Archive for the ‘Medien’ Category
12. Februar 2009

Ich möchte eine Lanze für richtige Präsentationen brechen. Ich kann sie nicht mehr sehen, diese schrecklichen PowerPoint-Slides. Vollgepackt mit Bullet-Points und Text draufgequetscht. Bei vielen Meetings werde ich damit gequält.
Der Vortragende liest die Folien ab und klickt weiter und fängt wieder an zu lesen. Nein Freunde, das ist keine Präsentation, dies ist eine Folter. Da kann ich besser die Vorlagen austeilen und wenn einer Fragen hat, kann man ihm das Problem erläutern. Das spart Zeit und Nerven.
Präsentation hat etwas mit Performance zu tun. Bei vielen meiner Präsentationen wurde ich durch ein Buch von Garr Reynolds inspiriert: Zen. Das Buch ist für jeden Visualisierer eine Offenbarung. Die Kunst der Präsentation ist leider wenigen gegeben, viele scheitern täglich daran. Hier gibt es die richtigen Tipps für eine gelungene Präsentation mit PowerPoint und Konsorten. Jeder Artist sollte die Ratschläge des Profis Reynolds berücksichtigen, um möglichst nachhaltig bei seinem Publikum im Gedächtnis zu bleiben. Die Ideen des Präsentations-Zen sind einfach, aber schlichtweg genial und führen in zahlreichen Praxistests zum Erfolg. Nach der Lektüre wird keine PowerPoint-Präsentation mehr langweilig daherkommen. Die deutsche Fassung ist bei Addison-Wesley erschienen und kostet rund 30 Euro.
Garr Reynolds: Zen
Addison-Wesley
ISBN: 978-3827327086
240 Seiten, EUR 29,95
Schlagwörter:Addison-Wesley, Bullet-Points, Folter, Garr Reynold, Garr Reynolds, Keynote, Meeting, Performance, PowerPoint, Präsentationen, Visualisierung, zen
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11. Februar 2009

Walter Spahrbier, Held der Jugend
Kennen Sie noch Walter Spahrbier? Es der berühmteste Postbote den Deutschland je hatte. Er ist 1982 verstorben und so kennen nur die TV-Oldies diese Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung.
Eigentlich war er nur ein Nebendarsteller, der die Post in die verschiedenen TV-Sendungen brachte. „Mensch Walter, als was kommen Sie denn heute?“ tönte es von Wim Thoelke dem wackeren Postler im „großen Preis“ entgegen. Spahrbier kam nämlich jedes Mal in einer historischen Postuniform in die Sendung, jedes Mal eine andere versteht sich. „Ich bin heute als königlicher Postillion aus den Zeiten Turn und Taxis unterwegs“ – so oder so ähnlich lauteten die Antworten. Dann kamen stotternde Erklärungen über die Uniform. Die TV-Nation lauschte gebannt den Ausführungen von Walter Spahrbier. Dafür klebte er sich übrigens auch einen zeitgenössischen Bart an, der die hölzerne Darstellung unterstrich.
Kurz vor der 100. Sendung vom „großen Preis“ dann der Schock. Walter bringt keine Briefe mehr in die Sendung, er verstarb in Hamburg. Reich geworden ist der Postler nicht, so wurde berichtet. Er bezog sein Beamtengehalt. Als ob ein Pocher für seine Nebenrolle beim Harald Schmidt nur ein bescheidendes Salär bekommt. Spahrbier sammelte dagegen Spenden für die „Aktion Sorgenkind“ und bekam dafür das Bundesverdienstkreuz.
Walter, du bist ein Held für mich und ich freue mich immer wieder, wenn ich durch Zufall deinen Namen in die Runde werfe und jemand darauf reagiert. Vielleicht war er nicht so populär in der Bevölkerung wie Walter Scheel, der „hoch auf dem gelben Wagen“ saß, doch Walter Spahrbier ist ein ganz Großer. Eine komische Punk-Band aus Hannover nahm noch ein Lied auf, doch das vergessen wir besser.
