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Neujahrsempfang: Demokratie ist eine dauerhafte Aufgabe für jeden Bürger

31. Januar 2026

Ich halte es für wichtig, an einem Ort nicht nur zu wohnen, sondern sich auch aktiv am Ortsgeschehen zu beteiligen. Und wenn ich die Zeit neben Beruf und zahlreichen Ehrenämter habe, besuche ich gerne die eine oder andere Veranstaltung bei uns in der Gemeinde Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck. So auch gestern der Neujahrsempfang der CSU Maisach. Festrednerin war die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner. Trotz Kommunalwahlkampf blieben Reden und Grußworte zumeist sachlich und motivierend. Zudem gab es Ehrenpreise der Partei für verdiente Akteure in der Gemeinde.

Im Mittelpunkt der Rede der Landtagspräsidentin Ilse Aigner stand ein eindringliches Bekenntnis zu Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit. Aigner machte deutlich, dass diese Grundwerte keineswegs selbstverständlich seien, sondern täglich verteidigt, gepflegt und aktiv gelebt werden müssen. Demokratie sei nicht nur ein Geschenk, sondern eine dauerhafte Aufgabe für jede Bürgerin und jeden Bürger.

Besonders betonte sie die Bedeutung der freien Meinungsäußerung. In Deutschland dürfe jede und jeder seine Meinung äußern, ohne staatliche Repressionen befürchten zu müssen – ein hohes Gut, das sich klar von autoritären Systemen unterscheide. Gesellschaftliche Debatten, Widerspruch oder Kritik seien kein Zeichen mangelnder Freiheit, sondern Ausdruck einer lebendigen Demokratie. Aigner warnt zugleich vor gezielter Desinformation, Hass und Hetze, insbesondere in sozialen Medien, die das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben und Menschen verunsichern sollen. Medienfreiheit als „vierte Gewalt“ sei dabei unverzichtbar, auch wenn Berichterstattung nicht immer bequem sei.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Ehrenamt als Fundament der Demokratie. Aigner würdigte das breite bürgerschaftliche Engagement in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Rettungsdiensten, Kirchen und insbesondere in der Kommunalpolitik. Dieses Engagement könne weder verordnet noch ersetzt werden und bilde das tragende Wurzelwerk des demokratischen Gemeinwesens – von den Ortsverbänden bis hin zu den kommunalen Gremien.

Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen unterstrich Aigner die Bedeutung freier, echter Wahlen als Kern demokratischer Ordnung. Die Möglichkeit, zwischen Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen, Verantwortungsträger direkt anzusprechen und politische Entscheidungen vor Ort mitzugestalten, sei ein besonderer Schatz, der in vielen Ländern fehle. Sie rief dazu auf, dieses Recht bewusst wahrzunehmen und sich schützend vor engagierte Kommunalpolitikerinnen und -politiker zu stellen, wenn diese angegriffen werden.

Markus Libal: Verantwortung übernehmen
Im Mittelpunkt der Begrüßungsrede des Maisacher CSU-Ortsvereinsvorsitzenden Markus Libal steht der Dank an die vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. Libal betont, dass dieser Neujahrsempfang ausdrücklich ihnen gewidmet sei – all jenen, die Verantwortung übernehmen, oft im Verborgenen wirken und das gesellschaftliche Leben in Maisach tragen, sei es in Vereinen, bei Feuerwehr und Kirche, in der sozialen Arbeit oder im privaten Umfeld bei der Pflege von Angehörigen.

Er stellte einen bewussten Kontrast zwischen wachsender Anspruchshaltung und gleichzeitig großem Verantwortungsbewusstsein her. Während Kritik und Forderungen – etwa über soziale Medien – heute schnell an Gemeinde und Staat weitergereicht würden, zeige sich in Maisach tagtäglich ein starkes, positives Gegenbild: gelebtes Ehrenamt, Zusammenhalt und persönlicher Einsatz über alle Ortsteile hinweg. Dieses Engagement sei nicht selbstverständlich und verdiene Anerkennung und Dank.

Landrat Thomas Karmasin: Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung
Im Zentrum des Grußwortes des Fürstenfeldbrucker Landrats Thomas Karmasin stand die herausragende Bedeutung des Ehrenamts. Karmasin betont, dass ehrenamtlich engagierte Menschen – in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Kultur, Sport, Kirche oder auch in der Kommunalpolitik – maßgeblich dazu beitragen, aus einer reinen Einwohnerschaft eine lebendige Gemeinschaft zu formen. Dass dieser Neujahrsempfang bewusst offen gestaltet sei und Ehrenpreise für bürgerschaftliches Engagement verlieh, wertete er als wichtiges Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

Abschließend verwies Karmasin auf die schwierigen Rahmenbedingungen der kommenden Jahre – von der kommunalen Finanzlage über Krankenhausreformen bis hin zu tiefgreifenden Transformationsprozessen. Gerade in dieser Situation seien Erfahrung, Vernetzung und Zusammenarbeit entscheidend.

Bürgermeister Hans Seidl: Einladung Verantwortung zu übernehmen
Im Mittelpunkt des Grußwortes von Maisachs Bürgermeister Hans Seidl stand der Appell an gemeinsames Gestalten, Wandel und Zusammenhalt. Seidl machte deutlich, dass das neue Jahr kein Selbstläufer ist, sondern eine Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Gemeinde aktiv mitzuprägen. Wohlstand, Lebensqualität und Sicherheit seien kein Naturgesetz, sondern Ergebnis von Bereitschaft zur Veränderung, Mut und gemeinsamer Anstrengung.

Der Bürgermeister ordnete seine Rede in eine Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und globaler Umbrüche ein. Wandel sei unausweichlich, zugleich aber auch Chance, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu gehen. Entscheidend sei dabei, offen für Veränderung zu bleiben, ohne die eigenen Werte und Traditionen zu verlieren. Diese seien das Fundament, das Halt und Orientierung gebe – gerade in unsicheren Zeiten.

Besonders hob Seidl die Stärke der Gemeinde Maisach mit ihren sechs Ortsteilen hervor. Deren gewachsene Identitäten, Vereine und das ausgeprägte Miteinander seien das tragende Wurzelgeflecht der Gemeinde und Quelle ihrer Vielfalt und Stabilität. Eine geeinte, starke Kommune sei Voraussetzung, um Herausforderungen wie Energieversorgung, Infrastruktur, soziale Aufgaben und nachhaltige Entwicklung erfolgreich zu bewältigen.

Seidl betonte die Bedeutung eines verantwortungsvollen Wachstums. Nur eine wirtschaftlich starke Gemeinde könne in Schulen, Kindergärten, Feuerwehr, Verkehr, Klima- und Artenschutz sowie die Energiewende investieren und damit langfristig Wohlstand sichern. Gleichzeitig mahnte er, soziale Grundwerte zu bewahren und Familien sowie Seniorinnen und Senioren besondere Wertschätzung entgegenzubringen.

Ehrenpreise an Irene Lilly Schmid und Alfons Strähuber
Die Laudationes der Ehrenpreise der CSU Maisach machten deutlich, warum der Preis inzwischen in drei Kategorien vergeben wird: Das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde sei so vielfältig und stark, dass eine einzelne Auszeichnung dem Einsatz vieler Menschen nicht mehr gerecht würde. Mit den Ehrenpreisen sollen herausragende Leistungen sichtbar gemacht und gewürdigt werden.

In der Kategorie Förderung von Angeboten für Kinder und Heranwachsende wurde Irene Lilly Schmid vom Verein Hühnerleiter Theater für Kinder e. V. aus Maisach ausgezeichnet. In der Laudatio von Evi Huttenloher wurde das Kindertheater als kulturelle Institution gewürdigt, die es seit Jahrzehnten schafft, schon die Jüngsten mit hoher künstlerischer Qualität zu begeistern. Seit den frühen 1990er-Jahren bringe die Hühnerleiter regelmäßig professionelles Kindertheater in die Gemeinde und leiste damit nachhaltige kulturelle Bildungsarbeit. Besonders hervorgehoben wurden die Leidenschaft, Kontinuität und das persönliche Engagement der Vorsitzenden Lilli Schmid und ihres Teams, die trotz geringer finanzieller Mittel ein anspruchsvolles Programm ermöglichen und damit Kultur „vor der Haustür“ schaffen.

Der Ehrenpreis in der Kategorie Förderung von Kultur und Sport ging an Alfons Strähuber. In seiner Laudatio würdigte Franz Kellerer ein außergewöhnliches Lebenswerk: Über mehr als sechs Jahrzehnte prägte Alfons Strähhuber als Chorleiter das kirchenmusikalische Leben in Germerswang und darüber hinaus. Sein Verdienst liege nicht nur in Konzerten, Festmessen und besonderen Veranstaltungen, sondern vor allem in der kontinuierlichen, oft unsichtbaren Arbeit mit Amateurmusikerinnen und -musikern. Mit Geduld, Motivation, musikalischem Anspruch und menschlicher Führung schuf er über Jahrzehnte eine lebendige, tragfähige Chorgemeinschaft und wurde zu einer prägenden kulturellen Persönlichkeit der Gemeinde und des Landkreises.

