft. Mit fortschreitender Technologie und sinkenden Kosten könnten Roboter bald ein alltäglicher Anblick in Restaurants und Cafés weltweit sein. Sie könnten nicht nur die Effizienz steigern und Kosten senken, sondern auch neue, innovative Erlebnisse für die Gäste schaffen. Die Gastronomiebranche steht somit vor einem spannenden Wandel, in dem Roboter eine zentrale Rolle spielen könnten.
Bei uns im Dorf Maisach kommt Leben, weil mutige Unternehmer ihr Gastro-Buisness gestartet haben. So kommt Schwung in eine kleine Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck und es ist schön, dass das Engagement von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen wird. Die Bahnhofstraße wird mehr und mehr zum kulinarischen Höhepunkt. Wir haben die Cucina für feines italienisches Essen, die meines Erachtens beste Döner-Bude im Landkreis ist Deniz Kebap Haus und beim Cafe Dafner hole ich gerne frische Brezn.
Abends kehre ich gerne ins Bistro SixtyFour mit wunderbaren Cocktails ein, tagsüber ein Eis oder Espresso im Eiscafe Alberto, aber mein Tag der startet richtig mit einem Besuch bei Mama Lulu.
Ich liebe es dort zu frühstücken und Zeitung am Tablet zu lesen. Freundlicher Service und kulinarische Auswahl sind top, ein frischer Kaffee und der Tag ist mein Freund. In der Regel nehme ich als Frühstück den Sprinter. Das sind zwei Rühreier auf knusprig gegrilltem Brot, Avocadocreme und knackiger Salat, Räucherlachsemincé, Oliven, Obstsalat und ein frischgepresster Orangensaft. Aber die Karte bietet weit mehr.
Mama Lulu erweitert und hat seit ein paar Wochen einen hölzernen Sichtschutz, der den Verkehr dämmt. Es sind gerade zu Sommerzeiten Tische aufgestellt, damit man draußen ein wenig Flair genießen kann. Aber der Fußgängerverkehr wird nicht behindert. Leben und leben lassen.
Es ist schön zu sehen, dass die Gastro-Angebote von der Bevölkerung angenommen werden. Hier ist kein Jammern zu vernehmen, wie es DEHOGA gerne macht. Hier sind Unternehmer, die anpacken und das ist schön zu sehen. Jetzt liegt es an uns als Bevölkerung, dass sich diese Mühe auch lohnt. Meine Familie für ihren Teil ist dankbar für das Angebot und unterstützt das Engagement.
Wie häufig geht Deutschland außer Haus essen? Welche Faktoren werden beim Besuch von Restaurants berücksichtigt? Und wie verändert sich das Konsumverhalten aufgrund der Preissteigerungen? Antworten zu diesen Fragen liefert die aktuelle Umfrage „Wie Deutschland essen geht“, die von GfK im Auftrag des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT) im Januar 2024 deutschlandweit unter mehr als 2.000 Personen der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 18 bis 74 Jahren durchgeführt wurde.
Bei mir selbst Bevor ich zu den offiziellen Ergebnissen komme, denke ich mal über meine Person nach. Hat sich mein Konsumverhalten geändert? Ja, klares Ja. Ich gehe mit meiner Frau gerne essen, aber ich lege absoluten Wert auf Qualität der Speisen und Service. Auf der Strecke blieben bei mir die Gastronomen, die billige Metro-Ware auftauen oder in den Konvektomaten schiebe und mir dann Essen vorsetzen und dafür erhöhte Preise verlangen. Ich verlasse mich auf meine persönliche Erfahrungen und auf Bewertungsportale. Ich lass mich von den Schlaubergern in der Gastronomie nicht mehr hinters Licht führen: Schlechte Ware und hoher Preis.
Und ich habe auch kein Problem mit Reservierungszeitfenster. Die Zeiten sind einfach vorbei: Essen gehen und lange beisammensitzen, außer ich bezahle es. Ich kenne noch Zeiten, dass ein Gast bei einem Bier den ganzen Abend einen Platz belegt und einfach nur kostet. Immer mehr Restaurants vergeben daher zeitlich begrenzte Reservierungen.
Wie oft gehen die Deutschen auswärts essen? Und jetzt die offiziellen Zahlen. Jeder Vierte der Befragten (25 Prozent) geht einmal oder mehrmals pro Woche außer Haus essen, 28 Prozent mindestens einmal im Monat und 31 Prozent seltener als monatlich. 16 Prozent der Befragten essen nie oder so gut wie nie auswärts. Betrachtet man die Ergebnisse nach Altersgruppen, wird deutlich, dass die Befragten in den Altersklassen „18 bis 29 Jahre“ und „30 bis 39 Jahre“ öfter außer Haus essen gehen als die älteren.
Auch beim Blick auf das Haushaltsnettoeinkommen zeigen sich Unterschiede: Knapp ein Drittel der Personen, deren Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro liegt, speisen „nie bzw.so gut wie nie“ außer Haus, bei den Befragten mit einem Haushaltseinkommen von mehr als 4.000 Euro gaben dies nur 8 Prozent an.
Als Gründe warum sie selten bzw. nie oder so gut wie nie außer Haus essen gehen, gab die Hälfte dieser Personen an, sich einen Besuch in gastronomischen Einrichtungen finanziell nicht leisten zu können. 34 Prozent schmeckt ihr selbst gekochtes Essen besser und 32 Prozent finden es einfach bequemer zu Hause zu essen. Elf Prozent ziehen die Bestellung bei einem Lieferdienst dem Besuch eines gastronomischen Betriebs vor.