Schlagwörter:Aktion Sorgenkind, Bundesverdienstkreuz, Fernsehgeschichte, großer Preis, Post, Postillion, TV-Unterhaltung, Walter Scheel, Walter Spahrbier, Wim Thoelke
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10. Februar 2009
Wir Deutschen lieben Top Ten und Bestenlisten. Der Fokus hat große Erfolge mit Themen wie: Deutschlands beste Ärzte, die besten Unis, die besten Rechtsanwälte, die besten Dampfplauderer. Nun, ich will meine ultimative Bestenliste für Showmaster ins Renen werfen. Mal sehen, ob jemand anderer Meinung ist.
Platz 1: Thomas Gottschalk
Für mich einfach der Showmaster schlechthin. Er ist ein Profi durch und durch und jeder in der Branche kann von ihm was lernen. Gottschalk versüßte mir in meiner Jugend die Hausaufgaben. Nach der Schule moderierte er mit Günther Jauch und Hannelore Fischer die B3-Radioshow. „Na so was“ war cool, weil Gottschalk mit Jugendklamotten auftrat und so eine Identifikation schuf. Der Beginn einer wunderbaren Karriere. Im Kino spielte er in Piratensender Powerplay und anderen Schrott.
Platz 2: Rudi Carrell
Für mich war „das laufende Band“ der Höhepunkt meiner Samstagabend-Familienzusammenkünfte. Was verbarg sich bloß immer hinter dem Fragezeichen? Carrell war ein absoluter, hart arbeitender Profi. Der Holländer gehörte einfach zum deutschen Fernsehen dazu und entwickelte zahlreiche Formate. Ich erinnere mich an Rudis Tagesshow, als er einmal den Ayatollah Khomeini zeigte, der im Gegenschnitt in Damenunterwäsche wühlte. Mein Vater sagte damals: „Mensch, das gibt Ärger“. Er sollte recht behalten. Der Clip führte zu einer diplomatischen Krise. Humor ist eben nicht jedermanns Sache.
Platz 3: Hans-Joachim Kuhlenkampff
„Einer wird gewinnen“ war die Europäische Gemeinschaft pur. EWG, damals noch europäische Währungsgemeinschaft und der Moderator war ein Schowi, der den Damen der Sendung den Hof machte. Der Charmeur hatte Stil und riskierte eine dicke Lippe. Der Geißler-Goebbels-Vergleich machte TV-Geschichte. Ich erinnere mich, als er in einer EWG-Sendung ein Schwein über einen roten Teppich laufen ließ und meinte: „Das gibt wieder Protest, aber es ist für noch größere Schweine ein roter Teppich ausgerollt worden.“
Platz 4: Harald Schmidt
Platz 6: Harald Juhnke
Platz 6: Hans Rosenthal
Platz 7: Dieter Thomas Heck
Platz 8: Joachim Fuchsberger
Platz 9: Wim Thoekle
Platz 10: Ilja Richter
Schlagwörter:Ayatollah Khomeini, B3-Radioshow, Bestenliste, Charmeur, Dieter Thomas Heck, EWG, Fokus, Günther Jauch, Geißler, Goebbels, Hannelore Fischer, Hans Rosenthal, Hans-Joachim Kuhlenkampff, Harald Juhnke, Harald Schmidt, Hausaufgaben, Ilja Richter, Joachim Fuchsberger, Na so was, Rudi Carrell, Showmaster, Thomas Gottschalk, TV-Geschichte, Wim Thoekle
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9. Februar 2009
Seit vergangener Woche wurde das deutsche Urheberecht wieder gestärkt. Das Oberlandesgericht Brandenburg verbietet Originalproduktfotos bei Ebay. Urteil (Az: 6 U 58/08). Ein Fotograf hatte geklagt, dass seine Fotos von einem Navi-Gerät von einem Ebay-Verkäufer widerrechtlich in dessen Auktion genutzt wurde. Strafe: Der Ebay-Verkäufer musste eine Unterlassungserklärung abgeben, 40 Euro Schadensersatz zahlen und 100 Euro Abmahngebühr berappen. Das sind keine großen Summen, aber dennoch eindeutig. Schaue ich in die Ebay-Auktionen, dann sehe ich sehr viel urhebergeschütztes Bildmaterial. Es ist so schön einfach, auf die Seite eines Herstellers zu geben und das Produktfoto zu verwenden. Copy & Paste. Dabei ist es doch so einfach mit dem Handy ein Produktfoto zu machen, aber aus Faulheit habe ich es auch nicht so oft gemacht (diplomatisch umschrieben). Aber Indianerehrenwort: Bei den nächsten Aktionen fotografiere ich meine Waren mit dem iPhone und lege die Aktion in iSale fürs iPhone an. Die equinux-Software wollte ich sowieso ausprobieren und ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür.