Ehrenpreise an Christine und Karlheinz Wenhart und Lorenz Schanderl
Beim Neujahrsempfang 2026 der CSU Maisach wurde der Ehrenpreis in der Kategorie „Lebenswerk“ gleich zweimal vergeben. Damit würdigt die Jury bewusst das außergewöhnliche, jahrzehntelange Engagement von Persönlichkeiten, die das kulturelle und sportliche Leben der Gemeinde nachhaltig geprägt haben.

Der Ehrenpreis für das Lebenswerk im kulturellen Ortsleben ging an Christine und Karlheinz Wenhart. In der Laudatio von Gaby Rappenglitz wurde ihr gemeinsames Wirken als beispielhaftes Engagement für Gernlinden beschrieben. Seit ihrer Jugend seien beide tief im örtlichen Vereinsleben verwurzelt. Über mehr als fünf Jahrzehnte prägten sie insbesondere die Heimatbühne Gernlinden, den Fasching, die Kindergarde, das Kartell der Ortsvereine sowie zahlreiche Feste und Veranstaltungen. Christina Wenhart engagierte sich über Jahrzehnte als Schauspielerin, Regisseurin und Vorsitzende der Heimatbühne, während Karlheinz Wenhart mit Organisationstalent, handwerklichem Einsatz und technischer Kompetenz viele Projekte maßgeblich unterstützte – vom Bühnenbau bis zum Bau des Gerätehauses. Gemeinsam legten sie zudem den Grundstein für das heutige Dorffest in Gernlinden und weitere kulturelle Höhepunkte. Ihr Lebenswerk stehe für Gemeinschaftssinn, Gastfreundschaft und kulturelle Identität.

Der zweite Ehrenpreis in der Kategorie Lebenswerk – Bereich Sport wurde an Lorenz Schanderl verliehen. In der Laudatio von Alfred Hirsch wurde Schanderls außergewöhnliche Verbundenheit mit dem SC Maisach hervorgehoben, dem er seit 1965 angehört. Über 60 Jahre engagierte er sich in nahezu allen Funktionen des Vereins: als Spieler, Jugendtrainer, Abteilungsleiter, Kassierer, zweiter Vorstand und schließlich zwanzig Jahre lang als erster Vorstand. Unter seiner Verantwortung wurden sportliche Erfolge gefeiert, große Veranstaltungen organisiert, das Vereinsheim saniert, neue Sportanlagen geschaffen und das 100-jährige Vereinsjubiläum realisiert. 2025 wurde er zum Ehrenpräsidenten des SC Maisach ernannt. Besonders betont werden seine Führungsstärke, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft und seine Fähigkeit, Menschen für den Verein zu begeistern.

Und natürlich musste ich fürs Ego auch ein Bild mit der Festrednerin haben:

Eiskratzen oder Knöllchen? Warum dein Morgen sonst teuer endet

26. Januar 2026

Frostige Temperaturen sorgen aktuell überall für vereiste Autoscheiben. Für viele heißt das: früher aufstehen, kalte Finger und nasse Hände. Trotzdem sollte man sich die Zeit fürs Eiskratzen nehmen – denn wer mit schlecht freigekratzten Scheiben losfährt, riskiert ein Bußgeld. Hier ein paar Tipps.

Der Klassiker: Eiskratzer
Am zuverlässigsten ist nach wie vor der Eiskratzer. Wichtig ist dabei das richtige Modell: Metallschaber können Scheiben und Lack zerkratzen und sind tabu. Besser sind Kunststoffkratzer mit glatter Kante für dünnes Eis und gezackter Kante für dickere Vereisung. Praktisch sind Kombigeräte mit Besen – denn auch Schnee auf Dach, Motorhaube, Scheinwerfern und Kennzeichen muss runter.

Wichtig: Ein kleines „Guckloch“ auf der Frontscheibe reicht nicht! Wer nicht richtig freikratzt, kann mit 10 bis 35 Euro Bußgeld rechnen. Auch Seitenscheiben und Außenspiegel müssen frei sein. Die Heckscheibe ist zwar nicht zwingend nötig, wenn beide Außenspiegel frei sind – empfohlen wird aber trotzdem, alle Scheiben komplett zu enteisen.

Bankkarte? Nur im Notfall
Wenn gerade kein Eiskratzer zur Hand ist, kann im Notfall eine Bankkarte helfen. Ob sie das unbeschadet übersteht, ist allerdings fraglich. Parkscheiben oder andere harte Plastikteile mit scharfen Kanten sind keine gute Idee – sie können die Scheibe ggf schnell zerkratzen.

Heißes Wasser und Hausmittel: Finger weg!
Heißes oder warmes Wasser auf die vereiste Scheibe zu kippen ist ein No-Go. Durch den Temperaturunterschied kann das Glas springen. Auch selbst gemixte Hausmittel mit Wasser, Spülmittel oder Spiritus sind keine gute Lösung: Sie schmieren, verschlechtern die Sicht und können Gummis und Kunststoffteile angreifen.

Enteiserspray: Nur bei leichtem Frost
Bei dünner Eisschicht kann ein Enteiserspray helfen. Es taut das Eis an und verhindert, dass es sofort wieder festfriert. Aber: Die Qualität ist unterschiedlich, manche Sprays hinterlassen Schlieren. Bei dickem Eis oder Schnee kommt man ums Kratzen nicht herum.

Motor warmlaufen lassen? Verboten!
Den Motor im Stand laufen zu lassen, um Scheiben und Innenraum aufzuwärmen, ist verboten, laut und schlecht für die Umwelt. Dafür können bis zu 80 Euro Bußgeld plus Gebühren fällig werden.

Warme Luft als Alternative
Spezielle, fürs Auto zugelassene Heizlüfter können helfen, Eis von innen aufzutauen. Normale Haushalts-Heizlüfter sind dafür ungeeignet und können brandgefährlich sein. Komfortabler – aber teuer – ist eine Standheizung. Sie taut die Scheiben vorab und wärmt den Motor vor, kostet aber meist deutlich über 1.000 Euro.

Vorbeugen spart Zeit
Am besten ist es, Eis gar nicht erst entstehen zu lassen. Abdeckfolien für die Windschutzscheibe verhindern das Vereisen über Nacht. Wichtig: richtig befestigen, damit keine Tür- oder Fenstergummis beschädigt werden.

Vorsicht beim Kratzen
Beim Eiskratzen lieber vorsichtig sein. Unter dem Eis können Schmutzpartikel sitzen, die feine Kratzer verursachen. Die stören vor allem bei tief stehender Sonne oder Gegenverkehr. Auch die Scheibenwischer nicht vergessen: Vereiste oder verschmutzte Wischer können die Scheibe beschädigen. Es gibt spezielle Eiskratzer, mit denen sich auch die Wischerblätter vom Eis befreien lassen.

Erinnern, um zu verstehen – warum Orte wie das Dokumentationszentrum Obersalzberg unverzichtbar sind

20. Januar 2026

Das Dokumentationszentrum Obersalzberg ist eine zentrale Einrichtung der politischen Bildung und Erinnerungskultur in Deutschland. Ich habe es besucht und kann den Besuch ausdrücklich empfehlen. Ich habe bereits mehrere Blogpost dazu verfasst, wie zum Kampfhäusl, zur geraubten Madonna und das Bunkersystem.

Das Dokumentationszentrum befindet sich an einem historisch hoch belasteten Ort: dem Obersalzberg bei Berchtesgaden, der in der Zeit des Nationalsozialismus zu einem wichtigen Machtzentrum des NS-Regimes ausgebaut wurde. Hier befanden sich unter anderem der Berghof Adolf Hitlers sowie weitere repräsentative und strategische Bauten der nationalsozialistischen Führung. Hier ein paar Eindrücke als Video.

Das Dokumentationszentrum wurde mit dem Ziel eingerichtet, diesen Ort nicht unkommentiert der Geschichte oder gar einer romantisierenden Betrachtung zu überlassen, sondern ihn kritisch einzuordnen und historisch aufzuarbeiten. Die Dauerausstellung informiert umfassend über die nationalsozialistische Diktatur, ihre Ideologie, ihre Machtstrukturen sowie über die Verbrechen des Regimes. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle des Obersalzbergs als Rückzugs- und Inszenierungsort der NS-Führung und auf der bewussten Propagandawirkung, die von diesem Ort ausging.

Die sachliche, quellengestützte Darstellung richtet sich an ein breites Publikum und verbindet historische Dokumente, Fotografien, Texte und audiovisuelle Medien. Ziel ist es nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern auch zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte anzuregen. Dabei wird deutlich gemacht, wie eng persönliche Machtansprüche, ideologische Verblendung und staatlich organisierte Gewalt miteinander verknüpft waren.

Die Bedeutung des Dokumentationszentrums liegt vor allem darin, dass es hilft, historische Verantwortung wachzuhalten. Gerade an authentischen Orten wird erfahrbar, dass der Nationalsozialismus kein abstraktes Phänomen war, sondern konkrete Orte, Akteure und Entscheidungen hatte, deren Folgen millionenfaches Leid verursachten. Das Zentrum leistet damit einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Bildung, zur Prävention von Geschichtsverfälschung und zur Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Antisemitismus in der Gegenwart.

