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Motorworld München – Mobilität in jeder Form

24. November 2022

„Die Motorworld ist nun ein Teil von München und wir freuen uns her zu sein und durchzustarten“, so Sebastian Olsowksi, Standortleiter der Motorworld München. „Mobilität in jeder Form steht bei uns im Mittelpunkt.“ Bei Motorworld München dreht es sich augenscheinlich in erster Linie um des Deutschen liebsten Kindes: Das Automobil.

Auf dem umfangreichen Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerkes der Deutschen Bahn ist ein eindrucksvolles Areal in München in der Nähe des Bahnhofs Freimann entstanden, das ein umfassendes und scheinbar durchdachtes Konzept beinhaltet, wie die Mitglieder des Internationalen PresseClub Münchens erfahren durften. Die Motorworld München stützt sich auf vier Säulen: Vermietung/Verkauf, Glasboxen, Tagungen/Events und Sonderprojekte. Auf den ersten Blick scheint das Millionenprojekt auf 75000 Quadratmeter aufzugehen. Alle Läden sind ausgebucht, bei den Glasboxen gibt es eine Warteschlange, das vier Sterne Hotel Ameron brummt, in den Konzerthalle wie das Zenith finden in dichter Folge Konzerte statt und beispielsweise Sotheby’s führt Auktionen durch.


Der Standort München ist der jüngste Sproß des schwäbischen Unternehmers Andreas Dünkel, dessen Familie mit Kiesabbau in Schemmerhofen in der Nähe von Biberach begann. Inzwischen ist die Motorworld Group eine nationale Holding mit eindrucksvollen Standorten in Berlin, Köln, Böblingen, Herten, Metzingen, Zürich und Rüsselsheim. Weitere Standorte wie Mallorca und Luxembourg sind begonnen, man blickt über die deutschen Grenzen hinaus.

Mobilität im Mittelpunkt
Sebastian Olsowksi und seine Kolleginnen Wiebke Deggau von der Pressestelle und Sybille Bayer von der Geschäftsleitung können eindrucksvolle Zahlen beim Rundgang mit den PresseClub-Mitgliedern vorweisen. Die unter Denkmalschutz stehende Lokhalle, in der einst Lokomotiven repariert wurden und in die nach 25 Jahren Stillstand nun neues Leben gekommen ist, hat gigantische Ausmaße: 185 Meter lang, 90 Meter breit und bis zu 18 Metern hoch – eine der größten freitragenden historischen Stahltragwerkshallen Europas. Die Halle und die zum Ensemble gehörenden Gebäude wurden in den vergangenen Jahren für einen Millionenbetrag aufwendig restauriert. Und dann kam zur Eröffnung Corona und kaum etwas ging. Motorworld überbrückte die Durststrecke und hielt durch. Heute ist viel Leben in dem Bauwerk mit seinen Shops, zahlreichen Restaurants und natürlich Autohändlern.

Im Mittelpunkt steht alles rund um das Auto. Exklusiver Handel mit Luxusautomobilen, Sportwagen, Oldtimer, Bikes und E-Mobility, Fahrzeugaufbereitung und -veredelung, Pflege- und Wartungsservice sowie Lifestyle- und Merch-Shops. Die PresseClub-Mitglieder sahen das Who-is-Who der Autobranche: Hier eine Auswahl der Luxusmarken: BMW, McLaren, Bugatti, Rolls Royce, Porsche, Ferrari, Renault Alpine, Lotus, Morgan und Donkervoort sowie Mercedes AMG. Daneben gibt es acht gastronomische Betriebe und auch Shops wie Hutkönig aus Regensburg und die Bäckerei Höflinger mit einem originellen Kiosk samt Verkauf von hochwertigen Bildbänden rund ums Auto.
Bei dem Besuch des PresseClubs wurde gerade für kurze Zeit eine Bugatti-Ausstellung eröffnet mit dem La Votiure Noire im Mittelpunkt – zahlreiche Car-Spotter mit ihren Kameras inklusive.

Das meist fotografierte Automobil ist aber sicherlich der Nissan Sykline R34/GT-R von Paul Walker aus dem Actionfilm Fast and Furious 4.