Schlagwörter:eBay, equinux, Handy, iPhone, iSale, Navi, Produktfoto, Urheberrecht
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27. Januar 2009
Zwei Seelen schlagen in meiner Brust, wenn es um das Thema „Zeitungszeugen“ geht. Als ich die Werbung im Privatfernsehen gesehen hatte, dachte ich mir als erstes: „Nazi-Propaganda frei verkäuflich, dürfen die das?“ Doch wenn man sich näher mit der Zeitungssammlung beschäftigt, stellt man fest: Das Zeug ist gut aufgebreitet und wird wissenschaftlich begleitet.
Ein britischer Verleger druckt Woche für Woche alte NS-Zeitungen aus den Jahren 1933-1945 nach. In der ersten Ausgabe des „Zeitungszeugen“ bekommt man „Deutsche Allgemeine Zeitung“, „Der Kämpfer“ und „Der Angriff“. Und der Nachdruck eines SPD-Posters ist auch dabei. Der Inhalt der Zeitungssammlung sind üble Kampfblätter der NS-Zeit “. Es sind Hetzreden gegen die Demokratie von linker und rechter Seite. Und dieses Zeug wird frei verkauft zum Einzelpreis von 3,90 Euro. Und das soll Woche für Woche so weitergehen. Wer die gesammelten Werke der Propaganda haben möchte, legt 165 Euro hin.
Ob nun die Sache Propaganda für die eklige braune Sache ist oder nicht, interessiert in Bayern im Moment keinen. Die „Zeitungszeugen“ verletzten nach bayerischer Meinung geltendes Urheberrecht und dürfen in Bayern nicht verkauft werden. Da hatte ich Glück, dass ich mir noch ein Exemplar schnappen konnte. Das bayerische Finanzministerium hat als Inhaber der Rechte des früheren NS-Verlags Eher den Originalnachdruck von Hetzblättern untersagt. Die bayerische Staatsregierung hat jetzt begonnen, Exemplare des an Kiosken angebotenen Editionsprojekts beschlagnahmen zu lassen. Außerdem werde gegen den Herausgeber wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz ermittelt, teilte das bayerische Justizministerium mit.
Nazi-Musik aus der Zeit darf aus gutem Grund nicht verkauft werden. Allerdings: Nazi-Filme wie „Kollberg“ mit seinem Goebbels-Aufruf „Volk steh auf und Sturm brich los“ sind im deutschen Fernsehen schon über die Mattscheibe geflimmert. Warum dürfen die einen das und die anderen nicht? Wer sich die Zeitungen rein aus ideologischen Gründen antun, wird sich schwer tun. Die Schreibe der Autoren ist entsetzlich und die Typografie ist für moderne Leser nicht zu lesen.
Ich denke, wir brauchen eine sinnvolle Diskussion zu diesem Thema. Rechteverletzungen sind hier nur ein vorgeschobenes Argument, um sich einer ernsthaften Diskussion nicht zu stellen.