In einer Zeit, in der Zeitzeugen zunehmend fehlen und historische Zusammenhänge vereinfacht oder relativiert werden, kommt Einrichtungen wie dem Dokumentationszentrum Obersalzberg eine besondere Verantwortung zu. Sie bieten Orientierung, fördern kritisches Denken und erinnern daran, wie fragil demokratische Strukturen sein können. Damit ist das Dokumentationszentrum nicht nur ein Ort der Information, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil der aktiven Erinnerungskultur und der politischen Bildung in Deutschland.
Gerne würde ich ein Seminar zur politischen Bildung dort machen.

Erstes Trek-Dinner in Fürstenfeldbruck und ich war dabei

18. Januar 2026

Star Trek fasziniert seit Jahrzehnten nicht nur durch ferne Galaxien, futuristische Technik oder ikonische Raumschiffe, sondern vor allem durch eine Idee, die heute vielleicht aktueller ist denn je: die Kraft von Gemeinschaft. Im Herzen von Star Trek steht immer das Miteinander. Es geht nicht um den einen Helden, sondern um eine Crew, die nur gemeinsam funktioniert – mit all ihren Unterschieden, Stärken, Schwächen und Zweifeln.

Auf der Brücke der Enterprise begegnen sich Menschen und Außerirdische, Rationalisten und Emotionale, Skeptiker und Idealisten. Sie streiten, sie irren, sie scheitern – und genau das macht sie glaubwürdig. Doch am Ende finden sie immer wieder zusammen. Entscheidungen werden diskutiert, Perspektiven abgewogen, Verantwortung geteilt. Star Trek erzählt von einer Zukunft, in der Vielfalt nicht trennt, sondern verbindet, in der gegenseitiger Respekt wichtiger ist als Macht, und in der Zuhören genauso zählt wie Handeln.

Diese Vorstellung von Gemeinschaft wirkt weit über den Bildschirm hinaus. Sie schafft Identifikation, Trost und Hoffnung. Für viele Fans ist Star Trek ein Ort, an dem man gelernt hat, dass Anderssein kein Makel ist, sondern eine Bereicherung. Dass Konflikte lösbar sind, wenn man bereit ist, den anderen ernst zu nehmen. Und dass eine bessere Zukunft nicht durch Perfektion entsteht, sondern durch Zusammenarbeit.

Dass sich diese Idee nun im echten Leben fortsetzt, zeigt das erste Zusammentreffen des Trek-Dinners in Fürstenfeldbruck. Im Gasthof auf der Lände trafen sich über 30 SF-Interessierte rund um Star Trek, Star Wars, Harry Potter und mehr zum Austausch. Menschen, die sich vielleicht vorher nie begegnet wären, sitzen an den rustikalen Tischen – verbunden durch ihre Begeisterung zu Star Trek und durch die Werte, die die Serie vermittelt. Wie eine kleine Crew entsteht Gemeinschaft nicht durch Uniformität, sondern durch geteilte Begeisterung, Gespräche, Lachen und gegenseitige Neugier. Für ein paar Stunden wird aus Fans eine Gemeinschaft, aus Fremden ein Miteinander. Ich war zusammen mit Markus Schmölz, Geschäftsführer des Scala Kinos Fürstenfeldbruck, vor Ort und diskutierten über die Serien unserer Jugend. Wir folgten einer Einladung von Tom und Chris, den Organisatoren des Trek-Dinners.

Genau darin liegt das Faszinierende an Star Trek: Es bleibt nicht Fiktion. Es inspiriert dazu, im Hier und Jetzt Brücken zu bauen, offen zu sein, Unterschiede auszuhalten und Gemeinsamkeiten zu feiern. Star Trek zeigt, wie die Zukunft aussehen könnte – und erinnert uns gleichzeitig daran, dass Gemeinschaft immer dort beginnt, wo Menschen sich an einen Tisch setzen und einander mit Respekt begegnen.

Ich gehe auf das nächste Treffen im Februar und wer auch mit dabei sein möchte, der folge der Facebook-Gruppe. Mir hat es Spaß gemacht und vielleicht entsteht im Landkreis Fürstenfeldbruck eine Community.

Ach ja: Damit die Frage geklärt ist, unter welchem Captain ich dienen würde, lautet meine Antwort Jean-Luc Picard und Kathryn Janeway.

Hitlers Bunker unter dem Obersalzberg

17. Januar 2026

Unterhalb des als “Führersperrgebiet” deklarierten Areals auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden entstand ab Sommer 1943 ein weit verzweigtes Netz von Bunkertunneln. Insgesamt wurden über sechs Kilometer Stollen und Kavernen tief in den Fels gesprengt. Durch das Dokumentationszentrum Obersalzberg lässt sich ein Teil des Bunkerssystems besichtigen. Ich habe mir ausführlich die Bunkeranlagen angeschaut und mich im hervorragenden Dokumentationszentrum informiert. Klare und ausdrückliche Empfehlung von meiner Seite.

Bei meiner Besichtigung mitten im Winter war nicht viel los und ich konnte die meiste Zeit die Anlage alleine besichtigen und mir meine Gedanken dazu machen. Es war interessant und bedrückend durch dieses Bauwerk zu gehen. Ich habe einen VR 360 Grad Film gedreht, der die Atmosphäre in diesem Bunkersystem einfängt.

Die Anlage lag bis zu etwa 60 Meter unter der Oberfläche und verband zahlreiche zentrale Bauten der NS-Führungsriege: So führten Tunnel vom Berghof (Hitlers Wohnsitz) hinab in das Hauptstollensystem, weitere Abzweigungen führten etwa zu Martin Bormanns Haus und zur SS-Kaserne. Aus Sicherheitsgründen hielt Bormann allerdings die Bunker seiner Rivalen strikt getrennt – insbesondere Görings eigenen Luftschutzstollen ließ er nicht an Hitlers Tunnelsystem anbinden. Alle wichtigen Eingänge – etwa beim Hotel Platterhof oder dem Hotel Zum Türken – wurden mit massiven Stahltüren, Schleusen und MG-Nischen gesichert, um bei Bombenangriffen Druckwellen und Giftgas abfangen zu können. Vom Platterhof-Eingang beispielsweise führten 190 Stufen hinab in die Tiefe, an deren Ende sich eine unterirdische „Hauptstraße“ durch den Fels zog. Insgesamt umfasste der Komplex Dutzende Räume – darunter Wohn- und Büroräume, Führungszentralen, Telefonvermittlung, Lagerräume und sogar Hundezwinger und sanitäre Anlagen für Hitlers Personal .

Technisch war der Tiefbunker hochmodern ausgestattet: Eigene Notstrom-Dieselaggregate, Lüftungs- und Heizsysteme, Brunnen und Wasserreservoirs sowie Pumpen für Abwasser sicherten im Ernstfall eine autarke Versorgung unter Tage. Die Tunnelwände wurden mit 30–60 cm dickem Beton ausgekleidet, mit Abdichtungen gegen eindringendes Wasser versehen und teils weiß verputzt. Einige Bereiche waren aufwendig ausgebaut – Hitlers und Bormanns private Suiten erhielten Parkettböden, teure Teppiche und holzgetäfelte Wände. Außenposten wie einfache Wachmannschaften mussten sich hingegen mit nacktem Fels und provisorischen Bänken in feuchten Seitentunneln begnügen. Die Mehrheit der Stollen war bis Kriegsende im April 1945 fertiggestellt, wenngleich laufend Erweiterungswünsche (etwa nach zusätzlichen Bunkerräumen für Flak- und Stabsabteilungen) zu neuen Baustellen führten.

Den Bau dieses unterirdischen Festungswerks ermöglichten erst Zwangsarbeiter in großer Zahl: Bis zu 6.000 Männer, zumeist aus der Tschechoslowakei, Italien und Polen, mussten unter hohem Zeitdruck am Obersalzberg schuften. Noch bis Kriegsende wurde hier gearbeitet. Ihnen oblag die harte Spreng- und Betonarbeit im Berg; deutsche Fachleute überwachten lediglich die Arbeiten. Die Arbeitsbedingungen im Berg galten zwar als etwas besser als in manchen Rüstungsfabriken oder Konzentrationslagern, doch standen die Arbeiter unter rigider Kontrolle und hatten keine Wahl – bei „Fehlverhalten“ drohten drakonische Strafen. Gearbeitet wurde in zwei Schichten rund um die Uhr, und die Pausen fanden aus Zeitersparnisgründen ebenfalls unter Tage statt. Zweimal täglich bekamen die Zwangsarbeiter lediglich dünne Suppe zu essen, die in Milchkannen in die Stollen geliefert wurde  – eine dieser Milchkannen fand sich Jahrzehnte später noch im Bunker wieder und zeugt von den einstigen Bedingungen.

Vom Luftschutz zum alpinen Befehlsstand
Die Bunker unter dem Obersalzberg wurden primär als Luftschutzbunker konzipiert, doch Bormann plante mehr als bloße Schutzräume. Er sah den Obersalzberg als potentiellen Führungsbunker einer „Alpenfestung“, falls Berlin unhaltbar würde. So integrierte man in die weitläufigen Stollen auch eine Befehlszentrale mit Fernmeldeanlage, Büroräume für die NSDAP-Kanzlei und Unterkünfte für Führungsstäbe.