Sichtlich beeindruckt lud PresseClub-Ehrenvorsitzender Peter Schmalz das Team von Motorworld in die Räume des PresseClubs an den Marienplatz ein. „Wir haben zwar keine so große Räumlichkeiten wie Sie, aber wir können den Oberbürgermeister auf den Tisch schauen.“

Mit dem Auto ins Hotelzimmer
Das vier Sterne Hotel Ameron bietet seinen Gästen 156 Zimmer. Das Zimmer 157 ist ein Luxuswohnmobil von Carthago mit einer Belegungsrate von 70 Prozent. Durch Corona hat der Deutsche das Campen wieder lieben gelernt und das Luxuswohnmobil Carthago chic e-line mit privater Terrasse und Outdoor-Lounge zeigt, was für Geld möglich ist.

Wenn die Liebe zu Automobil so groß ist, dann kann man in drei Car-Studios neben seinem Auto im Hotelzimmer nächtigen. Wer bei McLaren einen Flitzer in der Motorword erwirbt, der kann die erste Nacht mit seinem Auto verbringen, das ins Zimmer gefahren wird und hinter Glas betrachtet werden kann. Allerdings sollte so ein Zimmer mindestens ein halbes Jahr vorher gebucht werden, denn der Andrang ist enorm. Von wegen Krise und Inflation, das Geschäft in der Motorworld brummt.
Auch die Tagungsräume muten eher wie ein Cockpit als wie ein schnöder Raum mit Tisch und Stuhl an. Alles ist durchdacht und die Themenräume bis ins Detail optimiert. So gibt es Räume zu Rennfahrer Legenden wie Hans-Joachim „Stritzel“ Stuck, Leopold „Poldi“ Prinz von Bayern und dem Gespann Walter Röhrl/Christian Geistdörfer, die in enger Zusammenarbeit mit diesen Legenden ausgestattet wurden.

Hier wirkt die Location auf die Seminarteilnehmer, die nicht nur Vortragsinput erhalten, sondern auch viel Mobilitätsemotionen. Es treffen sich hier die wahren Fans, die alles genau unter die Lupe nehmen. Die Begeisterung ist zu spüren. Findet der detailversessene Fan eine Ungenauigkeit in einem Themenraum, freuen sich die Mitarbeiter von Motorworld, wenn sie diesen Fehler korrigieren können – eben Fans unter sich. Eine Konkurrenz zur BMW Motorwelt und dem Verkehrsmuseum München sieht Standortleiter Sebastian Olsowksi nicht, „eher eine wunderbare Ergänzung.“

Blech hinter Glas
Ein Hingucker sind auf jeden Fall die 111 Glasboxen. Hier lässt sich die Leidenschaft der Deutschen für Autos spüren und vor allem sehen. Die durchsichtigen Boxen können von Liebhabern gemietet werden und dort ihr Auto unterstellen. Durch ein System wie ein Hochregal können die Glasboxen angesteuert werden und der Besitzer kann an 24 Stunden am Tag an sein Fahrzeug kommen – im Grunde eine edle Parkgarage. Hier stellen Sammler ihre kostbaren Autos ein und aus. Originell war aber auch, dass auch ein verstaubter Scheunenfund eines grauen VW-Käfers mit noch originalverpackter Stoßstange in einer Glasbox untergestellt wurde. Hier beweist Motorworld einen entsprechenden Humor.

Die Liste der Interessenten für eine Glasbox ist lang und im Zweifelsfall entscheidet der oberste Chef Andreas Dünkel welches Auto zugelassen wird. Unter der Hand war zu erfahren, dass es in München einen unausgesprochenen Aufnahmestopp von Porsche 911 gibt.

Und jetzt liegt es an uns
Für Journalisten und Blogger gibt es Hunderte von Geschichten in der Motorworld München zu entdecken. Daher kann der Rundgang mit dem PresseClub München nur ein Anfang gewesen sein. Jetzt geht die Detailarbeit und Recherchearbeit los. Interessant ist auch die Kommunikation der Motorworld selbst. Das Unternehmen ist in Instagram, Linkedin, YouTube und Facebook hauptsächlich vertreten und gibt ein kostenloses Online-Magazin heraus.

Jurassic Road – Doku – die Premiere in München

11. März 2019

Malcom (rechts) bei der Premiere in München.

Malcom (rechts) bei der Premiere in München.