Update (27.1. 9 Uhr): Der Tagesspiegel schreibt: Etwa 2500 Nachdrucke des NS-Blattes „Völkischer Beobachter“ hat die Polizei in Bayern beschlagnahmt. Das Projekt „Zeitungszeugen“ will in seinen kommenden Ausgaben vorübergehend auf das umstrittene Propaganda-Medium verzichten
Schlagwörter:Angriff, Deutsche Allgemeine Zeitung, Eher, Goebbels, Justizministerium, Kämpfer, Kollberg, Nazi, NS-Verlag, Propaganda, Typografie, Zeitungszeugen
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23. Januar 2009

Na, na, wer wird denn bei der Medienkrise übertreiben. Diese Installation fand ich bei einer Agentur im Eingangsbereich. Vielleicht zeigt sie die Stimmung zur aktuellen Medienkrise. Ich fand das Bild ganz nett.
Schlagwörter:Medienkrise, Werbeagentur
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22. Januar 2009

Als Schüler hatte ich das rote dtv Lexikon. Ich glaube, es hat 100 Mark gekostet und war das universale Nachschlagewerk für die ganze Familie. Irgendwann hatte mein Vater gemeint, dass ich auch einen Brockhaus bekommen sollte, aber die Sache ist im Sande verlaufen. Meine Frau hat aus Familienbestand noch ein Meyers Konversationslexikon von 1898. Cool, da ist die Badewanne eine neue Erfindung gewesen.
Und heute? Ich nutze nur noch Wikipedia. Die Enzyklopädie hatte vor kurzem den 8. Geburtstag. Die „Intelligenz der Masse“ sorgt in der Regel dafür, dass ein großer Quatsch auf den Seiten steht. Alle Menschen können unmittelbar Artikel erstellen oder bearbeiten. Bestand hat, was von anderen Bearbeitern akzeptiert wird. Bisher haben international etwa 285 000 angemeldete und eine unbekannte Anzahl von nicht angemeldeten Benutzern Artikel zu diesem Projekt beigetragen. Mehr als 7000 Autoren arbeiten regelmäßig an der deutschsprachigen Ausgabe mit. Seit Mai 2001 sind so 855.233 Artikel in deutscher Sprache entstanden. Ich nutze Wikipedia aktiv als Autor und passiv als Konsument. Immer wieder denke ich über das geniale System der „Weisheit der Vielen“ nach. Die genauen Ausführungen gibt es hier. Wenn viele Menschen Beiträge einstellen und gegenseitig überprüfen, wird das Wissen optimiert und verbreitert. Einfach, aber genial.
Dieser Web 2.0-Dienst hat die Welt verändert und meine sowieso. Früher war es doch eine gewisse Mühe aufzustehen und zum Regal zu laufen, wenn man ein Wort nicht gewusst hat. Und oft war ich einfach zu faul. Irgendwann kam ich dann doch zu meinem Brockhaus. Allerdings nicht auf Papier, sondern auf DVD. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich diese DVD kaum genutzt, genau so wenig wie meine Encyclopedia Britannica. Faulheit siegte bei mir über die Neugierde. Und heute? MacBook ist immer online und außerdem nutze ich das iPhone, um Infos nachzuschlagen.
Der Brockhaus stirbt, ob er nochmals als Druckwerk herauskommt, das wird fraglich und wird immer wieder diskutiert. Im Dezember 2008 wurde bekannt, dass die Bertelsmann-Dienstleistungstochter Arvato zum 1. Februar 2009 alle Rechte an der Marke Brockhaus übernehmen wird. Arvato plant, die gedruckte Ausgabe des Brockhaus fortzuführen, das im Februar 2008 angekündigte Online-Portal soll jedoch nicht realisiert werden. Egal, wie die Entscheidung fällt: Ich brauche keinen Brockhaus mehr. Die Zeit ist vorbei. Genauso wie die Zeit meines dtv Lexikons vorbei ist. Das habe ich unlängst im Altpapiercontainer entsorgt.
Schlagwörter:Arvato, Brockhaus, dtv Lexikon, DVD, Encyclopedia Britannica, Enzyklopädie, iPhone, MacBook, Meyers Konversationslexikon, Nachschlagewerk, Wikipedia
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13. Januar 2009

Nach wie vor interessiert mich das Phänomen Richard Nixon. Er ist wohl aufgrund der Watergate-Affäre der ungeliebteste Präsident der USA. Ich war als Kind zu jung, um die Sache zu verfolgen, doch ich habe später alle Bücher und Filme rund um Watergate verschlungen. Vor kurzem verstarb ja auch Deep Throat, die geheime Quelle in der US-Regierung. Darüber bloggte ich bereits.