Tatsächlich verbrachte Adolf Hitler vor 1944 einen beträchtlichen Teil seiner Regierungszeit auf dem Obersalzberg und führte von dort aus Regierungsgeschäfte – nahezu ein Drittel seiner Amtszeit, insgesamt fast vier Jahre, hielt er sich in seinem Berghof auf . In den ersten Kriegsjahren fanden dort sogar wichtige diplomatische Treffen und Entscheidungsrunden statt (etwa 1938 die Unterredung mit Österreichs Kanzler Schuschnigg, die zum „Anschluss“ führte). Hermann Göring, Martin Bormann und andere NS-Größen nutzten ihre Obersalzberg-Villen gleichfalls als Zweitquartiere neben Berlin, so dass der Obersalzberg als „zweiter Regierungssitz“ des NS-Staates gelten kann. In Erwartung zunehmender Luftangriffe sollten die Bunker diesem NS-Machtzentrum ab 1943 nun endlich einen dauerhaften Schutz und die Möglichkeit ungestörter Weiterarbeit im Berg bieten.

Allerdings kam es kaum zu regulären „Bunker-Alltagsszenarien“, da sich die Kriegslage schnell verschlechterte. Hitler selbst nutzte die Obersalzberg-Bunker nie als permanentes Führerhauptquartier – nach dem D-Day 1944 verließ er den Obersalzberg endgültig und zog die Führung der Wehrmacht in Berlin bzw. Ostpreußen zusammen. Zwar hatte es bis dahin Probealarme gegeben, bei denen Hitler angeblich mit seinem Stab in den Bunker hinabstieg, doch im Ernstfall blieb er aus Propagandagründen lieber „über Tage“. So soll Hitler bei einzelnen Fliegeralarmen demonstrativ im Freien geblieben sein, um sich als unerschütterlich zu inszenieren.

Göring hingegen bezog spätestens im Frühjahr 1945 regelmäßig seinen persönlichen Bunkertrakt. Als am 25. April 1945 ein großer britischer Bomberangriff den Obersalzberg traf, hielt sich Göring vor Ort auf und begab sich mit dem übrigen Personal in die Stollenanlagen. Rund 3.000 Personen – von SS-Wachen über Dienstpersonal bis zu Zivilisten der Umgebung – suchten während des Bombardements in den Bunkern Schutz. Dank der stabilen Bauweise überstanden die meisten den Angriff: Obwohl die Royal Air Force mit über 350 Bombern insgesamt 1200 Tonnen Bomben abwarf (darunter riesige „Tallboy“-Bunkerbrecher), kamen nur etwa 30 Menschen ums Leben. Sämtliche Gebäude des Führersperrgebiets – bis auf das hoch gelegene Kehlsteinhaus – wurden dagegen schwer beschädigt oder zerstört. Noch am selben Tag legten abziehende SS-Truppen Feuer in den Ruinen, was Plünderungen durch Anwohner jedoch nicht verhinderte. Hitler selbst weilte zu diesem Zeitpunkt im Führerbunker in Berlin und erlebte das Ende seines „Dritten Reiches“ dort – fünf Tage später nahm er sich das Leben .

In den letzten Kriegstagen dienten die Obersalzberg-Bunker v.a. der Vernichtung von Beweismaterial. Beispielsweise ließ Martin Bormann aus seinem Berliner Exil seiner Ehefrau auf dem Obersalzberg den Befehl zukommen, belastende Akten im Bunker zu verbrennen . Noch heute finden sich in manchen Stollen rußgeschwärzte Wände, wo in jenen Apriltagen 1945 große Feuer mit Dokumenten loderten.
Diese Rußschichten machten es späteren Besuchern leicht, ihren eigenen Namen in die Wände zu kratzen – die Rußpartikel kontrastieren weiß, sobald man sie mit einem Schlüssel oder Stein abreibt. Auf diese Weise hinterließen in den Jahrzehnten nach Kriegsende zahllose Menschen Inschriften in den Bunkergängen – von einfachen Soldaten und Einheimischen bis hin zu Gruseltouristen und Neonazis, die heimlich in die zeitweise unbewachten Stollen eindrangen.

Als in den ersten Maitagen 1945 amerikanische und französische Truppen Berchtesgaden erreichten, fanden sie auf dem Obersalzberg kein aktives „Alpenfestungs“-Personal mehr vor – die Tunnel waren leer, es kam zu keinen Kämpfen. Dennoch entwickelte sich zwischen der US-Armee und der französischen 2e DB-Panzerdivision ein Wettlauf um das Prestige, Hitlers Bergresidenz als Erste zu besetzen. Schließlich hissen Amerikaner und Franzosen am 5. Mai 1945 gemeinsam ihre Flaggen über den rauchenden Trümmern auf dem Obersalzberg. In den Bunkern hinterließen drei französische Soldaten ihre Initialen („AG PS DA“) und ritzten zur Erinnerung an den Sieg ihre Einheit – „2e Division Blindée“ – sowie das Datum 5.5.1945 in eine Betonwand ein. Flankiert wurde diese Inschrift von zwei eingeritzten Lothringer Kreuzen, dem Symbol der französischen Streitkräfte im Krieg. Solche Graffiti der Alliierten markierten buchstäblich das Ende der NS-Herrschaft am Obersalzberg.

Dokumentationszentrum und museale Zugänglichkeit der Bunker
Unmittelbar nach der kampflosen Übergabe des Obersalzbergs am 4. Mai 1945 übernahm die US-Armee die Kontrolle über das Gebiet. Die Amerikaner erklärten das gesamte Areal zunächst zum Sperrgebiet und verhinderten so eine ungeregelte Besichtigung durch die lokale Bevölkerung oder gar Alt-Nazis. Plünderungen ließen sich dennoch nicht völlig eindämmen: Bereits in den ersten Tagen nach Einmarsch bedienten sich sowohl Einheimische als auch alliierte Soldaten großzügig an den Überresten. Aus den Bunkern verschwanden in den Nachkriegsjahren nahezu alle technischen Einrichtungen, Einbauten und Wertgegenstände – die weitläufigen Tunnel standen bald leer und waren verwahrlost.

Wie Zeitzeugen berichten, wurde buchstäblich „alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest“ war, von Holzvertäfelungen über Mobiliar bis zu Rohrleitungen. Übrig blieb schließlich fast nur der nackte Fels und Beton. Einzige Relikte waren etwa ein riesiger Stahlschrank, der von GIs mit einer Panzerfaust aufgeschossen worden war (einer Legende nach war er leer) – oder die eingangs erwähnte rostige Milchkanne, die Jahrzehnte unbemerkt in einem Seitentunnel lag.

Nach Kriegsende nutzte die US-Armee das Obersalzberg-Areal über 50 Jahre lang als Erholungszentrum für amerikanische Soldaten (Armed Forces Recreation Center). Für die deutsche Öffentlichkeit blieb das Gelände damit bis in die 1990er Jahre weitgehend unzugänglich.
Lediglich das Kehlsteinhaus und seine Bergstraße wurden früh für den zivilen Tourismus freigegeben – sie entwickelten sich ab den 1950ern zu einem regelrechten Besuchermagneten, während der eigentliche Obersalzberg darunter nahezu entzogen war . Um zu verhindern, dass die Ruinen von Hitlers Berghof zu einer Wallfahrtsstätte für Neonazis werden könnten, sprengten die US-Besatzer und bayerischen Behörden 1952 fast alle stehengebliebenen NS-Gebäudereste, einschließlich der ausgebrannten Berghof-Ruine. Auch oberirdische Spuren der Bunkereingänge wurden teils eingeebnet. 

Dennoch pilgerten weiterhin Neugierige und Alt-Nazis auf den Berg – viele Jahre lang teils begünstigt durch dubiose Touristenführer und trivialisierende Broschüren, die vor Ort verkauft wurden. Erst nachdem die US-Truppen 1996 den Obersalzberg endgültig räumten, konnte sich Bayern der aktiven Erinnerungsarbeit annehmen. Man beschloss ein „Zwei-Säulen-Konzept“: Einerseits sollte das Areal behutsam touristisch entwickelt werden (etwa durch ein Hotel), andererseits aber eine historische Bildungsstätte entstehen . So eröffnete am 20. Oktober 1999 das Dokumentationszentrum Obersalzberg als moderner Lern- und Erinnerungsort.

Von Anfang an bezog die Dokumentation die originalen Bunker in ihr Museumskonzept ein. Ein Teil der weitläufigen Untergrundanlage – insbesondere die Stollen unter dem ehemaligen Hotel Platterhof bzw. Gästehaus Hoher Göll, auf dessen Fundament der Museumsbau errichtet wurde  – ist für Besucher seither zugänglich. Über das Museumsgebäude gelangt man in einen rund 200 Meter langen Bunkerabschnitt, der heute als authentisches Ausstellungsobjekt dient. Dieser Bereich umfasst u.a. die ehemaligen Büroräume der NSDAP-Kanzlei am Obersalzberg (teils mit originalen Einbauten) sowie Verbindungsstollen mit einigen Nebenräumen wie Vorratskellern. Schon 1999 stieß diese Bunker-Teilausstellung auf großes Interesse, so dass 2006 ein zusätzlicher Ausstellungsraum im Bunker für Wechselausstellungen ausgebaut wurde. Von 2017 bis 2023 war die Anlage wegen umfangreicher Erweiterungsarbeiten geschlossen, doch seit der Wiedereröffnung der Dokumentation (neue Dauerausstellung “Idyll und Verbrechen”) ist der Bunker wieder im Rahmen des Rundgangs zugänglich . Besucher passieren originale engen Gänge, sehen Gerätschaften und Relikte und stoßen auf erklärende Tafeln, die die Funktion jedes Abschnitts erläutern. So wird der historische Tiefbunker selbst zum Exponat, das die Geschichte des Ortes greifbar macht.