Ich liebe Menschen, die eine kleine Marotte haben, die von etwas begeistert sind, die manchmal etwas neben der Spur sind. Oft werden Sie Freaks, Geeks oder Nerds genannt und beim Dokumentarfilm „Jurassic Road“ habe ich einige von ihnen auf der Kinoleinwand getroffen und mich köstlich amüsiert. Ihre Namen: Nicolas Mendrek, Mháire Stritter, Steff Tannert und Bastian Sue.

Wenn Nerds auf Reisen gehen und einen Dino mitbringen

Um was geht es in „Jurassic Road“? Vier Nerds vom Youtube-Kanal Orkenspalter brechen in einem altersschwachen Wohnmobil von Hamburg nach China auf, um ein Dinosaurier-Kostüm für einen Film abzuholen. 20.000 Kilometer hin und zurück. Wie geil das denn? „Jurassic Road“ beschreibt die mühevolle Fahrt nach China, welche Strapazen die vier jungen Menschen auf sich nehmen und welche Abenteuer sie dabei erleben. Für Menschen mit Sicherheitsdenken ist dieser Film nichts, aber die Spontanität der Reisenden ist unglaublich erfrischend. 

Die Idee entstand auf der Nerdmesse schlechthin, auf der Gamescom. Dort stellte unter anderem der deutsche Spielehersteller Daedalic Entertainment von Carsten Fichtelmann aus. Damals sagte er: „Wir brauchen für ein Filmprojekt ein Dinosaurierkostüm. Wäre das nicht cool, wenn wir das selbst in China abholen würden, dort dann direkt Szenen für den fraglichen Film drehen und darüber gleich auch eine Doku produzieren würden?“ Eine verrückte Idee mit Charme – und diese galt es dann umzusetzen. 

Münchner Premiere von Jurassic Road 

Ich war bei der Münchner Premiere von „Jurassic Road“ im neueröffneten ARRI Astor Kino mit dabei und habe das filmische Ergebnis genossen. Herausgekommen ist ein wunderer Film mit viel Situationskomik und auch ein wenig Tragik. Nico Mendrek, einer der vier Nerds aus dem Wohnmobil, beschrieb es so: Die Probleme kamen allein durch die Technik, unser eigene mangelnde Eignung für einen Trip wie diesen und offizielle Stellen, Grenzbeamte, unwillige Bürokraten und am Ende natürlich immer wieder die chinesische Regierung. Bei uns hat die Reise vor allem eines bewirkt: Wenn es davor noch so etwas wie unbewusste Xenophonie in uns gegeben hat, ist sie dadurch wie weggeblasen.“

Als am Ende der Reise das Fahrzeug in China den Geist aufgibt, erfahren die Nerds Nicolas Mendrek, Mháire Stritter, Steff Tannert und Bastian Sue einen enormen Motivations- und Spendenschub aus ihrer Community. Über soziale Netze kam ein Aufruf zum Spenden, dem die Community von Orkenspalter und Daedalic nachgekommen ist und so die Heimreise der vier Wagemutigen samt Saurier ermöglichte. Der Saurier passte bei der 20.000 Kilometer langen Heimreise nicht aufs Dach des Wohnmobils, sondern musste im Wohnmobil transportiert werden. Das Projekt Sardinenbüchse lief auf Hochtouren.  

Saurier Malcom im Foyer 

Der Saurier wurde übrigens auf den Namen Malcom getauft und Malcom war im Foyer des ARRI Astor Kinos auch bei der München-Premiere anwesend. Es handelt sich um einen animatronischen Dinosaurier. Ein Mensch schlüpft in das Kostüm und bewegt mechanisch die Figur. An der Nase des Dinos ist eine Kamera versteckt und auf einem Tablet-Display nimmt der Saurierinsasse seine Umgebung wahr. Im Kinofoyer flitzte Malcom dann eindrucksvoll durch die Gegen.

Social Scoring System in China

Bei all dem Humor wurde es ernst als Mháire Stritter über China sprach. Die studierte Sinologin war des öfteren in China und sie stellt fest: Die Überwachung nimmt zu. Überall werde man von Kameras erfasst und fotografiert. Es werden sogar Fingerabdrücke abgenommen. Das Scoring System in China wird massiv ausgebaut. Das soziale Kreditsystem soll 2025 flächendeckend einsatzbereit sein und die chinesische Diktatur überwacht ihre Bürgerinnen und Bürger komplett. Wer sich nicht parteikonform verhält, dem werden im Social Scoring System Punkte abgezogen, so dass er Repressalien fürchten muss.