Neben Deep Troat wurden Richard Nixon vor allem die Bänder zum Verhängnis. Er ließ Überwachungsanlagen im Oval Office einbauen und alle Gespräche auf Band mitschneiden. Es gab belastendes Material und einiges davon ist wohl für immer verschwunden, einiges taucht Zug zum Zug auf.
Ich erinnere mich an eine Karikatur. Es war zu der Zeit als Bundeskanzler Kohl den sowjetischen Präsidenten Gorbatschow mit Goebbels verglich. Sehr blöde der Vergleich, noch blöder als Kohl die ganze Sache abstritt. Ganz blöde als ein Tonband bei Newsweek auftauchte auf dem der Vergleich zu hören war. Das Zitat war: „Das ist ein moderner kommunistischer Führer, der war nie in Kalifornien, nie in Hollywood, aber der versteht etwas von PR. Der Goebbels verstand auch etwas von PR. Man muss doch die Dinge auf den Punkt bringen!“ Zurück zur Karikatur: Also die Karikatur zeigte Nixon im Telefongespräch mit Kohl und Nixon sagte: „Frist, destroy the tapes.“
Jetzt habe ich auf einer Website interessantes Material gefunden, das Nixon im noch schlechteren Licht erscheinen lässt. Die Nixon-Bibliothek in Kalifornien, hat 200 Stunden bislang unbekannter Aufnahmen von den geheimen Bändern veröffentlicht. Zu finden sind die auf der Website nixontapes.org, die sich der Aufarbeitung der Nixon-Ära verschrieben hat. Die neuen Veröffentlichungen drehen sich um den Vietnam-Krieg und zeigen, dass Nixon ein Hardliner war. Am 14. Dezember 1972 sprach Nixon mit dem Nationalen Sicherheitsberater Henry Kissinger und seinem Berater Alexander Haig über den Kriegfeind Nordvietnam. Auf den Bändern, die als mp3 auf der Website vorliegen, ist von Nixon zu hören: „Wir werden sie bombardieren. Über Weihnachten wird so richtig was los sein, und am 3. Januar kommt dann der Weihnachtsrückzug.“ Und die stärksten Bombardierungen des Vietnam-Krieges begannen.
Nixon war kein Freund des politischen Establishments. Er schnauzte den Intellektuellen Kissinger an: „Die Presse ist der Feind. Das Establishment ist der Feind. Die Professoren sind der Feind.“ Dann wiederholte er: „Die Professoren sind der Feind. Schreib das Hundert Mal auf eine Tafel und vergiss es niemals.“ Mein Gott, war der Typ krank.
Schlagwörter:Alexander Haig, Deep Thoart, Deep Troat, Establishment, Goebbles-Vergleich, Gorbatschow, Helmut Kohl, Henry Kissinger, Newsweek, nixontapes, PR, Richard Nixon, Throat, Vietman-Krieg, Watergate
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31. Dezember 2008

Heute ist es mir zum ersten Mal in meiner gesamten IT-Geschichte passiert: Eine CD-ROM mit Fotos darauf war nicht mehr lesbar. Es handelte sich um Fotos von der Hochzeit einer Bekannten und Fotos vom Geburtstag meines Schwiegervaters.
Die Bilder stammten aus dem Jahr 2001 und im gleichen Jahr wurde auch der Rohling gebrannt. Es handelt sich um einen Billig-Rohling der Marke Platinum. Es ist ein 700 MByte Rohling. Die Silberscheibe ist ganz gelblich geworden. Ich lagere meine Rohlinge im Dunkeln und im Trockenen. Aber der Zahn der Zeit hat an den Rohlingen genagt. Ich habe den Import der CD auf mehreren Rechnern versucht. Immer mit dem gleichen negativen Ergebnis. Mist. Jetzt werde ich Zug um Zug die Datensicherungs-CDs der alten Zeit überprüfen und ggf. kopieren.