Um die Sicherheit und den pädagogischen Mehrwert zu gewährleisten, bleibt freilich nur ein begrenzter Teil der Gesamtanlage begehbar – viele Stollen sind aus statischen Gründen versiegelt oder liegen auf privatem Gelände (etwa unter dem Hotel Zum Türken, das eigene Führungen durch seinen Bunkerabschnitt anbietet). Der für die Öffentlichkeit geöffnete Sektor im Dokumentationszentrum ist dagegen gut gesichert, beleuchtet und mit einem Audioguide sowie Führungen erschlossen. Besucher erhalten so einen Eindruck der beklemmenden Enge und Kälte im Berg und lernen gleichzeitig die historischen Zusammenhänge kennen. In Vitrinen sind Funde ausgestellt, etwa originale Baupläne, Werkzeug oder Fundstücke wie die erwähnte Milchkanne oder Lebensmittelmarken der Kriegszeit, die im Bunker gefunden wurden. Zusätzlich vermitteln Medienstationen Interviews mit Zeitzeugen, die vom Alltag am Obersalzberg oder der Zwangsarbeit im Bergbau berichten. Die Kombination aus originalem Schauplatz und kritischer Einordnung soll einen verantwortungsvollen Umgang mit dem schwierigen Erbe ermöglichen.

Heutiger Umgang mit dem NS-Erbe
Die Bunker unter dem Obersalzberg verkörpern einen historischen Täterort, der bis heute sensibel behandelt werden muss. Bereits kurz nach Kriegsende zeigte sich, wie ambivalent das Erbe ist: Einerseits hatten die Alliierten – insbesondere die Franzosen – ihre Spuren stolz hinterlassen. Andererseits zog die Anlage früh auch nostalgische Anhänger des NS-Regimes an. So kam es schon in den 1950ern zu regelrechten “Sensationstouren” ehemals Verfolgter, Neugieriger, aber auch Ewiggestriger, die teils illegal in die gesperrten Bunker vordrangen . In den dunklen Tunneln fanden sich mit der Zeit beschmierte Hakenkreuze und Parolen wie „Heil Adolf“ – ein Hinweis darauf, dass manche Besucher den Ort zu glorifizieren versuchten. Diesem unerwünschten Umgang setzt man heute aktive Aufarbeitung entgegen.

Die Dokumentation Obersalzberg versteht sich ausdrücklich als Lernort, der die Verbrechen des NS-Regimes aufarbeitet und Entmystifizierung betreibt. So wird z.B. an den Bunkerwänden nicht nur die militärische Funktion erläutert, sondern auch an die Ausbeutung der Zwangsarbeiter erinnert, die diese „Alpenfestung“ unter unmenschlichen Bedingungen errichten mussten.

Das Gelände selbst wird ebenfalls bewusst unspektakulär gehalten, um keinen Heldenmythos zu befördern. Vom früheren Berghof steht heute fast nichts mehr – lediglich eine überwachsene Stützmauer und eine Hinweistafel erinnern an den Ort . Dennoch erscheinen nach wie vor vereinzelt Neonazis, die dort Kerzen oder Botschaften als Verehrung platzieren . Die Mitarbeiter der Dokumentation sammeln solche Relikte (über 50 teils mit Hakenkreuzen versehene Grablichter wurden seit 2015 entfernt) und nutzen sie als mahnende Exponate in der Ausstellung. Damit wird offensiv gezeigt, dass der Kampf um die Deutungshoheit über Orte wie den Obersalzberg bis in die Gegenwart reicht.

Insgesamt gilt die Einbindung der Bunker ins pädagogische Konzept als gelungen. Das Dokumentationszentrum Obersalzberg – getragen vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin – wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. 2025 mit dem europäischen Luigi Micheletti Award für seine innovative Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“. Diese Ausstellung kontrastiert bewusst die idyllische Alpenlandschaft (die von den Nazis propagandistisch als heile Welt inszeniert wurde) mit den Verbrechen, die hinter den Kulissen geplant wurden.

Die Bunkeranlagen spielen dabei eine Schlüsselrolle: Sie sind das greifbare Symbol dafür, wie aus dem friedlichen Bergbauerndorf Obersalzberg ein hermetisch abgeriegelter Unrechtsort und schließlich ein Endzeit-Zufluchtsort der NS-Elite wurde. Indem man die unterirdischen Räume für Besucher öffnet, entzaubert man zugleich manche Legende – etwa den Mythos der „unbesiegbaren Alpenfestung“, die sich in Wahrheit als überdimensioniertes und letztlich nutzloses Bauprojekt entpuppte. Die Bunker werden so nicht ehrfürchtig verherrlicht, sondern kritisch kontextualisiert: als Teil der Infrastruktur eines verbrecherischen Regimes, das am Ende trotz aller Betonwände in Trümmern versank.

Die heutige Erinnerungsarbeit am Obersalzberg zeigt, dass ein solch belastetes Erbe produktiv genutzt werden kann, um Geschichte aufzuarbeiten statt zu verdrängen. Durch behutsame architektonische Integration, wissenschaftliche Begleitung und offensives pädagogisches Konzept gelingt es, die Bunker weder zum Wallfahrtsort für Rechtsradikale noch zum reißerischen Gruselkabinett verkommen zu lassen. Vielmehr dienen sie als mahnendes Anschauungsobjekt, das tausenden Besuchern jährlich die Abgründe der NS-Herrschaft vor Augen führt – an dem Ort, wo einst Macht und Idylle auf verhängnisvolle Weise zusammentrafen.

Ein Häuschen, ein Mythos, eine Lüge – wie das „Kampfhäusl“ zur Bühne nationalsozialistischer Propaganda wurde

14. Januar 2026

Die Geschichte des sogenannten Kampfhäusl gehört zu jenen Legenden, die weniger über historische Realität aussagen als über die Funktionsweise nationalsozialistischer Propaganda. Diese Geschichte wird in der hervorragenden Ausstellung des Dokumentationszentrum am Obersalzberg in einer Vitrine aufgegriffen und zeigt, wie perfide die nationalsozialistische Propaganda funktionierte und bis heute sogar noch wirkt.

Behauptet wurde, Adolf Hitler habe sich in einem kleinen, abgelegenen Holzhaus am Obersalzberg zurückgezogen und dort Teile seines Buches Mein Kampf verfasst. Das Häuschen wurde dabei als karger, nahezu asketischer Ort inszeniert, an dem der spätere Diktator als einsamer Ideologe und unbeirrbarer „Kämpfer“ an den geistigen Grundlagen der Bewegung gearbeitet habe. Diese Erzählung ist jedoch historisch nicht haltbar.

Am 12. Oktober 1926 sprach Hitler in Berchtesgaden. Manche Anhänger waren sogar aus Salzburg angereist, um Hitler über sein Programm reden zu hören. Für die Arbeit am zweiten Band von „Mein Kampf“ hatte er sich immer wieder auf den Obersalzberg zurückgezogen.
Dort konnte er konzentriert arbeiten – abseits der Tagespolitik, aber keineswegs im Verborgenen: Die Polizei hatte ein Auge auf den radikalen Parteiführer. Nach 1933 förderte dies den Mythos von Hitlers Wahlheimat. Einheimische Fotografen machten Bilder vom „Kampfhäusl“ – so hieß jetzt die Holzhütte oberhalb des Platterhofs, die der Wirt Bruno Büchner Hitler zur Verfügung gestellt hatte. Die benachbarte Pension Steiner verkaufte davon Postkarten. Tatsächlich arbeitete Hitler nur selten in der Blockhütte, sondern meist in komfortablerer Umgebung: Er diktierte den zweiten Band einer Sekretärin vor allem in der Pension Moritz und im Hotel Deutsches Haus.

Ursprünglich bestand die Herzschrift, mein Kampf aus zwei Teilen und wurde später erst in einem Band zusammengefasst.

Quellenlage und Chronologie sprechen eindeutig gegen diese nationalsozialistische Darstellung. Die wesentlichen Teile von „Mein Kampf“ entstanden in den Jahren 1924 und 1925 während Hitlers Haft in Landsberg am Lech, wo er den Text überwiegend diktierte. Für eine Entstehung oder auch nur wesentliche Mitarbeit am Buch im sogenannten Kampfhäusl existieren keinerlei zeitgenössische Belege. Auch Hitlers Aufenthalte am Obersalzberg in den frühen 1920er-Jahren waren kurz und unregelmäßig und lassen sich nicht mit einer intensiven schriftstellerischen Arbeit in Verbindung bringen. Das Gebäude selbst war ein unauffälliges, funktionales Häuschen ohne besondere politische oder biografische Bedeutung. Aber es hatte eine enorme propagandistische Wirkung.