Was wird konsumiert? Bei der Wahl des gastronomischen Betriebes spielt das Preis-Leistungs-Verhältnis (73 Prozent) die entscheidende Rolle. Jedoch auch die Themen „Gemütlichkeit/Ambiente“ (63 Prozent) und die „Gastlichkeit“ (49 Prozent) nehmen einen hohen Stellenwert ein. Für mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) hat zudem die Nationalität des Speisenangebots einen großen Einfluss auf die Auswahl des Gastronomiebetriebs. Beinahe zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) gehen am liebsten beim Italiener zum Essen.
Etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) suchen auch die deutsche/regionale Küche. Einer hohen Beliebtheit erfreuen sich auch die asiatischen (47 Prozent) und die griechischen (46 Prozent) Angebote. Eine Betrachtung nach Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede in den Konsumpräferenzen: Ist die italienische und asiatische Küche noch durch alle Altersgruppen hinweg weitestgehend konsensfähig, bevorzugen ältere Befragungsteilnehmer*innen gegenüber jüngeren deutlich die deutsch/regionale und die griechische Küche. Dem gegenüber zeigt sich bei den jüngeren Befragten eine deutliche Präferenz für amerikanische, türkische, indische und mexikanische Gastronomieangebote.
In der Vergangenheit gab es mit Raclette eine Silvestertradition in unserer Familie, die zum Jahreswechsel 2023/24 unbedingt mal gebrochen werden musste. Drei Familienmitglieder entschieden sich, das Silvestermenü bei Denis Kleinknecht im Gasthof Heinzinger in Rottbach zu buchen.
Wir genießen die hochwertige Küche des Küchenchefs und seines Teams und ich genieße die Gespräche mit Denis Kleinknecht, die mir immer neue Horizonte eröffnen.
Voller Respekt und Erinnerung widmete Denis Kleinknecht sein Silvestermenü dem gerade verstorbenen Godfather of Essig Marc Boehringer. Viele der Gänge waren mit den Stuttgarter Sphärenklangen von Marc Boehringer angerichtet. Eine schöne Geste der Freundschaft und des Respekts. Ich habe über diesen großartigen, inspirierenden Meister aus Stuttgart auch gebloggt.
Denis Kleinkecht hat im Jahr 2023 zahlreiche Preise und Auszeichnungen von der Fachwelt erhalten, aber der Mann ist auf dem Boden geblieben. Natürlich kommen 2024 neue Herausforderungen auf das Wirtschaftsunternehmen Gasthof Heinzinger zu: Neben Inflation, Energiepreis und allgemeiner Preissteigerung fällt ab 2024 die reduzierte Mehrwertsteuer für die Gastronomen bundesweit weg. Bei der hervorragenden Qualität der Speisen und des Service wird nicht geschraubt und daher braucht ein konsequentes Weiterentwickeln des Betriebs. So freue ich mich auch auf 2024 auf Kochkurse, Küchenpartys und die 4 Hand Dinners. So kommt dieses Jahr Sandra Hofer nach Rottbach. Deutschlands jüngste Küchenmeisterin und Küchenchefin des Bistro im Alexander Hermann Posthotel kocht zusammen mit dem Patron des Gasthof Heinzinger ein 6 – Gänge Gourmet-Menü. Mehr Infos im Store. Ich rang ihm das Versprechen ab, dass er 2024 sein Kochbuch auf den Markt bringt, auf das ich sehr gespannt bin.
Aber jetzt zum Silvestermenü. Nach einem Gruß aus der Küche ging es los.
Nur die Insider der gehobenen Gastronomie kannten Marc Boehringer. Er ist am ersten Weihnachtsfeiertag im Krankenhaus überraschend verstorben.
Der 1969 geborene Marc Boehringer galt als Godfather of Essig und ich hatte die Ehre mehrmals mit ihm zu tun zu haben, ihn zu sprechen und habe ihn kennen und schätzen gelernt. Ich führte ein Interview mit ihm und bloggte über ihn. Wir hatten Pläne, denn er wollte mir im Sommer 2024 sein Unternehmen Lenocinium besuchen und zusammen genießen. Das wird nun für immer ein Traum bleiben.
Seine Methode der Herstellung des Aperitif Apfelessig im Orléans-Verfahren fand ich extrem innovativ und seine Essigperlen haben in mir Geschmacksnerven geweckt, die ich vorher nicht kannte. „Die Qualität liegt wie so oft in der Einfachheit, denn ein Lebensmittel ist ein Mittel zum Leben, so gehören auch gutes Essen und Geselligkeit einfach zusammen.“, sagte er mir damals.
Kennengelernt habe ich ihn bei einer Küchenparty von Denis Kleinknecht von der hervorragenden Gasthof Heinzinger in Rottbach. Denis ist ein absoluter Netzwerker und Kenner der Branche. Und so führte er mich als wissbegieriger Laie beim Godfather of Essig ein. Ich lernte durch Marc Boehringer die geschmackvollen Welten von Essig in verschiedenen Formen kennen. Und ich lernte in Marc Boehringer einen liebenswerten engagierten Menschen kennen, die ich bei Denis Kleinknecht wieder traf. Dort war er auch ein leidenschaftlicher Mitgastgeber und ein Genussmensch, der Genussmomente vermitteln konnte. Denis informierte mich über den Tod von Marc Boehringer telefonisch, bevor ich es aus den sozialen Netzwerken erfuhr. Ein feiner Zug von Denis.
Heute Abend an Silvester bin ich beim Silvestermenu von Denis Kleinknecht und ich bin mir sicher, der Hausherr wird einen Toast auf seinen verstorbenen Freund aussprechen und wir werden alle die Gläser erheben und Marc Boehringer gedenken.