Wahrscheinlich hätte ich es gar nicht so schnell bemerkt. Aber ich sichere derzeit meine kompletten digitalen Fotos auf einer 1 TByte LaCie-Festplatte und mache von dieser Festplatte gleich noch einmal ein Backup. Ich will auf Nummer sicher gehen. Die Daten sind mir zu wertvoll.
In meinem Urlaub beginne ich mit meinem digitalen Fotoarchiv. Bisher sind die digitalen Bilder auf CDs und DVDs gesichert. Jetzt führe ich alle Daten zusammen. Der Datenimport auf die externe HD dauerte alleine zwei Tage. Eine Arbeit für Blöde. CD einlegen, Verzeichnis kopieren, CD auswerfen, CD in einen Pappkarton und ab in den Keller.
Anschließend werden die Bilder komplett verschlagwortet. Das wird nochmal ein Megaaufwand, aber ich werde es Ordner für Ordner machen, während irgendwelche Filme vor sich hin rendern. Ich nutze dazu den Nachfolger von iView Media Pro. Das Ding heißt Expression Media 2 und stammt nun von Microsoft. Die Software ist logisch aufgebaut und ich finde so meine Bilder über die Jahre hinweg wieder. Ich hatte auch Portfolio von Extensis und Portfolio von Cato ausprobiert, doch das eine war mir zu unflexibel, das andere zu mächtig. Ich brauche keine Webanbindung an meine Bilddatenbank. So wichtig bin ich dann doch nicht. Der Rest, wie iPhoto oder Adobe Bridge scheidet aus.
Schlagwörter:Archivierung, Bilddatenbank, Bridge, Cato, CD, CD-ROM, Expression Media 2, Extensis, Fotoarchiv, iPhoto, iView Media Pro, LaCie, Microsoft, Platinum, Portfolio, Rohling
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29. Dezember 2008
Ausgerechnet vor Weihnachten der große Schock. Mitten im Abspielen eines Blu ray-Films versagte die Playstation 3. Der Film erstarrte, dann gab es eine kryptische Fehlermeldung. Ich aktualisierte die Systemsoftware, ich führe einen Hard- und einen Softreset durch, doch vergebens. Das Laufwerk rührte sich nicht mehr. Es lief nicht mehr an. Die Scheiben wurden zwar ordnungsgemäß ein- und ausgeworfen, doch das war es auch dann schon.
Wahrscheinlich ist das Blu ray-Laufwerk über die Wupper gegangen. Und dies vor den Weihnachtsfeiertagen. Bei der Recherche im Internet stellte sich heraus: Ich bin kein Einzelfall. Die Foren sind voll mit diesem Problem. Die Lösungsvorschläge sind vielfältig: Die einen bauen das Laufwerk aus und kaufen sich im Internet ein neues. Das scheidet für mich aus, denn für Basteleien am Rechner habe ich nicht das richtige Händchen. Die anderen schicken das Gerät bei Sony ein und warten auf eine Reparatur.
Ich habe die PS3 im Februar gekauft und so habe ich noch eine Garantie. Also wähle ich den offiziellen Weg der Reparatur. Wer diesen Weg geht, sollte ihn folgendermaßen beschreiten. Es gibt in Sindelfingen einen offiziellen PS3-Reparaturbertrieb mit Namen TVS repair & logistic GmbH. Hier ist seine Website. Auf der Website den Abholauftrag ausfüllen, die Bestätigung per Mail abwarten, Lieferschein ausdrucken und PS3 verpacken. Nach Weihnachten kam dann der DHL-Mann und nahm meine PS3 in Empfang. Rund zehn Tage soll die Reparatur dauern. Ich habe mich vor Weihnachten extra mit zahlreichen Filmen und Spielen ausgestattet, um die stillen Tagen mit meiner PS3 zu verbringen. Na gut, dann muss eben die Wii ran.
Schlagwörter:Blu ray-Laufwerk, DHL, Playstation 3, PS3, Reparatur, TVS, Wii
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