Dass die Geschichte dennoch Verbreitung fand, ist vor allem mit ihrer propagandistischen Wirkung zu erklären. Ab dem Aufstieg der NSDAP wurde Hitlers Lebenslauf systematisch mythologisiert. Orte spielten dabei eine zentrale Rolle, weil sie abstrakte Ideologie emotional greifbar machen konnten. Das Kampfhäusl passte ideal in dieses Muster: klein, schlicht, abgeschieden, eingebettet in eine vermeintlich „urdeutsche“ Berglandschaft. Es diente als Projektionsfläche für das Bild des aus einfachen Verhältnissen stammenden Führers, der fernab der Großstadt seine weltanschauliche Mission formt.

Aus heutiger historischer Sicht ist das Kampfhäusl daher kein authentischer Entstehungsort nationalsozialistischer Ideologie, sondern ein nachträglich konstruierter Erinnerungsort. Seine Bedeutung liegt nicht in dem, was dort tatsächlich geschah, sondern in dem, was man ihm andichtete. Gerade darin liegt sein Erkenntniswert: Die Legende zeigt exemplarisch, wie politische Mythen erzeugt werden, wie Orte instrumentalisiert werden können und wie sich erfundene Geschichten durch Wiederholung und emotionale Aufladung im kollektiven Gedächtnis festsetzen.
Ich empfehle ausdrücklich den Besuch des Dokumentationszentrums am Obersalzberg.

Vorstellung des Meisaha-Heftes

8. Januar 2026

Mit einer Lesung wurde im Gemeindezentrum Maisach die neueste Ausgabe des jährlichen Magazins Meisaha von den Mitgliedern des historischen Arbeitskreises vorgestellt. Das „Meisaha-Heft“ ist eine regelmäßig erscheinende Publikation zur Geschichte der Gemeinde Maisach, herausgegeben vom Arbeitskreis Geschichte der Gemeinde Maisach (AKG). In diesem Heft werden themenübergreifende Beiträge zur Orts-, Wirtschafts-, Familien- und Zeitgeschichte der verschiedenen Gemeindeteile zusammengestellt – von archäologischen Funden über historische Betriebe und Lebensgeschichten bis zu persönlichen Erinnerungen von Zeitzeugen.

Das Heft erzählt lebendige Geschichten aus Vergangenheit und Gegenwart der Gemeinde, etwa über alte Häuser, Vereine, Betriebe oder das Leben in unterschiedlichen Epochen. Beiträger sind meist engagierte Gemeindemitglieder und Heimatforscher, die ihre Recherchen und Erlebnisse in verständlicher Form präsentieren. Ich darf seit drei Ausgaben das Heft layouten und auch eine Geschichte beisteuern. Interessanten für die Mitarbeit sind willkommen.

Das Meisaha-Heft erscheint jährlich und wurde vor kurzem bei der Präsentation der neuen Ausgabe öffentlich vorgestellt; es ist in der Gemeinde an verschiedenen Verkaufsstellen erhältlich und richtet sich an alle, die sich für die lokale Geschichte Maisachs interessieren. Hier die Vorstellung als Videostatements der einzelnen Autoren, um einen besseren Eindruck zu gewinnen.

Stefan Pfannes machte die Einführung und ging auch auf das neue Banner ein. Es zeigt die Familie Fuchs mit Hund (der war mir sehr wichtig). Hier seine Einführung.

250 Jahre Isidoriverein Maisach und Umgebung e. V. von Stefan Pfannes

Einem der ältesten Vereine ein paar Zeilen zu widmen, klingt eigentlich nach einem einfachen Unterfangen. Doch bei näherer Betrachtung verschwimmt das so sicher geglaubte Wissen. Am Ende hat man ja nicht einmal ein konkretes Gründungsdatum. War es nun 1775 oder 1776, gar später? Wer war der wirkliche Gründer des Vereins? Dass der Zweck des Vereins heute ein anderer ist als im 18. Jahrhundert, mag da kaum mehr überraschen. Hier der Vortrag von Stefan Pfannes bei der Vorstellung des neuen Meisaha-Heftes.

Ein altes Haus erzählt von Cornelia Schader

Fährt man von Gernlinden Richtung Maisach, befindet sich dort linker Hand am Ortseingang ein altes ehemaliges Bauernhaus. Im Vergleich zu den umliegenden Gebäuden wirkt es bescheiden und klein. Dennoch hat es einiges zu erzählen. Hier der Vortrag Ein altes Haus erzählt von Cornelia Schader bei der Präsentation des Meisaha-Heftes.

Die Dampfmaschinen der Brauerei Maisach von Stefan Schader

Eines der Wahrzeichen des Ortes Maisach ist die Brauerei am östlichen Ortseingang. 1556 erstmalig erwähnt, hat sie eine aufregende Geschichte mit vielen Besitzerwechseln hinter sich. 1907 erwarb schließlich Josef Sedlmayr die Brauerei. Nur zwei Jahre später, 1909, in der Nacht zum Pfingstsonntag, brannte das Sudhaus ab und wurde neu aufgebaut. Es wurde dann auch gleich in moderne Technik investiert. Da traf es sich gut, dass die Schlossbrauerei Hofhegnenberg gerade den Betrieb eingestellt hatte und all ihre Gerätschaften, darunter eine Dampfmaschine, für insgesamt 25000 Mark zum Verkauf anbot. Die Dampfmaschinen der Brauerei Maisach von Stefan Schader bei der Präsentation des Meisaha-Heftes.

Die Torfbahn im Fußbergmoos von Hartwig Meis

In verschiedenen Veröffentlichungen zur Geschichte von Maisach und Gernlinden tauchen immer wieder Fotos und Informationen zu einer „Torfbahn im Fußbergmoos“ auf, ohne dass es hierzu eine zusammenfassende Erläuterung gibt. Nach meinem Umzug nach Gernlinden vor drei Jahren stieß ich auf ein Foto, das aus dem Jahr 1920 stammen soll: Damit begann meine Recherche. Die Torfbahn im Fußbergmoos von Hartwig Meis bei der Vorstellung des Meisaha-Heftes.

Der Hofnerhof von Helga Rueskäfer und Alfons Strähhuber

Eine erste Erwähnung des Hofes in Oberlappach finden wir im Pfarrarchiv der Pfarrei Rottbach. Als Besitzer werden genannt: 1525 Hans Erasm, 1559 Peter Erasm, 1574, 1583 und 1594 Wolf Asam (+ O4. 10. 1630). Nach Familie Asam war eine Familie Dellinger auf dem Hof, anschließend Familie Probst aus Deisenhofen, zwischen 1677 und 1679 hierher gekommen. Die Witwe Maria Probst heiratet 1715 Johannes Hofner von Frauenberg und begründet damit die Familie Hofner. Der letzte Hofner war Michael Hofner, geb. 8.6.1860. Der Hofnerhof von Helga Rueskäfer und Alfons Strähhuber bei der Präsentation des Meisaha Heftes.

Gernlindner Barackenkinder von Karl Muth

Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und Ausgebombten erhöhte sich nach Kriegsende die Einwohnerzahl in der Gemeinde Maisach erheblich. 1940 hatte die Gemeinde 2.596 Einwohner, 1946 bereits 3.539 und im Jahr 1950 zählte man 4.395 Einwohner. Überall herrschte ein großer Mangel an Wohnraum. Besonders die Familien, die durch den Krieg ihre Heimat verloren hatten, mussten nach Kriegsende untergebracht werden. In Schulen, Gasthöfen und privaten Unterkünften gab es in den Jahren nach Kriegsende noch sehr viele Massenunterkünfte. Hier die Lesung Gernlindner Barackenkinder von Karl Muth bei der Präsentation des Meisaha-Heftes.

Die Geschichte der Vogtländischen Gardinenweberei Friedrich von Franz Minholz

Mit der Vogtländischen Gardinenweberei Friedrich gab es in Maisach eine für unsere Gegend untypische Firma. Gegründet wurde sie 1930 durch den 26-jährigen Textiltechniker Karl Friedrich in dessen Heimat Falkenstein im Vogtland (Sachsen). Mit drei Webstühlen wurde eine mechanische Weberei ins Leben gerufen. 1937 hatte der Betrieb schon 30 Webstühle und 25 Maschinen bei sog. „Lohnwebern“. Dabei handelte es sich um Unternehmen, die Textilien im Auftrag anderer Kunden nach deren Vorgaben herstellten. Die Geschichte der Vogtländischen Gardinenweberei Friedrich von Franz Minholz aus dem neuen Meisaha-Heft.

Die Bewohner der Ringstraße in Gernlinden von Annemarie Karg

Seit 1962 lebt Annemarie Karg in der Ringstraße in Gernlinden. Diese Straße wurde damals als Ganzes geplant, d.h. alle Häuser wurden von einem Architekten incl. der Einteilung der Grundstücke, die unterschiedlich groß waren, geplant. Architekt war Edmund Josberger aus Maisach.
Die Bewohner der Ringstraße in Gernlinden von Annemarie Karg bei der Präsentation des Meisaha-Heftes.

Corona in Maisach – Leben im Ausnahmezustand (1) von Matthias J. Lange

45 Tage führte Blogger Matthias J. Lange von redaktion42 seinen Blog über
die Corona-Epedemie in Maisach. Er erschien unter redaktion42.com. Hier die subjektiven Eindrücke aus der Gemeinde Maisach, begonnen am 22. März 2020. Viele Videos und Bilder aus der Zeit finden sich im Blog. Die Blogposts wurden für Meisaha redaktionell überarbeitet und gekürzt. Die Langfassungen der Posts gibt es im Netz unter redaktion42.com . Hier mein Vortrag Corona in Maisach – Leben im Ausnahmezustand (1) von Matthias J. Lange

Jahresrückblick vom Juli 2024 – Juni 2025 von Elfriede Böttcher

Nach Angabe des Einwohnermeldeamts waren am 30. Juni 2025 in der Gesamtgemeinde Maisach 14527 Einwohner gemeldet. Es gab 901 Zuzüge und 880 Wegzüge. Hier der Jahresrückblick vom Juli 2024 – Juni 2025 von Elfriede Böttcher bei der Meisaha Vorstellung.

Und hier ein paar Eindrücke von der Veranstaltung: Danke an die Gemeinde Maisach für die großzügige Unterstützung.

Wenn der Jahreswechsel zur Nacht der Angst wird – warum das Böllern endlich ein Ende haben muss

27. Dezember 2025

Wenn sich das Jahr seinem Ende zuneigt und der Kalender die letzten Stunden zählt, liegt über vielen Städten längst keine unbeschwerte Vorfreude mehr. Der Jahreswechsel, einst Sinnbild für Aufbruch und Hoffnung, ist für Kommunen, Einsatzkräfte und Tiere zu einem Moment der Anspannung geworden. Der grelle Lärm der Böller, das Zischen der Raketen und der beißende Rauch erzählen inzwischen eine andere Geschichte – eine von Überforderung, Angst und wachsendem Zweifel an einem Brauch, der nicht mehr in die Zeit zu passen scheint. Daher fordere ich endlich ein Böllerverbot. Die Politik eiert herum, man hat Angst vor dem Wähler.

Ich bin mir sicher, im Dorf bei uns wird wieder geballert. Allerdings: In Bayern wird diese Entwicklung immer deutlicher spürbar. München und Nürnberg gehören zu den Städten, die offen darüber sprechen, dass sie mehr Handlungsspielraum brauchen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter fordert seit Jahren eine Änderung des Bundessprengstoffgesetzes. Sein Anliegen ist klar: Die Kommunen sollen selbst entscheiden dürfen, wo Feuerwerk erlaubt ist und wo nicht. Nicht aus Prinzip, sondern aus Verantwortung. In München steht etwa ein Böller- und Raketenverbot rund um den Tierpark Hellabrunn zur Diskussion – ein Ort, an dem Tiere in der Silvesternacht unter Stress, Panik und Orientierungslosigkeit leiden. Reiter betont dabei immer wieder, dass solche Entscheidungen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden sollten.

Auch Nürnberg signalisiert Zustimmung zu diesem Kurs. Die Stadt zeigt sich offen für eine Gesetzesänderung, die Kommunen mehr Mitsprache einräumt. Dahinter steht die Erkenntnis, dass jede Stadt ihre eigenen Herausforderungen kennt – enge Altstädte, sensible Wohngebiete, Krankenhäuser, Altenheime oder eben Orte, an denen Tiere besonderen Schutz brauchen. Ein starres Bundesrecht wird diesen Realitäten immer weniger gerecht.

Ich gehe einen Schritt weiter: Feuerwerker sind für mich Tierquäler. Hunde, Katzen, Vögel haben Todesangst.
Was in der Silvesternacht passiert: 5.000+ Vögel sterben durch Kollisionen (Gebäude/Autos), Winterschläfer wachen auf und erfrieren (Igel, Siebenschläfer), 70% aller Haustier-Vermisstenanzeigen kommen am 1. Januar.
Ein einziges Feuerwerk bedeutet sechs Stunden Todesangst für Wildtiere. Bei Hunden gibt es eine Umfrage der Hunde-Community-App Dogorama. „In unserer Community hören wir immer wieder, wie sehr die Tiere unter der Knallerei leiden. An den Tagen rund um Silvester können viele Hunde kaum noch das Haus verlassen. Für zahlreiche Halter bleibt nur ein regelrechter Spießrutenlauf, um den Hund kurz vor die Tür zu bringen und sofort wieder in die ’sichere‘ Wohnung zu flüchten. Die Böller sind eine enorme Belastung für Tiere, die die Geräusche nicht einordnen können und aufgrund dessen in Panik den Fluchtreflex aktivieren. Ein eingeschränktes oder stärker reguliertes Böllern würde vielen Hunden enorm helfen“ mahnt Jan Wittmann, Gründer und Geschäftsführer von Dogorama. Meine beiden Kater drehten in den vergangenen Jahren durch und die armen Tiere hatten Angst.
Das Leid der Tiere, für die die Detonationen nicht ein Spektakel, bedeutet Böllern blanke Angst. Panik, Fluchtreaktionen, teils tödliche Verletzungen – all das gehört für Haustiere wie für Wildtiere zur bitteren Realität der Silvesternacht.
Jedes Aufschrecken kann lebensbedrohlich sein, wenn sie in Städten über Straßen flüchten. Füchse, die nachts in Siedlungen auf der Suche nach Nahrung sind, kehren unter Umständen nicht in ihr gewohntes Versteck zurück, sondern suchen Zuflucht in Gärten und Garagen. Igel und Bilche wie die Haselmaus oder der Gartenschläfer liegen zwar im Winterschlaf, aber störanfällig sind sie trotzdem.

In Bremen berieten die Innenminister von Bund und Ländern über ein mögliches Böllerverbot an Silvester. Der Gastgeber, Bremens Innensenator Ulrich Mäurer, fand deutliche Worte. Für Polizei und Feuerwehr sei das private Feuerwerk ein Albtraum, sagt er. Eine Nacht voller Notrufe, Brände, Verletzungen – und immer häufiger auch Angriffe auf diejenigen, die helfen wollen. Was für manche wenige Minuten Spaß bedeutet, wird für Einsatzkräfte zu Stunden am Rand der Belastungsgrenze. Die Gewerkschaft der Polizei unterstützt ein Ende des privaten Feuerwerks ebenso wie zahlreiche Umweltverbände. Sie verweisen auf die massive Feinstaubbelastung, den Müll auf Straßen und Plätzen, die Verletzungen und Traumatisierungen – und auf eine Gesellschaft, die sich fragen muss, ob diese Form des Feierns noch zeitgemäß ist.

So verdichtet sich die Debatte zu einer grundsätzlichen Frage: Wie wollen wir das neue Jahr beginnen? Mit Lärm, Chaos und Angst – oder mit Rücksicht, Verantwortung und neuen Formen des gemeinsamen Feierns? Die Stimmen aus München, Nürnberg und Bremen zeigen, dass sich etwas bewegt. Dass Kommunen nicht länger nur zuschauen wollen, sondern Gestaltungsspielraum einfordern. Nicht um Traditionen zu verbieten, sondern um sie weiterzuentwickeln.

Allerdings: Die Forderung privates Silvesterfeuerwerk zu verbieten, um Ausschreitungen oder gar Anschläge auf Personen, Polizei und Sachgüter zu verhindern, wird von immerhin der Hälfte der Bevölkerung (50%) als unwirksam eingestuft. Diese sind der Auffassung, dazu wären andere Maßnahmen wie zum Beispiel mehr Polizeikontrollen nötig. Es soll dieses Jahr mehr Feuerwerk verkauft werden als die Jahre zuvor. Eine schlimme Entwicklung. Hier eine VR 360 Aufnahme bei uns im Dorf.

Die schweren und tödlichen Verletzungen der letzten Silvestersaison sind, wie in den Medien berichtet wurde, ausschließlich auf illegales Feuerwerk zurückzuführen. Daher muss vielmehr die Einfuhr von illegalem Feuerwerk aus dem Ausland stärker kontrolliert und verfolgt werden, argumentiert die Röder Feuerwerk Handelsgesellschaft mbH mit Sitz in Schlüsselfeld, einer von Deutschlands größten Online-Shops für Konsumentenfeuerwerk zu Silvester. Naja, die Verletzungen entstanden meiner Meinung nach durch Leichtsinn und unsachgemäße Handhabung. Feuerwerk in Kinderhände oder in die Hände von Besoffenen hat Folgen.

„Der Lärm von Böllern und Raketen ist zwar nur kurz, aber dennoch kann dieser sogenannte Impulslärm das Gehör nachhaltig schädigen. Schon ein einziger, nah am Ohr abgefeuerter oder explodierender Feuerwerkskörper kann zu viel sein. Das wird oft unterschätzt“, warnt Hörakustiker-Meister Eberhard Schmidt vom Hörakustiker-Verband. Jeder Mensch nimmt Lautstärke etwas unterschiedlich wahr. Was von einer Person als zu laut empfunden wird, ist für eine andere Person vollkommen in Ordnung. Aber ganz unabhängig von der eigenen Wahrnehmung gilt, dass das Gehör bei einer anhaltenden Lärmeinwirkung von 85 Dezibel Schaden nehmen kann.

Vom Feinstaub will ich gar nicht reden. Es gibt Menschen mit Lungenkrankheit. Für die wird der Feinstaub zur Tortur.

Vielleicht liegt die Zukunft des Jahreswechsels nicht mehr im lauten Knall, sondern in leuchtenden Ideen: organisierte Feuerwerke, Lichtinstallationen, gemeinschaftliche Rituale, die verbinden statt zu verletzen. Der Wunsch nach Veränderung ist da – leise vielleicht, aber beharrlich. Und genau darin liegt die Hoffnung auf einen Jahresanfang, der wirklich ein Neuanfang sein kann. Also verbietet endlich diese Drecks-Böller.

Zwischen Lichtern, Holzduft und stillen Momenten – ein Weihnachtsmarkt zum Durchatmen

22. Dezember 2025

Eigentlich ist ja vor Weihnachten die ruhige Zeit. Eigentlich. Im Grunde bin ich vor den Feiertagen richtig gestresst und konnte nur aufgrund der Terminlage einen weiteren Bummel über einen Weihnachtsmarkt machen. Ich war auf dem Fürther Weihnachtsmarkt, der zusammen mit einem Mittelaltermarkt mir ganz gut gefallen hat. Nicht so ein Trubel wie der große Christkindlesmarkt in Nürnberg.

Bis Dienstag, 23. Dezember, findet der Fürther Weihnachtsmarkt auf der Frühster Freiheit statt. Ein ganz besonderes Ambiente entsteht auch in diesem Jahr wieder durch den Mittelaltermarkt. An rund 25 liebevoll historisch gestalteten Ständen und Buden lassen sich traditionelle Handwerkskünste wie Kerzenziehen, Glas- und Schmiedearbeiten, Töpfern oder Filzen hautnah erleben. Dazu werden Getränke und Speisen nach alten Rezepturen angeboten. Ich habe ein Schaschlik gegessen, leider ohne Leber und daher nur ein schnöder Fleischspieß. Hier ein paar Videoeindrücke.

Für Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt: Ein vielfältiges Rahmen- und Bühnenprogramm begeistert kleine wie große Gäste. Den stimmungsvollen Abschluss eines jeden Markttages bildet ein Feuerspektakel. Nach Einbruch der Dunkelheit tauchen Fackeln den Markt in ein warmes Licht, während Feuerstellen und Badezuber zum Aufwärmen und Verweilen einladen.

Nicht fehlen darf auch in diesem Jahr Bayerns höchste Weihnachtspyramide, die diesmal bis Samstag, 10. Januar, in der Adenauer-Anlage zum gemütlichen Glühwein-Umtrunk lädt und den Fürther Markt mit einbindet. Dort blieb ich länger stehen. Die Weihnachtspyramide auf dem Fürther Weihnachtsmarkt ist eines der prägenden und beliebtesten Elemente des Marktes und verbindet traditionelle Handwerkskunst mit festlicher Symbolik. Sie ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein kulturelles Zeichen für vorweihnachtliche Stimmung und gelebtes Brauchtum in der Innenstadt.

Weihnachtspyramiden haben ihren Ursprung im Erzgebirge und entwickelten sich aus einfachen, mit Kerzen bestückten Gestellen, die Licht in die dunkle Jahreszeit bringen sollten. In Fürth greift die Weihnachtspyramide diese Tradition auf und übersetzt sie in eine zeitgemäße, öffentlich zugängliche Form. Mit ihrer mehrstöckigen Bauweise, den kunstvoll gestalteten Figuren und der warmen Beleuchtung bildet sie einen zentralen Treffpunkt auf dem Weihnachtsmarkt.

Charakteristisch für die Fürther Weihnachtspyramide ist ihr Aufbau in mehreren Ebenen, auf denen sich unterschiedliche Szenen und Figuren präsentieren. Häufig greifen diese Darstellungen weihnachtliche Motive, regionale Bezüge oder handwerkliche Themen auf. Durch die Drehbewegung der Ebenen entsteht eine ruhige, gleichmäßige Dynamik, die Besucher fast automatisch zum Verweilen einlädt. Das Spiel aus Licht, Bewegung und Holz verleiht der Pyramide eine besondere Ausstrahlung, die sich deutlich von modernen Lichtinstallationen abhebt.

Technisch wird die Pyramide – traditionell wie symbolisch – durch Wärme und Luftströmung in Bewegung gesetzt oder durch einen unauffällig integrierten Motor unterstützt. Unabhängig von der Antriebsform bleibt der ursprüngliche Gedanke erhalten: Licht erzeugt Bewegung, Bewegung erzeugt Leben. Gerade in der dunklen Jahreszeit entfaltet diese Idee eine besondere Wirkung.

Im Kontext des Fürther Weihnachtsmarktes übernimmt die Weihnachtspyramide mehrere Funktionen. Sie ist Orientierungspunkt, Fotomotiv und identitätsstiftendes Element zugleich. Viele Besucherinnen und Besucher verbinden ihren Marktbesuch ganz selbstverständlich mit einem Gang zur Pyramide, sei es zum Innehalten, zum Beobachten der Details oder als Treffpunkt. Besonders für Kinder übt die langsam rotierende Konstruktion mit ihren Figuren eine große Faszination aus.

Darüber hinaus steht die Weihnachtspyramide sinnbildlich für das, was den Fürther Weihnachtsmarkt auszeichnet: eine Verbindung aus Tradition, Handwerk und familiärer Atmosphäre. In einer Zeit, die oft von Hektik geprägt ist, setzt sie einen ruhigen Gegenpol und lädt dazu ein, den Moment bewusst zu erleben.

So ist die Weihnachtspyramide weit mehr als ein dekoratives Element. Sie ist ein fest verankerter Bestandteil des Weihnachtsmarktes in Fürth und trägt maßgeblich dazu bei, dessen besondere Stimmung Jahr für Jahr erlebbar zu machen.

Übrigens: Das Sicherheitskonzept empfand ich als sinnvoll und gut.

Kippen oder Stoßlüften?

24. November 2025

Wenn man mit Amerikanern zu tun hat, fällt den Bekannten aus den Staaten eine deutsche Eigenheit besonders auf: Das Stoßlüften Und schon ist man in einer Grundsatzdebatte: Stoßlüften oder Fenster kippen?
Auch im Herbst und Winter muss frische Luft in die vier Wände, damit die angestaute Luftfeuchtigkeit aus den Wohnräumen entweichen und kein Schimmel entstehen kann.

Stoßlüften statt Fenster kippen
Im Winter sind die Fensterscheiben innen deutlich kühler als die umgebende Raumluft im Zimmer. Dadurch sinkt die Lufttemperatur an den Fenstern besonders häufig auf den sogenannten Taupunkt und die feuchte Luft gibt einen Teil ihres Wassers ab. So entsteht Kondenswasser am Fenster, das im schlimmsten Fall zur Schimmelbildung führen kann.

In den kalten Monaten sollten Sie am besten alle Fenster, soweit es geht, öffnen, damit ein rascher Luftaustausch stattfinden kann. Also gilt bei uns die Regel: Das Lüften im Winter muss kurz, aber effektiv gestaltet werden. So kühlen die Räume auch nicht nachhaltig aus und wir haben schnell wieder die gewohnt, angenehme Raumtemperatur erreicht.

Keller lüften in der kalten Jahreszeit
Auch im Winter ist der Keller der kälteste Raum im Haus, insbesondere die Wände und Böden sind kalt, da hier nur selten geheizt wird. Werden Kellerräume lange nicht belüftet, kann auch hier leicht Schimmel an den Wänden oder Möbeln entstehen. Den Keller lüften wir zu jeder Tageszeit, um die feuchte und modrige Kellerluft mit frischer Luft auszutauschen.

Während viele Menschen ihre Fenster im Sommer ständig geöffnet halten, lassen sie diese im Winter ständig geschlossen, damit keine teure Heizenergie verloren geht. Beides ist falsch. In der Heizperiode ist es unerlässlich, die Fenster von Innenräumen zur Stoßlüftung möglichst ganz zu öffnen, wenn auch nur für wenige Minuten, dafür aber mehrfach am Tag. Dadurch wird die ideale Raumluftfeuchte erreichbar.

Stoßlüften ist also King!
Eine optimale Raumtemperatur und eine ideale Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent sind die perfekte Ausgangslage zur Prävention gegen kondensationsbedingte Feuchte- und Schimmelpilzschäden und damit auch für das Wohlbefinden der Bewohner. Mit einem Hygrometer lässt sich die relative Luftfeuchte permanent messen und im Wohnalltag überwachen, ob der ideale Wert auch gehalten wird. Das macht bei uns eine entsprechende App. Sollte die Luftfeuchtigkeit trotz konsequentem Lüften und angemessenem Heizen immer noch über oder unter dem gewünschten Wert liegen, kann mithilfe eines Be- und Entfeuchtungsgeräts in Innenräumen die Luftfeuchtigkeit gezielt reguliert werden. Dieses Problem haben wir nicht.

Kurze Anleitung für richtiges Lüften im Winter
Im Winter ist Kipplüftung die schlechteste Lösung. Zum einen dauert der Luftaustausch lange und zum anderen kühlt die Fensterlaibung stark aus.
Schon fünf Minuten Stoßlüften reichen in den Wintermonaten für einen kompletten Luftaustausch. Dabei empfiehlt es sich die Heizkörper abzudrehen und nach dem Lüften wieder aufzudrehen. Moderne Thermostate erkennen das Lüften, und schalten für die Lüftung selbstständig ab.
Durch Duschen oder Kochen entstandene Feuchtigkeit im Badezimmer und in der Küche am besten sofort rauslüften. Die Feuchtigkeit in den Schlafräumen kann direkt nach dem Aufstehen durch kurze Fensteröffnung entweichen.